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Chronik in Wort - Teil 1 (bis 31.12.1999)


Bereits um 1640 bekam der Ort Frankenfels vom Graf Gotthard von Tattenbach das Marktrecht verliehen. Die Familie Tattenbach war von 1631/32 bis 1655 Besitzer der Herrschaft Weißenburg und somit auch für die Häuser in und um Frankenfels zuständig. Obwohl damals einer der kleinsten Märkte Niederösterreichs, fungierte sofort auch ein Marktrichter, welcher folgende Aufgaben zu erfüllen hatte: Polizeigewalt (auch Rechtssprechung bei kleineren Delikten), die Schlichtung von Streitfällen (Schiedsgericht), Instandhaltung von Straßen und Brücken, das Standgeld bei den Kirtagen einheben (altes Recht ab 1655), für Sauberkeit des Ortes sorgen und sogar bei Feuerausbruch die Löscharbeiten zu leiten. Als erster scheint Gastwirt Leonhardt Binder, Besitzer "an dem Neuhaus" (Markt 3), auf; seine Frau Catharina wird in den Pfarrmatriken "Richterin" genannt. Bis zum Ende der Marktrichter im Jahre 1848, letzterer war der Wund- und Geburtsarzt Johann Leinwather, Besitzer "am Stampfgartl" (Markt 2), waren es insgesamt 17 Personen, welche diese Tätigkeiten ausübten. Da es als Löschgeräte nur Eimer gab, war die Aufgabe, dass sich die anwesenden Personen, welche auch von zu Hause Kübeln mitbrachten, in einer Reihe aufzustellen hatten und die befüllten Löscheimer sehr rasch von der Wasserentnahme (Brunnen, Gerinne oder Teich) zum Brandobjekt weiterreichten (auch "Löscheimerkette" genannt). Im Idealfall organisierte der Marktrichter auch eine 2. Menschenreihe, die die leeren Eimer wieder zurückgaben. Hier wurden sehr oft auch Kinder eingeteilt. Es gibt Aufzeichnungen über Brandereignisse, die in dieser Zeit waren. Ob tatsächlich mittels Löscheimerkette geholfen wurde, ist nicht bekannt.
Folgende Brände scheinen in diversen Archiven auf: 

15.09.1766 - "an untern Grueb Häusel", Hofstadtgegend 12
1767 (oder 1768) - "Klein Haimbach", Tiefgrabenrotte 7
29.01.1768 - "an der Mühl", Tiefgrabenrotte 13
05.03.1768 - "Groß-Wintereck", Gemeinde St. Anton an der Jeßnitz, Wohlfahrtsschlag 26
     1797      - "Zubauhäusl No. 4" (später "Großreinthalhäusel" genannt, heute längst verfallen), Fischbachmühlrotte
     1812      - "an der Hochscharten No. 1", Karrotte 1
     1841      - "Nattershof", Hofstadtgegend 13

In der Zeit von 1848 bis zur Feuerwehrgründung (1883) war der Bürgermeister für das Organisieren der Löscharbeiten zuständig, jedoch, man machte es sich sehr einfach, diese Tätigkeit wurde sofort an den Nachtwächter übertragen. Ob es bei den folgenden Bränden zur Anwendung kam, ist nicht bekannt:
     1851      - "am Hinterleithenhäusl" (auch "Koglhäusl" genannt), Ödrotte 6. Dabei kamen zwei Kinder ums Leben.
30.04.1858 - Waldbrand im Weißenbachtal, beim Spiellaubner, Wiesrotte 6
03.06.1859 - "am Kogel" (Franz Karner), Lehengegend 11
21.05.1860 - Bauernhaus Gaißenberg (Schwarzenbach) brannte in der Nacht auf den 22. Mai infolge Blitzeinschlag ab
26.11.1862 - Am Morgen stand "Vordereibek", Fischbachmühlrotte 4, in Brand
Juni  1863   - "Thorriegl", Laubenbachgegend 8
05.05.1865 - "am Eibenstecken", Übergangrotte 4
08.05.1869 - "am Berg", Lehengegend 5
04.01.1870 - Frankenfelser "Feuersbrünste", ohne genauere Angabe der betroffenen Häuser
April  1874  - "am Baumgarten", Falkensteinrotte 15

Ab dem Jahre 1875 verweigerte jeder Nachtwächter, dass er diese verantwortungsvolle Aufgabe übernimmt.
Daher gab es keine Hilfe bei den folgenden Bränden:
08.11.1875 - Anwesen "am Übergangrotthäusel", Übergangrotte 7, samt Nebengebäuden vollständig abgebrannt
11.07.1877 - Das 2. Mal: "Frankenfelser Feuersbrünste", ohne genauere Häuser-Angaben

Um 1880 wurde in der Frankenfelser Bevölkerung der Gedanke geboren, eine organisierte Brandbekämpfung ins Leben zu rufen. Auch der Brand Ende Mai 1882 im Gemeindekotter (Erdgeschoß des Hauses Markt 4) trug dazu bei. Der 54-jährige Randalierer Anton Mifka, ein Tuchmachergehilfe aus Zlabings/Slavonice in Mähren, der gerade im Kerker eingesperrt war, legte aus Rache Feuer in diesem Arrest. Eine Brandausbreitung in der Ortsmitte hätte schlimme Folgen für die ganze Ortschaft gehabt!

Als am 14. Juli 1882 ein Großbrand im Markt wütete, wurde auch beim damaligen Bürgermeister Josef Pögner der Ehrgeiz sehr groß, eine Feuerwehr zu organisieren. Die Brandbekämpfung leitete unaufgefordert das spätere Gründungsmitglied Franz Schenke mit dem kleinen Hydrophor, welcher sich im Privatbesitz von der Witwe Frau Anna Leinwather, Ehegattin vom ehemaligen letzten Marktrichter, befand. Auch die Kirchberger Feuerwehr rückte mit dem Pferdewagen an und half kräftig mit.
Im "St. Pöltner - Bote" vom 20. Juli war zu lesen:
"Am 14. Juli 1882 brannten im Markt zwei Wirtschaftsgebäude und das Dach des Backhauses völlig nieder. Mehrere Stück Rindvieh und viele Schweine gingen zu Grunde. Obwohl die Gebäude mitten im Markte standen, so blieb das Feuer durch die herrschende Windstille, sowie durch die Tätigkeit der von nah und fern herbeikommenden Leute auf obige Objekte beschränkt. Besonders hervorzuheben ist auch das energische Eingreifen des Herrn Gerbermeister Franz Schenke, auch leistete die Hausfeuerspritze der Frau Leinwather, Arzteswitwe, welche dieselbe bereitwillig zur Verfügung stellte, vorzügliche Dienste."

Das Vereinsrecht nach dem Gesetz vom 15. November 1867 - gültig ab 8. Jänner 1868 - ermöglichte einen Verein von Gleichgesinnten. Es war das 134. Gesetz, welches am 24. November 1867 im Reichs-Gesetz-Blatt für das Kaiserthum Oesterreich, Jahrgang 1867, LVIII. Stück kundgemacht wurde und hatte Gültigkeit in Böhmen, Dalmatien, Galizien und Lodomerien mit Krakau, Oesterreich unter und ob der Enns, Salzburg, Steiermark, Kärnthen, Krain, Bukowina, Mähren, Schlesien, Tirol und Vorarlberg, Istrien, Görz und Gradiska, dann die Stadt Triest mit ihrem Gebiete.

Endgültiger Anlass zur Gründung eines Feuerwehrvereines war der Brand des Wirtschaftshauses "Rosenbichl“, Rosenbühelrotte 3, am 17. Oktober 1882, wo die Feuerwehr Kirchberg/P., Gendarmerie Kirchberg/P., der Kirchberger Feuerwehrmann und Maurermeister Mathias Ullmann und die Frankenfelser Gemeindebürger Fleischhauer Albert Schweighofer, Lederermeister Franz Schenke und Lohstampfer Alois Wochner tatkräftig Hand anlegten und sogar drei Menschenleben retteten. Die Frankenfelser Gemeindevorstehung bedankte sich bei allen Genannten für die Mithilfe bei den Löscharbeiten und betonte in den Ausführungen mit "durch deren Entschlossenheit und Muth drei Menschenleben gerettet wurden". Beflügelt wurde der damalige Bürgermeister Josef Pögner auch von den bereits gegründeten Feuerwehren in Kirchberg/P. (1880), Rabenstein (1881) und Hofstetten-Kammerhof (1882), sodass er weiters 14 Frankenfelser und einen Kirchberger (dieser hielt sich berufsbedingt sehr viel in Frankenfels auf) am 1. Mai 1883 im Gasthaus Pögner zur Teilnahme an der Gründungsversammlung animieren konnte. Das Recht der Verfassung von 1867 bildete das Fundament für die Vereinsgründung (die Feuerwehr war dadurch die erste Initiative dieser Art in Frankenfels!). Somit wurde der Gründer Josef Pögner der 1. Hauptmann der Freiwilligen Feuerwehr Frankenfels! Er kaufte aus seinen Mitteln einen kleinen Hydrophor samt Saugkopf, Saugschläuche, Druckschläuche, Verteiler und 1 Strahlrohr - alles auf einem Handwagen untergebracht - und stellte diese Löschausrüstung unentgeltlich der neugegründeten Feuerwehr zur Verfügung. Diese Gerätschaft verblieb im Besitz des Feuerwehrgründers Josef Pögner und wurde auch bei seinem Anwesen untergebracht.
Die 16 Gründungsmitglieder mussten ab sofort regelmäßig ihren monatlichen Mitgliedsbeitrag in die Vereinskasse leisten. Da das angesammelte Geld nicht für ein Löschgerät plus Zubehör, wie bei den anderen neugegründeten Feuerwehren üblich, verwendet werden musste, konnte sofort punkto Bekleidung einschließlich Lederhelm investiert werden. Sie wurden noch im Gründungsjahr in schlichter Uniform eingekleidet. Es entstanden bereits im Herbst 1883 zwei (!) Fotos von allen Gründungsmitgliedern - und zwar ein Foto mit Kappe und beim 2. Bild gab es eine Aufstellung mit Helm ums Löschgerät.
Zur Alarmierung dienten die Kirchenglocken.
Die bürokratische Vereinsgründung war mit der vorgeschriebenen Zuwartefrist der vorgelegten Vereinsstatuten am 19. November 1883 abgeschlossen.



Der weitere Werdegang, die Weiterentwicklung, die Tätigkeiten, erwähnenswerte Einsätze und die markanten Ereignisse der Freiwilligen Feuerwehr Frankenfels:

07.06.1883

Fürs Zusammenarbeiten und zur besseren Organisation des Feuerwehrwesens gründete man den Pielachtaler Feuerwehrverband.
Da es an diesem Tag für die FF Frankenfels noch keine Vereinsstatuten gab wurden die Frankenfelser zu dieser Gründungsversammlung nicht eingeladen. Sie wurden auch gar nicht erwähnt.
Februar 1885
In den ersten Februartagen langte vom Kaiserhaus eine finanzielle Unterstützung von 80 Gulden ein. Es wurde in der Zeitung "Das Vaterland" vom 6. Februar auf der Seite 5 verkündet.

Frühjahr 1885

Der kleine Hydrophor, welcher auf einem einachsigen Handkarren aufgebaut war, wurde von der Feuerwehr umgebaut. Er wurde nämlich auf einem zweiachsigen Wagen, welcher auch pferdebespannt gefahren werden konnte, aufgebaut, sodass dieses Löschgerät auch relativ schnell zu einem weiter entfernten Brandobjekt transportiert werden konnte.
Sommer 1885
Zum ersten Mal fand in Frankenfels der Bezirksfeuerwehrtag statt. Dabei wurde das "neue" Frankenfelser Löschgerät präsentiert und für sehr gutgeheißen.
11.05.1888

Scheunenbrand - Brandausbruch um 12 Uhr Mittags - beim Gasthaus- und Mühlenbesitzer August Miedel, Hausname Laubenbachmühle, Laubenbachgegend 3. Sehr rasche Brandausbreitung forderte die Feuerwehrmänner. Die Scheune samt Futtervorräte, Pferdegeschirr und Wirtschaftsgeräte sowie die Stallung und der Dachstuhl des Wohngebäudes gingen verloren, sie wurden eingeäschert. Das restliche Wohnhaus konnte durch den Feuerwehreinsatz gerettet werden. Es entstand ein Schaden von mindestens 3583 Gulden, aber der Besitzer erhielt von der Feuerassecuranz (Feuerversicherung) nur 2039 Gulden. Die 70-jährige Einlegerin (Gemeindearme) Margarethe Krickl, sie wohnte gerade im Hause Miedel´s, kam wegen vorangegangener Streitigkeit unter Verdacht, den Brand gelegt zu haben. Die Dienstmagd Johanna Gamsjäger konnte wertvolle Aussagen dazu machen. Laut Zeitungsbericht (St. Pöltner Zeitung vom 13. September 1888, Seite 6) wurde Krickl am 7. September zu acht Jahre schweren Kerker verurteilt.
Laut den spärlichen Aufzeichnungen aus dieser Zeit dürfte es die erste Brandausrückung gewesen sein. Zum Glück wurde bereits vor drei Jahren der Hydrophor auf einen kleinen Pferdewagen aufgebaut, da die Entfernung vom Gasthaus Pögner, Markt 3 (Unterbringung der kompletten Löschgerätschaft) zum Brandobjekt über 5 Kilometer beträgt.

18.05.1889

Bereits nach einem Jahr - Zweite Brandausrückung, diesmal wieder nach Laubenbachmühle. In der Brandlmühle Labenbacher (Mautmühle, direkt neben der Natters), Laubenbachgegend 15, bricht Feuer in der Nacht vom 18. auf den 19. Mai 1889 aus.

14.10.1889

In der Eder´schen Heilanstalt in Wien starb der Gründer und Feuerwehrhauptmann Josef Pögner im 59. Lebensjahre  an den Folgen einer Nierensteinoperation.
Beim Begräbnis am 17. Oktober waren auch sämtliche Feuerwehren aus dem gesamten Gerichtsbezirk anwesend. Von allen Häusern des Marktes  (damals bildeten insgesamt 13 Häuser und die Kirche den Marktbereich) wehten Trauerfahnen. Es spielten zwei Musikkapellen, nämlich die Feuerwehr-Kapelle Kirchberg a. d. Pielach und die dortige Privat-Kapelle Kerschner, in erhebender Weise die Trauerchöre - so die Mittheilungen des NÖ Landesfeuerwehrverbandes 11/ 1889 - Seite 7. Die Kirche konnte die vielen Trauergäste nicht fassen.

31.10.1889

Das St. Pöltner Wochenblatt schrieb auf der Seite 5:
Die Frankenfelser Wehr bekam aus dem "Assecuranzfonds der Feuerversicherungs-Gesellschaften" eine Subvention von 100 Gulden.
November 1889
Der Gemeindearzt Dr. Anton Kratochwila wird Feuerwehrhauptmann und Bäckermeister Johann Schaider sein Stellvertreter. Oberlehrer Franz Voak bleibt weiterhin Schriftführer.

Um 1890

Laut mündlicher Überlieferung erfolgte der Bau des ersten "Feuerrequisitenhauses". Das Objekt wurde am nordöstlichen Rand der kleinen Ansiedlung Frankenfels, direkt neben der schmalen Commerzial-Straße - am heutigen Feuerwehrparkplatz Markt 65 / direkt an der Grundgrenze zur Liegenschaft Markt 45, errichtet.
Diese namenlose Schotterstraße, welche von der Mariazeller Straße über Fridau, Mainburg, Kirchberg/Pielach, Frankenfels und "Schädlhütte"(Hollensteinhäusl) nach Puchenstuben führte, hatte damals noch keine Bezeichnung. Erst am 19. April 1894 wurde sie zu einer Bezirksstraße I. Klasse mit der Nummer I/XVII erklärt.

17.07.1892

Dr. Anton Kratochwila legt aus gesundheitlichen Gründen seine Funktion als Feuerwehrhauptmann nieder. Er muss auch im September 1892, aus den selben Grund, seinen Arztposten aufgeben. Daraufhin zog er nach Wien und kehrte nicht mehr zurück. Man erzählt in Frankenfels, dass Kratochwila ein sehr geschickter, gewissenhafter und beliebter Gemeindearzt war.
Bei der Neuwahl wird der bisherige Stellvertreter Johann Schaider der Hauptmann. Das Amt des Stellvertreters übernimmt Anton Koller und Josef Kral ist ab sofort der neue Schriftführer.

Herbst 1892

Vom Pielachtaler Feuerwehrverband kam eine Anweisung, dass für Feuerwehrmänner eine Sterbekasse in jeder Feuerwehr eingerichtet werden soll. Daraufhin wird auch in Frankenfels eine solche gegründet und es treten spontan zehn Mann bei.

02.12.1892

Einheitliche Chargen-Abzeichen ab sofort für niederösterreichische Feuerwehren gemäß Zahl 27.337 des Ministerialerlasses. Das k. k. Ministerium des Inneren genehmigte im Einvernehmen mit dem k. k. Ministerium für Landesverteidigung und dem k. u. k. Reichs-Kriegsministerium die Distinktionsabzeichen von "Mannschaft" bis "Präsident des Landesverbandes".

1893 - 1899

In den 1890er-Jahren sind drei Gründungsmitglieder verstorben:
am 01.09.1893 - Dr. Anton Kratochwila (starb in Wien an Tuberkulose),
                                   er war auch Hauptmann von Anfang November 1889 bis 17. Juli 1892
am 31.10.1895 - Franz Voak (starb an Lungentuberkulose),
                                   er war Schriftführer von Beginn an bis 17. Juli 1892
am 24.04.1899 - Rudolf Voak (starb an mehreren Karzinomen),
                                   er war bis zu seinem Tod immer der 1. Hornist.
04.05.1895
Albert Schweighofer löst am Florianitag Anton Koller als Hauptmannstellvertreter ab.

Juli 1897

Bei der großen Unwetterkatastrophe versuchte auch die Feuerwehr, trotz mangels an geeigneten Geräten, zu helfen. Vorwiegend wurden Tiere aus den Stallungen gerettet sowie Möbelstücke und Sachwerte geborgen. Den Höhepunkt bildete ein stürmisches Unwetter in der Nacht vom 29. zum 30. Juli, welches ein furchtbares Hochwasser in den frühen Morgenstunden ergab. In der Nähe der Schönau ertrank ein Sattlergehilfe.
Die Zeitung "Neues Wiener Tagblatt." schrieb in ihrer Ausgabe Nr. 214 (5. August) auf der Seite 4: "Es wurden sämtliche Brücken fortgerissen, der Straßenkörper, der vom Wasser erreicht wurde, total vernichtet und Tausende von Metern Holz und auch Einrichtungsstücke weggeschwemmt. Viele Familien retteten nur ihr nacktes Leben. In vielen Häusern stand meterhoch das Wasser. Entwurzelte Bäume und ein Meer von Schotter bedecken Felder und Thalwiesen. Ein enormer Schaden, das Elend und der Jammer war grenzenlos. Der Wasserstand war sogar höher als bei der großen Hochwasserkatastrophe im Jahre 1862."

Sommer 1898

Das erste eigene Löschgerät "Große Hydrophorspritze auf Pferdezug" wurde vom Feuerwehrverein um 677 Gulden von der Feuerlöschgerätefabrik Franz Kernreuter aus Wien, XVII. Hernals, Hernalser-Hauptstraße 105, angekauft. Zugleich wurden auch 45 Meter Schläuche um 40,95 Gulden dazugekauft. Dieser Hydrophor wird im Einsatzfall von den in den Einkehrgasthäusern eingestellten Pferden zum Brandplatz gezogen.
Bei der feierlichen Segnung war Frau Maria Schafhuber, Bürgermeistersgattin und Gastwirtin in der Schenke "Taverne am Steg", die Spritzenmutter (Fahrzeugpatin).
Um die Vereinskasse aufzubessern wurde dieser Wagen gelegentlich auch als Beförderungsmittel eingesetzt. So fuhr man unter anderen pferdebespannt sogar bis St. Pölten, um Kinder zur Firmung zu transportieren. Bei Abwesenheit des Löschgerätes herrschte naturgemäß auch Unmut einiger Feuerwehrkameraden. Solche Differenzen gehen auch in einem Sitzungsprotokoll am 4. Juni 1899 hervor und es wurde beschlossen, dass der Spritzenwagen grundsätzlich nicht mehr hergeborgt wird. Gelegentlich beförderte man aber auch weiterhin Privatpersonen für wichtige Erledigungen. Mit der Eröffnung der Mariazellerbahn am 5. August 1905 nahm diese Zweckentfremdung ein Ende.

10.09.1899

Der Bezirksfeuerwehrtag wurde in Frankenfels abgehalten. Viele Häuser waren für das sonntägige Ereignis beflaggt.
"Von den auswärtigen Feuerwehren waren Kirchberg an der Pielach, Rabenstein an der Pielach und Hofstetten anwesend. Insgesamt 78 Feuerwehrmänner gaben ein prächtiges Bild für die Bevölkerung. Die Kirchberger Feuerwehrcapelle umrahmte die vielen Veranstaltungen: Gottesdienst - Verbandssitzung unter Obmann Franz Mugrauer und Obmannstellvertreter Sylvester Trixner, beide aus Kirchberg/P. - große Schauübung um 16:00 Uhr beim Pfarrhofe und am Schaider´schen Backhause - Abschluß des Festtages mit einem Umzug (Aufstellung beim Spritzenhause). Trotz des starken Regens, es musste lediglich die Schauübung gekürzt werden, war es ein besonderer Tag für Frankenfels. Schlußsatz: Unserer wackeren Feuerwehr aber schließlich ein kräftiges GUT HEIL ! " - berichtete die Zeitung "Feuerwehr-Signale" in ihrer Ausgabe vom 5. Oktober 1899 auf Seite 15.
Auch die St. Pöltner Deutsche Volkszeitung schrieb darüber am 14. September auf der Seite 18:
"Bei der beeindruckenden Schauübung anlässlich des großen Feuerwehrtages in Frankenfels erregte die noch ganz neue Spritze das besondere Interesse der auswärtigen Feuerwehrmänner und der Bevölkerung aus nah und fern."

15.10.1899

Unter Hauptmann Johann Schaider erfolgte folgender Beschluss für alle Frankenfelser Feuerwehrmänner: "Es ist hinkünftig bei den Versammlungen in Uniform und mit persönlicher Ausrüstung (Helm, Steigergurt, Feuerwehrbeil, usw.) zu erscheinen!"

01.01.1900

Die Kronenwährung ist ab nun ausschließliches Zahlungsmittel Österreichs.
Seit 1892 durfte der Gulden (= 100 Neukreuzer) parallel zur Krone (= 100 Heller) verwendet werden. Die Umrechnung in dieser Zeit war "1 Gulden = 2 Kronen".

12.06.1900

Für den Bischofsempfang veranstaltete die Feuerwehr einen Fackelzug mit anschließendem Feuerwerk. Am Folgetag spendete Bischof Dr. Johannes Rössler 165 Kindern das Sakrament der Firmung. Die St. Pöltner Deutsche Volks-Zeitung berichtete darüber in ihrer Ausgabe vom 21. Juni, auf der Seite 6.

02.09.1900
Schriftführer  Dr. Bartholomäus Mair legt seine Funktion zurück.
06.10.1900
Neuer Schriftführer wird der Lehrer Wilhelm Jantschek.
31.12.1900 Erster Kameradschaftsabend der Freiwilligen Feuerwehr Frankenfels.
06.01.1901 Erster Feuerwehrball in Frankenfels.
09.01.1901
Franz Gabauer wird zum Hauptmann gewählt, sein Stellvertreter wird Moritz Pögner.
30.01.1901 Gehöft "Mitterübergang“ (auch "Goisauf" genannt), Übergangrotte 8, brennt ab. Der Besitzer Josef Kerschner erlitt Brandwunden. Vieh wurde gerettet, Scheune und Nebengebäude blieben erhalten.
02.02.1901
Um den Verein besser finanzieren zu können wurde die Aufnahme von Unterstützenden Mitgliedern beschlossen.
10.09.1901 Bauernhof "Berg“ (auch "Beari" genannt), Besitzer Leopold Kalteis, Lehengegend 5, steht im Vollbrand. Sogar die FF Kirchberg an der Pielach wurde alarmiert. Da die Anfahrt per Pferdewagen zu lange dauerte, wurde diese Feuerwehr in der Schönau zum Umkehren beauftragt. Es war bereits alles zu spät. Kein Löschwasser weit und breit. 2 Ochsen, 3 Kühe, 3 Kälber, 6 Schweine und 15 Schafe sind verbrannt, der "Hausstock"(Wohnhaus) ist erhalten geblieben. Der geisteskranke Bauernsohn ist seit dem Brande abgängig.
31.12.1901
Bisher sind leider nur zwei Ortsbewohner der FF Frankenfels als Unterstützende Mitglieder beigetreten.
05.01.1902
Da seit 2. August 1901 der Posten des Schriftführers offen ist (Wilhelm Jantschek wurde abgemeldet, wegen Übersiedlung), wird Oberlehrer Josef Hippmann aufgenommen und er bekommt sofort die Schriftführer-Funktion.
21.06.1902 Johann Tinter verstorben. Er war Gründungsmitglied der FF Frankenfels.
14.07.1902 Brand einer Hütte (Holzschuppen) des Gehöftes "Hofstatt", Hofstadtgegend 1.
07.08.1902
Großes Hagelwetter in Frankenfels. Die vielen beschädigten Dachziegeln am Feuerlöschrequisitenhaus wurden sofort in den folgenden Tagen ersetzt.
31.08.1902
Pfarrer Franz Schweiger wird als drittes Unterstützendes Mitglied aufgenommen.
05.10.1902 Wohnhausbrand in der Fischbachmühlrotte 1 (Besitzer: Josef Schagerl).

01.10.1903

Der Brand beim "Lehenmühlhäusl", Hofstadtgegend 3, vernichtete Stall, Schupfen und den Dachstuhl des Wohnhauses. 2 Ziegen sind verbrannt. Schaden: Kronen 1200,-; das Ganze war aber nur auf 1400 Kronen bei der "Donau" versichert. Die Feuerwehr hatte beide Hydrophore eingesetzt. Somit konnte ein Teil des Wohnhauses gehalten werden. Der hölzerne Rauchfang war die Brandursache.
07.10.1903 Brand des Hofes "Widen/Wieden“ (auch "Wiehn" genannt) in der Lehengegend 3 (Besitzer: Michael Fahrngruber / Bewirtschafter auf Leibrente: Mathias Plank, er war auch Gemeindediener und Mesner in Frankenfels). Da keine ausreichende Wassermenge vor Ort war, konnte die Feuerwehr nur eingeschränkt helfen. Der Hof brannte ab.

04.03.1904

Beim Großbrand der zehn Kilometer entfernten Dampfsäge des Herrn Baumann in Schwerbach, Schwerbachgegend 69, Gemeinde Kirchberg an der Pielach, half auch unsere Wehr mit dem pferdebespannten Hydrophor. Die intensive Brandbekämpfung, wobei das Löschwasser durch Hydrophore (Handpumpen) zum Brandherd geschafft wurde, dauerte 15 (!) Stunden. Durch diese aufopfernde, starke Leistung der Feuerwehrmänner konnten große Holzvorräte und die Nebenhäuser gerettet werden.

16.03.1904

Haus, Stall und Holzschupfen des "Sperrieglhäusls", Tiefgrabenrotte 15, wurden durch einen Brand vernichtet. Die Feuerwehr wurde NICHT verständigt! Schaden: Kronen 2200,-; jedoch nur auf 600 Kronen versichert.
04.04.1904 Ankauf einer gebrauchten zweiteiligen Holz-Schiebeleiter von der Feuerwehr Rabenstein.
21.08.1904 Bezirksfeuerwehrtag in Frankenfels. Alle Feuerwehrvereine des Gerichtsbezirkes Kirchberg an der Pielach und auch die Feuerwehren von Kilb, Mank und Texing erschienen. Nach der Verbandssitzung fand eine Schauübung bei der Schule statt. Die St. Pöltner Zeitung schrieb am 28. Aug. auf der Seite 3 über dieses Ereignis: "Nach der Sitzung fand die Schul- und Schauübung statt, welche der wackeren Feuerwehr Frankenfels wegen ihrer strammen Leitung und Ausführung allgemeine Anerkennung bekundet".
21.09.1904
Brand beim "Klein-Bichl", Hofstadtgegend 4, auf Scheune und Stall. 2700 Kronen Schaden, jedoch nur auf 1900 Kronen versichert.
06.11.1904
Ausrückung zum Großbrand in Puchenstuben. Das Gasthaus Lawitschka - später Hotel Hallerhof - (Puchenstuben 4 / heute: Christian Haller - Straße 2) und das gegenüberliegende Forsthaus stehen in Flammen. Eine Brandausbreitung auf den ganzen Ort konnte verhindert werden. Damals hatte die Nachbarsgemeinde keine Feuerwehr. Die mustergültige Brandbekämpfung durch die Frankenfelser Feuerwehrmänner gab den Anlass, dass im Mai 1905 die FF Puchenstuben gegründet wurde.

07.04.1905

Ein größerer Teil des Objektes "Feilenhauerei Klein-Boding", Pernarotte 5, abgebrannt. Die St. Pöltner Zeitung berichtete am 13. April: "Infolge Entzündung von Kohlenstaub bricht im Bodinger Hammerwerk ein Brand aus. Es wurde der Dachstuhl und viele Werkzeuge eingeäschert". Schaden: Kronen 1500,-

20.07.1905

Der NÖ Landesfeuerwehrverband sprach eine Auszeichnung "25 Jahre Feuerwehrdienst" in Form einer aufwendig gestalteten Urkunde für unseren Feuerwehrkameraden Josef Kindl aus. Neben der langjährigen Mitgliedsschaft kam auch seine überdurchschnittliche Übungs- und Einsatztätigkeit zu tragen. Obwohl Herr Kindl erst am 5. Juni 1898 der FF Frankenfels beitrat, wurde die unmittelbare vorangegangene Feuerwehrmitgliedsschaft in Kirchberg an der Pielach mit berechnet. Er war sogar Gründungsmitglied bei der FF Kirchberg/Pielach am 28. März 1880. Das erste Ehrendiplom in unserer Feuerwehr ist im "Ehrenbuch des Nied.-Oesterr. Landes-Feuerwehr Verbandes 1903 - 1917" auf der Seite 71 eingetragen.

05.08.1905

Eröffnungsfeier der Mariazellerbahn. Es wurde die Teilstrecke Kirchberg an der Pielach - Laubenbachmühle feierlich in Betrieb genommen. Die Feuerwehr übernahm am Bahnhof Frankenfels den Ordnerdienst für die große Zuschauerschar. Dadurch ist bei der Einfahrt des Festzuges um 14:29 Uhr nichts passiert!
Der Reinertrag des Festes wird von der Gemeinde der Feuerwehr zur Verfügung gestellt.

13.08.1905

Zugunglück in der Nähe der Haltestelle Boding der Pielachtalbahn St. Pölten - Laubenbachmühle. Ein Lokalbahnzug Richtung Laubenbachmühle entgleiste zirka zwei Kilometer vor dem Endbahnhof. "Da sich wahrscheinlich infolge des eingetretenen Regenwetters das Geleise etwas gesenkt hatte, sprang am Sonntag des 13. dieses Monats ein Personenzug aus den Schienen. Die Lokomotive stürzte samt dem Paketwagen über die sieben Meter hohe Böschung, wobei sie sich mehrmals überschlug und sich schließlich im Bachufer festbohrte. Glücklicherweise riß die Kupplung, so daß die Personenwagen stehen blieben. Infolgedessen wurde von den Passagieren niemand verletzt. Auch der Heizer kam mit unbedeutenden Hautabschürfungen davon, während der Lokomotivführer schwer verletzt und bewustlos unter der Lokomotive hervorgezogen wurde. Der mit dem Zuge mitfahrende Postexpeditor mußte zur Weiterbeförderung und Einholung der Post in Kirchberg a. d. P. Pferde und Wagen requirieren, um die rechtzeitige Abwicklung des Postdienstes zu ermöglichen." - so der Zeitungsbericht in der "St. Pöltner Zeitung." vom 17. August - Seite 3.
Die FF Frankenfels wird zur Mithilfe bei der Bergung der Dampflokomotive gerufen. Mit vereinten Kräften (Bahnarbeiter und Feuerwehrmänner) gelang die zeitaufwendige Bergung.
In den nachfolgenden Sitzungsprotokollen geht mehrmals hervor, dass, wenn genügend Geld vorhanden ist, eine Bergewinde angekauft werden soll.
19.08.1905 Bei Sprengarbeiten in Laubenbachmühle verunglückt ein Bahnarbeiter tödlich. Die Feuerwehr übernahm die Bergung der Leiche. In der St. Pöltner Deutsche Volkszeitung vom 24. August war ein Bericht darüber.
21.10.1905 Der Bergbauernhof "Berg / Beari“, Lehengegend 5, steht abermals in Brand. Die Feuerwehr konnte sich infolge Wassermangel nur mit Rettungsarbeiten befassen. Auch die Kirchberger Feuerwehr, welche mit dem Pferdewagen erschien, versuchte zu retten, was noch zu retten ist. "Das Wohn- und die Wirtschaftsgebäude brennen bis auf den Grund nieder" berichtete die St. Pöltner Zeitung am 9. November. Auch 7 Rinder, 1 Pferd, 9 Schweine, 14 Schafe und 20 Hühner sind verbrannt. 10 000 Kronen Schaden.
07.01.1906 Für die geleistete Hilfe am 13. August 1905 geht von der Niederösterreichischen Landesbahn eine Zahlung von 40 Kronen ein.

08.09.1906

VIII. österreichischer Feuerwehrtag in Wien am 7., 8. und 9. September 1906 !
In der Hauptversammlung am 8. September wurde unter anderem beschlossen:
Bei den Schlauchverbindungen (Schlauchkupplungen) wird in Österreich-Ungarn die EK-Kupplung der Wiener Firma Wm. Knaust eingeführt. Es handelt sich um symmetrische Kupplungen, so dass an beiden Schlauchenden gleiche Kupplungen verwendet werden. Die bisherigen Schraubenkupplungen verbleiben noch bei den Saugschläuchen.
03.03.1907
Die Neuwahl bringt folgendes Ergebnis:
Hauptmann Franz Gabauer und Hauptmannstellvertreter Engelbert Hölzl.
April 1907 Schwere Unwetter führen zu einem Hochwasser, das über 200 Kubikmeter Scheitholz fortschwemmt. Die Feuerwehr war mehrere Stunden im Einsatz. Dies stand in der St. Pöltner Zeitung am 2. Mai 1907.
25.01.1908 Gemeindeausschusssitzung (Gemeinderatssitzung). Im Protokoll geht hervor, dass die Feuerwehr eine Subvention von 50 Kronen für das Jahr 1908 erhält. Es wird dankend angenommen und als Gemeindebeitrag für das "25-Jahr-Jubiläum" im August 1908 verstanden.

09.03.1908





"Groß-Boding" - auch "Bodingbauernhaus" genannt, Pernarotte 4 steht in Flammen. Dem raschen Eingreifen des Herrn Feilenhauereibesitzers Adalbert Schmidinger mit seinen Arbeitern und seiner Hausspritze ("Klein-Boding", Pernarotte 5), die Nachbarn sowie den Bemühungen der Feuerwehr Frankenfels gelang es in kurzer Zeit den Brand auf das Wohngebäude zu beschränken und den angebauten hölzernen Stall zu retten. Im I. Beiblatt zur St. Pöltner Zeitung (Stadt- und Landbote.) vom 19. März sind auf der Seite 12 diese Tätigkeiten zu lesen und der letzte Satz lautet: "Die zum Ausrücken bereite Feuerwehr von Puchenstuben wurde deshalb telephonisch abbestellt."
Der Besitzer Philipp Tuder lies in der selben Wochenzeitung auf der Seite 4 auch folgende Danksagung veröffentlichen: "Der wärmste Dank wird allen jenen ausgesprochen, die mir so werktätige Hilfe angedeihen ließen, insbesondere Herrn A. Schmidinger, der im Vereine mit seinem geehrten Personale und den Herren aus der Nachbarschaft in erster Linie helfend eingriff, sowie der löblichen Feuerwehr Frankenfels und den geehrten Herren der k. k. Gendarmerie von Frankenfels, ohne deren tatkräftiges und aufopferndes Eingreifen es unmöglich gewesen wäre, dem Brande Einhalt zu tun."
05.07.1908 Brand des Gehöftes "Katzeneck", Besitzer Christian und Theresia Putzenlechner, Grasserrotte 1.
09.08.1908 Das Feuerwehrhaus (damals Feuerlöschrequisitenhaus genannt) wurde bereits im Frühjahr mit einem Schlauchturm ergänzt. Über dem Tor wurde eine Tafel mit der Aufschrift "Gut Heil" angebracht. Dies wurde im Zuge des 25-jährigen Gründungsfestes, verbunden mit dem Bezirksfeuerwehrtag, gefeiert. Bereits am 8. August wurde fleißig an der Ausschmückung des Marktes gearbeitet und am Abend gab es unter zahlreicher Beteiligung einen Fackelzug mit Feuerwerk. Der Festtag, Sonntag 9. August, begann mit Gedenken für die verstorbenen Feuerwehrmitglieder und einer Kranzniederlegung am Friedhof sowie mit einem Festgottesdienst. Am Nachmittag waren neben der örtlichen Bevölkerung auch Festgäste aus Hofstetten/Grünau, Kirchberg an der Pielach, Scheibbs, Puchenstuben, Annaberg und Mitterbach gekommen. Sie nahmen um 3 Uhr nachmittags mit Ehrenjungfrauen und Sommergästen am Festplatz Aufstellung. Nach der Begrüßung durch den Herrn Bürgermeister Leopold Wieder folgte die Festrede durch Herrn Pfarrer Franz Schweiger. Am Schluss der Festveranstaltung erhielten Schuhmachermeister August Prezina und Tischlermeister Anton Niederer als Gründungsmitglieder vom Bürgermeister Ehrengaben, unter anderem jeweils eine Taschenuhr mit einer persönlichen Gravur, überreicht. Viel Lob gab es bei der anschließenden sehr präzise ausgeführten Übung der Ortsfeuerwehr. Es folgte ein Festzug und danach ein Konzert im Gasthausgarten Schafhuber. Hier zeigten die Ehrenjungfrauen ihre Findigkeit im Verkauf von Festandenken. Ein Kränzchen im Pögner's Gasthaus beendeten diesen Ehrentag. "Das reichhaltige Festprogramm habe gewiß keinen Teilnehmer unbefriedigt gelassen" schrieb die St. Pöltner Zeitung am 20. August auf der Seite 10.
08.09.1908 Bei der Gemeindeausschusssitzung wird beschlossen, dass auch die Feuerwehr beim im Oktober stattfindenden Kaiser-Jubiläumsfeste, einschl. Vorbereitungsarbeiten mithelfen soll.
25.10.1908 Huldigungsfeier in Frankenfels anlässlich des "Allerhöchsten 60-jährigen Regierungsjubiläums Sr. Majestät des Kaisers Franz Joseph I." mit Enthüllung einer Erinnerungstafel am Pfarrhaus. Die Schuljugend der Volksschule bringt vor den versammelten Festgästen den Chor "Heil Dir, Franz Joseph" zur Aufführung. Den Festablauf organisieren Gemeinde, Feuerwehr und Verschönerungsverein. Für das gelungene Fest erhält die FF Frankenfels von der Gemeinde ein Buch zum Führen einer Feuerwehrchronik mit dem Titel "1848 - 1908   Ehren- und Urkundenbuch der Freiwilligen Feuerwehr in Frankenfels. Begonnen im Kaiserjubiläumsjahr 1908." Mit vollem Stolz wurde vom Schriftführer der Feuerwehr Herr Oberlehrer Josef Hippmann die Chronikeintragungen getätigt. Auch rückgelegene Daten wurden nachgetragen.
14.02.1909
Tanzkränzchen der Feuerwehr im Gasthaus Schafhuber.
31.03.1909 Waldbrand in der Schönau - Weißenburggegend 17. Auch die Kirchberger Feuerwehr half.
Juni 1909 Brand beim Bauernhof "Vordergschwendt" in der Markenschlagrotte 11.

18.08.1909

Bei der Verabschiedung des Herrn Pfarrers Franz Schweiger wurde dieser von der Freiwilligen Feuerwehr Frankenfels zum Ehrenmitglied ernannt. Er war von 1894 bis 1909 Pfarrer von Frankenfels. Die Versetzung in die Pfarre Gresten erfolgte am nächsten Tag. Dies geht aus einem umfangreichen Bericht in der Reichspost vom 21. August 1909, auf Seite 5, hervor.
21.12.1909 Bei der Gemeindeausschusssitzung wird beschlossen, dass die Feuerwehr die Dekorierung des Empfangsfestes am 13. Jänner 1910 des neuen Herrn Pfarrers Anton Christian zu besorgen hat.
Um 1910 Dem mehrheitlichen Wunsch der Frankenfelser Feuerwehrmänner - seit Ende August 1905 - konnte nun, da ausreichend Geld in der Vereinskasse ist, entsprochen werden:
Beschaffung einer starken Holzwinde. Es handelt sich um eine Kombination von Holz und Eisen.
Sie ist heute in unserem Feuerwehrmuseum zu bewundern.
06.03.1910
Neuwahl: Franz Gabauer bleibt Hauptmann, der Stellvertreter ist ab nun Josef Schafhuber.
08.09.1910
Das Feuerwehrmitglied Franz Goisauf erhielt eine Ehrung für 25-jährige Feuerwehrtätigkeit, er wurde mit einer Ehrenmedaille ausgezeichnet. "Bei dieser Gelegenheit überreichte auch Herr Bürgermeister Wieder dem Gefeierten als Spende und Anerkennung der Gemeinde eine schöne Taschenuhr und sprach ihm zugleich mit herzlichen Worten den Dank für die geleisteten Dienste aus. Herr Goisauf dankte für die ihm zuteil gewordene Auszeichnung und schloß mit einem dreimaligen Hoch auf den Kaiser, in welches die Versammelten begeistert einstimmten." - so die St. Pöltner Zeitung vom 22. September auf Seite 9 (I. Beiblatt).
15.09.1910 Schwerer Unfall eines Bauern beim Holzführen mit einem Schlitten. Auch die Feuerwehr wurde alarmiert.
24.09.1910 Kaiser Franz Joseph I bereiste die Mariazellerbahn! Der Hofzug hatte seinen ersten Aufenthalt im Bahnhof Laubenbachmühle. Beim Empfang wurde von der Feuerwehr die Kaiserhuldigung vorgenommen, wobei jeweils eine Feuerwehrabordnung aus Frankenfels und Kirchberg an der Pielach Spalier stand. Die Meldung an seine Majestät machte der Bezirksfeuerwehrkommandant (1. Obmann des Bezirksfeuerwehrverbandes Kirchberg an der Pielach) Hauptmann Karl Stolz von der FF Kirchberg/Pielach. Es musste alles sehr schnell gehen, da nur acht Minuten Aufenthalt vorgesehen war. Nach genau zehn Minuten setzte sich der Zug Richtung Mariazell in Bewegung. Für viele Frankenfelserinnen und Frankenfelser war dies ein großer Freudentag in der kuk-Zeit.
November 1910 Bei der Säge "Bruckmühle“ in der Falkensteinrotte 12 bricht ein Brand aus. Der Anmarsch mit dem pferdebespannten Hydrophor dauerte zu lange. Das Sägewerk brennt komplett ab.
19.02.1911 Friedrich Hampel in Kirchberg/Pielach verstorben. Er war Gründungsmitglied der FF Frankenfels.
31.07.1911
Eine Abordnung der FF Frankenfels fuhr mit dem Zug nach Puchenstuben. Sie nahm am Leichenbegräbnis des Puchenstubener Feuerwehrmannes Johann Fuchsteiner teil.
06.08.1911 Bezirksfeuerwehrtag in Frankenfels. Aus Kirchberg/Pielach, Rabenstein, Hofstetten, Puchenstuben und Annaberg hatten sich Abordnungen von Feuerwehren in dem mit Fahnen, Kränzen und Girlanden reich geschmückten Ort eingefunden, wo dieselben von der Ortsfeuerwehr empfangen wurden. Um 2 Uhr nachmittags begann die Bezirksversammlung. Es wurde über den Stand des Löschwesens und über statistische Angaben berichtet. Wegen des Beginns der Probefahrten mit elektrischem Betrieb auf der Lokalbahn wies Bezirksobmann Karl Stolz aus Kirchberg an der Pielach auf die großen Gefahren hin, die die Berührung der Leitungen mit sich bringen würde. Die St.Pöltner Zeitung schrieb am 17. August auf der Seite 9 (I. Beiblatt) weiters: "Nach Schluß der Versammlung fanden Übungen der Feuerwehr Frankenfels statt, welche sehr gut durchgeführt wurden und alle Anerkennung fanden. Hernach war ein Festzug der Feuerwehren, denen eine Schar lieblicher Ehrendamen das Geleit gab. Mit einem Gartenkonzert und Tanzkränzchen endete der für unsere wackere Feuerwehr so schön verlaufene Tag."
07.10.1911
Eröffnung der Elektrifizierung der Mariazellerbahn in den Abschnitten St. Pölten - Laubenbachmühle und Wienerbruck - Mariazell. Das mittlere Teilstück wurde bereits am 27. März 1911 mit der unter Spannung stehenden Oberleitung offiziell der Bestimmung übergeben. Das neue Betriebssystem (einphasiger Wechselstrom, 6500 Volt, 25 Hertz) erforderte im Vorfeld auch für die Feuerwehrmänner einige Schulungen.
17.04.1912 Zirka um 17:30 Uhr bricht ein Brand beim Gehöft "Krumbach“ in der Markenschlagrotte 9 aus. Spielende Kinder vor dem Haus machten den Besitzer auf dem Brandausbruch aufmerksam. Sehr rasch entwickelte sich daraus ein Vollbrand. Es wurden das erst im Vorjahr erbaute, jedoch mit Stroh gedeckte Wohnhaus, die Mühle, die Stallungen, der Stadel und der Kornspeicher ein Raub der Flammen. Die Wohneinrichtung und ein Großteil der Futtervorräte wurden vernichtet. Der Viehbestand (19 Tiere) wurde gerettet. Mit Müh und Not konnte die große Gefahr für die beiden, ebenfalls mit Stroh gedeckten Nachbarhäuser abgewandt werden. Es wurde an Sachwerten nur mehr ein Nachtkästchen mit einem Bargeld von 2000 (!) Kronen und einige Säcke Mehl und Getreide geborgen. Der Gesamtschaden von zirka 18 000 Kronen war nur zu einem Drittel von der Versicherung gedeckt.

01.08.1912

Es wurde zum Brand der Dampfsäge in Schwerbach (Schwerbachgegend 69, Gemeinde Kirchberg an der Pielach) gefahren. Und wieder rückte man - wie am 4. März 1904 - pferdebespannt mit dem Hydrophor in die Nachbarsgemeinde aus. Die komplette Sägewerksanlage wurde ein Raub der Flammen. Mit Müh und Not konnte das Bürogebäude gerade noch gehalten werden. Diesmal wurde die Säge nicht mehr aufgebaut.

Sept. 1912

Gemeindearzt Dr. Max Breuer regte an, eine Feuerwehr-Rettungsabteilung aufzustellen.
Man beschäftigte sich zwar mit diesem Gedanken, aber mit seiner Versetzung am 22. Oktober 1912 nach Kilb war auf einmal dieser Plan verworfen. Sein Nachfolger Dr. Hugo Jury, welcher seine Arztpraxis am 16. Jänner 1913 eröffnete, sah diesbezüglich keine Notwendigkeit.
01.12.1912
Auszeichnung: "Sonntag den 1. Dezember fand in dem schöngeschmückten Saale des Gasthausbesitzers Herrn Anton Pögner die feierliche Überreichung der Ehrenmedaille für 25 jährige Tätigkeit auf dem Gebiete des Feuerwehrwesens an das stramme Mitglied unserer wackeren Feuerwehr, Herrn Ignaz Seidler, statt. Nach der Eröffnung der Feier und Begrüßung der Anwesenden durch den Hauptmann unserer Feuerwehr, Herrn Franz Gabauer, hielt Pfarrer Anton Christian eine auf die Feier bezughabende Ansprache und schloß mit einem begeistert aufgenommenen Hoch auf Seine Majestät Kaiser Franz Joseph I., den wärmsten Gönner und Förderer des Feuerwehrwesens. Bürgermeister, Herr Leopold Wieder überreichte hierauf im Namen der Gemeinde mit Worten der Anerkennung Herrn Seidler eine sehr schöne silberne Taschenuhr, wofür derselbe den herzlichen Dank aussprach. Wir alle wünschen, daß der Feuerwehrjubilar noch viele Jahre der ihm zuteil gewordenen Auszeichnung sich erfreuen möge." schrieb die St. Pöltner Zeitung am 12. Dezember 1912 (Stadt- und Landbote) auf der Seite 11.

23.10.1913

Ausrückung mit dem pferdebespannten Hydrophor in die Nachbarsgemeinde Kirchberg an der Pielach. Beim Brand des Hauses "Unter-Pierzlberg" (Markt 4 - heute "Reidies/Weinwurm" Soisstraße 7) konnte durch den tatkräftigen Einsatz der Feuerwehren Kirchberg/Pielach, Rabenstein/Pielach und Frankenfels die Einrichtung und der ganze vordere Trakt samt Mühle gerettet werden. Leider sind alle Schweine und der gesamte Futtervorrat verbrannt.
28.07.1914 Beginn des ersten Weltkrieges. Auch die Sorge um die Feuerwehr war naturgemäß vorhanden.
1914 - 1918 Über das Feuerwehrgeschehen während des 1. Weltkrieges sind leider keine Aufzeichnungen vorhanden, jedoch konnten noch mündliche Überlieferungen gesammelt werden.

01.02.1915

Der Straßenverkehr wurde von rechts auf links umgestellt. Trotz einer 3-monatigen Ankündigungsfrist rechnete man mit Anfangsschwierigkeiten. Daher gab es die interne Anordnung in der Frankenfelser Feuerwehr, dass bei einer Einsatzfahrt mit dem pferdebespannten Löschfahrzeug der Hornist noch mehr, wie bisher, Hornsignale geben muß.
19.02.1915 Unfall beim Bahnübergang "Schrambachgraben". Um 16:45 Uhr überfuhr der Zug 17 vier Kinder. Ein acht Jahre alter Schulknabe wurde getötet, bei den anderen gab es zwei schwer und ein leicht verletztes Kind.
April 1915 Brand des Bauernhauses "Eibenstäcken" ("Eibensteck"), Übergangrotte 4.
Man erzählt, dass ein Blitzschlag die Brandursache war.
1916 "Mitternestelberg", Ödrotte 3, abgebrannt. Eine Person erzählt, dass dieser Brand bereits im Jahre 1915 stattfand. Jedoch wird mehrheitlich von 1916 gesprochen.
06.05.1917
Josef Lechner wird Feuerwehrhauptmannstellvertreter.
August 1917 Das Gehöft "Sooß" im Weißenbachtal (Weißenbach 4, Gemeinde Texing) steht im Vollbrand.
19.09.1917 Josef Bruckner sen. verstorben. Er war Gründungsmitglied der FF Frankenfels.

11.04.1918

Arbeitsunfall am Bahnhof Laubenbachmühle. Der 18-jährige Stationsarbeiter August Palmetzhofer wurde von einer Maschine überfahren und getötet.
Die Bergung des Toten übernahm die Feuerwehr.

11.11.1918

Ende des ersten Weltkrieges.
Fünf Feuerwehrmitglieder sind im Krieg "für Gott, Kaiser und Vaterland" gefallen. Folgende Feuerwehrmänner kehrten leider lebend nicht mehr heim: Josef Bruckner jun. (verhungert), Johann Ringlhahn, Franz Seidl, Josef Spießlechner und Johann Widder.
19.03.1919 Brand des Gehöftes "Unterwies" (Besitzer: Ferdinand Wegerer), Weißenburggegend 6. Auch die Kirchberger Feuerwehr erschien und half kräftig mit. Die St. Pöltner Zeitung berichtete bereits am Folgetag.
01.05.1919 Der 1. Mai wird Staatsfeiertag. Ab nun muß bei geplanten Feuerwehrveranstaltungen am Jubiläumstag der FF Frankenfels dies rechtzeitig mit dem "1. Mai - Veranstalter" in Abstimmung gebracht werden.
Mitte 1919
Der Bäckermeister Josef Lechner leitet ab nun den Verein, er ist Hauptmann.

29.03.1920

Obwohl die FF Frankenfels nicht zum Großbrand nach Wilhelmsburg gerufen wurde, beschäftigte dieses Ereignis die Frankenfelser Bevölkerung - es wurden nämlich dadurch 200 (!) Familien obdachlos. Eine Benefizveranstaltung wurde in Frankenfels am 13. Juni abgehalten.
11.07.1920 Bei der Neuwahl ergibt sich folgendes Ergebnis:
Gastwirt Josef Schafhuber ab heute Hauptmann und Engelbert Hölzl sein Stellvertreter.
07.11.1920
Tödlicher Jagdunfall eines Bauernsohnes im Weißenbachtal. Totenbergung durch die Feuerwehr.
08.12.1920 Es wurde eine "Theatergruppe der FF Frankenfels" durch Herrn Lehrer Josef Fuchs organisiert. Die Aufführung ist für Silvester geplant.
31.12.1920
Die erste Theateraufführung war schon ein Erfolg und brachte Geld in die leere Vereinskasse. Die Freude in der Feuerwehr war groß.
24.01.1921 Tödlicher Arbeitsunfall in der Feilenhauerei Franz Scheffel ("Klein-Boding" - Pernarotte 5).
Die Feuerwehr übernahm die Totenbergung.
31.01.1921 Simon Wurzenberger verstorben. Er war Gründungsmitglied der FF Frankenfels.
Februar 1921
Nach mehrjähriger Pause fand wiederum ein Feuerwehrball statt, zu dem die Kirchberger Kapelle Herzog aufspielte. Hauptmannstellvertreter Engelbert Hölzl, ein aktives Mitglied dieser Musikkapelle, spielte als Klarinettist kräftig mit.
06.03.1921
Neuer Schriftführer wird Herr Anton Pögner, junior.
19.03.1921 Brand des Gasthauses Kreuztanne (Kreuztanne 8, Gemeinde St. Anton an der Jeßnitz) in Winterbach.
24.03.1921 Fünf Tage danach: Das Gasthaus Koller in Winterbach (Wohlfahrtsschlag 34, Gemeinde St. Anton an der Jeßnitz) steht in Flammen.
02.07.1921 Die Feuerwehr wurde zu einem tödlichen Arbeitsunfall eines Eisenbahners alarmiert.
08.09.1921 Brand bei Haus "Anton Riedl – Vorder-Predenbach“, Übergangrotte 12.
01.10.1921 Gründungsversammlung des "Naturalien-Unterstützungsvereins bei Brandschaden".
Es handelt sich um einen bäuerlichen Verein unter dem Vorsitz des Bürgermeisters.
03.10.1921 Das Gehöft "Breitenauslauf“ in der Laubenbachgegend 7 (Besitzer: Ignaz Hochreiter) brennt.
04.11.1921 Die geringe Effizienz der Löschrequisiten (2 Hydrophore) zeigte sich mehr und mehr bei den bisherigen Brandbekämpfungen als wirklich nicht ausreichend. Es wurden daraufhin ein "Motorspritzenfond“ und ein "Requisitenfond" gegründet. Die Gemeinde stellte sich mit 4000 Kronen Anfangskapital ein.
15.11.1921 Aus dem Protokoll des Naturalien-Unterstützungsvereins bei Brandschaden geht hervor, dass diese Frankenfelser Organisation bereits aus 183 (!) Mitgliedern besteht.
28.11.1921
Nachdem der Lehrer Josef Fuchs, er war der Regisseur bei der Theatergruppe der Feuerwehr, am heutigen Tage Frankenfels verlässt, wird jemand für die Spielleitung gesucht.
03.01.1922 Gemeindeausschusssitzung (Gemeinderatssitzung). Im Protokollbuch ist folgendes u.a. niedergeschrieben: "Dem Ansuchen der Freiwilligen Feuerwehr betreffend die Vornahme verschiedenen Reparaturen im Gerätehaus wird entsprochen und wird Herr Gemeinderat Hölzl als Hauptmannstellvertreter ersucht, das Erforderliche veranlassen zu wollen."
05.02.1922
In der alten Chronik ist zu lesen:
5. Februar 1922   -   Einige Feuer- und Rettungsuniformen wurden angekauft.
15.02.1922
Franz Tuder verstorben. Er war Gründungsmitglied der FF Frankenfels.
02.04.1922
Franz Gabauer wird für 25-jährige Mitgliedschaft dekoriert.

16.04.1922

Beim Leichenbegräbnis des ehemaligen Bürgermeisters Josef Fahrnberger, Besitzer des Gutes "Fuchstein", rückte die Feuerwehr und der Veteranenverein aus - berichtete die St. Pöltner Zeitung am 27. April im Beiblatt auf Seite 10.
07.05.1922
Ein Musikfond wurde gegründet.

15.07.1922

Die Niederösterreichische Landesbahn (NÖLB) übergab die Mariazellerbahn an die Österreichischen Bundesbahnen (damals: BBÖ). Die Stromversorgung der Bahnlinie ging auf die Niederösterreichischen Elektrizitätswerke AG (NEWAG) über. Es hatte aber nur geringe Auswirkungen auf das Feuerwehrwesen.

22.07.1922

Festliche Glockenweihe am Tag der Kirchenpatronin. Die zweitgrößte Glocke wird auf den Namen "Florian" getauft. Sie soll Frankenfels vor Bränden und Naturkatastrophen beschützen.
Es wurde eine Läuteordnung auch für die Alarmierung der Feuerwehr festgelegt:
"Man beginne mit der Florianglocke, nach zirka 10 Sekunden solle ohne Pause mit allen Glocken gleichzeitig dazu geläutet werden. Bis zum Wegfahren der Feuerwehr solle das Geläute dauern, dann ist mit allen Glocken, ausgenommen Florian, zu beenden. Diese Kirchenglocke müsse übergangslos noch einige Minuten - zum Schutz der Feuerwehrmänner - nachläuten."

02.08.1922

Schwere Schäden an Häusern und auf den Feldern durch großes Eishagelwetter in Frankenfels. "Es waren nussgroße Hagelkörner und 3/4 Meter hohe Eisschlossenhaufen" ist in der Chronik des Gendarmeriepostenkommandos Kirchberg/Piel. zu lesen. Mehrere Feuerwehreinsätze waren die Folge.
Herbst 1922
Die jährliche Inflationsrate betrug bereits 1733 Prozent! Die Pläne von der Motorkraft (Feuerwehrauto, Motorspritze) scheinen sehr schwer realisierbar zu sein. Da aber der technische Fortschritt unbedingt für notwendig erachtet wird, wurde eifrigst weiter gespart und man versuchte mit Theaterveranstaltungen, Sonnwendfeuer und Blumenkirtag Geld hereinzubringen. Sogar ein Feuerwehrkirtag beim Bezirksfeuerwehrtag 1927 ist geplant.
29.12.1922 In der Gemeindeausschusssitzung wurde unter anderem beschlossen, dass beim kommenden Feuerwehrball die 10 prozentige Lustbarkeitsabgabe an die Gemeinde nachgelassen wird.
18.01.1923 Ausgiebige Neuschneemenge in Frankenfels. Straßen- und Bahnverkehr kamen zum Erliegen.

25.01.1923

Die St. Pöltner Zeitung schreibt auf der Seite 9: Der Bürgermeister nimmt zum Streit zwischen der Feuerwehr und dem Gesangsverein Stellung - Die hiesige Landbevölkerung weiß die verdienstvolle Wirksamkeit der Feuerwehr voll zu schätzen. Er verurteilt aufs schärfste alle Handlungen, welche das friedliche Einvernehmen unter der Bevölkerung stören.
18.03.1923 Theaterabend der Feuerwehr mit "Der Sonntagsjäger", "Der schöne Jochen" und "Der Moarhof entern Berg". Die neue Spielleitung des Theaters liegt in den Händen des Herrn Lehrers Leopold Friewald.
08.04.1923 Das Bienenhaus des Herrn Alois Wegerer brennt zur Gänze ab. Durch den raschen Feuerwehreinsatz konnte das sehr nahegelegene (laut alte Chronik: Nur 10 Schritte entfernt!) Wirtschaftsgebäude des Gasthauses Schafhuber, Markt 5, gerettet werden.
14.07.1923 40 Jahre FF Frankenfels: Fackelzug und Fackeltanz am Abend.

15.07.1923

40 Jahre FF Frankenfels: Kirchgang, Einweihung der Krieger-Gedenktafel, Frühschoppen, Empfang der Festgäste, Dekorierung der Gründer, Schul- und Schauübung, Festrede, Festzug, Gartenkonzert und Tanzkränzchen. Die St. Pöltner Zeitung berichtete darüber in ihrer Ausgabe vom 2. August auf Seite 9.
29.07.1923
Großfeuer in Rabenstein. Neben vielen Feuerwehren rückten auch die Frankenfelser mit dem pferdebespannten Hydrophor an. "Brandausbruch in der ehemaligen Mühlbachersäge (Eigentum der Firma Süßmann) um zirka halb 12 Uhr, große Trockenheit und Nordwestwind, Brandausbreitung auf eine 150 Meter entfernte Häusergruppe (darunter zwei Strohdächer - sie waren nicht mehr zu retten), weiterer Brandübergriff auf mehrere Häuser in 300 Meter Entfernung, der ganze Markt war äußerst gefahrdrohend, ..." - berichtete die Fachzeitschrift "Mitteilungen des n.-öst. Landes-Feuerwehrverbandes" in der Augustausgabe auf den Seiten 3 und 4.
Neben der Ortswehr Rabenstein rückten die Feuerwehren Kirchberg an der Pielach, Frankenfels, Hofstetten, Weinburg, Ober-Grafendorf, St. Pölten, Wilhelmsburg, Göblasbruck, Traisen, Schrambach, Kilb, Bischofstetten, St. Leonhard und Loosdorf an und kämpften unermüdlich. Auch von übrigen Feuerwehren trafen vereinzelt Feuerwehrmänner ein. Sogar die Reichswehrkapelle des Kremser Infanterieregimentes Nr. 6 kam und half mit. Der Großbrand konnte um zirka 3 Uhr nachmittags an allen drei Stellen lokalisiert werden. Bei vier Häusern wurde mit äußerster Anstrengung das Feuer abgehalten. Bei weiteren sieben Gebäuden konnte das Flugfeuer abgewehrt werden. Leider fielen die Säge und fünf Häuser dem Brand zum Opfer. Es waren 25 Wehren mit insgesamt zirka 500 Mann erschienen. An Gerätschaften wurden 26 Spritzen gezählt.
Sommer 1923
Neuerlich wurde ein Vorstoß unternommen, um eine eigene Rettungsabteilung bei der FF Frankenfels zu installieren. Anweisungen sollte Gemeindearzt Dr. Viktor Pilger geben.

14.08.1923

Vollbrand des Wohnhauses Kindl am Areal "Ledererhaus – Rosenbühelrotte 7“. In der Chronik des Gendarmeriepostenkommandos Kirchberg/Piel. ist folgendes dokumentiert: "Dank dem Frühzeitigen Eingreifen der Frankenfelser Feuerwehr konnte eine Ausbreitung verhindert werden". Sogar die Kirchberger Feuerwehr rückte per Pferdewagen an und half kräftig mit.
Da das Haus auf 480 Millionen Kronen versichert war, wird "Brandlegung durch den Besitzer" vermutet.
04.11.1923 Bei der Einweihung des Kriegerdenkmals steht die Feuerwehr Spalier.
31.12.1923 Die St. Pöltner Zeitung berichtet von einer "Disharmonie" zwischen Feuerwehr und Gesangsverein, der gleichzeitig mit der Feuerwehr-Silvesterfeier eine Konkurrenzveranstaltung abhält.
31.12.1923
Zum Jahresabschluss zählte man 132 (!) unterstützende Mitglieder.
07.02.1924 Starker Schneefall und Schneeverwehungen in Frankenfels. Der Zugverkehr war bis 10. Februar eingestellt.

12.12.1924

Die neue Schilling-Währung wird eingeführt. Ein Schilling entspricht 10.000 Papierkronen! "Galoppierende Inflation" wurde damals die enorme Geldabwertung genannt.
Ein Beispiel: Im Jahre 1921 stiegen die Lebenserhaltungskosten um 573 Prozent!
Auch für die Feuerwehr war es schwierig, sich weiter zu entwickeln. Man machte sich große Gedanken, wie die Feuerwehrfinanzen verbessert werden könnten. Vielleicht wieder mit Theaterspielen?

23.04.1925

Die Firma RAL GmbH wurde in Berlin gegründet und beschäftigte sich mit einheitlichen Farbtönen. Bereits 1927 erschien eine RAL-Farbkarte mit vierstelligen Nummern. Lediglich die Tarnfarben bekamen 3-stellige Nummern. Um 1940 wurde das vierstellige System umgestellt und ist bis heute unverändert. Die grundsätzliche Farbe der Feuerwehrfahrzeuge ist ab nun mit "RAL 3000 - Feuerrot" fixiert.

26.08.1925

Starke Unwetter dauerten von 09:00 bis 19:00 Uhr. Blitzeinschlag im Haus "Stampfgartl" - Markt 2, glücklicherweise ohne Brandausbruch. Durch das Hochwasser wurde in "Pielachleiten" - Pielachleitengegend 1 - eine Eisenbahnnotbrücke und beim "Kalteis-Schmied" - Lehengegend 32 - die Wasserstauanlage, das Wasserrad und ein Teil der Werkstätte weggerissen. Am Frankenfelsberg wurden mehrere Felder durch Abreißen des Erdreichs stark beschädigt. Mehrere Feuerwehreinsätze (größtenteils Sicherungsarbeiten) waren erforderlich.
Dez. 1925
Die bevorstehenden Theateraufführungen leitete die Schuldirektorsgattin Berta Hippmann. Sie wurde dabei von ihrem Mann und vor allem von ihrer Schwester Marie Hoffmann, eine ausgebildete Schauspielerin, unterstützt.
31.12.1925 Theaterabend der Feuerwehr mit dem Stück " ´n Ahnl sein Geist ". Wiederholung am 5. und 6. Jänner 1926.
15.01.1926 Brand des Wohnhauses František Kristek, Hofstadtgegend 21, welcher das Objekt bis auf das Mauerwerk einäscherte. Die St. Pöltner Zeitung berichtete über dieses Ereignis am 4. Februar.
16.01.1926 Am Feuerwehrball nahmen neben der einheimischen Bevölkerung auch sehr viele auswärtige Gäste teil.

03.07.1926

Um die Zusammengehörigkeit der Feuerwehrmänner nach außen zu zeigen wurde ein Zivilabzeichen geschaffen. Die zwei auseinandergedrehten "F" stehen für "Freiwillige Feuerwehr" und knüpfen an das Turnerkreuz an.
Ein solches Abzeichen ist im heutigen Feuerwehrmuseum zu sehen.

04.07.1926

Durch einen ergiebigen Wolkenbruch führen Predten-, Fisch- und Redtenbach in der Mittagszeit starke Hochwasser. Große Überschwemmungen und Vermurungen waren die Folge. Die Wohnhäuser "Groß-Reintal / Prack" - Fischbachmühlrotte 3 und das "Rottensteinerhäusl" - Rosenbühelrotte 19 wurden schwer beschädigt. Die Feuerwehreinsätze dauerten bis in die Abendstunden. Der Bezirkshauptmann versprach Zuwendungen für die Meistbedürftigten, aber auch für die Instandsetzung der Bachläufe und Wege.
25.07.1926 Bei der offiziellen Eröffnung (verbunden mit einer Segnung) des neuerrichteten Erholungsheimes in der Rosenbühelrotte 7 war auch die Feuerwehr durch eine Abordnung vertreten. Bei diesem Großereignis waren auch ungefähr 300 Festgäste aus Wien angereist!
17.10.1926 Anton Niederer verstorben. Er war Gründungsmitglied der FF Frankenfels.
Herbst 1926 Zwei Brände: "Mühlhäusl“ (Besitzer: Michael Labenbacher) in der Tiefgrabenrotte 13 und ein weiterer Brand vernichtete die komplette Gerberei (bereits seit dem Brand im Jahre 1923 stillgelegt ) und einen Schuppen beides beim Ledererhaus in der Rosenbühelrotte 7.
04.11.1926
Es folgte ab nun ein höherer Versicherungsschutz für alle Feuerwehrmitglieder.
31.12.1926 Beim Feuerwehr-Theaterabend spielte man "Liebesgschichten und Heiratssachen". Und Wiederholung am 5. und 6. Jänner 1927.
16.02.1927 Im Wald des Gehöftes Klein-Bernreit wird eine weibliche, teilweise verweste Leiche gefunden. Weil ein Trommelrevolver dabei lag, wird Selbstmord angenommen. Totenbergung durch die Feuerwehr. Bericht in der St. Pöltner Zeitung am 24. Februar, Seite 10.
In einem weiteren Zeitungsbericht ("Der Tag" vom 24. Februar 1927, Seite 5) geht hervor, dass man annimmt, die Unbekannte, eine ältere Frau, ist vermutlich Bianche Jardinier, eine Krankenpflegerin aus Paris, Sie war zuletzt in Wien, 4. Bezirk, Goldeggasse, gemeldet.
24.05.1927 Holzarbeiter entdecken auf einer Viehhalde in Laubenbachmühle ein menschliches Skelett.
Auch hier wurde die Bergung von der Feuerwehr übernommen.

29.05.1927

Versammlung! Bericht: Der Verein zählt 31 Mitglieder.
Es wurde beschlossen:
.) dass die Theateraufführungen auch zu Pfingsten stattfinden          und
.) dass bei der Fronleichnahmsfeier alle Feuerwehrmänner
   stramm und in blanker Uniform teilzunehmen haben.
05.u.06.06.1927 Je eine Feuerwehr-Theateraufführung "Jägerblut" im Gasthaus Schafhuber.
Die St. Pöltner Zeitung schrieb am 23.06.1927 auf der Seite 10 dazu:
"Gespielt wurde mit einer Gewandtheit und Frische, die sowohl große Geschicklichkeit wie auch volle Erfassung des Spieles von Seite der Spielenden voraussetzte."
23.06.1927
Die Feuerwehr hält ein Sonnwendfeuer in Frankenfels ab.
30.07.1927
Wiederholung der Feuerwehr-Theateraufführung "Jägerblut" im Gasthaus Schafhuber.
31.07.1927
Der große Besucherandrang bei den bisherigen Feuerwehr-Theateraufführungen des Stücks "Jägerblut" verlangte eine nochmalige Aufführung im Gasthaus Schafhuber.
13.08.1927 Am Abend wurde ein Fackelzug und danach ein Fackeltanz als Auftakt für den am nächsten Tag stattfindenden Bezirksfeuerwehrtag abgehalten.

14.08.1927

Bezirksfeuerwehrtag in Frankenfels. Programm: Weckruf, Feuerwehrkirtag, Platzkonzert, Empfang der Festgäste, Schauübung beim Schulgebäude, Ehrungen, Festzug zum Feuerwehrkirtag, Belustigungen, Verbandssitzung und anschließend ein Tanzkränzchen am Abend.
In der Verbandszeitung "Mitteilungen des n.-öst. Landes-Feuerwehrverbandes." ist in der Oktoberausgabe 1927 auf der Seite 3 zu lesen:
Der Bezirksverband Kirchberg an der Pielach hielt seinen Verbandstag in Frankenfels ab. ... Nachmittags 2 Uhr begannen die Übungen der Feuerwehr Frankenfels, die von der Bevölkerung mit Befriedigung verfolgt wurden. Der Autolöschzug der Feuerwehr Kirchberg a. d. Piel. zeigte den Angesammelten den Wert und die Leistungsfähigkeit einer größeren Motorspritze. Hierauf folgte die Ehrung der beiden Feuerwehrleute Tuder und Kalteis, die seit 25 Jahren bei der Feuerwehr Frankenfels tätig sind. ... Um ein viertel 5 Uhr begaben sich die Versammelten auf den Festplatz, wo reges Leben und Treiben bis in die Nacht hinein herrschte.

11.09.1927
Beginn der Ausbildung von fünf Frankenfelser Feuerwehrmännern für die geplante Rettungsabteilung.
Sept. 1927
Je eine Motorspritzenvorführung von der Wiener Firma Kernreuter und von der Linzer Firma Rosenbauer.
02.10.1927 Inbetriebnahme des feuerwehreigenen Ringelspiels. Es wurde ein Grundgerüst angekauft und der sehenswerte Aufbau war ein zeitraubender Eigenbau der Feuerwehr Frankenfels! Bei den örtlichen Festen, wie Kirtag, Firmung, Blumentag, Weinlesefest und vieles mehr, sorgte es für große Belustigungen und bildete eine Sensation im oberen Pielachtal. Gelegentlich wurde es auch in Schwarzenbach/Pielach aufgestellt.
13.10.1927
Landes-Feuerwehrtag in St. Pölten. Es wurde unter anderem beschlossen, dass ab 1. Jänner 1928 alle neu eintretenden aktiven Mitglieder, welche noch nicht über 50 Jahre alt sind, der Sterbekasse des niederösterreichischen Landes-Feuerwehrverbandes beitreten müssen.
31.12.1927 Und wieder: Das Stück "Jägerblut" wurde beim Theaterabend der Feuerwehr aufgeführt.
08.01.1928
Endlich sind die finanziellen Mittel vorhanden, es wurde die erste Motorspritze gekauft. Sie hat die Pumpenbezeichnung "H 50/3", ist mit einem 15 PS starken Breuer-Motor ausgestattet und weist eine Förderleistung von 600 Liter pro Minute auf. Die Beschaffung erfolgte von der Firma Konrad Rosenbauer aus Linz an der Donau um 5600 Schilling. Umfangreiche Maschinisten-Schulungen sind die Folge. Die Segnung ist für Mitte Mai 1928 geplant.
29.01.1928
An das Bezirksfeuerwehrkommando St. Pölten wurde ein Bericht über das kurz erprobte Sauerstoffatmungsgerät vorgelegt.
13.02.1928 Franz Hölzl verstorben. Er war Gründungsmitglied der FF Frankenfels.
15.02.1928 Straßenüberflutungen durch Hochwasser. Absperrungen durch die Feuerwehr.
01.03.1928 Vollversammlung der Feuerwehr mit ausführlichem Rechenschaftsbericht. Man hofft auf weiterhin gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde - war in der St. Pöltner Zeitung am 15. März auf Seite 11 zu lesen.
01.04.1928 Die Gemeinde hat beschlossen, dass die Zusatzversicherung für die Feuerwehrmänner nicht mehr bezahlt wird. Daher muss ab sofort jedes Feuerwehrmitglied selbst für diese Kosten aufkommen.
06.05.1928
Für die Rohrführer wurde eine Regenschutzbekleidung und für den Maschinisten ein Schlosseranzug angekauft.
13.05.1928
Die Feuerwehr Frankenfels gibt dem Bezirksverband St. Pölten für den "Festkalender" hinkünftig alle Veranstaltungstermine bekannt.
17.05.1928 Unsere erste Motorspritze wurde mit der Segnung offiziell in Betrieb genommen. Spritzenmutter war Frau Margarethe Pilger (Gattin des Gemeindearztes). Es folgten mehrere Spritzenvorführungen (Schauübungen) im Markt.
Diese Rosenbauer-Pumpe, welche mit einem zuverlässigen Breuer-Motor der Firma Carl Breuer - Motoren GmbH & Co mit Firmensitz in Bochum (Deutschland) ausgestattet ist, befindet sich heute in unserem Feuerwehrmuseum.
24.05.1928
Firmung in Frankenfels durch den St. Pöltner Diözesanbischof Michael Memelauer. Hiezu rückte auch die Feuerwehr aus. Zur Belustigung wurde im Gastgarten Schafhuber das feuerwehreigene Ringelspiel aufgestellt.

26.05.1928

Natters, Laubenbach und der Kohlangerbach führen Hochwasser. Gasthaus und Sägewerk Laubenbachmühle ("Gabauer") - Laubenbachgegend 3 und die Höllgrabenstraße erlitten große Schäden. Die Feuerwehreinsätze dauerten bis in die Abendstunden des Folgetages.

30.05.1928

Gründung einer Rettungsabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Frankenfels. Die Feuerwehrkameraden Hans Dieringer, August Enner, Adolf Neubauer, Johann Preiser und Adolf Schweighofer bilden somit eine eigene selbständige Sanitätstruppe und wurden bereits durch den Gemeindearzt Dr. Viktor Pilger eingehendst geschult. Sie tragen ab nun auf dem linken Ärmel eine weiße Armbinde mit rotem Kreuz. Bei der Gründungsfeier waren auch der Bürgermeister Josef Schagerl und Pfarrer Anton Christian anwesend. Diese Feuerwehr-Sanitätstruppe ist unter "Geschäftsstelle des Roten Kreuzes Kirchberg an der Pielach" geführt. Als Ziel galt, eine flächendeckende Erste Hilfe - Leistung und auch eine ärztliche Notversorgung im Gemeindegebiet auszuüben.
24.06.1928
Der Feuerwehrkirtag in Verbindung mit dem Feuerwehrfest bewirkte auch großen Andrang beim Ringelspiel.
06.07.1928 Schwerer Hagelschlag gegen 17 Uhr. Die Hagelkörner hatten bis zu 60 Millimeter Durchmesser!
Mehrere Feuerwehreinsätze (vorwiegend Räumarbeiten auf Straßen und Wegen).
28.07.1928
Franz Schenke in Tulln verstorben. Er war Gründungsmitglied und von Beginn an bis November 1889 Hauptmannstellvertreter der FF Frankenfels.
Beim Begräbnis am 30. Juli in Kirchberg an der Pielach war es Pflichterfüllung, dass eine große Abordnung der Frankenfelser Feuerwehr anwesend ist.

08.08.1928

Großer Brandeinsatz im hinteren Weißenbachtal. Das Gasthaus Klattner - auch "Gloder" genannt - in Weißenbach 3 (Gemeinde Texing) steht in Flammen. Die Feuerwehren Frankenfels, Texing-St.Gotthard und Kirchberg an der Pielach waren vor Ort und kämpften erfolgreich gegen die Ausbreitung.
Sept. 1928

Erstes Feuerwehrauto (Typ FIAT 2 DR) wurde angekauft. Es war ein gebrauchtes Fahrzeug.
Einige technische Daten:
   Baujahr 1924
   Man erzählt, dass der Vorbesitzer ein "Zirkusmann" war.
   Eigengewicht: 1680 kg   /   Zulässiges Gesamtgewicht: 2480 kg
   Länge: 3950 mm   /   Breite: 1980 mm   /   Höhe: 1700 mm
   Vierzylinder-Viertaktmotor mit 3817 cm3 und 35 PS
   Motor-Nummer: 940
   Polizeiliche Kennzeichen: B-XVII??
   50 km/h Höchstgeschwindigkeit
Als erster Chauffeur wurde Rupert Plasch eingeteilt.

07.10.1928
Hauptmann Josef Schafhuber mahnt den Chauffeur und die Motorspritzenführer, dass nach jeder Ausfahrt Fahrzeug und Gerät einsatzbereit abzustellen sind.
03.03.1929 Generalversammlung! Berichte: 1928 waren 3 große Einsätze zu verzeichnen; es waren dies der Großeinsatz beim Gasthaus Klattner und ein weiterer Brand im Staudachhof in Schwarzenbach an der Pielach, sowie der Hochwassereinsatz zu Pfingsten 1928.
Weiters wurde auf die vorhandenen Vereinsschulden von 2000 Schilling, vorwiegend wegen dem Autokauf, hingewiesen.
Bei der Wahl werden Josef Schafhuber und Engelbert Hölzl bestätigt.
05.03.1929 Johann Schaider verstorben. Er war Gründungsmitglied und von 17. Juli 1892 bis 9. Jänner 1901 Hauptmann der FF Frankenfels.

14.04.1929


Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr im Gasthof Josef Schafhuber. Zur Tilgung der Vereinsschulden wird ein Darlehen aufgenommen.
Im gleichen Lokal (Extrazimmer) wurde zeitgleich die Heimwehr-Ortsgruppe Frankenfels gegründet. Diese Gründungsversammlung endete noch vor der Feuerwehr-Hauptversammlung. Anschließend wurde stundenlang auf die Feuerwehrmänner politisch eingewirkt. Die parteipolitischen Einflüsse waren leider auch bei der Feuerwehr vermehrt spürbar.

18.05.1929


Zugsunglück der Mariazellerbahn im Sautal. Auf dem Buchgrabenviadukt (Gemeindegebiet Puchenstuben) entgleist ein talwärts fahrender Güterzug. Durch das große Getöse wurde angenommen, dass es Verletzte bzw. Tote geben könnte. Die Feuerwehr Frankenfels wurde alarmiert und die Rettungsabteilung rückte aus. Entwarnung vor Ort: Zum Glück keine Toten und auch keine Verletzungen, nur großer Sachschaden.
26.05.1929
Die Gemeinde bewilligt die Einschulung von drei Chauffeuren. Diese müssen jedoch vorher vom Gemeindearzt untersucht werden.
Außerdem wird gemahnt, dass im Verein keine Politik gemacht werden darf.
Juni 1929
Bereits im Juni 1929 gab es heftige Differenzen wegen politischer Äußerungen einiger Mitglieder.
06.07.1929 Genau nach einem Jahr gibt es wieder ein schweres Hagelunwetter. Viele Dächer wurden stark beschädigt. Die Feuerwehr half bei mehreren Häusern.
07.07.1929
Das mittlerweile sehr reparaturanfällig gewordene Ringelspiel wurde um Schilling 200,- an die FF Schwarzenbach an der Pielach verkauft.
14.07.1929
Der Schriftführer, er war ein Sozialdemokrat, wurde wegen politischen Äußerungen aus dem Verein ausgeschlossen.
03.11.1929
Mehrere Austritte waren zu verzeichnen. Zwei Feuerwehrmänner (Sozialdemokraten) wurden sogar unter Gendarmeriedrohung vom Verein ausgeschlossen.
15.12.1929 Der "Naturalien-Unterstützungsverein bei Brandschaden" berichtet in seiner Vollversammlung, dass seit dem Bestehen (01.10.1921) bereits in elf Fällen Mitgliedern nach Bränden geholfen worden sei.
31.12.1929 "Mutterliebe oder der Sturz in den Höllengraben" und "Der Döböbauern-Stöffö beim G´richt" wurden beim Theaterabend der Feuerwehr gespielt. Wiederholungen am 5. und am 6. Jänner 1930.
16.01.1930 Die St. Pöltner Zeitung berichtet auf Seite 12, dass es beim Theaterabend der Feuerwehr an allen drei Tagen einen noch nie dagewesenen Riesenbesuch gab.
02.02.1930
Heftige Differenzen gab es wegen dem verkauften Ringelspiel (Verkaufsgrund ? und wo ist das Geld ?).
06.04.1930
Bericht des Hauptmanns: Nur mehr neun Mitglieder zahlen in die Sterbekasse ein.
Juni 1930 Waldbrand infolge eines Sonnwendfeuers - Nähe der Ortschaft Frankenfels.
13.07.1930
Ein Probejahr wird in der Feuerwehr eingeführt.
17.07.1930 Der Hof "Bodingbauer - Groß-Boding", Pernarotte 4, brennt zum zweiten Mal. Auch die FF Kirchberg/P. rückte an und gab ihr Bestes. Mündlich wurde überliefert, dass durch den lobenden Einsatz der Feuerwehr die Mauern stehen blieben und der Aufbau dadurch wesentlich erleichtert wurde. Die Volkswacht schreibt am 24. Juli, dass es Brandstiftung war.
17.08.1930 Beim Jubiläum "50 Jahre FF Kirchberg/Piel." waren 28 Frankenfelser Feuerwehrmänner dabei.
22.08.1930 Ein Blitzschlag in der Nähe des Gehöftes Hausstein tötete vier Rinder.
Auch die Feuerwehr half bei der Tierbergung.
28.09.1930
Johann Dieringer, Viktor Hinteregger und Josef Lechner junior haben die Chauffeurprüfung für das Feuerwehrauto bestanden. Somit stehen mit dem 1. Chauffeur Rupert Plasch insgesamt vier Fahrzeuglenker zur Verfügung.
12.12.1930 Waldbrand unmittelbar neben der Gleisanlage der Mariazellerbahn in Unter Buchberg.
14.12.1930
Arbeitseinsatz am 3. Advent-Sonntag bei den Österreichischen Bundesbahnen (BBÖ) in Unter Buchberg. Die Feuerwehrmänner leisteten insgesamt 46 Stunden bei den Aufräumungsarbeiten. Es galt die Brandreste vom Flächenbrand am 12. Dezember 1930 zu entfernen.
31.12.1930 Theaterabend der Feuerwehr. Man spielte "Im Austragsstüberl".
01.03.1931
Die Sitzung wurde wegen heftige politische Streitereien abgebrochen. Der Hauptmann und sein Stellvertreter wollen die Ämter zurücklegen. Jedoch abschließend einigte man sich, dass nach einer Woche Bedenkzeit die Versammlung fortgesetzt werden soll.
08.03.1931
Fortsetzung der Sitzung vom 1. März 1931. Differenzen wurden beigelegt und alle Feuerwehrmänner nahmen ihre Arbeit wieder auf.

05.05.1931


Durch einen Brand in der "Schmelzhütten", Laubenbachgegend 10, wurden Haus und Wirtschaftsgebäude schwer beschädigt. Die Feuerwehr fand eine verkohlte Leiche. In der Chronik des Gendarmeriepostenkommandos Kirchberg/Piel. ist zu lesen, das diese Person den Brand gelegt habe.
17.08.1931
Neuerlich war eine Reparatur am Feuerwehrauto notwendig.
04.10.1931 Die Rettungsabteilung führt mit dem Feuerwehrauto einen Krankentransport nach St. Pölten durch.
Herbst 1931 "Kirchberg an der Pielach" wird als "Bezirksverband" benannt.
31.12.1931 Theaterabend der Feuerwehr mit dem Stück "Der Autowildling".
03.01.1932 Hochwasser in Frankenfels! Die Feuerwehr sperrte mehrere Straßen.

16.01.1932

Feuerwehrball. Das Komitee schrieb in ihrer damaligen Einladung: "Die Freiwillige Feuerwehr Frankenfels beehrt sich hiemit, Euer Wohlgeboren zu dem am Samstag, den 16. Jänner 1932 stattfindenden Feuerwehr-Ball im Gasthause des Herrn Anton Pögner in Frankenfels ganz ergebenst einzuladen und erbittet Ihren werten Besuch. Die Musik besorgt die Vereins-Kapelle Hözl. Eintritt per Person 1 Schilling. Beginn: 8 Uhr abends".
Eine solche Einladungskarte befindet sich zur Ansicht im heutigen Feuerwehrmuseum.

04.09.1932

Herr Hans Rögl, ein Wiener Architekt und Besitzer der Höfe Großwalz (Karrotte 7) und Kleinwalz (Karrotte 6), bemühte sich durch persönliche Vorsprache bei Feuerwehrhauptmann Josef Schafhuber und Bürgermeister Josef Niederer seine Idee "Im hinteren Weißenbachtal einen Zweigverein der Frankenfelser Feuerwehr zu gründen" durchzusetzen. Dies blieb ohne Erfolg.

19.12.1932


Das Ansuchen "Anbringung (Nachrüstung) einer maschinellen Anlassvorrichtung beim Feuerwehrauto Marke Fiat" wurde vom Amt der niederösterreichischen Landesregierung unter Zahl L.A.I/9f-8115 abgelehnt.
31.12.1932 Beim Feuerwehr-Theaterabend mit dem Ludwig Ganghofer - Stück "Der Herrgottschnitzer von Ammergau" gab es Massenbesuch. Daher wurde dieses Theaterstück am 5. und am 6. Jänner 1933 wiederholt.
12.03.1933
Eröffnung der Feuerwehr-Fachschule in Wiener Neustadt, Herrengasse 28 (später: Babenbergerring 6). Es ist somit eine Ausbildungsstätte für die niederösterreichischen Feuerwehren vorhanden, wo allen das gleiche Wissen vermittelt wird. Bisher gab es zum Teil unterschiedliche Ausbildungen auf Bezirksebene.

23.04.1933


An diesem Tag wurde das 50-jährige Gründungsfest im Gastgarten Schafhuber gefeiert. Es wurde unter anderem verkündet, dass seit der Gründung zu insgesamt 83 Bränden ausgerückt wurde und zur Zeit der Feuerwehrverein 33 Aktive und 60 unterstützende Mitglieder zählt. Für diese Jubiläumsveranstaltung wurden sogar eigens angefertigte Festabzeichen aus Metall angefertigt und verkauft. Eine solche Rarität ist im Feuerwehrmuseum zu besichtigen.

16.07.1933


Bezirksfeuerwehrtag in Frankenfels. Die anschließende Schauübung wurde wegen strömenden Regen frühzeitig abgebrochen. Es wurde spontan bekanntgegeben, dass dies in Form einer großen Übung nachgeholt wird.
27.08.1933 Die versprochene Großübung wurde abgehalten. Die Feuerwehren Frankenfels, Schwarzenbach an der Pielach, Kirchberg an der Pielach, Tradigist und Rabenstein zeigten eindrucksvoll eine Brandbekämpfung. Ein umfangreicher Bericht folgte in der Oktober-Ausgabe der Verbandszeitung "Mitteilungen des n.öst. Landes-Feuerwehrverbandes. Offizielles Organ des n.öst. Landes-Feuerwehrbeirates und des Verbandsausschusses."
04.11.1933
Es wurde festgelegt, dass die Feuerbeschau noch in diesem Jahr im gesamten Gemeindegebiet durchgeführt wird.
31.12.1933
Zweimal wurde das Stück "Der Herrgottschnitzer von Ammergau" beim Feuerwehr-Theaterabend gespielt. Jedes Mal war der Saal total überfüllt.
21.01.1934 Beim Haus des Sattlers František Kristek, Hofstadtgegend 21, bricht ein Brand aus. Die Chronik des Gendarmeriepostenkommandos Kirchberg/P. dokumentiert, dass es Brandlegung durch den Besitzer war.

13.02.1934

Josef Kindl verstirbt 12 Tage nach seinem 92. Geburtstag in Tulln an der Donau. Er war Gründungsmitglied der FF Kirchberg/Pielach (28. März 1880), seit 5. Juni 1898 ein sehr aktives Mitglied bei unserer Wehr und wohnte bis 1923 (Brand am 14. August) als gelernter Lederer (Gerber) mit seiner Ehefrau beim Sohn - ab 1911 beim Schwager - im Ledererhaus, Rosenbühelrotte 7. Danach übersiedelte er nach Tulln, in die Albrechtsgasse 21. Er wurde als Schutz-Mann geführt und die Abmeldung bei unserer Feuerwehr erfolgte mit 3. November 1929.
März 1934 Bei der Generalversammlung der Feuerwehr wurde erwähnt, dass es im Berichtsjahr 1933 insgesamt vier Brände, zwei in der Nähe der Ortschaft Frankenfels und zwei im Weißenbachtal, gab. Nähere Angaben fehlen.
01.05.1934 Bei der Maifeier in Frankenfels mussten auch der Kameradschaftsbund und die Feuerwehr teilnehmen.
16.05.1934 Brand des Hauses "Steinhaufen" in der Wiesrotte 2. "Kurzschluss in der Lichtanlage" war die Ursache.

31.12.1934


Beim Theaterabend der Feuerwehr wurden die Stücke "Liebe macht blind", "Eheglück 317" und "Eine fidele Gerichtssitzung" aufgeführt. Die St. Pöltner Zeitung berichtete: In dem guten Besuch und dem allgemeinen Beifall ist gewiß der gute Erfolg am besten zum Ausdruck gekommen.
19.01.1935 Feuerwehrball mit dem Salonorchester des "Christlich deutschen Turnvereines" aus der Nachbarsgemeinde Kirchberg/Pielach im Gasthaus Pögner.
Die St. Pöltner Nachrichten schreiben in ihrer Ausgabe vom 24. Jänner auf der Seite 10: "Die Kapelle Hölzl mit ihrem Streichorchester sorgte für gute Tanzmusik".
02.02.1935 Feuerwehreinsatz: Beim Bahnübergang "Rosenbühel" wurde ein Mann vom Zug erfasst und tödlich verletzt.

03.03.1935


Generalversammlung der Feuerwehr. Am Schluss entrichtete der Hauptmann ermunternde Worte an die Kameraden und gab der Hoffnung Ausdruck, dass auch in Zukunft ein strammes Zusammenarbeiten Gedeihliches bringen werde (so in der St. Pöltner Zeitung am 7. März 1935 auf der Seite 11).
05.05.1935 "Florianifeier unserer wackeren Feuerwehr" schrieb die St. Pöltner Zeitung am 9. Mai.

22.05.1935


Josef Hippmann verstorben. Er führte die erste Feuerwehr-Chronik (Ehren- und Urkundenbuch der Freiwilligen Feuerwehr in Frankenfels) von 1908 bis 1933, wobei er die Daten seit 1883 auch nachgetragen hatte. Zuvor war er seit 5. Jänner 1902 Schriftführer der FF Frankenfels.
Juni 1935 Ein "neues" Feuerwehrauto (wieder ein FIAT 2 DR) wurde angekauft. Die Bedienung war mit dem 1. Feuerwehrfahrzeug ident und daher für jeden Kraftfahrer leicht verständlich.
Es war wieder ein Gebrauchtwagen mit einer für uns bekannten Vorgeschichte: Die FF Tradigist hatte das Fahrzeug im Oktober 1934 vom Gut Christental (Herrn Kugler) angekauft, konnte es aber aus Geldmangel nicht in Betrieb nehmen und verkaufte es im Juni 1935 an die FF Frankenfels. Motornummer 20479, restliches ist unbekannt (Baujahr, PS, usw.).
18.07.1935 Das neuerrichtete Wohn- und Wirtschaftsgebäude "Mündelhof", Rosenbühelrotte 10, vernichtete ein Vollbrand. Auch die eingebrachte Ernte ging zur Gänze verloren. Blitzschlag war die Brandursache.
Herbst 1935 Waldbrand beim Bauernhaus "Klein-Gstetten", Gstettengegend 1.
01.12.1935
Bei der Versammlung berichtet Hauptmann Josef Schafhuber unter anderem:
Hans Dieringer besuchte einen Chargenkurs in der Feuerwehr-Fachschule Wiener Neustadt.
Dezember 1935 Ein neuerlicher Antrag "Gründung einer Filiale Weißenburg" von Herrn Rögl wird nicht angenommen.
31.12.1935 Theaterabend der Feuerwehr mit Aufführung des Stücks "Die Zwiderwurzn".
18.01.1936 Feuerwehrball im Gasthaus Pögner.

10.02.1936


Das Gehöft "Oberhofstatt", Karrotte 2, fiel einem Brand zum Opfer. Schaden: Schilling 12000,- (kaum die Hälfte war durch die Versicherung gedeckt). Die Ursache des Ausbruchs lag beim hölzernen Rauchfang, wodurch Funken das Strohdach entzündet haben - laut Gendarmeriepostenkommando Kirchberg/Pielach.
01.03.1936 Generalversammlung der Feuerwehr: Der Hauptmann appelliert um mehr Disziplin, besonders bei den jüngeren Mitgliedern.
03.05.1936 Florianifeier der Feuerwehr mit Schuberts "Deutsche Messe".
05.10.1936 Unfall im Sägewerk Bruckmühle. Ein Hilfsarbeiter gerät mit der linken Hand in die Kreissäge, sämtliche Finger wurden abgetrennt. Einsatz für die Rettungsabteilung der FF Frankenfels.
31.12.1936 Silvesterabend der Feuerwehr mit den Theaterstücken "Schneider Fips", "Mord in der Kohlmessergasse" und "Nante im Verhör".
31.12.1936
Statistik 1936: Stand mit Jahresende: 30 Aktive und 40 unterstützende Mitglieder.
22.02.1937 Franz Gabauer verstorben. Er war Feuerwehrhauptmann von 9. Jänner 1901 bis Mitte 1919.
07.03.1937 Bei der Jahreshauptversammlung waren Bezirksobmann Karl Stolz und sein Stellvertreter Franz Trimmel, beide aus Kirchberg an der Pielach, anwesend.
08.04.1937 Die feuerwehreigene Rettungsabteilung rückt zu einem Unfall bei Holzschlägerungsarbeiten aus. Ein verheirateter Holzarbeiter erleidet mehrere Knochenbrüche. Die St. Pöltner Zeitung berichtete darüber.
02.05.1937 Florianifeier der Feuerwehr. Bei der Festmesse spielt die Kapelle "Wohin soll ich mich wenden".
18.05.1937 Ein 73-jähriger Bauer stürzt beim Heimgang vom Viehmarkt in die Natters und ertrinkt. Die Feuerwehr wurde gerufen, um die Totenbergung durchzuführen.

05.09.1937




Bei der Monatsversammlung wurde beschlossen:
Wenn in Weißenburg eine Feuerwehr-Filiale gegründet wird, dann muss
1.) der kleine Hydrophor (Gründerspritze) samt Zubehör in den Besitz der Feuerwehr sein  und
2.) diese kleine Handspritze samt zugehöriges Schlauchmaterial, Saugkopf, Verteiler und Strahlrohr dient als 1. Löschgerät in Weißenburg. Es muss sichergestellt sein, dass alles in Ordnung gehalten wird, eine ordentliche Einstellmöglichkeit bekommt und drei Männer namhaft gemacht werden, welche sich um die ganze Gerätschaft kümmern.

03.10.1937 Infolge Verzicht des Servitutrechts von Herrn Anton Pögner (Nachkomme vom Feuerwehrgründer Josef Pögner) auf die Gründerspritze wurde der kleine Hydrophor Eigentum der Feuerwehr Frankenfels.
12.10.1937 Hochwasser: Überschwemmung des Hauses "KohlangerHäusl" - Laubenbachgegend 1 und Zerstörungen bei "Klein-Boding" - Pernarotte 5 und "Lichtensteg" - Übergangrotte 15.
01.12.1937
Von der Linzer Firma Rosenbauer wurden zwei Feuerlöscher gekauft. Kosten: Schilling 80,-

05.12.1937

Monatsversammlung: Es wird beschlossen, dass mit Jahresbeginn 1938 die Filiale Weißenburg gegründet wird! Eine der Voraussetzungen, Einstellmöglichkeit für die Gerätschaft ist mittlerweile gegeben. Es befindet sich bereits eine kleine, im Bau befindliche Holzhütte, welche jedoch noch nicht fertig ist aber eine Unterbringung als Provisorium ist schon vorhanden. Auch drei Männer werden bereits namentlich genannt.
Außerdem wird vom Hauptmann Josef Schafhuber an den geplanten Gründer Leopold Härtensteiner (ist bei dieser Versammlung bereits anwesend) angeordnet, dass weitere drei bis vier Mann zu werben sind.
20.12.1937
Schuldirektorsgattin, Frau Oberlehrerin Berta Hippmann verstorben. Sie leitete seit Dezember 1925 die Theatervorführungen der Feuerwehr. In einem Nachruf liest man: "Seit ihrer Jugend in der Welt der Bühne hervorragend, leitete sie auch oft Theateraufführungen, namentlich die der Feuerwehr. Durch vortreffliche Einlernung und zielbewußte Leitung, des öfteren im Verein mit der Schwester, Frau Marie Hoffmann, errang sie immer mit ihren erprobten heimischen Dilletanten vollen Erfolg. In Anerkennung dieses ihres uneigennützigen Wirkens ernannte sie die freiw. Feuerwehr zu ihrem Ehrenmitglied und beteiligte sich auch an ihrem Leichenbegängnisse korporativ." - so in der St. Pöltner Zeitung vom 30. Dezember 1937, Seite 11.
Spontan übernahm der Feuerwehrmann und Schustermeister Rudolf Neubauer die anstehende Theaterregie.
31.12.1937 Theaterabend der Feuerwehr mit den Stücken "Die Schatzgräber" und "Der Wildschütz". Die St. Pöltner Zeitung schrieb: Der Abend brachte einen wahren Massenbesuch und durchschlagenden Erfolg.
31.12.1937
Statistik 1937: 19 Einsätze. Es waren 1mal Hochwasserhilfe bei der "Gabauer Brücke", 17 (!) Erste Hilfe - Leistungen (davon 1mal bei einem Autounfall) und 1 Krankentransport nach Mauer Öhling.
01.01.1938 Gründung einer Löschgruppe in Weißenburg - als Filiale der FF Frankenfels - durch drei Männer.
Der Gründer Leopold Härtensteiner wird zum ersten Requisitenmeister ernannt, Ignaz Tuder ist sein Stellvertreter. Richard Stöckl wird als dritter Mann namhaft gemacht.
Mit dem Bau eines kleinen Feuerwehrhauses (in Holzbau) wurde in der Weißenburggegend am "Enne-Wirt-Kogel" auf der Parzelle 1598 (linke Straßenseite - vom Pielachtal kommend) von Leopold Härtensteiner und Johann Bieder im Herbst 1937 begonnen und Anfang 1938 vollendet.
Es wurden ein Strahlrohr, 56 Meter Schläuche und zwei Leitern übergeben. Als erstes Löschgerät stellte man die Gründerspritze (bis zum Jahre 1950) zur Verfügung.
Die Einsatzalarmierung erfolgt mittels Signalhorn, auch Alarmhorn genannt. Es gibt keine vorgegebenen Hornsignale.
15.01.1938 Im Gasthaus Pögner wurde der Feuerwehrball abgehalten.

25.01.1938


Ein prachtvolles Nordlicht begann um 20:30 Uhr und dauerte fast zwei Stunden. Im ganzen Land glaubte man an ein Großfeuer. Ob die FF Frankenfels ausrückte, ist nicht bekannt. Nachweislich ist, dass die Nachbarsfeuerwehr Kirchberg an der Pielach nach den "Feuerschein" suchte.
30.01.1938 Beim Hantieren mit einer Pistole wurde ein Jugendlicher schwer verletzt. Die Rettungsabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Frankenfels half.

05.03.1938

Unfall bei Sprengarbeiten zum Bau eines Stalls beim Gehöft "Lehen", Lehengegend 1. Der Nachbarsbauer Ignaz Mitterer ("Unterschrambach", Lehengegend 23) wurde getötet und ein Hilfsarbeiter schwer verletzt. Der Einsatz war für die Feuerwehrmänner sehr belastend.
06.03.1938 Zur Jahresversammlung der Feuerwehr erschienen auch die neuen Mitglieder der Filiale Weißenburg.

13.03.1938

Anschluss ans Deutsche Reich.
Folgen: Gemäß eines Bescheides der Landeshauptmannschaft geht das gesamte Feuerwehrvermögen an die Gemeinde über, auch die Vereinskasse musste übergeben werden. Der Feuerwehrbezirk Kirchberg an der Pielach wurde aufgelöst und dem Feuerwehrbereich St. Pölten eingegliedert. Für die aufgelassenen kleineren Bezirksverbände wurden Gebietskommanden geschaffen, die FF Frankenfels gehörte ab nun dem Gebietskommando Nummer 10 des Kreiswehrführers des Kreises 18 in St. Pölten an. Die Versammlungen mussten Appelle genannt werden. Der Ton wurde merklich "schroffer" und die Ausführungen "zackiger". Der deutsche Staatsgruß "Heil Hitler!" ist immer zu leisten! Zum Abschluss der Jahresappelle musste man das "Deutschlandlied" und das "Horst Wessel - Lied" singen.
"Und wie wirkt sich das für die Feuerwehr aus?" stellen sich einige Feuerwehrkameraden die Frage.
17.03.1938 Die Reichsmark, Abkürzung "RM", wurde als Zahlungsmittel eingeführt.

April  1938

Im Frühjahr 1938, davon besonders im April, hat sich auch die Frankenfelser Bevölkerung in eine dreigeteilte "Lagergesellschaft" entwickelt. Die Gegebenheit, dass ein christlichsozialer Gastwirt der Feuerwehr als Hauptmann vorsteht, wird von den Sozialdemokraten und natürlich auch von den Deutschnationalen heftigst kritisiert.
Mai 1938
In ganzen Bundesland begann - zuerst bei den Feuerwehrfunktionären, die nicht linientreu waren, ein "Köpfe rollen".
15.06.1938 Österreich wurde "Ostmark" und Niederösterreich zum "Reichsgau Niederdonau".
09.07.1938
Hauptmann Josef Schafhuber gilt nicht mehr "vertrauenswürdig" und wird vom Lehrer Hans Hirt abgelöst.
17.07.1938 Der Leiter des Kirchenchors wird erhängt im Wald aufgefunden. Die Feuerwehr rückte aus.
20.08.1938
Bei einer heftigen Auseinandersetzung mit SA-Männern wurde ein Feuerwehrmann verletzt.

25.08.1938

Natters, Fischbach und die Pielach führten verheerendes Hochwasser. Zehn (!) Wohnhäuser beschädigt, zwei Privatbrücken und mehrere Stege weggeschwemmt. 50 bis 60 Raummeter Holz vom Sägewerk Hinteregger abgeschwemmt. Die Feuerwehr hatte alle Hände voll zu tun.

02.10.1938

Ernennung des langjährigen Feuerwehrfunktionärs Engelbert Hölzl - vulgo Wassermann - zum "Ehrenhauptmann". Er war fast 50 Jahre lang ein sehr aktives Feuerwehrmitglied und seit 11. Juli 1920 Hauptmannstellvertreter.
03.10.1938 Um 00:00 Uhr wurde im Reichsgau Niederdonau (heute: Niederösterreich) die Rechtsfahrordnung eingeführt. Alle Straßenbenützer mussten sofort umlernen.
30.10.1938
Im "Vereinsheim" der Feuerwehr (Gasthof Schafhuber) wird bekannt, dass ab nun der bisherige Hauptmannstellvertreter Karl Birnbaum den Verein als Hauptmann führt.

04.11.1938

Wohnungsbrand bei Friedrich Brandl - vulgo "Abfalter Fritz", Fischbachmühlrotte 5 (Gehöft "Hinter-Eibeck"). Der 86-jährige bettlägerige Bewohner wurde gerettet. Im St. Pöltner Anzeiger war "vom tapferen und selbstlosen Eintreten der Feuerwehrmänner" zu lesen.
15.11.1938 Unfall mit dem Feuerwehrauto. Glücklicher Weise gab es keine Verletzten.

23.11.1938

Ein neues Gesetz über das Feuerlöschwesen trat für das gesamte Deutsche Reich in Kraft. Das NS-Regime unterstellte mit diesem Gesetz die Feuerwehren als technische Polizeitruppe der Zuständigkeit des Reichsministers des Inneren. Damit war die sofortige Umbenennung aller Berufsfeuerwehren in "Feuerschutzpolizei" verbunden und die Freiwilligen Feuerwehren hatten ab nun den Status einer Hilfspolizeitruppe. Die Feuerwehr war nun Teil der Polizei und alle neubeschafften Fahrzeuge haben polizeigrün lackiert zu sein. Alle Freiwilligen Feuerwehren sind ab nun Einrichtungen der Gemeinden, welche auch für die Finanzierung zu sorgen haben. Es herrscht Führerprinzip, daher gibt es keine Wahlen mehr. Für die Statutarstädte in der Ostmark wurden ein paar Übergangsbestimmungen bis 1. Oktober 1939 eingeräumt.
02.12.1938
20 Deutsche Verordnungen in der Ostmark:
Darunter der Umstieg bei den Schlauchverbindungen (Schlauchkupplungen) von der EK-Kupplung (Einheitskupplung - seit 1906) auf Storzkupplung.

03.12.1938

Es wurde versucht, Anschuldigungen von der Sturmabteilung (SA), von der Schutzstaffel (SS) und vom Nationalsozialistischen Kraftkorps (NSKK) seitens der Feuerwehr richtigzustellen. Es handelte sich um den Brand beim "Abfalter Fritz" (man sei zu schnell gefahren!) und um den Autounfall am 15. November. Das hitzige Wortgefecht dauerte bis in die Morgenstunden des 4. Dezember.
21.12.1938 Pfarrer Franz Schweiger verstorben. Er war Ehrenmitglied der FF Frankenfels.
31.12.1938 Die Feuerwehr-Theateraufführung mit dem Stück "Dominik, was nun?" brachte einen noch nie dagewesenen Massenansturm. Sie musste am 5. und 6. Jänner 1939 wiederholt werden.

19.01.1939

Die Feuerwehr wurde zu einer "erhängten Person" gerufen - es wurde die Totenbergung durchgeführt.
In der ausführlichen Chronik des Gendarmeriepostenkommandos Kirchberg an der Pielach ist zu lesen, dass es sich um den einzigen Sohn des größten Besitzers aus Frankenfels handelte.
26.02.1939
Die aktuellen Dienstgrade und Diensttiteln wurden mittels "Bezirksappell" bekanntgegeben.
12.03.1939 Jahresappell der Feuerwehr. Nach einer Gedenkminute folgten der Tätigkeitsbericht und der Dank des Gemeindeverwalters (Bürgermeister). Am Schluss: "Deutschlandlied" und "Horst Wessel - Lied".

03.05.1939

Das Wohn- und Wirtschaftsgebäude "Unterholz", Falkensteinrotte 16, brennt durch Blitzschlag ab.
Die Feuerwehr konnte leider nichts mehr retten. Es verbrannten auch die Tiere, Geräte und Vorräte.
Der Schaden ist nur zu etwa zwei Drittel durch Versicherungen gedeckt.
09.07.1939 Bezirksfeuerwehrtag in Frankenfels mit folgendem Programm: "Heldenehrung" am Kriegerdenkmal, Platzkonzert, Schauübungen und Festreden. Die St. Pöltner Zeitung berichtete am 13. Juli darüber.
01.09.1939 Ausbruch des zweiten Weltkrieges. Die Ungewissheit in der Feuerwehr steigt!
26.10.1939 Eine Schreibmaschine wurde angekauft.
27.11.1939
Die Feuerwehr-Fachschule in Wr. Neustadt wird in die Gauselbstverwaltung übernommen und trägt ab nun den Namen "Feuerwehrschule des Reichsgaues Niederdonau".
28.11.1939 Über Bescheid wurden alle Feuerwehrvereine aufgelöst. Die Vereinsstatuten mussten unbedingt vernichtet werden.
Dezember 1939
Anfang Dezember erscheint der Dienstbefehl Nummer 1 des Bezirkssführers der Freiwilligen Feuerwehr im Reichsgau Niederdonau Rudolf Handlos. Es wird unter anderem die Grußpflicht genau beschrieben: Für alle Uniformträger besteht Grußpflicht. Dabei hat der Grundsatz zu gelten, daß der Jüngere den Älteren, der Rangniedrigere den Ranghöheren zuerst grüßt. Absichtliches Warten auf einen Gruß ist einem Uniformträger unwürdig. Für die Freiwillige Feuerwehr gilt nur der vorgeschriebene "Deutsche Gruß", dessen Ausführung immer in strammer Form zu erfolgen hat.

10.12.1939

Feuerwehrappell: Die Verkündigung des Reichsfeuerwehrgesetzes, wonach die Feuerwehr kein Verein mehr sei, sondern eine mit Exekutivrechten ausgestattete Gliederung der Deutschen Polizei, wurde von den anwesenden Kameraden mit stürmischen Beifall begrüßt - schrieb die St. Pöltner Zeitung auf der Seite 12 in ihrer Ausgabe vom 21. Dezember.
31.12.1939
Zu Kriegsdienstleistungen mussten bereits im Herbst 1939 viele Feuerwehrkameraden einrücken.

03.01.1940

Die Feuerwehruniformen wurden reichseinheitlich geregelt: Dunkelblauer Waffenrock, schwarze lange Hose (Tuchhose und Stiefelhose), aluminiumfarbige gekörnte Knöpfe und schwarzes Lederzeug (Leibriemen, Leibriementasche und Schulterriemen).
10.01.1940
Gemäß Auftrag vom Landrat des Landkreises St. Pölten muss für das Feuerwehrauto sofort neue Kennzeichnungstafeln "Nd.17-358" angefertigt werden. Die bisherigen polizeilichen Kennzeichen "B 17016" sind dann sofort abzuliefern. 
13.01.1940
Hauptmann Karl Birnbaum absolvierte den Feuerwehrlehrgang I, beginnend am 8. Jänner - mit der Kursnummer 4994, in der Feuerwehrschule in Wiener Neustadt.
01.04.1940 Die Pielachtalstraße wird von einer Bezirks- zu einer Landesstraße I. Ordnung erklärt. Sie erhält die Bezeichnung "L.I.O.44".
20.04.1940
Ende der Ablieferungsfrist "Altmetall als Geburtstagsspende für den Führer". Den diesbezüglichen Aufruf des Generalfeldmarschall Hermann Göring hatte der Kreisführer mittels Schreiben unter Zahl K 18 - 75/40 an alle Wehrführer am 1. April weitergeleitet. Es sollen alte, unbrauchbare Gewinde, Kupplungen, Teile von Handdruckspritzen aus Kupfer, Messing usw., welche in den Gerätehäusern lagern, gesammelt und abgeliefert werden. Ob sich die FF Frankenfels bei dieser Aktion beteiligte, ist nicht bekannt.
16.05.1940
Hauptmann Karl Birnbaum wurde vom Landrat des Kreises St. Pölten zum Wehrführer mit der Dienstgradbezeichnung Haupttruppführer ernannt. Gleichzeitig erfolgte die Überreichung einer Erinnerungsmedaille und der dazugehörigen Urkunde mit folgendem Text: "Der Führer und Reichskanzler hat aus Anlaß der Wiedervereinigung Österreichs mit dem Deutschen Reich dem Postbediensteten Karl Birnbaum Frankenfels die Medaille zur Erinnerung an den 13. März 1938 verliehen. Berlin, den 19. August 1939. Der Staatsminister und Chef der Präsidialkanzlei des Führers und Reichskanzlers Otto Meissner".
19.05.1940 Hochwasser im ganzen Gemeindegebiet. Überschwemmungen von Straßen, Brücken und Grundstücken erforderten mehrere schwierige Feuerwehreinsätze. Es gab Lob für die Feuerwehrmänner.
31.05.1940 Und wieder Überschwemmungen in Frankenfels. Auch hier konnte die Feuerwehr schlimmeres verhindern.
Juli 1940
Feuerbeschau in allen Häusern in Frankenfels mit ausführlicher Mängelbeschreibung durchgeführt.
29.09.1940 Die Freiwillige Feuerwehr Frankenfels war beim Kreisfeuerwehrtag in St. Pölten vertreten.
31.10.1940
Neue Kennzeichnungstafeln "Nd.117-370" bekam das Feuerwehrauto.
01.11.1940 Brand der Hundsbichlmühle im Fischbachgraben, Grasserrotte 17.
Der St. Pöltner Anzeiger berichtete von "tapferen Männern der Feuerwehr".
03.11.1940 Vereidigung der neuen Feuerwehrmänner (Bericht im St. Pöltner Anzeiger).
05.11.1940
Moritz Pögner, Sohn des Feuerwehrgründers Josef Pögner, im 72. Lebensjahre verstorben. Er war Feuerwehrhauptmannstellvertreter von 9. Jänner 1901 bis 3. März 1907.
15.12.1940 Brand im Markt. Im "Kellerhaus" (Teil von der "Taverne am Steg") - Markt 5 - ist Feuer ausgebrochen.
05.04.1941
Haupttruppmann Hans Dieringer schloss mit einer Prüfung den Maschinistenlehrgang mit Lehrgang Nr. 39/198 in der Feuerwehrschule des Reichsgaues Niederdonau in Wiener Neustadt mit gutem Erfolg ab.

29.04.1941

Bezugnehmend auf die Anfrage der FF Frankenfels vom 27. April gibt der Kreisführer bekannt, dass ein gemeinsamer Florianikirchgang am 4. Mai NICHT in Frage kommt! Er begründet dies in seinem Schreiben mit folgendem Text: "Die freiwillige Feuerwehr ist kein Verein mehr und sind derartige Aufmärsche untersagt. So löblich Ihre Anschauung gelten mag und die Kameraden auch die Musik beistellen würden, ist ein derartiger Aufmarsch in Uniform nicht gestattet. Dies wird Ihnen auch der Herr Ortsgruppenleiter der NSDAP, der für Aufmärsche und dergleichen zuständig ist, nicht erlauben können. Die Ehrung der langgedienten Feuerwehrmänner ist in der Weise vorzunehmen, daß anläßlich eines für diesen Tag anzusetzenden Appells, zu dem auch die Herren Bürgermeister und Ortsgruppenleiter einzuladen sind, die Ehrung in würdiger Form vorgenommen wird, wobei die Musik zur Verschönerung beitragen kann. Doch ist auf alle Fälle darauf zu achten, daß die Kameraden, da in Uniform, sich völlig korrekt benehmen und jede übermäßige Trinkerei unbedingt zu unterbleiben hat. Der Kreisführer Slameczka der freiwilligen Feuerwehr als feuerwehrtechnischer Aufsichtsbeamter des Landrats in St. Pölten".

10.05.1941

Beim Waldbrand des Gutsbesitzes Weißenburg standen 80 (!) Mann der eigenen und umliegenden Feuerwehren im Einsatz, um zu lokalisieren. Zehn Hektar Wald verbrannten. Auch die neugegründete Feuerwehr Loich (seit 21. Jänner 1940) half mit. Sie rückte mit einem Privat-PKW an.
18.05.1941
Eine Übung mit der alten Landfahrspritze (großer Hydrophor) wurde durchgeführt. Man ahnte bereits, dass eventuell das Feuerwehrauto samt Motorspritze abgezogen werden könnte.
05.06.1941 Im Rundschreiben Nummer 10/41 wurde vom Kreisführer bekanntgegeben, dass sich der Herr Landrat bei allen Feuerwehrmännern, die beim Waldbrand am 10. Mai eingesetzt waren, für die gute Leistung , wodurch ein größerer Schaden verhütet werden konnte, bedankt.
Juni  1941
Feuerbeschau in der Gemeinde Frankenfels durchgeführt.
30.06.1941
Der Besitz "Hoch-Walz", Karrotte 3, ist abgebrannt. Sieben Feuerwehrmänner kämpften gegen das Feuer, der Einsatz dauerte von 22:30 Uhr bis 07:30 Uhr des Folgetages.
15.07.1941 Ein Hochwassereinsatz war erforderlich.
14.08.1941
Und wieder Hochwassereinsätze in Frankenfels.

01.09.1941

Einführung der deutschen Normalschrift (auch "lateinische Schrift" oder "runde Schrift" genannt).
Die Kurrentschrift (auch "Spitzschrift" genannt) darf ab sofort auch bei der Feuerwehr (Schriftverkehr, Protokollbücher, Chronik, usw.) nicht mehr verwendet werden - so lautete der Appell des Kreisfeuerwehrverbandes St. Pölten.
24.09.1941 "Heldentod" des Feuerwehrführers Hauptmann Karl Birnbaum, er starb im 29. Lebensjahr auf der Insel Ösel (heute: Saaremaa - Estland) in einem Feldlazarett bei Arensburg. Die Nachricht langte erst am 11. Oktober ein. Der St. Pöltner Anzeiger brachte einen ausführlichen Nachruf.
20.10.1941
Von der Firma NOVA-Technik G.m.b.H. wurde für das Feuerwehrauto ein NOTEK-Wehrmachttarnscheinwerfer samt Zubehör ausgeliefert. Die Montage erfolgte promt, noch im Oktober.
23.11.1941
Eine Trauermesse mit anschließender Kranzniederlegung für den gefallenen Hauptmann Karl Birnbaum wurde am Sonntag sehr würdevoll abgehalten.
09.12.1941 Am Tage: Ausrückung zu einem Großbrand in der Tischlerei Frühwald nach Kirchberg an der Pielach.
09.12.1941
Am Abend: Versammlung:
Benzinausgabe erfolgt mittels Gutscheinen. Dies regelt die Bezirkshauptmannschaft St. Pölten.
Johann Dieringer wird Hauptmann und August Enner bleibt Stellvertreter.
05.02.1942
Dem Feuerwehrauto wurde vom Reichsstatthalter Niederdonau das neue polizeiliche Kennzeichen Nd-77956 zugeteilt. Diese Weisung wurde am 19. Feber vom Kreisführer weitergereicht.
19.02.1942
Und wieder ein neues polizeiliches Kennzeichen für das Feuerwehrauto: Pol-77956
25.04.1942
Hauptmann Johann Dieringer schloss den Feuerwehrlehrgang I mit der Lehrgangsnummer 25/222 in der Feuerwehrschule des Reichsgaues Niederdonau in Wiener Neustadt mit gutem Erfolg ab.
08.08.1942 Alle Feuerwehrmänner wurden der SS- und Polizeigerichtsbarkeit unterstellt.
14.08.1942 Alle neuen Feuerwehrfahrzeuge werden ab nun in Wehrmachtsgrau (RAL 840 B 2) in Dienst gestellt.
19.09.1942
Eine Nachtalarmübung wurde abgehalten.
30.09.1942 Rauchfangfeuer beim "Rottensteiner", Rosenbühelrotte 29.
29.11.1942 An die eingerückten Feuerwehrkameraden wurden elf Pakete geschickt.
22.12.1942 Einsatz im Ort: Das Kleinhaus "Steggrundhäusl" (auch "Mühlbacher-Häusl" genannt), Rosenbühelrotte 1, fiel einem Brand zum Opfer.
26.03.1943 Die Feuerwehr wurde um 13:40 Uhr zu einem Waldbrand in Unter Buchberg alarmiert. Obertruppführer August Enner, jun. (geb. 1911) rückte mit 8 Mann um 13:50 Uhr aus und kam um 14:25 Uhr bei der Brandstelle an. Es wurde festgestellt, dass ein Jungwald von zirka 2 Joch (Besitzer Konrad Veith - "Hinter-Übergang", Übergangrotte 7) brannte. Sofort begannen die Feuerwehrmänner mit dem Abgraben der Erde oberhalb des Brandes. Eingesetzt wurden Sägen, Krampen, Schaufeln und ein Seil. Um 16:00 Uhr wurden die Löscharbeiten beendet und eine anschließende Brandwache bis 21:00 Uhr zurückgelassen. Als Brandursache wird im Brandbericht dokumentiert, dass ein Oberbauarbeiter der Bahnmeisterei Gösing über Auftrag des Rottenführers Fahrngruber dürres Laub in einer Wasserablaufgrube anzündete.
26.03.1943
Und dann: Feuerwehrversammlung, Beginn um 21:30 Uhr:
August Enner wird Hauptmann und Johann Dieringer sein Stellvertreter.
07.04.1943 Neue Feuerwehrfahrzeuge tragen ab nun nur mehr sandfarbigen oder dunkelgelben Grundanstrich.

18.04.1943

August Prezina im 91. Lebensjahr am Palmsonntag um 1/4 11 Uhr vormittags verstorben. Er war Gründungsmitglied und der 1. Requisitenmeister der Freiwilligen Feuerwehr Frankenfels. Diese genauen Aufzeichnungen über alle Gerätschaften führte er äußerst gewissenhaft bis zu seinem Tod.
Für das Begräbnis am 20. April um 14:30 Uhr wurde ein Appell mit folgendem Text erlassen:
"Es ist Pflicht eines jeden Mitgliedes an den Begräbnis teilzunehmen. Die Mitglieder haben in voller Rüstung (mit Helm) im Vereinslokal Schafhuber um 13 Uhr pünktlich zu erscheinen."
Diesen Appell musste jeder schriftlich zur Kenntnis nehmen.
02.05.1943

Zwei Aufträge der Gemeinde wurden umgesetzt:
1.) Vier Mann werden ab sofort bei der Feuerwehr dienstverpflichtet     und
2.) Rudolf Schiflhuber wird als dienstverpflichtender Fahrer eingeschult.

15.06.1943

"Alle Feuerwehr-Rettungsabteilungen müssen ihre Tätigkeit beenden" lautete der Appell des Kreisfeuerwehrverbandes St. Pölten. Da es aber in Frankenfels und Umgebung keine Rettungsstelle des Deutschen Roten Kreuzes gab, machten die ausgebildeten Feuerwehr-Sanitäter zum Wohle der Bevölkerung - ohne gesetzliche Grundlage ! - inoffiziell weiter.
Es war ein sehr gefährliches Wirken und man wusste nicht ob und welche Folgen es geben könnte.
04.07.1943 Richard Stöckl an der Ostfront bei einem Angriff auf eine Bahnlinie bei Gorianka gefallen und bei Borissowko beerdigt. Auf der Trauerparte stand "dass Sanitäts-Unteroffizier Richard Stöckl im 31. Lebensjahre den Heldentod erlitt.  Das feierliche Requiem wird am 13. August um 7 Uhr vormittags in der Pfarrkirche zu Frankenfels abgehalten werden".
Er war Gründungsmitglied der Filiale Weißenburg.
22.08.1943 Der 52-jährige Rudolf Neubauer wird zum Schriftführer bestimmt - sonst "Zum Krieg einrücken!".
24.08.1943 In Laubenbachmühle wurde der Hof "Geißreit", Pernarotte 2 (Erbhofbauer Johann Schagerl), durch einen Brand total zerstört. Neben der Vernichtung von Wohnhaus, Stall, Scheune und Schupfen kamen auch ein Schwein, ein Kalb, 16 Hühner, sieben Kaninchen und sechs Haustauben ums Leben. Die Futtervorräte, Fahrnissen (bewegliche Sachen wie zum Beispiel Leiterwagen), Maschinen, Haus- und landwirtschaftliche Geräte, alle Einrichtungsgegenstände, Wäsche, Kleider, und so weiter fielen dem Brand zum Opfer. Der Brandeinsatz dauerte für 12 Mann von 10:10 Uhr bis 24:00 Uhr, nach Abrücken von der Brandstelle um 23:30 Uhr wurde eine Brandwache von 4 Mann bis 04:00 Uhr des Folgetages zurückgelassen. Als Brandursache wird im Brandbericht "Durch Funkenflug aus dem Rauchfang beim Brotbacken" dokumentiert. Die Schadenssumme von etwa 12.000 RM ist von der Donau Allgem. Vers. AG nur auf 10.000 Reichsmark gedeckt.
Über dieses Ereignis berichtete der St. Pöltner Anzeiger am 4. September auf Seite 6.
Sept. 1943 Große Trockenheit bei sämtlichen Bergbauernhäusern erforderte viele Feuerwehreinsätze ("Wasserpumpen"). Diese Witterung dauerte bis Mitte November.

19.09.1943

In der Filiale Weißenburg schult Leopold Härtensteiner fünf Feuerwehr-Helferinnen ein: Theresia Enne, Maria Freudenthaler, Gisela Krammer, Margarethe Stöckl und Johanna Unterberger. Alle wurden mit hellgrünen Schutzanzügen beteilt. Für sie waren keine Dienstgradabzeichen vorgesehen, ausgenommen Wortführerin und ihre Stellvertreterin. Die Wortführerin Maria Freudenthaler trug ein Funktionsabzeichen am linken Unterärmel. Das Abzeichen hatte zwei nach oben zeigende Winkel (zirka 110°) aus silbergrauer Kunstseidenborte auf einer hellgrünen Stoffunterlage. Die stellvertretende Wortführerin Margarethe Stöckl bekam das gleiche Abzeichen, jedoch mit nur einem Winkel.
"Frauen bei der Feuerwehr" wurde in beiden Weltkriegen als Notlösung geduldet, jedoch war diese aktive Mitgliedschaft mit Kriegsende automatisch beendet.
12.11.1943
Der Kreisführer gab in seinem Rundschreiben bekannt, dass das Reichsamt Freiwillige Feuerwehren folgendes angeordnet hat: Das Wort "Wehrführer" hat ab sofort zu verschwinden und an dessen Stelle ist die Bezeichnung "Führer der Wehr" zu setzen. 
30.11.1943
Der Kreisführer der Freiwilligen Feuerwehr als feuerwehrtechnischer Aufsichtsbeamter des Landkreises in St. Pölten befahl die Feuerwehren Frankenfels, Schwarzenbach/Pielach und Totzenbach unter Zahl K 18 - 3119/43, dass je eine Feuerwehr-Helferin an dem Lehrgang für Feuerwehr-Helferinnen vom 5. bis 11. Dezember 1943 in die Feuerwehrschule in Wiener Neustadt teilzunehmen hat! Trotz diesem Befehl, wurde von der FF Frankenfels niemand gemeldet. In der Aktensammlung ist dazu keine Begründung zu finden.
06.12.1943 Die dunkelblaue Feldbluse ersetzt den Waffenrock, die dunkelblaue Rundbundhose die bisherigen schwarzen Hosen.
31.12.1943 Beim Theaterabend der Feuerwehr mit dem Stück "Peterls Brautfahrt" gab es mäßigen Besuch, da zeitgleich die Hitlerjugend auch eine Theateraufführung abhielt.
März 1944 Heftige Schneefälle brachten den kompletten Verkehr zum Erliegen. Auch die Feuerwehr half einige Wochen. Die Mariazellerbahn konnte den Betrieb erst Ende April wieder aufnehmen.
April 1944
Infolge Organisationsänderung im Feuerwehrbereich St. Pölten (Kreis 18) ist seit Anfang April die FF Frankenfels dem Gebietskommando Nummer 7 unterstellt.
29.05.1944 Fliegeralarme! Mehrere Ausrückungen nach Schäden von Luftangriffen waren erforderlich.
09.07.1944 Aufräumarbeiten in der Boding nach einem Fliegerangriff.
23.07.1944
12 Mann rückten um 14:00 Uhr zu Aufräumungsarbeiten nach abgestürzten Fliegern in Weißenburg und in die Nachbarsgemeinde Schwarzenbach an der Pielach aus. Die wichtigsten Wrackteile von zwei Kampfflugzeugen wurden in einem Eisenbahnwaggon am Bahnhof Schwarzenbach/Pielach verladen. Nach fünf Stunden Arbeitszeit fuhren die Feuerwehrmänner ins Gerätehaus.

25.07.1944

Absturz eines brennenden Kampfflugzeuges unterhalb (talseitig) des Gehöftes "Hinterhofstatt", Markenschlagrotte 2. Als Ursache wird ein Luftkampf über Frankenfels bekanntgegeben. Der Flugzeugführer Heinrich Pfeiffer aus Hessen fand dabei den Heldentod. Um Punkt 12 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert, acht Mann rückten aus. Die Brandbekämpfung dauerte drei Stunden. Anschließend erfolgte die Totenbergung durch die Feuerwehr.
Herbst 1944
Frau Maria Wurzinger, Grasserrotte 6, bindet ab nun die Kränze für die Feuerwehrbegräbnisse.

08.12.1944

Um 05:30 Uhr wirft ein feindliches Flugzeug fünf Bomben auf den Ortskern Frankenfels. Durch einen Volltreffer wurde das Haus des Maurers Johann Plank - Hofstadtgegend 25 - in einem Schutt- und Trümmerhaufen verwandelt. Bei diesem Angriff waren drei Todesopfer zu beklagen. Umfangreiche Aufräumarbeiten erforderten mehrere Feuerwehreinsätze.
10.01.1945 Wohn- und Wirtschaftsgebäude der "Groß-Wies", Wiesrotte 7, fielen während der Drescharbeiten einem Brand zum Opfer. Ursache war Funkenflug aus dem Auspuff des Motors der Dreschmaschine.

23.01.1945

Es wurden Feuerwehreinheiten, darunter auch von der FF Frankenfels einschließlich der Filiale Weißenburg, nach Laab im Walde in Marsch gesetzt. Die Einheit der Frankenfelser Wehr wurde als "Halblöschzug" tituliert. Es galt die Wiener Hochquellwasserleitung vor feindlichen Bodenangriffen zu beschützen, da bereits am 21. Jänner 1945 heftige Luftangriffe (über 50 Bomben) erfolgten. Die Wasserleitung wurde nicht getroffen, jedoch gab es große Schäden an den Häusern. Man vermutete, dass die Alliierten örtliche Sprengungen planten. Als nach ein paar Tagen nichts geschah fuhr man wieder heim.
01.02.1945 Drei Feuerwehrmänner wurden zum Volkssturm einberufen.
12.03.1945
Die Fliegerangriffe auf Wr. Neustadt verursachten auch schwere Bombentreffer auf die Feuerwehrschule in Wiener Neustadt, sodass ab diesem Zeitpunkt kein Schulbetrieb mehr möglich war.

08.05.1945

Endlich Kriegsende!
Leider sind im 2. Weltkrieg acht Feuerwehrkameraden "für Führer und Reich" gefallen.
Folgende Männer fehlten in den Feuerwehrreihen: Karl Birnbaum, Josef Gansch, Hermann Putzenlechner, Christian Rubitzko, Josef Stöckl, Richard Stöckl, Konrad Veith und Friedrich Wieland.
Beginn der Besatzung durch Soldaten der Roten Armee!
An diesem Tag fuhr der erste russische Panzer um 18:20 Uhr in Frankenfels ein.
11.05.1945 Die Feuerwehr musste ausrücken, weil der Graben-Bauer Leopold Taschl (Lehengegend 22) "von Russen" erschossen wurde.
19.06.1945 Feuerwehreinsatz: Sowjetische Soldaten hatten einen Bauern im Weißenbachtal erschossen.
01.08.1945 Explosion bei Aufräumungsarbeiten von Wehrmachtsmunition im Höllgraben. Vier Männer getötet. Ein entstandener Waldbrand wurde von der Feuerwehr gelöscht.

Oktober 1945

Eine gebrauchte Handsirene der Marke RUVO D.R.G.M wurde der Filiale Weißenburg übergeben. Es handelt sich um eine Luftschutzsirene aus dem 2. Weltkrieg, sie war im Privatbesitz.
Somit hat das Signalhorn im Weißenbachtal für die Alarmierung zu einem Feuerwehreinsatz ausgedient.
30.11.1945 Der Österreichische Schilling wurde wieder eingeführt.
1945 Noch in diesem Jahr bzw. auch in den Folgejahren stellten sich - in alter Treue! - die vom Krieg und aus der Kriegsgefangenschaft heimkehrenden Mitglieder wieder nach und nach der Feuerwehr zur Verfügung. Während des Zweiten Weltkrieges schrumpfte die Mannschaft der Feuerwehr Frankenfels einschl. Filiale Weißenburg auf zehn Mann. Die im Jahre 1943 in Dienst gestellten fünf Feuerwehr-Helferinnen wurden mit Kriegsende automatisch aus dem Feuerwehrwesen eliminiert.
16.05.1946
Ein Waldbrand im Höllgraben wurde rasch gelöscht.
18.05.1946 Die restliche Munition im Höllgraben wurde gesprengt. Dabei entstand ein großer Waldbrand, der die Feuerwehren acht Tage beanspruchte.
18.07.1946
Ausrückung zu einem Waldbrand im hinteren Natterstal.
20.10.1946
Bei der im ganzen Ort stattfindenden Schulfeier "950 Jahre Österreich" nahm auch eine große Abordnung der FF Frankenfels teil.
Dezember 1946 Die "verlorengegangenen" Ausrüstungsgegenstände mussten wieder beschafft werden. Um die Mittel aufzubringen, begann man zu Jahresende wieder mit den Theaterproben. Diesmal unter der Regie von Pfarrer Josef Stangl und Lehrer Hans Hütthaler.

31.12.1946

Der Unterhaltungsabend der Feuerwehr im Gasthof Schafhuber war so erfolgreich, dass die beiden Theaterstücke und ein Sketch "Frankenfelser Feuerwehr" viermal (!) wiederholt werden mussten. Bei den Theaterstücken handelte es sich um den Dreiakter "Die narrischn Kittln" und um einen unbekannten Einakter. Beim Feuerwehrsketch spielte auch Pfarrer Josef Stangl als Feuerwehrmann mit. Zum Abschluß gab es einige saftige Gstanzln von Franz Gamsjäger und Franz Graßmann, beide Eisenbahner - Bahnhof Frankenfels, zu hören, bei welchen das Publikum aus ganzem Herzen mitlachte. In den Pausen sorgte die Kapelle Hölzl mit erstklassigen Musikeinlagen für beste Unterhaltung. - schrieb die St. Pöltner Zeitung vom 30. Jänner 1947, Seite 4.
08.05.1947 Die braune Uniform - wie bis 3. Jänner 1940 - wird wieder eingeführt.
07.06.1947 Eine Neugliederung des Bezirksverbandes wurde mittels Verordnung bekanntgegeben, wonach Frankenfels dem Feuerwehrabschnitt Kirchberg an der Pielach untersteht.
15.06.1947 Waldbrand in Weißenburg. Auch die Feuerwehr Kirchberg/Pielach wurde alarmiert und half kräftig mit.
17.06.1947
Wiedereröffnung der Feuerwehrschule in Wr. Neustadt. Es herrschten aber fast menschenunwürdige Bedingungen ( sehr, sehr desolates Gebäude, Einsturzgefahr ?, Schlafsäle ohne Außenmauer ! ). Aufgrund dieser Umstände wurde am 6. Mai 1949 der Lehrgangbetrieb eingestellt.
23.08.1947 Rettungseinsatz der Feuerwehr-Sanitätsstaffel bei Herrn Anton Umgeher.

14.09.1947

Mehrere Brände verursachte die Dampflok des Postzuges um zirka 11:15 Uhr. Da für Fahrleitungsarbeiten (neuer Anstrich der Leitungsmasten) der Strom in der Oberleitung abgeschaltet war, wurde dieser Zug mit einem Dampftriebfahrzeug bespannt. Es herrschte große Trockenheit. Um 11:30 Uhr erfolgte zuerst wegen eines Böschungsbrandes mit Ausbreitungsgefahr auf den angrenzenden Wald auf der "Pögner-Leit´n" in der Rosenbühelrotte, gegenüber der Grassermühle, die Alarmierung. Nach 40 Minuten wurde das Feuer zur Gänze abgelöscht. Es folgte die Meldung, dass in der Nähe des Bahnhofes Laubenbachmühle eine Holzscheune brennt. Man fuhr sofort zu diesem Brandobjekt und musste feststellen, dass der Heustadl des Herrn Johann Schagerl, Pernarotte 2, fast niedergebrannt ist. Durch den Einsatz der Motorspritze war nach 50 Minuten "Brand aus". Auch hier konnte der nahegelegene Wald gerettet werden. Der Bahnhofvorstand von Laubenbachmühle meldete noch zwei Flächenbrände. Sofort wurde zu einem Böschungsbrand in unmittelbarer Nähe des Gehöftes "Au-Bauer", Hofstadtgegend 5, gefahren. Nach dessen Ablöschung erfolgte die Brandbekämpfung der Bahnböschung in der Nähe des Bahnhofes Schwarzenbach an der Pielach. 10 Mann waren gefordert !
05.10.1947Lieferung eines Fordson WOT 2H - Umbau aus Kriegsbestand - im Zuge des UNRA-Projektes. Das Fahrzeug, Baujahr 1943, war in der Version "Pritschenwagen" (177 Zoll Länge, 78,5 Zoll Breite, 90 Zoll Höhe, 106 Zoll Radstand und einen Tank mit 104 Liter Inhalt), für 12 Personen zugelassen und mit einem V8-Benzinmotor mit 3621 cm3 und 85 PS bei 3800 Umdrehungen pro Minute ausgestattet. Diese Zuteilung ist von der NÖ Landesregierung unter Zahl LA B/5b-K-397/1 belegt. Preis 2650 Schilling. Die Lieferung erfolgte in der typischen Militärfarbe der US Army "olive drab No. 319" (helles Braunoliv). Es wurde das polizeiliche Kennzeichen N 47.396 zugeteilt. Man merkte aber sehr rasch, dass das Fahrzeug einen Benzinverbrauch von zirka 35 Liter pro 100 Kilometer hat.
Eine Umlackierung auf Rot wurde vom Kamerad Johann Dieringer in den ersten 1950er-Jahren durchgeführt.
Das Fahrzeug wurde in die Filiale Weißenburg von 1958 bis 1963 entliehen.
Dezember 1947
Oberlehrer Karl Weber übernimmt die Spielleitung (Regie) bei der Feuerwehr-Theaterspielgruppe. Es wurde während des ganzen Monats Dezember fleißig geprobt.
31.12.1947
Die Feuerwehr hält einen bunten Silvesterabend im Gasthof Schafhuber mit folgendem Programm ab:
  .) Vorführung des Theaterstücks "Die lachenden Erben"
  .) Ausgabe einer Silvesterzeitung
  .) Lottoziehung
  .) Abschließend Tanz mit der Musikkapelle Hölzl.
Wiederholung der Veranstaltung am 4. und 6. Jänner 1948.
03.01.1948 Zwei Hochwassereinsätze.
Zuerst fuhr man zur Wehranlage des Herrn Rudolf Schifflhuber, Falkensteinrotte 7. Ein herangeschwemmtes Auto hing am Mühlenwehr, bedrohte die Wehranlage und verursachte eine Überschwemmung. Nach einer einstündigen Arbeit war die Gefahr beseitigt und auch die Überschwemmung der Straße entfernt. Bei der Ankunft im Gerätehaus gab es bereits wieder Hochwasseralarm.
Unverzüglich wurde nach Laubenbachmühle zum 2. Einsatz gefahren. Bei einer Brücke in der Nähe des Bahnhofes hatte angeschwemmtes Holz eine Überschwemmung und somit eine Gefahr für die Brücke verursacht. Nach 90 Minuten war auch hier die Gefahr gebannt und keine Überschwemmung mehr.
Einsatzdaten Gesamt: 10 Mann / 13:05 Uhr bis 16:30 Uhr.
07.03.1948

Hauptmann August Enner legt wegen Krankheit sein Amt zurück. Es folgt eine Neuwahl. Ergebnis:
Hauptmann Johann Dieringer
Hauptmannstellvertreter Franz Rauchberger
Schriftführer Franz Grössbacher

02.05.1948
Florianifeier mit Heldenehrung am Kriegerdenkmal.
Frau Maria Wurzinger, Grasserrotte 6, fertigte einen schönen Kranz zum Heldengedenken an. Neben einen persönlichen Dank bekam sie auch am 20. Mai einen schriftlichen Dankesgruß.
08.05.1948
August Enner wird zum Ehrenhauptmann ernannt.
15.05.1948 Brandeinsatz im Weißenbachtal - bei der "Soller-Hütte", Tiefgrabenrotte 1. Der rasche Feuerwehreinsatz verhinderte eine Brandausbreitung.

26.05.1948

Es wurden drei Arten von Schulterspangen auf der linken Seite der braunen Dienstbluse eingeführt:
.) Mannschaft: Rotseide mit kleinem glatten Weißmetallknopf
.) Chargen: Silber-rotdurchwirkt mit glatten Weißmetallknopf
.) Schriftführer bis Landesfeuerwehrkommandant: Gold-rotdurchwirkt mit kleinem glatten
   Gelbmetallknopf
21.06.1948
Firmung in Frankenfels. Die Feuerwehr übernimmt den Ordnerdienst.
11.07.1948
Besuch des Sommerfestes der FF Rabenstein mit 11 Mann. Bei der Heimfahrt mit dem UNRA-Wagen (für 12 Personen zugelassen) wurden noch zusätzlich 6 Mann der FF Schwarzenbach an der Pielach mitgenommen. Bei einem Zwischenstopp in Kirchberg/Pielach kam beim Aussteigen der Feuerwehrkamerad Karl Stehr der Nachbarswehr zu Sturz. Der Kirchberger Gemeindearzt Dr. Alfred Hausch stellte einen Armbruch fest und schickte den Verletzten mit dem nächsten Zug ins Krankenhaus St. Pölten. Nach dem Kaffeehausbesuch erfolgte über Schwarzenbach/Pielach die Heimfahrt. In der Unfallmeldung geht auch hervor, dass die Gemeinde Frankenfels den nötigen Benzin zur Verfügung stellte.
13.07.1948
Für den geplanten Verkauf des alten Feuerwehrautos (Inbetriebnahme im Juni 1935 als Gebrauchtwagen) wurde von der St.Pöltner-Firma Trappmeier eine Wertschätzung eingeholt. Die Firma gab für den reparaturbedürftigen FIAT 2 DR einen Wert von 2300 Schilling vor.
Aus den Statistikdaten geht hervor, dass der Verkauf  zwischen 1. Oktober und 31. Dezember 1948 stattfand. Näheres (Käufer, Verkaufspreis) ist leider nicht mehr eruierbar.
10.08.1948

Erstmalig wird ein Alarmplan der FF Frankenfels erstellt:
Alarmstufe I     =   Feuerwehren Frankenfels und Kirchberg an der Pielach
Alarmstufe II    =   Feuerwehren Frankenfels, Kirchberg/Pielach und Schwarzenbach/Pielach
Alarmstufe III   =   Feuerwehren Frankenfels, Kirchberg/Pielach, Schwarzenbach/Pielach,                                                                                     Rabenstein und Puchenstuben.
Wird bestätigt - Der Bürgermeister: Unterschrift "Jof Niederer"  +  Stempel der Gemeinde
Der Hauptmann: Unterschrift "Hans Dieringer"  +  Feuerwehrstempel

11. - 12.09.1948

Sommerfest der Feuerwehr.

Am Samstag, den 11. September begann abends das Fest mit einem Kameradschaftsabend im Gasthof Pögner. Für gemütliche Musik mit Gesangseinlagen sorgte das Frankenfelser Zitherquartett. Auch Herr Abschnittsinspektor Franz Trimmel aus Kirchberg/Pielach erschien mit einigen Chargen von seiner Wehr.

Sonntag, den 12. September - Festablauf:
Musikalischer Weckruf um 6 Uhr früh mit kräftigen Klängen der Frankenfelser Blasmusik (Kapelle Hölzl) durch den ganzen Ort.
Um 09:00 Uhr versammelten sich Musik, Ehrendamen, Ehrengäste und Feuerwehr am Hauptplatz (Nähe Pfarrhof) und marschierten gemeinsam zur Feldmesse in den Schulgarten.
Die Messe, zelebriert von Herrn Pfarrer Josef Stangl, wurde von der Musik klangvoll und feierlich mit der Haydn-Messe "Hier liegt vor Deiner Majestät" umrahmt. Anschließend erfolgte die Fahrzeugsegnung des UNRA-Wagens (Marke: Fordson WOT 2H). Frau Hedwig Enner, Gattin des Bäckermeisters, fungierte als Fahrzeugpatin. Unmittelbar nach der offiziellen Indienststellung des Fahrzeuges wurde mit der neuen Patin eine Runde gefahren.
Dieser Programmpunkt wurde mit einem Platzkonzert im Gastgarten des Gasthofes Schafhuber abgerundet.
Der Festakt begann um 13:30 Uhr mit einer Kranzniederlegung für die gefallenen Feuerwehrkameraden des 1. und 2. Weltkrieges. Es folgte eine kurze Festrede, in rührender Form, des Hauptmanns Johann Dieringer und Ehrungen von sieben Feuerwehrmännern. Die Diplome des n.ö. Landesfeuerwehrverbandes überreichte Herr Abschnittsinspektor Trimmel.
Danach begann das Sommerfest im Garten des Gasthofes Schafhuber.
An diesem Tag sind folgende auswertige Feuerwehren erschienen:
Vormittag: St. Anton an der Jeßnitz und Puchenstuben
Nachmittags: Schwarzenbach/P., Loich, Kirchberg/P., Rabenstein, St. Gotthard und Texing.

Diese Festaufzeichnung wurde vom Schriftführer Franz Grössbacher erstellt und befindet sich im Feuerwehrarchiv.

23.09.1948
Rauchfangfeuer beim Haus "Untersäge" (Besitzer: Maria Freudenthaler / Pächter: Leopold Gonaus), Weißenburggegend 11. Einsatzdaten: 4 Mann, 10:45 Uhr bis 12:00 Uhr.

24.09.1948

Der Brand des Kleinhauses "Unter-Nestelgrabenhäusl", Lehengegend 27, wurde mit Hilfe der Kirchberger Feuerwehr bekämpft. Obwohl keine sehr großen Brandschäden vorhanden waren, wurde das Haus nicht mehr instand gesetzt.
25.09.1948
Brand des Dörrhäuschen beim Gehöft "Unter-Nestelgraben", Lehengegend 7. Der Besitzer Karl Fahrngruber verständigte nicht die Feuerwehr Frankenfels. Es wurde ihm später nahe gelegt, dass er hinkünftig jeden Brand zu melden hat. Das Feuer war auch von Frankenfels aus nicht zu sehen, da das Objekt am Berghang mit Blickrichtung nach Kirchberg/Pielach liegt. Da der Brand von diesem Ort aus gesehen wurde, rückte die Nachbarsfeuerwehr Kirchberg an der Pielach um 21:50 Uhr mit 10 Mann aus und bekämpfte binnen kürzester Zeit das Feuer.
23.10.1948
Ein Reisender erlitt am Bahnhof Laubenbachmühle einen plötzlichen Herztod. Die feuerwehreigene Rettungsabteilung rückte aus und konnte dem St. Pöltner leider nicht mehr helfen. Die Totenbergung (Überführung in die Friedhofskammer) übernahmen die Feuerwehr-Sanitäter.
14.11.1948
Nach einer Fahrzeugreparatur bei der Firma Franz Schnabl, Tradigist (Kirchberg a. d. P. / Rabenstein), erfolgt eine Probefahrt nach Plankenstein, bei der auch der Bürgermeister und Vizebürgermeister teilnehmen.
16.12.1948
Brandalarm bei der Filiale Weißenburg um 16:35 Uhr. Die Soller-Hütte (eine für Wohnzwecke ausgebaute Holzknechthütte), Tiefgrabenrotte 1, brennt in diesem Jahr zum 2. Mal. Diesmal wurde das Objekt gänzlich zerstört. Die Filiale Weißenburg konnte lediglich eine Brandausbreitung verhindern. Die Ortsfeuerwehr wurde nicht verständigt. Einsatzdaten der Filiale: 5 Feuerwehrmänner / Brand aus um 18:00 Uhr, danach Brandwache bis 20:00 Uhr.
31.12.1948
Die Feuerwehr veranstaltete einen Bunten Silvesterabend mit einer Theateraufführung "Simmerl auf Brautschau", ein Lustspiel in 3 Akten.
09.01.1949
Wiederholung der Feuerwehr-Theatervorstellung "Simmerl auf Brautschau". Zusätzlich wurde der Einakter "Zwinserl´s Leichengeld" aufgeführt. Am selbstgeschriebenen Plakat stand "Beginn 15h.
12.01.1949 Die Feuerwehren werden wieder offizielle Vereine - wie vor dem 2. Weltkrieg. Vom n.-ö. Landes-Feuerwehrverband erscheinen Mustersatzungen für alle Freiwilligen Feuerwehren in Niederösterreich. Diese Satzungen beinhalten insgesamt 21 einheitliche Paragraphen und werden in einem A6-Heftchen herausgegeben. Man brauchte lediglich 2-mal den Feuerwehrname (Frankenfels) und einmal den Vereinssitz "Frankenfels" eintragen.

05.02.1949

Ein Feuerwehrball wurde wieder - und zwar im Gasthaus Pögner - abgehalten. Eine Abordnung von Kirchberg an der Pielach, unter der Leitung von Bezirksfeuerwehrrat Franz Trimmel, war auch anwesend. In der St. Pöltner Wochenpost vom 18. Febr. war ein umfangreicher Bericht zu lesen. Der Reporter schrieb unter anderem: "Des öfteren konnte man die Stimme - dies ist einer meiner schönsten Bälle - hören".
06.03.1949 Bei der Jahreshauptversammlung mahnte der Abschnittsinspektor Franz Trimmel, dass die Filiale Weißenburg von derzeit 6 auf mindestens 9 Mann (Größe einer Löschgruppe) aufstocken müsste.
13.04.1949
Hochwasser am Mühlboden. Angeschwemmtes Holz bedrohte bei der Bruckmühle den Brückenpfeiler der Pielachbrücke "Bezirksstraße nach Schwarzenbach/Pielach". Das Holz konnte unter der Mithilfe einiger Straßenwärter bei sehr schwierigen Bedingungen entfernt werden. Einsatzdaten: 5 Feuerwehrmänner / 13:52 Uhr bis 18:00 Uhr.

08.05.1949

Florianifeier: Der Pfarrer sprach bei der Messe kein Wort über die Feuerwehr !
Um so mehr ist bemerkenswert, dass die St. Pöltner Wochenpost am 21. Mai auf der Seite 4 folgendes schrieb: "Bei der Florianifeier wies der Herr Pfarrer Josef Stangl im Laufe seiner Predigt auf den oft schweren, aufopferungsvollen Dienst der Feuerwehrmänner hin und lobte in anerkennenswerten Dankesworten die ständige Einsatzbereitschaft der Feuerwehr".
29.05.1949 Eine Theatergruppe aus Annaberg unter der Leitung von Franz Pfeffer gab das Stück "Die Tochter des Schmugglers" für die Feuerwehr Frankenfels zum Besten.

15.06.1949

Eine Feuerwehrdelegation spricht beim Pfarrer Josef Stangl vor, weil dieser bei der Florianimesse am 8. Mai 1949 mit keinem Wort die Feuerwehr erwähnt hat. Mehrheitlich will man deshalb bei der Fronleichnamsfeier nicht mehr ausrücken.

02.07.1949

Im Einsatzbericht vom 2. Juli 1949 wird folgendes dokumentiert:
Anruf vom Gendarmeriepostenkommandant Karl Thalhammer um 01:00 Uhr beim Feuerwehrhauptmann Hans Dieringer: "Es herrscht Hochwasser, die FF Kirchberg/Pielach ist bereits bei der Rettung einer Behelfsbrücke tätig". Daraufhin wurden weitere 5 Feuerwehrmänner mittels Boten zum Bereitschaftsdienst alarmiert. Mit dem Postenkommandant fuhr Hauptmann Dieringer per Motorrad die Straße entlang um den Wasserstand der Natters und Pielach zu erkunden. Besondere Gefahrstellen wurden keine entdeckt und daher um 02:30 Uhr, nachdem festgestellt werden konnte, daß das Wasser etwas zurückgegangen sei, der Bereitschaftsdienst aufgelöst. Einsatzdauer: 01:05 Uhr bis 02:30 Uhr.   
17.07.1949 Das erste Feuerwehrkränzchen der Filiale Weißenburg wurde in der "Taverne" abgehalten.
Sommer 1949
Man fuhr mit dem UNRA-Wagen zu den beliebten Sommerfesten der Feuerwehren nach St. Gotthard, Annaberg, Türnitz, Tradigist, usw. Da natürlich auch die Feuerwehrgattinnen und Bekannte mitfuhren, befanden sich viele Privatpersonen auf der offenen Pritsche.

13. - 16.08.1949

Täglich mehrere Einsätze infolge Hochwasser der Natters und Pielach. Der Höchststand war am 15. August. An diesem Tag stand das komplette Bauernhaus Nattershof einen Meter unter Wasser. Die Stallungen mussten geräumt werden. Auch bei einigen anderen Gehöften musste das Vieh durch die Feuerwehr gerettet werden. Die Brücke zum Gehöft "Krumbach", Markenschlagrotte 9, wurde weggerissen. Die Pielachtalstraße war von Rabenstein/Pielach bis Frankenfels unpassierbar.
Das Hochwasser begann am 9. August mit einer anhaltenden Regenperiode und einer starken Abkühlung. Da in den Bergen Schnee gefallen ist kam das Hochwasser erst am 12. August und trat an einigen Stellen über die Ufer.
In der Wetterstation Frankenfels sind folgende Daten dokumentiert:
11. August (Donnerstag): 51,6 Regengrade,
12. August (Freitag):        57,4 Regengrade und am
13. August (Samstag):     99,6 Regengrade.
1 Regengrad entspricht ein Liter auf einem Quadratmeter. Die Regenmenge 99,6 Grade bzw. Liter ist die größte, die während der 27-jährigen Beobachtungstätigkeit gemessen wurde.
Am Sonntag (14.08.) gab es nur mehr einen leichten Regen , jedoch wurde es wärmer und das Hochwasser stieg weiter. Der letzte Einsatz endete für 10 Mann am 16. August um 6 Uhr früh.

25.09.1949

Abschnittsinspektor Franz Trimmel vom Feuerwehrabschnitt Kirchberg/Pielach (zugleich Hauptmann der FF Kirchberg/Piel.) hält überraschend beim örtlichen Sägewerk Hinteregger eine Alarmübung ab. Bei dieser Großübung war auch die Freiwillige Feuerwehr Kirchberg an der Pielach dabei.
Es gab viel Lob für beide Feuerwehren.

16.10.1949

Die Gemeinde Frankenfels veranstaltete ein Erntedankfest. Den Reinertrag von Schilling 2758,04 erhielt die Freiwillige Feuerwehr Frankenfels. Ein Dankschreiben ging am 4. November an die Gemeindevertretung.

26.11.1949

Über die geplante Feuerwehr-Theateraufführung zu Silvester und eventuell an nachfolgenden Tagen wurde von der Gemeinde Frankenfels bei der Russischen Zensurstelle in Wien, Fichtegasse, das Textbuch - per eingeschriebenen Brief - vorgelegt. Die Programmprüfung erfolgte bereits am 29. November durch die zuständige Kommandantur der Sowjetarmee.
Der nächste Schritt war das Ansuchen der FF Frankenfels bei der Bezirkshauptmannschaft St. Pölten am 16. Dezember. Dies wurde unter gleichzeitiger Kenntnisnahme an den Frankenfelser Bürgermeister und an den Gendarmeriepostenkommandant Frankenfels am 22. Dezember genehmigt.
Somit gingen die Theaterproben in die Endphase.
31.12.1949 Theatervorstellung der Feuerwehr mit dem Stück "Seine Majestät, der Dickschädl".
Die Theatergruppe spielte bereits auf einem sehr, sehr hohen Niveau. Diese schauspielerische Kunst bewirkte viele Zeitungsberichte und große Zuschauerzahlen. Die Besucher kamen aus nah und fern! Man hatte einen sehr guten Ruf. Um dem Ansturm der vielen Zuseher gerecht zu werden, wurde veranlasst, auch diese Aufführung noch zweimal zu wiederholen.
22.01.1950 Nachdem bei beiden Theateraufführungen am 5. und 6. Jänner wieder der Saal überfüllt war, wurde nochmals das Theaterstück "Seine Majestät, der Dickschädl" wiederholt.
Winter 1950
Auch im Jänner und Februar 1950 fuhr man mit dem offenen UNRA-Wagen (Fordson) zu den Feuerwehrbällen in der näheren Umgebung, wobei die Personen mit Decken und Polstern verhüllt waren.

11.02.1950

Beim Feuerwehrball spielte die Ortsmusik unermüdlich nebst alten Tänzen auch die neuesten Schlager, sodass binnen kürzester Zeit eine lebhafte Stimmung aufkam. Der Ball dauerte schwungvoll bis in die Morgenstunden - um 06:30 Uhr wurde der Schlussmarsch gespielt.
08.04.1950
Josef Lechner in Gföhl verstorben. Er war bei der FF Frankenfels von Mitte 1919 bis 11. Juli 1920 Feuerwehrhauptmann und zuvor seit 6. Mai 1917 Hauptmannstellvertreter.
01.06.1950 Beschlussfassungen:
1.) Nach Intervention des Bezirksfeuerwehrkommandos St. Pölten sollen alle Mitglieder
      in die NÖ Sterbekasse einzahlen.
      Daraufhin teilen sich Feuerwehr und Gemeinde mit je 50 % die Kosten.
2.) Wer nicht zu den Übungen kommt muss fünf Schilling Strafe zahlen!
21.08.1950 Lieferung von 32 neuen Spinnenhelmen (in Leichtmetall-Ausführung), Anschaffungswert: Schilling 3032,-.
03.09.1950 Der neue Gemeindesaal (Markt 10 – heute: Musikerheime) wurde offiziell seiner Bestimmung übergeben. Über 800 (!) Eintrittskarten wurden für diese Festlichkeit verkauft. Die im Kellerraum neu errichtete Feuerwehrgaragierung mit einem nur acht Meter hohen Schlauchturm (für B-Schläuche viel zu niedrig!) erhielt ebenfalls eine Segnung.
Mit der Inbetriebnahme der neuen Sirene, welche im neuen Schlauchturm installiert war, ging das Alarmieren mittels Kirchenglocken zu Ende.
Es wurden drei Sirenensignale festgelegt:
ein kurzes Aufheulen - samstägiger Proberuf, unmittelbar nach dem Mittagsgeläute
ein langer Ton - Feuerwehreinsatz in der Gemeinde
drei lange Töne - Feuerwehreinsatz außerhalb des Gemeindegebietes.
17.09.1950 Hochwasser in Frankenfels: Straße bis 50 cm überflutet.
24.09.1950 Großübung in Winterbach. Die ausarbeitende und durchführende FF Frankenfels übte mit den Nachbarsfeuerwehren Puchenstuben und St. Anton an der Jeßnitz.
27.10.1950 Schuhmachermeister Johann Tuder verstorben. Er war Ehrenmitglied der FF Frankenfels.

24.11.1950

Eine Tragkraftspritze, Baujahr 1943, mit einer Förderleistung von 800 Liter pro Minute wurde um Schilling 5500,- angekauft. Der Motor (wassergekühlter DKW-Motor mit 28,5 PS) und auch der Pumpenaufbau von der Firma Hermann Koebe aus Luckenwalde bei Berlin waren eine besondere Einzigartigkeit - zu dieser Zeit.
Herbst 1950
Mit Zustimmung des Bürgermeisters erfolgte der Abriss des alten Feuerrequisitenhauses (1. Zeughaus) durch den Grundanrainer und Zeugwart Eduard Linzberger, Markt 45. Er bezahlte dafür Schilling 600,-
07.03.1951 Großer Besucherandrang beim Theaterabend der Feuerwehr mit dem Stück "Schrecken am Grenzweghof".

08.03.1951

Wiederholung der Feuerwehr-Theatervorführung mit dem gleichen Stück vom Vortag. Wieder ein voller Erfolg. Der Pfarrer Stangl übte Kritik und bewirkte einen Bericht in der St. Pöltner Zeitung gegen diese Theateraufführung. Seine Begründung: "Das Stück ist durchaus nicht der Fastenzeit angepasst und schon gar nicht für die Jugend geeignet".

21.04.1951

Ein Lokalaugenschein in Weißenburg durch den Landesfeuerwehrkommandant-Stellvertreter Alfred Schmid ergab den Weiterverbleib des Gerätehauses in der Weißenburggegend. Manche haben sich eine Verlegung in die Wiesrotte vorgestellt.

11.05.1951

Großflächiges Hochwasser (Natters, Pielach, Traisen und Perschling). Und wieder wurde das komplette Bauernhaus Nattershof vom Hochwasser heimgesucht. Und wieder musste das ganze Vieh in Sicherheit gebracht werden. Die Feuerwehr räumte auch zahlreiche Stallungen anderer Gehöfte.
19.08.1951
 
Festveranstaltung mit Depotsegnung des Neubaus (Mauerwerk) am gleichen Standort (in der Nähe des Gasthauses "Taverne“ - Weißenburggegend 12) der Filiale Weißenburg. Das Defizit des Festes von Schilling 1391,47 zahlte vorerst Leopold Härtensteiner (Gründer und Gruppenkommandant der Filiale) aus privater Tasche. Um die Schlagkraft der Filiale zu erhöhen, wurde die 1. Motorspritze - bis 1962 - unentgeltlich in Weißenburg stationiert. Für Übungen und Einsätze stellte ab nun Leop. Härtensteiner seinen Traktor samt Anhänger zur Verfügung. Dieser Traktor, welcher von allen "Max" genannt wurde, war ein Eigenbau des Sohnes Engelbert Härtensteiner.
28.11.1951 Ausrückung zum Großbrand des Sägewerks Krippl-Klein in der Dobersnigg (Gemeinde Loich). Brandübergriff auf die nahegelegene Elektrofirma Castelko, dessen Betriebsräume auch zerstört wurden. Die Feuerwehren bis nach St. Pölten rückten an, es waren insgesamt 130 Feuerwehrmänner vor Ort.
21.02.1952 Zum Begräbnis des verstorbenen Alt-Pfarrers Anton Christian rückten viele Kameraden aus. Geistlicher Rat Christian war seit 13. Jänner 1935 Ehrenmitglied der Wehr.
09.07.1952 Ein Mann stürzt auf dem Heimweg in den Fischbach und ertrinkt. Totenbergung durch die Feuerwehr.
05.08.1952 Josef Schafhuber verstorben. Er war von 1920 bis 1938 Feuerwehrhauptmann der FF Frankenfels.

31.12.1952





Bauernhof Brandl (Besitzer Josef Eigelsreiter), Laubenbachgegend 2, befindet sich am Silvestertag in Notlage: Leerer Brunnen, Zufahrtsstraße sehr stark vereist, 14 Rinder, 9 Schafe und 6 Schweine ohne Wasser. Sofort half die Feuerwehr. Sie legte eine 310 Meter lange Schlauchleitung von der Natters zum leeren Brunnen, baute zwei Tragkraftspritzen ein und pumpte 22.000 Liter Wasser über den Steilhang (zirka 100 Meter Höhenunterschied) zum Objekt. Zu diesem Zweck wurde die 2. Tragkraftspritze mit Pferdeschlitten von der Landesstraße den Berg hochgefahren. Beim Verlegen der Schlauchleitung und beim Transport der 2. Spritze halfen auch acht Privatpersonen. Einsatzdaten: 12 Mann / zwei Tragkraftspritzen, sowie sieben B-, vier 20 Meter lange C- und sechs 15 Meter lange C-Schläuche / der Einsatz dauerte von 08:15 Uhr bis 12:15 Uhr.
15.03.1953 Jahreshauptversammlung der Feuerwehr. Berichte: Unter anderem: Beitritt von 10 jungen Männern im Vorjahr.
25.03.1953 Sirenenalarm um 10:47 Uhr. Waldbrand in der Tiefgrabenrotte. Auch die Filiale Weißenburg und die Feuerwehren Texing, Schwarzenbach/Pielach, Loich, Kirchberg/Pielach, Rabenstein, Tradigist und Hofstetten wurden alarmiert. Zwei Holzfällern geriet ein Abbrand von Reisig außer Kontrolle. Ein Holzfäller fuhr zum Gendarmerieposten Frankenfels und schlug Alarm. Der zweite Holzfäller begann mit Zivilpersonen mit der Brandbekämpfung. Beim Eintreffen der Feuerwehr brannte bereits zirka 5 Hektar Bodenstreu im jungen Laubwald und zirka ein Hektar Gras und Laub der angrenzenden Wiese. Sofort wurde klar, dass bei dieser rasend schnellen Brandausbreitung der Einsatz von Kraftspritzen infolge der großen Entfernung zur nächsten Wasserentnahmestelle nicht zweckmäßig ist. Die Frankenfelser, Weißenbachler, Texinger, Loicher und Kirchberger Feuerwehrmänner begannen daher mittels Hauen, Krampen und Schaufeln mit dem Aufgraben der Erde rund um den brennenden Wald und der Wiesenfläche. So gelang es, dass um 12:45 Uhr der Brand eingedämmt und um 13:30 Uhr der Flächenbrand gänzlich zu Ende war. Sofort wurde bis 24:00 eine Brandwache eingerichtet (6 Mann der FF Texing bis 17:00 Uhr und anschließend 5 Mann der FF Frankenfels). Die übrigen Feuerwehren waren zwar vor Ort, kamen aber nicht mehr zum Einsatz. Leitung des Einsatzes: Anfangs Oberlöschmeister Leo Hinteregger, später Hauptmann Franz Grössbacher gemeinsam mit Abschnittskommandant Franz Trimmel (zugleich Hauptmann der FF Kirchberg/Pielach). Einsatzdaten Gesamt: 69 Feuerwehrmänner / 100 Einsatzstunden (davon FF Frankenfels einschl. Filiale Weißenburg: 14 Mann / 50 Stunden).
Der Grundbesitzer Johann Grubner, wohnhaft in Loich, Schroffengegend 15, bedankte sich für das rasche Eingreifen der Feuerwehren.
05.04.1953
Der Hauptmann ordnete an, dass die Helme und Overalls vom Gerätehaus, wegen der hohen Feuchtigkeit, mit nach Hause genommen werden sollen.
23.05.1953 Hochwassereinsatz in Frankenfels, er dauerte zehn Stunden.
31.07.1953 Die Filiale Weißenburg erreicht die Größe einer Löschgruppe, es wird eine Gruppeneinteilung - mit Foto - vorgenommen. Gruppenkommandant ist ab nun der bisherige Requisitenmeister Leopold Härtensteiner.

15.08.1953


Beim gut besuchten Gartenfest wurde das 70-jährige Bestandsjubiläum gefeiert. Den Auftakt bildete eine Feldmesse im Schulhof, danach begaben sich alle zum Kriegerdenkmal, wo eine Ehrung der gefallenen Kameraden und anschließend eine Schauübung mit zwei Motorspritzen stattfand. Ein Festzug bildete den Abschluss. Die St. Pöltner Zeitung berichtete am 03.09.1953 darüber.

28.02.1954


Feuerwehrkamerad Engelbert Härtensteiner, Sohn des Filialgründers Leopold Härtensteiner, ist bei einem tragischen, unverschuldeten Verkehrsunfall in Spratzern tödlich verunglückt. Der 21-jährige Feuerwehrmann war bei der Filiale Weißenburg sehr aktiv. Beim Begräbnis am 4. März nahmen sehr viele Feuerwehrkameraden aus nah und fern teil.
02.03.1954 Brand im Sägewerk Gabauer/Rauchberger ("Laubenbachmühle"), Laubenbachgegend 3. Beim Eintreffen der Feuerwehr mussten nur mehr kleinere Brandherde bekämpft werden, da das Feuer durch das Eingreifen der Hausleute bereits lokalisiert werden konnte. Einsatzdaten: 14 Mann / 25 Gesamtstunden. Ursache: Ein Dieselmotor hatte schadhafte Auspuffdichtungen. 
Die Zeitung "St. Pöltner Nachrichten" berichtete am 14. März darüber.
13.06.1954 Erfolgreiche Teilnahme am Landefeuerwehrleistungsbewerb in Bronze in Stockerau. Ausbildungsleiter der "Gruppe Frankenfels“ war Leo Hinteregger.

23.06.1954


Ein großer Felsblock stürzte zwischen Boding und Laubenbachmühle auf das Gleis der Mariazellerbahn. Durch eine rasche Verständigung gab es keine Zuggefährdung. Die Feuerwehr half bei den Aufräumungsarbeiten mit. Mehrstündige Sperre der Bahn war die Folge.
18.08.1954
Ein Wiesenbrand auf der Pögner-Leit´n konnte rasch gelöscht werden. Man vermutete, dass Funkenflug einer Dampflok der Ö.B.B. die Ursache war.
26.11.1954 Mord an einem Holzhändler in Laubenbachmühle. Totenbergung - wie so oft - durch die Feuerwehr.

31.12.1954


Statistik 1954:
2 Brände, 2 Technische Einsätze und 1mal Hochwasser (mehrere Objekte)
16 Übungen
Mit Jahresende 45 Feuerwehrmänner und 250 unterstützende Mitglieder.
08.05.1955 Florianifeier der Feuerwehr. Die St. Pöltner Zeitung berichtete am 12. Mai darüber.
21.10.1955

Von der Firma ST. & A. HOPFERWIESER aus Amstetten wurde ein Kettenkrad um Schilling 3000,- angekauft.
Einige technische Daten über das Spezial-Geländefahrzeug:
Hersteller: NSU
Genaue Bezeichnung: Kleines Kettenkraftrad Typ HK 101
Motor: Vierzylinder-OHV-Reihenmotor, wassergekühlt, aus der PKW-Produktion Opel Olympia, 36 PS bei 3400 Umdrehungen pro Minute, 1488cm3
Der Antriebsmotor befindet sich in der Mitte des Fahrzeuges. Das Getriebe ist in Fahrtrichtung vor dem Motor und der Kühler hinter dem Motor (unter der Rücksitzbank) angeordnet.
Getriebe: 3 vorwärts / 1 rückwärts x 2-Gang-Getriebe
Lenkung: Kleine Lenkeinschläge (bis zirka 8 Grad) erfolgt mit Hilfe der Parallelogrammgabel (auch Trapezgabel genannt) und des Vorderrades. Bei größeren Lenkeinschlägen tritt eine Lenkbremse der kurveninneren Kette in Funktion. Der kleinste Wendekreisdurchmesser beträgt zirka vier Meter (bezogen auf die Fahrzeugmitte). Im schweren Gelände kann man bei langsamer Geschwindigkeit auch ohne Vorderrad fahren.
Eigengewicht: 1250 kg   /   Zulässiges Gesamtgewicht: 1560 kg
Länge: 3000 mm   /   Breite: 1000 mm   /   Höhe: 1200 mm
Höchstgeschwindigkeit: 70 km/h
Tankinhalt: 2 x 21 Liter
Kraftstoffverbrauch: 16 bis 22 Liter pro 100 Kilometer - im Gelände auch mehr!
Der Fahrersitz ist ein Motorradsattel und befindet sich vor dem Motor über dem Getriebe.
Hinter dem Motor befindet sich eine Sitzbank in entgegengesetzter Fahrtrichtung für zwei Personen.
In der Rechnung wird ein Vorbesitzer "Fritz Schwarz, Transportunternehmer in Hollenstein an der Ybbs" genannt.

31.12.1955
Statistik 1955: 5 Einsätze (27 Mann / 123 Stunden), davon 1 Krankentransport sowie 26 Übungen (301 Mann / 541 Stunden).
11.03.1956 Bei der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr wurde das Kettenkrad als Supergerät dargestellt. "Jetzt sei es möglich, selbst die abgelegensten Gebiete schnell zu erreichen" schrieb die St. Pöltner Zeitung.
Frühjahr 1956 Einen Kettenkradanhänger baute unser Schlossermeister Johann Dieringer. Er verlangte dafür 3500 Schilling.
17.05.1956 Eine Kleintragkraftspritze R 10 (auch "Kleiner Florian" genannt) wurde von der Firma Konrad Rosenbauer aus Linz an der Donau um Schilling 7160,- angekauft. Antrieb: Rotax-Motor (Gemisch).
Die neue Spritze wird samt zugehöriger Gerätschaft am neuen Kettenkradanhänger aufgebockt.
12.07.1956 Die Pielachtalstraße, welche zur Zeit eine Landesstraße ist, bekommt die neue Bezeichnung "L 102".

Juli 1956


"Durch Hochwasser befindet sich die Feuerwehr Frankenfels in dauerndem Einsatz, da der Regen anhielt und das Wasser weiterhin im Steigen begriffen war" schrieb "St. Pöltner Nachrichten" am 5. August auf der Seite 3.
19.08.1956 Feuerwehrfest mit Segnung des Kettenkrads mit Anhänger und der Kleintragkraftspritze. Auch für die beiden Feuerwehrpatinnen Frau Elsa Empacher, Gattin des Gemeindearztes, für das Kettenkrad samt Anhänger und Frau Leopoldine Weidinger, Gastwirtin in der "Taverne am Steg" (vormals Gasthof Schafhuber), für die Kleintragkraftspritze, war es ein großer Tag.
Die St. Pöltner Zeitung vom 23. August schrieb auf der Seite 6, dass dieses Gespann für unsere Gebirgsgegend zweckmäßig erscheint und es dürfte das einzige Kettenkrad bei einer nö. Feuerwehr sein. Jedoch in der Verbandszeitung "Mitteilungen des niederösterreichischen Landesfeuerwehrverbandes - Ausgabe November 1949" geht hervor, dass die FF Opponitz die erste Feuerwehr mit einem Kettenkrad in Niederösterreich ist.
Oktober 1956 Arbeitsunfall: Ein Bauernsohn kam mit der linken Hand in die Breitdreschmaschine und erlitt eine offene Fraktur des Armes mit Muskelquetschung. Unsere Rettungsabteilung kam zum Einsatz.
03.11.1956 Familienabend der Feuerwehr mit Ehrungen. Die St. Pöltner Zeitung berichtete in ihrer Ausgabe vom 8. November.

16.02.1957


Feuerwehrball im Gasthaus Weidinger. "Wie weit der Ruf der Frankenfelser Gemütlichkeit gedrungen ist, beweist der Zustrom zahlreicher Gäste von auswärts" schrieb die St. Pöltner Zeitung am 21. Febr. auf der Seite 7.
17.03.1957 Jahreshauptversammlung der Feuerwehr in der Bahnhofsrestauration. St. Pöltner Zeitung, 21. März.
31.05.1957 Der Gemeinderat ernennt den Feuerwehrmann Rudolf Neubauer sen. (geb. 13.03.1891) zum Ehrenbürger der Gemeinde Frankenfels. Er war auch als Sanitäter und Hornist sehr aktiv.

02.06.1957

Der Feuerwehrabschnitt Kirchberg an der Pielach wird wieder ein selbständiger Bezirksverband. Der bisherige Abschnittsinspektor Franz Trimmel, Hauptmann der FF Kirchberg/Pielach wurde Bezirksfeuerwehrkommandant.
Unser Hauptmann Franz Grössbacher wird Bezirksfeuerwehrrat mit Stimme im Verband Kirchberg/Pielach. Er trägt ab nun einen zinnoberroten Blusenaufschlag aus Tuch mit Silberbrokatfeld und einer goldgestickten Rosette. Er führte dieses Amt bis 31.12.1969 aus.
02.06.1957 Anlässlich der Neugründung des Bezirksverbandes wurde am Nachmittag eine Großübung in Kirchberg/P., am Fronberg, abgehalten, an der auch die Feuerwehr Frankenfels teilnahm.
05.07.1957 Engelbert Hölzl verstorben. Er war von 1920 bis 1938 Hauptmannstellvertreter der FF Frankenfels.
23.07.1957 Natters und Pielach führen großes Hochwasser. Mehrere Häuser wurden bis zu 1,80 Meter überschwemmt. Die Einsätze dauerten bis in die Nachmittagsstunden des Folgetages.
18.08.1957 Marktwappenverleihung durch die NÖ Landesregierung. Ab sofort dürfen alle Feuerwehrfahrzeuge dieses Wappen tragen. Auch beim Schriftverkehr, auf Plakaten, usw. ist es erlaubt, dieses Erkennungsmerkmal der Gemeinde zu verwenden.
23.09.1957 Tödlicher Arbeitsunfall beim Sägewerk Hinteregger - Rosenbühelrotte 13. Die Feuerwehr rückte aus. Ein Arbeiter gerät in den Starkstromkreis - schrieb die St. Pöltner Zeitung am 26. Sept. auf Seite 7.
20.10.1957
Feierliche Eröffnung der NÖ Landes-Feuerwehrschule (LFS) in Tulln an der Donau, Albrechtgasse 36 (später: Nußallee 14).
Herbst 1957 Es wurde mit einem Umbau beim Gerätehaus in Weißenburg begonnen.
10.12.1957 Die Filiale Weißenburg erreicht die Größe eines Löschzuges. Leopold Härtensteiner wird Zugskommandant.
12.01.1958 Die Feuerwehren Frankenfels und Kirchberg/P. rückten zu einem Brand am Strohdach der Scheune des Gehöftes "Griesauer" ("Hinter-Höhenberg" / "Hinter-Hehenberg""), Falkensteinrotte 6 aus.

07.03.1958

Schweres Zugsunglück auf der Mariazellerbahn. Der Zug 4523 (letzter Personenzug an diesem Tag) entgleist zwischen der Haltestelle Schwerbach und dem Bahnhof Loich, im Bahnkilometer 34,5 "Winkel-Bogen" (in der Schloßgegend der Nachbarsgemeinde Kirchberg an der Pielach). Die Lokomotive stürzte hinunter und blieb in Schräglage mit den Rädern nach oben auf der Gleisböschung liegen, die Waggons entgleisten und fielen zum Glück nicht vom Bahnkörper, die Reisenden und der Lokführer blieben unverletzt, der Oberbau wurde auf einer Länge von sechzig Meter zur Gänze zerstört. Da man sofort annahm, dass es Verletzte geben könnte, wurden mehrere Feuerwehren - auch Frankenfels - alarmiert. Bei der Ankunft am Einsatzort wurde Entwarnung gegeben und es erfolgte die Einrückung.
März 1958 Die Jahreshauptversammlung der Feuerwehr wurde Anfang März abgehalten - St. Pöltner Zeitung vom 13.3.
10.07.1958 Inbetriebnahme eines Land Rover´s mit Anhänger als Kleinlöschfahrzeug. Er war der 1. geförderte Land Rover in Niederösterreich. Unter den Frontscheinwerfern ist eine Seilspillwinde mit einer Zugkraft von 2500 Englischen Pfund (1134 kg), vorwiegend zur Selbsthilfe, angebaut. Bemerkenswert ist, dass zwar der Tragkraftspritzenanhänger von der Firma Rosenbauer das für die Feuerwehr übliche RAL 3000 - Feuerrot trägt, jedoch der Land Rover, welcher direkt von England geliefert wurde, mit dem typischen englischen "fire red - Anstrich" versehen ist. Diese Farbe entspricht in etwa dem RAL 3016 - Korallenrot. Beide Fahrzeuge haben heute noch diese Originalfarbe und sind als Museumsstücke zu bewundern.

13.07.1958

Bezirksfeuerwehrtag in Frankenfels anlässlich "75 Jahre FF Frankenfels". Nach der Defilierung wurde den hohen Feuerwehrfunktionären eine Schauübung mit dem Thema "Bekämpfung eines Benzinbrandes" vorgeführt. Die St. Pöltner Zeitung berichtete umfangreich am 24. Juli auf Seite 7.
04.08.1958 Brand im Sägewerk Rauchberger ("Laubenbachmühle" - heute "Gabauer") in Laubenbachgegend 3. Als Ursache wird ein Schaden in der Lichtmaschine genannt. Bericht in der St. Pöltner Zeitung am 7. August.

01.09.1958


Bei der Ausgangsuniform ("Die Braune") wird der offene Kragen mit weißem Hemd und schwarzer Krawatte eingeführt. Alle Knöpfe sind bei diesem Uniformstück ab nun sichtbar. Auch der Verschluss des Leibriemens (bisher auch "Koppel" genannt) wird von der Zweidorn-Rollenschnalle auf die Zweidorn-Vierkantschnalle abgeändert. Alte "hochgeschlossene" Uniformblusen dürfen ausgetragen werden.
13.09.1958 Die feuerwehreigene Rettungsabteilung rückte zu einem verletzten Motorradfahrer aus. Bei einem unbeleuchteten Viehtrieb stieß er in den Abendstunden mit einem Jungtier zusammen.

21.10.1958

Holzhütte und Stall beim Bichler-Bäck ("Steinschallmühle"), Hofstadtgegend 2 - bei Regen - abgebrannt. Auch die Nachbarsfeuerwehr Kirchberg an der Pielach wurde alarmiert, rückte aus und kehrte am Anmarschweg um, weil sie nicht mehr benötigt wurde.
06.02.1959
Das Kettenkrad wurde an den Forstbetrieb der St. Pöltner Papierfabrik Salzer in Mariazell, Wienerstraße 21, um Schilling 3000,- verkauft.

27.02.1959

Ausrückung zum Brand beim Sägewerk Hinteregger ("Neumühle" - Rosenbühelrotte 13).
Sofort erfolgte ein Anruf nach Kirchberg an der Pielach, die Feuerwehr gab Brandalarm und eilte nach Frankenfels. Dadurch konnte das Schadensereignis relativ rasch unter Kontrolle gebracht werden.
15.03.1959 Jahreshauptversammlung der Feuerwehr. Es gab viele Dankesworte vom Bürgermeister.
01.04.1959 Die Pielachtal-Landesstraße wird eine Bundesstraße ohne Vorrang und heißt ab nun "B 231".
21.06.1959 Erstmaliger Antritt beim Landes-Feuerwehrleistungsabzeichen in Silber in Herzogenburg. Die Gruppe war erfolgreich und wurde in Frankenfels freudig empfangen.
05.07.1959 Beim Feuerwehrfest wurde der neue Land Rover gesegnet.

21.07.1959

Verheerende Hochwasserkatastrophe im ganzen Gemeindegebiet. Das Wasser stieg bis 12:45 Uhr. Der Wasserstand war um diese Zeit zirka 2,50 Meter über den Normalstand. Die Pielachtalstraße war an mehreren Stellen bis zu einem Meter überflutet, der Ort Frankenfels von der Umwelt abgeschnitten. Umfangreiche Einsätze brachten alle Feuerwehren im Pielachtal an die Belastungsgrenze. Die Frankenfelser und Weißenbachler Feuerwehrkameraden machten stundenlang Sicherungs- und Evakuierungsarbeiten. In der Weißenburggegend 14 ("HaarstubenHäusl") gelang den Feuerwehrmännern Rudolf Gira, sen. und Rudolf Gira, jun., beide von der Filiale Weißenburg, Herrn Bernhard Zöberer vor den Fluten zu retten. Daraufhin wurde beiden vom Landeshauptmann Ök.-Rat Johann Steinböck die Lebensrettermedaille verliehen.
10.10.1959 Selbstmord eines Familienvaters (mit Ehegattin und 2 Kindern), in der Lehengegend, durch Erhängen. Totenbergung durch die Feuerwehr.

13.10.1959


Änderung bei den Schulterspangen:
.) Mannschaft: Rotseide mit kleinem gekörnten Weißmetallknopf
.) Chargen: Silbergewirkt mit kleinem gekörnten Weißmetallknopf
.) Schriftführer bis Landesfeuerwehrkommandant: Goldgewirkt mit kleinem gekörnten Gelbmetallknopf
24.10.1959 Selbstmord (aus Verzweiflung) jener Frau, welche seit 10.10.1959 verwitwet ist, durch Erhängen. Wieder ein Feuerwehreinsatz.
November 1959 Der Feuerwehr - Land Rover wurde mit einem Schneepflug ausgerüstet. Es handelte sich um einen Seitenpflug, welcher händisch zu bedienen war. Dieser Bediener saß ungesichert am Kotflügel und konnte nur die Höhe verstellen. Die Schneeräumung war in den ersten Wintern auf den Marktbereich beschränkt, später wurde im ganzen Gemeindegebiet die Schneebeseitigung vorgenommen.
14.05.1960 Rudolf Swatek erwirbt als erster Frankenfelser das Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold.
25.05.1960 Beim Bezirksfeuerwehrtag in Kirchberg an der Pielach gab es am Schluss eine beeindruckende Fahrzeug-Defilierung von zehn Feuerwehren. Die FF Frankenfels fuhr - mit vollem Stolz - mit dem Land Rover vor.

09.10.1960

Beim Sägewerk Hinteregger (Rosenbühelrotte 13) brennt es zum 3. Mal. Bei diesem Großbrand standen insgesamt 65 Mann bis 10.10. in der Früh im Einsatz. Neben der Ortsfeuerwehr, einschl. der Filiale Weißenburg, sind auch die Feuerwehren Kirchberg/Piel. und Schwarzenbach/Piel. angerückt.
16.10.1960 Haus und Wirtschaftsgebäude "Seidl" in der Seerotte der Nachbarsgemeinde Schwarzenbach an der Pielach stehen in Flammen. Von der Frankenfelser Feuerwehr waren 13 Kameraden im Einsatz.
12.11.1960 Kameradschaftsabend der Feuerwehr. Ein sehr lobender Bericht war in der St. Pöltner Zeitung zu lesen.

05.12.1960

Wieder eine Löschhilfe außer Ort - und wieder nach Schwarzenbach an der Pielach. Es handelte sich diesmal um einen Zimmerbrand in der Staudachgegend (Besitz: Firma Harlander Zwirnfabrik, St. Pölten). 21 Mann rückten aus.

21.01.1961

Feuerwehrball im Gasthaus Weidinger. Eine neuerrichtete Rutschbahn (auch "Rutschn" genannt) von der Ballveranstaltung im ersten Stock - über das Außenfenster ins Freie und durch die Außentür des Extrazimmers hinein in die eingerichtete Bar im Erdgeschoß - sorgte für eine besondere Belustigung.
31.01.1961 Ein Eisstoß ließ die Natters über die Ufern treten. Die Gefährdung des Hauses Markt 12 (Zeiner Häusl - "Alte Badstube") konnte die Feuerwehr beseitigen.
Februar 1961 Die Übersiedlung vom feuchten Kellerraum des Gemeindesaales (Markt 10) ins neue Feuerwehrhaus (Markt 65) wurde in der ersten Februarhälfte mit viel Freude vollzogen. Der Neubau begann im Jahre 1959. Im Erdgeschoß wurde die Feuerwehr (zwei große Garagen für drei Fahrzeuge, einen Schlauchturm mit einem händisch bedienbaren Schlauchaufzug, ein kleines Maschinistenkammerl, eine Monturkammer und ein Nebenraum) und einer Gendarmeriewohnung, im ersten Stock die Landwirtschaftliche Fortbildungsschule (für den Schulsprengel Frankenfels und Schwarzenbach an der Pielach) und eine Tierarztwohnung und im Dachgeschoß eine Wohnung für einen Feuerwehrmann und weiters zwei Privatwohnungen untergebracht.
Leider musste noch im selben Jahr die Monturkammer der FF - über Gemeinderatsbeschluss - an die angrenzende Gendarmeriewohnung, zur Vergrößerung dieser Wohnungseinheit, abgetreten werden.
17.02.1961 Ende der feuerwehreigenen Rettungsabteilung (bestehend seit 30.05.1928).
An diesem Tag wurde die ASBÖ-Rettungsstelle Frankenfels - unter Obmann Franz Mairhofer - gegründet.
26.02.1961 Bei der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr wurden u.a. die besonderen Leistungen beim Brand "Sägewerk Hinteregger" hervorgehoben - schrieb die St. Pöltner Zeitung am 6. März auf der Seite 13.
01.05.1961 Hochwasser in der Boding. Sperre der Bundesstraße 231, auch eine Brücke war gefährdet. Die Häuser Laubenbachgegend 1 ("Kohlangerhäusl"), Markenschlagrotte 8 ("Vorder-Hofstadt-Häusl") und Übergangrotte 20 ("Aigelsreiter") waren zum Teil unter Wasser. Die Feuerwehr rückte um 07:45 Uhr mit 14 Mann aus und konnte den Betroffenen helfen.
16.05.1961 Über das Ansuchen des ASBÖ Frankenfels um Einstellung eines Krankenwagens im neuerrichteten Feuerwehrgerätehaus entbrannte eine heftige Debatte, vorwiegend zwischen ÖVP und SPÖ.
August 1961 Infolge "arger Trockenheit" versorgte die Feuerwehr einige Bauernhöfe mit Wasser (Wasserentnahme aus Bach, sehr lange Schlauchleitung, Einbau ein bis zwei Tragkraftspritzen).
20.08.1961 Offizielle Eröffnung des neuen Gemeindehauses - Markt 65 "Feuerwehrhaus".
09.09.1961 "Zirka um 20:10 Uhr geht eine Feuerröte über dem Falkenstein auf" ist in der Chronik der Volksschule Frankenfels zu lesen. Der Hof Groß-Gstetten ("Mühlbacher-Krickl" - Gstettengegend 2) auf den Mühlboden ist bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Auch einige Nachbarsfeuerwehren waren vor Ort und halfen kräftig mit. Das Vieh konnte gerettet werden, das eigene Sägewerk und zwei benachbarte Bauernhäuser waren in Gefahr. Dieser Großeinsatz dauerte bis 11.09., 17:10 Uhr! Als Ursache wurde eine platzende Glühbirne ermittelt.
Herbst 1961 Der Umbau des Gerätehauses in Weißenburg konnte endlich abgeschlossen werden. Als wesentliche Veränderungen sind die Versetzung des Schlauchturms auf die Rückseite und die Strominstallation erwähnenswert.
25.11.1961 Beim Kameradschaftsabend der Feuerwehr wurde der vorbildliche Ausbildungsstand gelobt - stand in der St. Pöltner Zeitung, in ihrer Ausgabe vom 6. Dezember auf der Seite 8.
01.01.1962 Bergung eines Toten aus dem Nattersbach.
Jänner 1962 Für Weißenburg wurde eine Tragkraftspritze (Type RW 80) beschafft. Es war ein gebrauchtes, aber generalüberholtes Gerät von der Firma Rosenbauer aus Linz an der Donau um Schilling 6500,-
28.01.1962 Die Jahreshauptversammlung der Feuerwehr habe "im Zeichen der Einmütigkeit" gestanden - schrieb die St. Pöltner Zeitung am 7. Februar, Seite 9.
03.02.1962 Der Rechtsanwalt Dr. Kurt Pilger wurde mit dem Feuerwehr - Land Rover zu einem verschneiten Bergbauernhof transportiert. Der schlechte Weg hatte starke Verwehungen und Vereisungen.
05.02.1962 Ein Gerichtsbeamter wurde ebenfalls zu diesem Bauernhof befördert.
26.03.1962 Von der Firma Rosenbauer aus Linz an der Donau wurde für Frankenfels eine neue Tragkraftspritze der Marke Automatic 75 VW angekauft.
10.04.1962 Ein Bauernsohn gelangt mit der rechten Hand in die Messer der Futterschneidmaschine, wobei ihm alle Finger weggeschnitten wurden. ASBÖ und Feuerwehr wurden alarmiert.
15.04.1962 Und wieder ein Arbeitsunfall: Ein Landarbeiter schneidet sich mit der Motorsäge in den rechten Fuß.
Und wieder wurden ASBÖ und Feuerwehr gerufen.
16.04.1962 Wiesenbrand in der Nähe des Bauernhofes Leiten (Hofstadtgegend 10).
22.04.1962 Waldbrand am Ostersonntag "beim Goaßreider" (Pernarotte 2) in der Laubenbachmühle. Der Land Rover leistete durch seine Geländegängigkeit wertvolle Dienste. Die Brandursachenermittlung durch die Gendarmerie ergab: Unachtsamkeit von Sommergästen mit einer brennenden Zigarette war die Schuld.
22.05.1962 Beim Sägewerk Hinteregger (Rosenbühelrotte 13) brannte ein 100 PS - starker Elektromotor.
08.07.1962 Feuerwehrfest in Frankenfels. Um 6 Uhr weckten frohe Marschklänge der Trachtenkapelle die Bewohner des Ortes. Um 09:00 Uhr fand vor dem Kriegerdenkmal eine Feldmesse statt. Während dieser Messe, verbunden mit der Segnung der neuen VW-Motorspritze, weist der Pfarrer Stangl auf die Notwendigkeit der Feuerwehr hin und betonte insbesondere, dass es wünschenswert wäre, wenn alle geeigneten Männer Feuerwehrmitglieder würden. Außer Abordnungen der Feuerwehren Schwarzenbach/P., Loich, Kirchberg/P., Tradigist, Rabenstein/P., Hofstetten, Texing, Kilb und Schrambach waren zum Fest erschienen: Ehrenlandeskommandantstellvertr. Schmid, vom Bezirk St.Pölten Bezirkskommandant Snor, vom Bezirk Kirchberg/P. Bezirkskommandant Lampel, Bezirkskommandantstellvertr. Kramer, Ehrenbezirkskommandantstellvertr. Strasser und Bezirksfeuerwehrrat Schönig, Bürgermeister Fahrnberger, die Gemeindevertretung, die Feuerwehrpatinnen, die Ehrenmitglieder, Gendarmerie und Lehrerschaft. Am Nachmittag sprachen zu den Versammelten: Kommandant Bezirksfeuerwehrrat Grössbacher, Bürgermeister Fahrnberger und Bezirkskommandant Lampel. Den Ansprachen folgte ein Festmarsch sowie eine Schauübung (Angriffsübung) mit der neuen Tragkraftspritze, der sich ein Gartenfest im Gastgarten Weidinger anschloss. Umfangreicher Bericht in der St. Pöltner Zeitung am 18. Juli, Seite 9.
22.07.1962 Der Gendarmerieposten beauftragte die Feuerwehr eine Straßensperre der B 231 infolge Hochwasserschäden zu errichten.
08.09.1962 Der Gemeinderat beschließt die Errichtung von sechs Schaukästen im Ortszentrum - an der Außenwand des Geräteschuppens der Landwirtschaft Pögner. Sie stehen der ÖVP (zwei Stück), SPÖ (auch 2 Kästen) und zwei Vereinen (jeweils ein Schaukasten) zur Verfügung. Die Feuerwehr geht leer aus!
24.11.1962 Neueinführung: Gemeinschaftsabend der Feuerwehr. Einmal im Jahr sollen auch die Frauen die Möglichkeit haben, an einer Feuerwehrversammlung teilnehmen zu können.
28.12.1962 LKW-Bergung in der Boding (Markenschlagrotte). Die schwierige Bergung des 4 t - LKW der Firma ÖROP dauerte viereinhalb Stunden.
05.05.1963 1. Florianikränzchen in Weißenburg. Am Nachmittag trafen sich Feuerwehrabordnungen des Bezirksverbandes Kirchberg an der Pielach in der "Taverne" (Gasthaus Enne). Unmittelbar neben dem Eingang wurde auch ein Maibaumsteigen organisiert. Diese Veranstaltung lag in den Händen der Filiale Weißenburg und war sehr gut besucht. Die St. Pöltner Zeitung berichtete ausführlich in ihrer Ausgabe vom 15. Mai auf der Seite 9.
05.06.1963 Gebäudebrand im Karntal in der Nachbarsgemeinde Schwarzenbach an der Pielach. Die beiden Feuerwehren konnten das Haus (Besitz: Gutsverwaltung Isbary) nicht mehr retten und beschränkten sich erfolgreich auf den Schutz der beiden Nachbarsgebäude.
09.06.1963 Motorradunfall auf der Bundesstraße, Höhe Ruine Weißenburg. Zwei Verletzte am Straßenrand und das Motorrad lag in der Pielach, es befand sich 1,5 Meter unter Wasser! Die schwierige Bergung wurde mit Rettungsleinen vorgenommen.
14.07.1963 Das 80-jährige Gründungsfest, verbunden mit dem Bezirksfeuerwehrtag, wurde umfangreich gefeiert. Am Vortag (13. Juli) gab es einen Fackelzug durch den Ort und danach einen Festabend im Gasthaus Steiner. Festprogramm am Sonntag: Empfang, Festgottesdienst (der Pfarrer wies in der Predigt auf die Notwendigkeit der Feuerwehr hin und würdigte die Verdienste), Totenehrung, Festversammlung (Ehrungen und Ansprachen) im Gasthaus Weidinger, Bezirksfeuerwehrtag, Gartenfest.
13.10.1963 Schwerer Verkehrsunfall um 01:35 Uhr auf der Bundesstraße 231 am "Angelbach-Kogel". Drei Tote, ein Schwerstverletzter und zwei total zertrümmerte Motorräder!
Tätigkeiten der Feuerwehr, welche erst um 02:35 Uhr alarmiert wurde: Absperren, Bewachen der Toten bis zum Eintreffen der Gerichtskommission, Abbeförderung der Leichen in die Totenkammer, Wegschaffen der Motorräder und Straßenreinigung von Blut, Scherben u.dgl. Der Einsatz dauerte bis 11:28 Uhr.
27.10.1963 Erstes eigenes Feuerwehrfahrzeug in Weißenburg. Es war ein gebrauchter VW-Bus um Schilling 19.000,-
27.10.1963
Der reparaturanfällige und benzinfressende UNRA-Wagen (Fordson) wurde ausgeschieden. Verkauf an Herrn Josef Spendlhofer, Gastwirt in Gattmannsdorf der Marktgemeinde Ober-Grafendorf, um 2800,- Schilling.
18.01.1964 Feuerwehrball im Gasthaus Weidinger. Die St. Pöltner Zeitung berichtete am 29. Jänner, dass sich das Ballkomitee sehr freute, weil diesmal auch die Bauernschaft von Frankenfels gut vertreten war.

08.03.1964

Suchaktion eines 25-jährigen Hilfsarbeiters im Weißenbachtal - vorwiegend in der Wiesrotte. Diese dauerte von 08:53 bis 18:10 Uhr und wurde am Folgetag um 08:05 Uhr fortgesetzt. Um 16:15 Uhr wurde die Leiche zirka 2,5 km vom Wohnhaus entfernt in einem Gestrüpp gefunden. Es war Selbstmord durch Kopfschuss. Die Totenbergung konnte von der Feuerwehr erst am 10. März mittels Schlitten durchgeführt werden. Erschwerend war die ausgiebige Neuschneemenge und das unwegsame Gelände.
05.04.1964 August Enner verstorben. Er war von 1943 bis 1948 Hauptmann und zuvor seit 30. Oktober 1938 Hauptmannstellvertreter der FF Frankenfels.

09.08.1964

Man feierte - mit einem Jahr Verspätung - das 25-jährige Bestandsjubiläum der Filiale Weißenburg. Dabei wurde der VW-Bus in Frankenfels, vor dem Kriegerdenkmal, gesegnet. Anschließend gab es ein Feuerwehrkränzchen im Gasthaus Enne (Taverne). Am Vortag wurde ein Heuriger in der neuerrichteten Garage von Josef Härtensteiner, Weißenburggegend 2, abgehalten. Umfangreicher Bericht in der St. Pöltner Zeitung.
16.09.1964 Selbstmord eines 67-jährigen Landwirts durch Erhängen.
Auftrag des Gemeindearztes: Leichentransport in die Totenkammer durch die Feuerwehr.
31.12.1964 27 Einsätze mit insgesamt 456 Einsatzstunden gab es im Jahr 1964.
25.04.1965 Unser Hauptmann Bezirksfeuerwehrrat Franz Grössbacher wird Bürgermeister der Marktgemeinde Frankenfels.
05.06.1965 PKW-Brand nach Unfall auf der B 231 - genau an der Grenze Markt/Hofstadtgegend. Zwei Verletzte.
08.08.1965 Gartenfest der FF Frankenfels im Gasthaus Weidinger. Das Ein-Tages-Fest konnte durch das Schönwetter im Gastgarten abgehalten werden.
31.12.1965 Statistik 1965: 31 Einsätze (143 Mann / 567 Stunden), 360 unterstützende Mitglieder.
25.01.1966 Zimmerbrand beim "Schweiger Poidl" - Markt 56.
11.04.1966 Hochwassereinsatz in der Boding. Eine Brückenbaustelle der Firma STUAG musste geräumt werden.
Juni 1966 Die Filiale Weißenburg veranstaltete das erste Feuerwehrfest in der Schönau - laut mündlicher Überlieferung.
17.07.1966 Ankauf eines gebrauchten UNIMOG/30 vom Sägewerk Anton Goller aus Obertilliach (Osttirol). Er war ursprünglich für technische Einsätze gedacht. Die Praxis zeigte aber sehr rasch, dass er für den FuB-Dienst sowie zur Schneeräumung mittels Seitenpflug sehr geeignet war. Dieses Fahrzeug blieb immer in der ursprünglichen grünen Lackierung!
23.07.1966 Die Natters und der Kohlangerbach führen Hochwasser. Um 18:55 Uhr gab es Sirenenalarm. Wieder wurde in der Boding eine Brückenbaustelle von der Feuerwehr geräumt.

24.07.1966

Die andauernden Regenfälle bewirkten, dass die Bundesstraße 231 an mehreren Stellen im ganzen Gemeindegebiet überschwemmt wurde. Das Wasser drang auch in mehreren Objekten ein. Einsatzbeginn war um 10:15 Uhr. Man begann mit dem Ausräumen der betroffenen Häuser, währenddessen kam um 11:05 Uhr der Auftrag von der Gendarmerie, die Straße gänzlich zu sperren. Dabei wurde ein im Wasser steckengebliebener PKW entdeckt; dieser wurde sofort abgeschleppt. Das Bauernhaus Nattershof (Hofstadtgegend 13) wurde am meisten in Mitleidenschaft gezogen. Die Einsatzkräfte kamen an ihre Belastungsgrenzen! Der Einsatz dauerte bis 25. Juli, 6 Uhr früh.
02.08.1966 Brand des Puch-Rollers vom "Sandler Franz" in der Nähe des Sägewerks Hinteregger.
23.02.1967 Orkanartiger Sturmwind in Frankenfels erforderte mehrere Einsätze.
26.08.1967 Samstag: Die FF Frankenfels veranstaltet das 1. Almfest in Eibeck. Ab 19 Uhr Heurigenschank mit Stimmungsmusik.

27.08.1967

Sonntag: Fest-Fortsetzung mit folgendem Programm: 10:15 Uhr bis 11:45 Uhr Platzkonzert im Ort Frankenfels, 15 bis 24 Uhr Tanz und Belustigungen, wie Schießbude auf der Alm Eibeck. Zufahrt mit Kleinautobus! Die Veranstaltung findet unter freien Himmel statt. Musik: Trachtenkapelle Frankenfels. Festabzeichen 10 Schilling. Bei Schlechtwetter wird die Tanzveranstaltung am 10. Sept. 1967 von 15 bis 24 Uhr abgehalten. - so lautete der Plakattext. Da es nur leichten Regen mit mehreren Pausen gab, wurde das Fest nicht verschoben; jedoch wurde spontan beschlossen, dass bei hinkünftigen Veranstaltungen ein Zelt aufgestellt wird. 
31.08.1967 Für den Angriffstrupp werden zwei "Leichte Atemschutzgeräte" (Filtermasken) angekauft. Kosten: Schilling 1902,-
Herbst 1967 Inbetriebnahme eines gebrauchten Motorrades (PUCH 175 SV - Baujahr 1955) als Feuerwehrkradmaschine. Sie wurde vom Bezirksfeuerwehrverband Kirchberg an der Pielach zugewiesen.

23.12.1967

Die Landesstraße 102 wurde am Mühlboden, Höhe Gstettengegend 4, durch herabgestürzte Bäume verlegt. 1 PKW und die Telefonleitung wurden beschädigt. Ein Wirbelwind am Abend entwurzelte 20 (!) Fichten und diese stürzten auf die Fahrbahn. Eine provisorische Freimachung (nur ein Fahrstreifen) dauerte bis 23:50 Uhr. Die restliche Aufräumung erfolgte am Heiligen Abend von 8 bis 11 Uhr.

30.12.1967

Inbetriebnahme einer Motorsirene am Feuerwehrhaus der Filiale Weißenburg. Das neue Alarmierungsgerät wurde von der Firma G. Winter, Ried am Riederberg NÖ, Wienerstraße 24, geliefert und ersetzt die bisherige Handsirene.
Diese Handsirene, welche in der Filiale seit Oktober 1945 gute Dienste leistete, ist im heutigen Feuerwehrmuseum eines von vielen Ausstellungsexponaten.
03.02.1968 Feuerwehrball. "Bombenstimmung, weil die Damen wie auch die Herren berechtigt waren, den Tanzpartner zu wählen" berichtete die St. Pöltner Neue Zeitung am 15. Februar auf Seite 5.
14.02.1968 Bergung eines im Lehm steckengebliebenen Kettenbaggers auf der Baustelle Markt 47 (Leopold und Gerlinde Karner). Die FF Frankenfels konnte auf Grund mangelnder Gerätschaft leider nicht helfen. Es wurde die FF Hofstetten angefordert, da diese Feuerwehr die nächstgelegene FF mit einem Greifzug ist. Das Herausziehen der versunkenen Baumaschine ist mit einigem Zeitaufwand - bei Dunkelheit - gelungen.
Dieser Einsatz bewirkte in Folge die Beschaffung eines Greifzuges für die Frankenfelser Feuerwehr.
21.03.1968 Flächenbrand (Wiese und Sträucher) auf der "Pögner Leitn", in der Rosenbühelrotte, gegenüber der Grassermühle.
26.03.1968 Löschhilfe für die FF Schwarzenbach an der Pielach: Waldbrand in der Nachbarsgemeinde Schwarzenbach/Piel., am Gscheid.
05.04.1968 Waldbrand im Sautal - beim Gehöft Wieder, in der Bergrotte der Gemeinde Puchenstuben.
21.04.1968 Rauchfangfeuer beim Kirchner (Weißenburggegend 16) im Weißenbachtal.
07.06.1968 Beginn der technischen Ausrüstung mit dem Ankauf eines 3,5-Tonnen-Greifzuges vom Typ T35, einschließlich Zubehör. Gesamtkosten: Schilling 15.317,-

10.08.1968

Die Feuerwehr veranstaltet das 2. Almfest auf der Gemeindealm Eibeck. Am Samstag ab 19 Uhr gemütlicher Abend mit Stimmungsmusik. Für dieses Fest wurde ein Holzzelt mit ausgeliehenen Planen von den Österreichischen Bundesbahnen aufgestellt.
11.08.1968 Sonntag: Fest-Fortsetzung wie am 27. August 1967, jedoch im Zelt. Es war ein sehr, sehr heißer Sommertag!
06.10.1968 Ordnerdienst durch die Feuerwehr beim Bezirks-Erntedankfest in Frankenfels.
11.11.1968 Bergung eines abgestürzten Traktors - in der Pernarotte 4. Hier kam erstmalig der neue Greifzug zum Einsatz.
30.11.1968 Schwieriger Technischer Einsatz beim Sägewerk Hinteregger (Rosenbühelrotte 13): Mit dem Greifzug wurde die Gattersäge aus dem Kellerraum auf den Lagerplatz bzw. zum Straßenrand befördert.

16.05.1969

Brand des Sägespänesilos des im Abbruch befindlichen Sägewerks Hinteregger - in der Rosenbühelrotte 13. Schweißarbeiten waren die Ursache.
Kurios ist der Bericht in der St. Pöltner Neue Zeitung (22. Mai, Seite 9), dass die rasche Brandbekämpfung durch die Feuerwehr eher für negativ dargestellt wurde, weil sonst der große Schandfleck des Ortsbilds von selbst gelöst worden wäre.
18.06.1969 Der Abbrand von Holzabfällen am Lagerplatz des ehemaligen Sägewerks Hinteregger (Rosenbühelrotte 13) geriet außer Kontrolle. Die Feuerwehr musste eingreifen.
03.10.1969 Offizielle Inbetriebnahme von zwei Funkgeräten. Die Feuerwehr war somit die 1. Organisation mit Funkausrüstung in Frankenfels. Der technische Stand war damals "Amplitudenmodulation". Bei dem einen Gerät handelte es sich um den Typ "Cambridge FM10D" mit dem Funkrufzeichen Pumpe 53/17 und befindet sich im Land Rover (Beifahrerseite). Das 2. war ein Handfunksprechgerät des Typs Bantam und hatte das Rufzeichen "Emil 3/17". Beide Geräte waren von der Firma PYE und sind heute im Feuerwehrmuseum ausgestellt.
Kurios: Das Fahrzeugfunkgerät wurde bereits am 26.03.1969 eingebaut und das Handfunksprechgerät stand zum gleichen Zeitpunkt bei der FF Frankenfels zur Verfügung. Die am 05.02.1969 ausgestellte Rechnung wurde bereits am 12.02.1969 bezahlt (Schilling 25.530,-). Da kein ausgebildeter Funker vorhanden war, durfte bis auf weiters keiner die beiden Funkgeräte angreifen! Daraufhin meldeten sich 6 Feuerwehrmänner zur Funkausbildung. Die Grundbegriffe übermittelte Oberverwalter Hans Hüthaler (Schriftführer des Bezirksfeuerwehrverbandes Kirchberg/Piel.) in Form eines kurzen Einführungslehrganges und nach Absolvierung des Funklehrganges (Letztendlich 5 Mann in der NÖ Landesfeuerwehrschule Tulln von 29.09. bis 03.10.1969) hatte alles seine Ordnung.
31.12.1969 Statistik 1969: 2 Brandeinsätze (11 Mann / 22 Std.) und 8 Technische Einsätze (23 Mann / 125 Std.).
01.01.1970 Alle Feuerwehren in NÖ werden eine Körperschaft öffentlichen Rechtes. Das Vereinsstatut ist somit beendet. Durch diese Gesetzesänderung wird der Hauptmann zum Kommandanten und die Filiale Weißenburg zum "Abgesetzten Zug Weißenburg“.
Das war das Aus für den Bezirksverband Kirchberg an der Pielach, er wurde ein Feuerwehrabschnitt des Bezirks St. Pölten. Den Landesfeuerwehrverband NÖ bilden alle Feuerwehren des Bundeslandes Niederösterreich, die Geschäfte, vorwiegend administrativen Arbeiten werden vom Landesfeuerwehrkommando wahrgenommen. Der Abschnittsverband wird Abschnittsfeuerwehrkommando und der Bezirksverband zu einem Bezirksfeuerwehrkommando umbenannt.
09.03.1970 Bergung einer Leiche aus dem Fischbach, Höhe Pension Fischbachgraben (Rosenbühelrotte 7).

17.05.1970

Feuerwehrkommandant-Stellvertreter Johann Karner im 62. Lebensjahr verstorben. Er übte diese Funktion seit 25. Jänner 1951 aus. Diese Tätigkeit hieß bis Jahresende 1969 "Feuerwehrhauptmann-Stellvertreter". Er war als 19-Jähriger auch Gründungsmitglied der Nachbarsfeuerwehr Schwarzenbach an der Pielach.
07.07.1970 Der komplette Bergbauernhof "Höhenberg" (auch "Howabeag" genannt) - Lehengegend 12 - ist total abgebrannt. Es gab große Schwierigkeiten (langer Anmarschweg, 900 Meter Seehöhe und keine ausreichende Wassermenge weit und breit) für die Einsatzkräfte. Sogar der Viehbestand konnte leider nicht mehr gerettet werden, man beschränkte sich nur mehr auf das Ausräumen von Kleidern und Betten. Der frustrierende Einsatz dauerte von 03:52 bis 15:15 Uhr. 800.000 Schilling Schaden - laut Zeitung "NÖN".
17.07.1970 Hochwasser im gesamten Gemeindegebiet. Die Bundesstraße bei Boding war 80 cm überschwemmt. Beim Haus "Rasch"- Markenschlagrotte 8 - drang Wasser im Stall ein. Schweine und Ziegen mussten ausgeräumt werden. Umfangreiche Straßenabsperrungen wurden vorgenommen.
04.10.1970 Und wieder Hochwasser entlang der Natters. Räumen einer Baustelle in Boding war vordringlich.
03.12.1970 Tödlicher Motorradunfall am Mühlboden, in der Nähe des Hauses "Hinter-Hofstatt"
(Falkensteinrotte 11). Die Leiche wurde zur Totenkammer auf dem Friedhof befördert.
31.12.1970 24 Einsätze wurden 1970 getätigt.
04.04.1971 Beim großen Empfang des Schibob-Weltmeisters Anton Gollubitsch übernahm die FF den Ordnerdienst.
18.04.1971 Ausrückung zu einem Brand nach Tradigist. Bei der Anfahrt stellte sich heraus, dass sich der Gendarmeriebeamte aus Rabenstein geirrt hat, er wollte die Feuerwehr Kirchberg an der Pielach - und nicht die FF Frankenfels - verständigen. Per Funk kam die Nachricht und im Warth wurde umgedreht. Angeblich soll ein Reisighaufen gebrannt haben. In den Geschichtsunterlagen wird dies unter "Vergebliche Ausfahrt" dokumentiert.
01.09.1971 Umbenennung der Pielachtalbundesstraße B 231 auf B 39. Die Landesstraße 102 wird zu einer Landeshauptstraße erklärt und bekommt die Bezeichnung LH 102.
26.10.1971 Waldbrand im Sautal, beim "Goisaufer" - Übergangrotte 8. Es stellte sich vor Ort heraus, dass die Brandausbreitung vom Verursacher bereits selbst gelöscht werden konnte. Er hatte Reisig im Wald verbrannt! Der diensthabende Fahrdienstleiter am Bahnhof Puchenstuben hatte telefonisch alarmiert.
10.12.1971 Das Funkgerät im Land Rover wurde mit einem Selektivwahlgerät ergänzt. Kosten: Schilling 1150,-
01.03.1972 Kaminbrand beim Haus "Winter Stephan", auch "Angerhäusl" genannt, Rosenbühelrotte 4.
15.03.1972 Waldbrand unmittelbar neben des Gleises der Mariazellerbahn, in der Übergangrotte. Auch die FF Puchenstuben rückte aus.
28.06.1972 Durch den sichtbaren Feuerschein alarmierte ein Bodinger "Brand im Fischbachgraben!". Es stellte sich vor Ort heraus, dass es sich nur um ein Sonnwendfeuer handelt.
06.08.1972 Stall, Scheune und Lagerraum des Gehöftes "Eibensteck", Übergangrotte 4, brannten zur Gänze ab. Akuter Wassermangel. Das Wohnhaus konnte mit Müh und Not gehalten werden.
21.08.1972 Menschenrettung (2 Personen) nach Traktorabsturz im Schrambachgraben, auch "Bichler-Bäck-Graben" genannt, in der Lehengegend.
28.12.1972 Großer Waldbrand im Klauswald der Nachbarsgemeinde Puchenstuben. Insgesamt 180 (!)  Feuerwehrmänner / 28 Fahrzeuge eingesetzt. Von der FF Frankenfels waren 14 Mann / 2 Fahrzeuge bei dieser Brandbekämpfung.
29.12.1972 Waldbrand in der Nähe der "Schädlhütte" ("Hollensteinhäusl") - Laubenbachgegend 4. Das Waldstück befand sich bereits im Gemeindegebiet St. Anton an der Jeßnitz. Bis zum Eintreffen der FF St.Anton/J. gelang den Frankenfelser Feuerwehrmännern den Brand unter Kontrolle zu bringen.
31.12.1972 Statistik 1972: 31 Einsätze / 62 Aktive, 10 Reservisten, genau 450 unterstützende Mitglieder.
17.01.1973 Beim abgesetzten Zug Weißenburg erfolgte der Ankauf eines Ford Transit (75 PS) als Kleinlöschfahrzeug. Kosten: Schilling 141 000,-

04.02.1973

Unfall im "Laubenbachgraben" in der Laubenbachgegend. Ein zirka zehn Tonnen schwerer Felsblock stürzt auf die Bundesstraße B39 und trifft auf einen vorbeifahrenden VW-Käfer. Die Beifahrerin erlitt schwerste Kopfverletzungen, sie verstarb am 8. Februar.
25.02.1973 Teilnahme mit dem pferdebespannten Hydrophor beim Faschingsumzug in Frankenfels.
28.04.1973 Flurbrand beim Schrambachhäusl, auch "Dorferhäusl" genannt, Besitz Hermann Widder, in der Lehengegend 29.
01.06.1973 Die Feuerwehr muss Absperrungen wegen der landesweiten Maul- und Klauenseuche tätigen.
26.06.1973 Beseitigung eines Felssturzes am Güterweg Höhenberg.
25.08.1973 Tanzabend im Festzelt anlässlich der 90-Jahr-Feier.
26.08.1973 Großes Fest beim Feuerwehrhaus in Frankenfels!
Eine große Ausstellung beim Haus Markt 67 dokumentierte "90 Jahre FF Frankenfels“.
Zugleich erfolgte bei der Feldmesse am Kriegerdenkmalplatz auch die Segnung des neuen Kleinlöschfahrzeuges (Ford Transit) des abgesetzten Zuges Weißenburg; Patin: Frau Frieda Mitterer. Für diese Veranstaltung wurden eigens angefertigte braune Kunststoff-Festabzeichen in großer Anzahl verkauft. Im heutigen Feuerwehrmuseum ist ein Exemplar zu bewundern.
Am Nachmittag nahm der Katastrophenzug 3/17 für diese Feierlichkeit Aufstellung.
NÖN-Bericht am 28. Aug. auf der Seite 10.
16.10.1973 Caterpillar-Absturz in der Markenschlagrotte. Die Bergung des toten Baggerfahrers war die erste Tätigkeit.
23.12.1973 Die Gründung einer Damenfeuerwehrgruppe wurde vom Abschnittsfeuerwehrkommandant Brandrat Konrad Lampel abgelehnt, da dies in der Dienstordnung nicht vorgesehen ist.
27.12.1973

Die Firma Rosenbauer aus Oberösterreich lieferte ein Rüstfahrzeug auf Unimog (90 PS). Diese Bauweise blieb bis heute einzigartig in Österreich. Mit diversen Ausrüstungsgegenständen entstanden Gesamtkosten von rund Schilling 700 000,-
Die Fahrzeughöhe ergab, dass immer während der Garagierung im Feuerwehrhaus die Funkantenne umgelegt sein muß.

31.12.1973 1 Brand- und 23 Technische Einsätze waren 1973 erforderlich.
16.02.1974 Beim Feuerwehrball bricht Kamerad Alfred Pinczolitsch mit einem Herzinfarkt zusammen, er verstirbt.
14.03.1974 Ausrückung zu einem Waldbrand nach Schwarzenbach an der Pielach, in der Nähe des Hauses "Hofstadt".
11.04.1974 Brand des Hauses "Grubner" und angrenzender Wald - in Schwarzenbach/Pielach.
03.08.1974 Um 00:45 Uhr Ausrückung zum Brand im Wohnhaus Gansch "Unter Seebauer", Seerotte 2 der Nachbarsgemeinde Schwarzenbach an der Pielach.
03.08.1974 Abends: Feuerwehrfest - Samstag. Es gab großen Besucherandrang beim Tanzabend im Festzelt.

04.08.1974

Feuerwehrfest - Sonntag: Im Zuge der Festmesse am Kriegerdenkmalplatz wurde unser neues Rüstfahrzeug gesegnet. Unmittelbar nach dem Ende des feierlichen Ereignisses wurde die Feuerwehr zu einem Technischen Einsatz gerufen. Man rückte um 10:05 Uhr mit den festlich geschmückten Unimog zu einer Kfz.-Bergung aus. Die Einbau-Seilwinde und der Greifzug wurden erfolgreich eingesetzt. Nach der Rückkehr um 12:00 Uhr wurde im Festzelt beim Feuerwehrhaus bis in die Abendstunden weitergefeiert.
05.09.1974 Die "Bretterries" (Besitz Wieland) in Schwarzenbach an der Pielach brennt ab.
Herbst 1974 Die Marktgemeinde kauft für das Rüstfahrzeug (Unimog) eine Schneefräse. Diese wurde sehr oft im Gemeindegebiet eingesetzt.
07.02.1975 Der Zug Weißenburg veranstaltete im Gasthaus Enne erstmals eine eigene Ballveranstaltung. Der erste Lumpenball erfreute sich großer Beliebtheit.
21.05.1975 Brand der Bahnböschung und des angrenzenden Waldes in Laubenbachmühle. Auch die FF Puchenstuben beteiligte sich bei der umfangreichen Brandbekämpfung.
08.06.1975 Für den abgesetzten Zug Weißenburg wurde eine neue Tragkraftspritze, der Marke "VW 750 Automatic" um Schilling 55 000,- angekauft.
01.07.1975 Viele Hochwassereinsätze im gesamten Gemeindegebiet. Diese dauerten bis 2. Juli, 19:00 Uhr.
20.07.1975 1. Funkgerät für den Zug Weißenburg. Es handelte sich um die Type Westminster mit Selektivwahlgerät der Firma PYE. Das Gerät wurde im KLF - Ford Transit eingebaut und bekam das Funkrufzeichen "Pumpe 252/17".
20.07.1975 In Frankenfels wurde der Unimog mit einem Fahrzeugfunkgerät, ebenfalls Type Westminster der Firma PYE, nachgerüstet. Das Zusatzgerät "Selektivwahl" ist bereits Standard. Funkrufname: Rüst 52/17.
07.08.1975 Um 01:00 Uhr gab es Hochwasseralarm im Fischbachgraben.
07.08.1975 14:45 Uhr: Erdrutsch beim Holzbauer ("Ober-Holz"), Grasserrotte 7. Der Hof wurde stark beschädigt. Einsatzende war erst am Folgetag, um 20:00 Uhr. Die NÖN berichtete am 12. Aug. auf der Seite 12.
21.09.1975 Beim 1. Funkleistungsbewerb in Bronze in Tulln nehmen 7 Teilnehmer der FF Frankenfels (Franz Freudenthaler sen., Johann Freudenthaler, Erich Gonaus, Karl Hochfilzer, Leopold Tuder, Willibald Weissenbacher und Franz Wutzl) erfolgreich teil. Punkto Tagessieg erreichte E. Gonaus den 2. und Joh. Freudenthaler den 4. Platz.

24.10.1975


Der Fanfaren-Musikzug der Feuerwehr Frankershausen in Hessen (Deutschland) war bis 26. Oktober auf Besuch in Frankenfels. Zu diesem Musikzug hat der Trachtenmusikverein der Marktgemeinde Frankenfels eine Patenschaft. Es wurden auch seitens der Feuerwehr Geschenke ausgetauscht.
13.01.1976 Rauchfangbrand beim "Wagenhofer", in Schwarzenbach an der Pielach.
12.03.1976 Waldbrand in der Ödrotte 7 (ehemals "Hinter-Leiten").
05.04.1976 Waldbrand auf der "Gscheid Höhe", in der Nachbarsgemeinde Schwarzenbach an der Pielach.
10.05.1976 Wiesenbrand beim Haus "Klein-Wies" (Besitz Josef Karner), in der Wiesrotte 8.
30.06.1976 Brand bei einem Heutransport im Fischbachgraben. Als vermutliche Brandursache wird von der Gendarmerie dokumentiert: Die Heugabel streifte am Asphalt (Zündung).
06.07.1976 Kfz.-Brand auf der Bundesstraße 39, bei Gillus (Hofstadtgegend 15).

25.07.1976

NÖ Landesfeuerwehrkommandant Kommerzialrat Diplom-Ingenieur Ferdinand Heger, Landmaschinenfabrikant aus Mistelbach, völlig unerwartet im 56. Lebensjahr verstorben. Sein bisheriger Stellvertreter Sepp Kast, Rauchfangkehrermeister aus Marchegg, wird im Sommer 1976 zum LFKDT gewählt. Neuer Landesfeuerwehrkommandantstellvertreter wird Regierungsrat Erwin Nowak, Magistratsbeamter aus Krems/Donau.

30.09.1976 Ertrinkungstod eines 39-jährigen Hilfsarbeiters. Einsatzort: Pielachfluss in der Weißenburggegend.
Die Feuerwehr musste ausrücken, um den Toten zu bergen.

31.10.1976

Schwerer Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 39. Im Kilometer 40,056 (zwischen Frankenfels und Boding) stießen zwei PKW frontal zusammen. Ein Lenker aus Puchenstuben (Sautal) wurde dabei getötet, der zweite Lenker schwerverletzt. Tätigkeit der Feuerwehr: Bergung des Toten und der beiden Kraftfahrzeuge, sowie eine umfangreiche Straßenreinigung.
02.11.1976 Ein Jäger stürzte auf dem Wiesberg über einen Hang und wurde schwer verletzt.
Die Feuerwehr wurde wegen dem unwegsamen Gelände zur Hilfe gerufen.
31.12.1976 Statistik 1976: Alle 29 Einsätze waren 1976 erforderlich.
27.02.1977 Zwei Schwere Atemschutzgeräte vom Typ AGA, wurden um Schilling 25.778,- angekauft.

26.04.1977

In der NÖ Landesregierung wird die "Verordnung über die Festlegung der technischen Mindestausrüstung und des Mindestmannschaftsstandes der Freiwilligen Feuerwehren" beschlossen. Daraus geht eindeutig hervor, dass für Frankenfels ein Tanklöschfahrzeug zu beschaffen ist. Da dies ein Landesgesetz (d.h.: Nicht im Feuerwehrgesetz aufgenommen) ist, wird die Gemeinde verpflichtet, dieses Gesetz einzuhalten. Leider sind keine Sanktionen verankert.
Mai 1977 Bei allen Sprechfunkgeräten wird ein 3. Funkkanal ("Allgemeine Ausweichfrequenz") nachgerüstet.

06.09.1977

Der Hof "Obernestelgraben", Lehengegend 8, brennt bis auf die Grundmauern ab. Schweißarbeiten waren die Ursache. Der lange Anmarschweg, kein Wasser weit und breit, sowie die Tatsache, dass die FF Frankenfels kein TLF besitzt, bewirkte eine starke Forderung - von vielen Seiten - nach einem modernen TankLöschfahrzeug.
31.12.1977 Statistik 1977: 23 Einsätze (1 Brand und 22 Technische Einsätze).
21.01.1978
Feuerwehrball im Gasthof Weidinger. Musik "Die Frankenfelser Buam".
28.01.1978 Schwerer Zugzusammenstoß zweier Personenzüge am Bahnhof Schwarzenbach an der Pielach. Es gab elf Verletzte. Die Feuerwehr wurde zur Menschenrettung gerufen.
10.02.1978 Ehrenverwalter Johann Dieringer verstorben. Er war Feuerwehrhauptmann von Dez. 1941 bis März 1943 und ein 2. Mal von März 1948 bis März 1952. Dazwischen fungierte er als Feuerwehrhauptmann-Stellvertreter. Danach übte er den Dienstposten "Schriftführer / ab 1.1.1970 Verwalter bis 8.7.1971 aus. Ab diesem Zeitpunkt trug er den Dienstgrad "Ehrenverwalter".
20.08.1978 Brand im Haus "Gram", Rosenbühelrotte 42.

Oktober 1978

Im gesamten Gemeindegebiet wurde eine gesonderte Sammlung für das neue TLF durchgeführt. Die überaus aufgeschlossene Bevölkerung spendete 173.800,- Schilling. Das Abschlussergebnis wurde am 27. Oktober bekanntgegeben, die Freude in der Feuerwehr war sehr groß.
25.11.1978 In der Volksschule Frankenfels wurde eine große Brandalarmübung abgehalten.
31.12.1978 Statistik 1978: 32 Einsätze / 437 unterstützende Mitglieder.
01.01.1979 Der Gemeindearzt Dr.med. Anton Brachinger tritt der FF Frankenfels bei. Er bekommt den Dienstgrad "Probefeuerwehrmann".

12.02.1979

Unser Probefeuerwehrmann Dr.med. Anton Brachinger wird vom NÖ Landesfeuerwehrverband zum "Feuerwehrarzt" befördert. "Doktor der gesamten Heilkunde" ist die Voraussetzung. Die Ernennung erfolgt durch den Landesfeuerwehrkommandanten Präsident Sepp Kast. Er trägt ab nun einen schwarzen Blusenaufschlag aus Samt mit einem goldgestickten Äskulapstab, wobei dieser Aufschlag mit einer gedrehten Goldschnur eingefasst ist. Es handelt sich um den ersten Sonderdienstgrad in unserer Wehr!

13.05.1979

Sirenenalarm am Muttertag um 12:01 Uhr: Das Wirtschaftsgebäude des Gehöftes "Vorder-Predtenbach" ("Riedl Hermann"), Übergangrotte 12, steht in Flammen. Dieser Großeinsatz dauerte bis 15. Mai um 01:00 Uhr!
17.05.1979 Die Kameraden Josef Fahrngruber jun., Franz Freudenthaler sen., Johann Freudenthaler, Karl Hochfilzer, Alois Karner und Leopold Tuder erwerben das Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold.

20.05.1979

Um 12:59 Uhr wurde die FF Frankenfels zu einem schweren Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 39 zwischen Frankenfels und Boding gerufen. Einem 25-jährigen PKW-Lenker aus St. Georgen an der Leys geriet sein Fahrzeug außer Kontrolle und prallte frontal an die Felswand. Er war auf der Stelle tot. Die Bergung des Toten und des Kfz., sowie die Straßenreinigung wurden von der Feuerwehr durchgeführt.

05.06.1979

Schwierige Bergung eines in die Natters gestürzten Betonmischwagens der Firma Fertigbeton Lasselsberger, in der Leitenklamm (B39, km 35,027). Es mussten zwei schwere Bergekräne eingesetzt werden.
15.06.1979 Lieferung des 1. Tanklöschfahrzeuges (TLF-A 2000 auf Mercedes) in Frankenfels. Kosten: 1,3 Millionen Schilling. Die dadurch entstandene Platznot im Feuerwehrhaus wurde durch die Freude, ein TLF zum Wohle der Bevölkerung zu besitzen, gemildert. Drei Fahrzeuge (davon 2 LKW) auf 2 Stellplätzen unterzubringen war ab nun für die Kraftfahrer eine Herausforderung. Es war eine Sonderanfertigung: Fahrgestell Mercedes 911 (kurze Fahrzeuglänge) mit Motor des MB 1113 (168 PS). Die verstärkten Federblätter, welche nicht vereinbart waren, sorgten für Aufregung bei der Fahrzeughöhe, sodass das Tanklöschfahrzeug nur im befüllten Zustand ins Feuerwehrhaus einfahren konnte, Umlegen der Funkantenne war unumgänglich und das Torblatt musste rückseitig höhergestellt werden. Um das selbständige Herunterrollen zu verhindern, wurde immer seitlich beim rechten Schwingarm ein Kantholz eingelegt.
10.07.1979 Ehrenbrandmeister Leopold Härtensteiner, sen. verstorben. Er war Gründer der Filiale Weißenburg und leitete sie bis 1961.
Sept. 1979 Kauf eines Funkgerätes für das TLF-A 2000. Gerätetyp: Olympic / Kosten: Zirka Schilling 16.500,-
26.10.1979 Beim jährlichen Fitlauf beteiligt sich die FF Frankenfels mit einer 10-Mann-Gruppe.
31.12.1979 Statistik 1979: 56 Aktive und 10 Reservemitglieder mit Jahresende / 38 Einsätze im Jahr 1979.
27.02.1980 Als Ergänzung für den Atemschutztrupp wurde ein drittes Schweres Atemschutzgerät angekauft.
Kosten: Schilling 16 000,-
Frühjahr 1980 Die Marktgemeinde kaufte eine dreiteilige Schiebleiter für das TLF-A 2000. Grund der Beschaffung: Vorsorge für eine event. Menschenrettung aus dem oberen Stockwerk des örtl. Schulgebäudes.

22.08.1980

Als Auftakt des dreitägigen Feuerwehrfestes beim Feuerwehrhaus (Fahrzeughalle und Festzelt am kompletten Vorplatz) wurde am Freitag ein Heuriger abgehalten. Die Musikgruppe "Karl-Ottos" aus Sarmingstein (Oberösterreich) sorgte bereits ab 19:00 Uhr für gute Stimmung. Der Musiker Otto Dangl verzauberte die Festbesucher mit seiner Hawaiigitarre bis in die Morgenstunden. Man erzählt, dass solche originelle Gitarrenklänge zum ersten Mal im Pielachtal zu hören waren. Die Musikvermittlung lag in den Händen von Löschmeister Erich Gonaus.

31.08.1980

Um 22:25 Uhr wurde die Feuerwehr zu einem Zusammenprall "PKW mit Zug" auf der nicht technisch gesicherten Eisenbahnkreuzung im Bahnkilometer 44,010 (Nähe Gehöft "Wassermann") gerufen. Der Lenker missachtete das Andreaskreuz und die Stopptafel. Zum Glück gab es keine Verletzten. Nach der Unfallerhebung wurde von der Gendarmerie die Feuerwehr beauftragt, die PKW-Bergung durchzuführen. Nach Erledigung dieser Arbeit mittels Frontseilwinde des Rüstfahrzeuges rückten alle Feuerwehrfahrzeuge (RF, Land Rover und Kradmaschine) um 23:30 Uhr ein.
10.10.1980 Alarmübung im Schulgebäude: "Der neue Physiksaal brennt".

06.12.1980

Beim Gehöft Unter-Schrambach, vulgo "Schrambach-Karner", Lehengegend 23, gab es in der Früh "Einsturzgefahr des Stalles wegen großen Schneedruck". Die Alarmierung für beide Löschzüge lautete: Tiere in Notlage. Beim Abschaufeln der Schneemaßen verletzte sich ein Feuerwehrmann.
Der Einsatz dauerte von 07:55 Uhr bis 14:10 Uhr.
Dezember 1980 Erster Abschleppanhänger (Umbau des Kettenkradanhängers durch Fahrmeister LM Josef Gonaus).
31.12.1980 Statistik 1980: 43 Einsätze, 40 Übungen, 461 unterstützende Mitglieder.

11.02.1981

Schweres Zugsunglück auf der Mariazellerbahn - um 06:55 Uhr im Sautal. Auf dem Buchgrabenviadukt, im Bahnkilometer 52,3 (Gemeinde Puchenstuben) entgleist der talwärts fahrende Personenzug 6802. Die Lokomotive 1099.15 und der erste Reisezugwagen stürzten in die Tiefe. Der Triebfahrzeugführer wurde getötet. Zum Glück waren im 1. Waggon keine Reisenden und kein Bahnpersonal. Die Bergung des Toten wurde von der FF Frankenfels durchgeführt.

20.02.1981

Um 11:13 Uhr gab es Sirenenalarm mit dem telefonischen Befehl "Brand in Kirchberg/Piel. - beim Sägewerk Lang". Bei der Anfahrt kam der Funkspruch "Brand unter Kontrolle - Tank Frankenfels kann ins Gerätehaus einrücken!"
13.04.1981 Beim landwirtschaftliche Objekt Juranek, auf der Kleinen Holzsteig brennt der Wohnraum einschl. Dachstuhl. Alarmsirene um 13:45 Uhr, Ausfahrt nach Loich um 13:50 Uhr und Rückkehr um 16:15 Uhr.
14.06.1981 Segnung des neuerrichteten Feuerwehrhauses (Baubeginn 1979) in Weißenburg, in der Tiefgrabenrotte 22; zugleich fand das erste Weißenbachler Feuerwehrfest am gleichen Standort statt.
08.08.1981 Um 19:00 Uhr: Brand am Müllablagerungsplatz im Redtenbachgraben. Das Feuer konnte sehr rasch gelöscht werden. Als Ursache wurde "Selbstentzündung" ermittelt. Einsatzdauer: Genau eine Stunde.
25.09.1981 Beim Bewerb "2. Funkleistungsabzeichen in Silber“ waren Franz Freudenthaler sen., Johann Freudenthaler, Erich Gonaus, Karl Hochfilzer, Leopold Tuder und Franz Wutzl erfolgreich.
26.10.1981 Beim Fitlauf stellte die Feuerwehr mit 11 Mann die größte Gruppe. Die UNION hatte nur 10 Läufer.
07.11.1981
Kameradschaftsabend der Feuerwehr im Gasthof Weidinger. Die Musikgruppe "Die Frankenfelser Buam" sorgte für die musikalische Umrahmung.

08.12.1981

Durch Herabrollen eines Felsbrockens kam es auf der Redtenbachstraße zu einem Unfall. Es gab keine Verletzten. Beide Züge der FF Frankenfels erledigten die Kfz.-Bergung und führten umfangreiche Aufräumungsarbeiten durch. Einsatzdauer: Von 18:00 Uhr bis 22:30 Uhr.
31.12.1981 Statistik 1981: 54 Einsätze / 573 unterstützende Mitglieder.
Ganz erfreulich: Im Jahr 1981 traten insgesamt zwölf (!) Jugendliche der FF Frankenfels bei.

03.01.1982

Um 15:17 Uhr gab es Brandalarm "Zimmerbrand beim Objekt Wagnerei Wurzenberger, Laubenbachgegend 23". Die Feuerwehren Frankenfels - einschl. Zug Weißenburg, Schwarzenbach/P. und Kirchberg an der Pielach konnten relativ rasch den Brand bekämpfen. Auch Schwerer Atemschutz musste eingesetzt werden. Um 17:30 Uhr war Einsatzende.
30.01.1982 Starke Regenfälle verursachten mehrere Auspumparbeiten in Kellerräumen im Ortsteil Boding - in der Übergangrotte. Einsatzdauer: 20:55 Uhr bis 31.01., 00:30 Uhr.

31.01.1982

Da die ausgiebigen Regenfälle anhielten, gab es bereits um 04:40 Uhr wieder Alarm. Tätigkeiten der Feuerwehr: Auspumpen bei mehreren Häusern in der Boding, in der Tiefgrabenrotte und beim Schiefelbein (Rosenbühelrotte 7). Erst um 17:30 Uhr wurde eingerückt.
26.03.1982 Entstehungsbrand am Müllablagerungsplatzes des örtl. Friedhofes. Der Brand war durch den TLF-Einsatz sehr rasch abgelöscht. Einsatzdauer: Nur 55 Minuten!
29.03.1982 Brandmeister Franz Freudenthaler, sen. und Brandinspektor Franz Wutzl werden zu Bezirksausbildner des Bezirks St. Pölten ernannt. Sie werden als Vortragende in der Grundausbildung eingesetzt.
01.04.1982 Alle Sprechfunkgeräte wurden auf moderne frequenzmodulierte Geräte ausgetauscht.
Kosten für die Feuerwehr: Schilling 56 000,-

01.04.1982

Flurbrand beim Wieland-Fink in Schwarzenbach/P., Gutenhofgegend 1. Die Brandbekämpfung führte Tank Frankenfels durch, da alle Fzg. der FF Schwarzenbach/P. in Kirchberg/Piel. beim Umbau der Funkgeräte waren. Der Einsatz dauerte von 14:34 Uhr bis 16:25 Uhr.
08.05.1982 Die Feuerwehr führte eine Lehnenräumung auf dem Güterweg zum Griesauer (Falkensteinrotte) durch. Gefährliche Steinbrocken wurden auf einem Überhang entfernt.

Mai 1982

In den Kellerräumen des alten Gerätehauses (Markt 10 - zur Zeit von den Gemeindearbeitern genützt) tritt die Gemeinde 30 Quadratmeter Bodenfläche ab. In Eigenleistung errichteten die Wehrmänner einen Mannschafts- bzw. Schulungsraum.
05.06.1982 Erd- bzw. Felsrutsch im Redtenbachgraben infolge ergiebige Regenfälle. Eine Lehnenräumung führte die FF Frankenfels, einschl. Zug Weißenburg durch. Einsatzdauer: 16:48 Uhr bis 22:00 Uhr.
06.06.1982 Drei generalüberholte Schwere Atemschutzgeräte wurden um Schilling 27 000,- von der FF St. Anton an der Jeßnitz angekauft.
26.06.1982 Vier (!) Gruppen der Ortswehr und des Zuges Weißenburg nahmen an den Bezirksbewerben in Kirchberg an der Pielach, jeweils in den Stufen Bronze und Silber, erfolgreich teil.

03.07.1982

Die gleichen vier Gruppen traten bei den NÖ Landesleistungsbewerben in Waidhofen an der Ybbs an. Auch hier haben alle das Bewerbsziel in beiden Stufen erreicht. Die Gruppe "Frankenfels 1" erzielte mit 363 Punkten das bislang beste Ergebnis! Naturgemäß war die Freude sehr groß.

16.08.1982

21:10 Uhr: Großbrand in Hofstetten - das landwirtschaftl. Objekt Hollaus in Grünsbach steht im Vollbrand. Unser TankLöschfahrzeug wurde beim TLF-Pendelverkehr eingeteilt. Die umfangreichen Wassertransporte vom Grünsbach zum Brandobjekt dauerten bis 18. August, 06:15 Uhr!
26.10.1982 Teilnahme beim Frankenfelser Fitlauf mit 11 Feuerwehrmännern.
30.12.1982 18:15 Uhr: Rauchfangfeuer beim Gasthof Winter, Rosenbühelrotte 43. Der Einsatz dauerte bis 19:10 Uhr.
31.12.1982 Statistik 1982: 76 Einsätze mit 352 Mann und 1222 Einsatzstunden.

01.01.1983

Das Jubiläumsjahr 1983 trägt folgendes Logo:

1883   -   100 Jahre   -   1983
FREIWILLIGE  FEUERWEHR
F  R  A  N  K  E  N  F  E  L  S

Zahlreiche Veranstaltungen während des ganzen Jahres werden auf Film festgehalten.
In der ersten Jahreshälfte wird ein Malwettbewerb in der örtlichen Volks- und Hauptschule sowie ein Aufsatzwettbewerb in der Hauptschule Frankenfels abgehalten.
Der Feuerwehrkommandantstellvertreter Brandinspektor Franz Wutzl verfasste eine sehenswerte Festschrift mit umfangreichen Text, ein Farbfoto und 27 Schwarz/Weiß-Bildern.
22.01.1983 1. Veranstaltung im Jubiläumsjahr: Feuerwehrball im Gasthaus Weidinger mit den "Frankenfelser Buam". Um zirka 21:00 Uhr gab es eine große Überraschung: Die Mitglieder des Zuges Weißenburg machten einen Maskeneinzug - keiner wusste davon !!! - wobei jede verkleidete Person einen Buchstaben bzw. eine Ziffer trug. Durch eine imposante Aufstellung erschien der Schriftzug "1983 - 100 Jahre FF Frankenfels". Eine gelungene Überraschung, wovon sogar das Kommando nichts wusste!
20.02.1983 Bei der 100. Jahreshauptversammlung konnte neben den zahlreichen Ehrengästen auch Bezirksfeuerwehrkommandant Oberbrandrat Wilfried Weissgärber begrüßt werden.

04.03.1983

Das AFKDO Kirchberg an der Pielach (BR Konrad Lampel, ABI Anton Mayer und HV Hans Hütthaler) führt eine Inspektion durch. Ergebnis: Der Mannschafts- und Gerätestand entspricht ab der bevorstehenden Inbetriebnahme des neuen KLF den genauen Anforderungen!

31.03.1983

Von der Fa. Lohr, aus Hönigtal bei Graz, wurde das neue Kleinlöschfahrzeug (VW LT 35 mit 75 PS / Preis: Schilling 309 000,-) geliefert. Es ersetzt den Land Rover mit Tragkraftspritzenanhänger. Somit entspricht ab nun unser Fuhrpark der gesetzlichen Mindestausrüstungsverordnung.
31.03.1983 Der Land Rover wurde als MTF-A (bis 1988) an den abgesetzten Zug Weißenburg verliehen.
08.04.1983 Wiesenbrand beim Fischbachhäusl (bei Frau Rosa Leb), Fischbachmühlrotte 17. Der Flächenbrand konnte mittels TLF-A 2000 sehr rasch gelöscht werden. Einsatzdauer: 14:30 Uhr bis 16:15 Uhr.

29.04.1983

"Tag der offenen Tür" bei der Freiwilligen Feuerwehr Frankenfels. Mitte April wurden in einem Rundschreiben die Gemeindebewohner und die Schulkinder dazu eingeladen. Die Volks- und Hauptschüler kamen klassenweise zum aufgebauten Stationsbetrieb vor und im Feuerwehrhaus. Auch die Bevölkerung zeigte Interesse. Eine Labestation war eingerichtet. Sehr viel Spaß hatten auch die Kinder beim Zielspritzen mit der Kübelspritze. Es herrschte Sonnenschein, es war ein herrlicher Tag!
30.04.1983 Gestaltung eines Blumenbeetes am Hang zwischen Kirche und Nattersbrücke (Weidinger Brücke) mit den Initialen "100 FF".

01.05.1983

Am Gründungstag zeigte sich der Ort bei prächtigem Wetter fahnengeschmückt. Nach der Florianifeier (Kirchgang mit Trachtenmusikverein der Marktgemeinde Frankenfels, Ehrenbürger, Ehrengästen, Feuerwehrpatinnen und Gemeinderäten - Florianimesse - Kranzniederlegung) wurde eine beeindruckende historische Schauübung am Kriegerdenkmalplatz abgehalten. Unter dem Titel "Die Feuerwehr einst und jetzt" wurde viermal eine Brandbekämpfung auf das Objekt Pfarrhof der großen Bevölkerungsschar vorgeführt. Eine Löschgruppe, alle in historischen Uniformen um 1883, zeigte eindrucksvoll die wesentlichen 4 Zeitepochen der Brandbekämpfung. Während der Erläuterung von Feuerwehrkommandantstellvertreter Brandinspektor Franz Wutzl wurde zuerst das Löschen mit der Löscheimerkette, dann mit dem kleinen Hydrophor (Handdruckspritze aus 1883) und nach dem Abbau der Löschleitung mit der ersten Motorpumpe (aus dem Jahre 1928) präsentiert. Auch der Abschluss "Brandbekämpfung mit dem modernen Tanklöschfahrzeug 2000" wurde ebenfalls ausführlich erklärt.
Die vielen Zuseher waren begeistert.

16.05.1983

Alarmierung der Feuerwehr um 18:45 Uhr: Bergung eines Baggers in der Ödrotte. Da um 19:00 Uhr die große Funkübung am Programm stand, wurde "Rüst Frankenfels" und das Mannschaftstransportfzg. des abgesetzten Zuges Weißenburg mit "Berta Frankenfels" entsandt. Einsatzende der erfolgreichen Bergung war genau um 20:00 Uhr. Daraufhin fuhr man noch zur Übungsbesprechung.

16.05.1983

19:00 Uhr: Funkübung in Frankenfels. Die Feuerwehren des Unterabschnitts Kirchberg-Süd (Schwarzenbach/P., Frankenfels einschl. Zug Weißenburg, Loich und Kirchberg/P.) erprobten das Funken mit den neuen Geräten einerseits über den Berg und anderseits in den Weißenburgertunnel der Mariazellerbahn (nicht in Längsrichtung). Die Ausarbeitung und Durchführung war in den Händen von Löschmeister Erich Gonaus, welcher die Führungsfunkstelle "Pumpe 1 Frankenfels" bediente. Sogar die eingeschaltete 6,5 kV-Fahrleitung machte keine Beeinträchtigung. Alle 35 Funker waren sehr zufrieden und positiv beeindruckt.
Daraufhin folgte eine einseitige "Brandaus"-Veröffentlichung im Heft 7/8 - 1983.

20.05.1983

11:42 Uhr: Sirenenalarm "Brand beim Müller (Ortbauer), Markenschlagrotte 1". Infolge Unachtsamkeit beim Verbrennen von Reisig geriet ein Brennholzstoß in Vollbrand. Dieser war nur 10 Meter vom Wirtschaftsgebäude entfernt. Durch den raschen Einsatz mit dem TLF-A 2000 konnte in letzter Minute ein Übergreifen des Brandes verhindert werden. Beide Löschzüge wurden eingesetzt, um auch eine Zubringleitung aufzubauen. Einsatzende war um 14:45 Uhr.

21.05.1983

Beim jährlichen Pfingstfußballturnier der Feuerwehren des Abschnitts Kirchberg an der Pielach spielten sechs Mannschaften um einen Wanderpokal. Unsere Wehr erreichte mit Frankenfels den zweiten und mit Weißenburg den sechsten Platz.
11.06.1983 Weißenbachler Feuerwehrfest: Ab 20:00 Uhr Tanzabend mit den bekannten "Waldheimat-Musikanten" aus Krieglach in der Steiermark.

12.06.1983

Weißenbachler Feuerwehrfest: Man feierte neben "100 Jahre FF Frankenfels" auch "45 Jahre Zug Weißenburg" mit folgendem Programm: Um 09:00 Uhr Feldmesse im Festzelt - kleiner Festakt - Frühschoppen mit der Trachtenkapelle Bischofstetten - Siegerehrung vom Mal- und Aufsatzwettbewerb von der Volks- und Hauptschule Frankenfels, welche vom Feuerwehrkommandanten Oberbrandinspektor Karl Hochfilzer vorgenommen wurde - ab 13:00 Uhr gemütlicher Nachmittag mit dem von Rundfunk und Fernsehen bekannten "Zillertaler Jodlertrio".

16.06.1983

Beide Wettkampfgruppen aus Frankenfels brannten im Marktbereich, oberhalb des Wasserreservoirs ein Sonnwendfeuer und daneben den Schriftzug "100 FF" ab.
Zeitgleich veranstaltete der Zug Weißenburg eine Grillparty beim Gerätehaus Weißenburg für die Weißenbachler Bevölkerung.
01.07.1983 Zwei Wettkampfgruppen aus Frankenfels und 2 Gruppen des Zuges Weißenburg nahmen mit Erfolg am 33. NÖ Landesfeuerwehrleistungsbewerb in St. Pölten teil.

31.07.1983

Bei der Mitgliederversammlung präsentierte Brandinspektor Franz Wutzl die für die Jubiläumsfeier aufgelegte Festschrift. Die von ihm erstellte Festschrift hatte 80 Seiten und eine Auflagezahl von 800 Stück. Die Autorenarbeit beanspruchte einen Zeitaufwand von über einem Jahr. Jeder Feuerwehrmann begann eifrig das gelungene Werk zu verkaufen. Es blieben nur 119 Stück übrig! Es konnte dadurch ein Reingewinn von Schilling 25 650,- erzielt werden.

26.08.1983

Großes Jubiläumsfest in Frankenfels!
1. Tag - Freitag:
17:30 Uhr: Eröffnung der großen Ausstellung "Die Feuerwehr im Wandel der Zeit" im Turnsaal und Schulhof der Volks- und Hauptschule durch Brandrat Konrad Lampel. Auch der Mal- und Aufsatzwettbewerb wurde im Eingangsbereich veröffentlicht. Ein Diavortrag zeigte verschiedene Feuerwehrereignisse.
20:30 Uhr: Fackelzug mit den Frankenfelser Vereinen und der Gastfeuerwehr FF Hollstadt aus Deutschland durch den Ort mit beiden Frankenfelser Musikkapellen. Ein mit brennenden Fackeln dargestellter Schriftzug "100 FF" - wie am 16. Juni - in verkleinerter Form neben der Weidinger-Brücke war sehr eindrucksvoll.
Anschließend Kranzniederlegung mit "großen Österreichischen Zapfenstreich" von beiden Kapellen beim Kriegerdenkmal,
danach Tanz im großen Festzelt am Badparkplatz mit dem Musikverein Ötscherland bei freiem Eintritt.
27.08.1983 Großes Jubiläumsfest in Frankenfels!
2. Tag - Samstag:
08:00 bis 19:00 Uhr: Fortsetzung der großen Ausstellung, Mal- und Aufsatzwettbewerb sowie Diavortrag.
09:00 bis 17:00 Uhr: Sonderpostamt mit Sonderstempel "1883 - 1983 Freiwillige Feuerwehr Frankenfels" im Schulgebäude. Zugleich eine Briefmarken-Werbeschau mit vielen Motiven aus der kuk-Zeit und auch einige "Feuerwehr-Marken" von Herrn Dr. Heinrich Jelinek aus Scheibbs.
17:00 Uhr: Abschnittsfeuerwehrtag in Frankenfels (Gasthaus Weidinger)
20:00 Uhr: Tanz auf steirischem Tanzboden im Festzelt mit dem Heimatland-Echo aus Puchberg am Schneeberg. Disco im Badkeller, Floriani-Bar und WC-Anlagen im Badgelände. Es waren rund 1000 Festbesucher anwesend. Eigens angefertigte grüne Kunststoff-Festabzeichen wurde knapp.

28.08.1983

Großes Jubiläumsfest in Frankenfels!
3. Tag - Sonntag:
08:00 bis 19:00 Uhr: Fortsetzung der großen Ausstellung, Mal- und Aufsatzwettbewerb sowie Diavortrag.
08:00 Uhr: Marschmusik vor dem Festzelt.
08:15 Uhr: Empfang der Ehren- und Festgäste, sowie der auswärtigen Feuerwehren.
08:45 Uhr: Abmarsch zum Gottesdienst.
09:00 Uhr: Feldmesse vor dem Kriegerdenkmal, anschl. Festakt mit Segnung des neuen Kleinlöschfahrzeuges (VW LT 35) von der Firma Lohr aus der Steiermark.
09:00 bis 17:00 Uhr: Fortsetzung "Sonderpostamt mit Sonderstempel" und der Briefmarken-Werbeschau von Herrn Dr. Heinrich Jelinek aus Scheibbs.
10:30 Uhr: Frühschoppen mit dem Trachtenmusikverein der Marktgemeinde Frankenfels.
Ab 13:00 Uhr: Gemütlicher Nachmittag mit der Musikgruppe "Frankenfelser Buam".
20:00 Uhr: Festausklang. Auch für diesen Tag gab es eigens angefertigte Kunststoff-Festabzeichen - jedoch in roter Farbe.
Resümee: Mit dem Sonderpoststempel gab es über 8000 (!) Abstempelungen. Bei diesem Jubiläumsfest wurden nicht nur 31 Fass Bier sondern auch alle Speisen verkauft. Es gab sehr großes Lob aus nah und fern. Viele Zeitungsberichte, sogar in der "Rhön-u.Saalepost (Deutschland)", folgten.

30.08.1983

12:26 Uhr: Zimmerbrand - in der Wohnung Wachter - im Haus "Leopold Karner", Ödrotte 13. Der komplette Löschzug Frankenfels rückte aus und konnte bereits um 12:55 Uhr "Brand aus" melden. Die Rückkehr aller drei Fahrzeuge wurde mit 13:27 Uhr dokumentiert.

12.09.1983

Für den Besuch des Papstes Johannes Paul II. am Folgetag in Mariazell erwartete man einen Massenansturm auf den Zufahrtsstraßen. Der NÖ Landesfeuerwehrverband verordnete auch für die FF Frankenfels einen 24-stündigen Bereitschaftsdienst. Eine aus 4 Mann bestehende Truppe war in dieser Zeit per Funk abrufbereit. Es gab keine Einsätze.

13.09.1983

Papstbesuch im Mariazell. Fortsetzung der Bereitschaft, wieder von 00:00 Uhr bis 24:00 Uhr. Der Heilige Vater wurde in einem sehr niedrig fliegenden Hubschrauberkonvoi über Frankenfels nach Mariazell eingeflogen. Das Verkehrsaufkommen auf der Pielachtal-Bundesstraße (B 39) war in beiden Richtungen sehr mäßig. Trotzdem blieb die Bereitschaft, wieder 4 Mann, bis Mitternacht aufrecht. Keine Unfälle bzw. Einsätze in unserem Einsatzgebiet.
01.10.1983 Große FuB-Übung in Frankenfels. Die FuB-Züge II/17 und VIII/17 führten am Wiesberg und beim Gehöft "Wassermann" eine Katastrophenübung mit insgesamt 163 Feuerwehrmännern durch.
22.10.1983 Beim jährlichen Fitlauf nahm wieder die FF Frankenfels mit einer Gruppe teil. Erfreulich: FM Leopold Karner, von der FW Weißenburg, lief die Tagesbestzeit.

05.11.1983

Kameradschaftsabend im Gasthaus Weidinger mit musikalischen Darbietungen, ein von jungen Weißenbachler Wehrmännern aufgeführten Einakter, Mundartgedicht von Frau Rosalia Proschek, humoristische Einlagen und eine Filmvorführung von Herrn Oberschulrat Direktor Franz Stöckl.
Es wurde an alle Feuerwehrmänner, Ehrengäste, Kommandanten des Abschnitts, langjährige Festmitarbeiter, Ehrenbürger und Frauen von verstorbenen Feuerwehrmänner ein von Kommandantstellvertreter Brandinspektor Franz Wutzl entworfener und von der Firma Alpenland angefertigter Wachssiegel mit dem Abbild des Heiligen Florian und der Aufschrift "100 Jahre FF Frankenfels 1883 - 1983" mit Dankesworten überreicht.

31.12.1983

Auch im Jubiläumsjahr 1983 stand die Hauptaufgabe der Feuerwehr im Vordergrund: Man rückte zu 166 (!) Einsätzen aus. Davon waren 116 (!) Wassertransporte, wobei insgesamt 458.000 Liter Nutzwasser unentgeltlich zu den entlegenen Gehöften befördert wurden (407 Mann / 950 Stunden), zu verzeichnen.
04.03.1984 Schwerer Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person auf der Bundesstraße 39, in der Leitenklamm.

25.03.1984

Sirenenalarm. Gefährlicher Waldbrand in der Nähe des Gehöftes "Unter-Stein", Grasserrotte 2. Die Feuerwehren Frankenfels einschließlich Zug Weißenburg, Schwarzenbach/P. und Kirchberg/P. kämpften erfolgreich, die Besitzerin Maria Datzreiter war erleichtert.
Einsatzdaten: 19:07 Uhr bis 22:20 Uhr, 9 Feuerwehrfahrzeuge, 58 Mann.
19.05.1984 Firmung in Frankenfels. Die Feuerwehr besorgte den Ordnerdienst.
23.05.1984 Bei einer Unterabschnittsfunkübung in Frankenfels wurde eine "Suchaktion" nach einem Vermissten in der Boding, rund um den Holzerberg, abgehalten. Die NÖN-Zeitung berichtete.

01.06.1984

Bei einem Gegenbesuch des MV Ötscherland und der Turn- und Sport-UNION Frankenfels in der Patengemeinde Hollstadt in Bayern (BRD) nahm auch eine Feuerwehrabordnung, unter der Führung von KDT-STV BI Franz Wutzl, teil. Am Folgetag gab es eine große Festveranstaltung, bei der unter anderem auch Geschenke an die FF Hollstadt und Hr. Bgm. Richard Radina wegen der Teilnahme an unserer 100-Jahr-Feier im vergangenem Jahr übergeben wurden. Nach einem großen Festumzug am 3. Tag (Sonntag) folgte die Heimfahrt.
02.06.1984 PKW-Brand in der Nähe des Hauses "Leopold Wutzl", Markenschlagrotte 25. Der TLF-Einsatz (Schaum als Löschmittel) dauerte von 08:40 Uhr bis 10:30 Uhr.

10.06.1984

Beim Pfingstfest des Zuges Weißenburg (9. bis 11. Juni) wurde erstmals ein Weißenbachler-Treffen veranstaltet. Auch alle 308 abgewanderte Weißenbachler bekamen eine schriftliche Einladung, wovon 168 Personen tatsächlich kamen. Es gab ein Gewinnspiel und an jeden Weißenbachler, auch ehemaligen, wurde ein Erinnerungsgeschenk (Foto des Feuerwehrhauses) überreicht.

30.06.1984

Eine Gruppe nahm an den 34. NÖ Landesfeuerwehrbewerben in Haag teil. Bewerbsziel erreicht (357 in Bronze und 316 Punkte in Silber). Erstmals übernachtete die Frankenfelser Wettkampfgruppe in der Nacht auf Sonntag (Siegerehrung) in einem privaten Zelt. Für diesen Zweck stellte die Familie Ing. Franz und Stephanie Krickl (beide ehemalige Frankenfelser), 3350 Stadt Haag - Lerchenfeld 3, den Garten ihres Wohnhauses zur Verfügung.

24.08.1984

Beginn des 3-tägigen Feuerwehrfestes. Über Ansuchen des "Trachtenmusikvereins der Marktgemeinde Frankenfels" wird dieses Fest gemeinsam mit dem Musikverein vor dem Badgelände abgehalten. Die Arbeiten teilten sich, je zur Hälfte, die Feuerwehr und die Musik. Der Reingewinn wurde ebenfalls 50:50 geteilt.
25.08.1984 Fortsetzung des gemeinsamen Festes mit Tanzabend im Zelt.
26.08.1984 Der Höhepunkt dieses "Gemeinschaftsfestes" war der große Festakt des Trachtenmusikvereins.
07.09.1984 Unser Kommandantstellvertreter Brandinspektor Franz Wutzl wurde als "Sachbearbeiter Ausbildung" des Abschnitts Kirchberg an der Pielach vorgeschlagen. Er räumte sich eine Bedenkzeit bis zur nächsten KDT-Sitzung ein.
06.10.1984 Kameradschaftsausflug der Feuerwehr - mit 2 Bussen - in "Peter Roseggers Waldheimat".
02.11.1984 Bei der Kommandanten-Sitzung des Abschnitts in Schwarzenbach/P. wird Kommandantstellvertreter Brandinspektor Franz Wutzl zum Abschnittssachbearbeiter für Ausbildung bestellt.

04.11.1984

Schwerer Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 39, unmittelbar nach der "Fischerbrücke", bereits im Gemeindegebiet Kirchberg/P. Die ersteintreffende Feuerwehr Frankenfels führte die Menschenrettung durch und übergab den schwerverletzten Frankenfelser der Rettung, leider verstarb er im Krankenhaus. Die Fahrzeugbergung übernahm die Frankenfelser Feuerwehr, die Straßenreinigung erledigte die FF Kirchberg/P. Der Einsatz dauerte von 00:23 Uhr bis 02:35 Uhr. Bei der Einsatznachbesprechung gab es, trotz der sehr raschen Menschenrettung, den endgültigen Anstoß, ein Hydraulisches Rettungsgerät anzuschaffen.

November 1984

Von den Subkassierern werden bei der Einhebung des jährlichen Unterstützenden Mitgliedsbeitrages (Schilling 50,-) an alle Telefonbesitzer unentgeltlich ein Pickerl für die Telefonwahlscheibe ausgegeben. Es ist darauf die Rufnummer der Feuerwehr, des Arztes, der Rettung und der Gendarmerie, sowie die, der die Aktion bezahlenden Raiffeisenkasse, vermerkt.

22.11.1984

Brand in der Produktionshalle der Großtischlerei Josef Krippl, in der Dobersnigg (Gemeinde Loich). Der beginnende Brandübergriff auf die Lagerhalle wurde mit viel Aufwand (Außenangriff und zugleich Innenangriff mit schweren Atemschutz) gelöscht. Trotz Abbrand der Halle, wurden Büro, Silo, Glaserei und Nachbargebäude gerettet. Es gab Abschnittsalarm, für die Frankenfelser Wehrmänner dauerte der Einsatz von 05:10 Uhr bis 09:15 Uhr.

05.12.1984

Beschluss in der Mitgliederversammlung: Einbau eines Kassettenrecorders im KLF der FF Frankenfels. Das Gerät hat eine Kabelverbindung zum Fahrzeugfunkgerät und erspart durch die Aufnahme der ein- und ausgehenden Funkgespräche die Führung des Funktagebuches. Für die Umsetzung wurde Nachrichtenwart Löschmeister Erich Gonaus beauftragt.

08.12.1984

Alle Feuerwehrkommandanten und -Stellvertreter des Bezirkes St. Pölten haben eine Nachschulung in der Feuerwehrzentrale St. Pölten zu absolvieren. Hier referierte auch Abschnittssachbearbeiter Ausbildung FKDTSTV Brandinspektor Franz Wutzl. Durch die große Teilnehmerzahl wurde ein zweiter Tag angehängt.
09.12.1984 Fortsetzung der KDT- und STV-Schulung in St. Pölten. Unser BI Franz Wutzl trug wieder vor.
22.12.1984 Mit den neuesten Militärkarten (4. Auflage der ÖMK 50, Blätter 6806, 6807, 6810 und 6811) werden alle Feuerwehrfahrzeuge des Feuerwehrabschnitts Kirchberg/P. bestückt.
31.12.1984 Statistik 1984: 66 Einsätze (260 Mann leisteten 774 Einsatzstunden).

05.01.1985

Hilfstransport für ASBÖ Frankenfels in unwegsamen Gelände, in der Karrotte. Bei schlechten Wetter (starker Schneesturm, extrem schlechte Sicht, totale Dunkelheit, - 10 Grad Celsius) dauerte der anstrengende Einsatz von 20:05 Uhr bis 22:05 Uhr. Ein Vorwärtskommen war nur mit dem Unimog möglich!
01.02.1985 Als 2. Feuerwehr des Abschnitts Kirchberg an der Pielach bekommt die FF Frankenfels von der Firma Rosenbauer einen Hydraulischen Rettungssatz (Spreizer und Schere) geliefert. Er dient vorwiegend für Menschenrettung im Straßenverkehr. Damit verbunden erfolgte auch die Inbetriebnahme des 1. Notstromaggregates (Marke Bosch, 8 KW). Mit dieser Gerätschaft wurde das Rüstfahrzeug (Unimog) vervollständigt. Gesamtkosten: Schilling 216 000,-

07.02.1985

Ein drittes Handfunksprechgerät wurde in Betrieb genommen. Somit sind ab diesem Tag 2 Stück Handfunkgeräte (Anton Frankenfels und Berta Frankenfels) in Frankenfels stationiert. Das 3. Gerät (Cäsar Frankenfels) befindet sich beim abgesetzten Zug Weißenburg.

13.02.1985

In der Rosenbühelrotte wurde ein von der "Hinteregger-Wehr" bis zum Kaufhaus Plasch reichender Eisstau mühevoll beseitigt. Es wurden beide Züge (Frankenfels und Weißenburg) eingesetzt, der Einsatz dauerte von 12:45 Uhr bis 16:55 Uhr.

23.02.1985

Unsere Nachbarswehr Schwarzenbach an der Pielach veranstaltete die erste Abschnitts-Skimeisterschaft. Die Freiwillige Feuerwehr Frankenfels einschließlich Zug Weißenburg stellte die meisten Teilnehmer, konnte jedoch keinen Pokal erringen.
17.03.1985 Bei der offiziellen Kindergarteneröffnung durch Frau Landesrat Liese Prokop stellte die Feuerwehr den Ordnerdienst.
30.03.1985 Fahrzeugfunkgerät "Pumpe 1 Frankenfels" mit Tonbandaufzeichnung. Durch eine Kabelverbindung vom Funkgerät zu einem Kassettenrecorder werden alle Funkgespräche professionell dokumentiert. Die technische Realisierung lag in den Händen von LSBNRD OBI Ing. Alfred Zöchling und Firma Radio Plank in Loosdorf. Die Führung des Funktagebuches (Mitschreiben aller ein- und ausgehenden Funkgespräche) kann ab nun entfallen. Diese Zusatzeinrichtung ist einzigartig im ganzen Bundesland Niederösterreich! Der Beschluss in der Mitgliederversammlung dazu fiel am 05.12.1984.
05.05.1985 Im Anschluss an die Florianifeier wurde am Platz vor dem Kriegerdenkmal eine Einsatzübung mit dem Hydraulischen Rettungsgerät durchgeführt. Die vielen Zuseher waren begeistert.

06.05.1985

PKW-Brand beim Haus "Hoch-Öd" ("Ebner Willi"), Ödrotte 2. Ein Kabelbrand war die Ursache. Am VW-Bus entstand ein Totalschaden, eine Brandausbreitung auf Wiese und Wald konnte verhindert werden. Einsatzdaten: 2 Fahrzeuge (TLF-A 2000 Frankenfels, KLF Frankenfels); 13:50 Uhr bis 15:20 Uhr.
11.05.1985 Absturz eines Radladers im unwegsamen Gelände, in der Fischbachmühlrotte. Der Einsatz mit dem Rüstfahrzeug-Unimog dauerte vier Stunden.
17.05.1985 Der Zug Weißenburg half den Naturfreunden Frankenfels sechs Stunden lang bei der jährlichen Bachufersäuberung.
18.05.1985 Bei der Fortsetzung der Bachuferreinigung im Marktbereich und in der Hofstadtgegend halfen Frankenfelser Feuerwehrmänner den Naturfreunden von 13:00 Uhr bis 19:00 Uhr.
08.06.1985 Trotz strömenden Regen kamen mehr als 800 Gäste zum Weißenbachler Feuerwehrfest.

28.06.1985

Am 35. NÖ Landeswettbewerb in Stockerau nahmen die Wettkampfgruppe "Frankenfels 1" und der Zug Weißenburg als Wettkampfgruppe "Frankenfels 2" teil. Hiebei erreichte "Frankenfels 1" das bislang beste Ergebnis: 368 Punkte in der Klasse Bronze A.
28.07.1985 Je eine Feuerwehrabordnung fuhr zur "45 Jahr - Feier" der FF Loich und zur ÖKB-Gedenkfeier "40 Jahre Kriegsende" im Höllgraben.
14.09.1985 Am 3. Feuerwehrsternmarsch des NÖ Landesfeuerwehrverbandes nach Maria Taferl nahmen einige Kameraden von Frankenfels mit ihren Familienangehörigen teil.
27.09.1985 Funkleistungsbewerb in der Landesfeuerwehrschule Tulln: Karl Hochfilzer und Franz Freudenthaler jun. (Zug Weißenburg) sind beim FULA Silber erfolgreich. Franz Wutzl und Erich Gonaus erringen die Leistungsspange in Gold. Somit stellt die FF Frankenfels als erste Wehr des Abschnitts Kirchberg/P. das FUNKLEISTUNGSABZEICHEN IN GOLD.
11.10.1985 Alarmübung in der Volks- und Hauptschule Frankenfels.

20.10.1985

Bei einer Unterabschnittsübung in der Boding wurde auch mit den Tragkraftspritzen im Relaisbetrieb von der Natters zum Gehöft "Hinter-Hofstatt" (vulgo "Hofstatt-Karner"), Markenschlagrotte 2, gepumpt. Auch die TLF wurden eingesetzt. Die Männer der Feuerwehren Frankenfels einschl. Zug Weißenburg, Schwarzenbach an der Pielach, Loich und Kirchberg/Piel. waren gefordert.
21.11.1985 Beide Sirenen (Frankenfels und Weißenburg) wurden auf Fernsteuerung umgerüstet. Die neuen Sirenensteuergeräte der Marke "centerfunk CSI 8000" von der Firma Center, Nachrichtentechnische Anlagen GmbH aus Wien, sind von der Bezirksalarmzentrale St. Pölten (Nachrichtenzimmer der FF St.Pölten-Stadt - Notruf 122 ohne Vorwahl) aus bedienbar. Kostenpunkt beider Anlagen (Steuerkästen, Richtantennen und Verkabelungen): Schilling 120.000,-. Zusätzlich wurde vorsorglich auch eine Rundstrahlantenne, einschl. Kabel, für eine event. ortsfeste Funkstelle (auch Funkfixstation genannt) montiert.
23.11.1985 Kameradschaftsabend der Feuerwehr im Gasthaus Weidinger. Es gab eine Theateraufführung (der Einakter "Die Autofahrschule") unter der Regie von BI Franz Wutzl und einen Quiz mit schönen Preisen.
19.12.1985 Brand in der "Villa Goebel", Hofstadtgegend 24. Durch heißen Aschen entstand ein Innenbrand, welcher sich sehr rasch im ersten Stock und auf den Dachstuhl ausbreitete. Der Großeinsatz forderte die Feuerwehren Frankenfels einschl. Zug Weißenburg, Schwarzenbach an der Pielach, Loich, Kirchberg/Piel. und Tradigist. Bei der Brandbekämpfung wurde Schwerer Atemschutz eingesetzt. Es konnte das sehr nahe gelegene Gehöft Nattershof gerettet werden. Auch die Tonbandaufzeichnung hat sich bewährt. Der Einsatz begann um 21:10 Uhr und endete am Folgetag um 13:25 Uhr. Weitere Einsatzdaten: "Brand unter Kontrolle" um 02:25 Uhr, "Brand aus" um 13:00 Uhr, 14 Feuerwehrfahrzeuge, 16 Schwere Atemschutzgeräte, 104 Feuerwehrmänner.
31.12.1985 Statistik 1985: 84 Einsätze (302 Mann / 905 Std.) und 48 Übungen mit insgesamt 1418 Std.
05.01.1986 Über die 103. Jahreshauptversammlung, bei der es auch viel Lob seitens der Gemeinde gab, berichtete die Wochenzeitung NÖN.

31.01.1986

Sirenenalarm um 17:52 Uhr: Schwerer Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen auf der Bundesstraße 39 im km 31,600. Zwei PKW sind bei Glatteis zusammengestoßen. Der Verursacher war mit Sommerreifen bei null Grad Celsius unterwegs. Erstmals wurde der Spreizer und die Schere zur Menschenrettung eingesetzt. Drei Verletzte wurden herausgeschnitten und der Rettung zum Transport ins Krankenhaus St. Pölten übergeben. Um 19:50 Uhr war Einsatzende.
05.02.1986 Ein elektrischer Schlauchaufzug wurde unter Anleitung von Löschmeister Alois Karner im Feuerwehrhaus Frankenfels errichtet.
05.02.1986

Der Abgesetzte Zug Weißenburg wird durch eine Dienstanweisung des NÖ Landesfeuerwehrkommandos auf "Feuerwache Weißenburg“ unbenannt und vom Feuerwachekommandanten Brandinspektor Johann Weissenbacher geführt, er war bisher Zugskommandant. Die Feuerwache (FW) ist organisatorisch der FF Frankenfels unterstellt und bleibt weiter der 2. Löschzug. Die Verwaltung für die FW wird von Frankenfels aus weiterhin mitbesorgt, dazu wird der Verwalter zum Leiter des Verwaltungsdienstes und ein Verwaltungsmeister kommt neu dazu. Vorwiegend für die Festabwicklung in Weißenburg gibt es einen Verwaltungsgehilfen.

16.02.1986 Infolge Übersiedelung nach Frankenfels tritt der ehemalige Verwalter der FF Loich Herr Franz Rußwurm der Freiwilligen Feuerwehr Frankenfels bei.

März 1986

Ab der 2. Märzhälfte wurden die Hydranten im Ortsbereich bei Schönwetter mit Gesichtern und Gewändern von den Volksschulkindern mit ihren Lehrkörpern in den Zeichenstunden bemalt. Im Juni 1986 konnte diese besondere Aktion abgeschlossen werden. Die Idee stammt von Frau Volksschuldirektorin Helga Pögner.

25.03.1986

"Hatte die FF Frankenfels das erste KLF mit Allradantrieb?" war die Überschrift eines Artikels in der Fachzeitschrift Brandaus 3/1986 auf der Seite 97. Der Autor Löschmeister Erich Gonaus gab sämtliche Details dazu bekannt und ergänzte mit einem Foto unseres Land Rover's mit dem Tragkraftspritzenanhäger (TSA). Diese wurden im Landesfeuerwehrkommando intensiv behandelt und stellen somit einen Beitrag in der NÖ Feuerwehrgeschichte - Rubrik "Fahrzeuge, Technik allgemein" dar. Das Ergebnis dieser Geschichtsaufarbeitung war ein eindeutiges JA !

18.04.1986

PKW-Unfall auf der Bundesstraße 39, Höhe Nixhöhle-Parkplatz. Das Fahrzeug hatte sich überschlagen und lag mit offener Tür in der Natters. Der Fahrer wurde herausgeschleudert und lag 6 Meter unterhalb am rechten Bachufer. Er wurde von der Feuerwehr tot aufgefunden. Die Bergung des Toten, die Überführung in die Aufbahrungshalle und die Sicherstellung des PKW-Wracks übernahm die Feuerwehr. Einsatzdauer: Von 06:15 Uhr bis 12:30 Uhr.

19.04.1986

Unterstützung der Höhlenforschergruppe "Die Fledermäuse" in der Nixhöhle. Von 9 Uhr bis 17 Uhr wurde an unwegsamen Stellen die Höhle von Unrat und diversen Ablagerungen gereinigt, auch bei der Sicherung half man mit.
26.04.1986 Verheerender Reaktorunfall in Tschernobyl. Leider wurde erst einige Tage später informiert. Aber in den kommenden Jahren wird dem Zivilschutz vermehrte Bedeutung beigemessen.
27.04.1986 Bei der Florianifeier wurde erstmals vor dem Kriegerdenkmal öffentlich die Angelobung von Jungmännern und die Beförderungen durchgeführt.
09.05.1986 Im Weißenbachtal wurden die Naturfreunde drei Stunden lang bei der Bachuferreinigung von sechs Männern der Feuerwache Weißenburg unterstützt.
10.05.1986 Fortsetzung der Bachufersäuberung im Ortsbereich. Frankenfelser Feuerwehrmänner halfen bei den Naturfreunden von 12:50 Uhr bis 19:00 Uhr mit.

28.05.1986

Nach einem verheerenden Wärmegewitter über Frankenfels wurde die Ortswehr und die Feuerwache Weißenburg mittels Sirenenalarm in die Falkensteinrotte und Grasserrotte gerufen. Murenabgänge beseitigen und Auspumparbeiten forderten 31 Feuerwehrmänner von 16:45 Uhr bis 22:50 Uhr. Das größte Ereignis war der Murenabgang oberhalb des Hauses "Holzbauer", es wurde das Wohnhaus getroffen und dadurch sehr stark beschädigt.
15.06.1986 Starkes Hagelgewitter in der Boding. Die Feuerwehr musste bei drei Häusern die Keller auspumpen.
21.06.1986 Je ein Sonnwendfeuer wurde am "Franz Labner - Weg" von der Feuerwache Weißenburg und zeitgleich in der Grassermühle von der Hauptwache abgeführt.
03.07.1986 Die Straßenmeisterei Kirchberg an der Pielach forderte die FF Frankenfels für eine Verkehrsregelung bei Asphaltierungsarbeiten am Mühlboden an. Dauer: Von 7 Uhr früh bis 17:00 Uhr. 

08.07.1986

Um 15:17 Uhr: Abschnittsalarm für den Großbrand in Kirchberg/Pielach. Der überhitzte Heizungskessel verursachte im Obergeschoß der Werkstätte der Sesselfabrik Gansch ein großes Schadensfeuer. Frankenfels war mit zwei Gruppen und Weißenburg mit einer weiteren Löschgruppe vertreten. Unser Tanklöschfahrzeug wurde unmittelbar zur Brandbekämpfung unter Schweren Atemschutz eingesetzt. Die Feuerwache Weißenburg stellte eine Zubringleitung her. Der ebenerdige Fabriksteil, das Wohngebäude, sowie die Maschinen wurden gerettet. Das Obergeschoß verbrannte.
19.07.1986 Mit unserem KLF wurde eine "Lautsprecherfahrt" (Werbefahrt) in sämtlichen Siedlungsgebieten für das am Nachmittag stattfindende "Blau/Gelbe Bäderwunschkonzert des ORF" durchgeführt.
23.08.1986 Feuerwehrfest in Frankenfels. Programm am Samstag: Ab 20:00 Uhr Tanz und Unterhaltung mit den "Fidelen Schloßberg Buam" aus Lienz (Osttirol). Eintritt Schilling 35,-

24.08.1986

Feuerwehrfest in Frankenfels. Programm am Sonntag, bei freiem Eintritt: Ab 10:00 Uhr Frühschoppen mit den "Frankenfelser Buam", ab 14:00 Uhr Gemütlicher Nachmittag mit dem "Kohlangerbach Quartett". Um 15:00 Uhr wird erstmals ein Quiz durchgeführt. Es war zu erraten, wie viele Zehngroschenstücke in einem Feuerwehrhelm waren. Die Raiffeisenkasse Frankenfels unterstützte durch die Spende aller 10-Groschenmünzen das Ratespiel, wobei nur der Raika-Obmann OSR Franz Stöckl die genaue Anzahl wusste. 780 Quizkarten (jede Teilnehmerkarte kostete Schilling 5,-) wurden verkauft. Der Sieger Probefeuerwehrmann Robert Weissenbacher, von der Feuerwache Weißenburg, kam mit 3666 Stück der tatsächlichen Anzahl von 3670 am nächsten. Er bekam den Helm, alle Zehngroschenmünzen und einen Geschenkkorb. Am Ende des Schätzspiels wurde bekanntgegeben, dass die Zahl das genaue Geburtsgewicht des vor ca. einem Monat geborenen Sohnes (Thomas) unseres Feuerwehrkommandantstellvertreters Brandinspektor Franz Wutzl ist. Es war eine äußerst gelungene Veranstaltung!
01.09.1986 Der aus Vils in Tirol stammende Harry Vogler tritt der Feuerwehr bei. Die Übersiedlung entstand durch Verheiratung. Sein beibehaltener Dialekt bereitete einige unklare Sprachverständnisse in unseren Reihen.
18.09.1986 Erfolgreiche Suchaktion am Wiesberg (Nähe Nixhöhleneingang). Eine ältere Frau hatte sich verirrt.
20.09.1986 Bei der 300 Jahr - Feier der Berufsfeuerwehr Wien wurde die FF Frankenfels durch 2 Kameraden vertreten. Der Festakt vor dem Wiener Rathaus und in der Zentrale am Hof war sehr beeindruckend.
04.10.1986 Über den Feuerwehrausflug mit 84 Teilnehmer in 2 Autobussen nach Wien (Führung in der ORF-Zentrale und Besichtigung des Feuerwehrmuseums der BF Wien) berichtete auch die NÖN am 14. Okt. auf Seite 9.
06.10.1986 Wasserversorgung des Ortes mit 34.000 Liter (!). Der Bruch des Hauptschiebers der Ortswasserleitung führte zu diesem acht Stunden langen Einsatz.

13.10.1986

Ein Kompressorbrand löste einen Waldbrand beim Bahnkilometer 46,650 (zwischen Haltestelle Boding und der Eisenbahnbrücke) aus. Kompressor der Firma Walter GmbH, St. Pölten, und der Kleinwald wurde binnen kürzester Zeit gelöscht.
12.12.1986 5-stündige Bergungsarbeiten in der Lehengegend. Infolge glatter Fahrbahn ist ein Traktor samt Anhänger seitlich abgerutscht.
19.12.1986 Alarmübung (Bergeübung)! Mit dem Spreizer und der Schere wurden zwei "Verletzte" aus zwei zusammengestoßenen PKW befreit und versorgt.
31.12.1986 Statistik 1986: 134 Einsätze (535 Mann / 1167 Std.) und 41 Übungen (447 Mann / 1281 Std.).

01.01.1987

Löschmeister Erich Gonaus wird vom Abschnittsfeuerwehrkommandant Brandrat Konrad Lampel zum provisorischen Nachrichten-Sachbearbeiter im Feuerwehrabschnitt Kirchberg an der Pielach bestellt. Die Definitivstellung erfolgt am 26. Mai 1987.

27.01.1987

Durch eine zirka 1 Meter hohe Schneeablagerung wurde ein Teil des Dachstuhls beim Wirtschaftsgebäude des Hofes "Wassermann", Rosenbühelrotte 8, eingedrückt. Die Feuerwehr half mit 15 Mann bei den Aufräumungsarbeiten und sicherte den verbleibenden Rest des Dachstuhls.
29.01.1987 Schneebeseitigung beim Kaufhaus Pögner, Markt 3. Gefährlich überhängende Dachlawine über dem Geschäftseingang entfernt.
30.01.1987 Um eine rasche interne Alarmierung bei technischen Einsätzen zu erreichen, wurde ein System für die telefonische Weiteralarmierung (von Feuerwehrmann zu Feuerwehrmann) geschaffen.

31.01.1987

Beim 1. Weißenbachler Rodel- und Ziehschlittenrennen half die Feuerwache Weißenburg beim Auf- und Abbau tatkräftig mit. Am Renntag fungierten die Feuerwehrmänner als Streckenposten. Es befanden sich sehr viele Besucher entlang des "Franz Labner - Weges".
02.02.1987 Beseitigung von Schneeverwehungen im Marktbereich. Einsatzdauer: 12:30 Uhr bis 17:30 Uhr.
03.02.1987 Fortsetzung vom Vortag. Einsatzdauer: 08:00 Uhr bis 18:00 Uhr.
04.02.1987 Und wieder Fortsetzung vom Vortag. Einsatzdauer: 08:00 Uhr bis 12:00 Uhr.
04.02.1987 Am Nachmittag: Wassertransport infolge Rohrbruch in der "Ober-Grub", Lehengegend 4.

05.02.1987

Dacheinsturz durch Schneelast im "Klein-Bernreith", Lehengegend 21. Die Feuerwehr erledigte die Bergung von landwirtschaftlichen Gütern, sowie das Abschaufeln beim verbleibenden Rest des Daches. Einsatzdauer: 07:15 Uhr bis 12:15 Uhr.
05.02.1987 Und wieder "Schneemassen räumen" im Marktbereich. Einsatzdauer: 13:00 Uhr bis 18:00 Uhr.

07.02.1987

Am Nachmittag bildete sich infolge plötzlich aufkommendes Tauwetter bei Regen und + 5 ° C ein gewaltiger Eisstau auf der Natters und in weiterer Folge auch auf der Pielach. Stellenweise traten riesige Eisschollen über das Ufer und blieben auf der Bundesstraße liegen bzw. gefährdeten Brücken und Häuser. Dazu kam, dass der Taubenbach eine sehr große Menge an Nassschnee heranbrachte, sodass auch der Durchlass bei der Bundesstraße verlegt wurde und die Bundesstraße unbefahrbar machte. Dort war die erste Feuerwehrtätigkeit, Mittels Vollstrahl wurde eine Schneise (großes Loch) für den Durchfluss geschaffen. Bald konnte die B 39 auf dieser Stelle freigegeben werden. Aber dann folgte eine schwierige Aufgabe: Auf Höhe Nixhöhle, beim "Wassermann", bei der Grassermühle, Wehranlage "Winter"(Voralpenhof), "Weidinger Brücke", in der Leitenklamm, beim "Gillus" und in der Schönau wurde in harter Arbeit von den Feuerwehrmännern das Eis unterdrückt und von zwei Baggern dieser Eisstau gelöst. Die Gefahren wurden somit gebannt. Der Einsatz dauerte von 15:06 Uhr bis 19:00 Uhr und beanspruchte 29 Feuerwehrkameraden. In der monatlich erscheinenden Fachzeitschrift "Brandaus - Heft 4/1987" erschien ein dreiseitiger Fachartikel.
15.02.1987 2. Abschnittsschimeisterschaft der Feuerwehren wurde in Schwarzenbach/P. veranstaltet. 12 (!) begeisterte Skiläufer stellte die FF Frankenfels, wobei in zwei Klassen jeweils der erste Platz erreicht wurde.
Februar 1987 Mehrere Ski- und Rodelrennen wurden gemeindeweit von verschiedenen Vereinen veranstaltet, bei denen unsere Feuerwehrmannschaft gute Plätze belegte. Für die organisatorische Durchführung (Zeitnehmung) wurden unsere Funkgeräte herangezogen!

19.03.1987

Ein verunreinigter Wasserbehälter in der Markenschlagrotte musste x-mal befüllt werden. Unser Tanklöschfahrzeug (TLF-A 2000) fuhr unzählige Wassertransporte:

am 19.03.: 15:00 Uhr bis 19:30 Uhr, 14.000 Liter

am 21.03.: 10:30 Uhr bis 14:15 Uhr, 10.000 Liter

am 23.03.: 08:45 Uhr bis 11:15 Uhr, 14.000 Liter     und

am 24.03.: 18:30 Uhr bis 21:00 Uhr, 12.000 Liter

20.03.1987

Brandalarm um 14:45 Uhr mittels Sirene. Im Hammerwerk in Sois (Nachbarsgemeinde Kirchberg/P.) brach in einer Zwischendecke der Werkshalle Feuer aus. Bei der Ankunft am Einsatzort stellte sich heraus, dass die FF Frankenfels nicht mehr benötigt wurde, weil der Brand soeben unter Kontrolle geriet. Befehl "Einrücken"!

31.03.1987

Sirenenalarm um 11:01 Uhr: Schwerer Verkehrsunfall auf der B 39 in der Leitenklamm, 2 schwere LKW-Züge sind infolge Schneematsch zusammengeprallt, wobei ein beladener Tankwagen (Sattelzug) sich mit der Vorderachse über die Fahrbahn hinausragte und in die Natters zu stürzen drohte. Durch die Totalsperre bildete man zwei Einsatzabschnitte. Auf der Westseite arbeitete die Hauptwache mit allen drei Feuerwehrfahrzeugen und ostseitig war die Feuerwache Weißenburg und die FF Schwarzenbach/P. tätig. Einsatzdaten: 6 F-Fzg. Gesamt 25 Mann, Einsatzende um 13:15 Uhr.
16.05.1987 Eigenständige Bachufersäuberung in der Hofstadtgegend. Die Marktgemeinde Frankenfels fungierte als Auftraggeber. 6 Mann, alle von 13:00 Uhr bis 18:00 Uhr.

22.06.1987

Nach längeren und eingehenden Überlegungen wurde auf Wunsch der Feuerwache Weißenburg beschlossen, dass ab 1. Jänner 1988 die finanzielle Gebarung getrennt wird. Eine mündliche Befürwortung erfolgte auch vom Abschnittsfeuerwehrkommandanten Brandrat Konrad Lampel. Das heißt: Jeweils eigene Kassenführung in Frankenfels und Weißenburg.
29.08.1987 In der Früh: Unmittelbar nach einer PKW-Bergung aus der Natters in der Rosenbühelrotte ermittelte der Gendarmerieposten Frankenfels, dass der Lenker das Kraftfahrzeug gestohlen hatte.

29.08.1987

Am Abend: Feuerwehrfest am Samstag. Da schon oft mit den Festveranstaltern über eine 0,0-Promille-Disco gesprochen wurde, startete die Feuerwehr den ersten Versuch. In der Disco wurden NUR ALKOHOLFREIE GETRÄNKE verabreicht.

30.08.1987

Feuerwehrfest am Sonntag. Und wieder eine 0,0-Promille-Disco am Nachmittag. Resümee: Es war an beiden Tagen ein Flop und blieb einmalig! Die Zeitung "NÖN" berichtete ausführlich am 8. Sept. auf der Seite 10.
23.09.1987 Herr Alois Karner sen., Tiefgrabenrotte 16, mit Traktor verunglückt. Feuerwehrtätigkeiten: Totenbergung und Bergung des Unfallfahrzeuges in einem schwierigen Gelände.
02.10.1987 Ehrenverwalter Hermann Weidinger verstorben. Er war von 1965 bis 1977 als Kommandomitglied in der Verwaltung tätig.

27.11.1987

Beim Feuerwehr-Kameradschaftsabend wurde neben Tanz und Humor auch ein Dalli-Dalli-Spiel von den Feuerwehrmännern bestritten. Zahlreiche Ehrengäste erfreuten diese heiteren Einlagen ebenso wie die schönen Preise beim Quiz der Feuerwehr.
12.12.1987 Um 10:21 Uhr gab es Sirenenalarm "Rauchfangfeuer beim Ed-Wutzl, Grasserrotte 6". Dank raschem Eingreifen der Feuerwehr blieb der Schaden sehr gering. 11:30 Uhr war Einsatzende
31.12.1987 Statistik 1987: 120 Einsätze (462 Mann / 1133 Std.) und 54 Übungen (555 Mann / 1571 Std.).

01.01.1988

Traktorabsturz (zirka 30 Meter) oberhalb des Gehöftes "Mündlhof", Rosenbühelrotte 10. Der schwerverletzte Lenker wurde von einem Wanderer zufällig gehört, ging der Stimme nach und alarmierte. Mit dem Feuerwehrarzt wurde vorerst die Menschenrettung und dann die schwierige Traktorbergung durchgeführt. Der Verletzte wurde mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus St. Pölten geflogen.

23.01.1988

Beim traditionellen Feuerwehrball gab es 240 zahlende Ballbesucher im Saal des GH Weidinger. Sie wurden von den "Frankenfelser Buam" in sehr guter Laune gehalten. Erstmalig gab es neben der üblichen Schnapsbar eine "Harry's Mix Bar", wo besondere Köstlichkeiten angeboten wurden, wie z.B.: Golden Lady, Kir Royal, Alexander, Sidecar, Bowle u.v.m.
25.01.1988 Vergabe der Selektivrufnummer 347 vom LFKDO NÖ für die geplante ortsfeste Funkstelle (Funkfixstation) der FF Frankenfels.
06.02.1988 Ein entrollter PKW wurde vom Gleis der Mariazellerbahn (ÖBB) in der Rosenbühelrotte geborgen.
21.02.1988 Am Ende der 105. Mitgliederversammlung mit Jahresbericht (Jahreshauptversammlung) wurden an 50 Feuerwehrkameraden Kälteschutzhauben für den Wintereinsatz verteilt.

13.03.1988

Unterstützung der Nachbarsfeuerwehr St. Anton an der Jeßnitz beim Ausräumen und Sichern des Wirtschaftsgebäudes beim "Hinteregger Fritz", Kreuztanne 8, Gemeinde St. Anton/J. Großer Schneedruck bewirkte den Dacheinsturz.

14.03.1988

Große Neuschneemengen im Gemeindegebiet Frankenfels und punktuelle starke Schneeverwehungen forderten in den folgenden Tagen unsere Feuerwehrmänner:

14.03.: Personentransport zu einem eingeschneiten Gehöft in der Karrotte

15.03.: Schneebeseitigung in der Tiefgrabenrotte

16.03.: Schneeabschaufeln bei einem einsturzgefährdeten Dach in der Laubenbachgegend

17.03.: Lebensmitteltransport zu einem eingeschneiten Hof in der Ödrotte     und

18.03.: Dachbeschädigung infolge Schneedruck. Mithilfe bei Dachreparatur im Markt.

April 1988


In der ersten Aprilhälfte langte von der NÖ Landesregierung ein Schreiben über eine Neueinstufung in der Mindestausrüstungsverordnung ein. Durch die Einstufung in die Klasse 2C ergeben sich bessere Förderungsbeiträge. 
26.04.1988 Der Waldbrand im Sautal (Bergrotte der Nachbarsgemeinde Puchenstuben) konnte noch vor dem Eintreffen der zuständigen FF Puchenstuben von uns gelöscht werden.

13.05.1988

Schwerer Motorradunfall auf der Bundesstraße 39 in der Boding. Sirenenalarm um 20:43 Uhr: In  der Krumbach-Kurve stürzte beim Krumbachhäusl "Antony Jakob", Markenschlagrotte 22, ein Frankenfelser und wurde schwer verletzt. Nach der Erstversorgung und Unfallaufnahme wurde das Motorradwrack verladen und zu seinem Wohnhaus in der Laubenbachgegend überstellt. Einsatzende: 22:33 Uhr.
14.05.1988 Beim Feuerwehrleistungsbewerb in Gold waren Löschmeister Erich Gonaus und Oberfeuerwehrmann Christian Karner erfolgreich. Damit erhöhte sich der Stand der Träger FLA Gold auf 11.
14.05.1988 Jährliche Bachsäuberung im Marktbereich von 13:00 Uhr bis 19:00 Uhr. Die Marktgemeinde hatte die Feuerwehr beauftragt.

15.05.1988

Fortsetzung der Bachuferreinigung im Weißenbachtal von 08:00 Uhr bis 18:00 Uhr. Auch hier war die Gemeinde der Auftraggeber. Die NÖN berichtete sehr positiv über diese 2-tägige Umweltaktivität am 25. Mai auf der Seite 10.

05.06.1988

Eine Kaminverkleidung geriet im Wohnzimmer bei Alfred Enne, Markt 85, in Brand. Die Sirene wurde um 20:18 Uhr ausgelöst. Bei der Brandbekämpfung war der Einsatz von schweren Atemschutzgeräten erforderlich. Um 22:48 Uhr war der Einsatz zu Ende.
12.06.1988 Beim Weißenbachler Feuerwehrfest feierte man am Sonntag das 50-jährige Gründungsjubiläum.
28.08.1988 Während des Feuerwehrfestes in Frankenfels rückte die Wehr zu einem PKW-Brand auf der Furt-Brücke der B 39 aus. Die Ursache war eine Selbstentzündung infolge Unfall. Man löschte mittels Pulverlöschern.
03.10.1988 Zimmerbrand in der Boding beim Reitbauer "Johann Gansch", Markenschlagrotte 4. Durch den raschen Feuerwehreinsatz blieb der Schaden sehr gering.
28.10.1988 Ein Lichtmast wurde am Rüstfahrzeug (Unimog) aufgebaut, welcher nunmehr mit 2mal 1000 Watt-Scheinwerfern eine einwandfreie Beleuchtung bei Nachteinsätzen ermöglicht. 
04.11.1988 Feuerwehrmann Harry Vogler wird Flughelfer des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes.
11.12.1988 Zu einem Rauchfangfeuer beim Gehöft "Ober-Massing", Rosenbühelrotte 12, rückte die Wehr aus. Der Ausbrand wurde von der FF Frankenfels kontrolliert. Nach genau 3 Stunden war der Einsatz beendet.

18.12.1988

Vom Obmann der Raiffeisenkasse Frankenfels OSR Dir. Franz Stöckl wurde für den Lichtmastankauf eine Spende von Schilling 10.000,- überreicht. Dieser Scheck brachte Weihnachtsfreuden in die Feuerwehr. Am 24.01.1989 berichtete die Zeitung NÖN darüber.
31.12.1988 Statistik 1988: 84 Einsätze (424 Mann / 1071 Std.) und 50 Übungen (498 Mann / 1539 Std.).

12.02.1989

Bei der 106. Mitgliederversammlung mit Jahresbericht (Jahreshauptversammlung) legte der Kommandant OBI Karl Hochfilzer sein Amt aus beruflichen Gründen zurück. Bei der Neuwahl wurde der bisherige Stellvertreter BI Franz Wutzl zum neuen Kommandanten und als Feuerwehrkommandantstellvertreter Franz Rußwurm gewählt. Der Leiter des Verwaltungsdienstes V Josef Fahrngruber und der Feuerwachekommandant BI Johann Weissenbacher blieben in ihrer Funktion bzw. wurden bestätigt.
17.03.1989 Zu einem Waldbrand und Wiesenbrand rückte die Wehr nach Schwarzenbach/P. in die Haslaurotte, in der Nähe des Hauses "Kampfgraben", aus. Eine Fläche von ca. 2000 m2 ist verbrannt.
20.03.1989 Traktorbrand in "Unter-Massing", Rosenbühelrotte 11.
21.03.1989 25 neue Uniformmäntel (grau) wurden für das Kommando und die Chargen angekauft.
29.03.1989 Es wurde eine große Unterwasserpumpe angekauft. Sie ist die erste UWP der FF Frankenfels und trägt die Typenbezeichnung MAST T 12. Kosten: Schilling 19.433,52
31.03.1989 Bei einer Übung mit Atemschutzgeräten wurde im Freibad Frankenfels vorsorglich der Fall für das Austreten von Chlorgas geübt.

11.04.1989

Großbrand am Schlagerboden beim Anwesen "Emsenhuber - Ober Ort" in der Nachbarsgemeinde St. Anton an der Jeßnitz. Alarmiert wurde der ganze Bezirk Scheibbs und im unserem Abschnitt von Frankenfels bis einschl. Kirchberg/P. Der weite Anmarschweg, der akute Wassermangel und die alte Bausubstanz (Holzbau) begünstigten den Brandfortschritt, sodass der ganze Hof (Wohnhaus, Stall und Wirtschaftsgebäude) nicht mehr gerettet werden konnte. Der Einsatz dauerte für uns von 19:48 Uhr bis Mitternacht.

17.04.1989

Um 22:45 Uhr Sirenenalarm mit folgendem Alarmierungstext "Scheunenbrand - Gonaus - Schwerbach". Auf Höhe Gasthof Kemetner, Schwerbach (Nachbarsgemeinde Kirchberg/Piel.) kam Funkspruch von KDO Kirchberg "Objekt nicht auffindbar, Fehlalarm, Einrücken!".

22.04.1989

In der Früh wurde bei einem Neubau im Markt ein gefährlich herabhängender Dachvorsprung festgestellt. Da Samstag war und daher keine Fachkräfte  zu organisieren waren, musste die Feuerwehr her! Unsere Arbeit (Aufwinden und Sichern des Dachvorsprunges mittels Südbahnwinden, auch Pölzmaterial beschaffen) dauerte neun Stunden.

27.04.1989

Um 22:49 Uhr heulten die Sirenen in Frankenfels und Weißenburg. Ein furchtbarer PKW-Unfall auf der Bundesstraße 39, Höhe Nixhöhle. Zwei Autos ineinander verkeilt. Ein Fahrer bewusstlos auf der Straße liegend (herausgeschleudert) und 2. Lenker(Fahrerin) verletzt im Fahrzeug eingeklemmt. Menschenrettung mittels Spreizer. Beide Verletzte nach Anweisungen unseres Feuerwehrarztes und der anwesenden ASBÖ-Sanitätern ins Rettungsauto gebracht. Die Wracks nach Freigabe der Gendarmerie von Fahrbahn entfernt. Straße gereinigt. 
01.05.1989 Vormittags zwei Hochwassereinsätze in der Rosenbühelrotte und Tiefgrabenrotte. Dauer: 3 Stunden.

03.05.1989

Ein Entstehungsbrand beim Gehöft "Unter-Stein, Datzreiter Maria", Grasserrotte 2, konnte durch das rasche Eingreifen der Feuerwehr gelöscht werden. Ein Werkraum und der angrenzende Schweinestall waren gefährdet. Brandursache: Nach "Hochzeitschießen" entzündete sich in der Werkstatt gelagertes Motoröl.
06.05.1989 FKDT OBI Franz Wutzl legt beim Abschnittsfeuerwehrtag in Rabenstein die Funktion "Abschnittssachbearbeiter Ausbildung im Feuerwehrabschnitt Kirchberg/P." infolge des enormen Zeitaufwandes in der Funktion als Feuerwehrkommandant - schweren Herzens - zurück. Er bleibt aber Bezirksausbilder.
20.05.1989 Von 07:00 Uhr bis 19:00 Uhr: Zeitgleiche Bachuferreinigungen der Natters im Markt und des Weißenbaches von der Wiesrotte bis zur Mündung in der Weißenburggegend. Auftrag der Gemeinde.
26.05.1989 Brand eines Benzinrasenmähers im Badgelände. Das KLF rückte aus, Brandbekämpfung mit einem Handfeuerlöscher.
10.06.1989 Erstmalig nimmt die FF Frankenfels bei einem "Nassen Übungsvergleich" teil. Veranstalter: FF Ober-Grafendorf - im Zuge des Feuerwehrfestes. Ergebnis: Bewerb erfolgreich, den 9. Rang erreicht.
11.06.1989 Segnung des neuen Kleinlöschfahrzeuges-Allrad der Marke Mercedes L310 (95 PS) für die Feuerwache Weißenburg.

14.06.1989

Je ein Schweres Atemschutzgerät wurde für Frankenfels und Weißenburg gekauft, sodass die gesamte Atemschutzausrüstung von insgesamt 9 Geräten und 18 Reserveflaschen gegeben ist. Dies entspricht der besten Ausrüstung aller Feuerwehren des Pielachtales.
16.06.1989 Alarm um 04:51 Uhr: Bergung einer toten Kuh in der Lehengegend. Sie war trächtig und lag im Stall.

20.06.1989

Ein Telefonanschluss (Nebenstelle der gemeindeeigenen Hausanlage) an das öffentliche Telefonnetz konnte nach langen Verhandlungen nunmehr für die FF Frankenfels erreicht und verwirklicht werden. Dieser Apparat wurde im Mannschaftsraum installiert und dient zur Nachalarmierung bzw. zur Geschäftsabwicklung.
24.06.1989 Ein Tag der offenen Tür wurde für die Schulabgänger der HS Frankenfels veranstaltet. Dabei wurden im Stationsbetrieb die Einrichtungen der Feuerwehr den begeisterten Schülern präsentiert.

13.07.1989

Kellerbrand auf der "Holzsteig" beim Objekt "Brandstatt-Schedl" in der Nachbarsgemeinde Loich. Alle Wehren von Frankenfels bis Kirchberg/P. unterstützten die FF Loich. Wir setzten einen Schweren Atemschutztrupp zum Nachlöschen ein und danach halfen wir bei den Aufräumungsarbeiten.

16.07.1989

Vollbrand des Wirtschaftsgebäudes "Pichl - Hubert Pfeffer" in der Loich. Abschnittsalarm. Frankenfels und Weißenburg waren mit Schweren Atemschutzgeräten und C-Rohren im Einsatz. Das Objekt konnte auf Grund des rasanten Brandfortschrittes letztendlich leider nicht gehalten werden. Das nahegelegene Wohnhaus wurde gerettet.

28.07.1989

Unwetter mit anschließendem Hochwasser im Gemeindegebiet Frankenfels, in der Übergangrotte, Markenschlagrotte, Wiesrotte, Tiefgrabenrotte und Weißenburggegend. Zu sechs Objekten wurde ausgerückt. Einsatzdauer: 10:30 Uhr bis 12:40 Uhr.

14.08.1989


Die Feuerwehr musste ausrücken, weil ein Holzstoß in der Rosenbühelrotte umzukippen drohte. Durch Aufwinden und Unterfüllen wurden die Scheiter in die richtige Lage gebracht und die Gefährdung war somit gebannt.

21.08.1989

Die akuten Platzprobleme im Feuerwehrhaus Markt 65 machten es erforderlich, dass ein Ansuchen an die Gemeinde gerichtet wurde, um mehr Platz für die Feuerwehr zu haben. Garage zu klein und keine Nebenräume vorhanden. Das Museumsstück "Großer Hydrophor" wurde vorübergehend aus der Halle in die Hofstadtgegend 17 gestellt, um mehr Platz zu bekommen. Auch der alte Land Rover wird bis zu seiner Überstellung ins NÖ Landesfeuerwehrmuseum vorerst bei FM Harry Vogler in dessen Keller hinterstellt, um nicht den Witterungsverhältnissen ausgesetzt zu sein.
26.08.1989 Beim Feuerwehrfest in Frankenfels - 26. und 27. August - wurde erstmals eine kleine Luftburg für die Kinder auf dem beengten Platz beim Feuerwehrhaus Markt 65 aufgestellt.

17.09.1989

Beim Anwesen Karrotte 2 "Ober-Hofstatt, Fam. Hermann Winter" wurde eine große Unterabschnittübung der Wehren von Frankenfels bis Kirchberg/P. abgehalten und dabei die Wasserversorgung für eine Brandbekämpfung erprobt. Insgesamt haben 68 Mann und 10 Fahrzeuge teilgenommen.

28.09.1989

Alarmierung um 14:45 Uhr. Nach einem Traktorabsturz konnte dessen Besitzer, der "Haag-Bauer" Johann Wurzenberger von der Feuerwehr nur mehr tot geborgen und der Bestattung übergeben werden. Anschließend wurde von den 14 Feuerwehrmännern die Traktorbergung und Fahrbahnreinigung (Bindung des ausgeflossenen Öles) durchgeführt.

13.10.1989

Starker Chlorgasgeruch im gesamten Freibadgelände und am angrenzenden Tennisplatz. Um 18:46 Uhr wurde die FF Frankenfels alarmiert. Sofortige Warnung der Bevölkerung und unter Verwendung von Schweren Atemschutz wurde im Chlorgasraum eine undichte Gasflasche erkundet. Sie wurde abgedichtet.

14.10.1989

Bei einem überörtlichen Sprengeinsatz des FuB-Dienstes wurde in der Nachbarsgemeinde Loich mitgeholfen. Ein zirka drei m3 großer Felsbrocken befand sich im Wald des Ries-Bauern Leopold Gonaus, Ödgegend 6, und bedrohte das neuerrichtete Wohnhaus der Familie Bodner in der Guttenhofgegend 5, Gemeinde Schwarzenbach/P. Ein umfangreicher Zeitungsbericht in der NÖN-Pielachtal - Ausgabe Nr. 43/1989 (Seite 26) dokumentierte diesen schwierigen Einsatz mit einem ausführlichen Text und einem Bild. Auf diesem Foto ist neben dem Felsen Sprengmeister Ehrenoberbrandinspektor Johann Sturmlechner, FF Schwarzenbach/P., mit Sprenggehilfen Löschmeister Josef Gonaus, Feuerwehr Frankenfels, bei den Sprengvorbereitungen zu sehen.
 20.10.1989 Der Raum für die Monturkammer (bisher: Kinderzimmer der Gendarmeriewohnung) wurde nach fast 30 Jahren wieder dem "ursprünglichen Besitzer", der Feuerwehr, eingegliedert bzw. zugeführt.
26.10.1989 Sirenenalarm um 19:02 Uhr: Fahrzeugbrand auf der Bundesstraße B 39 im km 35,250. Ein VW-Bus stand am Fahrbahnrand und es brannte im Motorraum, auch die Innenverkleidung hatte bereits Feuer gefangen.

28.10.1989

Beim Kameradschaftsabend im Gasthaus Weidinger trat ein Magier auf. Gesellschaftsspiele und das Theaterstück "Der spinat' Teufel" wurden aufgeführt. Als Theaterspieler fungierten: Ernst Burmetler, Michaela Karner, Barbara Swatek, Leopoldine Tuder, Johann Weissenbacher und Franz Wutzl.

24.12.1989

In der Heiligen Nacht wurde von 21:00 Uhr bis 22:00 Uhr mittels Lautsprecherdurchsagen vom KLF für die in den Weihnachtsfeiertagen stattfindende Spendenaktion "Rumänienhilfe" aufgerufen. Der Initiator geschäftsführender Gemeinderat Leopold Klauser dankte der Feuerwehr. Auch die Zeitung NÖN-Pielachtal veröffentlichte in ihrer Ausgabe am 03.01.1990 auf der Seite 18 einen Bericht über diese Frankenfelser Menschlichkeit.
31.12.1989 Statistik 1989: 115 Einsätze (661 Mann / 1485 Std.) und 45 Übungen (530 Mann / 1236 Std.).
13.01.1990 Produktion eines Lehrfilms über tragbare Leitern durch die Chargen unserer Wehr. Regisseur war unser Feuerwehrkommandant und Bezirksausbilder OBI Franz Wutzl. Der Lehrfilm wurde bei diversen Anlässen im Abschnitt vorgeführt und schließlich dem Bezirksfeuerwehrkommando St. Pölten zur Verfügung gestellt.

13.01.1990

Das Abschnittsfeuerwehrkommando Kirchberg/P. führte eine Inspektion in Frankenfels mit folgendem Ergebnis durch: Die Führung beider Löschzüge ist bestens, die Ausrüstung entsprechend, das Feuerwehrhaus in Weißenburg in Ordnung, lediglich die Feuerwehrunterbringung in Frankenfels zu klein und ist nicht mehr der Zeit entsprechend.
06.02.1990 Sirenenalarm um 14:55 Uhr: Wiesenbrand beim Hof Johann Winter "Eck-Hans", Lehengegend 15. Der Flächenbrand, welcher bereits einen Jungforst erfasste, hatte somit ein Ausmaß von zirka 1,5 Hektar. Er konnte relativ rasch mittels gezielten Einsatz mit dem TLF-A 2000 und dem kräftigen Einsatz der Feuerwache Weißenburg mit den Feuerpatschen gelöscht werden.
11.02.1990 08:47 Uhr: Schwerer Verkehrsunfall bei der Furt-Brücke auf der Bundesstraße B 39. Ein PKW durchstieß das Geländer und lag mit den Rädern nach oben in der Natters. Der verletzte Lenker, der Beifahrer und ein Kind wurden gerettet.
15.02.1990 Starke Regenfälle verursachten einen hofseitigen Wassereinbruch beim Gasthaus Weidinger. Die Gaststätte einschl. Küche stand 30 cm unter Wasser. Dreistündiger Feuerwehreinsatz! 
24.02.1990 11:05 Uhr: Schwerer Verkehrsunfall mit 3 PKW auf der B 39 im km 32,050 (nächst Ruine Weißenburg). Ein Toter, ein Schwer- und ein Leichtverletzter. Einsatzdaten: FF Frankenfels einschl. FW Weißenburg, FF Schwarzenbach/Piel. und FF Kirchberg/Piel. (insgesamt 8 Feuerwehrfahrzeuge) - 3 Ärzte - ASBÖ Frankenfels und Rotes Kreuz Kirchberg/Piel. - Rettungshubschrauber Krems/Donau - Gendarmerie Frankenfels und Kirchberg/Piel. - Straßenmeisterei Kirchberg/Piel. - ÖAMTC - Einsatzende um 12:30 Uhr.
24.02.1990 Sirenenalarm um 22:05 Uhr: Auf dem Grund von Familie Hollaus "Groß-Boding", Pernarotte 4, entfachte der aufkommende Wind einen Abbrandhaufen.

01.03.1990

Ein orkanartiger Sturm wütete über ganz Österreich. In Frankenfels wurden durch umgestürzte Bäume sämtliche Straßen verlegt und zahlreiche Häuser abgedeckt. Beim Objekt "Klein-Wies - Leopold & Karoline Kozisnik", Wiesrotte 8, wurde ein Teil des Dachstuhls im Ausmaß von 18 x 9 Meter vom Wind geholt und rund 300 Meter ins Feld geschleudert. Der umfangreiche Feuerwehreinsatz begann um 6 Uhr früh und endete erst am Folgetag um 10:30 Uhr. Weiters wurde in der Wiesrotte, Tiefgrabenrotte, Weißenburggegend, Ödrotte, Karrotte, Rosenbühelrotte und im Markt bei insgesamt 13 (!) Häusern geholfen. Mit dem Notstromaggregat versorgte man infolge Stromausfall die Kühlanlagen der Kaufhäuser Pögner und Plasch.
09.03.1990 Brandalarm um 18:30 Uhr: Aufflammen eines Abbrandes im Bahnkilometer 40,9 (ehemaliges "Pitzl-Häusl", Hofstadtgegend 16). Die Bahn-EVN führte am Tag Abholzarbeiten durch.

31.03.1990

Bei der auf der Redtenbachseitigen Falkensteinmauer löste sich ein zirka 15 m3 Meter großer Gesteinsbrocken und gefährdete 12 Siedlungshäuser. Der Felsen wurde mit Stahlseilen in sich gesichert und loses Gestein durch Eingraben bzw. Zerschlagen entfernt.. Durch einen siebenstündigen Feuerwehreinsatz wurde die Gefahr gebannt.
04.04.1990 Ankauf einer gebrauchten vierrädrigen Abschleppachse (Marke Thor). Kosten: Schilling 19.200,-
30.04.1990 Sirenenalarm um 20:49 Uhr: PKW-Brand in der unteren Siedlungsstraße, Höhe Haus Markt 30 (Grössbacher).
06.05.1990 Bei der Florianifeier wurde erstmals eine Flaggenhissung beim Feuerwehrhaus durchgeführt.
11.05.1990 5-stündige Bachuferreinigung im Weißenbachtal. Die Marktgemeinde fungierte als Auftraggeber.
12.05.1990 Verunreinigtes Bachbett der Natters gereinigt. Auftrag: Gemeinde. Dauer: 5 Stunden.
13.05.1990 Die 1. österr. Feuerwehrmesse wurde auch von Frankenfelser Feuerwehrmännern besucht. Im großen Messegelände in Krems an der Donau gab es viel Interessantes zu bewundern.
14.05.1990 Das Kleinlöschfahrzeug-Allrad der Feuerwache Weißenburg wurde mit einer neuen Tragkraftspritze der Marke "TS 12 - Ziegler" ergänzt.
20.05.1990 Um 20:51 Uhr heulte die Sirene:  Schwerer Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person auf der B 39 km 41,5 - in der "Plasch-Kurve", Laubenbachgegend 15. Zwei PKW sind zusammengekracht. Bei der Ankunft wurden weiters 2 Schwerverletzte gesichtet. Der eingeklemmte Fahrer, ein Scheibbser, wurde mit dem Hydraulischen Rettungssatz (Spreizer) befreit, der Rettung übergeben und in weiterer Folge mit dem Rettungshubschrauber abtransportiert.

01.06.1990

Im H. Weishaupt - Verlag, aus Graz, erschien "Das große Buch der Feuerwehr-Oldtimer in Österreich". Die beiden Autoren Günther Graber und Erwin Hauke präsentieren in diesem 216-seitigen Buch insgesamt 558 (!) Fahrzeuge in Wort und Bild. Unter den Dokumentationen - von pferdebespannten Handspritzen bis zu den alten Flugfeldlöschfahrzeugen - ist auch unser alter Land Rover zu finden.
03.06.1990 Tierrettung beim "Ort-Bauer" Leopold Müller in der Markenschlagrotte 1. Eine abgestürzte Kuh wurde in einem sehr steilen Gelände mittels Seilwinde, Greifzug und Unterlagsplatte geborgen. Ein 5-stündiger Feuerwehreinsatz - mit Erfolg !
08.06.1990 Beim Bischofsempfang anlässlich der Firmung übernahm die Feuerwehr den Ordnerdienst vor dem Kriegerdenkmal.
13.07.1990 Ordnerdienst durch die Feuerwehr beim 1. Rockfestival in Frankenfels (Badgelände). Veranstalter war der RAIKA Club Frankenfels.
24.08.1990 Jeder aktive Feuerwehrmann in Frankenfels erhält einen Funkmeldeempfänger (vorwiegend zur „Stillen Alarmierung“). Das robuste Gerät war von MOTOROLA, Marke BMD. Es wurden insgesamt 23 Stück einschließlich Ladegerät beschafft. Dies erforderte auch einen Umbau beim Sirenensteuergerät. Die FUME-Zuteilung einschl. Geräteeinschulung begann am 24. August und wurde am 13. September abgeschlossen.
26.08.1990 Beim Feuerwehrfest überraschte eine Musikgruppe aus Geisenhausen (Niederbayern). Die deutsche Feuerwehrkapelle machte gerade einen Kurzurlaub in Frankenfels.
01.09.1990 Feuerwehrausflug mit der Eisenbahn nach Passau. Alle 103 Teilnehmer waren beeindruckt.
23.09.1990 Beim 9. NÖ Landesschützentag, der in Frankenfels anlässlich "25 Jahre Schützenverein Frankenfels" abgehalten wurde, half die Feuerwehr organisatorisch kräftig mit.
14.10.1990 Verkehrsunfall am Mühlboden (Landeshauptstraße LH 102). Ein PKW lag in der Pielach, Menschenrettung des Lenkers, Insassen sind - vermutlich im Schockzustand - geflüchtet, Vermisstensuche.
09.11.1990 Infolge fehlendes Transportmittel beförderte die Feuerwehr Brennholz von der Bruckmühle nach Frankenfels. Die Martinsfeier des Kindergartens konnte stattfinden.
12.11.1990 Brandsicherheitswache beim Martinsfest des Kindergartens auf der Wiese bei Pögner und Ordnerdienst beim anschließenden Martinsumzug.
21.11.1990 Der Kindergarten besuchte die Feuerwehr. Die Kinder wurden auf einen event. Feuerwehreinsatz vorbereitet. Am Schluss durften sie mit den Feuerwehrautos mitfahren.
16.12.1990 Beistellung des Kleinlöschfahrzeuges mit der Lautsprecheranlage beim Rodelrennen des Boding Teams.
26.12.1990 Absperren und Sichern des Weges bei der Eröffnung der Rodelrennstrecke Wolfsleiten (Wiesrotte) des Hornschlittenclubs Frankenfels. Sogar die Streckenposten wurden während des Rennens von der Feuerwehr unterstützt. Durch den hohen Besucheransturm dauerte der Einsatz 10 (!) Stunden.
31.12.1990 Statistik 1990: 136 Einsätze (647 Mann / 1377 Stunden).
05.01.1991 Überlegungen für einen Neubau eines Feuerwehrhauses auf dem Grundstück "Enner August" wurden neuerlich ernsthaft angestellt. Das soeben neu errichtete Feuerwehrhaus in Böheimkirchen wurde deswegen besichtigt und von den Feuerwehrmännern für Frankenfels als sehr geeignet empfunden.
19.01.1991 Feuerwehrball im Gasthaus Weidinger mit dem "Rabensteiner Quintett". Er war diesmal schlecht besucht. Als Grund nimmt man die vor einigen Tagen stattgefundene Inbetriebnahme des Sattelitenfernsehens im Ortskern an. Auch der kürzlich ausgebrochenen Golfkrieg im Irak wäre Schuld - sagen einige vom Ballkomitee.
25.01.1991 Für einen event. Schadensfall außerhalb des Dienstbetriebes in der Volks- und Hauptschule erhält die Feuerwehr einen Zentralschlüssel.
27.01.1991 108. Jahreshauptversammlung mit Wahl. Es bleibt alles gleich, lediglich BI Johann Weissenbacher legt auf eigenem Wunsch nach langjähriger Tätigkeit seine Funktion als FWKDT zurück. Sein Nachfolger wird Franz Karner. Weissenbacher wird zum Ehrenbrandinspektor ernannt.
30.01.1991 Eine Kinderstimme meldet beim Notruf "Brand bei Dieringer". Die Erkundung ergab "Fehlalarm".
08.03.1991 Winterschulung mit den Themen: Feuerwehreinsatz im Gleisbereich der ÖBB UND Gefährliche Stoffe.
22.03.1991 Die Gendarmerie schult die Feuerwehrmänner über die neue Straßenverkehrsordnung (STVO).
26.03.1991 Feuerwehrarzt Dr.med. Anton Brachinger macht eine Impfaktion (Tetanus und FSME) für die Feuerwehr. 40 (!) Feuerwehrmänner beteiligen sich an der Zeckenschutzimpfung, bei der Tetanus waren es 11 F-Mitglieder.
07.04.1991 Alarmübung in den frühen Morgenstunden des Sonntages. "Tankwagenunfall am Badparkplatz" war für alle Feuerwehrmänner überraschend. Die Übung lag in den Händen des Kommandanten OBI Franz Wutzl.
07.04.1991 19:52 Uhr: Schwerer Verkehrsunfall auf der B 39 im km 34,500. 2 PKW zusammengeprallt, 2 Verletzte durch ASBÖ abtransportiert. Verkehrsregelung (Einbahnverkehr), beide PKW abgeschleppt, Binden der ausgeflossenen Betriebsstoffe und Straße gereinigt. Um 21:10 Uhr war Einsatzende.
25.04.1991 Für Weißenburg wird ein Hebekissensatz angekauft. Er dient vorwiegend für Bergungen.
04.05.1991 Beim Abschnittsfeuerwehrtag in Kirchberg/Pielach erhält Brandmeister Christian Karner einen Pokal für den 2. Platz beim FULA (Landesbewerb).
04.05.1991 Alarm um 16:55 Uhr "Zusammenprall PKW mit Motorrad" auf B 39 im km 37,600 (Kreuzung mit Fischbachgrabenstraße). Bei Ankunft des erstausrückenden Fahrzeuges (RF): Zum Glück keine Verletzten. Übliche Aufräumungsarbeiten.
06.05.1991 Als Ergänzung zum Hydraulischen Rettungssatz wird ein Rettungszylinder RZ 1 gekauft.
07.05.1991 Ergänzungslieferung der neuen grauen Dienstmäntel für die gesamte Mannschaft. Somit haben die schwarzen und sehr schweren Dienstmäntel, aus Wollstoff, ausgedient. Die Ausgangsuniform ist jetzt auch während der kalten Jahreszeit wieder einheitlich.
10.05.1991 Gefahrengutausbildung auf dem Platz der Straßenmeisterei in der Hofstadtgegend.
11.05.1991 Reinigung des Bachbetts des Weißenbaches. Auftraggeber: Umweltausschuss der Marktgemeinde. Einsatzdaten: 15 Mann / 2 Feuerwehrfahrzeuge / Dauer: 7 Stunden.
18.05.1991 Hochwassereinsätze am Pfingstsamstag. Die Natters, der Kohlangerbach, der Predtenbach, der Schrambach, die Pielach und der Weißenbach führen verheerendes Hochwasser. In der Zeit von 05:00 Uhr bis 20:00 Uhr wurden insgesamt 51 (!) Einsätze getätigt. 39 Mann erledigten Auspumpen, Absperrmaßnahmen, Freimachen von Verkehrswegen und viele Sicherungsarbeiten.
01.06.1991 Die Feuerwehr beteiligt sich bei einem Work-Shop in der Hauptschule. Es wird auch bei den Schulabgängern um einen Feuerwehrbeitritt geworben.
05.06.1991 Um 01:26 Uhr kam Alarm bei den Funkmeldeempfängern "PKW-Unfall auf der B 39 im km 41,100". Ein Peugeot liegt im Bach. 2 Personen wurden von der Feuerwehr gerettet, dann folgte die übliche Arbeit (Absichern, Bergen des Fzg. und Transport mit der Abschleppachse zum Wohnhaus). Leider dürfte der Lenker, ein 20-jähriger Bursche, danach die Nerven verloren haben. Er erhängte sich in einem Waldstück, nahe seinem Elternhaus.
08.06.1991 Der im "Brand aus" niederösterreichweit ausgeschriebene Familienwandertag hat mit nur 82 Teilnehmer einen eher geringen Zuspruch gefunden. Dieser wurde anlässlich des Weißenbachler Feuerwehrfestes abgehalten und führte vom Feuerwehrhaus Richtung Brandgraben, Pichlberg, Schwabeck und zurück zum Festzelt.
14.06.1991 10-stündige Bachuferreinigung der Natters im Ortsbereich. Auftrag der Gemeinde.
15.06.1991 Die überarbeiteten Alarmpläne (für jede Rotte bzw. Gegend) werden im Computer der FF St.Pölten-Stadt eingegeben. Damit soll eine gezielte Alarmierung bei Ankunft eines Notrufes sicher gestellt sein.
22.06.1991 Große Hitze (+ 28 ° C) verursachte eine Gleisverwerfung auf der Mariazellerbahn vom km 47,500 bis km 47,700. Um 18:00 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert und mit einem B-Rohr vom TLF-A 2000 die Schienenkühlung vorgenommen.
23.06.1991 Schwerer Verkehrsunfall auf der B39 im km 39,500 ("Antony-Kurve"). 1 PKW liegt in Bachnähe, 1 Schwer- und 2 Leichtverletzte, Menschenrettung aller drei Personen durch die Feuerwehr. Der schwerverletzte Lenker wurde dem Notarztteam Scheibbs übergeben. Danach folgte die übliche Feuerwehrtätigkeit. Einsatzdaten: FF Frankenfels einschl. FW Weißenburg / 5 Feuerwehrfahrzeuge / 29 F-Männer / ASBÖ Frankenfels / Notarztwagen Scheibbs / Dauer: 04:59 Uhr bis 07:00 Uhr.
05.07.1991 Sirenenalarm um 05:45 Uhr "Schwerer Verkehrsunfall mit 3 Fahrzeugen auf der B39 im km 38,488 (Höhe Nixhöhle) mit einer eingeklemmten Person, ein weiterer Lenker ist schwer verletzt". Der eingeklemmte Fahrer wurde mittels Hydraulischen Rettungssatz herausgeschnitten und dem Notarztwagen Scheibbs übergeben. Der 2. Schwerverletzte wurde vom ASBÖ Frankenfels abtransportiert. Es folgte die Beseitigung der Verkehrshindernisse und Binden der ausgeflossenen Betriebsstoffe (Öl und Treibstoff).
05.07.1991
  
Der 1. Atemschutzübungsvergleich des Feuerwehrabschnitts Kirchberg an der Pielach wird in Schwarzenbach/Piel. abgehalten: 3 Trupps aus Frankenfels treten an und sind erfolgreich, ein Trupp erreicht sogar den 1. Platz. Die Freude war sehr groß!
07.07.1991 Verkehrsregler- und Ordnerdienst bei der Gedenkmesse des MV Ötscherland am Josefsberg.
23.07.1991 Die Feuerwehr beteiligte sich am Komitee für die Erhaltung des örtlichen Gendarmerieposten, welcher vor der Schließung steht. Der FKDT und einige Feuerwehrmänner sammelten Unterschriften von der Bevölkerung. Diese wurden sodann von Bgm. Friedrich Griesauer, Vize-Bgm. Josef Pauser (Schwarzenbach/P.) und Feuerwehrkommandant Oberbrandinspektor Franz Wutzl im Büro des Hr. Innenministers Dr. Franz Löschnak an dessen Sekretär übergeben.
28.07.1991 Zum 2. Mal in diesem Jahr: Hochwasser der Natters, des Fischbaches, des Schrambaches und der Pielach. Alarmierung um 08:20 Uhr / 21 Mann bekämpften 7 Stunden lang die Situation. Es waren vorwiegend Pumparbeiten in Keller. Die Unterwasserpumpen leisteten gute Arbeit, erwiesen sich jedoch als nicht ausreichend wegen der Vielzahl der Einsätze an verschiedenen Orten. 
02.08.1991 Und wieder Hochwasseralarm - zum 3. Mal im Jahr 1991. Insgesamt waren 17 Einsätze in der Laubenbachgegend, Boding, Fischbachmühlrotte, entlang der Bundesstraße 39 und im hinteren Weißenbachtal notwendig. Mittels Sirene wurden 20 Mann für die Hilfeleistungen gerufen. Die Behelfsbrücke über die Natters der Schrambachgrabenstraße wurde weggerissen (ein Brückenneubau war gerade im Gange). Nach 4 Stunden waren alle Einsätze abgearbeitet.
05.08.1991 Für Vervielfältigungsarbeiten kauft die FW Weißenburg einen gebrauchten Computer.
06.08.1991 Ein gebrauchter Warmwasserboiler wird im Feuerwehrhaus, da Kontrollen des Lebensmittelinspektor beim Fest zu erwarten sind, installiert.
18.08.1991 Neuerlich schwerer Verkehrsunfall auf der B 39 im km 38,550 (Nähe Nixhöhle). Ein PKW prallt gegen eine Mauer, 1 Schwerverletzter. Dieser wurde von der Feuerwehr gerettet und anschließend dem ASBÖ übergeben. Übliche Feuerwehrtätigkeiten (Absichern - Unfallstelle ausleuchten - Öl- und Treibstoff binden - verunfalltes Fahrzeug, welches beide Fahrbahnen blockierte, zum Nixhöhlenparkplatz transportiert - umfangreiche Fahrbahnreinigung). Einsatzdaten: 3 F-Fahrzeuge / 14 Mann / Dauer: Von 02:36 Uhr bis 03:56 Uhr.
23.08.1991 Es wird ein Antrag um Erwerbung der Grundstücke rund ums Weißenbachler Feuerwehrhaus an den Gemeinderat gestellt. Es fehlt nämlich ein Übungs- und Festgelände.
24.08.1991 Anlässlich des Feuerwehrfestes in Frankenfels wurde am Sportplatz Schönau erstmals ein Abschnittsfußballturnier abgehalten. Somit waren beim Festbeginn schon vielen Besucher.
25.08.1991 Ein Kindernachmittag bereicherte das Feuerwehrfest in Frankenfels. Da es erstmals war, führte man es auch am Vortag (Samstag, 24. August), leider mit mäßigen Besuch, durch.
31.08.1991 Ein herrlicher Ausflug führte die Feuerwehrmänner mit ihren Angehörigen auf den Schafberg im Salzkammergut. 78 Teilnehmer waren nach harten Einsatz- und Veranstaltungstagen erfreut, einmal einen unvergesslichen tollen Tag zu erleben.
06.09.1991 Bei der Inspektion der FF Frankenfels einschl. FW Weißenburg wird vom AFKDT BR W. Ertl der Wehr ein gutes Zeugnis ausgestellt. Lediglich das zu kleine Feuerwehrhaus in Frankenfels wird der Gemeinde zur Kenntnis gebracht.
14.09.1991 Eine Abordnung der Frankenfelser Feuerwehr, samt Familienangehörigen nimmt am Florianimarsch in Hafnerberg teil.
22.09.1991 Beim Bezirkserntedankfest in Frankenfels, mit zirka 5000 Besucher, übernimmt die Feuerwehr mit 22 Mann die gesamte Verkehrsregelung.
23.09.1991 Ein gebrauchtes Kopiergerät sowie eine Schreibmaschine werden für Weißenburg angekauft.
23.09.1991 Die Feuerwehren von Hollstadt, Wargolshausen und Sülzfeld in Thüringen (alle aus der Bundesrepublik Deutschland) besuchten unter der Führung von Bürgermeister Richard Radina die Einrichtungen der FF Frankenfels. Sie fanden großen Anklang.
27.09.1991 Beim Feuerwehrhaus in Frankenfels wurde eine thermische Sanierung abgeschlossen. Diese Althaussanierung wurde Anfang 1991 begonnen und von der Marktgemeinde durchgeführt. Leider verschwand dadurch das Mosaik des Hl. Florian. Auch alle Fenster und die beiden Garagentore der Feuerwehr wurden erneuert. Für die elektrischen Torantriebe wurde jeweils ein Steuerungsrelais nachgerüstet. Diese öffnen automatisch die Tore, wenn eine Feuerwehralarmierung mittels Sirene von der Notrufzentrale ausgelöst wird. Die Sirenensteuerungsanlage gibt in diesem Fall auch sofort das Signal an beide Steuerungsrelais.
29.09.1991 Das neue TLF-A 3000 der Nachbarsfeuerwehr St. Anton an der Jeßnitz wird gesegnet. Eine Abordnung der FF Frankenfels nimmt am Festakt teil.
29.09.1991 Alarmierung um 22:00 Uhr. Schwerer Verkehrsunfall auf der Landesstraße L 5226 (Weißenbachtal), auf km 1,000. Ein Motorrad hatte ein Straßengeländer durchbrochen und lag im Weißenbach, der schwerverletzte Fahrer befand sich auf der Straße, er wurde von Kameraden der FW Weißenburg bis zum Eintreffen der Rettung erstversorgt. Danach folgte die Motorradbergung, das Absichern des Straßengeländers sowie das Reinigen der Straße von Blut und Fahrzeugteilen.
04.10.1991 Drei Schutzanzüge für einen eventuellen Chlorgasunfall (Freibad) werden von der Gemeinde an die Feuerwehr übergeben.
12.10.1991 FuB-Zugsübung bei der Zimmerei Leopold Wutzl GmbH, Markenschlagrotte 25. 70 Teilnehmer übten einen Löschangriff, einschl. die Einsatzleitung. Das Problem "fehlende Hydranten" wurde bei diesem brandgefährdeten Objekt dem Bürgermeister vor Augen geführt.  
13.10.1991 Beistellung von 3 F-Männern mit Handfunkgeräten beim Raika-Crosslauf. Sie fungierten als Streckenposten.
18.10.1991 Der Gemeindevorstand informiert die Feuerwehr im Sitzungssaal des Gemeindeamtes, dass ein Feuerwehrhausneubau am "Enner-Grundstück" erst nach Abschluß der Grassermühle, des Kanals und eine Klärung der Feuerwehrhausfinanzierung möglich sein wird.
26.10.1991 Über Ersuchen der Raiffeisenkasse Frankenfels übernimmt die Feuerwehr beim traditionellen Volkswandertag eine Labestelle Nähe "Kothbauer", Grasserrotte 11.
15.11.1991 Enorme Glatteisbildung verursachte einen schweren Verkehrsunfall mit 1 PKW auf der B 39 im km 34,600. Die schwerverletzte Lenkerin wurde aus dem Fahrzeug, welches in den Stauden der Böschung lag, herausgehoben und erstversorgt. Neben den üblichen Tätigkeiten wurde auch sofort die Straßenmeisterei Kirchberg/Pielach verständigt, um den Streudienst dringendst aufzunehmen. Einsatzdaten: FF Frankenfels einschl. FW Weißenburg / insges. 12 F-Männer / ASBÖ Frankenfels / Gendarmerie Kirchberg an der Pielach / Dauer: 15:36 Uhr bis 17:21 Uhr.
22.11.1991 Sirenenalarm um 10:26 Uhr. Brand einer im Freien stehenden Selch in Holzbauweise beim Haus Schagerl/Wegerer, Rosenbühelrotte 25. Durch die erfolgreiche Brandbekämpfung mit dem TLF-A 2000 konnte der Inhalt (Fleisch und Würstel) gerettet werden.
07.12.1991 Ein landesweit abgehaltener Zivilschutzprobealarm wurde durchgeführt. Die Feuerwehr nahm an zehn Punkten des gesamten Gemeindegebietes Beschallungsproben ab. Diese ergaben, dass die beiden Sirenen in 80 % der Gebiete nicht gehört wurden. Eine genaue schriftliche Dokumentation erfolgte an Gemeinde und Zivilschutz-Behörde.
23.12.1991 Zum 4. Mal Hochwasser in diesem Jahr. Die Natters trat infolge heftige punktuelle Regenfälle in der Boding über die Ufer. 2 Stunden lang Kellerauspumpen in mehreren Siedlungshäusern.
31.12.1991

Mit einer Anzahl von 256 (!) Einsätzen weist das Jahr 1991 die bisher höchste Einsatzrate auf. Der Grund sind auch die vielen Wassertransporte infolge Trockenheit und im Winter sehr häufig aufgetretene abgefrorene Wasserleitungen. Weitere Statistikdaten: Bei den Einsätzen wurden 2520 Stunden mit 720 Mann aufgebracht. Darüber hinaus gab es auch 55 Übungen (645 Mann / 1939 Stunden).

01.01.1992



Sirenenalarm um 12:15 Uhr. Brand einer Selch im Kellerraum des Wohnhauses "Swatek", Markt 41. Das ganze Haus war bereits verqualmt und die elektrischen Leitungen sowie die Polokal-Abläufe infolge der großen Hitze geschmolzen. Die Brandbekämpfung erfolgte mit 2 HD-Rohren und Einsatz von 6 Schweren Atemschutzgeräten. Durch die rasche und richtige Alarmierung über "Notruf 122" und den kurzen Anfahrtsweg konnte der Schaden des nicht ungefährlichen Brandes relativ gering gehalten werden. Einsatzdaten: FF Frankenfels einschließlich FW Weißenburg / insgesamt 36 Mann / 4 Feuerwehrfahrzeuge / Bürgermeister der Marktgemeinde Frankenfels und Gendarmerieposten Kirchberg/Pielach benachrichtigt / Einsatzende um 13:46 Uhr.
10.01.1992 Nachbarschaftshilfe wird der FF Kirchberg an der Pielach beim Großbrand des Raiffeisenlagerhauses St.Pölten Filiale Kirchberg/P. geleistet. Das TLF, ein Atemschutztrupp und 1 B-Rohr kamen zum Einsatz. Ein 2. AS-Trupp und unsere beiden Tragkraftspritzen standen in Reserve. Im Bericht über Brandeinsatz geht weiters hervor: Um 00:40 Uhr heulten die Sirenen in Frankenfels und Weißenburg / FF Frankenfels einschl. FW Weißenburg war mit 26 Mann und 4 Feuerwehrfahrzeugen bis 02:50 Uhr im Einsatz.
11.01.1992 Bei der Kommandantenbesprechung in Rabenstein wurde unser FKDT OBI Franz Wutzl vom Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Wilfried Weissgärber zum Sachbearbeiter für Ausbildung im Feuerwehrabschnitt Kirchberg/P. ernannt.
18.01.1992 Um 16:25 Uhr wurde zu einem schweren Verkehrsunfall mit einer verletzten Person im km 43,400 der B 39 gerufen. Die unter Schock stehende Lenkerin wurde aus dem VW-Käfer herausgehoben und am Straßenrand erstversorgt. Die restliche Feuerwehrtätigkeit (Bergen und Abschleppen des PKW, sowie Straßenreinigung) war rasch erledigt.
18.01.1992 300 Besucher brachten beim Feuerwehrball einen Rekordumsatz und gute Stimmung.
26.01.1992 109. Mitgliederversammlung mit Jahresbericht (Jahreshauptversammlung). Neben den vielen Dankesworten für die hohe Anzahl der Einsätze im vergangenem Jahr wurde eine geheime Urabstimmung abgehalten. 39 : 2 Stimmen sprachen sich für einen Antrag zum Neubau eines Feuerwehrhauses aus.
28.01.1992 FARZT Dr.med. Anton Brachinger verabreicht der Aktivmannschaft eine kostenlose FSME-Impfung.
04.02.1992 Eine Computeranlage mit einer Feuerwehrsoftware von Hr. Johann Potschka aus Hollabrunn wird für den Verwaltungsdienst in Frankenfels angekauft. Kosten: Schilling 18.000,-
18.02.1992 Sirene um 06:33 Uhr: Innenbrand der Werkstätte beim "Hotz Felix" in Dobersnigg 10, Gemeinde Loich. Mit dem TLF und KLF und dem KLFA der FW Weißenburg wurde der FF Loich geholfen. Für 18 Mann von Frankenfels und Weißenburg war nach 2 Stunden Einsatzende.
20.03.1992 Im Frankenfelser Feuerwehrhaus wurde eine Winterschulung zum Thema "Brände in elektrische Anlagen" abgehalten. Alle 35 Teilnehmer zeigten großes Interesse an den Vortragenden ASBAB OBI Franz Wutzl und Hr. Ing. Mayerhofer von der EVN.
03.04.1992 Für die Aktivmannschaft gibt es neue Overalls und Arbeitshandschuhe. Auch das Schlauchmaterial wird ergänzt.

13.04.1992



Um 14:15 Uhr heulte die Sirene. Ein Waldbrand wütete auf der Westseite des Holzerberges, Besitzer Hermann Riedl, Übergangrotte 12. Ein Abbrand geriet auf 850 Meter Seehöhe außer Kontrolle. Unter schwierigsten Bedingungen konnten alle Wehren von Frankenfels bis Kirchberg/P. den Brand mit Kleinlöschgeräten wie Feuerpatschen, Kübelspritzen, Schanzwerkzeug usw. bekämpfen. Nur Tank Schwarzenbach (Unimog) konnte im äußerst schwierigen Gelände fast bis zum "Gugans Hahnspitz" auffahren. Dazu musste sogar an mehreren Stellen mit Motorsägen die Zufahrt freigemacht werden. Insgesamt standen 67 Mann fünf Stunden lang im Einsatz.
17.04.1992 Auch bei der Feuerwache Weißenburg erhält jeder aktive Feuerwehrmann einen Funkmeldeempfänger, der Marke ascom Quattro RE 829. Ankauf: 28 Stück, einschl. Ladegerät und ein Bedienpult für externe Alarmauslösung vom Haus Tiefgrabenrotte 27 (Feuerwachekommandant Brandinspektor Franz Karner). Zugleich war ein Umbau beim Sirenensteuergerät erforderlich.
08.05.1992 Frontalzusammenstoß zweier PKW auf der B 39 im km 35,600. Ein verletzter Lenker befand sich noch im Fahrersitz, er wurde von der Feuerwehr aus seiner Notlage befreit, erstversorgt und später der Rettung übergeben. Man stellte nämlich bei der Ankunft fest, dass der ASBÖ Frankenfels noch nicht alarmiert wurde. Die restliche Arbeit (beide PKW von Fahrbahn entfernt) ging sehr schnell. Alarmierung um 17:58 Uhr, für alle 22 Mann war bereits um 19:06 Uhr das Einsatzende.
09.05.1992 Beim Abschnittsfeuerwehrtag in Loich wurden OBM Franz Freudenthaler sen. und OBI Franz Wutzl mit dem Verdienstzeichen 3. Stufe des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes ausgezeichnet.
11.05.1992 Unser Feuerwehrkommandant OBI Franz Wutzl absolvierte bis 15. Mai einen Volontärdienst bei der Berufsfeuerwehr Wien - Hauptfeuerwache Leopoldstadt.
23.05.1992 Sirenenalarm um 22:09 Uhr. Zu einem Großbrand wurde nach Puchenstuben ausgerückt. Das Wirtschaftsgebäude beim Gasthof Leopold Fahrngruber stand in Vollbrand. Die Tierrettung und die Brandausbreitung auf den Gasthof war die Hauptaufgabe. Von Scheibbs bis Annaberg halfen der örtlichen Feuerwehr. Somit waren Freiwillige aus drei Bezirken vor Ort. Die FF Frankenfels einschl. FW Weißenburg stand mit insgesamt 25 Mann bis nach Mitternacht im Einsatz.
29.05.1992 Der Umstieg des Kartenmaterials im Feuerwehrdienst von ÖMK 50 auf ÖK 50 (Militär- auf Österreichkarten) erforderte eine komplette Neuauflage aller Landkarten für den Nachrichtendienst. Die Bestückung aller Fahrzeuge war unumgänglich.
30.05.1992 Jährliche Bachufersäuberung der Natters und des Weißenbaches Der Umweltausschuss der Marktgemeinde gab den Auftrag. Die Nattersreinigung dauerte von 13:00 Uhr bis 19:00 Uhr und der Weißenbach von 15:00 Uhr bis 19:00 Uhr.

03.06.1992

Erstmals wurden die Abschnittsfeuerwehrleistungsbewerbe Kirchberg/P. im Weißenbachtal abgehalten. Auf dem Bewerbsgelände "Wiese Mitterer" traten 78 (!) Gruppen aus dem Bezirk St. Pölten und von den Nachbarsfeuerwehren an. Es war ein beeindruckendes Ereignis.
09.06.1992 Ein großer Traktor der Firma VÖEST-Alpine ist wegen eines Defekts an der Lenkung im km 29,500 der B 39 liegengeblieben. Die Verladung auf einem Tiefladeanhänger mittels schwerer Abschleppstange mit unserem Rüstfahrzeug misslang. Es wurde Kran St.Pölten angefordert. Der Einsatz dauerte 3 Stunden.
12.06.1992 Die Festkundgebung "125 Jahre FF St. Pölten-Stadt" wurde auch von einer Abordnung der Frankenfelser Feuerwehr besucht.
19.06.1992 Die gesamte Lehrkörperschaft der Volks- und Hauptschule, sowie das Kindergartenpersonal wurde in der Handhabung der Handfeuerlöscher unterwiesen.
01.07.1992 Der Brand eines Misthaufens mit Strohabfällen beim "Enne-Wirt" in der Weißenburggegend 12 konnte rasch gelöscht werden. Ursache: Heiße Asche wurde am Misthaufen entleert.
05.08.1992 Die von der Gemeinde an die Feuerwehr zugesprochene "Expositur" im 1. Stock des Feuerwehrhauses wird renoviert.
10.08.1992 Alarmierung per Funkmeldeempfänger um 07:35 Uhr. Ein LKW der Fa. Trost aus Traisen, beladen mit heißem Bitumen, ist bei der "scharfen Kurve" beim Weißenburgtunnel (B 39 km 32,800) umgestürzt. Die LKW-Bergung übernahm die eigene Firma. Die Feuerwehr führte die Absicherung der Unfallstelle, die Verkehrsregelung und die Fahrbahnreinigung durch. Auch beim Bergen des Ladegutes wurde mitgeholfen. Der Einsatz dauerte für die 17 Mann viereinhalb Stunden.
18.09.1992 Je ein weiteres Handfunkgerät für Frankenfels und Weißenburg wurden um Schilling 15.210,- nachgekauft.
19.09.1992 Verkehrsunfall im Höllgraben. 1 PKW ist von der "Höllgrabenstraße" im km 0,500 abgekommen und liegt quer im Kohlangerbach, 1 Toter und ein Schwerverletzter. Bei der Brauchtumspflege "Hochzeitschießen" geschah der fürchterliche Unfall. Die mitgeführte Azetylengasflasche und auch die Sauerstoffflasche dürften die schweren Folgen verursacht haben. Tätigkeiten der Feuerwehr: Absichern, Ausleuchten, Brandschutz aufbauen und Mithilfe beim Bestattungsunternehmen. Der Schwerverletzte wurde bereits von der Rettung abtransportiert. Weitere Feuerwehrtätigkeiten nach Weisung der Gendarmerie: Bergen der aus dem Auto geschleuderten Gasflasche, Fahrzeugbergung und Sicherstellen der Schweißanlage. Das Unfallwrack wurde gerichtlich beschlagnahmt. Der Feuerwehreinsatz dauerte von 03:04 Uhr bis 04:49 Uhr.
01.10.1992 Durch die Schließung des Gendarmeriepostens Frankenfels ist ab nun der Gendarmerieposten Kirchberg an der Pielach auch für das Gemeindegebiet Frankenfels zuständig.

31.10.1992


Bei einer Dienstfahrt zu einem Lehrgangsbesuch in die Landesfeuerwehrschule Tulln kamen 5 Frankenfelser Feuerwehrmänner mit dem KLF unmittelbar zu einem Auffahrunfall auf der Autobahn A 1 im km 56,000 auf der Richtungsfahrbahn Wien. Ein ungarischer und ein deutscher PKW sind zusammengestoßen, es gab 2 Leichtverletzte. Sofortige Absicherung der Unfallstelle war vordringlich, sowie die Verständigung über Funk an den Diensthabenden bei "Florian St.Pölten". Dieser alarmierte Polizei und Feuerwehr. Nach dem Eintreffen der Polizei St.Pölten wurden über dessen Auftrag noch einige lose, herumliegende Fahrzeugteile von der Fahrbahn beseitigt. Während der Weiterfahrt nach Tulln erfolgte per Funk die Meldung über das verspätete Eintreffen an die LFS.
07.11.1992 Starke Rauchentwicklung im Keller des Hauses "Gonaus Sepp", Markt 46, bewirkte einen kleinen Feuerwehreinsatz (telefonische Alarmierung / 4 Mann / 1 KLF / 1,5 Stunden). Die Erkundung mit einem Atemschutztrupp ergab, dass ein Defekt an der Gefriertruhe vorlag. Brennbare Materialien wurden entfernt und eine Raumbelüftung durchgeführt. In der Statistik wird dies als Brandeinsatz bewertet.
21.11.1992 Gründung der Feuerwehrjugend der FF Frankenfels! Damit wurde für die Zukunft vorgesorgt. Nach langer Vorbereitungszeit (Werbung, Schulbesuche, konkrete Informationen, Vorführungen, Vorsprachen bei den Eltern, usw.) konnte ein erstes Treffen der FJ mit 11 Buben abgehalten werden. Die Jugendlichen Harald Enner, Nikolei Fahrngruber, Thomas Gansch, Stefan Hackl, David Hochauer, Anton Hofegger, Martin Karner, Marco König, Robert Leb, Franz Niederer und Dominik Prammer wurden eingekleidet und bekamen den Dienstgrad "Jugendfeuerwehrmann (JFM)". Zugleich wurden LM Harry Vogler zum Jugendführer, HFM Friedrich Swatek zum Hilfsjugendführer und JFM David Hochauer zum FJ-Gruppenkommandant ernannt. KDT OBI Franz Wutzl berichtet, dass dadurch der 21. November der wertvollste Tag im Jahr 1992 der Freiw. Feuerwehr Frankenfels ist. Bis zur Fotoaufnahme bei der 110. Mitgliederversammlung mit Jahresbericht (Jahreshauptversammlung), am 31. Jänner 1993, traten noch weitere 4 Burschen der FJ Frankenfels bei.

21.11.1992


Um 23:10 Uhr wurde die Feuerwehr zu einem PKW-Brand auf der B 39 km 32,900 gerufen. Ein Porsche 944 stand im Vollbrand und der verletzte Fahrer, ein Perchtoldsdorfer (Bezirk Mödling), hatte das Glück, dass er von einem vorbeikommenden Passant aus dem Fahrzeug gerettet wurde. Der Lebensretter Thomas Stupphan aus Kilb leistete bis zum Eintreffen der Rettung vorbildliche Erste Hilfe, er wurde von der Feuerwehr unterstützt. Für die Löscharbeiten, Verkehrsregelung und die Straßenreinigung (Auftrag der Gendarmerie) standen 27 Mann im Einsatz. Um 00:28 Uhr kam man wieder ins Feuerwehrhaus. 

24.11.1992 17:55 Uhr: Schwerer Verkehrsunfall auf der B 39 im km 36,180. 2 PKW zusammengeprallt, 2 Verletzte bereits vom ASBÖ Frankenfels abtransportiert. Absichern und Ausleuchten der Unfallstelle und nach Freigabe der Gendarmerie Kirchberg/P. wurde die Bergung beider PKW sowie die Fahrbahnreinigung durchgeführt.
06.12.1992 Beim Stromausfall infolge ergiebiger Schneefälle während der Gemeindeversammlung im Gasthaus Weidinger konnte die Feuerwehr mit Beistellung der Lautsprecheranlage des KLF aushelfen. Man improvisierte indem dass das Feuerwehrfahrzeug ganz nahe an der Außentür positioniert wurde. Die öffentliche Veranstaltung konnte dadurch abgehalten werden.
31.12.1992 Statistik für das Jahr 1992: 171 Einsätze (711 Mann / 1477 Stunden). Die hohe Anzahl der Einsätze verursachten die vielen Wassertransporte zu den entlegenen Bauernhäusern. Aber auch 61 Übungen (604 Mann / 1232 Stunden) sind erwähnenswert.
08.01.1993 Um 13:30 Uhr kam ein Alarm auf allen Funkmeldeempfängern. Durch Regenfälle und verfrorenem Ablauf bildete sich ein Wassersee im Hof und im Stall des Gehöftes "Wies", Markenschlagrotte 14. Die Feuerwehr schaffte Abhilfe durch Abpumpen mittels UWP 8-1. Der Einsatz dauerte zweieinviertel Stunden.
08.01.1993 Bei der am Abend stattfindenden Gemeinderatsitzung sind einige Feuerwehrmänner anwesend. Dem Ansuchen der Feuerwehr vom 7. Febr. 1992 um Überlassung des Grundstücks "Enner Wiese" für einen Neubau eines Feuerwehrhauses wurde mit 11:7 Stimmen NICHT stattgegeben. Ein trauriger Abend!
15.01.1993 Eine vom Abschnittsfeuerwehrkommando Kirchberg/P. durchgeführte Inspektion der FF Frankenfels ergab, dass das Feuerwehrdepot absolut zu klein ist.
28.01.1993 Ein Fass mit unbekannten Inhalt lag in der Pielach, zirka 80 Meter unterhalb der Weißenburgbrücke. Die Feuerwache Weißenburg wurde vom Gendarmerieposten Kirchberg/P. beauftragt, dieses zu Bergen. Nach einer Stunde stand fest, dass das Ölfass leer und der Verursacher unbekannt ist.

31.01.1993

Bei der Jahreshauptversammlung war die Vorstellung der Feuerwehrjugend der große Höhepunkt. Allerdings übte man Kritik am Gemeinderat, der ein 1000 m2 großes Grundstück auf der "Enner-Wiese" (heute: Wohnblock Markt 123) nicht - wie ursprünglich mündlich zugesagt - der Feuerwehr zugesprochen hatte. Als Konsenslösung stellte man der Wehr seitens der Gemeinde in ihrem derzeitigen Haus und im alten Depot zusätzliche Räume zur Verfügung. Auch die Wochenzeitung NÖN berichtete darüber in der Ausgabe vom 9.Februar auf der Seite 28.
11.02.1993 Bei der Schimeisterschaft der Feuerwehren des Abschnittes Kirchberg/P. wurden 3 Pokale errungen.
22.02.1993 Streifung eines LKW mit einem Tankwagenzug auf der B 39, km 32,800 (Höhe ÖBB-Weißenburgtunnel). Dieser wurde auf der ganzen Länge (Fzg. und Anhänger) beschädigt und der Treibstofftank aufgerissen und zirka 500 Liter Dieselöl flossen auf die Fahrbahn. Bergung beider Fahrzeuge und Öl-Binden durch die Feuerwehr. Der Einsatz dauerte von 11:14 Uhr bis 12:45 Uhr.
23.02.1993 Ein Reh hat sich in der Lawinenverbauung im Bahnkilometer 40,050 (neben dem westlichen Tunnelportal des ÖBB-Natterstunnels) verfangen. Man fuhr auf der B 39 bis zum km 34,100 und begann unter Gleissperre der Mariazellerbahn mit zwei Schiebleitern den schreckenden (schreienden) Rehbock auf die Straße zu bringen. Nach einer dreiviertel Stunde konnte die Tierrettung erfolgreich abgeschlossen werden, das Reh wurde dem anwesenden Jäger übergeben.
24.02.1993 Eine elektrische Schreibmaschine vom Typ "Triumph-Adler Gabriele 100" wurde angekauft.
07.03.1993 Beim Hallenfußballturnier der Feuerwehrjugend des Bezirkes St.Pölten in der Pielachtalhalle in Ober-Grafendorf belegte unsere Jugend den beachtlichen 3. Platz.
30.03.1993 Die Niederösterreichischen Nachrichten (NÖN) berichten von der "Aufregung" in den Reihen der Feuerwehr, nachdem die Gemeinde ihren Wünschen nach Ankauf eines Grundstücks und Errichtung eines Depots nicht entsprochen habe: "Die Silberhelme sind noch immer sauer!".
01.04.1993 In der Zeitschrift "Frankenfels Aktuell (Herausgeber: ÖVP Frankenfels)" wird folgendes bekanntgegeben: Die ÖVP-Fraktion setzt im Gemeinderat den Verkauf eines Teils der "Enner-Wiese" an einen Gewerbetreibenden durch: "Wir brauchen unsere Wirtschaft und jeden Steuerschilling, um die wichtigen Aufgaben der Zukunft zu bewältigen."
In der nachfolgenden SPÖ-Gemeindezeitung "Frankenfels plus - minus" wird veröffentlicht, dass die SPÖ den Wunsch der Feuerwehr nach Errichtung eines Depots auf diesem Grundstück  immer unterstützt!
18.04.1993 Beim 1. Wissenstest, welche unsere Feuerwehrjugend besuchte, konnten 11 Buben das Abzeichen in Bronze erringen.
02.05.1993 Mit einem Weckruf durch den Ort wurde die Florianifeier anlässlich des 110. Geburtstages der Wehr musikalisch eingeleitet. Dabei wurden alle Feuerwehrpatinnen im Ortsbereich vom Hause für den Kirchgang abgeholt.

08.05.1993






Abschnittsfeuerwehrtag im Gasthof Winter/Hofegger. Anschließend wurde in den Räumlichkeiten der Raiffeisenkasse Frankenfels eine vom FKDT OBI Franz Wutzl zusammengestellte Ausstellung "110 Jahre FF Frankenfels" im Beisein des Hr. BH-Stellvertr. Dr. Oppitz, Bgm. Griesauer, OBR Weissgärber u.v.a. eröffnet.
Auf fünf große Tafeln wurden folgende Themen gezeigt:
1. Mitglieder von der Gründung bis zur Gegenwart
2. Feuerwehrkommandanten und Funktionäre seit der Gründung
3. Auszüge von der Chronik, Wort und Bild dieses Buches
4. Aus dem Einsatzgeschehen
5. Unsere Feuerwehrjugend seit der Gründung
Weiters wurde in fünf Vitrinen eine Modellreihe verschiedener Einsatzfahrzeuge sowie maßstabsgetreue Feuerwehrfahrzeuge der FF Frankenfels gezeigt. Alle Modelle stellte Hr. Karl Moser, aus Wien, zur Verfügung.
Eine Diaserie zeigte verschiedene Jahresabläufe unserer Wehr.
Die Ausstellung, welche bis Ende Juni zu besichtigen war, fand in der Bevölkerung regen Zuspruch.
14.05.1993 Die Umbauarbeiten im "alten Depot", Kellerraum - Markt 10, wurden abgeschlossen. Ein Einfahrtstor zur Hofseite, eine Durchgangstüre zum Mannschaftsraum, sowie Sanierungsarbeiten des Mauerwerks und des alten straßenseitigen Holztores (neuer Anstrich) ergab eine neue Einstellmöglichkeit für das KLF. Die Feuerwehrmänner, welche von den Gemeindearbeitern unterstützt wurden, erledigten diese Arbeiten in Eigenregie. Für die Raumbelüftung wurden an der Innenseite des Holztores zwei Fensterkippflügel montiert. Jedoch infolge der geringen Raumhöhe war es wieder erforderlich, dass auch bei diesem Fzg. die Funk- und die Radioantenne umgelegt werden musste. Das war man aber gewöhnt! Die enorme Platznot im Feuerwehrhaus Markt 65 wurde dadurch etwas gemindert.
21.05.1993 Eine wirklichkeitsnahe Unterabschnitts-Atemschutzübung wurde im noch vorhandenen alten Objekt "Grassermühle" abgehalten. In den darauffolgenden Tagen begann man mit dem teilweisen Abbruch bzw. mit der Althaussanierung der Gebäude.
 05.06.1993 Bei den Vorbereitungsarbeiten für das Fest der Kath. Frauenbewegung half auch die Feuerwehr. Infolge fehlendes Transportmittel erledigte man mit dem KLF die Zufuhr von Tischen und Bänken.
09.06.1993 Schwerer Motorradunfall auf der B39, km 33,700. Motorrad (Kawasaki Z 1000) liegt auf der Fahrbahn, Motorblock herausgerissen, Öl auf Fahrbahn. Der schwerverletzte Lenker, ein Wiener, bereits vom ASBÖ abtransportiert. Die übliche Tätigkeit der Feuerwehr dauerte von 14:49 Uhr bis 15:59 Uhr.
12.06.1993 Während des traditionellen Weißenbachler Feuerwehrfestes drückte ein Unbekannter um 23:50 Uhr beim Feuerwehrhaus der FW Weißenburg die Sirene. Fehlalarm.

20.06.1993




Erstmals wurden in Frankenfels Feuerwehrwettkämpfe abgehalten. In der Grassermühle nahmen bei idealen äußeren Bedingungen 94 (!) Bewerbsgruppen an den Abschnittsfeuerwehrleistungsbewerben des FAS Kirchberg/P. teil. Die Hauptwache trat mit einer Gruppe und die Feuerwache Weißenburg mit zwei Bewerbsgruppen an. Alle erreichten das Bewerbsziel. Der Staffellauf wurde auf der B 39 - unter jeweils kurzer Straßensperre - ausgetragen.
Zwischen Bewerb und Siegerehrung wurde auch die Eröffnung des Zivilschutzinformationszentrum der Gemeinde durchgeführt. In einer Demonstrationsübung wurde ein Verkehrsunfall (Auto gegen Traktor) gezeigt. Die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Arzt, Rettung und Gendarmerie wurde den zahlreichen Zusehern eindrucksvoll vom Zivilschutzbeamten erklärt.
An der Siegerehrung des Bewerbes nahmen unteranderem teil: Bezirkshauptmann Dr. Josef Sodar, Landtagsabgeordneter Dr. Martin Michalitsch, Bezirksfeuerwehrkommandant Oberbrandrat Wilfried Weissgärber, Abschnittsfeuerwehrkommandant Brandrat Wilhelm Ertl, Bürgermeister Friedrich Griesauer, und viele Gemeindevertreter.
Sieger wurde die Bewerbsgruppe "Untergrafendorf 1" mit 398 Punkten.
25.06.1993 Ein Führungsfahrzeug - neuer, moderner VW-Bus, der Marke Caravelle Syncro mit 110 PS / 81 kW - wurde in Dienst gestellt. Das Fahrzeug wurde als MTF-A geliefert. Es wurde sofort mit einem Umbau auf ein KDOF-A begonnen, welcher bereits Mitte Juli abgeschlossen wurde. Gesamtkosten: 650.000 Schilling.
04.07.1993 Ein Autobus wurde auf der B 39 im km 37,600 (Höhe Grassermühle) fahruntauglich. Die Feuerwehr beförderte die Reiseteilnehmer, darunter 27 Kinder, zum Reiseziel "Lichtensteg" (Quartier).

09.07.1993



Für das 110-jährige Gründungsfest wurde nach umfangreichen und zeitaufwendigen Vorarbeiten eine Festschrift aufgelegt. Der historische Teil wurde sehr kurz gehalten, da dieser bereits in der Festschrift des Jahres 1983 umfangreich erläutert wurde. Es wurde daher für die Organisationsform der Feuerwehr breiteren Raum eingeräumt. Eine Einsatzstatistik von 1960 bis 1992 und die derzeitige gesamte Tätigkeit wurde dem Leser transparent gemacht. Der Bestbieter - Firma Dolezal GmbH, Frankenfels / Wien - bekam den Auftrag 750 Stück anzufertigen. Die Kosten Schilling 45.600,- wurden zur Gänze von der Feuerwehr getragen. Den Autor Feuerwehrkommandant OBI Franz Wutzl unterstützten die Mitarbeiter OLM Erich Gonaus, LM Harry Vogler und LM Arthur Vorderbrunner. Verkaufspreis: S 80,-/Stück. Es wurden knapp 620 Stück verkauft.
15.07.1993 Alarm um 16:42 Uhr. Rauchentwicklung bei einem Wohnhaus in der Hofstadtgegend. Fehlalarm!
30.07.1993 Das neue Kommandofahrzeug-Allrad wurde mit einem Mobiltelefon (D-Netz) ausgerüstet. Dies ist das erste Feuerwehrfahrzeug mit Mobiltelefon im Bezirk St. Pölten !

28.08.1993


Samstag - Jubiläumsfest "110 Jahre FF Frankenfels" in der Grassermühle.
Programm: Tanzabend mit den "Original Weststeirer Spatzen" Beginn: 20:00 Uhr. Eintritt: S 40,-
Es kamen mehr als 1000 Besucher, unter anderem auch eine Abordnung der Patengemeinde Hollstadt, Bundesrepublik Deutschland, mit Hr. Bgm. Richard Radina und FKDT Ullrich Kaiser jun. Erinnerungsgeschenke wurden ausgetauscht.
29.08.1993

Sonntag - Fortsetzung des Jubiläumsfestes "110 Jahre FF Frankenfels" in der Grassermühle.
Programm: 09:30 Uhr Zeltmesse / Festakt mit Fahrzeugsegnung des neuen KDOF-A / anschließend Frühschoppen mit dem Trachtenmusikverein der Marktgemeinde Frankenfels / 14:00 Uhr Festzug durch den Ort / 15:30 Uhr Gemütlicher Nachmittag  mit den "Orig. Jeßnitztalern". Eigens angefertigte gelbe Kunststoff-Festabzeichen wurden beim Festzug verkauft.

Den Höhepunkt stellte ein großer Festzug durch den Ort - vom Schiliftparkplatz zur improvisierten Ehrentribüne bei der Rosenbühelwiese und weiter zur Grassermühle - dar. Den Abschluß bildeten mehrere historische Löschvorführungen auf der Wiese Grassermühle. Leider wurde die mündliche Genehmigung zum Errichten einer Tribüne gegenüber dem Gasthof Winter vom Grundeigentümer in der letzten Woche widerrufen. Auch die Gendarmerie hielt nicht Wort und hob die vereinbarte Straßensperre bereits nach einer 3/4 Stunde auf. Beim Festzug wurden 60 Feuerwehrdarstellungen präsentiert, er war ein einmaliges Ereignis, der erste seiner Art überhaupt im Bezirk St. Pölten. Oberlöschmeister Erich Gonaus stellte in einer durchdachten Organisation drei Marschblöcke zusammen. Eine Planungszeit seit September 1991 machte sich bezahlt. Im Hörfunksender Ö2 wurde am Freitag und am Sonntagmorgen auf den Festzug hingewiesen. Nach mehreren Schätzungen waren möglicherweise 2000 bis 2500 (!) Zuseher entlang der Bundesstraße anwesend. Der Festabzeichenverkauf gestaltete sich auf der 1 km langen Strecke sehr schwierig, trotzdem wurden 1271 Festabzeichen verkauft. Bei der behelfsmäßigen Tribüne wurden die Gruppen bzw. Fahrzeuge erklärt. Leider ist der 3. Block - die jubilierende Wehr - dem Regenwetter zum Opfer gefallen. Trotzdem verblieben die meisten Besucher entlang der Strecke bzw. in der Nähe der Tribüne. Der Festzug setzte sich folgendermaßen zusammen:
1. Block: FUB-Zug I/17 (Katastrophenzug)
    Kommandofahrzeug (VW-Bus) - FF Kirchberg an der Pielach
    Tanklöschfahrzeug-Allrad 2000 (Mercedes) - FF Rabenstein an der Pielach
    Kleinlöschfahrzeug-Allrad (VW LT 40) - FF Tradigist
    Tanklöschfahrzeug-Allrad 2000 (Steyr) - FF Loich
    Kleinrüstfahrzeug-Bergung (Fiat Ducato) - FF Hofstetten
    Kleinlöschfahrzeug als Versorgungsfahrzeug (VW LT 35) - FF Schwarzenbach an der Pielach
2. Block: Die Feuerwehr im Wandel der Zeit
      Musikverein Kirchberg an der Pielach
    Hl. Florian (3./4. Jahrhundert) hoch zu Ross - Angelika Enne / Pferdebesitzer Hermann Grubner
    Römische Militär-Feuerwehr aus Carnuntum (ca. 100 bis 200 n. Chr.) - ASBÖ Frankenfels
    Wiener Feuerknecht (aus dem Jahre 1686) - ASBÖ Frankenfels (Stephan Winter)
    Feuerrufer (Nachtwächter) - ASBÖ Frankenfels (Hubert Pögner, jun.)
    Feuerwehrfahne (aus dem Jahre 1913) - FF Hürm
    Hydrophor (Baujahr 1871) - FF Türnitz / FJ Türnitz
    Dampfspritze (Baujahr 1910) auf Pferdezug - FF Gainfarn / Pferdebesitzer Hermann Riedl
    Mannschaftspferdewagen zur Dampfspritze - FF Gainfarn / Pferdebes. Franz Winter,Plankenstein
    Oldtimer-Traktor (Lindner) mit Motorspritze Breuer (Baujahr 1930) - FF Schwarzenbach/Piel.
    NAG (Baujahr 1905) - BTF Voest-Alpine Stahl Traisen
    Austro Fiat (Baujahr 1925) - FF Oberndorf an der Melk
    Jeep (Baujahr 1940) - BTF Rothschild'sche Forstverwaltung Langau
    Dodge (Baujahr 1944) - FF Kirnberg an der Mank
    Morris (Baujahr 1940) - Erlauftaler Feuerwehrmuseum der FF Purgstall an der Erlauf
    Opel Blitz (Baujahr 1959) - Erlauftaler Feuerwehrmuseum der FF Purgstall an der Erlauf
    Hanomag (Baujahr 1959) - FF Judendorf-Straßengel
    Steyr (Baujahr 1943) - Erlauftaler Feuerwehrmuseum der FF Purgstall an der Erlauf
    Land Rover (Baujahr 1961) - FF Texing
    Vorausfahrzeug (Isuzu) - FF Mariazell
    Kleinrüstfahrzeug-Bergung (VW LT 35) - FF Puchenstuben
    Rüstfahrzeug mit Kran (Magirus) - FF Wilhelmsburg
    Abschleppfahrzeug (DAF) mit Abschleppanhänger - FF Baden
    Löschfahrzeug mit Allrad und Bergeausrüstung (Steyr) - FF Weinburg
    Kleinlöschfahrzeug-Allrad (dreiachsiger Pinzgauer) - FF Schwarzau im Gebirge
    Löschfahrzeug-Allrad (Chevrolet) - FF St. Georgen an der Leys
    Löschfahrzeug mit Bergeausrüstung (Mercedes) - FF Ober-Grafendorf
    Tanklöschfahrzeug-Allrad 2000 (Steyr) - FF St. Gotthard
    Tanklöschfahrzeug-Allrad 3000 (Mercedes) - FF Hürm
    Tanklöschfahrzeug-Allrad 3000 (Hurrikan/ÖAF) - FF St. Anton an der Jeßnitz
    2 Kradmaschinen (BMW) - FUBBERKDO St. Pölten / FF Eichgraben
    Kommandofahrzeug-Allrad (Puch G) - FF Ybbsitz
    Wasserdienstfahrzeug (Land Rover mit Zillenanhänger) - FF Kettenreith
    Tauchdienstfahrzeug (Iveco mit Schlauchbootanhänger) - Tauchgruppe West
    Atemluftfahrzeug (Mercedes) - FF Scheibbs
    Drehleiter mit Korb 30 (Mercedes) - FF Baden
    Großtanklöschfahrzeug-Allrad 9000-1000 (dreiachsiger Magirus) - FF St.Pölten-Stadt
3. Block: Die Freiwillige Feuerwehr Frankenfels einst und jetzt
      Trachtenmusikverein der Marktgemeinde Frankenfels
    Deutsche Feuerwehr FF Hollstadt (Frankenfelser Patengemeinde)
    Feuerwehrjugend Frankenfels (gegründet 1992)
    Gründerspritze (Baujahr 1883)
    Hydrophor auf Pferdezug (Baujahr 1898) - Pferdebesitzer Leopold und Gerald Hofegger
    Oldtimer-Traktor (Porsche) mit 1. Motorspritze Breuer (Baujahr 1928) - Franz und Alois Karner
    Oldtimer-Traktor (Steyr) mit 4 Tragkraftspritzen                                            - Johann Bieder, sen.
                                                 DKW-Spritze (Baujahr 1950),
                                                 "Kleiner Florian" Rotax (Baujahr 1956),
                                                 RW 80 (Baujahr um 1950 / Gekauft 1962) der FW Weißenburg    und
                                                 Rosenbauer Automatic 75 VW (Baujahr 1962)       
    Unimog (grün) - Fa. Wutzl GmbH (Leopold Wutzl, sen.)
    Kradmaschine Puch 175 SV
    Land Rover (Baujahr 1958)
    Mannschaftstransportfahrzeug (Ford Transit) Feuerwache Weißenburg
    Kleinlöschfahrzeug-Allrad (Mercedes) Feuerwache Weißenburg
    Kleinlöschfahrzeug (VW LT 35) mit Abschleppachse
    Rüstfahrzeug-Allrad (Unimog) mit Öleinsatzanhänger
    Tanklöschfahrzeug-Allrad 2000 (Mercedes)                   und
    Kommandofahrzeug-Allrad (VW Caravelle Syncro)

Umfangreiche Presseberichte (sogar in der Rhön-u.Saalepost und in der MAINPOST - beide Deutschland) gab es darüber; der ORF erklärte in der Sendung "Österreich heute" am Schluss seines zwei Minuten langen Beitrags FRANKENFELS ZUR FEUERWEHRHAUPTSTADT ÖSTERREICHS !

Leider gab es auch kritische Stimmen, welche die Feuerwehr über diesen finanziellen Aufwand schlechtredeten. Bereits Ende September wurde über den Festzug eine Kostenaufstellung der Gemeinde vorgelegt. Durch diese Kostenanalyse, wo ein Reingewinn von Schilling 2086,05 hervorging, verstummten die Kritiker.

04.09.1993 Nach getaner Arbeit (110 Jahr - Feier) führte der Feuerwehrausflug zum Flughafen Wien-Schwechat und zum Neusiedlersee.
15.09.1993 Alarmierung um 15:45 Uhr: Großbrand am Schlagerboden, beim Anwesen "Lecherbauer", Johann Fahrngruber, Hollenstein 16 der Nachbarsgemeinde St.Anton/J. Die Hauptwache Frankenfels und die Feuerwache Weißenburg leisteten Löschhilfe der FF St. Anton an der Jeßnitz. Sämtliche Tiere konnten gerettet werden. Das in Vollbrand stehende Wohn- und Wirtschaftsgebäude ist abgebrannt. Akuter Wassermangel erschwerte trotz der Tanklöschfahrzeuge die Löscharbeiten. Das neue Wohnhaus konnte vor Brandübergriff zur Gänze gerettet werden.
19.09.1993 Um 20:08 Uhr ging folgende Alarmierung ein: PKW liegt zwischen Straßenmeistereiplatz und Leitenklamm im Bach. Bei der Ankunft war niemand anwesend. Es musste in der Finsternis nach event. Verletzten und nach dem Auto gesucht werden. Die umfangreiche Suche in der Natters ergab, dass keine Person(en) vorhanden ist (sind), lediglich der verunfallte PKW lag auf Höhe der B 39, km 34,580. Da ein Feuerwehrmann das Auto kannte wurde der Vater des Besitzers herbeigeholt. Dieser gab den Auftrag zur Bergung des Mazda 323.
04.10.1993 Der Umbau des Tragkraftspritzenanhängers in einem Öleinsatzanhänger durch Löschmeister Harry Vogler konnte abgeschlossen werden.
09.10.1993 Bei einer nachmittägigen Zugsübung auf der Ruine Weißenburg stürzte nach der Übungsbesprechung Probefeuerwehrmann Christian Hösl über eine Felsmauer zirka 18 Meter in die Tiefe. Eine Kopffraktur war die Folge. Da das Verlassen nach der Übungsbesprechung nicht gemeinsam erfolgte, wurde niemand auf das Fehlen des Kameraden aufmerksam. Erst als er zu Hause nicht ankam begann die weitläufige Suche. Durch einen Kabelriss einer elektrischen Leitung führte die Spur zum Verunglückten. Die Suchaktion war gegen 23:00 Uhr erfolgreich. Die NÖN berichtete von einem "40 Meter (!) Absturz" in ihrer Ausgabe vom 12. Oktober auf der Seite 6 - sogar mit Foto vom Verunglückten - darüber.
10.10.1993 Mithilfe beim Raika-Crosslauf. 3 Mann, jeweils mit Handfunkgerät, fungierten als Streckenposten.
23.10.1993 Bei der von der Feuerwehr organisierten Feuerlöscherüberprüfungsaktion gab es großes Interesse von der Bevölkerung. 193 Handfeuerlöscher wurden überprüft.
26.10.1993 Bei einer Sonderfahrt auf der Mariazellerbahn half die Feuerwehr beim Wasserfüllen der Dampflok Mh.6 am Bahnhof Frankenfels mit.
18.11.1993 Verkehrsregelung bei der Christbaumverladung auf der Landeshauptstraße LH 102, in der Gstettengegend. Er war für die Landeshauptstadt St.Pölten bestimmt. Auftraggeber: Tourismusgemeinschaft Pielachtal.
25.11.1993 Für die Reinigung der benützten Atemschutzmasken wurde im Feuerwehrhaus ein Warmwasserboiler und eine Abwasch errichtet.
30.11.1993 Alle drei Garagentore wurden mit automatischen Öffner (Piepser) nachgerüstet.
01.12.1993 Für den Schulungsraum wurden 2 große rechteckige Tische, 12 Trapeztische, 30 Sesseln, 1 Fernsehgerät und eine Videoanlage angeschafft.
03.12.1993 Jeder aktive Feuerwehrmann der Hauptwache Frankenfels erhielt einen neuen Einsatzoverall.
18.12.1993 Sirenenalarm um Punkt 9 Uhr. Rauchfangfeuer beim Haus Konrad und Barbara Swatek, Markt 77. Bei der Ankunft war kein Kaminfeuer mehr ersichtlich. Trotzdem: Untersuchung des Rauchfangs, dessen Umgebung, Gendarmerie Kirchberg/P. und Rauchfangkehrermeister verständigt.
31.12.1993 Statistik 1993: 106 Einsätze (467 Mann / 999 Std.) und 51 Übungen (513 Mann / 1395 Std.).
01.01.1994 Eine neue Dienstordnung für die NÖ Feuerwehren tritt in Kraft. Erstmals ist es erlaubt, dass Frauen einer Feuerwehr beitreten dürfen.

01.01.1994


Infolge Auflassung der Bezirksalarmzentrale Lilienfeld wurde die Notruf 122 - Schaltung in diesem Bezirk ins Nachrichten-Dienstzimmer der FF St.Pölten-Stadt geschaltet. Die in diesem Raum befindliche Bezirksalarmzentrale St.Pölten trägt ab nun die Bezeichnung "Bereichsalarmzentrale St.Pölten". Die Abkürzung BAZ bleibt unverändert. 
06.01.1994 Bei einem Schifahrer auf der Tiefschneepiste beim "Leitenbauer", Hofstadtgegend 10, löste sich ein Ski und lief unkontrolliert über den steilen Hang, querte die Eisenbahn und Bundesstraße 39 und stürzte letztendlich in die Natters. Die Feuerwehr wurde um 11:30 Uhr um Hilfe gebeten. Tätigkeiten der FF: Ausrückung mit dem KLF, Orten des im Bach liegenden Ski und Bergen desselben unter Verwendung einer Schiebleiter und ein Paar Fischerstiefeln.
22.01.1994 Der beliebte Feuerwehrball bringt, trotz rückläufiger Besucherzahl, ein Rekordergebnis.
17.02.1994 Wegen ungenügender Schneelage wurde die Feuerwehr vom TVN Frankenfels (Obmann Erich Niederer) ersucht, eine Pistenvereisung auf der Schiliftwiese, Hofstadtgegend 1, vorzunehmen. Die FF Frankenfels sprühte bei minus 7 Grad Celsius über 2 Stunden lang ausreichend Wasser auf und der Fackellauf der Naturfreunde konnte stattfinden.
22.02.1994 Der NÖ Landesfeuerwehrrat beschließt, dass das FJ-Beitrittsalter von Zwölf- auf Zehn-Jährige herabgesetzt ist.
28.02.1994 Im Kommandoraum (1. Stock) wird von der Gemeinde ein eigener Telefonanschluss (Rufnummer 7220) installiert, welcher für die Abwicklung der Verwaltungs- und Dienstangelegenheiten dient.
13.03.1994 Beim morgend- und abendlichen Wasserfüllen der Dampflok Mh.6 am Bahnhof Frankenfels half die Feuerwehr mit. Die Dampfsonderfahrt auf der Mariazellerbahn konnte somit fortgesetzt werden.
25.03.1994 Sirenenalarm um 19:48 Uhr: Schwerer Verkehrsunfall mit einer verletzten Person im km 41,545 der B39. PKW lag mit Totalschaden im Straßengeländer. Dem Verletzten wurde aus seiner Notlage geholfen und der Rettung übergeben. Es folgte die übliche Feuerwehrtätigkeit.
15.04.1994 Ein weiteres Handfunkgerät vom Typ Elin EP 860-80 wurde um Schilling 20.280,- beschafft. Somit ist jedes Einsatzfahrzeug neben dem Fahrzeugfunkgerät auch mit einem Handfunksprechgerät ausgerüstet.
19.04.1994 FKDTSTV BI Franz Rußwurm hält für alle Interessierten des Feuerwehrabschnitts Kirchberg/Piel. einen Computer-Einführungskurs mit dem Feuerwehrprogramm "Notruf 122 (Potschka)" ab.

19.04.1994


Alarmierung um 23:15 Uhr über Funkmeldeempfänger: Verunfallter PKW liegt am Gleiskörper der Mariazellerbahn im km 39,000 (beim Südportal des Weißenburgtunnels) - keine Verletzten. Feuerwehrtätigkeiten über telefonischen Auftrag des ÖBB-Einsatzleiters (Fahrdienstleiter Manfred Gruber des Bahnhofes St. Pölten Hauptbahnhof - da zu dieser Zeit der zuständige Bf. Schwarzenbach/Piel. bereits unbesetzt war). Einsatzende um 00:48 Uhr des Folgetages.
20.04.1994 Beim Wissenstest der Feuerwehrjugend in St. Pölten sind alle 15 Buben erfolgreich. 6 erhalten das Abzeichen in Bronze und 9 freuen sich über Silber.
01.05.1994 Florianifeier in Frankenfels. Im Anschluss fand unter den F-Mitgliedern eine Spendenaktion zur Renovierung des Feuerwehr-SOS-Kinderdorfhauses in Hinterbrühl statt. Es kam ein Betrag von Schilling 1505,- zusammen.

03.05.1994

Durch Trassenveränderungen (Ober-Grafendorf, Weinburg und Rabenstein/P.) bekommt die Pielachtalbundesstraße B 39 eine neue Kilometrierung. Infolge Verkürzung um zirka einen Kilometer werden in unserem Einsatzgebiet die entsprechenden Tafeln zurückgesetzt.
14.05.1994 Löschmeister Arthur Vorderbrunner erreicht beim Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold (auch Feuerwehrmatura genannt) mit 177 Punkten den hervorragenden 6. Platz. Er wurde überdies Bezirksbester und Tagessieger! Dieser 2-tägige Landesbewerb wird jährlich in der Landesfeuerwehrschule Tulln ausgetragen.
19.05.1994 Alarm um 22:43 Uhr. Brandeinsatz nach einer Backofen-Explosion in der Bäckerei Leb, Markt 9. Brennbares Material musste aus der Umgebung entfernt werden. Der Backofen wurde schwer beschädigt. Die mitalarmierte Nachbarsfeuerwehr Kirchberg/Piel. wurde bei der Anfahrt über Funk storniert und kehrte in Dobersnigg um.

25.05.1994


Die NÖN berichtet auf der Seite 28 über den stattgefundenen Orientierungsmarsch der Feuerwehrjugend: "In den sechs Stationen waren auch der FF-fachlichen Ausbildung dienliche, sowie praktische Aufgaben zu lösen. Knoten binden, Funksprüche absetzen, den Kompaß handhaben, Zielspritzen, aber auch Gerätelehre wurde geübt".

26.05.1994


Da im Niederösterreichischen Landesfeuerwehrverband die Anzahl der Alamierungsfrequenzen erhöht wurde, erfolgte ein Austausch des Sirenensteuerungsgerätes. Das neue Gerät vom Typ CSi 8000/93 wurde an der gleichen Stelle im Feuerwehrhaus von der Firma center, Wien, montiert und sofort in Betrieb genommen.
29.05.1994 Feuerwehrpatin Elsa Empacher informiert, dass sie ein Sparbuch für die Feuerwehr angelegt hat. Es wurde im Testament festgelegt, dass der Betrag nach dem Ableben der Feuerwehr gehört.
10.06.1994 Im Zusammenhang mit dem von der FW Weißenburg beantragten Ankauf eines Tanklöschfahrzeuges wird ein 10-Jahresprogramm der Feuerwehr für die Gemeinde erstellt.
11.06.1994 Stromausfall in der Boding. Um 12:45 Uhr wurde die Feuerwehr vom Gasthof Lichtensteg, Übergangrotte 15, alarmiert, zwecks Aushilfe mit dem 8 kVA - Notstromaggregat. Da man gerade mitten bei der Vorbereitung eines großen Hochzeitmahls stand, war Eile geboten.
18.06.1994 Dampfsonderfahrt (Zug 71201). Wasserbefüllen der Dampflok Mh.6 am Bf. Schwarzenbach/Piel. mit dem TLF-A 2000.

19.06.1994


Bei den Abschnitts- und Bezirksbewerben in Kirchberg/Piel. erhielten die beiden Bewerbsgruppen (Frankenfels und Weißenburg) insgesamt drei Pokale. Die Gruppe Frankenfels wurde sowohl Sieger in der Klasse Bronze B mit 357 Punkten als auch in der Klasse Silber B mit 353 Punkten. Die Wettkampfgruppe Weißenburg erreichte in Bronze A mit 360 Punkten den 4. Platz und in Silber A mit 334 Punkten den 2. Platz. Zugleich fanden auch die FJ-Bezirksbewerbe statt. Unsere Jugendgruppe erreichte in Silber mit 1005 Punkten den 1. Platz. Ein Freudentag für die FF Frankenfels!
26.06.1994 Teilnahme mit unserer Gründerspritze am Festzug "100 Jahre - FF Gramatneusiedl".
02.07.1994 Auch beim NÖ Landesbewerb in Stockerau war die Wettkampfgruppe Frankenfels mit 351 Punkten in Silber sehr erfolgreich.
08.07.1994 Beim FJ-Landeslager in Aspang (07. - 10.07.1994) erreichte die FJ-Gruppe Frankenfels die bisher höchsten Punkteanzahlen. Im Bronze-Bewerb erreichte sie mit 1020 Punkten den 19. von 132 durchgekommenen Gruppen und in Silber mit 1018 Punkte den 11. Platz von 86 Gruppen, die das Bewerbsziel erreichten.
24.07.1994 Sirenenalarm um 19:30 Uhr: Großbrand beim "Wies-Hösl", Weißenburggegend 21. Abschnittsalarm (d.h. alle Feuerwehren von Frankenfels bis Hofstetten). Schwierige Löschwasserzubringung (TLF-Pendelverkehr und Aufbau einer 20 B - Zubringleitung). Die FW Weißenburg, welche noch kein Tanklöschfahrzeug hatte, war als Erster beim Brandobjekt und konnte infolge des bereits fortgeschrittenen Brandes leider nur bedingt helfen. Der Besitzer Franz Hösl erlitt beim Versuch, das Feuer zu löschen, Verletzungen an den Füßen. Durch den umfassenden Feuerwehreinsatz konnte die Hälfte des Wohnhauses gehalten und ein Brandübergriff auf den angrenzenden Wald verhindert werden. Unter Schweren Atemschutz (15 AS-Geräte im Einsatz) wurden diverse Inventarien geborgen. Einsatzdaten: Dauer von genau 4,5 Std. / 19 Feuerwehrfahrzeuge / 139 Feuerwehrmitglieder / ASBÖ Frankenfels / Gendarmerie Kirchberg an der Pielach.
02.08.1994 Die NÖN berichtete auf der Seite 23 über eine mögliche Brandstiftung beim Großbrand am 24.07.
24.08.1994 Bei der ORF-Radiosendung "Radio 4/4", welche live von Frankenfels übertragen wurde, kam auch ein Beitrag von der Feuerwehr und vor allem von unserer Feuerwehrjugend zur Ausstrahlung. Der Moderator Michael Staringer intervierte Feuerwehrkommandant OBI Franz Wutzl und FJ-Gruppenkommandant David Hochauer.
27.08.1994 Feuerwehrfest am Samstag beim Feuerwehrhaus Frankenfels. Es wurde unter anderem ein Kindernachmittag und ein Fußballturnier der Feuerwehrjugend in der Grassermühle veranstaltet.
28.08.1994 Fortsetzung des F-Festes. Das "Ladenspiel" mit 46 schönen Warenpreisen erfreute sich großer Beliebtheit. Den Hauptpreis, ein Fahrrad, gewann Albin Schagerl, Tiefgrabenrotte 3.
03.09.1994 Der Feuerwehrausflug führte im ÖBB-Gesellschaftswagen nach Innsbruck und am Folgetag nach Seefeld/Tirol. Für alle 42 Teilnehmer war es ein tolles Erlebnis.
07.09.1994 Brandalarm mittels Sirene um 04:18 Uhr. Bei der Ankunft stellte man fest, dass das Feuer im Heizraum des Wohnhauses der Familie Alois und Ludmilla Buder, Pernarotte 14, soeben mit einem Pulverlöscher durch den Besitzer erfolgreich gelöscht wurde. Die starke Rauchentwicklung beseitigte die Feuerwehr.
11.09.1994 Bei der Museumseröffnung des NÖ Landesfeuerwehrverbandes in Tulln war unsere Wehr mit dem kleinen Hydrophor und dem Kommandofahrzeug vertreten. Unser alter Land Rover verweilte bereits in diesem Landesfeuerwehrmuseum.
16.09.1994 Beim 70-jährigen Gründungsfest des Trachtenmusikvereins der Marktgemeinde Frankenfels wurde der Festzugablauf auf der Bundesstraße von der Feuerwehr problemlos durchgeführt.
13.10.1994 Für die Feuerwache Weißenburg wird von der Gemeinde ein Grundstück hinter dem Feuerwehrhaus, Tiefgrabenrotte 22, für Übungs- und Veranstaltungstätigkeiten angekauft. Auch ein Kinderspielplatz soll dort errichtet werden.
26.10.1994 Beim RAIKA-Wandertag betreibt die Ortswehr eine Labestelle beim Gehöft Ober-Hehenberg (genannt "Hehaberg-Prammer") Besitzer Leopold Prammer, Falkensteinrotte 19.
29.10.1994 Das goldene Funkleistungsabzeichen erwerben LM Hannes Freudenthaler, BI Franz Rußwurm und LM Harry Vogler.
02.11.1994 Sirenenalarm von der BAZ St. Pölten um 12:36 Uhr mit dem Alarmierungstext "Flurbrand auf der Bahnböschung nächst dem Bahnhof Schwarzenbach an der Pielach". Es stellte sich heraus, dass sich ein kleiner, unbeaufsichtigter Abbrandhaufen im Bahnkilometer 38,400 (beim Einfahrvorsignal "a" des Bfes. Schwarzenbach/P.) befindet. Dieser wurde sofort abgelöscht. Restliches veranlasste die ÖBB-Streckenleitung St. Pölten über den herbeigeholten Bahnmeister Kirchberg/Pielach.
28.11.1994 Generalsanierung des Wassertanks unseres TLF-A 2000 bei der Firma Rosenbauer in Leonding bei Linz/Donau kostete Schilling 41.000,- 
12.12.1994 Alarm um 16:40 Uhr. Ein kleiner Flurbrand auf einer unbearbeiteten (dürres Gras) Bauparzelle hinter der Werkstatt Härtensteiner, in der Tiefgrabenrotte, wurde von der Feuerwache Weißenburg mittels C-Rohr vom Hydrant rasch gelöscht. Der Besitzer "Die Österr. Bundesforste" wurde telefonisch verständigt.

15.12.1994



Zusammenprall PKW mit Zug 6814 (Regionalzug mit Postbeförderung) auf der Eisenbahnkreuzung km 42,361 (beim "Bichler-Bäck"). Der Alarm ging um 17:47 Uhr ein. Bei der Ankunft ergab sich folgendes Bild für die Feuerwehr: PKW total zertrümmert und liegt am Gleis, der schwerverletzte PKW-Lenker Alois Fahrngruber wurde bereits vom Anrainer Christian Bichler aus dem Wrack gezogen und auch laufende Erste Hilfe - Leistung verabreicht, der leichtverletzte Postbedienstete Anton Huber befindet sich beim Zugschluss im km 42,340, bei den Reisenden und beim ÖBB-Personal ist niemand verletzt, ob es weitere PKW-Insassen gab ist unbekannt. Tätigkeiten der Feuerwehr: Unfallstelle absichern, Brandschutz aufbauen, Verständigungen (Rettung, Arzt, Unfallbereichsbahnhof Laubenbachmühle und Gendarmerieposten Kirchberg/P.) mittels Mobiltelefon durchführen, Mithilfe bei der Ersten Hilfe beim Schwerverletzten sowie Betreuung und Erste Hilfe - Leistung beim Postbediensteten sowie Suche nach event. weiteren verletzten PKW-Insassen. Beim Anruf in Laubenbachmühle wurde verlangt, dass ein ÖBB-Einsatzleiter vor Ort zu sein hat. Bis zum Eintreffen der Gendarmerie wurden die ausgeflossenen Betriebsstoffe gebunden. Über Auftrag des ÖBB-Einsatzleiters wurde der PKW beseitigt.
31.12.1994 Auch 1994 war mit 153 (!) Einsätzen (5 Brand- und 148 Technische Einsätze) wieder ein starkes Jahr. Dazu scheinen 532 Mann und 1011 Stunden auf.
Weiters werden 70 Übungen (620 Mann / 1495 Stunden) und insgesamt 4525 FJ-Stunden dokumentiert.
08.01.1995 Um 15:41 Uhr wurde zu einem schweren Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person auf der Landesstraße nach Loich alarmiert. Vor Ort (km 4,200 der Landesstraße L 5227) stellte sich heraus, dass niemand eingeklemmt ist und die FF Loich die Bergung alleine durchführt.

11.01.1995



Das TLF-A 2000 wurde durch den Ankauf eines neuen Wasserwerfers nachgerüstet und somit aufgewertet. Es handelt sich um ein amerikanisches Produkt und trägt die Bezeichnung APOLLO Type Akron 3422. Dieser Werfer wurde für den Kauf durch die niedrige Bauweise bevorzugt. Der Vertrieb und event. Reparaturen erfolgt durch die Firma Lohr, Hönigtal 160, 8301 Laßnitzhöhe (Steiermark). Der leistungsstarke Wasserwerfer (Wurfweite bis 100 Meter!) kostete Schilling 56.217,50
13.01.1995 Inspektion der FF Frankenfels durch das Abschnittsfeuerwehrkommando Kirchberg an der Pielach. Ergebnis: Die Wehr wird mustergültig geführt, weist einen ausgezeichneten Ausbildungsstand auf und ist einsatzfreudig; lediglich die Fahrzeughalle in Frankenfels ist zu klein. Auch der anwesende Bezirksfeuerwehrkommandant Oberbrandrat Wilfried Weissgärber gratuliert der Freiwilligen Feuerwehr Frankenfels, einschl. Feuerwache Weißenburg.
21.01.1995 Der Feuerwehrball erfreut sich großer Beliebtheit - schrieb FKDT OBI Franz Wutzl in die Feuerwehrchronik. Das "Original Kaiserwald Echo" aus der südlichen Steiermark bewirkte eine sehr gute Stimmung unter den zirka 250 Besuchern. Es wurden 416 (!) Glückslose verkauft - mit jedem Los gewann man einen schönen Warenpreis.
29.01.1995 Mitgliederversammlung mit Jahresbericht (112. Jahreshauptversammlung). Feuerwehrkommandant Oberbrandinspektor Franz Wutzl gab unter anderem bekannt, dass die Freiw. Feuerwehr Frankenfels einen Höchststand an Mitgliedern seit der Gründung im Jahre 1883 aufweist, nämlich insgesamt 94 (Aktive, Reservisten und Feuerwehrjugend)! Daraufhin beförderte der Abschnittsfeuerwehrkommandant Brandrat Wilhelm Ertl gemäß einer Dienstanweisung des NÖ Landesfeuerwehrverbandes Franz Wutzl zum Hauptbrandinspektor, Franz Rußwurm zum Oberbrandinspektor und Josef Fahrngruber zum Oberverwalter.
30.01.1995 3-stündige Lautsprecherfahrt mit dem KDOF-A in Boding, im Marktbereich (einschl. Rosenbühelrotte und Hofstadtgegend) und im Weißenbachtal über Auftrag des Herrn Vizebürgermeister Ernst Langthaler. Es wurde die Bevölkerung informiert, dass am Vortag das Frankenfelser Hornschlittenteam Europameister wurde.
01.03.1995 Die Freiwillige Feuerwehr Frankenfels tritt der Ö-Driver-Vereinigung (betr. Ö3-Verkehrsmeldungen) bei. Dadurch ist die FF Frankenfels die erste Feuerwehr Österreichs als Ö3VER!

14.03.1995


Um 14:58 Uhr ging von Florian St.Pölten (Bereichsalarmzentrale) folgende Alarmmeldung ein: Schwerer Verkehrsunfall auf der B39 im km 38,530 (zirka Höhe Nixhöhle) mit einem eingeklemmten schwerverletzten Lenker. Der Opel Astra durchschlug das Geländer und landete in der Natters. Schwierige Menschenrettung durch die Feuerwehr, der Schwerverletzte wurde aus dem Wrack befreit und über Leitern aus dem Bachbett geborgen und dem bereits eingetroffenen Team des Notarztwagens übergeben. Er wurde mit dem Hubschrauber ins Scheibbser Krankenhaus geflogen. Es folgte die übliche Feuerwehrtätigkeit.
19.03.1995 Beim Wissenstest der Feuerwehrjugend erwarben unsere FJ-Burschen 6 mal Gold, 6 mal Silber und 5 mal Bronze.
31.03.1995 Abschluss der einmonatigen Umbauarbeiten (Vergrößerung) des Schulungsraumes im 1. Stock des Feuerwehrhauses. Es wurde eine Zwischenmauer entfernt und der große Raum komplett neu eingerichtet. Er ist nun ein zeitgemäßer Schulungs- und Veranstaltungsraum für zirka 60 Personen. Kosten: Zirka Schilling 43.000,-
01.04.1995 Im Heft 4/1995 der deutschen Fachzeitschrift "Feuerwehr Magazin" wurde unser neues Kommandofahrzeug-Allrad mit Text und Bild vorgestellt.
06.04.1995 Letztmalig zahlt die AUVA eine Zeckenschutzimpfung für die aktiven Feuerwehrmänner.

17.04.1995



Alarmierung der FF Frankenfels um 12:23 Uhr (telefonischer Anruf von Gendarmerie um 12:20 Uhr und danach örtliche FUME-Alarmierung): Verkehrsunfall (2 PKW, 4 Verletzte) auf der Bundesstraße 39 im km 40,361 (zirka Höhe Bahn-Haltestelle Boding). Lage beim Eintreffen: Alle vier Verletzten bereits von der Rettung abtransportiert, Gendarmerie bereits am Einsatzort. Da bereits um 12:26 Uhr mit dem 1. Fahrzeug ausgefahren wurde, wird eine sehr verspätete Alarmierung angenommen. Die Feuerwehr übernahm die Bergung beider PKWs (VW Golf Rabbit + VW Jetta GL) und führte eine umfangreiche Straßenreinigung durch.

22.04.1995






Sirenenalarm um 13:30 Uhr: Ein Waldbrand ist in der Gutsverwaltung Isbary der Nachbarsgemeinde Schwarzenbach an der Pielach zu bekämpfen. Gleichzeitig ist an diesem trockenen Frühlingstag ein solcher auch in der Gemeinde Hofstetten ausgebrochen. Als man gerade mit der Brandbekämpfung des Jungwaldes die FF Schwarzenbach/Pielach unterstützte, kam um 14:35 Uhr die nächste Brandmeldung - diesmal in unserem Einsatzgebiet. Sofort wurde alles abgebaut und ins Grüntal (Weißenbachtal) gefahren. Dieser Großband gestaltete sich äußerst schwierig, daher wurde vom Einsatzleiter BI Franz Karner die Feuerwehren Loich, Kirchberg/Pielach, Tradigist, Rabenstein, St. Gotthard, Mank, Kirnberg, Texing und am frühen Abend auch Schwarzenbach/Pielach hinzugezogen. Mit 10 Tanklöschfahrzeugen wurde das Löschwasser zur Brandstelle transportiert, die Bekämpfung selbst mit Schweren Atemschutz vorgenommen. Durch eine große Leistung aller beteiligten Feuerwehren war um 19:30 Uhr das Inferno beendet. Einsatzdaten: 24 Feuerwehrfahrzeuge / 168 Mann (857 Stunden) im harten Einsatz / Einsatzende um 20:35 Uhr.
Mehrere Brandsicherheitswachen waren noch an 2 Folgetagen, infolge des starken Windes, erforderlich.
25.04.1995 19:59 Uhr Sirenenalarm für die FF Frankenfels einschl. FW Weißenburg und FF Schwarzenbach/Pielach (ausgelöst von der BAZ St.Pölten). Neuerliches Aufbrennen, infolge eines starken aufkommenden Windes, im Unterholz der Brandstelle Grüntal. Diesmal war der Brand leichter zu bekämpfen, da das Ausmaß wesentlich geringer war. "Brand aus" bereits um 21:09 Uhr.
28.04.1995 Gemeinderatsbeschluss: Die freigewordene Wohnung im Erdgeschoß des Feuerwehrhauses (Markt 65) wird der Feuerwehr für Verwaltungsräumlichkeiten zugesprochen.
29.04.1995 3-tägiger Besuch beim 120-jährigen Gründungsfest der FF Hollstadt (Patengemeinde von Frankenfels) in Bayern, mit einer starken Feuerwehrdelegation, die auch in Uniform an deren Festumzug am 30. April teilnahm. Bei diesem großen Festzug durch den Ort, welcher insgesamt 57 Gruppen umfasste, waren wir unmittelbar hinter den Ehrengästen an der dritten Stelle gereiht und konnten dadurch Frankenfels würdig vertreten.

02.05.1995



Auch die FF Frankenfels beteiligte sich bei der österreichweit vorgegebene Feuerwehrwoche. Bei uns stand sie im Zeichen der Feuerwehrjugend. Vom 2. bis einschl. 5. Mai wurde eine Ausstellung über die FJ-Aktivitäten in der Raika präsentiert. Den Abschluß bildete ein Stegbau über die Natters bei der Grassermühle. Die Bevölkerung feuerte die FJ unter der fachkundigen Anleitung des Jugendführers Löschmeister Harry Vogler an, sodass der begehbare Steg noch vor Einbruch der Dunkelheit fertig wurde. Als Material dienten nur Rundholz und Seile.
16.05.1995 Das gesamte Kindergartenpersonal wurde von unserer Feuerwehr in der Handhabung von Feuerlöschern unterwiesen.
02.06.1995 In der Nixhöhle wurde eine Abschnitts-Atemschutzübung unter der Leitung unseres Atemschutzwartes Löschmeister Arthur Vorderbrunner abgehalten. Bei der anspruchsvolle Ausbildung, welche das Thema "Menschenrettung" hatte, beteiligten sich 34 (!) Atemschutzgeräteträger vom Feuerwehrabschnitt Kirchberg an der Pielach.

04.06.1995


Alarmierung um 14:23 Uhr: Schwerer Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang auf der Bundesstraße 39 im km 40,352 (nächst Bahnhaltestelle Boding). Kollision Motorrad mit PKW. Tätigkeiten der Feuerwehr: Bewachung des getöteten Motorradlenkers (er wohnte in Rohrbach an der Gölsen) bis zum Eintreffen des Bestattungsunternehmens, Totalsperre der B 39, für die Staatsanwaltschaft beide Wracks im Gemeindebauhof sicherstellen und gründliche Fahrbahnreinigung (Blut, Öl, Splitter).

08.06.1995



Neuerlich ein tödlicher Motorradunfall. Um 16:10 Uhr wurde die FF Frankenfels einschl. FW Weißenburg zum Unfall auf der B 39 im km 32,300 (bei der Kreuzung B39 mit der L5226 - "Krammer-Schneider") gerufen. Die Lage bei Ankunft der Feuerwehr: Zusammenstoß Motorrad mit PKW, der alleinfahrende Motorradlenker - aus Kirchberg/Pielach - war bereits tot, zwei Verletzte - vom PKW - am Straßenrand. Die Feuerwehrkräfte machten eine kurzfristige Straßensperre und später eine Einbahnregelung, versorgten sofort die Verletzten und übergaben sie an den ASBÖ, führten die Totenbergung durch, beförderten die beiden Kfz. zum Bauhof in die Grassermühle (Sicherstellung für Staatsanwalt) und reinigten die Fahrbahn. Nach zwei Stunden war der Einsatz beendet.
10.06.1995 Einen Freudentag erlebte die Bewerbsgruppe von Frankenfels beim Bezirksbewerb St. Pölten. Sie erkämpfte am Austragungsort Ober-Grafendorf in der Klasse Silber B den 1. Platz. Die Teilnehmer Ernst Burmetler, Martin Burmetler, Johann Freudenthaler, Erich Gonaus, Heinrich Griesauer, Leopold Kalteis, Konrad Swatek, Arthur Vorderbrunner und Franz Wutzl wurden als Bezirksmeister 1995 in Frankenfels jubelnd empfangen.
17.06.1995 Die Feierlichkeit "125 Jahre FF Purgstall an der Erlauf" wurde mit einer historischen Löschvorführung mit unserem kleinen Hydrophor bereichert.
18.06.1995 Auch beim Abschnittsbewerb in Hofstetten war unsere Bewerbsgruppe erfolgreich. Und wieder in Silber B den ersten Platz. Die Abschnittsmeister 1995: Martin Burmetler, Erich Gonaus, Heinrich Griesauer, Leopold Kalteis, Franz Rußwurm, Konrad Swatek, Harry Vogler, Arthur Vorderbrunner und Franz Wutzl.
31.07.1995 Am Dach des Feuerwehrhauses wurde ein neuer Antennenmast für die Alarmierungsfrequenzen gesetzt. Die ungenügende Empfangs- und Sendeleistung von und zur Relaisstation Muckenkogel (weitere Verbindung von bzw. zur BAZ) war, infolge der bezirksweiten Funkumstellung, der Grund.
07.08.1995 Der neue Antennenmast wurde durch die Firma center, Wien, in Betrieb genommen. Schon die von der Firma durchgeführte Feldstärkemessung von 10 dB zeigte die wesentliche Verbesserung. Beim vorigen Mast hatte man - bei günstiger Witterung (!) - maximal 4 dB.
26.08.1995 Als Auftakt für das 2-tägige Feuerwehrfest in Frankenfels wurde am Nachmittag ein FJ-Fußballturnier, leider bei teils strömenden Regen, in der Grassermühle abgehalten. Ab 20:00 Uhr gab es einen Tanzabend mit dem Südtirol Express. "Die Stimmungsmacher aus den Dolomiten", bekannt aus Rundfunk und Fernsehen, erhielten große Beliebtheit.
27.08.1995 Im Rahmen des Frankenfelser Feuerwehrfestes (beim und im Feuerwehrhaus) erfreuten sich die vielen Besucher wieder beim Ladenspiel - wie im Vorjahr - mit schönen Warenpreisen. Eine Tagesfahrt mit Begleitperson ins Salzkammergut war der Hauptgewinn.
02.09.1995 Der Feuerwehrausflug führte mit 72 Teilnehmer nach Gmunden, entlang des Traunsees und in das Österreichische Kriminalmuseum in Scharnstein.

04.09.1995


Sirenenalarm um 08:02 Uhr. PKW-Brand in der Nähe des Gehöftes Ober-Massing (Rosenbühelrotte 12). Der Einsatzort befand sich aber bereits in der Ödrotte. Die Fahrzeuglenkerin, aus St. Anton an der Jeßnitz, konnte in letzter Minute von der Feuerwehr aus dem Fahrzeug befreit werden. Der Brand wurde mittels Schaumangriff vom TLF-A 2000 bekämpft. Um 10:20 Uhr war Einsatzende.

09.09.1995


Übung - Löschwasserförderung über längere Strecken - zum Gehöft Schwabeck (Tiefgrabenrotte 8). Die Übungsausarbeitung und -durchführung lag in den Händen der Feuerwache Weißenburg. Neben der Hauptwache Frankenfels waren auch die Feuerwehren Schwarzenbach/Pielach, Loich, Kirchberg/Pielach, Tradigist, Rabenstein, St. Gotthard und Texing daran beteiligt.
17.09.1995 Teilnahme mit unserer Gründerspritze (kleiner Hydrophor - Baujahr 1883) beim Festakt "125 Jahre FF Schwechat Mitte".

17.09.1995



Bei der Heimfahrt von Schwechat sahen man einen Mann liegend auf der Bundesstraße 39 im Ortsteil Kotting der Marktgemeinde Ober-Grafendorf. Sofortige Erste Hilfe - Leistung und Verkehrsregelung war für unsere Feuerwehrkameraden eine Selbstverständlichkeit. Es stellte sich sofort eine Betrunkenheit heraus. Rotes Kreuz und Gendarmerie wurde über "Florian St.Pölten" angefordert. Die Frankenfelser Feuerwehrmänner bewirkten einiges Aufsehen, da man mit historischer Bekleidung auf der Straße waren. Mit dem Eintreffen von Rettung und Gendarmerie war der kurzer Einsatz beendet.

24.09.1995



Alarm um 05:21 Uhr: PKW-Unfall auf der Bundesstraße 39 im km 36,250 (Ortsgebiet Frankenfels - Hofstadtgegend). Das verunfallte Fahrzeug durchstieß das Geländer und lag mit den Rädern nach oben in der Natters. Die Erkundung, unmittelbar nach der Ankunft, ergab, dass niemand anwesend ist. Sofortige Vermisstensuche und Verständigung der Rettung und Gendarmerie war vordringlich. Die Suche blieb negativ und der Auftrag der Exekutive lautete "Fzg. bergen und im Gemeindebauhof Grassermühle für event. Auftrag der Staatsanwaltschaft hinterstellen. Nach getaner Arbeit rückten wir wieder ein. Wie sich später herausstellte, war es ein PKW-Lenker aus Hofstetten, der unverletzt blieb.
13.10.1995 Teilnahme von Führungskräften im Zugskommando des FuB-Zuges I/17 bei der Bezirkskatastrophenübung St. Pölten und Lilienfeld bei der Waldbrandübung in Annaberg. Für beide beim KDO I/17 fixeingeteilten Frankenfelser Feuerwehrmänner war die Teilnahme Pflicht.
15.10.1995 Mithilfe beim RAIKA-Crosslauf. Als Streckenposten: 4 Mann, 4 Handfunkgeräte. Der 5. Feuerwehrmann machte Ordnerdienst beim Parkplatz im Start-/Zielgelände.
21.10.1995 Die Feuerwehr organisierte wieder die Feuerlöscherüberprüfung in Frankenfels. Bei dieser Sammelüberprüfung wurden insgesamt 182 (!) Handfeuerlöscher auf ihre Funktion überprüft.
24.10.1995 Die NÖN berichtet auf der Seite 36 mit der Schlagzeile "Lizenz zum Melden" über den Ö3VER-Beitritt.
26.10.1995 Der RAIKA-Wandertag wird durch die Übernahme einer Labestelle beim Gehöft "Weißwasser" (Gemeinde Puchenstuben) durch die Feuerwehr Frankenfels unterstützt.
14.11.1995 Die Vorarlberger Firma Marte lieferte das neue Tanklöschfahrzeug (TLF-A 1000 auf Unimog 1550 L37) für die Feuerwache Weißenburg. Für eine gute Beleuchtung wurde vorgesorgt, sodass auch ein Notstromaggregat (8 kVA - Gerät, Marke Geko) mitgeführt wird. Lichtmast und Einbauseilwinde sind für Bergungen bereits unerlässlich.  Das Fahrzeug kostete samt den neuen Ausrüstungsgegenständen Schilling 3 207 547,32
Es herrschte große Freude im ganzen Weißenbachtal.

21.11.1995


Alarm um 19:12 Uhr: Schwerer Verkehrsunfall auf der Landesstraße L5226 (Weißenbachtalstraße) im km 0,313 - 2 PKW kollidiert, 1 Verletzter. Da noch keine weiteren Verständigungen erfolgten, wurde dies neben Erste Hilfe - Leistung und Absichern von der Feuerwehr via Mobiltelefon sofort erledigt. Nach dem Eintreffen des ASBÖ Frankenfels wurde der Verletzte übergeben und nach Freigabe durch die Gendarmerie Kirchberg/Piel. folgte die übliche Feuerwehrtätigkeit. Nach drei Stunden war Einsatzende.
01.12.1995 Bei der örtlichen Winterschulung wurde das Thema "Waldbrandbekämpfung aus der Luft" behandelt.
13.12.1995 Hauptlöschmeister Ignaz Tuder verstorben. Er war Gründungsmitglied der Filiale Weißenburg.
31.12.1995 Statistik 1995: 106 Einsätze (542 Mann / 1231 Stunden) und 75 Übungen (695 Mann / 2048 Stunden).
Für die Jugendarbeit weist der Feuerwehrjugendführer Löschmeister Harry Vogler in diesem Jahr 4635 (!) FJ-Stunden auf.
Nach genauen Erhebungen sind 686 Personen Unterstützende Mitglieder der FF Frankenfels.
13.01.1996 Die 6. österreichische Meisterschaft im Hornschlittenfahren wurde auf der Naturrodelbahn "Wolfsleiten" im Weißenbachtal ausgetragen. Die Feuerwehr führte den Sicherungsdienst (Beistellen des Mobiltelefons), Streckenposten, Funkverkehr und Ausschank im Streckenbereich durch. 20 F-Männer der FW Weißenburg und ein Mann der Hauptwache Frankenfels. Dauer: 10:00 Uhr bis 15:00 Uhr.
14.01.1996 Fortsetzung der 6. österr. Meisterschaft im Hornschlittenfahren. Die Tätigkeiten der Feuerwehr waren die gleichen wie am Vortag. 15 Mann der Feuerwache Weißenburg und wieder ein Mann der Hauptwache (mit dem Mobiltelefon). Diesmal von 08:00 Uhr bis 17:00 Uhr.
20.01.1996 Die FF Frankenfels veranstaltete am Güterweg "Trahütten" ein FJ-Rodelrennen des Feuerwehrabschnitts Kirchberg an der Pielach. Die FJ-Gruppe Frankenfels belegte sowohl in der Einzelwertung (Jugendfeuerwehrmann Roman Stiefsohn) als auch in der Gruppenwertung den 1. Platz. Bürgermeister Friedrich Griesauer nahm die Siegerehrung vor.
28.01.1996 Mitglieder- und Wahlversammlung (113. Jahreshauptversammlung) im Gasthof Weidinger. FKDT Hauptbrandinspektor Franz Wutzl gab - wie schon mehrmals angekündigt - bekannt, dass er aus gesundheitlichen Gründen keine weitere Periode als Führungskraft sein kann. Zum neuen Kommandanten wurde Franz Rußwurm und zum FKDTSTV Arthur Vorderbrunner gewählt. Für die neue Funktionsperiode wurden weiterhin Josef Fahrngruber sen. zum Leiter des Verwaltungsdienstes und Franz Karner zum Feuerwachekommandanten der FW Weißenburg bestellt.
Am Schluss gab der scheidende FKDT Franz Wutzl unter anderem bekannt, dass er auch die Chronikführung beendet.
Ab 2011 wird sie von Ehrenoberverwalter Erich Gonaus mit Lückenschluss weitergeführt.

08.03.1996





Um 13:55 Uhr wurde zu einem Technischen Einsatz in die Ödrotte 10 gerufen. Ein Traktor mit Anhänger ist im Wirtschaftsgebäude durch die Decke durchgebrochen. Dabei ist auch ein Holzspaltgerät hinuntergestürzt, wobei sogar der Dachstuhl eine Beschädigung erlitt. Für diese äußerst schwierige Bergung wurde die FW Weißenburg nachalarmiert und die Firma Zimmerei Wutzl hinzugezogen. Zum Glück gab es keine Verletzten. Die Dachöffnung und anschließende Bergung erfolgte durch die Firma Wutzl (LKW-Kran). 5 F-Fahrzeuge / insgesamt 19 Mann. Der Einsatz dauerte bis 21:25 Uhr. Der ORF berichtete abends in der Sendung "NÖ Heute" und im Heft 11/96 der Fachzeitschrift "Brand aus" wurde dieser schwierige Einsatz umfangreich dokumentiert.

19.04.1996







Sirenenalarm um 13:16 Uhr in Frankenfels und Weißenburg. Zirka ein Hektar Jungforst und Holzschlag steht in der Übergangrotte 8 (im Sautal beim "Goisauf") im Vollbrand. Die FF Frankenfels einschl. FW Weißenburg rückt mit allen 6 Fahrzeugen und insgesamt 28 Mann aus. Das Einsatzgebiet (steile Berglehne, Südhang auf zirka 820 Meter Seehöhe, Zufahrt nur durch einen unbefestigten Forstweg) brachte große Herausforderungen für die Einsatzkräfte. Durch die akute Ausbreitungsgefahr wurden sofort die Feuerwehren Schwarzenbach/Pielach, Puchenstuben, Loich, Kirchberg/Pielach und St.Anton/Jeßnitz nachalarmiert. Die starke Rauchentwicklung erfordert, dass die umfassende Brandbekämpfung nur mit Schweren Atemschutzgerät vorgenommen werden kann. Auch ein TLF-Pendelverkehr vom Bahnhof Laubenbachmühle wurde eingerichtet. Schließendlich wurde der Brand erfolgreich bekämpft und um 18:30 Uhr war das Einsatzende für die erschöpften Feuerwehrmänner.
Ausbilder Brandmeister Franz Wutzl erstellte einen Bericht für die Fachzeitschrift "Brand aus". Es wurde im November-Heft '96 eine dreiseitige Einsatzdokumentation mit umfangreichen Text und vier Fotos veröffentlicht.

22.04.1996


Es wurde um 17:20 Uhr mittels Sirene die FF Frankenfels einschl. FW Weißenburg zu einem Waldbrand in die Nachbarsgemeinde Kirchberg/Pielach, in der Kirchberggegend, gerufen. "Zufuhr von Löschwasser und Brandbekämpfung mit einem AS-Trupp" war unsere Aufgabe. Beim Ablöschen des Jung- bzw. Hochwaldes wurde eine verkohlte Leiche gefunden. Die FF Frankenfels führte auch die Totenbergung durch.

25.05.1996


Einsatz für die Feuerwache Weißenburg. Zwei Motorräder sind auf der Landesstraße L5226 (Weißenbachtalstraße) im km 3,400 zusammengestoßen. Die Verletzten wurden bereits vom ASBÖ Frankenfels abtransportiert. Die FW musste "Verkehrsweg freimachen und ausgeflossene Betriebsmittel binden".
08.06.1996 Um 03:15 Uhr wurde die FW Weißenburg zu einem Verkehrsunfall auf der L5226, km 0,400, gerufen. Ein PKW hat zirka 40 Meter Straßengeländer total beschädigt und steht im Weißenbach. Niemand anwesend - daher sofortige Personensuche. PKW-Bergung, Öl binden und Absichern des Geländers war die Folge.

09.06.1996


Motorradunfall auf der B39 im km 32,500. 1 Verletzter und das Motorrad liegen auf der Fahrbahn. Rettung bereits vor Ort. Die FF Frankenfels, einschl. FW Weißenburg, übernahm das Absichern, den Verkehr regeln, das ausgeflossenes Öl binden und einen Hubschrauberlandeplatz einrichten.

28.06.1996



Die FF Frankenfels hatte neben einigen anderen Feuerwehren des Bezirks St.Pölten die Aufgabe und Ehre eine ausländische Gastfeuerwehr anlässlich der Landesfeuerwehrleistungsbewerbe in St.Pölten bis 30.06.1996 zu betreuen. Die Freiwillige Feuerwehr Voloder aus Kroatien fühlte sich sichtlich sehr wohl in Frankenfels. Sie wurde beim Bewerb (Samstagvormittag) mittels einer Dolmetscherin umfangreich informiert und während der Zeit bis zur Siegerehrung am Sonntag wurden einige Gemeindeeinrichtungen - von unserem Feuerwehrwesen bis zum Bergbauernmuseum Hausstein - präsentiert.

04.07.1996


Die FF Frankenfels wurde um 20:17 Uhr mittels Sirene zu einem Brand in der Firma TURKNA in die Nachbarsgemeinde Kirchberg/Pielach gerufen. Die Brandbekämpfung erledigte die FF Kirchberg an der Pielach. Somit war der Einsatz für die mitalarmierten Feuerwehren Loich und Frankenfels bereits nach 30 Minuten beendet.
07.07.1996 Bei den NÖ Landesfeuerwehrjugendleistungsbewerben in Leopoldsdorf (4. - 7. Juli) erreichte die FJ-Gruppe Frankenfels den 11. Platz in Bronze und den 6. Platz im Silberbewerb. Bei der Siegerehrung am Sonntag brach große Freude aus.
12.07.1996 Ausbilder Brandmeister Franz Wutzl durch einen tragischen Unfall im Zuge einer privaten Hilfeleistung im 48. Lebensjahr verstorben. Er war von 1981 bis 1989 Feuerwehrkommandantstellvertreter und anschließend bis 28. Jänner 1996 Kommandant der FF Frankenfels. Es herrscht Betroffenheit und groß Trauer bei jedem Feuerwehrkameraden.
05.08.1996 Im Zuge der Renovierungsarbeiten in der Pfarrkirche Frankenfels half die Feuerwehr mit zwei Schiebleitern die 2 großen Engeln, welche ganz oben situiert sind, auf dem Hochaltar zu montieren (Verschraubung).
24.08.1996 2 PKW auf der Bundesstraße 39 im km 36,600 kollidiert. Ein Lenker aus St. Veit an der Gölsen begann Fahrerflucht und verursachte im km 35,800 einen weiteren Unfall. Zum Glück gab es keine Verletzten. Es folgten die übliche Feuerwehrtätigkeiten.
25.08.1996 Alarmierung um 00:55 Uhr: Unfall "Moped mit PKW" im km 36,620 der B39. Der verletzte Mopedlenker wurde bis zum Eintreffen der Rettung von der FF erstversorgt. Gleichzeitig erfolgte das Absichern und Ausleuchten der Unfallstelle sowie die Verkehrsregelung.
25.08.1996 Erstmalig ist beim Wasserdienstleistungsabzeichen die FF Frankenfels durch Brandmeister Harry Vogler vertreten. Er ist in beiden Stufen, Bronze und Silber, erfolgreich.
06.09.1996 Oberbrandinspektor Arthur Vorderbrunner wird Abschnittssachbearbeiter Ausbildung im Feuerwehrabschnitt Kirchberg an der Pielach. Er tritt somit die Nachfolge unseres verstorbenen Franz Wutzl an.
15.09.1996 Für das Fest "85 Jahre E-Betrieb auf der Mariazellerbahn" wurde in Laubenbachmühle der Ordnerdienst am Parkplatz und eine besondere Regelung für die Ehrengäste, welche mit PKW an- und abreisten, übernommen.
22.09.1996 Kleinbrand in einem Einfamilienhaus im Markt 86. Der Entstehungsbrand im Heizraum wurde rasch gelöscht.
28.09.1996

Es begann eine für die FF Frankenfels noch nie dagewesene zweitägige Einsatzserie:

Der Brand eines Traktoranhängers, beladen mit Asche, beim Fernheizwerk (Markt 116) konnte binnen kürzester Zeit gelöscht werden. Es wurde um 13:22 Uhr alarmiert. Einsatzende war um 13:58 Uhr.

28.09.1996 Technischer Einsatz im Markt: Auspumpen einer Senkgrube mit der UWP 12. Dauer: 14:00 Uhr bis 15:06 Uhr.

28.09.1996






2. Brandalarm an diesem Tag - Sirenenauslösung um 16:15 Uhr in Frankenfels und um 16:20 Uhr bei der FW Weißenburg: Wirtschaftsgebäude des Gehöftes Ober-Redenbach (Karl Niederer) vulgo "Rednboch-Niederer", Falkensteinrotte 2, steht in Brand. Die Erkundung bei der Ankunft ergab: Die Tiere wurden von den Nachbarn in Sicherheit gebracht, das nahegelegene Wohnhaus ist gefährdet, niemand zu Hause außer ein bellender Hund, Wassermangel und kein Aufstellungsplatz für Feuerwehrfahrzeuge. Die nachalarmierten Feuerwehren Schwarzenbach/Pielach, Loich, Kirchberg/Pielach, Tradigist, Rabenstein, Hofstetten, St.Anton/Jeßnitz, Puchenstuben und St.Pölten-Stadt gaben ihr Bestes. Dadurch konnten landwirtschaftliche Geräte herausgebracht werden und das Wohnhaus blieb fast unbeschadet erhalten. Objekt auf 700 Meter Seehöhe, TLF-Pendelverkehr - auch mit dem GTLF 9000-1000 der FF St.Pölten-Stadt und der Aufstellungsplatz am schmalen Zufahrtsweg waren eine große Herausforderung. Einsatzdaten: 10 Feuerwehren / 229 Mann / 29 Feuerwehrfahrzeuge / Einsatzende um 04:06 Uhr am Folgetag - anschließend Brandwache bis 10:38 Uhr.
29.09.1996 Nachlöscharbeit beim gestrigen Brand Falkensteinrotte 2. Kleinbrand in Holzdecke des Stallgebäudes. Alarm um 16:16 Uhr. Dieser Einsatz dauerte zwei Stunden.
29.09.1996 Neuerlicher Alarm um 19:55 Uhr. Durch aufkommenden Wind ist im Hof des Brandobjekts Ober-Redenbach wieder Feuer ausgebrochen. Dieser Einsatz endete um 00:58 Uhr des Folgegages.
14.10.1996 Nach einem Fahrradunfall wird die FF zum Ausleuchten des Hubschrauberlandeplatzes in der Rosenbühelrotte angefordert. Während der Anfahrt wurde der Feuerwehreinsatz widerrufen, da der Verunfallte verstorben ist.
21.10.1996 Hochwasserwarnung für die Nacht 21./22.10.1996 beim Objekt Nattershof, Hofstadtgegend 13, da niemand telefonisch erreichbar war. Der Auftrag kam von der Bezirksalarmzentrale St.Pölten. Man fuhr mit dem KDOF-A zum Gehöft und die Warnung wurde sofort mündlich vor Ort übermittelt.
22.10.1996 Um 04:40 Uhr Hochwasseralarm für Frankenfels. Sperre der B39 und LH102, Keller auspumpen, Retten eines Viehbestandes aus Stall. Die FF Frankenfels, einschl. FW Weißenburg, bewältigte insgesamt sieben Einsätze in Laubenbachmühle, Boding, Markt und Hofstadtgegend. Daten: insges. 22 Mann - Einsatzende um 09:30 Uhr.

15.12.1996

Unser Feuerwehrgönner Herr Karl Moser, aus Wien, fertigt erstmalig einen Wandkalender für 1997 an. Es werden Feuerwehrfahrzeuge vom Abschnitt Kirchberg an der Pielach repräsentiert. Jährliche Kalender sind die Folge und erfreut die Feuerwehrmänner.
31.12.1996 Statistik 1996: 158 Einsätze (760 Mann / 2230 Std.), 84 Übungen (995 Mann / 2242 Std.) und 4540 FJ-Std.
31.01.1997 Einsatz für die FW Weißenburg: Rauchfangfeuer beim Wohnhaus "Ober-Halt" (Friedrich Karner), Tiefgrabenrotte 6.

13.03.1997


Sirenenalarm genau um Punkt 10 Uhr: Flächenbrand in der Nachbarsgemeinde Schwarzenbach an der Pielach, in der Nähe der Jausenstation "Reith-Gonaus". Das Bodenfeuer (Unterholz im Ausmaß von zirka 100 x 100 Meter) wurde mit HD-Rohre und Feuerpatschen bekämpft. Um 12:10 Uhr war das Einsatzende.
18.03.1997 Kompletter Umstieg (beide Züge - 35 Stück für Frankenfels und 30 für FW Weißenburg) vom Spinnen- auf den modernen Dräger-Gallet-Helm. Der Spinnenhelm wird ab sofort nicht im Einsatz sondern nur mehr bei der Paradeuniform getragen.

20.03.1997


Schwerer Verkehrsunfall auf der B 39, im km 32,850. Ein PKW in die Pielach gestürzt und auf dem Dach zu liegen gekommen, zwei verletzte Personen. Bereits vor dem Eintreffen des ersten Feuerwehrfahrzeuges wurden die Verletzten von der Rettung abtransportiert. Es folgte die übliche Feuerwehrtätigkeit. Der Einsatz dauerte von 16:09 Uhr bis 18:00 Uhr.
27.03.1997 Die Pielachtalbundesstraße B 39 ist ab nun eine "Bundesstraße mit Vorrang".

27.03.1997






Felssturz beim Gehöft "Steindl" (Gnadenberger), Pielachleitengegend 4. Dabei ist ein großer Felsen auf der Zufahrtsstraße bis zur Kreuzung mit der Landeshauptstraße LH102 gerollt. Um 10:00 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert und eine Begehung mit Behördenvertretern, zwecks Festlegung der weiteren Sicherungsmaßnahmen, durchgeführt. Um 13:00 Uhr war die Rückkehr mit dem KDOF-A. Bereits um 13:45 Uhr kam der Auftrag von der Bezirkshauptmannschaft St.Pölten (übermittelt durch die Gendarmerie), dass die Feuerwehr die Straße LH102 bis zirka 18:00 Uhr absperren muss, da in dieser Zeit die Firma KAIM die ersten Sicherungsmaßnahmen tätigt.
Am Folgetag kam der gleiche Auftrag und es wurde wieder die Landeshauptstraße gesperrt. Während dieser Sperre (07:26 Uhr bis 11:00 Uhr) errichtete das Österr. Bundesheer gegen einen eventuellen weiteren Felssturz umfangreiche Panzersperren.

21.04.1997

Beginn mit der Errichtung eines feuerwehreigenen Parkplatzes entlang der Bundesstraße 39 beim Feuerwehrhaus in Frankenfels (Markt 65). Bauausführung durch die Straßenmeisterei Kirchberg/Pielach; das Material wurde von der Marktgemeinde zur Verfügung gestellt!

25.04.1997


In der Markenschlagrotte droht ein Baum auf das Gleis der Mariazellerbahn zu stürzen. In einem 3-stündigen Feuerwehreinsatz wurde der Baum mit dem Greifzug und zwei Ketten gesichert. Schlussendlich wurde er von der Bahn-EVN umgeschnitten.
27.04.1997 Es wurde eine Baubewilligung für einen umfangreichen Zu- bzw. Umbau beim Feuerwehrhaus in Frankenfels mit der Auflage "Baubeginn nach Floriani" erteilt.
03.05.1997 Da Herr Karl Moser, 1170 Wien, Hernalsergürtel 25/12, auch für andere Feuerwehren des Abschnitts tätig ist, wird ihm beim Abschnittsfeuerwehrtag die Florianiplakette des NÖ Landesfeuerwehrverbandes seitens des Feuerwehrabschnitts Kirchberg an der Pielach verliehen.
17.05.1997 Die Frankenfelser Feuerwehrmänner haben mit dem Bau der großen Fahrzeughalle begonnen.

07.06.1997



Da ein lockerer Stein in der Falkensteinmauer entdeckt wurde, erfolgte von Herrn Bürgermeister Friedrich Griesauer eine Feuerwehralarmierung, dass der darunterliegende Wanderweg abzusperren und der Besitzer des Gehöftes Hofstadt zu verständigen ist. Nach 1 1/2 Stunden war dies erledigt.
Am 10.06.1997 wurde nachmittags die Feuerwehr bei einer Begehung mit einem Geologen des Landes NÖ beigezogen.
12.06.1997 Der Feuerwehrparkplatz wurde fertiggestellt. Er beinhalt 6 PKW-Stellflächen und ist mit "Halteverbot - Ausgenommen Feuerwehrmänner im Dienst" beschildert. Es wurden Berechtigungskärtchen zum Hinterlegen bei der Windschutzscheibe ausgegeben. Die Platznot bei Einsätzen, Übungen und Besprechungen hat sich dadurch wesentlich verbessert.
21.06.1997 Um Großeinsätze vom Feuerwehrhaus aus koordinieren zu können, wurde eine ortsfeste Funkstelle (auch Funkfixstation genannt) mit dem Funkrufzeichen "Feuerwehr Frankenfels" installiert. Die Ausführung "Bedienpult mit Tonbandaufzeichnung" stellte eine Besonderheit dar.
28.06.1997 Die FJ Frankenfels darf vom NÖ LFV bei den OÖ Feuerwehrjugend-Leistungsbewerben in Grieskirchen antreten. Sie war sehr erfolgreich. Dies war der erste Auftritt außerhalb Niederösterreichs.

04.07.1997


Unwetter mit Hagelschlag in der Boding verursachte zwei Feuerwehreinsätze:

04.07.: 18:35 Uhr bis 21:00 Uhr - Keller auspumpen und reinigen.

05.07.: 09:00 Uhr bis 11:30 Uhr - Reinigung des Vorplatzes beim Gasthof Lichtensteg (Niederer).

06.07.1997


Und wieder Starkregen: Auspumpen und Reinigen eines Kellers in der Rosenbühelrotte 5 von 08:15 Uhr bis 09:30 Uhr sowie am Nachmittag einen einstündigen Feuerwehreinsatz in der Rosenbühelrotte 61 - bei einem Erdrutsch wurde das Oberflächenwasser umgeleitet.
06.07.1997 Teilnahme am NÖ Landeslager der Feuerwehrjugend in St. Leonhard am Forst (3. bis 6. Juli). Bei der Siegerehrung am Sonntag gab es eine überwältigende Freude als man erfuhr, dass die FJ-Gruppe Frankenfels beim Silberbewerb mit 1033 Punkte den 4. Platz erreichte. Das sensationelle Landesergebnis wurde natürlich auch in Frankenfels weitergefeiert.

07.07.1997


73 (!) Hochwassereinsätze im Gemeindegebiet Frankenfels forderten die FF Frankenfels, einschl. FW Weißenburg von 13:30 Uhr bis 13:00 Uhr des Folgetages. Unvorstellbar! Viele Feuerwehrmänner waren bis zu 24 Stunden im Dauereinsatz. Die Funkfixstation hat sich bestens bewährt.

08.07.1997



Ab 13:00 Uhr: Aushilfe bei neun Hochwassereinsätzen in der Nachbarsgemeinde Kirchberg an der Pielach (alle im Marktbereich), da die örtliche Feuerwehr überfordert war. Knapp vor 16:00 Uhr ereignete sich ein großer Murenabgang beim Gehöft "Hof" (Hofegger-Bachmann), Falkensteinrotte 9. Die Frankenfelser Feuerwehr fuhr sofort nach beendeter Arbeit zu diesem Objekt, am Mühlboden. Einsatzende war um 22:00 Uhr.
09.07.1997 Ab 09:00 Uhr folgten noch weitere 7 Hochwassereinsätze (Laubenbachgegend, Falkensteinrotte, Hofstadtgegend und Weißenburggegend).
10.07.1997 Ab 15:30 Uhr gab es noch zwei Hochwassereinsätze (Markt und Laubenbachgegend).
18.07.1997 Ein Folgeeinsatz nach der Hochwasserkatastrophe beim Heizwerk der FWG Frankenfels.
19.07.1997 Wieder Hochwasseralarm! Von 07:30 Uhr bis 19:00 Uhr waren 8 Einsätze erforderlich.

31.07.1997


Abschlussarbeiten von den vielen Hochwassereinsätzen beschäftigten einige Feuerwehrmänner den ganzen Nachmittag. "Einholen, reinigen (waschen), trocknen und versorgen der in Verwendung befundenen Sandsäcke" war die Hauptarbeit.

21.08.1997


Sirenenalarm um 14:17 Uhr: Waldbrand in der Nähe des Gehöftes "Unter-Massing  (Doppler)", Rosenbühelrotte 11. Der Bodenbrand (Jungwald) im Ausmaß von zirka 20 x 20 Meter konnte sehr rasch gelöscht werden. Um 15:32 Uhr war bereits die Rückkehr.

23.08.1997


Schwerer Verkehrsunfall mit einer verletzten Person auf der B39 , im km 30,400. Zwei PKW sind zusammengeprallt. Der Verletzte wurde von der Feuerwehr erstversorgt, dann folgte die übliche Feuerwehrtätigkeit. Einsatzdauer: 21:25 Uhr bis 23:00 Uhr.
24.08.1997 Beim 41. NÖ Landeswasserwehrleistungsabzeichen in Angern an der March (22. - 24. August) erwirbt Brandmeister Harry Vogler das Wasserdienstleistungsabzeichen Gold.
Der jüngste Teilnehmer, PFM Roman Stiefsohn der FF Frankenfels, bekam für seine Leistung beim Bronze-Bewerb einen Sonderpreis: Ein schwarzbeschriftetes Holz-Ruder in Originalgröße, wobei der Schriftzug mit dem NÖ-Wappen, dem Gemeindewappen der Marktgemeinde Angern an der March und dem Feuerwehrkorpsabzeichen ergänzt ist.
06.09.1997 2-tägiger Feuerwehrausflug mit Autobus der Firma Büchl, Schwarzenbach/P., nach Hallein (Besichtigung der Feuerwehr und des Salzbergwerks); am nächsten Tag zum Königssee und Heimfahrt.

18.09.1997


Forstunfall in der Grasserrotte. Um 11:20 Uhr heulte die Sirene in Frankenfels. Eine Person wurde von einem Holzstamm überrollt. "Menschenrettung und Übergabe an den Notarzt des Rettungshubschraubers" war die Feuerwehrtätigkeit.
21.09.1997 Bei der Eröffnung der Grassermühle übernahm die FF den Ordnerdienst.
11.10.1997 Die Feuerwehr organisierte für die Frankenfelser Bevölkerung eine Feuerlöscherüberprüfung. Die Firma Köberl, aus St.Pölten, überprüfte bzw. reparierte 179 (!) Handfeuerlöscher.

01.12.1997


Mit dem Dachdecken war der Rohbau der neuen Fahrzeughalle SÜD im wesentlichen abgeschlossen. Kleinere Abschlussarbeiten (Zusammenräumen) gab es noch am 2. und 3. Dezember 1997. Seit Beginn - 17. Mai 1997 - wurden für den Garagenbau 1393 unentgeltliche Arbeitsstunden von den Feuerwehrkameraden geleistet.

31.12.1997


Jahresstatistik 1997: 198 Gesamteinsätze (628 Mann / 2494 Std.). Bei insgesamt 106 Hochwassereinsätzen verschiedenster Art sind 139 Mann und 1422 Std. ausgewiesen. Auch 105 Übungen (978 Mann / 2595 Std.) und insgesamt 4048 FJ-Std. scheinen auf.
18.01.1998 22:20 Uhr: Durch aufkommenden Wind stand ein Abbrandhaufen auf Bahngrund im km 39,940 (Nähe "Gilluskapelle") in Brand, welcher sehr rasch mit dem TLF abgelöscht wurde.
09.02.1998 Es wurde mit den Innenarbeiten der neuen Fahrzeughalle begonnen.
18.02.1998 Ausrückung zum Brand "Vornreit", Weißenbach 5, in die Nachbarsgemeinde Texingtal. Für FF Frankenfels und FW Weißenburg wurde der Einsatz bereits bei der Anfahrt widerrufen.

17.03.1998


17:00 Uhr: Steigendes Hochwasser drohte das Gasthaus Weidinger zu überfluten. Rasch wurden Sandsäcke befüllt und ein Damm errichtet. Anschließend wurde Bereitschaft im Gerätehaus gehalten. Nach zirka 2 Stunden fiel der Pegelstand und um 21:06 Uhr war der Einsatz zu Ende. Es gab zum Glück keine Überschwemmung - es war sehr, sehr knapp.

19.04.1998



Alarmierung um 21:30 Uhr mittels Funkmeldeempfänger: Große Suchaktion bei der Falkensteinmauer und am darunterliegenden Wanderweg. Ein Bewohner aus der Lehengegend hatte ein Licht bei am Fuße der mittleren Falkensteinmauer gesehen und anschließend einen Schrei gehört. Es wurden Gendarmerie Kirchberg/Pielach, ASBÖ Frankenfels, Bergrettung Kirchberg/Pielach, Arzt Dr. Rainer Krepp aus Kirchberg/Piel. und 4 ortskundige Bergsteiger aus Frankenfels hinzugezogen. Die Suche blieb negativ und der Einsatz somit um 23:40 Uhr beendet.
03.05.1998 Segnung einer neuen Tragkraftspritze (TS 12, Rosenbauer Fox II, BMW-Motor mit 41 kW / 56 PS), Patin: Johanna Griesauer.
21.05.1998 Sirenenalarm um 05:02 Uhr: Brand in der Firma TURKNA in der Nachbarsgemeinde Kirchberg an der Pielach. Der Einsatz wurde bei der Anfahrt storniert, da die örtliche FF den Kleinbrand bereits gelöscht hatte.

06.06.1998



Um 19:54 Uhr heulte die Sirene in Frankenfels und eine Minute später bei der FW Weißenburg: Beim Großbrand des Gehöftes "Alois Kaiser" in Warth 3 wurde die FF Rabenstein umfangreich unterstützt (Zufuhr von Löschwasser, Transport des AS-Kompressors von Kirchberg/Pielach zum Brandobjekt, Mithilfe bei den Löscharbeiten unter schweren Atemschutz, Mithilfe bei der Löschwasserförderung über längere Strecke und Regelung des TLF-Pendelverkehrs). Um 23:15 Uhr war für die FF Frankenfels das Einsatzende.
21.06.1998 In der Grassermühle wurden die Abschnitts-Leistungsbewerbe abgehalten.
09.07.1998 Hochwasseralarm mit Sirene um 07:25 Uhr: In der Laubenbachgegend, Pernarotte, Markenschlagrotte, Übergangrotte, Rosenbühelrotte, Hofstadtgegend, Pielachleitengegend, Weißenburggegend, Tiefgrabenrotte und im Markt galt es insgesamt 13 Einsätze abzuarbeiten. Auch den letzten Einsatz "Ausräumen von Elektrogeräten beim Haus Bieder, Weißenburggegend 14" konnten die Feuerwehrmänner erfolgreich verzeichnen. Genau um Mitternacht war Einsatzende.
18.07.1998 Die Mitglieder der FJ Frankenfels erwerben das begehrte Steirische Feuerwehrjugendleistungsabzeichen.

27.07.1998


18:20 Uhr: Hochwasseralarm im hinteren Weißenbachtal. In der Wiesrotte wurde bei 3 Objekten geholfen und sogar im Gemeindegebiet Texingtal (Weißenbach 3) erfolgte eine umfangreiche Hilfeleistung. Beim letzten Haus (Wiesrotte 4) war die Rückkehr erst um 24:00 Uhr.
18.08.1998 Ein LKW-Anhänger lag seitlich im Lagerraum des Fernwärmegebäudes (Markt 116). Bergung mittels Seilwinde des RF (Unimog).
04.10.1998 PKW-Unfall im Kreuzungsbereich B 39 / LH 102. Das Fahrzeug hing im Brückengeländer und brannte. Keine Verletzten. Die übliche Feuerwehrtätigkeit dauerte von 03:23 Uhr bis 04:30 Uhr.

22.10.1998




Das TLF-A 1000 der FW Weißenburg wurde mit einem Front/Heckkraftheber nachgerüstet. Diese spezielle Anfertigung ermöglicht ein verunfalltes Fahrzeug sehr rasch von der Fahrbahn zu entfernen. Es hat eine maximale Hubkraft von 1500 kg und eine maximale Tragfähigkeit von 1800 kg. Das Bergegerät mit der Typenbezeichnung "FMG-F/H Kraftheber" wurde um Schilling 117.765,60 von der Firma FMG (Fahrzeugbau - Maschinenbau GmbH) aus Gußwerk, Bahnhofstraße 6, angekauft, besteht aus einem motorhydraulischen Heber und Rotzler-Winde und ist vom Führerhaus bedienbar. Diese technische Einrichtung bei einem Feuerwehrfahrzeug ist einzigartig in Österreich.

24.10.1998


03:14 Uhr FUME-Alarm und um 03:16 Uhr Sirenenalarm: Schwerer Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 39 im km 38,300 mit drei Fahrzeugen, 1 Leicht- und 2 Schwerverletzte und zwei abgängigen Personen. 2 Menschen gerettet, erstversorgt und der Rettung übergeben. Suchaktion mit 30 Mann über Auftrag der Gendarmerie erfolglos abgebrochen. Dann erfolgten die Aufräumungsarbeiten. Um 11:30 Uhr wurde der Einsatz beendet.

16.11.1998


Oberbrandinspektor Arthur Vorderbrunner sah bei einer Privatfahrt im Gemeindegebiet Ybbs an der Donau einen Brand in der Firma Schweighofer Holzindustrie. Er fuhr sofort zum Feuerwehrhaus der FF Ybbs/Donau und rückte mit dem Löschfahrzeug aus. Seine Feuerwehrtätigkeit (Mithilfe bei Brandbekämpfung mit C-Rohr von einem 7 Meter hohen Hubstapler aus) dauerte von 16:15 Uhr bis 18:00 Uhr.
18.11.1998 Um eine Förderung für ein neues Tanklöschfahrzeug mit einem höheren Löschwasservolumen zu bekommen, wurde ein Ansuchen an die Gemeinde um Erweiterung der Mindestausrüstung für Frankenfels gestellt. Die Wunschvorstellung war ein TLF-A 4000.

26.11.1998



Ein LKW ist bei der Zufahrt zum Freibad Frankenfels in einen Schacht (in unmittelbarer Nähe der Weiche 1 des Bahnhofes Frankenfels) gerutscht und blockiert somit den Zugverkehr auf der nahegelegenen Mariazellerbahn. Der herbeigeholte ÖBB-Einsatzleiter Franz Pichler leitete den Feuerwehreinsatz. Der hängengebliebene LKW wurde mit der Seilwinde des Rüstfahrzeuges zurückgezogen und der Schacht behelfsmäßig abgedeckt. Das Hauptgleis war fast eine Stunde lang gesperrt.
09.12.1998 In einem Keller in der Tiefgrabenrotte wurde eine unbekannte Substanz (vermutliche Munition aus dem 2. Weltkrieg) gefunden und die Feuerwehr alarmiert. Man rückte mit dem KDOFA aus, besichtigte und überstellte das Medium zum Gendarmerieposten Kirchberg/Pielach.
12.12.1998 In der Falkensteinrotte rutsche ein Viehtransport von der Straße ab. Die Feuerwehr übernahm die Entladung von 3 Rindern + 1 Kalb und die LKW-Bergung.
18.12.1998 17:14 Uhr Alarmierung zu einem Verkehrsunfall auf der B39, km 35,100. Ein PKW liegt im Bach und 2 Verletzte befinden sich auf dem Autodach. Beide Personen wurden von der Feuerwehr gerettet und dem ASBÖ Frankenfels übergeben. Mit der restlichen Tätigkeit dauerte der Einsatz bis 20:00 Uhr.
19.12.1998 Mit der Montage der Stromabroller wurde der Neubau der Fahrzeughalle SÜD endgültig abgeschlossen. Für dieses Objekt wurden insgesamt 494 Arbeitskräfte mit 2748,5 Stunden aufgewendet.
24.12.1998 Um 17:03 Uhr wurde die FW Weißenburg zu einem Verkehrsunfall mit 2 PKW auf der Landesstraße 5226, km 1,800 gerufen. Die Aufräumungsarbeiten beanspruchten nur kurze Zeit.
31.12.1998 Statistik 1998: 103 Einsätze (657 Mann / 1144 Std.), 134 Übungen (1154 Mann / 2527,5 Std.) und insgesamt 2436 FJ-Std.
06.02.1999 Organisatorische Mithilfe der FW Weißenburg beim Hornschlittenrennen (12:00 - 16:30 / 11 Mann).
07.02.1999 Wieder Mithilfe beim Hornschlittenrennen (13 Mann der FW Weißenburg / 09:00 - 17:00).

12.02.1999







Große anhaltende Neuschneemengen verursachten mehrere zeitaufwendige Feuerwehreinsätze - auch in den Folgetagen:

12.02.: Fzg.-Bergung in der Karrotte (PKW steckte in einer 2 Meter hohen Schneewechte) und
            Dach eines Bungalows in der Wiesrotte freigeschaufelt.

13.02.: Menschenrettung (3 Personen in einem steckengebliebenen und sehr rasch eingewähten
            PKW)
            in der Karrotte,
            auch in der Taschlgrabenrotte steckte ein PKW in einer großen Schneewechte und
            Traktorbergung in der Tiefgrabenrotte.

16.02.: Dach eines Wirtschaftsgebäudes in der Lehengegend freigeschaufelt.

17.02.: In der Falkensteinrotte wurde eine erkrankte Person mit dem TLF vom Wohnhaus geholt
            und auf der Bundesstraße der Rettung übergeben.

08.03.1999


Schwerer Unfall bei Waldarbeiten in der Nähe des Nixhöhlen-Einganges. Ein Forstarbeiter liegt schwer verletzt unter einem Baumstamm. Die FF Frankenfels wurde um 10:41 Uhr alarmiert. "Menschenrettung und Transport zum bereits gelandeten Rettungshubschrauber" war die Feuerwehrtätigkeit. Einsatzende um 12:28 Uhr.

02.04.1999


Unterstützung der FF Loich bei einer Menschensuche in der Ödgegend (Nachbarsgemeinde Loich). 27 Mann waren von der FF Frankenfels einschl. FW Weißenburg von 07:30 Uhr bis 19:30 Uhr - ohne Erfolg - im Einsatz.

03.04.1999


Fortsetzung der Menschensuche in der Loich. Als die Bergrettung Kirchberg/Pielach die gesuchte Frau lebend fand war die Freude bei allen Beteiligten sehr groß. Einsatzdaten am 3. April: 19 Mann (FF Frankenfels und FW Weißenburg) / 07:40 Uhr - 13:30 Uhr.

10.04.1999


Motorradunfall mit einer verletzten Person auf der B 39, km 31,340. Bei der Ankunft des 1. Feuerwehrfahrzeuges wurde festgestellt, dass bereits die Rettung vor Ort ist. Tätigkeiten der Feuerwehr: Absichern, Verkehr regeln, Gendarmerie und Straßenmeisterei verständigen, nach Freigabe durch die Exekutive - Motorrad bergen und Fahrbahnreinigung.

26.04.1999


Zur Errichtung eines Steinwurfes musste die Feuerwehr die Landeshauptstraße 102 von km 0,400 bis 0,500 zeitweise sperren. Auftraggeber war die Abteilung B6 der NÖ Landesregierung. Der Einsatz dauerte von 08:00 Uhr bis 18:00 Uhr.
27.04.1999 Fortsetzung der Straßensperrung (zeitweise) vom Vortag. Einsatzdauer: 06:30 Uhr bis 14:30 Uhr.
28.04.1999 Eine Kommission der NÖ Landesregierung war vor Ort und tätigte eine Bestandsaufnahme für eine eventuelle Erweiterung der Mindestausrüstung für die FF Frankenfels.
30.04.1999 Sirenenalarm um 15:25 Uhr: Küchenbrand in der Nachbarsgemeinde Loich. Der Einsatz wurde bereits am Anmarschweg storniert. Die Anrainer und die FF Loich haben bereits erfolgreich gelöscht.
31.05.1999 Brandalarm um 20:32 Uhr: In der Fischbachmühlrotte 15 ("Tatzgernhäusl"/Kernstock) ist ein Heizofen außer Kontrolle geraten. Die Vernebelung der Küche stellte sich als Wasserdampf - infolge Überdruck - heraus.
11.06.1999 Dringende Türöffnung in der Hofstadtgegend, weil ein verletzter Mann nicht aufsperren konnte.

25.06.1999


Motorradunfall auf der B 39, km 30,900. Eine verletzte Person liegt auf der Fahrbahn. Die Feuerwehr sicherte die Unfallstelle ab, führte die Verletztenbetreuung durch, erledigte die Verkehrsregelung und verständigte die Rettung und die Gendarmerie. Nach der Freigabe wurde das Motorrad geborgen und vom Unfallsort entfernt.
27.06.1999 Beim Bezirksmusikfest musste die Feuerwehr über Auftrag der BH St. Pölten die B 39 von km 38,500 bis km 38,900 zeitweise sperren.
04.07.1999 Die FJ Frankenfels vertritt Niederösterreich bei den Internationalen Feuerwehrjugend-Bewerben in der Stadt Vlašim der Tschechischen Republik und erreichte den 1. Platz in der Gästewertung. Die Feuerwehr-Versicherungsgesellschaft Hasičská vzájemná pojištóvna,a.s. fungierte als Veranstalter.

04.07.1999



Um 14:35 Uhr wurde die FW Weißenburg zu einer Unterstützung der FF Texing alarmiert. Im hinteren Weißenbachtal ist ein Traktor samt Anhänger über einen Abhang gerollt und an einem Baum geprallt. Eine am Anhänger befindliche Person wurde nach vorne geschleudert und dabei schwer verletzt. Die Feuerwache führte die Erstversorgung durch und unterstützte die zuständige FF Texing bei der Bergung des Traktors und des Anhängers.

17.07.1999


Schwerer Verkehrsunfall im km 31,000 der B 39: Frontalzusammenstoß von LKW mit PKW, 1 Person schwer verletzt, Straße unpassierbar. Die verletzte Person wurde erstversorgt, sofortige Straßensperre, Verständigungen (Arzt, Rettung, Gendarmerie und Straßenmeisterei) durchgeführt, Mithilfe beim Transport zum Rettungshubschrauber, Fahrzeugbergungen erledigt und Straße gereinigt.
25.07.1999 Bei der Feier "500 Jahre Hausstein" regelte die Feuerwehr die Zu- und Abfahrt der PKW.

25.08.1999


Zusammenprall PKW mit Zug 6806 in der Rosenbühelrotte auf der Eisenbahnkreuzung km 43,877 ("Scharner-Übersetzung"). Der PKW wurde vom Regionalzug zirka 100 Meter mitgeschleift und steckte unter der Lokomotive. Zum Glück gab es keine Verletzten. Über Auftrag des ÖBB-Einsatzleiters wurde der PKW mittels Seilwinde des RF (Unimog) vom Triebfahrzeug hervorgezogen und das vordere rechte beschädigte Trittbrett des Tfz 1099.008-3 abmontiert.

06.09.1999


Alarm um 13:07 Uhr: B 39, km 34,150 - Motorradunfall, 1 Schwerverletzter. Tätigkeiten der Feuerwehr: Unfallstelle absichern, Verkehrsregelung, Rettungshubschrauber am Sportplatz Schönau einweisen, Mithilfe bei der Verladung des Verletzten, Motorrad bergen und Straße reinigen.

06.09.1999


Alarm um 17:34 Uhr: Landwirtschaftliches Gerät in der Fischbachmühlrotte verunglückt, 1 Schwerverletzter. Tätigkeiten der Feuerwehr: Menschenrettung, den Verletzten mit ASBÖ Frankenfels auf der Rettungstrage zur Straßenkreuzung getragen, wieder Rettungshubschrauber eingewiesen, Mithilfe bei der Verladung im Hubschrauber und Bergung des METRAC.
07.09.1999 Bescheid über die Erweiterung der Mindestausrüstung langte von der NÖ Landesregierung ein. Sie ermöglichte ab nun unter anderem die Förderung von zwei Tanklöschfahrzeugen mit zusammen höchstens 5000 Liter Fassungsvermögen. Damit wurde es ermöglicht, ein finanzierbares Tanklöschfahrzeug zu beschaffen, welches bei der Brandbekämpfung und beim Wassertransport wesentlich effizienter ist.
11.09.1999 Die Feuerwehr wurde zu einem Motorradunfall mit verletzter Person (B 39, km 44,900) NICHT alarmiert. ASBÖ und Gendarmerie anwesend.
11.09.1999 Beim Umzug (40 Jahre TMV der Marktgemeinde Frankenfels und 90 Jahre ÖKB Frankenfels) zum Oktoberfest übernimmt die Feuerwehr eine Sperre der B 39.
12.09.1999 Beim Aufmarsch der Festgruppen zum Oktoberfest in der Grassermühle sperrte die Feuerwehr wieder die B 39.

17.10.1999



Sirenenalarm um 14:04 Uhr. Das Wirtschaftsgebäude des Gehöftes "Leopold Reiter" in der Nachbarsgemeinde St.Anton/Jeßnitz, Kreuztanne 7, steht im Vollbrand. "Mithilfe bei der Brandbekämpfung sowie zwei Atemschutztrupps eingesetzt" war die Unterstützung für die FF St. Anton an der Jeßnitz. Einsatzdaten: 22 Mann (FF Frankenfels einschl. FW Weißenburg) / um 16:45 Uhr war für uns Einsatzende.
19.10.1999 Ehrenhauptbrandmeister Rudolf Swatek verstorben. Er war von 1961 bis 1989 Zugskommandant der Hauptwache in Frankenfels.

27.10.1999


Zu einem schweren Verkehrsunfall auf der B 39, km 33,700 wurde mittels Sirene um 19:20 Uhr alarmiert. PKW liegt in der Pielach, eine verletzte Person. Auch die FF Kirchberg/Pielach wurde mitalarmiert. Feuerwehrtätigkeiten: Absichern, Verletztenbetreuung, die verletzte Lenkerin an Rettung übergeben, Ö3VER-Meldungen, Verständigung der Straßenmeisterei und PKW-Bergung bei Straßensperre.

02.11.1999


Um 17:33 Uhr heulte die Sirene in Frankenfels und um 17:35 Uhr in Weißenburg: Großbrand beim Gehöft "Rotheneder" in Tradigist (Marktgemeinde Rabenstein/Pielach). Mit "Einsatzstelle ausleuchten, Zufuhr von 4000 Liter Löschwasser und Speisung des TLF Kirchberg/P." wurde die FF Tradigist unterstützt.
30.11.1999 Unserem Feuerwehrarzt Dr.med. Anton Brachinger wurde der Berufstitel "Medizinalrat" ("MedR") verliehen.
02.12.1999 Mithilfe beim Abtragen des Schuttkegels nach der verheerenden Gasexplosion in Wilhelmsburg (Conrad Lester - Hof 4). Unser Rüstfahrzeug war von 21:35 Uhr bis 03:30 Uhr des Folgetages im Einsatz.

03.12.1999


Und wieder eine Unterstützung für die FF Wilhelmsburg nach der Gasexplosion: Die Mannschaft des "Tank Weißenburg" musste das angrenzende beschädigte Wohnhaus pölzen. Dieser Einsatz dauerte von 10:45 Uhr bis 17:00 Uhr.
07.12.1999 Ehrenoberbrandinspektor Franz Grössbacher verstorben. Er war über 29 Jahre lang Hauptmann bzw. Kommandant der FF Frankenfels.

26.12.1999


Sturmschaden in der Rosenbühelrotte. Sechs Bäume wurden entwurzelt und blockieren die Frankenfelsberg-Straße. Sie wurden im Beisein des Waldbesitzers Anton Winter umgeschnitten und anschließend das Straßenhindernis beseitigt. Der Einsatz dauerte von 19:29 Uhr bis 23:00 Uhr.
31.12.1999 Statistik 1999: 104 Einsätze (714 Mann / 1821 Std.), 90 Übungen (839 Mann / 1992 Std.) und bei der Feuerwehrjugend scheinen insgesamt 2365 Std. auf.



Erstellt:
Ehrenoberverwalter Erich Gonaus, Sachbearbeiter für Feuerwehrgeschichte der FF Frankenfels

Quellen:
Ehren- und Urkundenbuch der Freiwilligen Feuerwehr in Frankenfels (1908 bis 1980)
                                                         - Josef Hippmann / Johann Dieringer / Franz Grössbacher / Franz Wutzl
Chronik F. F. Frankenfels (01.01.1981 bis 28.01.1996) - HBI Franz Wutzl
Feuerwehrarchiv Frankenfels
Festschrift "1883 - 100 Jahre - 1983   Freiwillige Feuerwehr Frankenfels" - BI Franz Wutzl
Festschrift "110 Jahre   1883 - 1993   Freiwillige Feuerwehr Frankenfels" - OBI Franz Wutzl
Folder "Freiwillige Feuerwehr Frankenfels   1883 - 2008   125 Jahre" - OBI Mario Sturmlechner
Gemeindearchiv Frankenfels
Chronik der Volksschule Frankenfels
Pfarrchronik Frankenfels
Bahnhofchroniken Frankenfels, Laubenbachmühle, Schwarzenbach an der Pielach und Kirchberg an der Pielach
Einige mündliche Überlieferungen von:
     Frau Aloisia Zeiner (+ 1992), Markt 12 - (Info an Oberlöschmeister Franz Wutzl)
     Frau Christine Linzberger (+ 1997), Markt 45 - (Info an Oberlöschmeister Franz Wutzl)
     Herrn Rudolf Kirchner (+ 1978) und Franz Schmid jun., beide in Kirchberg an der Pielach, Schwerbachgegend 31
     Herrn Dr.phil. Bernhard Gamsjäger, St. Pölten, Leobersdorfer Bahnstraße 17B
     Herrn Robert Pögner, Markt 3         
     Herrn Ernst und Frau Inge Langthaler, Markt 17
     Herrn Josef und Frau Hermine Grössbacher, Übergangrotte 2          und
     Herrn Matthias Fahrngruber-Birnbaum, Hofstadtgegend 63
Chronik der Freiw. Feuerwehr Kirchberg/Pielach (1880 bis 1980) - Brandrat Konrad Lampel
Frankenfelser Häuserbuch (Um 1300 bis 1987) - Dr. Bernhard Gamsjäger
Das Frankenfelser Buch (1192 bis 1997) - Dr. Bernhard Gamsjäger / Ernst Langthaler jun.
Buch "Kirchberg an der Pielach   -   Eine Reise durch die Zeit" (2013)
                            - DI Michael Flieger / Dr. Bernhard Gamsjäger / Dr. Eduard Gugenberger / Mag. Sabine Mick
Handbuch zur Feuerwehrgeschichte des ÖBFV (November 2005) - Brandrat des ÖBFV Adolf Schinnerl
Das Große Niederösterreichische Feuerwehrbuch (1986)
                  - Dr.phil. Joachim Rössl / HV Günter Schneider / OBR Dr.theol. Hans Schneider / Dr.phil. Peter Zawrel
Bibliographie zur niederösterreichischen Feuerwehrgeschichte (2011) - BI Dr. Christian Karl Fastl
Entwicklung der Rang- und Uniformabzeichen bei den NÖ Feuerwehren (2013) - ABI Dr. Christian Karl Fastl
Lehrgangsunterlagen der Module FWG1, FWG2, FWG3, FWG4, FWGG, FWGP1, FWGSP1, FWGSP2 und FWGT