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Chronik in Wort - Teil 1 (bis 31.12.1999)


Bereits um 1640 bekam der Ort Frankenfels vom Graf Gotthard von Tattenbach das Marktrecht verliehen. Die Familie Tattenbach war von 1631/32 bis 1655 Besitzer der Herrschaft Weißenburg und somit auch für die Häuser in und um Frankenfels zuständig. Obwohl damals einer der kleinsten Märkte Niederösterreichs, fungierte sofort auch ein Marktrichter, welcher folgende Aufgaben zu erfüllen hatte: Polizeigewalt (auch Rechtssprechung bei kleineren Delikten), die Schlichtung von Streitfällen (Schiedsgericht), Instandhaltung von Straßen und Brücken, das Standgeld bei den Kirtagen einheben (altes Recht ab 1655), für Sauberkeit des Ortes sorgen und sogar bei Feuerausbruch die Löscharbeiten zu leiten. Als erster scheint Gastwirt Leonhardt Binder, Besitzer "an dem Neuhaus" (Markt 3), auf; seine Frau Catharina wird in den Pfarrmatriken "Richterin" genannt. Bis zum Ende der Marktrichter im Jahre 1848, letzterer war der Wund- und Geburtsarzt Johann Leinwather, Besitzer "am Stampfgartl" (Markt 2), waren es insgesamt 17 Personen, welche diese Tätigkeiten ausübten. Da es als Löschgeräte nur Eimer gab, war die Aufgabe, dass sich die anwesenden Personen, welche auch von zu Hause Kübeln mitbrachten, in einer Reihe aufzustellen hatten und die befüllten Löscheimer sehr rasch von der Wasserentnahme (Brunnen, Gerinne oder Teich) zum Brandobjekt weiterreichten (auch "Löscheimerkette" genannt). Im Idealfall organisierte der Marktrichter auch eine 2. Menschenreihe, die die leeren Eimer wieder zurückgaben. Hier wurden sehr oft auch Kinder eingeteilt. Es gibt Aufzeichnungen über Brandereignisse, die in dieser Zeit waren. Ob tatsächlich mittels Löscheimerkette geholfen wurde, ist nicht bekannt.
Folgende Brände scheinen in diversen Archiven auf: 

15.09.1766 - "an untern Grueb Häusel", Hofstadtgegend 12
1767 (oder 1768) - "Klein Haimbach", Tiefgrabenrotte 7
29.01.1768 - "an der Mühl", Tiefgrabenrotte 13
05.03.1768 - "Groß-Wintereck", Gemeinde St. Anton an der Jeßnitz, Wohlfahrtsschlag 26
     1797      - "Zubauhäusl No. 4" (später "Großreinthalhäusel" genannt, heute längst verfallen), Fischbachmühlrotte
     1812      - "an der Hochscharten No. 1", Karrotte 1
     1841      - "Nattershof", Hofstadtgegend 13

In der Zeit von 1848 bis zur Feuerwehrgründung (1883) war der Bürgermeister für das Organisieren der Löscharbeiten zuständig, jedoch, man machte es sich sehr einfach, diese Tätigkeit wurde sofort an den Nachtwächter übertragen. Ob es bei den folgenden Bränden zur Anwendung kam, ist nicht bekannt:
     1851      - "am Hinterleithenhäusl" (auch "Koglhäusl" genannt), Ödrotte 6. Dabei kamen zwei Kinder ums Leben.
30.04.1858 - Waldbrand im Weißenbachtal, beim Spiellaubner, Wiesrotte 6
03.06.1859 - "am Kogel" (Franz Karner), Lehengegend 11
21.05.1860 - Bauernhaus Gaißenberg (Schwarzenbach) brannte in der Nacht auf den 22. Mai infolge Blitzeinschlag ab
26.11.1862 - Am Morgen stand "Vordereibek", Fischbachmühlrotte 4, in Brand
Juni  1863   - "Thorriegl", Laubenbachgegend 8
05.05.1865 - "am Eibenstecken", Übergangrotte 4
08.05.1869 - "am Berg", Lehengegend 5
04.01.1870 - Frankenfelser "Feuersbrünste", ohne genauere Angabe der betroffenen Häuser
April  1874  - "am Baumgarten", Falkensteinrotte 15

Ab dem Jahre 1875 verweigerte jeder Nachtwächter, dass er diese verantwortungsvolle Aufgabe übernimmt.
Daher gab es keine Hilfe bei den folgenden Bränden:
08.11.1875 - Anwesen "am Übergangrotthäusel", Übergangrotte 7, samt Nebengebäuden vollständig abgebrannt
11.07.1877 - Das 2. Mal: "Frankenfelser Feuersbrünste", ohne genauere Häuser-Angaben

Um 1880 wurde in der Frankenfelser Bevölkerung der Gedanke geboren, eine organisierte Brandbekämpfung ins Leben zu rufen. Auch der Brand Ende Mai 1882 im Gemeindekotter (Erdgeschoß des Hauses Markt 4) trug dazu bei. Der 54-jährige Randalierer Anton Mifka, ein Tuchmachergehilfe aus Zlabings/Slavonice in Mähren, der gerade im Kerker eingesperrt war, legte aus Rache Feuer in diesem Arrest. Eine Brandausbreitung in der Ortsmitte hätte schlimme Folgen für die ganze Ortschaft gehabt!

Als am 14. Juli 1882 ein Großbrand im Markt wütete, wurde auch beim damaligen Bürgermeister Josef Pögner der Ehrgeiz sehr groß, eine Feuerwehr zu organisieren. Die Brandbekämpfung leitete unaufgefordert das spätere Gründungsmitglied Franz Schenke mit dem kleinen Hydrophor, welcher sich im Privatbesitz von der Witwe Frau Anna Leinwather, Ehegattin vom ehemaligen letzten Marktrichter, befand. Auch die Kirchberger Feuerwehr rückte mit dem Pferdewagen an und half kräftig mit.
Im "St. Pöltner - Bote" vom 20. Juli war zu lesen:
"Am 14. Juli 1882 brannten im Markt zwei Wirtschaftsgebäude und das Dach des Backhauses völlig nieder. Mehrere Stück Rindvieh und viele Schweine gingen zu Grunde. Obwohl die Gebäude mitten im Markte standen, so blieb das Feuer durch die herrschende Windstille, sowie durch die Tätigkeit der von nah und fern herbeikommenden Leute auf obige Objekte beschränkt. Besonders hervorzuheben ist auch das energische Eingreifen des Herrn Gerbermeister Franz Schenke, auch leistete die Hausfeuerspritze der Frau Leinwather, Arzteswitwe, welche dieselbe bereitwillig zur Verfügung stellte, vorzügliche Dienste."

Das Vereinsrecht nach dem Gesetz vom 15. November 1867 - gültig ab 8. Jänner 1868 - ermöglichte einen Verein von Gleichgesinnten. Es war das 134. Gesetz, welches am 24. November 1867 im Reichs-Gesetz-Blatt für das Kaiserthum Oesterreich, Jahrgang 1867, LVIII. Stück kundgemacht wurde und hatte Gültigkeit in Böhmen, Dalmatien, Galizien und Lodomerien mit Krakau, Oesterreich unter und ob der Enns, Salzburg, Steiermark, Kärnthen, Krain, Bukowina, Mähren, Schlesien, Tirol und Vorarlberg, Istrien, Görz und Gradiska, dann die Stadt Triest mit ihrem Gebiete.

Endgültiger Anlass zur Gründung eines Feuerwehrvereines war der Brand des Wirtschaftshauses "Rosenbichl“, Rosenbühelrotte 3, am 17. Oktober 1882, wo die Feuerwehr Kirchberg/P., Gendarmerie Kirchberg/P., der Kirchberger Feuerwehrmann und Maurermeister Mathias Ullmann und die Frankenfelser Gemeindebürger Fleischhauer Albert Schweighofer, Lederermeister Franz Schenke und Lohstampfer Alois Wochner tatkräftig Hand anlegten und sogar drei Menschenleben retteten. Die Frankenfelser Gemeindevorstehung bedankte sich bei allen Genannten für die Mithilfe bei den Löscharbeiten und betonte in den Ausführungen mit "durch deren Entschlossenheit und Muth drei Menschenleben gerettet wurden". Beflügelt wurde der damalige Bürgermeister Josef Pögner auch von den bereits gegründeten Feuerwehren in Kirchberg/P. (1880), Rabenstein (1881) und Hofstetten-Kammerhof (1882), sodass er weiters 14 Frankenfelser und einen Kirchberger (dieser hielt sich berufsbedingt sehr viel in Frankenfels auf) am 1. Mai 1883 im Gasthaus Pögner zur Teilnahme an der Gründungsversammlung animieren konnte. Das Recht der Verfassung von 1867 bildete das Fundament für die Vereinsgründung (die Feuerwehr war dadurch die erste Initiative dieser Art in Frankenfels!). Somit wurde der Gründer Josef Pögner der 1. Hauptmann der Freiwilligen Feuerwehr Frankenfels! Er kaufte aus seinen Mitteln einen kleinen Hydrophor samt Saugkopf, Saugschläuche, Druckschläuche, Verteiler und 1 Strahlrohr - alles auf einem Handwagen untergebracht - und stellte diese Löschausrüstung unentgeltlich der neugegründeten Feuerwehr zur Verfügung. Diese Gerätschaft verblieb im Besitz des Feuerwehrgründers Josef Pögner und wurde auch bei seinem Anwesen untergebracht.
Die 16 Gründungsmitglieder mussten ab sofort regelmäßig ihren monatlichen Mitgliedsbeitrag in die Vereinskasse leisten. Da das angesammelte Geld nicht für ein Löschgerät plus Zubehör, wie bei den anderen neugegründeten Feuerwehren üblich, verwendet werden musste, konnte sofort punkto Bekleidung einschließlich Lederhelm investiert werden. Sie wurden noch im Gründungsjahr in schlichter Uniform eingekleidet. Es entstanden bereits im Herbst 1883 zwei (!) Fotos von allen Gründungsmitgliedern - und zwar ein Foto mit Kappe und beim 2. Bild gab es eine Aufstellung mit Helm ums Löschgerät.
Zur Alarmierung dienten die Kirchenglocken.
Die bürokratische Vereinsgründung war mit der vorgeschriebenen Zuwartefrist der vorgelegten Vereinsstatuten am 19. November 1883 abgeschlossen.



Der weitere Werdegang, die Weiterentwicklung, die Tätigkeiten, erwähnenswerte Einsätze und die markanten Ereignisse der Freiwilligen Feuerwehr Frankenfels:

07.06.1883

Fürs Zusammenarbeiten und zur besseren Organisation des Feuerwehrwesens gründete man den Pielachtaler Feuerwehrverband.
Da es an diesem Tag für die FF Frankenfels noch keine Vereinsstatuten gab, wurden die Frankenfelser zu dieser Gründungsversammlung nicht eingeladen. Sie wurden auch gar nicht erwähnt.
Februar 1885
In den ersten Februartagen langte vom Kaiserhaus eine finanzielle Unterstützung von 80 Gulden ein. Es wurde in der Zeitung "Das Vaterland" vom 6. Februar auf der Seite 5 verkündet.

Frühjahr 1885

Der kleine Hydrophor, welcher auf einem einachsigen Handkarren aufgebaut war, wurde von der Feuerwehr umgebaut. Er wurde nämlich auf einem zweiachsigen Wagen, welcher auch pferdebespannt gefahren werden konnte, aufgebaut, sodass dieses Löschgerät auch relativ schnell zu einem weiter entfernten Brandobjekt transportiert werden konnte.
Sommer 1885
Zum ersten Mal fand in Frankenfels der Bezirksfeuerwehrtag statt. Dabei wurde das "neue" Frankenfelser Löschgerät präsentiert und für sehr gutgeheißen.
11.05.1888

Scheunenbrand - Brandausbruch um 12 Uhr Mittags - beim Gasthaus- und Mühlenbesitzer August Miedel, Hausname Laubenbachmühle, Laubenbachgegend 3. Sehr rasche Brandausbreitung forderte die Feuerwehrmänner. Die Scheune samt Futtervorräte, Pferdegeschirr und Wirtschaftsgeräte sowie die Stallung und der Dachstuhl des Wohngebäudes gingen verloren, sie wurden eingeäschert. Das restliche Wohnhaus konnte durch den Feuerwehreinsatz gerettet werden. Es entstand ein Schaden von mindestens 3583 Gulden, aber der Besitzer erhielt von der Feuerassecuranz (Feuerversicherung) nur 2039 Gulden. Die 70-jährige Einlegerin (Gemeindearme) Margarethe Krickl, sie wohnte gerade im Hause Miedel´s, kam wegen vorangegangener Streitigkeit unter Verdacht, den Brand gelegt zu haben. Die Dienstmagd Johanna Gamsjäger konnte wertvolle Aussagen dazu machen. Laut Zeitungsbericht (St. Pöltner Zeitung vom 13. September 1888, Seite 6) wurde Krickl am 7. September zu acht Jahre schweren Kerker verurteilt.
Laut den spärlichen Aufzeichnungen aus dieser Zeit dürfte es seit der Feuerwehrgründung die erste Brandausrückung gewesen sein. Zum Glück wurde bereits vor drei Jahren der Hydrophor auf einen kleinen Pferdewagen aufgebaut, da die Entfernung vom Gasthaus Pögner, Markt 3 (Unterbringung der kompletten Löschgerätschaft) zum Brandobjekt über 5 Kilometer beträgt.

18.05.1889

Bereits nach einem Jahr - Zweite Brandausrückung, diesmal wieder nach Laubenbachmühle. In der Brandlmühle Labenbacher (Mautmühle, direkt neben der Natters), Laubenbachgegend 15, bricht Feuer in der Nacht vom 18. auf den 19. Mai 1889 aus.

14.10.1889

In der Eder´schen Heilanstalt in Wien starb der Gründer und Feuerwehrhauptmann Josef Pögner im 59. Lebensjahre  an den Folgen einer Nierensteinoperation.
Beim Begräbnis am 17. Oktober waren auch sämtliche Feuerwehren aus dem gesamten Gerichtsbezirk anwesend. Von allen Häusern des Marktes  (damals bildeten insgesamt 13 Häuser und die Kirche den Marktbereich) wehten Trauerfahnen. Es spielten zwei Musikkapellen, nämlich die Feuerwehr-Kapelle Kirchberg a. d. Pielach und die dortige Privat-Kapelle Kerschner, in erhebender Weise die Trauerchöre - so die Mittheilungen des NÖ Landesfeuerwehrverbandes 11/ 1889 - Seite 7. Die Kirche konnte die vielen Trauergäste nicht fassen.

31.10.1889

Das St. Pöltner Wochenblatt schrieb auf der Seite 5:
Die Frankenfelser Wehr bekam aus dem "Assecuranzfonds der Feuerversicherungs-Gesellschaften" eine Subvention von 100 Gulden.
November 1889
Der Gemeindearzt Dr. Anton Kratochwila wird Feuerwehrhauptmann und Bäckermeister Johann Schaider sein Stellvertreter. Oberlehrer Franz Voak bleibt weiterhin Schriftführer.

Um 1890

Laut mündlicher Überlieferung erfolgte der Bau des ersten "Feuerrequisitenhauses". Das Objekt wurde am nordöstlichen Rand der kleinen Ansiedlung Frankenfels, direkt neben der schmalen Commerzial-Straße - am heutigen Feuerwehrparkplatz Markt 65 / direkt an der Grundgrenze zur Liegenschaft Markt 45, errichtet.
Diese namenlose Schotterstraße, welche von der Mariazeller Straße über Fridau, Mainburg, Kirchberg/Pielach, Frankenfels und "Schädlhütte"(Hollensteinhäusl) nach Puchenstuben führte, hatte damals noch keine Bezeichnung. Erst am 19. April 1894 wurde sie zu einer Bezirksstraße I. Klasse mit der Nummer I/XVII erklärt.

17.07.1892

Dr. Anton Kratochwila legt aus gesundheitlichen Gründen seine Funktion als Feuerwehrhauptmann nieder. Er muss auch im September 1892, aus den selben Grund, seinen Arztposten aufgeben. Daraufhin zog er nach Wien und kehrte nicht mehr zurück. Man erzählt in Frankenfels, dass Kratochwila ein sehr geschickter, gewissenhafter und beliebter Gemeindearzt war.
Bei der Neuwahl wird der bisherige Stellvertreter Johann Schaider der Hauptmann. Das Amt des Stellvertreters übernimmt Anton Koller und Josef Kral ist ab sofort der neue Schriftführer.

Herbst 1892

Vom Pielachtaler Feuerwehrverband kam eine Anweisung, dass für Feuerwehrmänner eine Sterbekasse in jeder Feuerwehr eingerichtet werden soll. Daraufhin wird auch in Frankenfels eine solche gegründet und es treten spontan zehn Mann bei.

02.12.1892

Einheitliche Chargen-Abzeichen ab sofort für niederösterreichische Feuerwehren gemäß Zahl 27.337 des Ministerialerlasses. Das k. k. Ministerium des Inneren genehmigte im Einvernehmen mit dem k. k. Ministerium für Landesverteidigung und dem k. u. k. Reichs-Kriegsministerium die Distinktionsabzeichen von "Mannschaft" bis "Präsident des Landesverbandes".

1893 - 1899

In den 1890er-Jahren sind drei Gründungsmitglieder verstorben:
am 01.09.1893 - Dr. Anton Kratochwila (starb in Wien an Tuberkulose),
                                   er war auch Hauptmann von Anfang November 1889 bis 17. Juli 1892
am 31.10.1895 - Franz Voak (starb an Lungentuberkulose),
                                   er war Schriftführer von Beginn an bis 17. Juli 1892
am 24.04.1899 - Rudolf Voak (starb an mehreren Karzinomen),
                                   er war bis zu seinem Tod immer der 1. Hornist.
04.05.1895
Albert Schweighofer löst am Florianitag Anton Koller als Hauptmannstellvertreter ab.

Juli 1897

Bei der großen Unwetterkatastrophe versuchte auch die Feuerwehr, trotz mangels an geeigneten Geräten, zu helfen. Vorwiegend wurden Tiere aus den Stallungen gerettet sowie Möbelstücke und Sachwerte geborgen. Den Höhepunkt bildete ein stürmisches Unwetter in der Nacht vom 29. zum 30. Juli, welches ein furchtbares Hochwasser in den frühen Morgenstunden ergab. In der Nähe der Schönau ertrank ein Sattlergehilfe.
Die Zeitung "Neues Wiener Tagblatt." schrieb in ihrer Ausgabe Nr. 214 (5. August) auf der Seite 4: "Es wurden sämtliche Brücken fortgerissen, der Straßenkörper, der vom Wasser erreicht wurde, total vernichtet und Tausende von Metern Holz und auch Einrichtungsstücke weggeschwemmt. Viele Familien retteten nur ihr nacktes Leben. In vielen Häusern stand meterhoch das Wasser. Entwurzelte Bäume und ein Meer von Schotter bedecken Felder und Thalwiesen. Ein enormer Schaden, das Elend und der Jammer war grenzenlos. Der Wasserstand war sogar höher als bei der großen Hochwasserkatastrophe im Jahre 1862."
27.12.1897
Beim Begräbnis des Kirchberger Feuerwehrkameraden Johann Tersch war auch die FF Frankenfels durch eine Abordnung vertreten.

Sommer 1898

Das erste eigene Löschgerät "Große Hydrophorspritze auf Pferdezug" wurde vom Feuerwehrverein um 677 Gulden von der Feuerlöschgerätefabrik Franz Kernreuter aus Wien, XVII. Hernals, Hernalser-Hauptstraße 105, angekauft. Zugleich wurden auch 45 Meter Schläuche um 40,95 Gulden dazugekauft. Dieser Hydrophor wird im Einsatzfall von den in den Einkehrgasthäusern eingestellten Pferden zum Brandplatz gezogen.
Bei der feierlichen Segnung war Frau Maria Schafhuber, Bürgermeistersgattin und Gastwirtin in der Schenke "Taverne am Steg", die Spritzenmutter (Fahrzeugpatin).
Um die Vereinskasse aufzubessern wurde dieser Wagen gelegentlich auch als Beförderungsmittel eingesetzt. So fuhr man unter anderen pferdebespannt sogar bis St. Pölten, um Kinder zur Firmung zu transportieren. Bei Abwesenheit des Löschgerätes herrschte naturgemäß auch Unmut einiger Feuerwehrkameraden. Solche Differenzen gehen auch in einem Sitzungsprotokoll am 4. Juni 1899 hervor und es wurde beschlossen, dass der Spritzenwagen grundsätzlich nicht mehr hergeborgt wird. Gelegentlich beförderte man aber auch weiterhin Privatpersonen für wichtige Erledigungen. Mit der Eröffnung der Mariazellerbahn am 5. August 1905 nahm diese Zweckentfremdung ein Ende.

10.09.1899

Der Bezirksfeuerwehrtag wurde in Frankenfels abgehalten. Viele Häuser waren für das sonntägige Ereignis beflaggt.
"Von den auswärtigen Feuerwehren waren Kirchberg an der Pielach, Rabenstein an der Pielach und Hofstetten anwesend. Insgesamt 78 Feuerwehrmänner gaben ein prächtiges Bild für die Bevölkerung. Die Kirchberger Feuerwehrcapelle umrahmte die vielen Veranstaltungen: Gottesdienst - Verbandssitzung unter Obmann Franz Mugrauer und Obmannstellvertreter Sylvester Trixner, beide aus Kirchberg/P. - große Schauübung um 16:00 Uhr beim Pfarrhofe und am Schaider´schen Backhause - Abschluß des Festtages mit einem Umzug (Aufstellung beim Spritzenhause). Trotz des starken Regens, es musste lediglich die Schauübung gekürzt werden, war es ein besonderer Tag für Frankenfels. Schlußsatz: Unserer wackeren Feuerwehr aber schließlich ein kräftiges GUT HEIL ! " - berichtete die Zeitung "Feuerwehr-Signale" in ihrer Ausgabe vom 5. Oktober 1899 auf Seite 15.
Auch die St. Pöltner Deutsche Volkszeitung schrieb darüber am 14. September auf der Seite 18:
"Bei der beeindruckenden Schauübung anlässlich des großen Feuerwehrtages in Frankenfels erregte die noch ganz neue Spritze das besondere Interesse der auswärtigen Feuerwehrmänner und der Bevölkerung aus nah und fern."

15.10.1899

Unter Hauptmann Johann Schaider erfolgte folgender Beschluss für alle Frankenfelser Feuerwehrmänner: "Es ist hinkünftig bei den Versammlungen in Uniform und mit persönlicher Ausrüstung (Helm, Steigergurt, Feuerwehrbeil, usw.) zu erscheinen!"

01.01.1900

Die Kronenwährung ist ab nun ausschließliches Zahlungsmittel Österreichs.
Seit 1892 durfte der Gulden (= 100 Neukreuzer) parallel zur Krone (= 100 Heller) verwendet werden. Die Umrechnung in dieser Zeit war "1 Gulden = 2 Kronen".

12.06.1900

Für den Bischofsempfang veranstaltete die Feuerwehr einen Fackelzug mit anschließendem Feuerwerk. Am Folgetag spendete Bischof Dr. Johannes Rössler 165 Kindern das Sakrament der Firmung. Die St. Pöltner Deutsche Volks-Zeitung berichtete darüber in ihrer Ausgabe vom 21. Juni, auf der Seite 6.

02.09.1900
Schriftführer Dr. Bartholomäus Mair legt seine Funktion zurück.
06.10.1900
Neuer Schriftführer wird der Lehrer Wilhelm Jantschek.
31.12.1900 Erster Kameradschaftsabend der Freiwilligen Feuerwehr Frankenfels.
06.01.1901 Erster Feuerwehrball in Frankenfels.
09.01.1901
Franz Gabauer wird zum Hauptmann gewählt, sein Stellvertreter wird Moritz Pögner.
30.01.1901 Gehöft "Mitterübergang“ (auch "Goisauf" genannt), Übergangrotte 8, brennt ab. Der Besitzer Josef Kerschner erlitt Brandwunden. Vieh wurde gerettet, Scheune und Nebengebäude blieben erhalten.
02.02.1901
Um den Verein besser finanzieren zu können wurde die Aufnahme von Unterstützenden Mitgliedern beschlossen.
10.09.1901 Bauernhof "Berg“ (auch "Beari" genannt), Besitzer Leopold Kalteis, Lehengegend 5, steht im Vollbrand. Sogar die FF Kirchberg an der Pielach wurde alarmiert. Da die Anfahrt per Pferdewagen zu lange dauerte, wurde diese Feuerwehr in der Schönau zum Umkehren beauftragt. Es war bereits alles zu spät. Kein Löschwasser weit und breit. 2 Ochsen, 3 Kühe, 3 Kälber, 6 Schweine und 15 Schafe sind verbrannt, der "Hausstock"(Wohnhaus) ist erhalten geblieben. Der geisteskranke Bauernsohn ist seit dem Brande abgängig.
31.12.1901
Bisher sind leider nur zwei Ortsbewohner der FF Frankenfels als Unterstützende Mitglieder beigetreten.
05.01.1902
Da seit 2. August 1901 der Posten des Schriftführers offen ist (Wilhelm Jantschek wurde abgemeldet, wegen Übersiedlung), wird Oberlehrer Josef Hippmann aufgenommen und er bekommt sofort die Schriftführer-Funktion.
21.06.1902 Johann Tinter verstorben. Er war Gründungsmitglied der FF Frankenfels.
14.07.1902 Brand einer Hütte (Holzschuppen) des Gehöftes "Hofstatt", Hofstadtgegend 1.
07.08.1902
Großes Hagelwetter in Frankenfels. Die vielen beschädigten Dachziegeln am Feuerlöschrequisitenhaus wurden sofort in den folgenden Tagen ersetzt.
31.08.1902
Pfarrer Franz Schweiger wird als drittes Unterstützendes Mitglied aufgenommen.
05.10.1902 Wohnhausbrand in der Fischbachmühlrotte 1 (Besitzer: Josef Schagerl).

01.10.1903

Der Brand beim "Lehenmühlhäusl", Hofstadtgegend 3, vernichtete Stall, Schupfen und den Dachstuhl des Wohnhauses. 2 Ziegen sind verbrannt. Schaden: Kronen 1200,-; das Ganze war aber nur auf 1400 Kronen bei der "Donau" versichert. Die Feuerwehr hatte beide Hydrophore eingesetzt. Somit konnte ein Teil des Wohnhauses gehalten werden. Der hölzerne Rauchfang war die Brandursache.
07.10.1903 Brand des Hofes "Widen/Wieden“ (auch "Wiehn" genannt) in der Lehengegend 3 (Besitzer: Michael Fahrngruber / Bewirtschafter auf Leibrente: Mathias Plank, er war auch Gemeindediener und Mesner in Frankenfels). Da keine ausreichende Wassermenge vor Ort war, konnte die Feuerwehr nur eingeschränkt helfen. Der Hof brannte ab.

03.01.1904

Bei der Wahl wurden die Herren Franz Gabauer und Moritz Pögner als Hauptmann beziehungsweise als Hauptmannstellvertreter bestätigt. Auch Herr Josef Hippmann wurde mit 19 von 23 Stimmen zum Schriftführer wiedergewählt. Diese Funktion wird im Protokollbuch mit "Säckelwart und Schriftführer" deklariert. Damals nannte man den Zahlmeister (Verwalter des Vereinsgeldes) auch Säckelwart.

04.03.1904

Beim Großbrand der zehn Kilometer entfernten Dampfsäge des Herrn Baumann in Schwerbach, Schwerbachgegend 69, Gemeinde Kirchberg an der Pielach, half auch unsere Wehr mit dem pferdebespannten Hydrophor. Die intensive Brandbekämpfung, wobei das Löschwasser durch Hydrophore (Handpumpen) zum Brandherd geschafft wurde, dauerte 15 (!) Stunden. Durch diese aufopfernde, starke Leistung der Feuerwehrmänner konnten große Holzvorräte und die Nebenhäuser gerettet werden.

16.03.1904

Haus, Stall und Holzschupfen des "Sperrieglhäusls", Tiefgrabenrotte 15, wurden durch einen Brand vernichtet. Die Feuerwehr wurde NICHT verständigt! Schaden: Kronen 2200,-; jedoch nur auf 600 Kronen versichert.
04.04.1904 Ankauf einer gebrauchten zweiteiligen Holz-Schiebeleiter von der Feuerwehr Rabenstein.
21.08.1904 Bezirksfeuerwehrtag in Frankenfels. Alle Feuerwehrvereine des Gerichtsbezirkes Kirchberg an der Pielach und auch die Feuerwehren von Kilb, Mank und Texing erschienen. Nach der Verbandssitzung fand eine Schauübung bei der Schule statt. Die St. Pöltner Zeitung schrieb am 28. Aug. auf der Seite 3 über dieses Ereignis: "Nach der Sitzung fand die Schul- und Schauübung statt, welche der wackeren Feuerwehr Frankenfels wegen ihrer strammen Leitung und Ausführung allgemeine Anerkennung bekundet".
21.09.1904
Brand beim "Klein-Bichl", Hofstadtgegend 4, auf Scheune und Stall. 2700 Kronen Schaden, jedoch nur auf 1900 Kronen versichert.
06.11.1904
Ausrückung zum Großbrand in Puchenstuben. Das Gasthaus Lawitschka - später Hotel Hallerhof - (Puchenstuben 4 / heute: Christian Haller - Straße 2) und das gegenüberliegende Forsthaus stehen in Flammen. Eine Brandausbreitung auf den ganzen Ort konnte unter Mithilfe der FF Kirchberg an der Pielach verhindert werden. Damals hatte die Nachbarsgemeinde noch keine Feuerwehr.

21.03.1905

Und wieder ein Großbrand in der Ortschaft Puchenstuben. Brandausbruch "sieben Uhr abends". Diesmal steht das Stallgebäude des Gasthauses Lawitschka in Brand. Und wieder die große Gefahr der Brandausbreitung auf den ganzen Ort. Die Frankenfelser und Kirchberger Feuerwehren verhinderten die Katastrophe. Jedoch der Stall ist niedergebrannt, er konnte durch die lange Anfahrtsdauer und durch die noch nicht vorhandene Ortsfeuerwehr nicht mehr gerettet werden. Das noch nicht Vorhandensein der Feuerwehren Puchenstuben, St. Anton an der Jeßnitz und Wienerbruck forderte die Brandbekämpfung, alle Feuerwehrmänner kämpften bis zur letzten Kraft. Der mustergültige Einsatz beider Feuerwehren gab den endgültigen Anlass, dass am 14. Mai 1905 die FF Puchenstuben gegründet wurde. 

07.04.1905

Ein größerer Teil des Objektes "Feilenhauerei Klein-Boding", Pernarotte 5, abgebrannt. Die St. Pöltner Zeitung berichtete am 13. April: "Infolge Entzündung von Kohlenstaub bricht im Bodinger Hammerwerk ein Brand aus. Es wurde der Dachstuhl und viele Werkzeuge eingeäschert". Schaden: Kronen 1500,-

20.07.1905

Der NÖ Landesfeuerwehrverband sprach eine Auszeichnung "25 Jahre Feuerwehrdienst" in Form einer aufwendig gestalteten Urkunde für unseren Feuerwehrkameraden Josef Kindl aus. Neben der langjährigen Mitgliedsschaft kam auch seine überdurchschnittliche Übungs- und Einsatztätigkeit zu tragen. Obwohl Herr Kindl erst am 5. Juni 1898 der FF Frankenfels beitrat, wurde die unmittelbare vorangegangene Feuerwehrmitgliedsschaft in Kirchberg an der Pielach mit berechnet. Er war sogar Gründungsmitglied bei der FF Kirchberg/Pielach am 28. März 1880. Das erste Ehrendiplom in unserer Feuerwehr ist im "Ehrenbuch des Nied.-Oesterr. Landes-Feuerwehr Verbandes 1903 - 1917" auf der Seite 71 eingetragen.

05.08.1905

Eröffnungsfeier der Mariazellerbahn. Es wurde die Teilstrecke Kirchberg an der Pielach - Laubenbachmühle feierlich in Betrieb genommen. Die Feuerwehr übernahm am Bahnhof Frankenfels den Ordnerdienst für die große Zuschauerschar. Dadurch ist bei der Einfahrt des Festzuges um 14:29 Uhr nichts passiert!
Der Reinertrag des Festes wird von der Gemeinde der Feuerwehr zur Verfügung gestellt.

13.08.1905

Zugunglück in der Nähe der Haltestelle Boding der Pielachtalbahn St. Pölten - Laubenbachmühle. Ein Lokalbahnzug Richtung Laubenbachmühle entgleiste zirka zwei Kilometer vor dem Endbahnhof. "Da sich wahrscheinlich infolge des eingetretenen Regenwetters das Geleise etwas gesenkt hatte, sprang am Sonntag des 13. dieses Monats ein Personenzug aus den Schienen. Die Lokomotive stürzte samt dem Paketwagen über die sieben Meter hohe Böschung, wobei sie sich mehrmals überschlug und sich schließlich im Bachufer festbohrte. Glücklicherweise riß die Kupplung, so daß die Personenwagen stehen blieben. Infolgedessen wurde von den Passagieren niemand verletzt. Auch der Heizer kam mit unbedeutenden Hautabschürfungen davon, während der Lokomotivführer schwer verletzt und bewustlos unter der Lokomotive hervorgezogen wurde. Der mit dem Zuge mitfahrende Postexpeditor mußte zur Weiterbeförderung und Einholung der Post in Kirchberg a. d. P. Pferde und Wagen requirieren, um die rechtzeitige Abwicklung des Postdienstes zu ermöglichen." - so der Zeitungsbericht in der "St. Pöltner Zeitung." vom 17. August - Seite 3.
Die FF Frankenfels wird zur Mithilfe bei der Bergung der Dampflokomotive gerufen. Mit vereinten Kräften (Bahnarbeiter und Feuerwehrmänner) gelang die zeitaufwendige Bergung.
In den nachfolgenden Sitzungsprotokollen geht mehrmals hervor, dass, wenn genügend Geld vorhanden ist, eine Bergewinde angekauft werden soll.
19.08.1905 Bei Sprengarbeiten in Laubenbachmühle verunglückt ein Bahnarbeiter tödlich. Die Feuerwehr übernahm die Bergung der Leiche. In der St. Pöltner Deutsche Volkszeitung vom 24. August war ein Bericht darüber.
21.10.1905 Der Bergbauernhof "Berg / Beari“, Lehengegend 5, steht abermals in Brand. Die Feuerwehr konnte sich infolge Wassermangel nur mit Rettungsarbeiten befassen. Auch die Kirchberger Feuerwehr, welche mit dem Pferdewagen erschien, versuchte zu retten, was noch zu retten ist. "Das Wohn- und die Wirtschaftsgebäude brennen bis auf den Grund nieder" berichtete die St. Pöltner Zeitung am 9. November. Auch 7 Rinder, 1 Pferd, 9 Schweine, 14 Schafe und 20 Hühner sind verbrannt. 10 000 Kronen Schaden.
07.01.1906 Für die geleistete Hilfe am 13. August 1905 geht von der Niederösterreichischen Landesbahn eine Zahlung von 40 Kronen ein.

08.09.1906

VIII. österreichischer Feuerwehrtag in Wien am 7., 8. und 9. September 1906 !
In der Hauptversammlung am 8. September wurde unter anderem beschlossen:
Bei den Schlauchverbindungen (Schlauchkupplungen) wird in Österreich-Ungarn die EK-Kupplung der Wiener Firma Wm. Knaust eingeführt. Es handelt sich um symmetrische Kupplungen, so dass an beiden Schlauchenden gleiche Kupplungen verwendet werden. Die bisherigen Schraubenkupplungen verbleiben noch bei den Saugschläuchen.
03.03.1907
Die Neuwahl bringt folgendes Ergebnis:
Hauptmann Franz Gabauer und Hauptmannstellvertreter Engelbert Hölzl.
April 1907 Schwere Unwetter führen zu einem Hochwasser, das über 200 Kubikmeter Scheitholz fortschwemmt. Die Feuerwehr war mehrere Stunden im Einsatz. Dies stand in der St. Pöltner Zeitung am 2. Mai 1907.
22.09.1907
Beim Feuerwehrfest in Puchenstuben war auch Frankenfels durch eine Feuerwehrabordnung vertreten. Es wurden das neuerrichtete Feuerwehrhaus und die "Feuerspritze" der offiziellen Bestimmung übergeben.
25.01.1908 Gemeindeausschusssitzung (Gemeinderatssitzung). Im Protokoll geht hervor, dass die Feuerwehr eine Subvention von 50 Kronen für das Jahr 1908 erhält. Es wird dankend angenommen und als Gemeindebeitrag für das "25-Jahr-Jubiläum" im August 1908 verstanden.

09.03.1908

"Groß-Boding" - auch "Bodingbauernhaus" genannt, Pernarotte 4 steht in Flammen. Dem raschen Eingreifen des Herrn Feilenhauereibesitzers Adalbert Schmidinger mit seinen Arbeitern und seiner Hausspritze ("Klein-Boding", Pernarotte 5), die Nachbarn sowie den Bemühungen der Feuerwehr Frankenfels gelang es in kurzer Zeit den Brand auf das Wohngebäude zu beschränken und den angebauten hölzernen Stall zu retten. Im I. Beiblatt zur St. Pöltner Zeitung (Stadt- und Landbote.) vom 19. März sind auf der Seite 12 diese Tätigkeiten zu lesen und der letzte Satz lautet: "Die zum Ausrücken bereite Feuerwehr von Puchenstuben wurde deshalb telephonisch abbestellt."
Der Besitzer Philipp Tuder lies in der selben Wochenzeitung auf der Seite 4 auch folgende Danksagung veröffentlichen: "Der wärmste Dank wird allen jenen ausgesprochen, die mir so werktätige Hilfe angedeihen ließen, insbesondere Herrn A. Schmidinger, der im Vereine mit seinem geehrten Personale und den Herren aus der Nachbarschaft in erster Linie helfend eingriff, sowie der löblichen Feuerwehr Frankenfels und den geehrten Herren der k. k. Gendarmerie von Frankenfels, ohne deren tatkräftiges und aufopferndes Eingreifen es unmöglich gewesen wäre, dem Brande Einhalt zu tun."
05.07.1908 Brand des Gehöftes "Katzeneck", Besitzer Christian und Theresia Putzenlechner, Grasserrotte 1.
09.08.1908 Das Feuerwehrhaus (damals Feuerlöschrequisitenhaus genannt) wurde bereits im Frühjahr mit einem Schlauchturm ergänzt. Über dem Tor wurde eine Tafel mit der Aufschrift "Gut Heil" angebracht. Dies wurde im Zuge des 25-jährigen Gründungsfestes, verbunden mit dem Bezirksfeuerwehrtag, gefeiert. Bereits am 8. August wurde fleißig an der Ausschmückung des Marktes gearbeitet und am Abend gab es unter zahlreicher Beteiligung einen Fackelzug mit Feuerwerk. Der Festtag, Sonntag 9. August, begann mit Gedenken für die verstorbenen Feuerwehrmitglieder und einer Kranzniederlegung am Friedhof sowie mit einem Festgottesdienst. Am Nachmittag waren neben der örtlichen Bevölkerung auch Festgäste aus Hofstetten/Grünau, Kirchberg an der Pielach, Scheibbs, Puchenstuben, Annaberg und Mitterbach gekommen. Sie nahmen um 3 Uhr nachmittags mit Ehrenjungfrauen und Sommergästen am Festplatz Aufstellung. Nach der Begrüßung durch den Herrn Bürgermeister Leopold Wieder folgte die Festrede durch Herrn Pfarrer Franz Schweiger. Am Schluss der Festveranstaltung erhielten Schuhmachermeister August Prezina und Tischlermeister Anton Niederer als Gründungsmitglieder vom Bürgermeister Ehrengaben, unter anderem jeweils eine Taschenuhr mit einer persönlichen Gravur, überreicht. Viel Lob gab es bei der anschließenden sehr präzise ausgeführten Übung der Ortsfeuerwehr. Es folgte ein Festzug und danach ein Konzert im Gasthausgarten Schafhuber. Hier zeigten die Ehrenjungfrauen ihre Findigkeit im Verkauf von Festandenken. Ein Kränzchen im Pögner's Gasthaus beendeten diesen Ehrentag. "Das reichhaltige Festprogramm habe gewiß keinen Teilnehmer unbefriedigt gelassen" schrieb die St. Pöltner Zeitung am 20. August auf der Seite 10.
08.09.1908 Bei der Gemeindeausschusssitzung wird beschlossen, dass auch die Feuerwehr beim im Oktober stattfindenden Kaiser-Jubiläumsfeste, einschl. Vorbereitungsarbeiten mithelfen soll.
25.10.1908 Huldigungsfeier in Frankenfels anlässlich des "Allerhöchsten 60-jährigen Regierungsjubiläums Sr. Majestät des Kaisers Franz Joseph I." mit Enthüllung einer Erinnerungstafel am Pfarrhaus. Die Schuljugend der Volksschule bringt vor den versammelten Festgästen den Chor "Heil Dir, Franz Joseph" zur Aufführung. Den Festablauf organisieren Gemeinde, Feuerwehr und Verschönerungsverein. Für das gelungene Fest erhält die FF Frankenfels von der Gemeinde ein Buch zum Führen einer Feuerwehrchronik mit dem Titel "1848 - 1908   Ehren- und Urkundenbuch der Freiwilligen Feuerwehr in Frankenfels. Begonnen im Kaiserjubiläumsjahr 1908." Mit vollem Stolz wurde vom Schriftführer der Feuerwehr Herr Oberlehrer Josef Hippmann die Chronikeintragungen getätigt. Auch rückgelegene Daten wurden nachgetragen.
14.02.1909
Tanzkränzchen der Feuerwehr im Gasthaus Schafhuber.
31.03.1909 Waldbrand in der Schönau - Weißenburggegend 17. Auch die Kirchberger Feuerwehr half.
Juni 1909 Brand beim Bauernhof "Vordergschwendt" in der Markenschlagrotte 11.

18.08.1909

Bei der Verabschiedung des Herrn Pfarrers Franz Schweiger wurde dieser von der Freiwilligen Feuerwehr Frankenfels zum Ehrenmitglied ernannt. Er war von 1894 bis 1909 Pfarrer von Frankenfels. Die Versetzung in die Pfarre Gresten erfolgte am nächsten Tag. Dies geht aus einem umfangreichen Bericht in der Reichspost vom 21. August 1909, auf Seite 5, hervor.
21.12.1909 Bei der Gemeindeausschusssitzung wird beschlossen, dass die Feuerwehr die Dekorierung des Empfangsfestes am 13. Jänner 1910 des neuen Herrn Pfarrers Anton Christian zu besorgen hat.
Um 1910 Dem mehrheitlichen Wunsch der Frankenfelser Feuerwehrmänner - seit Ende August 1905 - konnte nun, da ausreichend Geld in der Vereinskasse ist, entsprochen werden:
Beschaffung einer starken Holzwinde. Es handelt sich um eine Kombination von Holz und Eisen.
Sie ist heute in unserem Feuerwehrmuseum zu bewundern.
06.03.1910
Neuwahl: Franz Gabauer bleibt Hauptmann, der Stellvertreter ist ab nun Josef Schafhuber.
08.09.1910
Das Feuerwehrmitglied Franz Goisauf erhielt eine Ehrung für 25-jährige Feuerwehrtätigkeit, er wurde mit einer Ehrenmedaille ausgezeichnet. "Bei dieser Gelegenheit überreichte auch Herr Bürgermeister Wieder dem Gefeierten als Spende und Anerkennung der Gemeinde eine schöne Taschenuhr und sprach ihm zugleich mit herzlichen Worten den Dank für die geleisteten Dienste aus. Herr Goisauf dankte für die ihm zuteil gewordene Auszeichnung und schloß mit einem dreimaligen Hoch auf den Kaiser, in welches die Versammelten begeistert einstimmten." - so die St. Pöltner Zeitung vom 22. September auf Seite 9 (I. Beiblatt).
15.09.1910 Schwerer Unfall eines Bauern beim Holzführen mit einem Schlitten. Auch die Feuerwehr wurde alarmiert.
24.09.1910 Kaiser Franz Joseph I bereiste die Mariazellerbahn! Der Hofzug hatte seinen ersten Aufenthalt im Bahnhof Laubenbachmühle. Beim Empfang wurde von der Feuerwehr die Kaiserhuldigung vorgenommen, wobei jeweils eine Feuerwehrabordnung aus Frankenfels und Kirchberg an der Pielach Spalier stand. Die Meldung an seine Majestät machte der Bezirksfeuerwehrkommandant (1. Obmann des Bezirksfeuerwehrverbandes Kirchberg an der Pielach) Hauptmann Karl Stolz von der FF Kirchberg/Pielach. Es musste alles sehr schnell gehen, da nur acht Minuten Aufenthalt vorgesehen war. Nach genau zehn Minuten setzte sich der Zug Richtung Mariazell in Bewegung. Für viele Frankenfelserinnen und Frankenfelser war dies ein großer Freudentag in der kuk-Zeit.
November 1910 Bei der Säge "Bruckmühle“ in der Falkensteinrotte 12 bricht ein Brand aus. Der Anmarsch mit dem pferdebespannten Hydrophor dauerte zu lange. Das Sägewerk brennt komplett ab.
19.02.1911 Friedrich Hampel in Kirchberg/Pielach verstorben. Er war Gründungsmitglied der FF Frankenfels.
31.07.1911
Eine Abordnung der FF Frankenfels fuhr mit dem Zug nach Puchenstuben. Sie nahm am Leichenbegräbnis des Puchenstubener Feuerwehrmannes Johann Fuchsteiner teil.
06.08.1911 Bezirksfeuerwehrtag in Frankenfels. Aus Kirchberg/Pielach, Rabenstein, Hofstetten, Puchenstuben und Annaberg hatten sich Abordnungen von Feuerwehren in dem mit Fahnen, Kränzen und Girlanden reich geschmückten Ort eingefunden, wo dieselben von der Ortsfeuerwehr empfangen wurden. Um 2 Uhr nachmittags begann die Bezirksversammlung. Es wurde über den Stand des Löschwesens und über statistische Angaben berichtet. Wegen des Beginns der Probefahrten mit elektrischem Betrieb auf der Lokalbahn wies Bezirksobmann Karl Stolz aus Kirchberg an der Pielach auf die großen Gefahren hin, die die Berührung der Leitungen mit sich bringen würde. Die St.Pöltner Zeitung schrieb am 17. August auf der Seite 9 (I. Beiblatt) weiters: "Nach Schluß der Versammlung fanden Übungen der Feuerwehr Frankenfels statt, welche sehr gut durchgeführt wurden und alle Anerkennung fanden. Hernach war ein Festzug der Feuerwehren, denen eine Schar lieblicher Ehrendamen das Geleit gab. Mit einem Gartenkonzert und Tanzkränzchen endete der für unsere wackere Feuerwehr so schön verlaufene Tag."
07.10.1911
Eröffnung der Elektrifizierung der Mariazellerbahn in den Abschnitten St. Pölten - Laubenbachmühle und Wienerbruck - Mariazell. Das mittlere Teilstück wurde bereits am 27. März 1911 mit der unter Spannung stehenden Oberleitung offiziell der Bestimmung übergeben. Das neue Betriebssystem (einphasiger Wechselstrom, 6500 Volt, 25 Hertz) erforderte im Vorfeld auch für die Feuerwehrmänner einige Schulungen.
17.04.1912 Zirka um 17:30 Uhr bricht ein Brand beim Gehöft "Krumbach“ in der Markenschlagrotte 9 aus. Spielende Kinder vor dem Haus machten den Besitzer auf dem Brandausbruch aufmerksam. Sehr rasch entwickelte sich daraus ein Vollbrand. Es wurden das erst im Vorjahr erbaute, jedoch mit Stroh gedeckte Wohnhaus, die Mühle, die Stallungen, der Stadel und der Kornspeicher ein Raub der Flammen. Die Wohneinrichtung und ein Großteil der Futtervorräte wurden vernichtet. Der Viehbestand (19 Tiere) wurde gerettet. Mit Müh und Not konnte die große Gefahr für die beiden, ebenfalls mit Stroh gedeckten Nachbarhäuser abgewandt werden. Es wurde an Sachwerten nur mehr ein Nachtkästchen mit einem Bargeld von 2000 (!) Kronen und einige Säcke Mehl und Getreide geborgen. Der Gesamtschaden von zirka 18 000 Kronen war nur zu einem Drittel von der Versicherung gedeckt.

01.08.1912

Um zirka 16 Uhr wurde zum Brand der Dampfsäge des Herrn Pfannl (neuer Besitzer) in Schwerbach (Schwerbachgegend 69, Gemeinde Kirchberg an der Pielach) alarmiert. Und wieder rückte man - wie am 4. März 1904 - pferdebespannt mit dem Hydrophor in die Nachbarsgemeinde aus. Die komplette Sägewerksanlage wurde ein Raub der Flammen. Mit Müh und Not konnte das Bürogebäude gerade noch gehalten werden. Diesmal wurde die Säge nicht mehr aufgebaut.

Sept. 1912

Gemeindearzt Dr. Max Breuer regte an, eine Feuerwehr-Rettungsabteilung aufzustellen.
Man beschäftigte sich zwar mit diesem Gedanken, aber mit seiner Versetzung am 22. Oktober 1912 nach Kilb war auf einmal dieser Plan verworfen. Sein Nachfolger Dr. Hugo Jury, welcher seine Arztpraxis am 16. Jänner 1913 eröffnete, sah diesbezüglich keine Notwendigkeit.
01.12.1912
Auszeichnung: "Sonntag den 1. Dezember fand in dem schöngeschmückten Saale des Gasthausbesitzers Herrn Anton Pögner die feierliche Überreichung der Ehrenmedaille für 25 jährige Tätigkeit auf dem Gebiete des Feuerwehrwesens an das stramme Mitglied unserer wackeren Feuerwehr, Herrn Ignaz Seidler, statt. Nach der Eröffnung der Feier und Begrüßung der Anwesenden durch den Hauptmann unserer Feuerwehr, Herrn Franz Gabauer, hielt Pfarrer Anton Christian eine auf die Feier bezughabende Ansprache und schloß mit einem begeistert aufgenommenen Hoch auf Seine Majestät Kaiser Franz Joseph I., den wärmsten Gönner und Förderer des Feuerwehrwesens. Bürgermeister, Herr Leopold Wieder überreichte hierauf im Namen der Gemeinde mit Worten der Anerkennung Herrn Seidler eine sehr schöne silberne Taschenuhr, wofür derselbe den herzlichen Dank aussprach. Wir alle wünschen, daß der Feuerwehrjubilar noch viele Jahre der ihm zuteil gewordenen Auszeichnung sich erfreuen möge." schrieb die St. Pöltner Zeitung am 12. Dezember 1912 (Stadt- und Landbote) auf der Seite 11.

23.10.1913

Ausrückung mit dem pferdebespannten Hydrophor in die Nachbarsgemeinde Kirchberg an der Pielach. Beim Brand des Hauses "Unter-Pierzlberg" (Markt 4 - heute "Reidies/Weinwurm" Soisstraße 7) konnte durch den tatkräftigen Einsatz der Feuerwehren Kirchberg/Pielach, Rabenstein/Pielach und Frankenfels die Einrichtung und der ganze vordere Trakt samt Mühle gerettet werden. Leider sind alle Schweine und der gesamte Futtervorrat verbrannt.
28.07.1914 Beginn des ersten Weltkrieges. Auch die Sorge um die Feuerwehr war naturgemäß vorhanden.
1914 - 1918 Über das Feuerwehrgeschehen während des 1. Weltkrieges sind leider keine Aufzeichnungen vorhanden, jedoch konnten noch mündliche Überlieferungen gesammelt werden.

01.02.1915

Der Straßenverkehr wurde von rechts auf links umgestellt. Trotz einer 3-monatigen Ankündigungsfrist rechnete man mit Anfangsschwierigkeiten. Daher gab es die interne Anordnung in der Frankenfelser Feuerwehr, dass bei einer Einsatzfahrt mit dem pferdebespannten Löschfahrzeug der Hornist noch mehr, wie bisher, Hornsignale geben muß.
19.02.1915 Unfall beim Bahnübergang "Schrambachgraben". Um 16:45 Uhr überfuhr der Zug 17 vier Kinder. Ein acht Jahre alter Schulknabe wurde getötet, bei den anderen gab es zwei schwer und ein leicht verletztes Kind.
April 1915 Brand des Bauernhauses "Eibenstäcken" ("Eibensteck"), Übergangrotte 4.
Man erzählt, dass ein Blitzschlag die Brandursache war.
04.08.1915
Feuerwehrmann Josef Spießlechner in Italien gefallen.
1915
Weiters ist leider auch Feuerwehrmann Johann Ringlhan in diesem Jahr im Krieg gefallen.
1916 "Mitternestelberg", Ödrotte 3, abgebrannt. Eine Person erzählt, dass dieser Brand bereits im Jahre 1915 stattfand. Jedoch wird mehrheitlich von 1916 gesprochen.
06.05.1917
Josef Lechner wird Feuerwehrhauptmannstellvertreter.
August 1917 Das Gehöft "Sooß" im hinteren Weißenbachtal (Weißenbach 4, Gemeinde Plankenstein) steht im Vollbrand. Auch die Frankenfelser Feuerwehr half.
19.09.1917 Josef Bruckner sen. verstorben. Er war Gründungsmitglied der FF Frankenfels.

11.04.1918

Arbeitsunfall am Bahnhof Laubenbachmühle. Der 18-jährige Stationsarbeiter August Palmetzhofer wurde von einer Maschine überfahren und getötet.
Die Bergung des Toten übernahm die Feuerwehr.

11.11.1918

Ende des ersten Weltkrieges.
Fünf Feuerwehrmitglieder sind im Krieg "für Gott, Kaiser und Vaterland" gefallen. Folgende Feuerwehrmänner kehrten leider lebend nicht mehr heim: Josef Bruckner jun. (verhungert), Johann Ringlhan, Franz Seidl, Josef Spießlechner und Johann Widder.
19.03.1919 Brand des Gehöftes "Unterwies" (Besitzer: Ferdinand Wegerer), Weißenburggegend 6. Auch die Kirchberger Feuerwehr erschien und half kräftig mit. Die St. Pöltner Zeitung berichtete bereits am Folgetag.
01.05.1919 Der 1. Mai wird Staatsfeiertag. Ab nun muß bei geplanten Feuerwehrveranstaltungen am Jubiläumstag der FF Frankenfels dies rechtzeitig mit dem "1. Mai - Veranstalter" in Abstimmung gebracht werden.
Mitte 1919
Der Bäckermeister Josef Lechner leitet ab nun den Verein, er ist Hauptmann.

29.03.1920

Obwohl die FF Frankenfels nicht zum Großbrand nach Wilhelmsburg gerufen wurde, beschäftigte dieses Ereignis die Frankenfelser Bevölkerung - es wurden nämlich dadurch 200 (!) Familien obdachlos. Eine Benefizveranstaltung wurde in Frankenfels am 13. Juni abgehalten.
11.07.1920 Bei der Neuwahl ergibt sich folgendes Ergebnis:
Gastwirt Josef Schafhuber ab heute Hauptmann und Engelbert Hölzl sein Stellvertreter.
07.11.1920
Tödlicher Jagdunfall eines Bauernsohnes im Weißenbachtal. Totenbergung durch die Feuerwehr.
08.12.1920 Es wurde eine "Theatergruppe der FF Frankenfels" durch Herrn Lehrer Josef Fuchs organisiert. Die Aufführung ist für Silvester geplant.
31.12.1920
Die erste Theateraufführung war schon ein Erfolg und brachte Geld in die leere Vereinskasse. Die Freude in der Feuerwehr war groß.
24.01.1921 Tödlicher Arbeitsunfall in der Feilenhauerei Franz Scheffel ("Klein-Boding" - Pernarotte 5).
Die Feuerwehr übernahm die Totenbergung.
31.01.1921 Simon Wurzenberger verstorben. Er war Gründungsmitglied der FF Frankenfels.
Februar 1921
Nach mehrjähriger Pause fand wiederum ein Feuerwehrball statt, zu dem die Kirchberger Kapelle Herzog aufspielte. Hauptmannstellvertreter Engelbert Hölzl, ein aktives Mitglied dieser Musikkapelle, spielte als Klarinettist kräftig mit.
06.03.1921
Neuer Schriftführer wird Herr Anton Pögner, junior.
19.03.1921 Brand des Gasthauses Kreuztanne (Kreuztanne 8, Gemeinde St. Anton an der Jeßnitz) in Winterbach.
24.03.1921 Fünf Tage danach: Das Gasthaus Koller in Winterbach (Wohlfahrtsschlag 34, Gemeinde St. Anton an der Jeßnitz) steht in Flammen.
02.07.1921 Die Feuerwehr wurde zu einem tödlichen Arbeitsunfall eines Eisenbahners alarmiert.
31.08.1921
Frau Maria Schafhuber verstorben. Sie war die erste Feuerwehrpatin in Frankenfels. Beim "Großen Hydrophor auf Pferdezug" übernahm sie im Sommer 1898 die Patenschaft.
08.09.1921 Brand bei Haus "Anton Riedl – Vorder-Predenbach“, Übergangrotte 12.
01.10.1921 Gründungsversammlung des "Naturalien-Unterstützungsvereins bei Brandschaden".
Es handelt sich um einen bäuerlichen Verein unter dem Vorsitz des Bürgermeisters.
03.10.1921 Das Gehöft "Breitenauslauf“ in der Laubenbachgegend 7 (Besitzer: Ignaz Hochreiter) brennt.
04.11.1921 Die geringe Effizienz der Löschrequisiten (2 Hydrophore) zeigte sich mehr und mehr bei den bisherigen Brandbekämpfungen als wirklich nicht ausreichend. Es wurden daraufhin ein "Motorspritzenfond“ und ein "Requisitenfond" gegründet. Die Gemeinde stellte sich mit 4000 Kronen Anfangskapital ein.
15.11.1921 Aus dem Protokoll des Naturalien-Unterstützungsvereins bei Brandschaden geht hervor, dass diese Frankenfelser Organisation bereits aus 183 (!) Mitgliedern besteht.
28.11.1921
Nachdem der Lehrer Josef Fuchs, er war der Regisseur bei der Theatergruppe der Feuerwehr, am heutigen Tage Frankenfels verlässt, wird jemand für die Spielleitung gesucht.
03.01.1922 Gemeindeausschusssitzung (Gemeinderatssitzung). Im Protokollbuch ist folgendes u.a. niedergeschrieben: "Dem Ansuchen der Freiwilligen Feuerwehr betreffend die Vornahme verschiedenen Reparaturen im Gerätehaus wird entsprochen und wird Herr Gemeinderat Hölzl als Hauptmannstellvertreter ersucht, das Erforderliche veranlassen zu wollen."
05.02.1922
In der alten Chronik ist zu lesen:
5. Februar 1922   -   Einige Feuer- und Rettungsuniformen wurden angekauft.
15.02.1922
Franz Tuder verstorben. Er war Gründungsmitglied der FF Frankenfels.
02.04.1922
Franz Gabauer wird für 25-jährige Mitgliedschaft dekoriert.

16.04.1922

Beim Leichenbegräbnis des ehemaligen Bürgermeisters Josef Fahrnberger, Besitzer des Gutes "Fuchstein", rückte die Feuerwehr und der Veteranenverein aus - berichtete die St. Pöltner Zeitung am 27. April im Beiblatt auf Seite 10.
07.05.1922
Ein Musikfond wurde gegründet.

15.07.1922

Die Niederösterreichische Landesbahn (NÖLB) übergab die Mariazellerbahn an die Österreichischen Bundesbahnen (damals: BBÖ). Die Stromversorgung der Bahnlinie ging auf die Niederösterreichischen Elektrizitätswerke AG (NEWAG) über. Es hatte aber nur geringe Auswirkungen auf das Feuerwehrwesen.

22.07.1922

Festliche Glockenweihe am Tag der Kirchenpatronin. Die zweitgrößte Glocke wird auf den Namen "Florian" getauft. Sie soll Frankenfels vor Bränden und Naturkatastrophen beschützen.
Es wurde eine Läuteordnung auch für die Alarmierung der Feuerwehr festgelegt:
"Man beginne mit der Florianglocke, nach zirka 10 Sekunden solle ohne Pause mit allen Glocken gleichzeitig dazu geläutet werden. Bis zum Wegfahren der Feuerwehr solle das Geläute dauern, dann ist mit allen Glocken, ausgenommen Florian, zu beenden. Diese Kirchenglocke müsse übergangslos noch einige Minuten - zum Schutz der Feuerwehrmänner - nachläuten."

02.08.1922

Schwere Schäden an Häusern und auf den Feldern durch großes Eishagelwetter in Frankenfels. "Es waren nussgroße Hagelkörner und 3/4 Meter hohe Eisschlossenhaufen" ist in der Chronik des Gendarmeriepostenkommandos Kirchberg/Piel. zu lesen. Mehrere Feuerwehreinsätze waren die Folge.
Herbst 1922
Die jährliche Inflationsrate betrug bereits 1733 Prozent! Die Pläne von der Motorkraft (Feuerwehrauto, Motorspritze) scheinen sehr schwer realisierbar zu sein. Da aber der technische Fortschritt unbedingt für notwendig erachtet wird, wurde eifrigst weiter gespart und man versuchte mit Theaterveranstaltungen, Sonnwendfeuer und Blumenkirtag Geld hereinzubringen. Sogar ein Feuerwehrkirtag beim Bezirksfeuerwehrtag 1927 ist geplant.
29.12.1922 In der Gemeindeausschusssitzung wurde unter anderem beschlossen, dass beim kommenden Feuerwehrball die 10 prozentige Lustbarkeitsabgabe an die Gemeinde nachgelassen wird.
18.01.1923 Ausgiebige Neuschneemenge in Frankenfels. Straßen- und Bahnverkehr kamen zum Erliegen.

25.01.1923

Die St. Pöltner Zeitung schreibt auf der Seite 9: Der Bürgermeister nimmt zum Streit zwischen der Feuerwehr und dem Gesangsverein Stellung - Die hiesige Landbevölkerung weiß die verdienstvolle Wirksamkeit der Feuerwehr voll zu schätzen. Er verurteilt aufs schärfste alle Handlungen, welche das friedliche Einvernehmen unter der Bevölkerung stören.
18.03.1923 Theaterabend der Feuerwehr mit "Der Sonntagsjäger", "Der schöne Jochen" und "Der Moarhof entern Berg". Die neue Spielleitung des Theaters liegt in den Händen des Herrn Lehrers Leopold Friewald.
08.04.1923 Das Bienenhaus des Herrn Alois Wegerer brennt zur Gänze ab. Durch den raschen Feuerwehreinsatz konnte das sehr nahegelegene (laut alte Chronik: Nur 10 Schritte entfernt!) Wirtschaftsgebäude des Gasthauses Schafhuber, Markt 5, gerettet werden.
14.07.1923 40 Jahre FF Frankenfels: Fackelzug und Fackeltanz am Abend.

15.07.1923

40 Jahre FF Frankenfels: Kirchgang, Einweihung der Krieger-Gedenktafel, Frühschoppen, Empfang der Festgäste, Dekorierung der Gründer, Schul- und Schauübung, Festrede, Festzug, Gartenkonzert und Tanzkränzchen. Die St. Pöltner Zeitung berichtete darüber in ihrer Ausgabe vom 2. August auf Seite 9.
29.07.1923
Großfeuer in Rabenstein. Neben vielen Feuerwehren rückten auch die Frankenfelser mit dem pferdebespannten Hydrophor an. "Brandausbruch in der ehemaligen Mühlbachersäge (Eigentum der Firma Süßmann) um zirka halb 12 Uhr, große Trockenheit und Nordwestwind, Brandausbreitung auf eine 150 Meter entfernte Häusergruppe (darunter zwei Strohdächer - sie waren nicht mehr zu retten), weiterer Brandübergriff auf mehrere Häuser in 300 Meter Entfernung, der ganze Markt war äußerst gefahrdrohend, ..." - berichtete die Fachzeitschrift "Mitteilungen des n.-öst. Landes-Feuerwehrverbandes" in der Augustausgabe auf den Seiten 3 und 4.
Neben der Ortswehr Rabenstein rückten die Feuerwehren Kirchberg an der Pielach, Frankenfels, Hofstetten, Weinburg, Ober-Grafendorf, St. Pölten, Wilhelmsburg, Göblasbruck, Traisen, Schrambach, Kilb, Bischofstetten, St. Leonhard und Loosdorf an und kämpften unermüdlich. Auch von übrigen Feuerwehren trafen vereinzelt Feuerwehrmänner ein. Sogar die Reichswehrkapelle des Kremser Infanterieregimentes Nr. 6 kam und half mit. Der Großbrand konnte um zirka 3 Uhr nachmittags an allen drei Stellen lokalisiert werden. Bei vier Häusern wurde mit äußerster Anstrengung das Feuer abgehalten. Bei weiteren sieben Gebäuden konnte das Flugfeuer abgewehrt werden. Leider fielen die Säge und fünf Häuser dem Brand zum Opfer. Es waren 25 Wehren mit insgesamt zirka 500 Mann erschienen. An Gerätschaften wurden 26 Spritzen gezählt.
Sommer 1923
Neuerlich wurde ein Vorstoß unternommen, um eine eigene Rettungsabteilung bei der FF Frankenfels zu installieren. Anweisungen sollte Gemeindearzt Dr. Viktor Pilger geben.

14.08.1923

Vollbrand des Wohnhauses Kindl am Areal "Ledererhaus – Rosenbühelrotte 7“. In der Chronik des Gendarmeriepostenkommandos Kirchberg/Piel. ist folgendes dokumentiert: "Dank dem Frühzeitigen Eingreifen der Frankenfelser Feuerwehr konnte eine Ausbreitung verhindert werden". Sogar die Kirchberger Feuerwehr rückte per Pferdewagen an und half kräftig mit.
Da das Haus auf 480 Millionen Kronen versichert war, wird "Brandlegung durch den Besitzer" vermutet.
04.11.1923 Bei der Einweihung des Kriegerdenkmals steht die Feuerwehr Spalier.
31.12.1923 Die St. Pöltner Zeitung berichtet von einer "Disharmonie" zwischen Feuerwehr und Gesangsverein, der gleichzeitig mit der Feuerwehr-Silvesterfeier eine Konkurrenzveranstaltung abhält.
31.12.1923
Zum Jahresabschluss zählte man 132 (!) unterstützende Mitglieder.
07.02.1924 Starker Schneefall und Schneeverwehungen in Frankenfels. Der Zugverkehr war bis 10. Februar eingestellt.

12.12.1924

Die neue Schilling-Währung wird eingeführt. Ein Schilling entspricht 10.000 Papierkronen! "Galoppierende Inflation" wurde damals die enorme Geldabwertung genannt.
Ein Beispiel: Im Jahre 1921 stiegen die Lebenserhaltungskosten um 573 Prozent!
Auch für die Feuerwehr war es schwierig, sich weiter zu entwickeln. Man machte sich große Gedanken, wie die Feuerwehrfinanzen verbessert werden könnten. Vielleicht wieder mit Theaterspielen?

23.04.1925

Die Firma RAL GmbH wurde in Berlin gegründet und beschäftigte sich mit einheitlichen Farbtönen. Bereits 1927 erschien eine RAL-Farbkarte mit vierstelligen Nummern. Lediglich die Tarnfarben bekamen 3-stellige Nummern. Um 1940 wurde das vierstellige System umgestellt und ist bis heute unverändert. Die grundsätzliche Farbe der Feuerwehrfahrzeuge ist ab nun mit "RAL 3000 - Feuerrot" fixiert.

26.08.1925

Starke Unwetter dauerten von 09:00 bis 19:00 Uhr. Blitzeinschlag im Haus "Stampfgartl" - Markt 2, glücklicherweise ohne Brandausbruch. Durch das Hochwasser wurde in "Pielachleiten" - Pielachleitengegend 1 - eine Eisenbahnnotbrücke und beim "Kalteis-Schmied" - Lehengegend 32 - die Wasserstauanlage, das Wasserrad und ein Teil der Werkstätte weggerissen. Am Frankenfelsberg wurden mehrere Felder durch Abreißen des Erdreichs stark beschädigt. Mehrere Feuerwehreinsätze (größtenteils Sicherungsarbeiten) waren erforderlich.
Dez. 1925
Die bevorstehenden Theateraufführungen leitete die Schuldirektorsgattin Berta Hippmann. Sie wurde dabei von ihrem Mann und vor allem von ihrer Schwester Marie Hoffmann, eine ausgebildete Schauspielerin, unterstützt.
31.12.1925 Theaterabend der Feuerwehr mit dem Stück " ´n Ahnl sein Geist ". Wiederholung am 5. und 6. Jänner 1926.
15.01.1926 Brand des Wohnhauses František Kristek, Hofstadtgegend 21, welcher das Objekt bis auf das Mauerwerk einäscherte. Die St. Pöltner Zeitung berichtete über dieses Ereignis am 4. Februar.
16.01.1926 Am Feuerwehrball nahmen neben der einheimischen Bevölkerung auch sehr viele auswärtige Gäste teil.

03.07.1926

Um die Zusammengehörigkeit der Feuerwehrmänner nach außen zu zeigen wurde ein Zivilabzeichen geschaffen. Die zwei auseinandergedrehten "F" stehen für "Freiwillige Feuerwehr" und knüpfen an das Turnerkreuz an.
Ein solches Abzeichen ist im heutigen Feuerwehrmuseum zu sehen.

04.07.1926

Durch einen ergiebigen Wolkenbruch führen Predten-, Fisch- und Redtenbach in der Mittagszeit starke Hochwasser. Große Überschwemmungen und Vermurungen waren die Folge. Die Wohnhäuser "Groß-Reintal / Prack" - Fischbachmühlrotte 3 und das "Rottensteinerhäusl" - Rosenbühelrotte 19 wurden schwer beschädigt. Die Feuerwehreinsätze dauerten bis in die Abendstunden. Der Bezirkshauptmann versprach Zuwendungen für die Meistbedürftigten, aber auch für die Instandsetzung der Bachläufe und Wege.
25.07.1926 Bei der offiziellen Eröffnung (verbunden mit einer Segnung) des neuerrichteten Erholungsheimes in der Rosenbühelrotte 7 war auch die Feuerwehr durch eine Abordnung vertreten. Bei diesem Großereignis waren auch ungefähr 300 Festgäste aus Wien angereist!
17.10.1926 Anton Niederer verstorben. Er war Gründungsmitglied der FF Frankenfels.
Herbst 1926 Zwei Brände: "Mühlhäusl“ (Besitzer: Michael Labenbacher) in der Tiefgrabenrotte 13 und ein weiterer Brand vernichtete die komplette Gerberei (bereits seit dem Brand im Jahre 1923 stillgelegt ) und einen Schuppen beides beim Ledererhaus in der Rosenbühelrotte 7.
04.11.1926
Es folgte ab nun ein höherer Versicherungsschutz für alle Feuerwehrmitglieder.
31.12.1926 Beim Feuerwehr-Theaterabend spielte man "Liebesgschichten und Heiratssachen". Und Wiederholung am 5. und 6. Jänner 1927.
16.02.1927 Im Wald des Gehöftes Klein-Bernreit wird eine weibliche, teilweise verweste Leiche gefunden. Weil ein Trommelrevolver dabei lag, wird Selbstmord angenommen. Totenbergung durch die Feuerwehr. Bericht in der St. Pöltner Zeitung am 24. Februar, Seite 10.
In einem weiteren Zeitungsbericht ("Der Tag" vom 24. Februar 1927, Seite 5) geht hervor, dass man annimmt, die Unbekannte, eine ältere Frau, ist vermutlich Bianche Jardinier, eine Krankenpflegerin aus Paris, Sie war zuletzt in Wien, 4. Bezirk, Goldeggasse, gemeldet.
24.05.1927 Holzarbeiter entdecken auf einer Viehhalde in Laubenbachmühle ein menschliches Skelett.
Auch hier wurde die Bergung von der Feuerwehr übernommen.

29.05.1927

Versammlung! Bericht: Der Verein zählt 31 Mitglieder.
Es wurde beschlossen:
.) dass die Theateraufführungen auch zu Pfingsten stattfinden          und
.) dass bei der Fronleichnahmsfeier alle Feuerwehrmänner
   stramm und in blanker Uniform teilzunehmen haben.
05.u.06.06.1927 Je eine Feuerwehr-Theateraufführung "Jägerblut" im Gasthaus Schafhuber.
Die St. Pöltner Zeitung schrieb am 23.06.1927 auf der Seite 10 dazu:
"Gespielt wurde mit einer Gewandtheit und Frische, die sowohl große Geschicklichkeit wie auch volle Erfassung des Spieles von Seite der Spielenden voraussetzte."
23.06.1927
Die Feuerwehr hält ein Sonnwendfeuer in Frankenfels ab.
30.07.1927
Wiederholung der Feuerwehr-Theateraufführung "Jägerblut" im Gasthaus Schafhuber.
31.07.1927
Der große Besucherandrang bei den bisherigen Feuerwehr-Theateraufführungen des Stücks "Jägerblut" verlangte eine nochmalige Aufführung im Gasthaus Schafhuber.
13.08.1927 Am Abend wurde ein Fackelzug und danach ein Fackeltanz als Auftakt für den am nächsten Tag stattfindenden Bezirksfeuerwehrtag abgehalten.

14.08.1927

Bezirksfeuerwehrtag in Frankenfels. Programm: Weckruf, Feuerwehrkirtag, Platzkonzert, Empfang der Festgäste, Schauübung beim Schulgebäude, Ehrungen, Festzug zum Feuerwehrkirtag, Belustigungen, Verbandssitzung und anschließend ein Tanzkränzchen am Abend.
In der Verbandszeitung "Mitteilungen des n.-öst. Landes-Feuerwehrverbandes." ist in der Oktoberausgabe 1927 auf der Seite 3 zu lesen:
Der Bezirksverband Kirchberg an der Pielach hielt seinen Verbandstag in Frankenfels ab. ... Nachmittags 2 Uhr begannen die Übungen der Feuerwehr Frankenfels, die von der Bevölkerung mit Befriedigung verfolgt wurden. Der Autolöschzug der Feuerwehr Kirchberg a. d. Piel. zeigte den Angesammelten den Wert und die Leistungsfähigkeit einer größeren Motorspritze. Hierauf folgte die Ehrung der beiden Feuerwehrleute Tuder und Kalteis, die seit 25 Jahren bei der Feuerwehr Frankenfels tätig sind. ... Um ein viertel 5 Uhr begaben sich die Versammelten auf den Festplatz, wo reges Leben und Treiben bis in die Nacht hinein herrschte.

11.09.1927
Beginn der Ausbildung von fünf Frankenfelser Feuerwehrmännern für die geplante Rettungsabteilung.
Sept. 1927
Je eine Motorspritzenvorführung von der Wiener Firma Kernreuter und von der Linzer Firma Rosenbauer.
02.10.1927 Inbetriebnahme des feuerwehreigenen Ringelspiels. Es wurde ein Grundgerüst angekauft und der sehenswerte Aufbau war ein zeitraubender Eigenbau der Feuerwehr Frankenfels! Bei den örtlichen Festen, wie Kirtag, Firmung, Blumentag, Weinlesefest und vieles mehr, sorgte es für große Belustigungen und bildete eine Sensation im oberen Pielachtal. Gelegentlich wurde es auch in Schwarzenbach/Pielach aufgestellt.
13.10.1927
Landes-Feuerwehrtag in St. Pölten. Es wurde unter anderem beschlossen, dass ab 1. Jänner 1928 alle neu eintretenden aktiven Mitglieder, welche noch nicht über 50 Jahre alt sind, der Sterbekasse des niederösterreichischen Landes-Feuerwehrverbandes beitreten müssen.
31.12.1927 Und wieder: Das Stück "Jägerblut" wurde beim Theaterabend der Feuerwehr aufgeführt.
08.01.1928
Endlich sind die finanziellen Mittel vorhanden, es wurde die erste Motorspritze gekauft. Sie hat die Pumpenbezeichnung "H 50/3", ist mit einem 15 PS starken Breuer-Motor ausgestattet und weist eine Förderleistung von 600 Liter pro Minute auf. Die Beschaffung erfolgte von der Firma Konrad Rosenbauer aus Linz an der Donau um 5600 Schilling. Umfangreiche Maschinisten-Schulungen sind die Folge. Die Segnung ist für Mitte Mai 1928 geplant.
29.01.1928
An das Bezirksfeuerwehrkommando St. Pölten wurde ein Bericht über das kurz erprobte Sauerstoffatmungsgerät vorgelegt.
13.02.1928 Franz Hölzl verstorben. Er war Gründungsmitglied der FF Frankenfels.
15.02.1928 Straßenüberflutungen durch Hochwasser. Absperrungen durch die Feuerwehr.
01.03.1928 Vollversammlung der Feuerwehr mit ausführlichem Rechenschaftsbericht. Man hofft auf weiterhin gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde - war in der St. Pöltner Zeitung am 15. März auf Seite 11 zu lesen.
01.04.1928 Die Gemeinde hat beschlossen, dass die Zusatzversicherung für die Feuerwehrmänner nicht mehr bezahlt wird. Daher muss ab sofort jedes Feuerwehrmitglied selbst für diese Kosten aufkommen.
06.05.1928
Für die Rohrführer wurde eine Regenschutzbekleidung und für den Maschinisten ein Schlosseranzug angekauft.
13.05.1928
Die Feuerwehr Frankenfels gibt dem Bezirksverband St. Pölten für den "Festkalender" hinkünftig alle Veranstaltungstermine bekannt.
17.05.1928 Unsere erste Motorspritze wurde mit der Segnung offiziell in Betrieb genommen. Spritzenmutter war Frau Margarethe Pilger (Gattin des Gemeindearztes). Es folgten mehrere Spritzenvorführungen (Schauübungen) im Markt.
Diese Rosenbauer-Pumpe, welche mit einem zuverlässigen Breuer-Motor der Firma Carl Breuer - Motoren GmbH & Co mit Firmensitz in Bochum (Deutschland) ausgestattet ist, befindet sich heute in unserem Feuerwehrmuseum.
24.05.1928
Firmung in Frankenfels durch den St. Pöltner Diözesanbischof Michael Memelauer. Hiezu rückte auch die Feuerwehr aus. Zur Belustigung wurde im Gastgarten Schafhuber das feuerwehreigene Ringelspiel aufgestellt.

26.05.1928

Natters, Laubenbach und der Kohlangerbach führen Hochwasser. Gasthaus und Sägewerk Laubenbachmühle ("Gabauer") - Laubenbachgegend 3 und die Höllgrabenstraße erlitten große Schäden. Die Feuerwehreinsätze dauerten bis in die Abendstunden des Folgetages.

30.05.1928

Gründung einer Rettungsabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Frankenfels. Die Feuerwehrkameraden Hans Dieringer, August Enner, Adolf Neubauer, Johann Preiser und Adolf Schweighofer bilden somit eine eigene selbständige Sanitätstruppe und wurden bereits durch den Gemeindearzt Dr. Viktor Pilger eingehendst geschult. Sie tragen ab nun auf dem linken Ärmel eine weiße Armbinde mit rotem Kreuz. Bei der Gründungsfeier waren auch der Bürgermeister Josef Schagerl und Pfarrer Anton Christian anwesend. Diese Feuerwehr-Sanitätstruppe ist unter "Geschäftsstelle des Roten Kreuzes Kirchberg an der Pielach" geführt. Als Ziel galt, eine flächendeckende Erste Hilfe - Leistung und auch eine ärztliche Notversorgung im Gemeindegebiet auszuüben.
24.06.1928
Der Feuerwehrkirtag in Verbindung mit dem Feuerwehrfest bewirkte auch großen Andrang beim Ringelspiel.
06.07.1928 Schwerer Hagelschlag gegen 17 Uhr. Die Hagelkörner hatten bis zu 60 Millimeter Durchmesser!
Mehrere Feuerwehreinsätze (vorwiegend Räumarbeiten auf Straßen und Wegen).
15.07.1928
Der Gemeinderat hat eine Feuerlöschordnung für Frankenfels beschlossen.
28.07.1928
Franz Schenke in Tulln verstorben. Er war Gründungsmitglied und von Beginn an bis November 1889 Hauptmannstellvertreter (in den ersten Jahren auch "Ersatzmann" genannt) der FF Frankenfels.
Beim Begräbnis am 30. Juli in Kirchberg an der Pielach war es Pflichterfüllung, dass eine große Abordnung der Frankenfelser Feuerwehr anwesend ist.

08.08.1928

Großer Brandeinsatz im hinteren Weißenbachtal. Das Gasthaus Klattner - auch "Gloder" genannt (Gemeinde Plankenstein, Weißenbach 3) steht in Flammen. Die Feuerwehren Frankenfels, Texing-St.Gotthard und Kirchberg an der Pielach waren vor Ort und kämpften erfolgreich gegen die Ausbreitung.
Sept. 1928

Erstes Feuerwehrauto (Typ FIAT 2 DR) wurde angekauft. Es war ein gebrauchtes Fahrzeug.
Einige technische Daten:
   Baujahr 1924
   Man erzählt, dass der Vorbesitzer ein "Zirkusmann" war.
   Eigengewicht: 1680 kg   /   Zulässiges Gesamtgewicht: 2480 kg
   Länge: 3950 mm   /   Breite: 1980 mm   /   Höhe: 1700 mm
   Vierzylinder-Viertaktmotor mit 3817 cm3 und 35 PS
   Motor-Nummer: 940
   Polizeiliche Kennzeichen: B-XVII??
   50 km/h Höchstgeschwindigkeit
Als erster Chauffeur wurde Rupert Plasch eingeteilt.

07.10.1928
Hauptmann Josef Schafhuber mahnt den Chauffeur und die Motorspritzenführer, dass nach jeder Ausfahrt Fahrzeug und Gerät einsatzbereit abzustellen sind.
03.03.1929 Generalversammlung! Berichte: 1928 waren 3 große Einsätze zu verzeichnen; es waren dies der Großeinsatz beim Gasthaus Klattner und ein weiterer Brand im Staudachhof in Schwarzenbach an der Pielach, sowie der Hochwassereinsatz zu Pfingsten 1928.
Weiters wurde auf die vorhandenen Vereinsschulden von 2000 Schilling, vorwiegend wegen dem Autokauf, hingewiesen.
Bei der Wahl werden Josef Schafhuber und Engelbert Hölzl bestätigt.
05.03.1929 Johann Schaider verstorben. Er war Gründungsmitglied und von 17. Juli 1892 bis 9. Jänner 1901 Hauptmann der FF Frankenfels.

14.04.1929

Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr im Gasthof Josef Schafhuber. Zur Tilgung der Vereinsschulden wird ein Darlehen aufgenommen.
Im gleichen Lokal (Extrazimmer) wurde zeitgleich die Heimwehr-Ortsgruppe Frankenfels gegründet. Diese Gründungsversammlung endete noch vor der Feuerwehr-Hauptversammlung. Anschließend wurde stundenlang auf die Feuerwehrmänner politisch eingewirkt. Die parteipolitischen Einflüsse waren leider auch bei der Feuerwehr vermehrt spürbar.

18.05.1929

Zugsunglück der Mariazellerbahn im Sautal. Auf dem Buchgrabenviadukt (Gemeindegebiet Puchenstuben) entgleist ein talwärts fahrender Güterzug. Durch das große Getöse wurde angenommen, dass es Verletzte bzw. Tote geben könnte. Die Feuerwehr Frankenfels wurde alarmiert und die Rettungsabteilung rückte aus. Entwarnung vor Ort: Zum Glück keine Toten und auch keine Verletzungen, nur großer Sachschaden.
26.05.1929
Die Gemeinde bewilligt die Einschulung von drei Chauffeuren. Diese müssen jedoch vorher vom Gemeindearzt untersucht werden.
Außerdem wird gemahnt, dass im Verein keine Politik gemacht werden darf.
Juni 1929
Bereits im Juni 1929 gab es heftige Differenzen wegen politischer Äußerungen einiger Mitglieder.
06.07.1929 Genau nach einem Jahr gibt es wieder ein schweres Hagelunwetter. Viele Dächer wurden stark beschädigt. Die Feuerwehr half bei mehreren Häusern.
07.07.1929
Das mittlerweile sehr reparaturanfällig gewordene Ringelspiel wurde um Schilling 200,- an die FF Schwarzenbach an der Pielach verkauft.
14.07.1929
Der Schriftführer, er war ein Sozialdemokrat, wurde wegen politischen Äußerungen aus dem Verein ausgeschlossen.
03.11.1929
Mehrere Austritte waren zu verzeichnen. Zwei Feuerwehrmänner (Sozialdemokraten) wurden sogar unter Gendarmeriedrohung vom Verein ausgeschlossen.
15.12.1929 Der "Naturalien-Unterstützungsverein bei Brandschaden" berichtet in seiner Vollversammlung, dass seit dem Bestehen (01.10.1921) bereits in elf Fällen Mitgliedern nach Bränden geholfen worden sei.
31.12.1929 "Mutterliebe oder der Sturz in den Höllengraben" und "Der Döböbauern-Stöffö beim G´richt" wurden beim Theaterabend der Feuerwehr gespielt. Wiederholungen am 5. und am 6. Jänner 1930.
16.01.1930 Die St. Pöltner Zeitung berichtet auf Seite 12, dass es beim Theaterabend der Feuerwehr an allen drei Tagen einen noch nie dagewesenen Riesenbesuch gab.
02.02.1930
Heftige Differenzen gab es wegen dem verkauften Ringelspiel (Verkaufsgrund ? Und wo ist das Geld ?).
06.04.1930
Bericht des Hauptmanns: Nur mehr neun Mitglieder zahlen in die Sterbekasse ein.
Juni 1930 Waldbrand infolge eines Sonnwendfeuers - Nähe der Ortschaft Frankenfels.
13.07.1930
Ein Probejahr wird in der Feuerwehr eingeführt.
17.07.1930 Der Hof "Bodingbauer - Groß-Boding", Pernarotte 4, brennt zum zweiten Mal. Auch die FF Kirchberg/P. rückte an und gab ihr Bestes. Mündlich wurde überliefert, dass durch den lobenden Einsatz der Feuerwehr die Mauern stehen blieben und der Aufbau dadurch wesentlich erleichtert wurde. Die Volkswacht schreibt am 24. Juli, dass es Brandstiftung war.
17.08.1930 Beim Jubiläum "50 Jahre FF Kirchberg/Piel." waren 28 Frankenfelser Feuerwehrmänner dabei.
22.08.1930 Ein Blitzschlag in der Nähe des Gehöftes Hausstein tötete vier Rinder.
Auch die Feuerwehr half bei der Tierbergung.
28.09.1930
Johann Dieringer, Viktor Hinteregger und Josef Lechner junior haben die Chauffeurprüfung für das Feuerwehrauto bestanden. Somit stehen mit dem 1. Chauffeur Rupert Plasch insgesamt vier Fahrzeuglenker zur Verfügung.
12.12.1930 Waldbrand unmittelbar neben der Gleisanlage der Mariazellerbahn in Unter Buchberg.
14.12.1930
Arbeitseinsatz am 3. Advent-Sonntag bei den Österreichischen Bundesbahnen (BBÖ) in Unter Buchberg. Die Feuerwehrmänner leisteten insgesamt 46 Stunden bei den Aufräumungsarbeiten. Es galt die Brandreste vom Flächenbrand am 12. Dezember 1930 zu entfernen.
31.12.1930 Theaterabend der Feuerwehr. Man spielte "Im Austragsstüberl".
01.03.1931
Die Sitzung wurde wegen heftige politische Streitereien abgebrochen. Der Hauptmann und sein Stellvertreter wollen die Ämter zurücklegen. Jedoch abschließend einigte man sich, dass nach einer Woche Bedenkzeit die Versammlung fortgesetzt werden soll.
08.03.1931
Fortsetzung der Sitzung vom 1. März 1931. Differenzen wurden beigelegt und alle Feuerwehrmänner nahmen ihre Arbeit wieder auf.

05.05.1931

Durch einen Brand in der "Schmelzhütten", Laubenbachgegend 10, wurden Haus und Wirtschaftsgebäude schwer beschädigt. Die Feuerwehr fand eine verkohlte Leiche. In der Chronik des Gendarmeriepostenkommandos Kirchberg/Piel. ist zu lesen, das diese Person den Brand gelegt habe.
17.08.1931
Neuerlich war eine Reparatur am Feuerwehrauto notwendig.
04.10.1931 Die Rettungsabteilung führt mit dem Feuerwehrauto einen Krankentransport nach St. Pölten durch.
Herbst 1931 "Kirchberg an der Pielach" wird als "Bezirksverband" benannt.
31.12.1931 Theaterabend der Feuerwehr mit dem Stück "Der Autowildling".
03.01.1932 Hochwasser in Frankenfels! Die Feuerwehr sperrte mehrere Straßen.

16.01.1932

Feuerwehrball. Das Komitee schrieb in ihrer damaligen Einladung: "Die Freiwillige Feuerwehr Frankenfels beehrt sich hiemit, Euer Wohlgeboren zu dem am Samstag, den 16. Jänner 1932 stattfindenden Feuerwehr-Ball im Gasthause des Herrn Anton Pögner in Frankenfels ganz ergebenst einzuladen und erbittet Ihren werten Besuch. Die Musik besorgt die Vereins-Kapelle Hözl. Eintritt per Person 1 Schilling. Beginn: 8 Uhr abends".
Eine solche Einladungskarte befindet sich zur Ansicht im heutigen Feuerwehrmuseum.

04.09.1932

Herr Hans Rögl, ein Wiener Architekt und Besitzer der Höfe Großwalz (Karrotte 7) und Kleinwalz (Karrotte 6), bemühte sich durch persönliche Vorsprache bei Feuerwehrhauptmann Josef Schafhuber und Bürgermeister Josef Niederer seine Idee "Im hinteren Weißenbachtal einen Zweigverein der Frankenfelser Feuerwehr zu gründen" durchzusetzen. Dies blieb ohne Erfolg.

19.12.1932

Das Ansuchen "Anbringung (Nachrüstung) einer maschinellen Anlassvorrichtung beim Feuerwehrauto Marke Fiat" wurde vom Amt der niederösterreichischen Landesregierung unter Zahl L.A.I/9f-8115 abgelehnt.
31.12.1932 Beim Feuerwehr-Theaterabend mit dem Ludwig Ganghofer - Stück "Der Herrgottschnitzer von Ammergau" gab es Massenbesuch. Daher wurde dieses Theaterstück am 5. und am 6. Jänner 1933 wiederholt.
12.03.1933
Eröffnung der Feuerwehr-Fachschule in Wiener Neustadt, Herrengasse 28 (später: Babenbergerring 6). Es ist somit eine Ausbildungsstätte für die niederösterreichischen Feuerwehren vorhanden, wo allen das gleiche Wissen vermittelt wird. Bisher gab es zum Teil unterschiedliche Ausbildungen auf Bezirksebene.

23.04.1933

An diesem Tag wurde das 50-jährige Gründungsfest im Gastgarten Schafhuber gefeiert. Es wurde unter anderem verkündet, dass seit der Gründung zu insgesamt 83 Bränden ausgerückt wurde und zur Zeit der Feuerwehrverein 33 Aktive und 60 unterstützende Mitglieder zählt. Für diese Jubiläumsveranstaltung wurden sogar eigens angefertigte Festabzeichen aus Metall angefertigt und verkauft. Eine solche Rarität ist im Feuerwehrmuseum zu besichtigen.

16.07.1933

Bezirksfeuerwehrtag in Frankenfels. Die anschließende Schauübung wurde wegen strömenden Regen frühzeitig abgebrochen. Es wurde spontan bekanntgegeben, dass dies in Form einer großen Übung nachgeholt wird.
27.08.1933 Die versprochene Großübung wurde abgehalten. Die Feuerwehren Frankenfels, Schwarzenbach an der Pielach, Kirchberg an der Pielach, Tradigist und Rabenstein zeigten eindrucksvoll eine Brandbekämpfung. Ein umfangreicher Bericht folgte in der Oktober-Ausgabe der Verbandszeitung "Mitteilungen des n.öst. Landes-Feuerwehrverbandes. Offizielles Organ des n.öst. Landes-Feuerwehrbeirates und des Verbandsausschusses."
04.11.1933
Es wurde festgelegt, dass die Feuerbeschau noch in diesem Jahr im gesamten Gemeindegebiet durchgeführt wird.
31.12.1933
Zweimal wurde das Stück "Der Herrgottschnitzer von Ammergau" beim Feuerwehr-Theaterabend gespielt. Jedes Mal war der Saal total überfüllt.

31.12.1933

Statistik 1933: 32 ausübende Feuerwehrmitglieder, davon gehören 20 Mann der Sterbekasse an. Es wurde im Jahre 1933 zu zwei Bränden auf der Bahnböschung und zu zwei Bränden im Weißenbachtal ausgerückt. Insgesamt 9 Übungen (6 Abteilungs-, 1 Gruppen- und 2 Gesamtübungen) wurden abgehalten.
21.01.1934 Beim Haus des Sattlers František Kristek, Hofstadtgegend 21, bricht ein Brand aus. Die Chronik des Gendarmeriepostenkommandos Kirchberg/P. dokumentiert, dass es Brandlegung durch den Besitzer war.

13.02.1934

Josef Kindl verstirbt 12 Tage nach seinem 92. Geburtstag in Tulln an der Donau. Er war Gründungsmitglied der FF Kirchberg/Pielach (28. März 1880), seit 5. Juni 1898 ein sehr aktives Mitglied bei unserer Wehr und wohnte bis 1923 (Brand am 14. August) als gelernter Lederer (Gerber) mit seiner Ehefrau beim Sohn - ab 1911 beim Schwager - im Ledererhaus, Rosenbühelrotte 7. Danach übersiedelte er nach Tulln, in die Albrechtsgasse 21. Er wurde als Schutz-Mann geführt und die Abmeldung bei unserer Feuerwehr erfolgte mit 3. November 1929.
März 1934 Bei der Generalversammlung der Feuerwehr wurde erwähnt, dass es im Berichtsjahr 1933 insgesamt vier Brände, zwei in der Nähe der Ortschaft Frankenfels und zwei im Weißenbachtal, gab. Nähere Angaben fehlen.
01.05.1934 Bei der Maifeier in Frankenfels mussten auch der Kameradschaftsbund und die Feuerwehr teilnehmen.
16.05.1934 Brand des Hauses "Steinhaufen" in der Wiesrotte 2. "Kurzschluss in der Lichtanlage" war die Ursache.
03.06.1934
Auch zum Leichenbegräbnis des Herrn Karl Wieland rückte die Frankenfelser Feuerwehr nach Schwarzenbach an der Pielach aus. Er war vom Gugans und ein beherzter Musiker in Frankenfels. Als Gründungsmitglied der Kapelle Hölzl ging er auch in die Geschichte ein.

31.12.1934

Beim Theaterabend der Feuerwehr wurden die Stücke "Liebe macht blind", "Eheglück 317" und "Eine fidele Gerichtssitzung" aufgeführt. Die St. Pöltner Zeitung berichtete: In dem guten Besuch und dem allgemeinen Beifall ist gewiß der gute Erfolg am besten zum Ausdruck gekommen.

31.12.1934

Statistik 1934: 32 ausübende (einschließlich Schutzmänner) Mitglieder, 60 unterstützende Mitglieder. Teilnahme bei einem Brand im Weißenbachtal. Insgesamt 13 Übungen (6 Abteilungs-, 1 Gruppen- und 6 Gesamtübungen).
19.01.1935 Feuerwehrball mit dem Salonorchester des "Christlich deutschen Turnvereines" aus der Nachbarsgemeinde Kirchberg/Pielach im Gasthaus Pögner.
Die St. Pöltner Nachrichten schreiben in ihrer Ausgabe vom 24. Jänner auf der Seite 10: "Die Kapelle Hölzl mit ihrem Streichorchester sorgte für gute Tanzmusik".
02.02.1935 Feuerwehreinsatz: Beim Bahnübergang "Rosenbühel" wurde ein Mann vom Zug erfasst und tödlich verletzt.

03.03.1935

Generalversammlung der Feuerwehr. Am Schluss entrichtete der Hauptmann ermunternde Worte an die Kameraden und gab der Hoffnung Ausdruck, dass auch in Zukunft ein strammes Zusammenarbeiten Gedeihliches bringen werde (so in der St. Pöltner Zeitung am 7. März 1935 auf der Seite 11).
05.05.1935 "Florianifeier unserer wackeren Feuerwehr" schrieb die St. Pöltner Zeitung am 9. Mai.

22.05.1935

Josef Hippmann verstorben. Er führte die erste Feuerwehr-Chronik (Ehren- und Urkundenbuch der Freiwilligen Feuerwehr in Frankenfels) von 1908 bis 1933, wobei er die Daten seit 1883 auch nachgetragen hatte. Zuvor war er seit 5. Jänner 1902 Schriftführer der FF Frankenfels.
Juni 1935 Ein "neues" Feuerwehrauto (wieder ein FIAT 2 DR) mit 36 PS (Motornummer 20479) wurde angekauft. Die Bedienung war mit dem 1. Feuerwehrfahrzeug ident und daher für jeden Kraftfahrer leicht verständlich.
Es war wieder ein Gebrauchtwagen (Baujahr 1928) mit einer für uns bekannten Vorgeschichte: Die Freiw. Feuerwehr Tradigist hatte das Fahrzeug im Oktober 1934 vom Gut Christental (Herrn Karl Kugler, Vater der Besitzerin Stefanie Kugler) angekauft, konnte es aber aus Geldmangel nicht in Betrieb nehmen und verkaufte es im Juni 1935 an die FF Frankenfels.
18.07.1935 Das neuerrichtete Wohn- und Wirtschaftsgebäude "Mündelhof", Rosenbühelrotte 10, vernichtete ein Vollbrand. Auch die eingebrachte Ernte ging zur Gänze verloren. Blitzschlag war die Brandursache.
Herbst 1935 Waldbrand beim Bauernhaus "Klein-Gstetten", Gstettengegend 1.
01.12.1935
Bei der Versammlung berichtet Hauptmann Josef Schafhuber unter anderem:
Hans Dieringer besuchte einen Chargenkurs in der Feuerwehr-Fachschule Wiener Neustadt.
Dezember 1935 Ein neuerlicher Antrag "Gründung einer Filiale Weißenburg" von Herrn Rögl wird nicht angenommen.
31.12.1935 Theaterabend der Feuerwehr mit Aufführung des Stücks "Die Zwiderwurzn".
31.12.1935
Statistik 1935: Der Mannschaftsstand beträgt unverändert 32 ausübende und 60 unterstützende Mitglieder. Insgesamt 8 Übungen (6 Abteilungs- und 2 Gesamtübungen).
18.01.1936 Feuerwehrball im Gasthaus Pögner.

10.02.1936

Das Gehöft "Oberhofstatt", Karrotte 2, fiel einem Brand zum Opfer. Schaden: Schilling 12000,- (kaum die Hälfte war durch die Versicherung gedeckt). Die Ursache des Ausbruchs lag beim hölzernen Rauchfang, wodurch Funken das Strohdach entzündet haben - laut Gendarmeriepostenkommando Kirchberg/Pielach.
01.03.1936 Generalversammlung der Feuerwehr: Der Hauptmann appelliert um mehr Disziplin, besonders bei den jüngeren Mitgliedern.
03.05.1936 Florianifeier der Feuerwehr mit Schuberts "Deutsche Messe".
05.10.1936 Unfall im Sägewerk Bruckmühle. Ein Hilfsarbeiter gerät mit der linken Hand in die Kreissäge, sämtliche Finger wurden abgetrennt. Einsatz für die Rettungsabteilung der FF Frankenfels.
31.12.1936 Silvesterabend der Feuerwehr mit den Theaterstücken "Schneider Fips", "Mord in der Kohlmessergasse" und "Nante im Verhör".
31.12.1936
Statistik 1936: Stand mit Jahresende: 30 Aktive und 40 unterstützende Mitglieder.
22.02.1937 Franz Gabauer verstorben. Er war Feuerwehrhauptmann von 9. Jänner 1901 bis Mitte 1919.
07.03.1937 Bei der Jahreshauptversammlung waren Bezirksobmann Karl Stolz und sein Stellvertreter Franz Trimmel, beide aus Kirchberg an der Pielach, anwesend.
08.04.1937 Die feuerwehreigene Rettungsabteilung rückt zu einem Unfall bei Holzschlägerungsarbeiten aus. Ein verheirateter Holzarbeiter erleidet mehrere Knochenbrüche. Die St. Pöltner Zeitung berichtete darüber.
02.05.1937 Florianifeier der Feuerwehr. Bei der Festmesse spielt die Kapelle "Wohin soll ich mich wenden".
18.05.1937 Ein 73-jähriger Bauer stürzt beim Heimgang vom Viehmarkt in die Natters und ertrinkt. Die Feuerwehr wurde gerufen, um die Totenbergung durchzuführen.

05.09.1937

Bei der Monatsversammlung wurde beschlossen:
Wenn in Weißenburg eine Feuerwehr-Filiale gegründet wird, dann muss
1.) der kleine Hydrophor (Gründerspritze) samt Zubehör in den Besitz der Feuerwehr sein  und
2.) diese kleine Handspritze samt zugehöriges Schlauchmaterial, Saugkopf, Verteiler und Strahlrohr dient als 1. Löschgerät in Weißenburg. Es muss sichergestellt sein, dass alles in Ordnung gehalten wird, eine ordentliche Einstellmöglichkeit bekommt und drei Männer namhaft gemacht werden, welche sich um die ganze Gerätschaft kümmern.

03.10.1937 Infolge Verzicht des Servitutrechts von Herrn Anton Pögner (Nachkomme vom Feuerwehrgründer Josef Pögner) auf die Gründerspritze wurde der kleine Hydrophor Eigentum der Feuerwehr Frankenfels.
12.10.1937 Hochwasser: Überschwemmung des Hauses "KohlangerHäusl" - Laubenbachgegend 1 und Zerstörungen bei "Klein-Boding" - Pernarotte 5 und "Lichtensteg" - Übergangrotte 15.
01.12.1937
Von der Linzer Firma Rosenbauer wurden zwei Feuerlöscher gekauft. Kosten: Schilling 80,-

05.12.1937

Monatsversammlung: Es wird beschlossen, dass mit Jahresbeginn 1938 die Filiale Weißenburg gegründet wird! Eine der Voraussetzungen, Einstellmöglichkeit für die Gerätschaft ist mittlerweile gegeben. Es befindet sich bereits eine kleine, im Bau befindliche Holzhütte, welche jedoch noch nicht fertig ist aber eine Unterbringung als Provisorium ist schon vorhanden. Auch drei Männer werden bereits namentlich genannt.
Außerdem wird vom Hauptmann Josef Schafhuber an den geplanten Gründer Leopold Härtensteiner (ist bei dieser Versammlung bereits anwesend) angeordnet, dass weitere drei bis vier Mann zu werben sind.
20.12.1937
Schuldirektorsgattin, Frau Oberlehrerin Berta Hippmann verstorben. Sie leitete seit Dezember 1925 die Theatervorführungen der Feuerwehr. In einem Nachruf liest man: "Seit ihrer Jugend in der Welt der Bühne hervorragend, leitete sie auch oft Theateraufführungen, namentlich die der Feuerwehr. Durch vortreffliche Einlernung und zielbewußte Leitung, des öfteren im Verein mit der Schwester, Frau Marie Hoffmann, errang sie immer mit ihren erprobten heimischen Dilletanten vollen Erfolg. In Anerkennung dieses ihres uneigennützigen Wirkens ernannte sie die freiw. Feuerwehr zu ihrem Ehrenmitglied und beteiligte sich auch an ihrem Leichenbegängnisse korporativ." - so in der St. Pöltner Zeitung vom 30. Dezember 1937, Seite 11.
Spontan übernahm der Feuerwehrmann und Schustermeister Rudolf Neubauer die anstehende Theaterregie.
31.12.1937 Theaterabend der Feuerwehr mit den Stücken "Die Schatzgräber" und "Der Wildschütz". Die St. Pöltner Zeitung schrieb: Der Abend brachte einen wahren Massenbesuch und durchschlagenden Erfolg.
31.12.1937
Statistik 1937: 19 Einsätze. Es waren 1mal Hochwasserhilfe bei der "Gabauer Brücke", 17 (!) Erste Hilfe - Leistungen (davon 1mal bei einem Autounfall) und 1 Krankentransport nach Mauer Öhling. Der Mannschaftsstand beträgt 30 ausübende und 40 unterstützende Mitglieder am Jahresende.
01.01.1938 Gründung einer Löschgruppe in Weißenburg - als Filiale der FF Frankenfels - durch drei Männer.
Der Gründer Leopold Härtensteiner wird zum ersten Requisitenmeister ernannt, Ignaz Tuder ist sein Stellvertreter. Richard Stöckl wird als dritter Mann namhaft gemacht.
Mit dem Bau eines kleinen Feuerwehrhauses (in Holzbau) wurde in der Weißenburggegend am "Enne-Wirt-Kogel" auf der Parzelle 1598 (linke Straßenseite - vom Pielachtal kommend) von Leopold Härtensteiner und Johann Bieder im Herbst 1937 begonnen und Anfang 1938 vollendet.
Es wurden ein Strahlrohr, 56 Meter Schläuche und zwei Leitern übergeben. Als erstes Löschgerät stellte man die Gründerspritze (bis zum Jahre 1950) zur Verfügung.
Die Einsatzalarmierung erfolgt mittels Signalhorn, auch Alarmhorn genannt. Es gibt keine vorgegebenen Hornsignale.
15.01.1938 Im Gasthaus Pögner wurde der Feuerwehrball abgehalten.

25.01.1938

Ein prachtvolles Nordlicht begann um 20:30 Uhr und dauerte fast zwei Stunden. Im ganzen Land glaubte man an ein Großfeuer. Ob die FF Frankenfels ausrückte, ist nicht bekannt. Nachweislich ist, dass die Nachbarsfeuerwehr Kirchberg an der Pielach nach den "Feuerschein" suchte. Ältere Leute deuteten dies als "Kein gutes Zeichen für die Zukunft!".
30.01.1938 Beim Hantieren mit einer Pistole wurde ein Jugendlicher schwer verletzt. Die Rettungsabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Frankenfels half.

05.03.1938

Unfall bei Sprengarbeiten zum Bau eines Stalls beim Gehöft "Lehen", Lehengegend 1. Der Nachbarsbauer Ignaz Mitterer ("Unterschrambach", Lehengegend 23) wurde getötet und ein Hilfsarbeiter schwer verletzt. Der Einsatz war für die Feuerwehrmänner sehr belastend.
06.03.1938 Zur Jahresversammlung der Feuerwehr erschienen auch die neuen Mitglieder der Filiale Weißenburg.

13.03.1938

Anschluss ans Deutsche Reich.
Folgen: Gemäß eines Bescheides der Landeshauptmannschaft geht das gesamte Feuerwehrvermögen an die Gemeinde über, auch die Vereinskasse musste übergeben werden. Der Feuerwehrbezirk Kirchberg an der Pielach wurde aufgelöst und dem Feuerwehrbereich St. Pölten eingegliedert. Für die aufgelassenen kleineren Bezirksverbände wurden Gebietskommanden geschaffen, die FF Frankenfels gehörte ab nun dem Gebietskommando Nummer 10 des Kreiswehrführers des Kreises 18 in St. Pölten an. Die Versammlungen mussten Appelle genannt werden. Der Ton wurde merklich "schroffer" und die Ausführungen "zackiger". Der deutsche Staatsgruß "Heil Hitler!" ist immer zu leisten! Zum Abschluss der Jahresappelle musste man das "Deutschlandlied" und das "Horst Wessel - Lied" singen.
"Und wie wirkt sich das für die Feuerwehr aus?" stellen sich einige Feuerwehrkameraden die Frage.
17.03.1938 Die Reichsmark, Abkürzung "RM", wurde als Zahlungsmittel eingeführt.

April  1938

Im Frühjahr 1938, davon besonders im April, hat sich auch die Frankenfelser Bevölkerung in eine dreigeteilte "Lagergesellschaft" entwickelt. Die Gegebenheit, dass ein christlichsozialer Gastwirt der Feuerwehr als Hauptmann vorsteht, wird von den Sozialdemokraten und natürlich auch von den Deutschnationalen heftigst kritisiert.
Mai 1938
Im ganzen Bundesland begann bei den Feuerwehrmännern - zuerst bei den Feuerwehrfunktionären - , die nicht linientreu waren, ein "Köpfe rollen".
15.06.1938 Österreich wurde "Ostmark" und Niederösterreich zum "Reichsgau Niederdonau".
09.07.1938
Hauptmann Josef Schafhuber gilt nicht mehr "vertrauenswürdig" und wird vom Lehrer Hans Hirt abgelöst.
17.07.1938 Der Leiter des Kirchenchors wird erhängt im Wald aufgefunden. Die Feuerwehr rückte aus.
20.08.1938
Bei einer heftigen Auseinandersetzung mit SA-Männern wurde ein Feuerwehrmann verletzt.

25.08.1938

Natters, Fischbach und die Pielach führten verheerendes Hochwasser. Zehn (!) Wohnhäuser beschädigt, zwei Privatbrücken und mehrere Stege weggeschwemmt. 50 bis 60 Raummeter Holz vom Sägewerk Hinteregger abgeschwemmt. Die Feuerwehr hatte alle Hände voll zu tun.

02.10.1938

Ernennung des langjährigen Feuerwehrfunktionärs Engelbert Hölzl - vulgo Wassermann - zum "Ehrenhauptmann". Er war fast 50 Jahre lang ein sehr aktives Feuerwehrmitglied und seit 11. Juli 1920 Hauptmannstellvertreter.
03.10.1938 Um 00:00 Uhr wurde im Reichsgau Niederdonau (heute: Niederösterreich) die Rechtsfahrordnung eingeführt. Alle Straßenbenützer mussten sofort umlernen.
30.10.1938
Im "Vereinsheim" der Feuerwehr (Gasthof Schafhuber) wird bekannt, dass ab nun der bisherige Hauptmannstellvertreter Karl Birnbaum den Verein als Hauptmann führt.

04.11.1938

Wohnungsbrand bei Friedrich Brandl - vulgo "Abfalter Fritz", Fischbachmühlrotte 5 (Gehöft "Hinter-Eibeck"). Der 86-jährige bettlägerige Bewohner wurde gerettet. Im St. Pöltner Anzeiger war "vom tapferen und selbstlosen Eintreten der Feuerwehrmänner" zu lesen.
15.11.1938 Unfall mit dem Feuerwehrauto. Glücklicher Weise gab es keine Verletzten.

23.11.1938

Ein neues Gesetz über das Feuerlöschwesen trat für das gesamte Deutsche Reich in Kraft. Das NS-Regime unterstellte mit diesem Gesetz die Feuerwehren als technische Polizeitruppe der Zuständigkeit des Reichsministers des Inneren. Damit war die sofortige Umbenennung aller Berufsfeuerwehren in "Feuerschutzpolizei" verbunden und die Freiwilligen Feuerwehren hatten ab nun den Status einer Hilfspolizeitruppe. Die Feuerwehr war nun Teil der Polizei und alle neubeschafften Fahrzeuge haben polizeigrün lackiert zu sein. Alle Freiwilligen Feuerwehren sind ab nun Einrichtungen der Gemeinden, welche auch für die Finanzierung zu sorgen haben. Es herrscht Führerprinzip, daher gibt es keine Wahlen mehr. Für die Statutarstädte in der Ostmark wurden ein paar Übergangsbestimmungen bis 1. Oktober 1939 eingeräumt.
02.12.1938
20 Deutsche Verordnungen in der Ostmark:
Darunter der Umstieg bei den Schlauchverbindungen (Schlauchkupplungen) von der EK-Kupplung (Einheitskupplung - seit 1906) auf Storzkupplung.

03.12.1938

Es wurde versucht, Anschuldigungen von der Sturmabteilung (SA), von der Schutzstaffel (SS) und vom Nationalsozialistischen Kraftkorps (NSKK) seitens der Feuerwehr richtigzustellen. Es handelte sich um den Brand beim "Abfalter Fritz" (man sei zu schnell gefahren!) und um den Autounfall am 15. November. Das hitzige Wortgefecht dauerte bis in die Morgenstunden des 4. Dezember.
21.12.1938 Pfarrer Franz Schweiger verstorben. Er war Ehrenmitglied der FF Frankenfels.
31.12.1938 Die Feuerwehr-Theateraufführung mit dem Stück "Dominik, was nun?" brachte einen noch nie dagewesenen Massenansturm. Sie musste am 5. und 6. Jänner 1939 wiederholt werden.

31.12.1938

Statistik 1938: 31 ausübende Mitglieder (davon gehören 14 der Sterbekasse an) und 45 unterstützende Mitglieder. Die Altersstruktur der Feuerwehrmitglieder setzt sich wie folgt zusammen: 8 Zwanzig- bis Dreißigjährige, 11 Dreißig- bis Vierzigjährige, 5 Vierzig- bis Fünfzigjährige, 2 Fünfzig- bis Sechzigjährige und 5 Mann über 60 Jahre. 8 Übungen (6 Abteilungs- und 2 Gesamtübungen) wurden 1938 abgehalten. 5 Mann sind im Sanitätsdienste ausgebildet. Sie verrichteten 16 Hilfeleistungen und einen Krankentransport.

19.01.1939

Die Feuerwehr wurde zu einer "erhängten Person" gerufen - es wurde die Totenbergung durchgeführt.
In der ausführlichen Chronik des Gendarmeriepostenkommandos Kirchberg an der Pielach ist zu lesen, dass es sich um den einzigen Sohn des größten Besitzers aus Frankenfels handelte.
26.02.1939
Die aktuellen Dienstgrade und Diensttiteln wurden mittels "Bezirksappell" bekanntgegeben.
12.03.1939 Jahresappell der Feuerwehr. Nach einer Gedenkminute folgten der Tätigkeitsbericht und der Dank des Gemeindeverwalters (Bürgermeister). Am Schluss: "Deutschlandlied" und "Horst Wessel - Lied".

03.05.1939

Das Wohn- und Wirtschaftsgebäude "Unterholz", Falkensteinrotte 16, brennt durch Blitzschlag ab.
Die Feuerwehr konnte leider nichts mehr retten. Es verbrannten auch die Tiere, Geräte und Vorräte.
Der Schaden ist nur zu etwa zwei Drittel durch Versicherungen gedeckt.
09.07.1939 Bezirksfeuerwehrtag in Frankenfels mit folgendem Programm: "Heldenehrung" am Kriegerdenkmal, Platzkonzert, Schauübungen und Festreden. Die St. Pöltner Zeitung berichtete am 13. Juli darüber.
01.09.1939 Ausbruch des zweiten Weltkrieges. Die unheilbringende Deutung älterer Personen über das Nordlicht am 25. Jänner 1938 scheint sich zu bewahrheiten. Auch bei der Feuerwehr steigt die Ungewissheit.
26.10.1939 Eine Schreibmaschine wurde angekauft.
27.11.1939
Die Feuerwehr-Fachschule in Wr. Neustadt wird in die Gauselbstverwaltung übernommen und trägt ab nun den Namen "Feuerwehrschule des Reichsgaues Niederdonau".
28.11.1939 Über Bescheid wurden alle Feuerwehrvereine aufgelöst. Die Vereinsstatuten mussten unbedingt vernichtet werden.
Dezember 1939
Anfang Dezember erscheint der Dienstbefehl Nummer 1 des Bezirkssführers der Freiwilligen Feuerwehr im Reichsgau Niederdonau Rudolf Handlos. Es wird unter anderem die Grußpflicht genau beschrieben: Für alle Uniformträger besteht Grußpflicht. Dabei hat der Grundsatz zu gelten, daß der Jüngere den Älteren, der Rangniedrigere den Ranghöheren zuerst grüßt. Absichtliches Warten auf einen Gruß ist einem Uniformträger unwürdig. Für die Freiwillige Feuerwehr gilt nur der vorgeschriebene "Deutsche Gruß", dessen Ausführung immer in strammer Form zu erfolgen hat.

10.12.1939

Feuerwehrappell: Die Verkündigung des Reichsfeuerwehrgesetzes, wonach die Feuerwehr kein Verein mehr sei, sondern eine mit Exekutivrechten ausgestattete Gliederung der Deutschen Polizei, wurde von den anwesenden Kameraden mit stürmischen Beifall begrüßt - schrieb die St. Pöltner Zeitung auf der Seite 12 in ihrer Ausgabe vom 21. Dezember.
Ende 1939
Zu Kriegsdienstleistungen mussten - bereits schon in der ersten Herbsthälfte 1939 - viele Feuerwehrkameraden einrücken.

03.01.1940

Die Feuerwehruniformen wurden reichseinheitlich geregelt: Dunkelblauer Waffenrock, schwarze lange Hose (Tuchhose und Stiefelhose), aluminiumfarbige gekörnte Knöpfe und schwarzes Lederzeug (Leibriemen, Leibriementasche und Schulterriemen).
10.01.1940
Gemäß Auftrag vom Landrat des Landkreises St. Pölten muss für das Feuerwehrauto sofort neue Kennzeichnungstafeln "Nd.17-358" angefertigt werden. Die bisherigen polizeilichen Kennzeichen "B 17016" sind dann sofort abzuliefern. 
13.01.1940
Hauptmann Karl Birnbaum absolvierte den Feuerwehrlehrgang I, beginnend am 8. Jänner - mit der Kursnummer 4994, in der Feuerwehrschule in Wiener Neustadt.
01.04.1940 Die Pielachtalstraße wird von einer Bezirks- zu einer Landesstraße I. Ordnung erklärt. Sie erhält die Bezeichnung "L.I.O.44".
20.04.1940
Ende der Ablieferungsfrist "Altmetall als Geburtstagsspende für den Führer". Den diesbezüglichen Aufruf des Generalfeldmarschall Hermann Göring hatte der Kreisführer mittels Schreiben unter Zahl K 18 - 75/40 an alle Wehrführer am 1. April weitergeleitet. Es sollen alte, unbrauchbare Gewinde, Kupplungen, Teile von Handdruckspritzen aus Kupfer, Messing usw., welche in den Gerätehäusern lagern, gesammelt und abgeliefert werden. Ob sich die FF Frankenfels bei dieser Aktion beteiligte, ist nicht bekannt.
16.05.1940
Hauptmann Karl Birnbaum wurde vom Landrat des Kreises St. Pölten zum Wehrführer mit der Dienstgradbezeichnung Haupttruppführer ernannt. Gleichzeitig erfolgte die Überreichung einer Erinnerungsmedaille und der dazugehörigen Urkunde mit folgendem Text: "Der Führer und Reichskanzler hat aus Anlaß der Wiedervereinigung Österreichs mit dem Deutschen Reich dem Postbediensteten Karl Birnbaum Frankenfels die Medaille zur Erinnerung an den 13. März 1938 verliehen. Berlin, den 19. August 1939. Der Staatsminister und Chef der Präsidialkanzlei des Führers und Reichskanzlers Otto Meissner".
19.05.1940 Hochwasser im ganzen Gemeindegebiet. Überschwemmungen von Straßen, Brücken und Grundstücken erforderten mehrere schwierige Feuerwehreinsätze. Es gab Lob für die Feuerwehrmänner.
31.05.1940 Und wieder Überschwemmungen in Frankenfels. Auch hier konnte die Feuerwehr schlimmeres verhindern.
Juli 1940
Feuerbeschau in allen Häusern in Frankenfels mit ausführlicher Mängelbeschreibung durchgeführt.
29.09.1940 Die Freiwillige Feuerwehr Frankenfels war beim Kreisfeuerwehrtag in St. Pölten durch Haupttruppmann Hans Dieringer vertreten. Die Spesen wurden mit RM 7,80 abgegolten.
31.10.1940
Neue Kennzeichnungstafeln "Nd.117-370" bekam das Feuerwehrauto.
01.11.1940 Brand der Hundsbichlmühle im Fischbachgraben, Grasserrotte 17.
Der St. Pöltner Anzeiger berichtete von "tapferen Männern der Feuerwehr".
03.11.1940 Vereidigung der neuen Feuerwehrmänner beim Kriegerdenkmal (Bericht im St. Pöltner Anzeiger).
05.11.1940
Moritz Pögner, Sohn des Feuerwehrgründers Josef Pögner, im 72. Lebensjahre verstorben. Er war Feuerwehrhauptmannstellvertreter von 9. Jänner 1901 bis 3. März 1907.
15.12.1940 Brand im Markt. Im "Kellerhaus" (Teil von der "Taverne am Steg") - Markt 5 - ist Feuer ausgebrochen.
05.04.1941
Haupttruppmann Hans Dieringer schloss mit einer Prüfung den Maschinistenlehrgang mit Lehrgang Nr. 39/198 in der Feuerwehrschule des Reichsgaues Niederdonau in Wiener Neustadt mit gutem Erfolg ab.

29.04.1941

Bezugnehmend auf die Anfrage der FF Frankenfels vom 27. April gibt der Kreisführer bekannt, dass ein gemeinsamer Florianikirchgang am 4. Mai NICHT in Frage kommt! Er begründet dies in seinem Schreiben mit folgendem Text: "Die freiwillige Feuerwehr ist kein Verein mehr und sind derartige Aufmärsche untersagt. So löblich Ihre Anschauung gelten mag und die Kameraden auch die Musik beistellen würden, ist ein derartiger Aufmarsch in Uniform nicht gestattet. Dies wird Ihnen auch der Herr Ortsgruppenleiter der NSDAP, der für Aufmärsche und dergleichen zuständig ist, nicht erlauben können. Die Ehrung der langgedienten Feuerwehrmänner ist in der Weise vorzunehmen, daß anläßlich eines für diesen Tag anzusetzenden Appells, zu dem auch die Herren Bürgermeister und Ortsgruppenleiter einzuladen sind, die Ehrung in würdiger Form vorgenommen wird, wobei die Musik zur Verschönerung beitragen kann. Doch ist auf alle Fälle darauf zu achten, daß die Kameraden, da in Uniform, sich völlig korrekt benehmen und jede übermäßige Trinkerei unbedingt zu unterbleiben hat. Der Kreisführer August Slameczka der freiwilligen Feuerwehr als feuerwehrtechnischer Aufsichtsbeamter des Landrats in St. Pölten".

10.05.1941

Beim Waldbrand des Gutsbesitzes Weißenburg standen insgesamt 80 (!) Mann im Einsatz. Die Filiale Weißenburg und die Feuerwehren Frankenfels, Schwarzenbach an der Pielach, Loich, Kirchberg an der Pielach, Tradigist, Rabenstein, Hofstetten, Ober-Grafendorf, St. Gotthard und Texing waren vor Ort. Die Loicher rückten mit einem Privat-PKW an, weil sie noch kein Feuerwehrauto haben. Sie hatten sich erst am 21. Jänner 1940 gegründet. Zehn Hektar Wald verbrannten. Der Einsatz dauerte von 13.30 Uhr bis 16.30 Uhr.
18.05.1941
Eine Übung mit der alten Landfahrspritze (großer Hydrophor) wurde durchgeführt. Man ahnte bereits, dass eventuell das Feuerwehrauto samt Motorspritze abgezogen werden könnte.
05.06.1941 Im Rundschreiben Nummer 10/41 wurde vom Kreisführer bekanntgegeben, dass sich der Herr Landrat bei allen Feuerwehrmännern, die beim Waldbrand am 10. Mai eingesetzt waren, für die gute Leistung, wodurch ein größerer Schaden verhütet werden konnte, bedankt.
Juni  1941
Feuerbeschau in der Gemeinde Frankenfels durchgeführt.
30.06.1941
Der Besitz "Hoch-Walz", Karrotte 3, ist abgebrannt. Sieben Feuerwehrmänner kämpften gegen das Feuer, der Einsatz dauerte von 20:30 Uhr bis 07:30 Uhr des Folgetages.
12.07.1941
Feuerwehrmann Hans Hirt als Gefreiter bei der 2. Kompanie des Panzerregiments 1 in Nowosjelje (Russland) gefallen. In der schwierigen Zeit von 9. Juli 1938 bis 30. Oktober 1938 versuchte er die Feuerwehr als Hauptmann nach den Vorgaben des NS-Regimes bis zu seinem Einrücken bestmöglichst zu führen.
15.07.1941 Ein Hochwassereinsatz war erforderlich.
14.08.1941
Und wieder Hochwassereinsätze in Frankenfels.

01.09.1941

Einführung der deutschen Normalschrift (auch "lateinische Schrift" oder "runde Schrift" genannt).
Die Kurrentschrift (auch "Spitzschrift" genannt) darf ab sofort auch bei der Feuerwehr (Schriftverkehr, Protokollbücher, Chronik, usw.) nicht mehr verwendet werden - so lautete der Appell des Kreisfeuerwehrverbandes St. Pölten.
24.09.1941 "Heldentod" des Feuerwehrführers Hauptmann Karl Birnbaum, er starb im 29. Lebensjahr auf der Insel Ösel (heute: Saaremaa - Estland) in einem Feldlazarett bei Arensburg. Die Nachricht langte erst am 11. Oktober ein. Der St. Pöltner Anzeiger brachte einen ausführlichen Nachruf.
20.10.1941
Von der Firma NOVA-Technik G.m.b.H. wurde für das Feuerwehrauto ein NOTEK-Wehrmachttarnscheinwerfer samt Zubehör ausgeliefert. Die Montage erfolgte prompt, noch im Oktober.
23.11.1941
Eine Trauermesse mit anschließender Kranzniederlegung für den gefallenen Hauptmann (Wehrführer) Karl Birnbaum wurde am Sonntag sehr würdevoll abgehalten.
09.12.1941 Am Tage: Ausrückung zu einem Großbrand in der Tischlerei Frühwald nach Kirchberg an der Pielach.
09.12.1941
Am Abend: Versammlung:
Benzinausgabe erfolgt mittels Gutscheinen. Dies regelt die Bezirkshauptmannschaft St. Pölten.
Johann Dieringer wird Hauptmann und August Enner bleibt Stellvertreter.
05.02.1942
Dem Feuerwehrauto wurde vom Reichsstatthalter Niederdonau das neue polizeiliche Kennzeichen Nd-77956 zugeteilt. Diese Weisung wurde am 19. Feber vom Kreisführer weitergereicht.
14.02.1942
Kameradschaftsabend im Vereinsheim Schafhuber, Beginn 20 Uhr.
19.02.1942
In einem Schreiben vom Reichsstatthalter geht hervor, dass das neue polizeiliche Kennzeichen für das Feuerwehrauto auf "Pol-77956" abgeändert wird. Die Auslieferung erfolgt in den nächsten Monaten.
25.04.1942
Hauptmann Johann Dieringer schloss den Feuerwehrlehrgang I mit der Lehrgangsnummer 25/222 in der Feuerwehrschule des Reichsgaues Niederdonau in Wiener Neustadt mit gutem Erfolg ab.
08.08.1942 Alle Feuerwehrmänner wurden der SS- und Polizeigerichtsbarkeit unterstellt.
14.08.1942 Alle neuen Feuerwehrfahrzeuge werden ab nun in Wehrmachtsgrau (RAL 840 B 2) in Dienst gestellt.
22.08.1942
"Brandalarm um 16 Uhr. Sechs Mann rücken nach Schwarzenbach an der Pielach aus und kehren nach vier Stunden wieder heim" ist im Dienstbuch vermerkt.
25.08,1942
Die neuen polizeilichen Kennzeichen für das Feuerwehrauto sind endlich eingelangt und wurden sofort montiert.
19.09.1942
Eine Nachtalarmübung wurde abgehalten.
26.09.1942
Um 10.30 Uhr "Brand in Schwarzenbach/Pielach". Keine Ausrückung, da der Alarm wenige Minuten später widerrufen wurde.
30.09.1942 Alarm um 12 Uhr. Rauchfangfeuer beim "Rottensteiner", Rosenbühelrotte 29.
29.11.1942 An die eingerückten Feuerwehrkameraden wurden elf Pakete geschickt.
22.12.1942 Brandalarm um 2.45 Uhr. Einsatz im Ort: Das Kleinhaus "Steggrundhäusl" (auch "Mühlbacher-Häusl" genannt), Rosenbühelrotte 1, fiel einem Brand zum Opfer. Einsatzdaten: 7 Mann / 150 Meter Schläuche, 2 Rohre.
13.02.1943
"Krankentransport der Frau Hösl (von der Wohnung zum Bahnhof)" ist im Dienstbuch dokumentiert.
26.03.1943 Die Feuerwehr wurde um 13:40 Uhr zu einem Waldbrand in Unter Buchberg alarmiert. Obertruppführer August Enner, jun. (geb. 1911) rückte mit 8 Mann um 13:50 Uhr aus und kam um 14:25 Uhr bei der Brandstelle an. Es wurde festgestellt, dass ein Jungwald von zirka 2 Joch (Besitzer Konrad Veith - "Hinter-Übergang", Übergangrotte 7) brannte. Sofort begannen die Feuerwehrmänner mit dem Abgraben der Erde oberhalb des Brandes. Eingesetzt wurden Sägen, Krampen, Schaufeln und ein Seil. Um 16:00 Uhr wurden die Löscharbeiten beendet und eine anschließende Brandwache bis 21:00 Uhr zurückgelassen. Als Brandursache wird im Brandbericht dokumentiert, dass ein Oberbauarbeiter der Bahnmeisterei Gösing über Auftrag des Rottenführers Fahrngruber dürres Laub in einer Wasserablaufgrube anzündete.
26.03.1943
Und dann: Feuerwehrversammlung, Beginn um 21:30 Uhr:
August Enner wird Hauptmann und Johann Dieringer sein Stellvertreter.

04.04.1943

Alle Angehörigen der Feuerwehr Frankenfels erklären durch ihre Unterschrift, dass sie belehrt wurden, der SS- und Polizeigerichtsbarkeit zu unterliegen und alle Straftaten, die im Feuerwehrdienst in Bezug auf Feuerwehrtätigkeit in oder ohne Uniform begangen werden, unter die Sondergerichtsbarkeit der SS- und Polizeigerichte fallen. Die Feuerwehrmitglieder erklären weiter, darüber belehrt worden zu sein, dass sie damit den militärischen Strafgesetzen unterliegen und somit auch unerlaubte Entfernung, Beleidigung eines Vorgesetzten, Ungehorsam, Gehorsamsverweigerung, Widersetzung, Erregern von Missvergnügen, Untergrabung der Manneszucht und so weiter, strafrechtlich geahndet werden können.
07.04.1943 Neue Feuerwehrfahrzeuge tragen ab nun nur mehr sandfarbigen oder dunkelgelben Grundanstrich.

18.04.1943

August Prezina im 91. Lebensjahr am Palmsonntag um 1/4 11 Uhr vormittags verstorben. Er war Gründungsmitglied und der 1. Requisitenmeister der Freiwilligen Feuerwehr Frankenfels. Diese genauen Aufzeichnungen über alle Gerätschaften führte er äußerst gewissenhaft bis zu seinem Tod.
Für das Begräbnis am 20. April um 14:30 Uhr wurde ein Appell mit folgendem Text erlassen:
"Es ist Pflicht eines jeden Mitgliedes an den Begräbnis teilzunehmen. Die Mitglieder haben in voller Rüstung (mit Helm) im Vereinslokal Schafhuber um 13 Uhr pünktlich zu erscheinen."
Diesen Appell musste jeder schriftlich zur Kenntnis nehmen.
Es waren 24 Mann von der FF Frankenfels und 16 Mann von den Nachbarswehren sowie Unterkreisführer Franz Trimmel anwesend.
02.05.1943

Zwei Aufträge der Gemeinde wurden umgesetzt:
1.) Vier Mann werden ab sofort bei der Feuerwehr dienstverpflichtet     und
2.) Rudolf Schiflhuber wird als dienstverpflichtender Fahrer eingeschult.

15.06.1943

"Alle Feuerwehr-Rettungsabteilungen müssen ihre Tätigkeit beenden" lautete der Appell des Kreisfeuerwehrverbandes St. Pölten. Da es aber in Frankenfels und Umgebung keine Rettungsstelle des Deutschen Roten Kreuzes gab, machten die ausgebildeten Feuerwehr-Sanitäter zum Wohle der Bevölkerung - ohne gesetzliche Grundlage ! - inoffiziell weiter.
Es war ein sehr gefährliches Wirken und man wusste nicht ob und welche Folgen es geben könnte.
04.07.1943 Richard Stöckl an der Ostfront bei einem Angriff auf eine Bahnlinie bei Gorianka gefallen und bei Borissowko beerdigt. Auf der Trauerparte stand "dass Sanitäts-Unteroffizier Richard Stöckl im 31. Lebensjahre den Heldentod erlitt.  Das feierliche Requiem wird am 13. August um 7 Uhr vormittags in der Pfarrkirche zu Frankenfels abgehalten werden".
Er war Gründungsmitglied der Filiale Weißenburg.
22.08.1943 Der 52-jährige Rudolf Neubauer wird zum Schriftführer bestimmt - sonst "Zum Krieg einrücken!".
24.08.1943 In Laubenbachmühle wurde der Hof "Geißreit", Pernarotte 2 (Erbhofbauer Johann Schagerl), durch einen Brand total zerstört. Neben der Vernichtung von Wohnhaus, Stall, Scheune und Schupfen kamen auch ein Schwein, ein Kalb, 16 Hühner, sieben Kaninchen und sechs Haustauben ums Leben. Die Futtervorräte, Fahrnissen (bewegliche Sachen wie zum Beispiel Leiterwagen), Maschinen, Haus- und landwirtschaftliche Geräte, alle Einrichtungsgegenstände, Wäsche, Kleider, und so weiter fielen dem Brand zum Opfer. Der Brandeinsatz dauerte für 12 Mann von 06:30 Uhr bis 24:00 Uhr, nach Abrücken von der Brandstelle um 23:30 Uhr wurde eine Brandwache von 4 Mann bis 06:00 Uhr des Folgetages zurückgelassen. Als Brandursache wird im Brandbericht "Durch Funkenflug aus dem Rauchfang beim Brotbacken" dokumentiert. Die Schadenssumme von etwa 12.000 RM ist von der Donau Allgem. Vers. AG nur auf 10.000 Reichsmark gedeckt.
Über dieses Ereignis berichtete der St. Pöltner Anzeiger am 4. September auf Seite 6.
Sept. 1943 Große Trockenheit bei sämtlichen Bergbauernhäusern erforderte viele Feuerwehreinsätze ("Wasserpumpen"). Diese Witterung dauerte bis Mitte November.

19.09.1943

In der Filiale Weißenburg schult Leopold Härtensteiner fünf Feuerwehr-Helferinnen ein: Theresia Enne, Maria Freudenthaler, Gisela Krammer, Margarethe Stöckl und Johanna Unterberger. Alle wurden mit hellgrünen Schutzanzügen beteilt. Für sie waren keine Dienstgradabzeichen vorgesehen, ausgenommen Wortführerin und ihre Stellvertreterin. Die Wortführerin Maria Freudenthaler trug ein Funktionsabzeichen am linken Unterärmel. Das Abzeichen hatte zwei nach oben zeigende Winkel (zirka 110°) aus silbergrauer Kunstseidenborte auf einer hellgrünen Stoffunterlage. Die stellvertretende Wortführerin Margarethe Stöckl bekam das gleiche Abzeichen, jedoch mit nur einem Winkel.
"Frauen bei der Feuerwehr" wurde in beiden Weltkriegen als Notlösung geduldet, jedoch war diese aktive Mitgliedschaft mit Kriegsende automatisch beendet.
12.11.1943
Der Kreisführer gab in seinem Rundschreiben bekannt, dass das Reichsamt Freiwillige Feuerwehren folgendes angeordnet hat: Das Wort "Wehrführer" hat ab sofort zu verschwinden und an dessen Stelle ist die Bezeichnung "Führer der Wehr" zu setzen. 
30.11.1943
August Slameczka, Kreisführer der Freiwilligen Feuerwehr als feuerwehrtechnischer Aufsichtsbeamter des Landkreises in St. Pölten befahl die Feuerwehren Frankenfels, Schwarzenbach/Pielach und Totzenbach unter Zahl K 18 - 3119/43, dass je eine Feuerwehr-Helferin an dem Lehrgang für Feuerwehr-Helferinnen vom 5. bis 11. Dezember 1943 in die Feuerwehrschule in Wiener Neustadt teilzunehmen hat! Trotz diesem Befehl, wurde von der FF Frankenfels niemand gemeldet. In der Aktensammlung ist dazu keine Begründung zu finden.
06.12.1943 Die dunkelblaue Feldbluse ersetzt den Waffenrock, die dunkelblaue Rundbundhose die bisherigen schwarzen Hosen.

07.12.1943

Der Kreisführer der freiwilligen Feuerwehr als feuerwehrtechnischer Aufsichtsbeamter des Landrates St. Pölten, Herr Abteilungsführer August Slameczka, macht im Rundschreiben 32/43 einen Aufruf zur Sammlung von Kleidungs- und Haushaltsstücken für die bombengeschädigten Hamburger der SS- und Polizeikameraden einschließlich deren Frauen und Kinder.

14.12.1943

Ein Paket wurde an die bombengeschädigten SS-Polizeikameraden in Hamburg abgesandt. In der großen Schachtel befanden sich 1 Hemd, 2 Hosen, 2 Röcke (Jacken), 2 Westen, 5 Mantelhölzer (Kleiderbügel), 2 Paar neue Socken, 1 Paar neue Schuhe sowie 3 Schalen samt Teller. Der Versand ging vorerst an den SS-Oberabschnitt Donau, Wien I., Parkring 6. Es musste ein Sammelverzeichnis mit Angaben der Spender und Artikeln beigelegt werden.
31.12.1943 Beim Theaterabend der Feuerwehr mit dem Stück "Peterls Brautfahrt" gab es mäßigen Besuch, da zeitgleich die Hitlerjugend auch eine Theateraufführung abhielt.
März 1944 Heftige Schneefälle brachten den kompletten Verkehr zum Erliegen. Auch die Feuerwehr half einige Wochen. Puchenstuben war 14 Tage von allen Seiten unerreichbar.
Die Mariazellerbahn konnte den Betrieb erst Ende April wieder aufnehmen. Zur Freilegung der Strecke wurden Wehrmachtssoldaten und britische Kriegsgefangene eingesetzt.
April 1944
Infolge Organisationsänderung im Feuerwehrbereich St. Pölten (Kreis 18) ist seit Anfang April die FF Frankenfels dem Gebietskommando Nummer 7 unterstellt.
29.05.1944 Fliegeralarme! An mehreren Stellen wurden die Schäden von Luftangriffen beseitigt. Der Einsatz dauerte für 12 Mann genau vier Stunden.
09.07.1944 Aufräumarbeiten in der Boding nach einem Fliegerangriff des Vortages.
23.07.1944
12 Mann rückten um 14:00 Uhr zu Aufräumungsarbeiten nach abgestürzten Fliegern in Weißenburg und in die Nachbarsgemeinde Schwarzenbach an der Pielach aus. Die wichtigsten Wrackteile von zwei Kampfflugzeugen wurden in einem Eisenbahnwaggon am Bahnhof Schwarzenbach/Pielach verladen. Nach fünf Stunden Arbeitszeit fuhren die Feuerwehrmänner ins Gerätehaus.

25.07.1944

Absturz eines brennenden Kampfflugzeuges unterhalb (talseitig) des Gehöftes "Hinterhofstatt", Markenschlagrotte 2. Als Ursache wird ein Luftkampf über Puchenstuben bekanntgegeben. Zwei aus Westen kommende amerikanische Maschinen jagten den deutschen Jäger, der dann über dem Burgstallkogel (später Mitterkeil genannt) an der Gemeindegrenze zu Schwarzenbach an der Pielach abgeschossen wurde. Der 22-jährige deutsche Flugzeugführer Gefreiter Heinrich Pfeiffer aus Bauerbach bei Marburg an der Lahn (Freistaat Preußen, Provinz Kurhessen) fand dabei den Heldentod. Um Punkt 12 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert, acht Mann rückten aus. Die Brandbekämpfung dauerte drei Stunden. Anschließend erfolgte die Totenbergung durch die Feuerwehr.
23.08.1944
Ausrückung wegen Absturz eines Feindflugzeuges. Einsatzdaten: 10 Mann / 12 bis 16 Uhr.
September 1944
Es gab 8-mal Fliegeralarm. Am 1. Oktober wurden bei einem sechs stündigen Feuerwehreinsatz die gröbsten Schäden beseitigt.
Herbst 1944
Frau Maria Wurzinger, Grasserrotte 6, bindet ab nun die Kränze für die Feuerwehrbegräbnisse.

08.12.1944

Um 05:30 Uhr wirft ein feindliches Flugzeug fünf Bomben auf den Ortskern Frankenfels. Durch einen Volltreffer wurde das Haus des Maurers Johann Plank - Hofstadtgegend 25 - in einem Schutt- und Trümmerhaufen verwandelt. Bei diesem Angriff waren drei Todesopfer zu beklagen. Totenbergung durch die Feuerwehr. Umfangreiche Aufräumarbeiten erforderten mehrere Feuerwehreinsätze.
29.12.1944
Einberufung der Feuerwehrmänner Alois Fahrngruber, August Leeb und Leopold Riedl zum Volkssturm als letztes Aufgebot.
10.01.1945 Wohn- und Wirtschaftsgebäude der "Groß-Wies", Wiesrotte 7, fielen während der Drescharbeiten einem Brand zum Opfer. Sechs Feuerwehrmänner kämpften fünf Stunden lang gegen das Feuer. Ursache war Funkenflug aus dem Auspuff des Motors der Dreschmaschine.
Jänner 1945
Feuerwehrmann Josef Stöckl, Filiale Weißenburg, in Polen bei Boguslawice gefallen.

23.01.1945

Es wurden Feuerwehreinheiten, darunter auch von der FF Frankenfels einschließlich der Filiale Weißenburg, nach Laab im Walde in Marsch gesetzt. Die Einheit der Frankenfelser Wehr wurde als "Halblöschzug" tituliert. Es galt die Wiener Hochquellwasserleitung vor feindlichen Bodenangriffen zu beschützen, da bereits am 21. Jänner 1945 heftige Luftangriffe (über 50 Bomben) erfolgten. Die Wasserleitung wurde nicht getroffen, jedoch gab es große Schäden an den Häusern. Man vermutete, dass die Alliierten örtliche Sprengungen planten. Als nach ein paar Tagen nichts geschah fuhr man wieder heim.
12.03.1945
Die Fliegerangriffe auf Wr. Neustadt verursachten auch schwere Bombentreffer auf die Feuerwehrschule in Wiener Neustadt, sodass ab diesem Zeitpunkt kein Schulbetrieb mehr möglich war.
14.04.1945
Feuerwehrmann Friedrich Wieland in Italien bei San Piacio, südlich von Argenta, gefallen.

08.05.1945

Endlich Kriegsende!
Leider sind im 2. Weltkrieg elf Feuerwehrkameraden "für Führer und Reich" gefallen.
Folgende Männer fehlten in den Feuerwehrreihen: Karl Birnbaum, Engelbert Fallmann, Josef Gansch (vermisst), Hans Hirt, Leopold Karner (vermisst), Hermann Putzenlechner, Christian Rubitzko, Josef Stöckl, Richard Stöckl, Konrad Veith und Friedrich Wieland.
Beginn der Besatzung durch Soldaten der Roten Armee!
An diesem Tag fuhr der erste russische Panzer um 18:20 Uhr in Frankenfels ein.
11.05.1945 Die Feuerwehr musste ausrücken, weil der Graben-Bauer Leopold Taschl (Lehengegend 22) "von Russen" erschossen wurde.
19.06.1945 Feuerwehreinsatz: Sowjetische Soldaten hatten einen Bauern im Weißenbachtal erschossen.
15.07.1945
Der vermisste Feuerwehrmann Josef Gansch verstirbt in russischer Gefangenschaft.
01.08.1945 Explosion bei Aufräumungsarbeiten von Wehrmachtsmunition im Höllgraben. Vier Männer getötet. Ein entstandener Waldbrand wurde von der Feuerwehr gelöscht.

Oktober 1945

Eine gebrauchte Handsirene der Marke RUVO D.R.G.M wurde der Filiale Weißenburg übergeben. Es handelt sich um eine Luftschutzsirene aus dem 2. Weltkrieg, sie war im Privatbesitz.
Somit hat das Signalhorn im Weißenbachtal für die Alarmierung zu einem Feuerwehreinsatz ausgedient.
30.11.1945 Der Österreichische Schilling wurde wieder eingeführt.
1945 Noch in diesem Jahr bzw. auch in den Folgejahren stellten sich - in alter Treue! - die vom Krieg und aus der Kriegsgefangenschaft heimkehrenden Mitglieder wieder nach und nach der Feuerwehr zur Verfügung. Während des Zweiten Weltkrieges schrumpfte die Mannschaft der Feuerwehr Frankenfels einschl. Filiale Weißenburg auf zehn Mann. Die im Jahre 1943 in Dienst gestellten fünf Feuerwehr-Helferinnen wurden mit Kriegsende automatisch aus dem Feuerwehrwesen eliminiert.
20.04.1946
Der vermisste Feuerwehrmann Leopold Karner verstirbt im Lager Serpuchow, südlich von Moskau.
16.05.1946
Ein Waldbrand im Höllgraben wurde rasch gelöscht.
18.05.1946 Die restliche Munition im Höllgraben wurde gesprengt. Dabei entstand ein großer Waldbrand (Alarmierung um 11.30 Uhr), der die Feuerwehren des Pielachtales (bis einschließlich FF Rabenstein) acht Tage beanspruchte. Es wurden Schläuche mit insgesamt 600 Meter Länge ausgelegt.
18.07.1946
Ausrückung zu einem Waldbrand im hinteren Natterstal - beim Auwiesenhäusl, Übergangrotte 17. Ursprünglich war es ein Bahn-Böschungsbrand. Bei der Ankunft stellte man fest, dass der Brand bereits auf den angrenzenden Wald übergegriffen hat.
20.10.1946
Bei der im ganzen Ort stattfindenden Schulfeier "950 Jahre Österreich" nahm auch eine große Abordnung der FF Frankenfels teil. Unter flotten Klängen der Musikkapelle Hölzl wurde die Feier mit einem Festzug eingeleitet. Als Veranstaltungsorte fungierten das Schulgebäude und der Gasthof Schafhuber.
Dezember 1946 Die "verlorengegangenen" Ausrüstungsgegenstände mussten wieder beschafft werden. Um die Mittel aufzubringen, begann man zu Jahresende wieder mit den Theaterproben. Diesmal unter der Regie von Pfarrer Josef Stangl und Lehrer Hans Hütthaler.

31.12.1946

Der Unterhaltungsabend der Feuerwehr im Gasthof Schafhuber war so erfolgreich, dass die beiden Theaterstücke und ein Sketch "Frankenfelser Feuerwehr" viermal (!) wiederholt werden mussten. Bei den Theaterstücken handelte es sich um den Dreiakter "Die narrischn Kittln" und um einen unbekannten Einakter. Beim Feuerwehrsketch spielte auch Pfarrer Josef Stangl als Feuerwehrmann mit. Zum Abschluß gab es einige saftige Gstanzln von Franz Gamsjäger und Franz Graßmann, beide Eisenbahner - Bahnhof Frankenfels, zu hören, bei welchen das Publikum aus ganzem Herzen mitlachte. In den Pausen sorgte die Kapelle Hölzl mit erstklassigen Musikeinlagen für beste Unterhaltung. - schrieb die St. Pöltner Zeitung vom 30. Jänner 1947, auf der Seite 4.
08.05.1947 Die braune Uniform - wie bis 3. Jänner 1940 - wird wieder eingeführt.
07.06.1947 Eine Neugliederung des Bezirksverbandes wurde mittels Verordnung bekanntgegeben, wonach Frankenfels dem Feuerwehrabschnitt Kirchberg an der Pielach untersteht.
15.06.1947 Waldbrand in Weißenburg. Auch die Feuerwehr Kirchberg/Pielach wurde alarmiert und half kräftig mit.
17.06.1947
Wiedereröffnung der Feuerwehrschule in Wr. Neustadt. Es herrschten aber fast menschenunwürdige Bedingungen ( sehr, sehr desolates Gebäude, Einsturzgefahr ?, Schlafsäle ohne Außenmauer ! ). Aufgrund dieser Umstände wurde am 6. Mai 1949 der Lehrgangbetrieb eingestellt.
20.06.1947
Bei einer Inspektion vom Technischen Ausschuß des Bezirksfeuerwehrverbandes St. Pölten wurde festgestellt, dass das Gerätehaus zu klein ist.
23.08.1947 Rettungseinsatz der Feuerwehr-Sanitätsstaffel beim "Graben-Bauer" Anton Umgeher, Grasserrotte 10. Knochenbruch!

14.09.1947

Mehrere Brände verursachte die Dampflok des Postzuges um zirka 11:15 Uhr. Da für Fahrleitungsarbeiten (neuer Anstrich der Leitungsmasten) der Strom in der Oberleitung abgeschaltet war, wurde dieser Zug mit einem Dampftriebfahrzeug bespannt. Es herrschte große Trockenheit. Um 11:30 Uhr erfolgte zuerst wegen eines Böschungsbrandes mit Ausbreitungsgefahr auf den angrenzenden Wald auf der "Pögner-Leit´n" in der Rosenbühelrotte, gegenüber der Grassermühle, die Alarmierung. Nach 40 Minuten wurde das Feuer zur Gänze abgelöscht. Es folgte die Meldung, dass in der Nähe des Bahnhofes Laubenbachmühle eine Holzscheune brennt. Man fuhr sofort zu diesem Brandobjekt und musste feststellen, dass der Heustadl des Herrn Johann Schagerl, Pernarotte 2, fast niedergebrannt ist. Durch den Einsatz der Motorspritze war nach 50 Minuten "Brand aus". Auch hier konnte der nahegelegene Wald gerettet werden. Der Bahnhofvorstand von Laubenbachmühle meldete noch zwei Flächenbrände. Sofort wurde zu einem Böschungsbrand in unmittelbarer Nähe des Gehöftes "Au-Bauer", Hofstadtgegend 5, gefahren. Nach dessen Ablöschung erfolgte die Brandbekämpfung der Bahnböschung in der Nähe des Bahnhofes Schwarzenbach an der Pielach. 10 Mann waren gefordert !
05.10.1947Lieferung eines Fordson WOT 2H - Umbau aus Kriegsbestand - im Zuge des UNRRA-Projektes. Die Nothilfe- und Wiederaufbauverwaltung der Vereinigten Nationen - kurz UNRRA "United Nations Relief and Rehabilitation Administration" - ist eine Hilfsorganisation der UNO. Das Fahrzeug, Baujahr 1943, war in der Version "Pritschenwagen" (177 Zoll Länge, 78,5 Zoll Breite, 90 Zoll Höhe, 106 Zoll Radstand und einen Tank mit 104 Liter Inhalt), Eigengewicht 2090 kg, für 12 Personen zugelassen und mit einem V8-Benzinmotor mit 3621 cm3 und 85 PS bei 3800 Umdrehungen pro Minute ausgestattet. " Motornummer: 2497, Fahrgestellnummer: BB 18F 7067576 " - sind auch noch evident. Diese Zuteilung ist von der NÖ Landesregierung unter Zahl LA B/5b-K-397/1 vom 28. Juli 1947 belegt. Preis 2650 Schilling. Die Lieferung erfolgte in der typischen Militärfarbe der US Army "olive drab No. 319" (helles Braunoliv). Es wurde das polizeiliche Kennzeichen N 47.396 zugeteilt. Man merkte aber sehr rasch, dass das Fahrzeug einen Benzinverbrauch von zirka 35 Liter pro 100 Kilometer hat.
Eine Umlackierung auf Rot wurde vom Kamerad Johann Dieringer in den ersten 1950er-Jahren durchgeführt.
Das Fahrzeug wurde in die Filiale Weißenburg von 1958 bis 1963 entliehen.
15.10.1947
Feuerbeschau im ganzen Gemeindegebiet durchgeführt.
07.11.1947
Ins Feuerwehrgerätehaus Frankenfels wurde eingebrochen. Eine Bestandsaufnahme mit dem Herrn Vizebürgermeister Franz Winter ergab, dass eine Kombinationszange, zwei Wagenheber und eine Zugsäge fehlen. Die sehr genauen Aufzeichnungen (Inventarlisten) des Zeugwart Eduard Linzberger waren sehr dienlich. Dabei entdeckte man auch, dass beim alten Feuerwehrauto (FIAT) der Lederüberzug des Fahrersitzes heruntergeschnitten und entfernt wurde.
Dezember 1947
Oberlehrer Karl Weber übernimmt die Spielleitung (Regie) bei der Feuerwehr-Theaterspielgruppe. Es wurde während des ganzen Monats Dezember fleißig geprobt.
31.12.1947
Die Feuerwehr hält einen bunten Silvesterabend im Gasthof Schafhuber mit folgendem Programm ab:
  .) Vorführung des Theaterstücks "Die lachenden Erben"
  .) Ausgabe einer Silvesterzeitung
  .) Lottoziehung
  .) Abschließend Tanz mit der Musikkapelle Hölzl.
Wiederholung der Veranstaltung am 4. und 6. Jänner 1948.
31.12.1947
Mit Jahresende scheinen in der Statistik 27 aktive Feuerwehrmänner auf.
03.01.1948 Zwei Hochwassereinsätze.
Zuerst fuhr man zur Wehranlage des Herrn Rudolf Schifflhuber, Falkensteinrotte 7. Ein herangeschwemmtes Auto hing am Mühlenwehr, bedrohte die Wehranlage und verursachte eine Überschwemmung. Nach einer einstündigen Arbeit war die Gefahr beseitigt und auch die Überschwemmung der Straße entfernt. Bei der Ankunft im Gerätehaus gab es bereits wieder Hochwasseralarm.
Unverzüglich wurde nach Laubenbachmühle zum 2. Einsatz gefahren. Bei einer Brücke in der Nähe des Bahnhofes hatte angeschwemmtes Holz eine Überschwemmung und somit eine Gefahr für die Brücke verursacht. Nach 90 Minuten war auch hier die Gefahr gebannt und keine Überschwemmung mehr.
Einsatzdaten Gesamt: 10 Mann / 13:05 Uhr bis 16:30 Uhr.
07.03.1948

Hauptmann August Enner legt wegen Krankheit sein Amt zurück. Es folgt eine Neuwahl. Ergebnis:
Hauptmann Johann Dieringer
Hauptmannstellvertreter Franz Rauchberger
Schriftführer Franz Grössbacher

02.05.1948
Florianifeier mit Heldenehrung am Kriegerdenkmal.
Frau Maria Wurzinger, Grasserrotte 6, fertigte einen schönen Kranz zum Heldengedenken an. Neben einen persönlichen Dank bekam sie auch am 20. Mai einen schriftlichen Dankesgruß.
08.05.1948
August Enner, senior wird zum Ehrenhauptmann ernannt.
15.05.1948 Brandeinsatz im Weißenbachtal - bei der "Soller-Hütte", Tiefgrabenrotte 1. Der rasche Feuerwehreinsatz verhinderte eine Brandausbreitung.

26.05.1948

Es wurden drei Arten von Schulterspangen auf der linken Seite der braunen Dienstbluse eingeführt:
.) Mannschaft: Rotseide mit kleinem glatten Weißmetallknopf
.) Chargen: Silber-rotdurchwirkt mit glatten Weißmetallknopf
.) Schriftführer bis Landesfeuerwehrkommandant: Gold-rotdurchwirkt mit kleinem glatten
   Gelbmetallknopf
21.06.1948
Firmung in Frankenfels. Die Feuerwehr übernimmt den Ordnerdienst.
11.07.1948
Besuch des Sommerfestes der FF Rabenstein mit 11 Mann. Bei der Heimfahrt mit dem UNRRA-Wagen (für 12 Personen zugelassen) wurden noch zusätzlich 6 Mann der FF Schwarzenbach an der Pielach mitgenommen. Bei einem Zwischenstopp in Kirchberg/Pielach kam beim Aussteigen der Feuerwehrkamerad Karl Stehr der Nachbarswehr zu Sturz. Der Kirchberger Gemeindearzt Dr. Alfred Hausch stellte einen Armbruch fest und schickte den Verletzten mit dem nächsten Zug ins Krankenhaus St. Pölten. Nach dem Kaffeehausbesuch erfolgte über Schwarzenbach/Pielach die Heimfahrt. In der Unfallmeldung geht auch hervor, dass die Gemeinde Frankenfels den nötigen Benzin zur Verfügung stellte.
13.07.1948
Für den geplanten Verkauf des alten Feuerwehrautos (Inbetriebnahme im Juni 1935 als Gebrauchtwagen) wurde von der St.Pöltner-Firma Trappmeier eine Wertschätzung eingeholt. Die Firma gab für den reparaturbedürftigen FIAT 2 DR einen Wert von 2300 Schilling vor.
Aus den Statistikdaten geht hervor, dass der Verkauf  zwischen 1. Oktober und 31. Dezember 1948 stattfand. Näheres (Käufer, Verkaufspreis) ist leider nicht mehr eruierbar.
10.08.1948

Erstmalig wird ein Alarmplan der FF Frankenfels erstellt:
Alarmstufe I     =   Feuerwehren Frankenfels und Kirchberg an der Pielach
Alarmstufe II    =   Feuerwehren Frankenfels, Kirchberg/Pielach und Schwarzenbach/Pielach
Alarmstufe III   =   Feuerwehren Frankenfels, Kirchberg/Pielach, Schwarzenbach/Pielach,                                                                                     Rabenstein und Puchenstuben.
Wird bestätigt - Der Bürgermeister: Unterschrift "Jof Niederer"  +  Stempel der Gemeinde
Der Hauptmann: Unterschrift "Hans Dieringer"  +  Feuerwehrstempel

11. - 12.09.1948

Sommerfest der Feuerwehr.

Am Samstag, den 11. September begann abends das Fest mit einem Kameradschaftsabend im Gasthof Pögner. Für gemütliche Musik mit Gesangseinlagen sorgte das Frankenfelser Zitherquartett. Auch Herr Abschnittsinspektor Franz Trimmel aus Kirchberg/Pielach erschien mit einigen Chargen von seiner Wehr.

Sonntag, den 12. September - Festablauf:
Musikalischer Weckruf um 6 Uhr früh mit kräftigen Klängen der Frankenfelser Blasmusik (Kapelle Hölzl) durch den ganzen Ort.
Um 09:00 Uhr versammelten sich Musik, Ehrendamen, Ehrengäste und Feuerwehr am Hauptplatz (Nähe Pfarrhof) und marschierten gemeinsam zur Feldmesse in den Schulgarten.
Die Messe, zelebriert von Herrn Pfarrer Josef Stangl, wurde von der Musik klangvoll und feierlich mit der Haydn-Messe "Hier liegt vor Deiner Majestät" umrahmt. Anschließend erfolgte die Fahrzeugsegnung des UNRRA-Wagens (Marke: Fordson WOT 2H). Frau Hedwig Enner, Gattin des Bäckermeisters, fungierte als Fahrzeugpatin. Unmittelbar nach der offiziellen Indienststellung des Fahrzeuges wurde mit der neuen Patin eine Runde gefahren.
Dieser Programmpunkt wurde mit einem Platzkonzert im Gastgarten des Gasthofes Schafhuber abgerundet.
Der Festakt begann um 13:30 Uhr mit einer Kranzniederlegung für die gefallenen Feuerwehrkameraden des 1. und 2. Weltkrieges. Es folgte eine kurze Festrede, in rührender Form, des Hauptmanns Johann Dieringer und Ehrungen von sieben Feuerwehrmännern. Die Diplome des n.ö. Landesfeuerwehrverbandes überreichte Herr Abschnittsinspektor Trimmel.
Danach begann das Sommerfest im Garten des Gasthofes Schafhuber.
An diesem Tag sind folgende auswertige Feuerwehren erschienen:
Vormittag: St. Anton an der Jeßnitz und Puchenstuben
Nachmittags: Schwarzenbach/P., Loich, Kirchberg/P., Rabenstein, St. Gotthard und Texing.

Diese Festaufzeichnung wurde vom Schriftführer Franz Grössbacher erstellt und befindet sich im Feuerwehrarchiv.

23.09.1948
Rauchfangfeuer beim Haus "Untersäge" (Besitzer: Maria Freudenthaler / Pächter: Leopold Gonaus), Weißenburggegend 11. Einsatzdaten: 4 Mann, 10:45 Uhr bis 12:00 Uhr.

24.09.1948

Der Brand des Kleinhauses "Unter-Nestelgrabenhäusl", Lehengegend 27, wurde mit Hilfe der Kirchberger Feuerwehr bekämpft. Obwohl keine sehr großen Brandschäden vorhanden waren, wurde das Haus nicht mehr instand gesetzt.
25.09.1948
Brand des Dörrhäuschen beim Gehöft "Unter-Nestelgraben", Lehengegend 7. Der Besitzer Karl Fahrngruber verständigte nicht die Feuerwehr Frankenfels. Es wurde ihm später nahe gelegt, dass er hinkünftig jeden Brand zu melden hat. Das Feuer war auch von Frankenfels aus nicht zu sehen, da das Objekt am Berghang mit Blickrichtung nach Kirchberg/Pielach liegt. Da der Brand von diesem Ort aus gesehen wurde, rückte die Nachbarsfeuerwehr Kirchberg an der Pielach um 21:50 Uhr mit 10 Mann aus und bekämpfte binnen kürzester Zeit das Feuer.
23.10.1948
Ein Reisender erlitt am Bahnhof Laubenbachmühle einen plötzlichen Herztod. Die feuerwehreigene Rettungsabteilung rückte aus und konnte dem St. Pöltner leider nicht mehr helfen. Die Totenbergung (Überführung in die Friedhofskammer) übernahmen die Feuerwehr-Sanitäter.
Oktober 1948
Im Oktober wurde eine Nachbeschau (Beanstandungen einiger Objekte bei der Feuerbeschau des Vorjahres) durchgeführt.
14.11.1948
Nach einer Fahrzeugreparatur bei der Firma Franz Schnabl, Warth/Tradigist (Kirchberg a. d. P. / Rabenstein), erfolgt eine Probefahrt nach Plankenstein, bei der auch der Bürgermeister und Vizebürgermeister teilnehmen.
16.12.1948
Brandalarm bei der Filiale Weißenburg um 16:35 Uhr. Die Soller-Hütte (eine für Wohnzwecke ausgebaute Holzknechthütte), Tiefgrabenrotte 1, brennt in diesem Jahr zum 2. Mal. Diesmal wurde das Objekt gänzlich zerstört. Die Filiale Weißenburg konnte lediglich eine Brandausbreitung verhindern. Die Ortsfeuerwehr wurde nicht verständigt. Einsatzdaten der Filiale: 5 Feuerwehrmänner / Brand aus um 18:00 Uhr, danach Brandwache bis 20:00 Uhr.
31.12.1948
Die Feuerwehr veranstaltete einen Bunten Silvesterabend mit einer Theateraufführung "Simmerl auf Brautschau", ein Lustspiel in 3 Akten.
09.01.1949
Wiederholung der Feuerwehr-Theatervorstellung "Simmerl auf Brautschau". Zusätzlich wurde der Einakter "Zwinserl´s Leichengeld" aufgeführt. Am selbstgeschriebenen Plakat stand "Beginn 15h.
12.01.1949 Die Feuerwehren werden wieder offizielle Vereine - wie vor dem 2. Weltkrieg. Vom n.-ö. Landes-Feuerwehrverband erscheinen Mustersatzungen für alle Freiwilligen Feuerwehren in Niederösterreich. Diese Satzungen beinhalten insgesamt 21 einheitliche Paragraphen und werden in einem A6-Heftchen herausgegeben. Man brauchte lediglich 2-mal den Feuerwehrname (Frankenfels) und einmal den Vereinssitz "Frankenfels" eintragen.

05.02.1949

Ein Feuerwehrball wurde wieder - und zwar im Gasthaus Pögner - abgehalten. Eine Abordnung von Kirchberg an der Pielach, unter der Leitung von Bezirksfeuerwehrrat Franz Trimmel, war auch anwesend. In der St. Pöltner Wochenpost vom 18. Febr. war ein umfangreicher Bericht zu lesen. Der Reporter schrieb unter anderem: "Des öfteren konnte man die Stimme - dies ist einer meiner schönsten Bälle - hören".
13.02.1949
Es wird beschlossen, beim Gemeindeamt einen Antrag betreffend einer neuen Feuerwehr-Unterkunft in Frankenfels zu stellen, da das vorhandene Gerätehaus nicht mehr den Anforderungen entspricht.
06.03.1949 Bei der Jahreshauptversammlung mahnte der Abschnittsinspektor Franz Trimmel, dass die Filiale Weißenburg von derzeit 6 auf mindestens 9 Mann (Größe einer Löschgruppe) aufstocken müsste.
Bei der anschließenden Ehrung wird Herr Rudolf Neubauer, senior zum Ehrenmitglied ernannt.
03.04.1949
Bei einer Inspektion durch Abschnittsinspektor Franz Trimmel wird der Aufgabenbereich der Filiale Weißenburg in einem Zehn-Punkteprogramm festgelegt (Einsatzbereich, Lehrgangsbesuche, Übungsplan, ...). Ein Ausbildungsplan muß für Frankenfels und Weißenburg erstellt werden.

05.04.1949


Feuerwehrkamerad Raimund Neubauer (geb. 31. Juli 1868), zuletzt wohnhaft in der Nachbarsgemeinde Puchenstuben (Puchenstuben 16), verstorben. Er trat bereits 1888 der Frankenfelser Feuerwehr bei und ließ sich am Gründungstag der Feuerwehr Puchenstuben (14. Mai 1905) überstellen. Dort übte er von Beginn an die Funktion des Hauptmannstellvertreters aus. Er war Schuhmachermeister und in Puchenstuben zusätzlich auch Briefträger. In der Chronik der Nachbarswehr ist über die Gründung folgendes dokumentiert: "Um die Entstehung der Feuerwehr haben sich die Herren Bürgermeister Franz Bachinger, Pfarrer Anton Handl, Schuhmachermeister Raimund Neubauer, Oberlehrer Franz Baresch, und der Lehrer Ferdinand Labuda besondere Verdienste erworben". Im Jahre 1948 erhielt er seitens der n.-ö. Landesregierung ein Diplom für 60 Jahre Feuerwehrzugehörigkeit und die Gemeinde sprach den öffentlichen Dank durch eine Ehrengabe aus. Sein Dienstgrad war zuletzt "Ehrenhauptmann".
Beim Begräbnis am 8. April war die FF Frankenfels durch eine große Abordnung vertreten.
13.04.1949
Hochwasser am Mühlboden. Angeschwemmtes Holz bedrohte bei der Bruckmühle den Brückenpfeiler der Pielachbrücke "Bezirksstraße nach Schwarzenbach/Pielach". Das Holz konnte unter der Mithilfe einiger Straßenwärter bei sehr schwierigen Bedingungen entfernt werden. Einsatzdaten: 5 Feuerwehrmänner / 13:52 Uhr bis 18:00 Uhr.

08.05.1949

Florianifeier: Der Pfarrer sprach bei der Messe kein Wort über die Feuerwehr !
Um so mehr ist bemerkenswert, dass die St. Pöltner Wochenpost am 21. Mai auf der Seite 4 folgendes schrieb: "Bei der Florianifeier wies der Herr Pfarrer Josef Stangl im Laufe seiner Predigt auf den oft schweren, aufopferungsvollen Dienst der Feuerwehrmänner hin und lobte in anerkennenswerten Dankesworten die ständige Einsatzbereitschaft der Feuerwehr".
29.05.1949 Eine Theatergruppe aus Annaberg unter der Leitung von Franz Pfeffer gab das Stück "Die Tochter des Schmugglers" für die Feuerwehr Frankenfels zum Besten.

15.06.1949

Eine Feuerwehrdelegation spricht beim Pfarrer Josef Stangl vor, weil dieser bei der Florianimesse am 8. Mai 1949 mit keinem Wort die Feuerwehr erwähnt hat. Mehrheitlich will man deshalb bei der Fronleichnamsfeier nicht mehr ausrücken.

02.07.1949

Im Einsatzbericht vom 2. Juli 1949 wird folgendes dokumentiert:
Anruf vom Gendarmeriepostenkommandant Karl Thalhammer um 1 Uhr früh beim Feuerwehrhauptmann Hans Dieringer: "Es herrscht Hochwasser, die FF Kirchberg/Pielach ist bereits bei der Rettung einer Behelfsbrücke tätig". Daraufhin wurden weitere 5 Feuerwehrmänner mittels Boten zum Bereitschaftsdienst alarmiert. Mit dem Postenkommandant fuhr Hauptmann Dieringer per Motorrad die Straße entlang um den Wasserstand der Natters und Pielach zu erkunden. Besondere Gefahrstellen wurden keine entdeckt und daher um 2.30 Uhr, nachdem festgestellt werden konnte, daß das Wasser etwas zurückgegangen sei, der Bereitschaftsdienst aufgelöst. Einsatzdauer: 1.05 Uhr bis 2.30 Uhr.
17.07.1949 Das erste Feuerwehrkränzchen der Filiale Weißenburg wurde in der "Taverne" abgehalten.
Sommer 1949
Man fuhr mit dem UNRRA-Wagen zu den beliebten Sommerfesten der Feuerwehren nach St. Gotthard, Annaberg, Türnitz, Tradigist, usw. Da natürlich auch die Feuerwehrgattinnen und Bekannte mitfuhren, befanden sich viele Privatpersonen auf der offenen Pritsche.

13. - 16.08.1949

Täglich mehrere Einsätze infolge Hochwasser der Natters und Pielach. Der Höchststand war am 15. August. An diesem Tag stand das komplette Bauernhaus Nattershof einen Meter unter Wasser. Die Stallungen mussten geräumt werden. Auch bei einigen anderen Gehöften musste das Vieh durch die Feuerwehr gerettet werden. Die Brücke zum Gehöft "Krumbach", Markenschlagrotte 9, wurde weggerissen. Die Pielachtalstraße war von Rabenstein/Pielach bis Frankenfels unpassierbar.
Das Hochwasser begann am 9. August mit einer anhaltenden Regenperiode und einer starken Abkühlung. Da in den Bergen Schnee gefallen ist kam das Hochwasser erst am 12. August und trat an einigen Stellen über die Ufer.
In der Wetterstation Frankenfels sind folgende Daten dokumentiert:
11. August (Donnerstag): 51,6 Regengrade,
12. August (Freitag):        57,4 Regengrade und am
13. August (Samstag):     99,6 Regengrade.
1 Regengrad entspricht ein Liter auf einem Quadratmeter. Die Regenmenge 99,6 Grade bzw. Liter ist die größte, die während der 27-jährigen Beobachtungstätigkeit gemessen wurde.
Am Sonntag (14.08.) gab es nur mehr einen leichten Regen , jedoch wurde es wärmer und das Hochwasser stieg weiter. Der letzte Einsatz endete für 10 Mann am 16. August um 6 Uhr früh.
24.09.1949
Hauptmann Johann Dieringer droht mit seinem Rücktritt, falls die nicht volljährigen Feuerwehrmänner bei Tanzveranstaltungen als Uniformträger sich nicht entsprechend verhalten und obendrein ab 21 Uhr die Veranstaltung nicht verlassen.

25.09.1949

Abschnittsinspektor Franz Trimmel vom Feuerwehrabschnitt Kirchberg/Pielach (zugleich Hauptmann der FF Kirchberg/Piel.) hält überraschend beim örtlichen Sägewerk Hinteregger eine Alarmübung ab. Bei dieser Großübung war auch die Freiwillige Feuerwehr Kirchberg an der Pielach dabei.
Es gab viel Lob für beide Feuerwehren.

16.10.1949

Die Gemeinde Frankenfels veranstaltete ein Erntedankfest. Den Reinertrag von Schilling 2758,04 erhielt die Freiwillige Feuerwehr Frankenfels. Ein Dankschreiben ging am 4. November an die Gemeindevertretung.
24.10.1949
Dem Roten Kreuz St. Pölten wird seitens der Gemeinde Frankenfels der Feuerwehrmann Johann Preiser als Rettungsmann namhaft gemacht.

26.11.1949

Über die geplante Feuerwehr-Theateraufführung zu Silvester und eventuell an nachfolgenden Tagen wurde von der Gemeinde Frankenfels bei der Russischen Zensurstelle in Wien XI, Fichtegasse 10, das Textbuch - per eingeschriebenen Brief - vorgelegt. Die Programmprüfung erfolgte bereits am 29. November durch die zuständige Kommandantur der Sowjetarmee.
Der nächste Schritt war das Ansuchen der FF Frankenfels bei der Bezirkshauptmannschaft St. Pölten am 16. Dezember. Dies wurde unter gleichzeitiger Kenntnisnahme an den Frankenfelser Bürgermeister und an den Gendarmeriepostenkommandant Frankenfels am 22. Dezember genehmigt.
Somit gingen die Theaterproben in die Endphase.
Diese Bürokratie ist bei allen geplanten Theateraufführungen in der ganzen Besatzungszeit unumgänglich.
31.12.1949 Theatervorstellung der Feuerwehr mit dem Stück "Seine Majestät, der Dickschädl". Regie führte unser Feuerwehrmann Leo Hinteregger.
Die Theatergruppe spielte bereits auf einem sehr, sehr hohen Niveau. Diese schauspielerische Kunst bewirkte viele Zeitungsberichte und große Zuschauerzahlen. Die Besucher kamen aus nah und fern! Man hatte einen sehr guten Ruf. Um dem Ansturm der vielen Zuseher gerecht zu werden, wurde veranlasst, auch diese Aufführung noch zweimal zu wiederholen.
22.01.1950 Nachdem bei beiden Theateraufführungen am 5. und 6. Jänner wieder der Saal überfüllt war, wurde nochmals das Theaterstück "Seine Majestät, der Dickschädl" wiederholt.
Jan.-Febr. 1950
Auch im Jänner und Februar 1950 fuhr man mit dem offenen UNRRA-Wagen (Fordson) zu den Feuerwehrbällen in der näheren Umgebung, wobei die Personen mit Decken und Polstern verhüllt waren.

11.02.1950

Beim Feuerwehrball spielte die Ortsmusik unermüdlich nebst alten Tänzen auch die neuesten Schlager, sodass binnen kürzester Zeit eine lebhafte Stimmung aufkam. Der Ball dauerte schwungvoll bis in die Morgenstunden - um 06:30 Uhr wurde der Schlussmarsch gespielt.
08.04.1950
Josef Lechner in Gföhl verstorben. Er war bei der FF Frankenfels von Mitte 1919 bis 11. Juli 1920 Feuerwehrhauptmann und zuvor seit 6. Mai 1917 Hauptmannstellvertreter.
01.06.1950 Beschlussfassungen:
1.) Nach Intervention des Bezirksfeuerwehrkommandos St. Pölten sollen alle Mitglieder
      in die NÖ Sterbekasse einzahlen.
      Daraufhin teilen sich Feuerwehr und Gemeinde mit je 50 % die Kosten.
2.) Wer nicht zu den Übungen kommt muss fünf Schilling Strafe zahlen!
10.06.1950
Ausrückung zur Alarmübung in Schwarzenbach an der Pielach.
27.06.1950
12 Stück Koppel (Leibriemen) von der Firma Rosenbauer, Wien 9, um Schilling 300,- angekauft.
21.08.1950 Lieferung von 32 neuen Spinnenhelmen (in Leichtmetall-Ausführung), Anschaffungswert: Schilling 3032,-.
03.09.1950 Der neue Gemeindesaal (Markt 10 – heute: Musikerheime) wurde offiziell seiner Bestimmung übergeben. Über 800 (!) Eintrittskarten wurden für diese Festlichkeit verkauft. Die im Kellerraum neu errichtete Feuerwehrgaragierung (8 x 10 Meter) mit einer Stellfläche für ein Feuerwehrfahrzeug, einer Monturkammer und einem leider nur acht Meter hohen Schlauchturm (für B-Schläuche viel zu niedrig!) erhielt ebenfalls eine Segnung.
Mit der Inbetriebnahme der neuen Sirene, welche im neuen Schlauchturm installiert war, ging das Alarmieren mittels Kirchenglocken zu Ende.
Es wurden drei Sirenensignale festgelegt:
ein kurzes Aufheulen - samstägiger Proberuf, unmittelbar nach dem Mittagsgeläute
ein langer Ton - Feuerwehreinsatz in der Gemeinde
drei lange Töne - Feuerwehreinsatz außerhalb des Gemeindegebietes.
17.09.1950 Hochwasser in Frankenfels: Straße bis 50 cm überflutet.
24.09.1950 Großübung in Winterbach. Die ausarbeitende und durchführende FF Frankenfels übte mit den Nachbarsfeuerwehren Puchenstuben und St. Anton an der Jeßnitz.
30.09.1950
Ein Kameradschaftsabend, bei dem heitere Verse über die Feuerwehrmänner gebracht werden, wird abgehalten.
27.10.1950 Schuhmachermeister Johann Tuder verstorben. Er war Ehrenmitglied der FF Frankenfels.

24.11.1950

Eine Tragkraftspritze, Baujahr 1943, mit einer Förderleistung von 800 Liter pro Minute wurde um Schilling 5500,- von der Firma Johann Schöpfer in Mannswörth 176 angekauft. Der Motor (wassergekühlter DKW-Motor mit 28,5 PS) und auch der Pumpenaufbau von der Firma Hermann Koebe aus Luckenwalde bei Berlin waren eine besondere Einzigartigkeit - zu dieser Zeit.
Herbst 1950
Mit Zustimmung des Bürgermeisters erfolgte der Abriss des alten Feuerrequisitenhauses (1. Zeughaus) durch den Grundanrainer und Zeugwart Eduard Linzberger, Markt 45. Er bezahlte dafür Schilling 600,-
15.01.1951
Feuerbeschau in der Gemeinde durchgeführt.
25.02.1951
Bei der Wahl wird Johann Dieringer als Hauptmann bestätigt. Johann Karner wird zum Hauptmannstellvertreter gewählt.
07.03.1951 Großer Besucherandrang im neuen Gemeindesaal beim Theaterabend der Feuerwehr mit dem Stück "Schrecken am Grenzweghof" von Alfred Tuma. Diesmal lag die Spielleitung in den Händen des Lehrers Helmut Troppko.

08.03.1951

Wiederholung der Feuerwehr-Theatervorführung mit dem gleichen Bauernstück vom Vortag. Wieder ein voller Erfolg. Jedoch Pfarrer Josef Stangl übte Kritik und bewirkte einen Bericht in der St. Pöltner Zeitung gegen diese Theateraufführung. Seine Begründung: "Das Stück ist durchaus nicht der Fastenzeit angepasst und schon gar nicht für die Jugend geeignet". Daraufhin hat man sich nochmals erkundigt, ob es stimmt, dass das Theaterstück wirklich, wie bei der Beschreibung im Textbuch dokumentiert ist, jugendfrei sei. Ergebnis: Laut schriftlicher Bestätigung des Fuchsverlages, Wien VI, Köstlergasse 14, besteht KEIN JUGENDVERBOT!
11.03.1951
Die Theatergruppe der Feuerwehr Frankenfels ging auf Tournee! Man spielte das Stück "Schrecken am Grenzweghof" im Gasthaus Johann Filzwieser in der Gemeinde St. Sebastian (Steiermark), Ortsteil Mitterbach - St. Sebastian Nr. 1.
17.03.1951
Theatervorstellung in St. Anton an der Jeßnitz, Gasthof Pfeiffer, St. Anton 8, Beginn um 20 Uhr. Das Bühnenwerk "Schrecken am Grenzweghof" durch die FF Frankenfels bewirkte auch in der Nachbarsgemeinde große Begeisterung.
Infolge der hohen Besucherzahl wurde das Stück am 18. März um 15 Uhr wiederholt.
Der Reingewinn von beiden Veranstaltungstagen betrug 674,06 Schilling.

21.04.1951

Ein Lokalaugenschein in Weißenburg durch den Landesfeuerwehrkommandant-Stellvertreter Alfred Schmid ergab den Weiterverbleib des Gerätehauses in der Weißenburggegend. Manche haben sich eine Verlegung in die Wiesrotte vorgestellt.

11.05.1951

Großflächiges Hochwasser (Natters, Pielach, Traisen und Perschling). Und wieder wurde das komplette Bauernhaus Nattershof vom Hochwasser heimgesucht. Und wieder musste das ganze Vieh in Sicherheit gebracht werden. Die Feuerwehr räumte auch zahlreiche Stallungen anderer Gehöfte.
03.06.1951
Motorspritzen-Segnung in Frankenfels bei schönem Wetter. Die "neue" Tragkraftspritze der Marke DKW wurde offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Am Platz vor dem neuen Gemeindesaal erfolgte die Segnung durch Herrn Pfarrer Josef Stangl. Die Patenschaft übernahm Frau Leopoldine Sperr (später verehelichte Brandstetter).
An diesem Freudentag gab es folgende Festfolge:
  6  Uhr Weckruf
  9  Uhr Feldmesse, anschließend Segnung der Motorspritze
10  Uhr Heldenehrung
10.15 Uhr Ansprachen
10.30 Uhr Angriffsübung (Schauübung)
11 - 12 Uhr Platzkonzert
13 - 14.30 Uhr Empfang der auswärtigen Feuerwehrvereine
15  Uhr Festzug
Anschließend Tanz im Gemeindesaal.
Musik (Weckruf, Feldmesse, Heldenehrung, Platzkonzert und Tanz):
Kapelle Hölzl (auch Feuerwehrkapelle genannt, weil mehrere Feuerwehrkameraden mitspielen)
Festabzeichen: 3 Schilling     Feuerwehr in Uniform 1,50 Schilling
07.07.1951
Ein Requiem für den gefallenen Feuerwehrmann Josef Stöckl, Filiale Weißenburg, wird in Frankenfels abgehalten.
19.08.1951 Festveranstaltung mit Depotsegnung des Neubaus (Mauerwerk) am gleichen Standort (in der Nähe des Gasthauses "Taverne“ - Weißenburggegend 12) der Filiale Weißenburg. Das Defizit des Festes von Schilling 1391,47 zahlte vorerst Leopold Härtensteiner (Gründer und Gruppenkommandant der Filiale) aus privater Tasche. Um die Schlagkraft der Filiale zu erhöhen, wurde die 1. Motorspritze - bis 1962 - unentgeltlich in Weißenburg stationiert. Für Übungen und Einsätze stellte ab nun Leop. Härtensteiner seinen Traktor samt Anhänger zur Verfügung. Dieser Traktor, welcher von allen "Max" genannt wurde, war ein Eigenbau des Sohnes Engelbert Härtensteiner.
09.09.1951
Teilnahme bei der Bezirksübung in Kirchberg an der Pielach.
28.11.1951 Ausrückung zum Großbrand des Sägewerks Krippl-Klein in der Dobersnigg (Gemeinde Loich). Brandübergriff auf die nahegelegene Elektrofirma Castelko, dessen Betriebsräume auch zerstört wurden. Die Feuerwehren bis nach St. Pölten rückten an, es waren insgesamt 130 Feuerwehrmänner vor Ort.
31.12.1951
Unter "Theateraufführung von Dilettanten" wurde die Feuerwehr-Theatervorführung von der Bezirkshauptmannschaft St. Pölten genehmigt. Um 20 Uhr begann am Silvesterabend das Stück "Die Schmuggler vom Eisbachtor" von Albert Martens. Regie führte unser Feuerwehrhauptmann Johann Dieringer.
Wiederholung am 6. Jänner 1952 um 15 Uhr.
02.02.1952
Feuerwehrball im Gasthaus Pögner abgehalten.
21.02.1952 Zum Begräbnis des verstorbenen Alt-Pfarrers Anton Christian rückten viele Kameraden aus. Geistlicher Rat Christian war seit 13. Jänner 1935 Ehrenmitglied der Wehr.
23.03.1952
Aus gesundheitlichen Gründen legt Hauptmann Johann Dieringer seine Funktion zurück. Neuwahl mit folgendem Ergebnis:
Franz Grössbacher Hauptmann und Johann Karner weiterhin Hauptmannstellvertreter.
26.04.1952
Die neue Pummerin in St. Pölten. Für die Sicherung (Absperrmaßnahmen) des Weitertransportes meldeten sich einige Frankenfelser Feuerwehrmänner um 6 Uhr früh beim St. Pöltner Rathaus. Die größte Glocke Österreichs war auf der Durchreise von Linz nach Wien. Sie kam am Vortag in St. Pölten an und reiste am 26. April um 8 Uhr zum Stephansdom in Wien weiter.
25.05.1952
Hochwassereinsatz, Beginn um 6 Uhr. Natters und Pielach an mehreren Stellen über die Ufer getreten. Straßen, Äcker und Wiesen überschwemmt. Einige Straßenreinigungen durch 10 Mann.
09.07.1952 Ein Mann stürzt auf dem Heimweg in den Fischbach und ertrinkt. Totenbergung durch die Feuerwehr.
05.08.1952 Josef Schafhuber verstorben. Er war von 1920 bis 1938 Feuerwehrhauptmann der FF Frankenfels.
10.08.1952
Sommerfest der Freiwilligen Feuerwehr Frankenfels.
15.11.1952
Feuerwehr-Unterhaltung im Gasthaus Enne (Tavern). Als Veranstalter fungiert die Filiale Weißenburg.
24.11.1952
Bei der Hochzeit unserer Feuerwehrpatin Leopoldine Sperr war natürlich auch die Feuerwehr dabei. Sie trägt ab nun den Familiennamen Brandstetter.
28.12.1952
Mit dem vom N.Ö. Landes-Feuerwehrkommando eingerichteten Glockenfond ist beabsichtigt, mit Hilfe aller Feuerwehren Niederösterreichs in der St. Floriankirche, Wien V, in der Mitte der Wiedner Hauptstraße (einzige Florianikirche in der Bundeshauptstadt Wien) eine Glocke zu stiften. Im Schreiben vom 12. Dezember geht hervor, dass durch einen Beitrag von mindestens 8 bis 10 Schilling pro Feuerwehr oder ein Paar für den Feuerwehrdienst unbrauchbare Messingkupplungen die Beschaffungskosten vorhanden wären. Daraufhin erfolgte am 28. Dezember eine Überweisung von 20 (!) Schilling für den Florianiglockenfond an dem N.Ö. Landes-Feuerwehrverband. Die Überzahlung wurde mit besonderem Dank entgegengenommen.
Es folgte die Glockenanfertigung und 40 niederösterreichische Feuerwehrmänner hievten sie am 10. Mai 1953 mittels Aufzug in den Glockenturm. Die Glockenweihe erfolgte am selben Tag um 14 Uhr. Rund 400 Kameraden aus Niederösterreich und Groß-Wien nahmen daran teil.

31.12.1952

Bauernhof Brandl (Besitzer Josef Eigelsreiter), Laubenbachgegend 2, befindet sich am Silvestertag in Notlage: Leerer Brunnen, Zufahrtsstraße sehr stark vereist, 14 Rinder, 9 Schafe und 6 Schweine ohne Wasser. Sofort half die Feuerwehr. Sie legte eine 310 Meter lange Schlauchleitung von der Natters zum leeren Brunnen, baute zwei Tragkraftspritzen ein und pumpte 22.000 Liter Wasser über den Steilhang (zirka 100 Meter Höhenunterschied) zum Objekt. Zu diesem Zweck wurde die 2. Tragkraftspritze mit Pferdeschlitten von der Landesstraße den Berg hochgefahren. Beim Verlegen der Schlauchleitung und beim Transport der 2. Spritze halfen auch acht Privatpersonen. Einsatzdaten: 12 Mann / zwei Tragkraftspritzen, sowie sieben B-, vier 20 Meter lange C- und sechs 15 Meter lange C-Schläuche / der Einsatz dauerte von 08:15 Uhr bis 12:15 Uhr.
31.12.1952
Feuerwehr-Theateraufführung im Gemeindesaal, Beginn um 20.30 Uhr. Es wurde das Stück "Der Jäger vom Dachstein" aufgeführt. Regie führte unser Hauptmannstellvertreter Johann Karner. Anschließend fand eine Tanzunterhaltung statt.
Wiederholung am 6. Jänner 1953, Beginn 15 Uhr. Und anschließend wieder Tanz.
31.01.1953
Feuerwehrball im Gasthaus Leopoldine Weidinger, Beginn 20 Uhr.
15.03.1953 Jahreshauptversammlung der Feuerwehr im Bahnhofsrestaurant Dieringer.
Berichte: Unter anderem: Beitritt von 10 jungen Männern im Vorjahr.
25.03.1953 Sirenenalarm in Frankenfels um 10:47 Uhr. Waldbrand in der Tiefgrabenrotte. Auch die Filiale Weißenburg und die Feuerwehren Texing, Schwarzenbach/Pielach, Loich, Kirchberg/Pielach, Rabenstein, Tradigist und Hofstetten wurden alarmiert. Zwei Holzfällern geriet ein Abbrand von Reisig außer Kontrolle. Ein Holzfäller fuhr zum Gendarmerieposten Frankenfels und schlug Alarm. Der zweite Holzfäller begann mit Zivilpersonen mit der Brandbekämpfung. Beim Eintreffen der Feuerwehr brannte bereits zirka 5 Hektar Bodenstreu im jungen Laubwald und zirka ein Hektar Gras und Laub der angrenzenden Wiese. Sofort wurde klar, dass bei dieser rasend schnellen Brandausbreitung der Einsatz von Kraftspritzen infolge der großen Entfernung zur nächsten Wasserentnahmestelle nicht zweckmäßig ist. Die Frankenfelser, Weißenbachler, Texinger, Loicher und Kirchberger Feuerwehrmänner begannen daher mittels Hauen, Krampen und Schaufeln mit dem Aufgraben der Erde rund um den brennenden Wald und der Wiesenfläche. So gelang es, dass um 12:45 Uhr der Brand eingedämmt und um 13:30 Uhr der Flächenbrand gänzlich zu Ende war. Sofort wurde bis 24:00 eine Brandwache eingerichtet (6 Mann der FF Texing bis 17:00 Uhr und anschließend 5 Mann der FF Frankenfels). Die übrigen Feuerwehren waren zwar vor Ort, kamen aber nicht mehr zum Einsatz. Leitung des Einsatzes: Anfangs Oberlöschmeister Leo Hinteregger, später Hauptmann Franz Grössbacher gemeinsam mit Abschnittskommandant Franz Trimmel (zugleich Hauptmann der FF Kirchberg/Pielach). Einsatzdaten Gesamt: 69 Feuerwehrmänner / 100 Einsatzstunden (davon FF Frankenfels einschl. Filiale Weißenburg: 14 Mann / 50 Stunden).
Der Grundbesitzer Johann Grubner, wohnhaft in Loich, Schroffengegend 15, bedankte sich für das rasche Eingreifen der Feuerwehren.
05.04.1953
Der Hauptmann ordnete an, dass die Helme und Overalls vom Gerätehaus, wegen der hohen Feuchtigkeit, mit nach Hause genommen werden sollen.
23.05.1953 Beim Hochwassereinsatz in Frankenfels waren zehn Arbeitsstunden erforderlich.
13.06.1953
Und wieder Hochwasser im ganzen Gemeindegebiet. 10 Mann standen von 8 Uhr bis 13.30 Uhr im Einsatz.
31.07.1953 Die Filiale Weißenburg erreicht die Größe einer Löschgruppe, es wird eine Gruppeneinteilung - mit Foto - vorgenommen. Gruppenkommandant ist ab nun der bisherige Requisitenmeister Leopold Härtensteiner.

15.08.1953

Beim gut besuchten Gartenfest wurde das 70-jährige Bestandsjubiläum gefeiert. Den Auftakt bildete um 6 Uhr ein musikalischer Weckruf. Es folgte eine Feldmesse um 8.30 Uhr im Schulhof, anschließend Festansprachen und Ehrung verdienter Kameraden. Danach begaben sich alle zum Kriegerdenkmal, wo eine Ehrung der gefallenen Kameraden und anschließend eine Schauübung mit zwei Motorspritzen stattfand. Ab 10.30 Uhr Platzkonzert, ab 11 Uhr Abschnittstagung bildeten das weitere Programm. Von 13 bis 14 Uhr wurden die auswärtigen Feuerwehren empfangen und ab 14.30 Uhr gab es einen großen Festzug durch den Ort. Ein Gartenfest ab 15 Uhr bildete den Abschluss. Zwei Kapellen - Hölzl und Hummel - sorgten für die feierlichen Umrahmungen.
Die St. Pöltner Zeitung berichtete am 03.09.1953 darüber.
02.09.1953
Und wieder ein Hochwassereinsatz.
13.09.1953
Vom Herrn Pfarrer Josef Stangl wird um 1500,- Schilling die Theaterbühne angekauft. Sie wird im Gemeindesaal verwahrt.
22.12.1953
Gehöft Perna (20 Rinder und 8 Schweine in Notlage), Pernarotte 1, seit drei Tagen ohne Wasser. Neun Mann bauten eine Relaisleitung mit 2 Tragkraftspritzen vom Predtenbach zum Objekt auf. Sechs Zivilpersonen halfen mit. Zirka 25.000 Liter Wasser wurden durch eine Schlauchlänge von 460 Meter gepumpt. Am Schluss waren alle Schläuche gefroren, sie konnten nicht gerollt werden, Man transportierte sie im ausgelegten Zustand auf drei zusammengehängte Leiterwagen ins Feuerwehrdepot. Der Einsatz dauerte von 10.30 Uhr bis 17 Uhr.
23.12.1953
Bauernhaus Brandl (Besitzer Josef Eigelsreiter), Laubenbachgegend 2, seit zwei Tagen ohne Wasser. Und wieder Aufbau einer Relaisleitung mit zwei Pumpen - wie am 31. Dezember 1952 - von der Natters zum Gehöft. Einsatzdauer: 9.30 Uhr bis 15.15 Uhr.
31.12.1953
Die Feuerwehr veranstaltet wieder einen Silvesterabend, Beginn 20 Uhr. Die feuerwehreigene Theatergruppe, unter der Spielleitung von Hauptmann Franz Grössbacher, bringt "Wilderbluat", ein Volksstück in vier Akten, zur Aufführung. Im Anschluss spielt die Kapelle Frankenfels zum Tanz auf.
Wiederholung am 6. Jänner 1954, Beginn 15.30 Uhr, Anschließend ebenfalls Tanzmusik.
02.01.1954
In der Nachbarsgemeinde Loich sind bereits seit längerer Zeit die Bauernhäuser Tal und Grub ohne Wasser. Bei der zirka 800 Meter langen Schlauchleitung wurde auch unsere Tragkraftspritze eingebaut.

28.02.1954

Feuerwehrkamerad Engelbert Härtensteiner, Sohn des Filialgründers Leopold Härtensteiner, ist bei einem tragischen, unverschuldeten Verkehrsunfall in Spratzern tödlich verunglückt. Der 21-jährige Feuerwehrmann war bei der Filiale Weißenburg sehr aktiv. Beim Begräbnis am 4. März nahmen zirka 80 Feuerwehrkameraden, darunter auch Bezirkskommandantstellvertreter Franz Snor und Abschnittsinspektor Franz Trimmel, aus nah und fern teil.
02.03.1954 Brand im Sägewerk Gabauer/Rauchberger ("Laubenbachmühle"), Laubenbachgegend 3. Beim Eintreffen der Feuerwehr mussten nur mehr kleinere Brandherde bekämpft werden, da das Feuer durch das Eingreifen der Hausleute bereits lokalisiert werden konnte. Einsatzdaten: 14 Mann / 25 Gesamtstunden. Ursache: Ein Dieselmotor hatte schadhafte Auspuffdichtungen. 
Die Zeitung "St. Pöltner Nachrichten" berichtete am 14. März darüber.
13.05.1954
Für die Wettkampfgruppe wurde eine Garnitur "Taktische Zeichen" um Schilling 98,- angekauft.
13.06.1954

Erfolgreiche Teilnahme am Landefeuerwehrleistungsbewerb in Bronze in Stockerau. Ausbildungsleiter der "Gruppe Frankenfels“ war Leo Hinteregger.
Die FF Frankenfels tritt zum ersten Mal bei Landes-Feuerwehrwettkämpfen an!

Folgende Kampfmannschaft:


GKOberlöschmeister (ObLm.)
Leo Hinteregger

MAOberfeuerwehrmann (ObFm.)
Hubert Pögner

OrdFeuerwehrmann (Fm.)Johann Stingl

ATFLöschmeister (Lm.)Rudolf Neubauer

ATMFeuerwehrmann (Fm.)Engelbert Weißenbacher

WTFOberfeuerwehrmann (ObFm.)Leopold Hochauer

WTMFeuerwehrmann (Fm.)
Josef Gonaus

STFOberfeuerwehrmann (ObFm.)
August Enner

STMFeuerwehrmann (Fm.)Leopold Schwaiger

Zur Erklärung: "Ord" steht für Ordonnanz (später Melder).

23.06.1954

Ein großer Felsblock stürzte zwischen Boding und Laubenbachmühle auf das Gleis der Mariazellerbahn. Durch eine rasche Verständigung gab es keine Zuggefährdung. Die Feuerwehr half bei den Aufräumungsarbeiten mit. Mehrstündige Sperre der Bahn war die Folge.
23.07.1954
Für die vielen vom Donauhochwasser geschädigten Feuerwehrkameraden wurde vom N.Ö. Landes-Feuerwehrkommando eine landesweite Spendenaktion unter allen Feuerwehren beschlossen. Daraufhin erstellte man am 30. Juli eine Spendenliste der Frankenfelser Feuerwehrmänner. Das erfreuliche Ergebnis - 550 Schilling! - wurde am 16. August 1954 unter "Hochwasser-Kameradschaftsspende" an den Landes-Feuerwehrverband überwiesen.
18.08.1954
Ein Wiesenbrand auf der Pögner-Leit´n konnte rasch gelöscht werden. Man vermutete, dass Funkenflug einer Dampflok der Ö.B.B. die Ursache war.
22.08.1954
Die Filiale Weißenburg veranstaltet ein Feuerwehrkränzchen im Gasthaus Enne (Tavern).
26.11.1954 Mord an einem Holzhändler in Laubenbachmühle. Totenbergung - wie so oft - durch die Feuerwehr.

31.12.1954

Statistik 1954:
2 Brände, 2 Technische Einsätze und 1mal Hochwasser (mehrere Objekte)
16 Übungen
Mit Jahresende 45 Feuerwehrmänner und 250 unterstützende Mitglieder.
08.05.1955 Florianifeier der Feuerwehr. Die St. Pöltner Zeitung berichtete am 12. Mai darüber.
16.05.1955
Alarmierung der Filiale Weißenburg um 19 Uhr. Durch Rauchentwicklung an der Gemeindegrenze zu St. Gotthard wird ein Waldbrand vermutet. Auch die FF Kirchberg an der Pielach fuhr zum vermeintlichen Brand. Sehr rasch stellte sich heraus, dass ein kontrollierter Abbrand von Fichtenreisig in Traumos der Nachbarsgemeinde St. Gotthard die Ursache ist. Die Arbeiter der Weidegenossenschaft Traumos hatte das Brennen in St. Gotthard angemeldet. Da keine Ausbreitungsgefahr bestand fuhr man wieder heim. Einsatzdaten: 8 Mann (15 Arbeitsstunden) der Filiale Weißenburg, Einsatzende um 20.45 Uhr / Zirka 20 Mann der FF Kirchberg/Pielach.
27.06.1955
Schachtbrunnen unmittelbar beim Krumbachhäusl (Besitzer Jakob Antony), Markenschlagrotte 22, seit zirka 8 Tagen vergiftet. Der Brunnen wurde bereits vom Gemeindearzt Dr. Friedrich Empacher gesperrt. Eine Wiener Firma führte in der Nähe eine Holzimprägnierung von zirka 70 Lichtmasten durch, wobei der abtropfende gifthältige Stoff ins Erdreich eindrang. Durch starke Regenfälle gelangten die Giftstoffe in den Brunnen und das Brunnenwasser war braun gefärbt. Die Feuerwehr wurde um Hilfe ersucht. Fünf Männer rückten aus und reinigten umfangreich den Trinkbrunnen. Es wurde mehrmals das Wasser herausgepumpt und dabei die Brunnenwände durch Abspritzen mit hartem Strahl eines C-Rohres gereinigt. Der Einsatz dauerte von 18 Uhr bis 20 Uhr. 
04.07.1955
Wiederholung der Tätigkeiten vom 27. Juni 1955. Diesmal von 18.30 Uhr bis 20.30 Uhr. Daraufhin geht der Besitzer davon aus, dass es wieder Trinkwasser ist.
10.07.1955
Wegen der notwendigen Instandsetzung einer Nattersbrücke erfolgte die Sperre der Bezirksstraße III/12 von Laubenbachmühle bis Unterbuchberg (km 0,5 bis km 2,1). Der Straßenabschnitt war für Fahrzeuge mit einem Gesamtgewicht über einer Tonne bis 13. August 1955 gesperrt. Für einen Notfall durften Feuerwehrfahrzeuge mit einem Gesamtgewicht bis zu zwei Tonnen im langsamen Tempo die Brücke befahren. Die Bezirkshauptmannschaft St. Pölten weist in der Kundmachung darauf hin, dass es keine Umleitungsmöglichkeit gibt.
Man kann aber annehmen, dass die FF Frankenfels im Einsatzfall - der UNRRA-Wagen hat ein Eigengewicht von 2090 kg ! - mit voller Beladung über die Baustelle gefahren wäre.
21.10.1955

Von der Firma ST. & A. HOPFERWIESER aus Amstetten, Waidhofnerstraße 26, wurde ein Kettenkrad um Schilling 3000,- angekauft.
Einige technische Daten über das Spezial-Geländefahrzeug:
Hersteller: NSU
Genaue Bezeichnung: Kleines Kettenkraftrad Typ HK 101
Motor: Vierzylinder-OHV-Reihenmotor, wassergekühlt, aus der PKW-Produktion Opel Olympia, 36 PS bei 3400 Umdrehungen pro Minute, 1488cm3
Der Antriebsmotor befindet sich in der Mitte des Fahrzeuges. Das Getriebe ist in Fahrtrichtung vor dem Motor und der Kühler hinter dem Motor (unter der Rücksitzbank) angeordnet.
Getriebe: 3 vorwärts / 1 rückwärts x 2-Gang-Getriebe
Lenkung: Kleine Lenkeinschläge (bis zirka 8 Grad) erfolgt mit Hilfe der Parallelogrammgabel (auch Trapezgabel genannt) und des Vorderrades. Bei größeren Lenkeinschlägen tritt eine Lenkbremse der kurveninneren Kette in Funktion. Der kleinste Wendekreisdurchmesser beträgt zirka vier Meter (bezogen auf die Fahrzeugmitte). Im schweren Gelände kann man bei langsamer Geschwindigkeit auch ohne Vorderrad fahren.
Eigengewicht: 1250 kg   /   Zulässiges Gesamtgewicht: 1560 kg
Länge: 3000 mm   /   Breite: 1000 mm   /   Höhe: 1200 mm
Höchstgeschwindigkeit: 70 km/h
Tankinhalt: 2 x 21 Liter
Kraftstoffverbrauch: 16 bis 22 Liter pro 100 Kilometer - im Gelände auch mehr!
Der Fahrersitz ist ein Motorradsattel und befindet sich vor dem Motor über dem Getriebe.
Hinter dem Motor befindet sich eine Sitzbank in entgegengesetzter Fahrtrichtung für zwei Personen.
In der Rechnung wird ein Vorbesitzer "Fritz Schwarz, Transportunternehmer in Hollenstein an der Ybbs" genannt.

13.11.1955
Sirenenalarm um 11.11 Uhr zum Brand Gehöft "Kollermann auf der Eben" in Kirchberg an der Pielach, Tradigistgegend 11, Dreizehn Mann rückten um 11.18 Uhr mit dem UNRRA-Wagen ab. Sie wurden beim Aufbau und beim Betrieb der langen Schlauchleitung mit mehreren Tragkraftspritzen eingeteilt. Der Standort für unsere Spritze war im unwegsamen Gelände und forderte unsere Mannschaft. Man musste die komplette Gerätschaft vom Ende der Zufahrt vorerst mit einem Ochsengespann 500 Meter und dann 600 Meter zu Fuß zum Pumpenplatz transportieren. Nach Einbau der Motorspritze mussten 180 Meter B-Schläuche ausgelegt werden. Schlussendlich funktionierte die lange Leitung problemlos. Somit wurde vier Stunden lang das Wasser vom Teich beim Gehöft Lennesgraben (Besitzer Tauber), Tradigistgegend 20, in Tradigist zur Brandstelle gepumpt. Nach getaner Arbeit konnte man um 18.05 Uhr abrücken und nach der Ankunft beim Feuerwehrdepot um 18.30 Uhr folgten die üblichen Tätigkeiten, um wieder einsatzbereit zu sein.
31.12.1955
Die Feuerwehr veranstaltet einen bunten Silvesterabend im Gemeindesaal. Reinertrag: 567,44 Schilling.
31.12.1955
Statistik 1955: 5 Einsätze (27 Mann / 123 Stunden), davon 1 Krankentransport sowie 26 Übungen (301 Mann / 541 Stunden).
28.01.1956
Feuerwehrball im Gasthaus Weidinger mit vielen Ballbesuchern.
03.03.1956
Hochwassereinsatz. Natters und Pielach sind an einigen Stellen über die Ufer getreten. Die Feuerwehr entfernte Holz, welches zu nahe gelagert war. Es bestand die Gefahr, dass es vom Hochwasser mitgenommen wird. 8 Mann / 12.45 Uhr bis 19 Uhr.
11.03.1956 Bei der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr wurde das Kettenkrad als Supergerät dargestellt. "Jetzt sei es möglich, selbst die abgelegensten Gebiete schnell zu erreichen" schrieb die St. Pöltner Zeitung.
25.04.1956 Einen Kettenkradanhänger baute unser Schlossermeister Johann Dieringer. Er verlangte dafür 3500 Schilling.
17.05.1956 Eine Kleintragkraftspritze R 10 (auch "Kleiner Florian" genannt) wurde von der Firma Konrad Rosenbauer aus Linz an der Donau um Schilling 7160,- angekauft.
Technische Daten: 
   Förderleistung pro Minute: Max. 270 Liter, 210 Liter bei 40 m und 150 Liter bei 60 m Förderhöhe
   C-Anschlüsse
   Geringes Gewicht: Nur 48 kg
   Antrieb: Luftgekühlter Einzylinder 5 PS - Rotax-Motor (Gemisch) 175 cm3.
Die neue Spritze wird samt zugehöriger Gerätschaft am neuen Kettenkradanhänger aufgebockt.
27.06.1956
Löschmeister August Enner junior (Hofstadtgegend 17) 45-jährig verstorben. Er war auch ein sehr talentierter Theaterspieler.
12.07.1956 Die Pielachtalstraße, welche zur Zeit eine Landesstraße ist, bekommt die neue Bezeichnung "L 102".

25.07.1956

Sirenenalarm um 7.50 Uhr. Hochwasser entlang der Natters beschäftigte die Feuerwehr - vorwiegend bei einer im Bau befindlichen Brücke. Die Notbrücke musste von angeschwemmten Holz und Reisig befreit werden. Auch an anderen Stellen wurden Aufräumungsarbeiten durchgeführt. Einsatzende um 11.15 Uhr.
"Durch Hochwasser befindet sich die Feuerwehr Frankenfels in dauerndem Einsatz, da der Regen anhielt und das Wasser weiterhin im Steigen begriffen war" schrieb "St. Pöltner Nachrichten" am 5. August auf der Seite 3.
05.08.1956
Unsere Wettkampfgruppe tritt erstmals bei Bezirksfeuerwehrwettkämpfen an. Im Austragungsort Kirchberg/Pielach waren auch die Frankenfelser erfolgreich.
19.08.1956 Beim Feuerwehrfest wurden auch das Kettenkrad mit Anhänger und die Kleintragkraftspritze gesegnet. Für die beiden Feuerwehrpatinnen Frau Elsa Empacher, Gattin des Gemeindearztes, für das Kettenkrad samt Anhänger und Frau Leopoldine Weidinger, Gastwirtin in der "Taverne am Steg" (vormals Gasthof Schafhuber), für die Kleintragkraftspritze, war es ein großer Tag.
Die St. Pöltner Zeitung vom 23. August schrieb auf der Seite 6, dass dieses Gespann für unsere Gebirgsgegend zweckmäßig erscheint und es dürfte das einzige Kettenkrad bei einer nö. Feuerwehr sein. Jedoch in der Verbandszeitung "Mitteilungen des niederösterreichischen Landesfeuerwehrverbandes - Ausgabe November 1949" geht hervor, dass die FF Opponitz die erste Feuerwehr mit einem Kettenkrad in Niederösterreich ist.
Oktober 1956 Arbeitsunfall: Ein Bauernsohn kam mit der linken Hand in die Breitdreschmaschine und erlitt eine offene Fraktur des Armes mit Muskelquetschung. Unsere Rettungsabteilung kam zum Einsatz.
03.11.1956 Familienabend der Feuerwehr mit Ehrungen. Die St. Pöltner Zeitung berichtete in ihrer Ausgabe vom 8. November.
31.12.1956
Im Gemeindesaal veranstaltete die Feuerwehr einen Silvesterabend. Dabei wurde von der Feuerwehr-Theatergruppe das Stück "Lausbua" aufgeführt. Herr Hauptmannstellvertreter Johann Karner war der verantwortliche Schauspielleiter.
Aufgrund des hohen Besucherandrangs wurde diese Veranstaltung am 6. Jänner 1957 wiederholt.
24.01.1957
Gehöft Brandl (Besitzer Josef Eigelsreiter), Laubenbachgegend 2, ohne Wasser. Eine 320 Meter lange Schlauchleitung von der Natters zum Bauernhof mit Einbau von zwei Tragkraftspritzen musste aufgebaut werden. Der Transport der zwischengeschalteten Motorspritze erfolgte mittels Zugschlitten ins Steilgelände. Es wurden der leere Brunnen und alle zur Verfügung stehenden Gefäße befüllt. Einsatzdaten: 8 Feuerwehrmänner / 32 Stunden. Auch fünf Zivilpersonen halfen mit.

16.02.1957

Feuerwehrball im Gasthaus Weidinger. 220 zahlende Gäste füllten den Ballsaal und machten sehr gute Stimmung. "Wie weit der Ruf der Frankenfelser Gemütlichkeit gedrungen ist, beweist der Zustrom zahlreicher Gäste von auswärts" schrieb die St. Pöltner Zeitung am 21. Febr. auf der Seite 7.
17.03.1957 Jahreshauptversammlung der Feuerwehr in der Bahnhofsrestauration. St. Pöltner Zeitung, 21. März.
31.05.1957 Der Gemeinderat ernennt den Feuerwehrmann Rudolf Neubauer sen. (geb. 13.03.1891) zum Ehrenbürger der Gemeinde Frankenfels. Er war auch als Sanitäter und Hornist sehr aktiv.

02.06.1957

Der Feuerwehrabschnitt Kirchberg an der Pielach wird wieder ein selbständiger Bezirksverband. Der bisherige Abschnittsinspektor Franz Trimmel, Hauptmann der FF Kirchberg/Pielach wurde Bezirksfeuerwehrkommandant.
Unser Hauptmann Franz Grössbacher wird Bezirksfeuerwehrrat mit Stimme im Verband Kirchberg/Pielach. Er trägt ab nun einen zinnoberroten Blusenaufschlag aus Tuch mit Silberbrokatfeld und einer goldgestickten Rosette. Er führte dieses Amt bis 31.12.1969 aus.
02.06.1957 Anlässlich der Neugründung des Bezirksverbandes wurde am Nachmittag eine Großübung in Kirchberg/P., am Fronberg, abgehalten, an der auch die Feuerwehr Frankenfels teilnahm.
05.07.1957

Ehrenhauptmann Engelbert Hölzl im 85. Lebensjahr verstorben. Er gehörte seit 8. August 1891 ununterbrochen der Feuerwehr (somit fast 66 Jahre!) an und war auch von 1920 bis 1938 Hauptmannstellvertreter der FF Frankenfels.
Außerdem war er seit seinem 12. Lebensjahr Musiker und viele Jahre Kapellmeister der Kapelle Hölzl. Da bei dieser Musikkapelle mehrere Feuerwehrmänner mitspielten wurde diese auch "Feuerwehrkapelle Frankenfels" genannt. Auch beim Kirchenchor wirkte er tatkräftig mit.

22.07.1957 Natters und Pielach führen großes Hochwasser. Sirenenalarm um 9 Uhr vormittags. Mehrere Häuser wurden bis zu 1,80 Meter überschwemmt. Tätigkeiten der Feuerwehr: Zwei Wehraufsätze entfernt, mehrere Wohnräume geräumt, angeschwemmtes Holz bei Brücken entfernt, große Holzansammlungen aus Bächen entfernt, in Ufernähe befindliche ausgewurzte Bäume mit Ketten gesichert (um eine Gefährdung von flussabwärts liegenden Brücken zu verhindern) und Abschleppen eines liegengebliebenen Kraftwagens auf einer überschwemmten Stelle der Straße. Beim Entfernen von Holz bei einer Nattersbrücke in Boding geriet Feuerwehrkamerad Johann Dieringer in sehr große Gefahr und konnte sich zu Glück im letzten Moment selbst retten. Die vielen Einsätze dauerten bis 19.50 Uhr des Folgetages.
03.08.1957
Der Brunnen für die Ortswasserleitung wurde durch Jauche stark verunreinigt. Die Feuerwehr reinigte umfangreich den neun Meter tiefen Schachtbrunnen. Der Einsatz dauerte von 9.10 Uhr bis 20 Uhr.
15.08.1957
Eine Baugrube (Bau einer Tankstelle) bei Karl Rauchberger, Laubenbachgegend 3, wurde durch einen Starkregen am Vortag gefüllt. Es wurden zirka 15.000 Liter Wasser ausgepumpt. Einsatzdauer: 10.15 Uhr bis 13.30 Uhr.
18.08.1957 Marktwappenverleihung durch die NÖ Landesregierung. Ab sofort dürfen alle Feuerwehrfahrzeuge dieses Wappen tragen. Auch beim Schriftverkehr, auf Plakaten, usw. ist es erlaubt, dieses Erkennungsmerkmal der Gemeinde zu verwenden.
31.08.1957
Einsatz für die Filiale Weißenburg - PKW-Bergung in der Weißenburggegend. Mit dem Traktor "Max" des Filialleiters Leopold Härtensteiner gelang der Technische Einsatz.
23.09.1957
"Tödlicher Arbeitsunfall beim Sägewerk Hinteregger, Rosenbühelrotte 13. Ein Arbeiter gerät in den Starkstromkreis. Die Feuerwehr rückte aus." schrieb die St. Pöltner Zeitung am 26. September auf der Seite 7.
Herbst 1957
Es wurde mit einem Umbau beim Gerätehaus in Weißenburg begonnen.
20.10.1957
Feierliche Eröffnung der NÖ Landes-Feuerwehrschule (LFS) in Tulln an der Donau, Albrechtgasse 36 (später Nußallee 14).
09.11.1957
Kameradschaftsabend der Feuerwehr im Gasthaus Steiner, Markt 3. Zirka 60 Feuerwehrkameraden mit den Frauen unterhielten sich prächtig.
Auch für diese interne Veranstaltung wurde eine Spendenliste unter den Feuerwehrkameraden, so wie bei den Bällen, Festveranstaltungen und Silvesterabenden üblich, aufgelegt. Es kamen 1151 Schilling zusammen. Die Feuerwehr musste die Ausgabensumme von 1551 Schilling begleichen. Die Gemeinde legte eine Spende von 400 Schilling dazu. Somit entstanden letztendlich für die Feuerwehr keine Kosten.
29.11.1957
Der Roten Kreuz - Bezirksstelle St. Pölten wurden über Auftrag folgende Frankenfelser Feuerwehrmänner, welche im Sanitäts- bzw. Rettungsdienst tätig sind, schriftlich bekanntgegeben: Franz Bichler (geb. 1912), Johann Dieringer (geb. 1904), Rudolf Neubauer (geb. 1891), Johann Preiser (geb. 1895) und Adolf Schweighofer (geb. 1908).
10.12.1957 Die Filiale Weißenburg erreicht die Größe eines Löschzuges. Leopold Härtensteiner wird Zugskommandant.
05.01.1958
Sirenenalarm um 17.29 Uhr. In der Küche des Wohnhauses Markt 14 brennt das gelagerte Brennholz und verursacht auch eine starke Rauchentwicklung. Der Besitzer Josef Hochfilzer befüllt inzwischen mehrere Kübeln mit Wasser. Sofort löschte die Feuerwehr mit den Wassereimern das Feuer.
13.01.1958

Da sich in der Steiermark bereits vier neue Land Rover im Feuerwehrdienst befinden, werden die betreffenden Feuerwehren Pusterwald (Bezirk Judenburg), Obdach (Bezirk Judenburg), Geisttal (Bezirk Voitsberg) und Unterlamm (Bezirk Feldbach) kontaktiert. Von den Feuerwehren bzw. Gemeindeämtern wird nur Positives über diesen Fahrzeugtyp schriftlich bekanntgegeben.

22.01.1958
Brandalarm mittels Sirene um 16.01 Uhr. Rauchfangfeuer beim "Au-Bauer" (Besitzer Heinrich Putzenlechner), Hofstadtgegend 5. Die beiden eisernen Türen im Erdgeschoß und am Dachboden glühen bereits. Entfernung von gelagerten Gegenständen vom heißen Kamin und kontrollierter Ausbrand des Rauchfanges. Um 17 Uhr war Einsatzende.
01.02.1958
Feuerwehrball im Gasthaus Weidinger. Es wurden 187 Eintrittskarten (a Schilling 10,-) verkauft.
02.03.1958
Am Sonntag wurde die Jahreshauptversammlung der Feuerwehr in der Bahnhofgastwirtschaft abgehalten. Beginn um 15 Uhr.
Es folgte ein Bericht in der St. Pöltner Zeitung vom 13. März.

07.03.1958

Schweres Zugsunglück auf der Mariazellerbahn. Der Zug 4523 (letzter Personenzug an diesem Tag) entgleist zwischen der Haltestelle Schwerbach und dem Bahnhof Loich, im Bahnkilometer 34,5 "Winkel-Bogen" (in der Schloßgegend der Nachbarsgemeinde Kirchberg an der Pielach). Die Lokomotive E99.13 stürzte hinunter und blieb in Schräglage mit den Rädern nach oben auf der Gleisböschung liegen, die Waggons entgleisten und fielen zum Glück nicht vom Bahnkörper, die Reisenden, der Zugführer und der Lokführer blieben unverletzt, der Oberbau wurde auf einer Länge von sechzig Meter zur Gänze zerstört. Da man sofort annahm, dass es Verletzte geben könnte, wurden mehrere Feuerwehren - auch Frankenfels - alarmiert. Bei der Ankunft am Einsatzort wurde Entwarnung gegeben und es erfolgte die Einrückung. Die Reisende Ludmilla Hahn aus Tradigist (später: Schagerl - auch "Milli" genannt - , Frankenfels, Markt 36) war Augenzeuge des Unfalls. Sie erzählte vor Ort, dass der Zug immer langsamer wurde und auf einmal ist die Lok vom Bahndamm gestürzt (vom Zug aus beobachtet). Später betonte sie mehrmals, dass auch die Frankenfelser Feuerwehrmänner sehr helfend eingreifen wollten.
26.03.1958 Für die Lichtgemeinschaft Frankenfels-Markt musste ein 170 Meter langes Erdkabel verlegt werden. Da aber bei den Grabarbeiten laufend große Wassermengen zuflossen und dadurch die Arbeiten unmöglich waren, wurde die Feuerwehr um Hilfe gerufen. Das Auspumpen mit der Tragkraftspritze begann um 10.10 Uhr und endete erst um 17 Uhr des Folgetages!
27.06.1958
Regen und starker Wind verursachten, dass ein Eschenbaum umstürzte und in der Pielachleitengegend die Landesstraße nach Schwarzenbach/Pielach verlegte. Die Feuerwehr rückte um 21.38 Uhr aus und beseitigte das Hindernis. Einsatzende um 23 Uhr. 
28.06.1958
Hochwassereinsätze entlang des Predtenbaches. In der Nähe gelagertes Blochholz und Masten gesichert und mehrere Verklausungen bei einer Wehr und mehreren Brücken entfernt. Der Einsatz dauerte von 16.32 Uhr bis 20.30 Uhr.
10.07.1958 Inbetriebnahme eines Land Rover´s mit Anhänger als Kleinlöschfahrzeug. Der Land Rover - Kauf wurde über die Generalvertretung O. J. Aulehla in Wien III, Marxergasse 6 - 8, abgewickelt. Er war der 1. geförderte Land Rover in Niederösterreich. Unter den Frontscheinwerfern ist eine Seilspillwinde mit einer Zugkraft von 2500 Englischen Pfund (1134 kg), vorwiegend zur Selbsthilfe, angebaut. Bemerkenswert ist, dass zwar der dazugekaufte Tragkraftspritzenanhänger von der Firma Rosenbauer das für die Feuerwehr übliche RAL 3000 - Feuerrot trägt, jedoch der Land Rover, welcher direkt von England geliefert wurde, mit dem typischen englischen "fire red - Anstrich" versehen ist. Diese Farbe entspricht in etwa dem RAL 3016 - Korallenrot. Polizeiliche Kennzeichen: N147.123 für den Land Rover und N117.923 für den Spritzenanhänger. Beide Fahrzeuge haben heute noch die Originalfarbe und sind als Museumsstücke zu bewundern.

13.07.1958

Eintägiges Feuerwehrfest verbunden mit dem Bezirksfeuerwehrtag in Frankenfels anlässlich "75 Jahre FF Frankenfels". Es wurden 255 Eintrittskarten (a 5 Schilling) verkauft. Nach der Defilierung wurde der Bevölkerung und den hohen Feuerwehrfunktionären eine Schauübung mit dem Thema "Bekämpfung eines Benzinbrandes" vorgeführt. Umrahmung mit der Musikkapelle Frankenfels.
Die St. Pöltner Zeitung berichtete umfangreich am 24. Juli auf Seite 7.
04.08.1958 Brand im Sägewerk Rauchberger ("Laubenbachmühle" - heute "Gabauer") in Laubenbachgegend 3. Als Ursache wird ein Schaden in der Lichtmaschine genannt. Bericht in der St. Pöltner Zeitung am 7. August.

01.09.1958

Bei der Ausgangsuniform ("Die Braune") wird der offene Kragen mit weißem Hemd und schwarzer Krawatte eingeführt. Alle Knöpfe sind bei diesem Uniformstück ab nun sichtbar. Auch der Verschluss des Leibriemens (bisher auch "Koppel" genannt) wird von der Zweidorn-Rollenschnalle auf die Zweidorn-Vierkantschnalle abgeändert. Alte "hochgeschlossene" Uniformblusen dürfen ausgetragen werden.
13.09.1958 Die feuerwehreigene Rettungsabteilung rückte zu einem verletzten Motorradfahrer aus. Bei einem unbeleuchteten Viehtrieb stieß er in den Abendstunden mit einem Jungtier zusammen.
25.09.1958
Die Baufirma Hirschmann aus Rabenstein wurde beim Auspumpen einer Baugrube in der Laubenbachgegend unterstützt. Unsere Tragkraftspritze lief 5 Stunden und 20 Minuten.
27.09.1958
Die Filiale Weißenburg rückt zu einem Brand nach Kirchberg an der Pielach aus. In Schwerbach wurde die Einsatzfahrt aufgehalten und mitgeteilt, dass das Dörrhäuschen der Frau Maria Kemetner ("Kleinpichl", Schwerbachgegend 12) bereits abgebrannt und somit der Einsatz nicht mehr erforderlich ist.

21.10.1958

Um 9.30 heult die Sirene: Holzhütte bzw. Stall/Wagenschuppen beim Bichler-Bäck ("Steinschallmühle"), Hofstadtgegend 2 - bei starken Regen - stehen in Brand. Auch die Nachbarsfeuerwehren Loich und Kirchberg an der Pielach wurden alarmiert, rückten aus und kehrten am Anmarschweg um, weil sie nicht mehr benötigt wurden. Die hellen Flammen schlugen gegen das Wohn- und Geschäftshaus. Mit zwei Tragkraftspritzen (Wasserentnahme vom Schrambach) und drei Strahlrohren wurde ein Brandübergriff verhindert. Das Holzgebäude wurde ein Raub der Flammen. Einsatzdaten-Gesamt: 42 Mann (davon 20 von der Ortswehr) / Brandwache mit 4 Mann von 11.50 Uhr bis 16 Uhr.
28.10.1958
Im Zuge der Fertigstellung der Ortswasserleitung wurden von einem Wiener Chemischen Institut Färbeversuche durchgeführt. Für diesen Zweck musste die Feuerwehr in der Rosenbühelrotte große Mengen Wasser aus der Natters pumpen. Unsere Kleintragkraftspritze R 10 lief zirka fünf Stunden. Der Einsatz dauerte von 13.00 Uhr bis 19.20 Uhr.
22.11.1958
Kameradschaftsabend der Feuerwehr in der Bahnhofgastwirtschaft, Beginn 20 Uhr. Am 17. November erging eine schriftliche Einladung an alle Feuerwehrmänner mit Gattin (Braut).
12.01.1959
Die Feuerwehren Frankenfels und Kirchberg an der Pielach rückten zu einem Brand am Strohdach der Scheune des Gehöftes "Griesauer" ("Hinter-Höhenberg" / "Hinter-Hehenberg"), Falkensteinrotte 6, aus. Baumaßnahmen erforderten eine kleine Sprengung in der Scheune, wodurch die glühende Zündschnur einen Kleinbrand mit sofortigen Übergriff auf die Innenseite des Strohdaches auslöste. Es bestand große Gefahr für das Wohnhaus und die Wirtschaftsgebäude. Alarmierung um 16.51 Uhr. Zum Brandobjekt (Berghof) wurde nicht mehr hinaufgefahren, da bereits Zivilpersonen bei der Abzweigung von der Hauptstraße die Feuerwehr aufhielten und mitteilten, dass der Brand (10 bis 12 m2 Dachfläche) bereits von den Hausleuten und Nachbarn gelöscht wurde. Trotzdem wurde zum Bauernhof hochgefahren und eine Kontrolle durchgeführt. Für die FF Kirchberg/P. war der Einsatz nicht mehr erforderlich. Für 11 Mann war der Einsatz um 18 Uhr beendet.
31.01.1959
Ball der Freiwilligen Feuerwehr Frankenfels - "beim Weidinger".
06.02.1959
Das Kettenkrad wurde an den Forstbetrieb der St.Pöltner Papierfabrik Salzer & Söhne in Mariazell, Wienerstraße 21, um Schilling 3000,- verkauft.
12.02.1959
Ein Toter wurde in Laubenbachmühle im Nattersbach beim Haus der Familie Friedrich und Gertrude Daurer, Laubenbachgegend 12, aufgefunden. Der unbekannte Mann wird auf zirka 65 Jahre geschätzt. Totenbergung durch die Feuerwehr mit anschließender Überführung ins Totenkammerl am Friedhof Frankenfels.

27.02.1959

Sirenenalarm um 12.34 Uhr. Ausrückung zum Brand beim Sägewerk Hinteregger ("Neumühle" - Rosenbühelrotte 13). Sofort erfolgte ein Anruf nach Kirchberg an der Pielach und Tradigist, die Feuerwehren gab Brandalarm und eilten nach Frankenfels. Dadurch konnte das Schadensereignis relativ rasch unter Kontrolle gebracht werden. Es brannte der Dachstuhl beim überhitzten Auspuffrohr des Holzgasmotors. Die große Gefahr für das Sägewerk, Wohnhaus und Holzvorräte wurde durch den Feuerwehreinsatz verhindert. Einsatzdaten: Insgesamt 39 Mann (15 der FF Frankenfels, 16 der FF Kirchberg/Pielach und 8 der FF Tradigist) / 3 Strahlrohre, Schläuche mit 150 Meter Länge / um 15 Uhr war Einsatzende.
Er gab allgemein großes Lob über die Feuerwehrtätigkeit, da man schon bei Brandausbruch einen Großbrand vermutete. Dadurch wären 20 bis 25 Arbeiter arbeitslos geworden.
15.03.1959 Jahreshauptversammlung der Feuerwehr. Es gab viele Dankesworte vom Bürgermeister.
01.04.1959 Die Pielachtal-Landesstraße wird eine Bundesstraße ohne Vorrang und heißt ab nun "B 231".
19.04.1959
Um 16.45 Uhr Hochwasseralarm mittels Sirene. 12 Mann rücken um 16.48 Uhr aus und beseitigen zu nahe gelagertes Holz entlang der Natters und Pielach. Die Gefahr für einige Brücken wurde dadurch verhindert. 18.35 Uhr Einsatzende.
14.06.1959
Hochwasser der Pielach. Die Straße nach Schwarzenbach/Pielach wurde an mehreren Stellen bis zu 30 cm überschwemmt. Zwei Personenkraftwagen wurden aus vom Hochwasser überschwemmten Stellen herausgeschleppt und wieder musste zu nahe gelagertes Holz entfernt werden. Der Einsatz dauerte von 14.30 Uhr bis 17.25 Uhr.
21.06.1959 Erstmaliger Antritt beim Landes-Feuerwehrleistungsabzeichen in Silber in Herzogenburg. Die Gruppe war erfolgreich und wurde in Frankenfels freudig empfangen.
05.07.1959 Beim Feuerwehrfest wurde der neue Land Rover gesegnet. Das Ehrenamt der Patenschaft übernahmen folgende Damen:
Fleischhauersgattin Franziska Hochfilzer (Markt 14) beim schöngeschmückten Land Rover und
die Landwirtin Leopoldine Schifflhuber (Schmeißelmühle, Falkensteinrotte 7) beim Spritzenanhänger
Die Festfolge lautete:
  6 Uhr Weckruf (Hochfilzer - August Enner - Pfarrhof - Empacher - Plasch - Pilger - Bahnhof)
  8.30 bis 8.45 Uhr Empfang der Ehrengäste vor dem Gasthaus Weidinger
  8.50 Uhr Aufstellung zum Abmarsch zur Feldmesse in folgender Reihenfolge:
               1. Musik
               2. Patinnen mit Begleitchargen
               3. Ehrendamen
               4. Feuerwehr
               5. Hochwürdiger Herr Pfarrer
               6. Gemeinderat und sonstige Ehrengäste
  8.55 Uhr Abmarsch zur Feldmesse (Kriegerdenkmal)
  9 Uhr Feldmesse beim Kriegerdenkmal
           anschließend Segnung des Land Rover´s mit dem Tragkraftspritzenanhänger
           Kurze Ansprachen (Kommandant, Bürgermeister und Bezirkskommandant)
           Rückmarsch zum Gasthaus Weidinger und Auflösung des Festzuges
10.15 bis 11.30 Uhr Platzkonzert vor dem Gasthaus Steiner und dem Gasthaus Weidinger
11.30 Uhr Mittagessen für geladene Gäste im Gasthaus Steiner
12 Uhr Mittagessen der Musik im Gasthaus Weidinger
13.30 bis 14 Uhr Empfang auswärtiger Feuerwehren vor dem Gasthaus Weidinger
14 Uhr Vergatterung und Meldung an Herrn Bezirkskommandant
           Kurze Ansprache
           Vorbeimarsch beim Gasthaus Steiner
           Angriffsübung (Brandobjekt Neubau Niederer)
ab 15 Uhr Tanz im Gasthaus Weidinger.

21.07.1959

Sirenenalarm um 9.13 Uhr - Verheerende Hochwasserkatastrophe im ganzen Gemeindegebiet. Das Wasser stieg bis 12:45 Uhr. Der Wasserstand war um diese Zeit zirka 2,50 Meter über den Normalstand. Die Pielachtalstraße war an mehreren Stellen bis zu einem Meter überflutet, der Ort Frankenfels von der Umwelt abgeschnitten. Umfangreiche Einsätze brachten alle Feuerwehren im Pielachtal an die Belastungsgrenze. Die Frankenfelser und Weißenbachler Feuerwehrkameraden machten stundenlang Sicherungs- und Evakuierungsarbeiten. Einige gefährdete Wohnhäuser wurden ausgeräumt, auch Tiere aus den Stallungen in Sicherheit gebracht, Geräte entfernt und angeschwemmtes Holz bei den Brücken beseitigt. In der Weißenburggegend 14 ("Haarstubenhäusl") gelang den Feuerwehrmännern Rudolf Gira, sen. und Rudolf Gira, jun., beide von der Filiale Weißenburg, Herrn Bernhard Zöberer vor den Fluten zu retten. Sein Wohnhaus war vom bis zu 1,80 Meter hohen Wasser des Weißenbaches eingeschlossen. Daraufhin wurde beiden vom Landeshauptmann Ök.-Rat Johann Steinböck im November 1959 die Lebensrettermedaille verliehen. Auch eine Auszeichnung für den Hochwassereinsatz erhielten Bezirksfeuerwehrrat Franz Grössbacher und Schriftführer Johann Dieringer am 26. Oktober 1959.
Einsatzdaten: 27 Mann (18 Frankenfelser und 9 Weißenbachler) / um 20.45 Uhr wurde ins Gerätehaus eingerückt, es folgte anschließend ein Bereitschaftsdienst bis 22 Uhr.
27.07.1959
Vormittags: Keller beim Haus "Schmelzhütte" (Besitzer: Alois Sieber), Laubenbachgegend 10, ausgepumpt
Nachmittags: Mit einer Gemeindekommission wurde zwecks Schadensfeststellung sämtlicher Hochwasserschäden das ganze Gemeindegebiet abgefahren. Aufgrund des schlechten Straßenzustandes (durch Hochwasser ausgeschwemmte Straßenoberflächen) war die Fahrt mit einem Geländewagen erforderlich. Unser Land Rover war das geeignetste Mittel. Die Besichtigungsfahrt dauerte von 13 Uhr bis 20.15 Uhr.

23.08.1959


Bei einer großen Alarmübung in der Nachbarsgemeinde Schwarzenbach an der Pielach nahm auch die FF Frankenfels mit einer starken Mannschaft teil. Es wurde in der Herrschaft Isbary ein alter Schuppen angezündet, wobei der Schwerpunkt beim Halten einer zirka 20 Meter entfernten Scheune mit Heu lag. Übungsziel erreicht.

01. - 03.10.1959


Beim Güterwegbau im Fischbachgraben bespritzte die Feuerwehr an drei Tagen jeweils zirka 2 1/2 Stunden lang mit der Kleintragkraftspritze R 10 den Boden. Somit konnte die Straßenwalze die Fahrbahn entsprechend verdichten. Es herrschte bereits seit geraumer Zeit eine Trockenheit, welche den Straßenbau erschwerte.
03.10.1959
Bezirksfeuerwehrausschußsitzung in Frankenfels, Beginn um 15 Uhr.
10.10.1959 Selbstmord des Familienvaters (mit Ehegattin und 2 Kindern) Alois Summerer, "Klein-Bernreithäusl" in der Lehengegend 30, durch Erhängen. Totenbergung durch die Feuerwehr.

13.10.1959

Änderung bei den Schulterspangen:
.) Mannschaft: Rotseide mit kleinem gekörnten Weißmetallknopf
.) Chargen: Silbergewirkt mit kleinem gekörnten Weißmetallknopf
.) Schriftführer bis Landesfeuerwehrkommandant: Goldgewirkt mit kleinem gekörnten Gelbmetallknopf
18.10.1959
Bei der Besichtigung durch den Bezirks-Feuerwehrverband Kirchberg an der Pielach wurde das Gerätehaus in Frankenfels bemängelt - zu klein und zu feucht (dadurch der schlechte Zustand bei den Hanfschläuchen).
24./25.10.1959 24. Oktober: Selbstmord (aus Verzweiflung) jener Frau, welche seit 10.10.1959 verwitwet ist, Josefa Summerer, Lehengegend 30, durch Erhängen.
Am 25. Oktober: Feuerwehreinsatz - Abtransport der Leiche in die Totenkammer.
14.11.1959
Kameradschaftsabend der FF Frankenfels im Gasthaus Steiner, Beginn um 19.30 Uhr.
31.12.1959
Statistik 1959: Mannschaftsstand mit Jahresende: 49 Feuerwehrmitglieder (davon 11 in der Filiale Weißenburg) und 326 unterstützende Mitglieder.
13.02.1960
Feuerwehrball der FF Frankenfels.
14.05.1960 Rudolf Swatek erwirbt als erster Frankenfelser das Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold.
23.05.1960
Technische Hilfe außer Ort. Bei der Besichtigung der Ortswasserleitung in Loich durch einen Fachmann der n.ö. Landesregierung musste die örtliche Feuerwehr Loich helfen. Beim Auspumpen des Brunnens stellte man fest, dass durch die Wassermenge auch die FF Kirchberg/Pielach mithelfen muß. Leider schafften es die Motorspritzen beider Feuerwehren nicht, das Wasser herauszupumpen. Es wurde um 15 Uhr die Feuerwehr Frankenfels angefordert. Der Einsatz von drei Tragkraftspritzen führte endlich zum Erfolg. Für die Frankenfelser war um 18.30 Uhr der Einsatz beendet.
25.05.1960 Beim Bezirksfeuerwehrtag in Kirchberg an der Pielach gab es am Schluss eine beeindruckende Fahrzeug-Defilierung von zehn Feuerwehren. Die FF Frankenfels fuhr - mit vollem Stolz - mit dem Land Rover vor.
28.07.1960
Sirenenalarm um 16.15 Uhr - Das Wirtschaftsgebäude des Besitzers Leopold Karner in der Nachbarsgemeinde Schwarzenbach an der Pielach, Hofrotte 6, steht in Flammen. Lage bei der Ankunft: Stall und Scheune in Brand, Dach bereits eingestürzt, akuter Wassermangel. Auch die Filiale Weißenburg rückte mit 4 Männern um 16.30 Uhr aus und kamen um 19 Uhr wieder zurück. Das Löschmittel zur Brandbekämpfung beschränkte sich leider nur auf Jauche. Diese wurde mit Kübeln aus der Jauchengrube zum Brandobjekt getragen. Nebenbei wurde mittels Seilzug zu nahe gelagertes Holz entfernt. Für die Frankenfelser (16 Mann) war um 20.10 Uhr das Einsatzende.
20.09.1960
Feuerwehrsitzung: Vergabe der Feuerwehrwohnung (Dachgeschosswohnung) im neuen Feuerwehrhaus nach geheimer Abstimmung. Ergebnis: Mehrheit für Feuerwehrmann August Herzog.
29.09.1960
Gemeinderatsitzung im Gasthaus Steiner. Im Tagesordnungspunkt 4 wurde die Feuerwehrwohnung vergeben. Bezugnehmend auf die Abstimmung der Feuerwehr erfolgte der Beschluss, dass Herr August Herzog die Wohnung bekommt.
03. - 07.10.1960
Die Feuerwehrkameraden Bezirksfeuerwehrrat Franz Grössbacher, Schriftführer Johann Dieringer und Brandmeister Leopold Härtensteiner absolvieren in der N.ö. Landesfeuerwehrschule Tulln den Chargenlehrgang III.

09.10.1960

Beim Sägewerk Hinteregger (Rosenbühelrotte 13) brennt es zum 3. Mal. Sirenenalarm um 21.55 Uhr. Bei diesem Großbrand standen insgesamt 65 Mann bis 10.10. in der Früh im Einsatz. Neben der Ortsfeuerwehr, einschl. der Filiale Weißenburg, sind auch die Feuerwehren Kirchberg/Piel. (mit Tankwagen) und Schwarzenbach/Piel. angerückt. Der Holzaufbau des Sägewerks und der Sägespänesilo fielen dem Brand zum Opfer. Zur Beleuchtung wurden neben Scheinwerfern auch Fackeln verwendet. Einsatzdaten der FF Frankenfels: 29 Mann (22 Frankenfelser und 7 Mann der Filiale Weißenburg) / Einsatzende am Folgetag um 0.45 Uhr für Weißenburg und um 7 Uhr früh für Frankenfels.
Es folgte anschließend eine Brandwache von 10.10. - 7 Uhr bis 11.10. - 6 Uhr früh.
16.10.1960 Um 5.00 Uhr heult die Sirene in Frankenfels. Haus und Wirtschaftsgebäude des Besitzers Leopold Seidl in der Seerotte der Nachbarsgemeinde Schwarzenbach an der Pielach stehen in Flammen. Bei der Ankunft wurde festgestellt, dass der Dachstuhl bereits niedergebrannt ist und keine Motorspritze wegen Wassermangel eingesetzt werden kann. Man beschränkte sich mit Ausräumarbeiten, Entfernen der brennenden Holzteile vom Dachboden und Löschen mit in Kübeln herbeigebrachten Wasser aus einem kleinen Gerinne, welches beim Haus vorbeifließt. Von der Frankenfelser Feuerwehr waren 14 Kameraden bis 8.00 Uhr im Einsatz.
20.10.1960
Für das neue Feuerwehrhaus wird von der Firma Rosenbauer eine Motorsirene Type FS 8 (Fabrikationsnummer 601.466 / Motornummer 126.569 / Luftschütz-Fernschalter 380 Volt Bi 6.5-10) um Schilling 6552,- + S 50,- (für Verpackung) angekauft.
12.11.1960 Kameradschaftsabend der Feuerwehr im Gasthaus Steiner. Zusammenkunft um 19.30 Uhr in Uniform.
Ein sehr lobender Bericht war in der St. Pöltner Zeitung zu lesen.

25.11.1960


Der Feuerwehr - Land Rover wurde mit einem Schneepflug von der Firma Fahrzeugbau Karl Maier aus Gußwerk ausgerüstet. Es handelte sich um einen Seitenpflug, welcher händisch zu bedienen war. Der Bediener saß ungesichert am rechten Kotflügel und konnte mit einer Handkurbel nur die Höhe verstellen. Die Schneeräumung war in den ersten Wintern auf den Marktbereich beschränkt, später wurde damit im ganzen Gemeindegebiet die Schneebeseitigung vorgenommen.

05.12.1960

Die Sirene ruft um 20.57 Uhr. Wieder eine Löschhilfe außer Ort - und wieder nach Schwarzenbach an der Pielach. Es handelte sich diesmal um einen Zimmerbrand in der Staudachgegend (Besitz: Firma Harlander Zwirnfabrik, St. Pölten). 18 Mann rückten um 21.01 Uhr mit dem Land Rover und mit zwei privaten PKW aus. Beim Eintreffen um 21.07 Uhr war das Feuer bereits gelöscht und daher unser Einsatz nicht mehr erforderlich. "Abrücken vom Brandplatze um 22.00 Uhr. Eingerückt um 22.10 Uhr." ist im Bericht dokumentiert.

31.12.1960
Statistik 1960: Mannschaftsstand mit Jahresende: 42 Aktive (davon 10 in der Filiale Weißenburg), 5 Reservisten und 346 unterstützende Mitglieder.
20.01.1961
Der Bauernhof Mitter-Wies (Josef Mitterer), Weißenburggegend 7, seit zwei Tagen ohne Wasser und der Zufahrtsweg stark vereist. 14 Rinder, 5 Schweine und 8 Schafe in Gefahr. Die FF Frankenfels einschließlich Filiale Weißenburg pumpte mittels zwei Tragkraftspritzen Nutzwasser von der Pielach zum Gehöft. Einsatzdaten: 8 Feuerwehrmänner (4 Frankenfelser und 4 Weißenbachler) / 2 Feuerwehrfahrzeuge, 2 Tragkraftspritzen, insgesamt 520 Meter Schlauchlänge / 13.00 Uhr bis 17.10 Uhr.

21.01.1961

Feuerwehrball im Gasthaus Weidinger. Eine neuerrichtete Rutschbahn (auch "Rutschn" genannt) von der Ballveranstaltung im ersten Stock - über das Außenfenster ins Freie und durch die Außentür des Extrazimmers hinein in die eingerichtete Bar im Erdgeschoß - sorgte für eine besondere Belustigung.
31.01.1961 Ein Eisstoß, verursacht durch Tauwetter, ließ die Natters am Abend über die Ufern treten. Die Gefährdung des Hauses Markt 12 (Zeiner Häusl - "Alte Badstube") konnte die Feuerwehr beseitigen. Sechs Mann lockerten mit Hacken und Holzstangen die Eisbrocken.
Februar 1961 Die Übersiedlung vom feuchten Kellerraum des Gemeindesaales (Markt 10) ins neue Feuerwehrhaus (Markt 65) wurde in der ersten Februarhälfte mit viel Freude vollzogen. Der Neubau begann im Jahre 1959. Im Erdgeschoß wurde die Feuerwehr (zwei große Garagen für drei Fahrzeuge, einen Schlauchturm mit einem händisch bedienbaren Schlauchaufzug, ein kleines Maschinistenkammerl, eine Monturkammer und ein Nebenraum) und einer Gendarmeriewohnung, im ersten Stock die Landwirtschaftliche Fortbildungsschule (für den Schulsprengel Frankenfels und Schwarzenbach an der Pielach) und eine Tierarztwohnung und im Dachgeschoß eine Wohnung für einen Feuerwehrmann und weiters zwei Privatwohnungen untergebracht.
Leider musste im März 1964 die Monturkammer der FF - über Gemeinderatsbeschluss - an die angrenzende Gendarmeriewohnung, zur Vergrößerung dieser Wohnungseinheit, abgetreten werden.
17.02.1961 Ende der feuerwehreigenen Rettungsabteilung (bestehend seit 30.05.1928).
An diesem Tag wurde die ASBÖ-Rettungsstelle Frankenfels - unter Obmann Franz Mairhofer - gegründet.
19.02.1961 Jahreshauptversammlung in der Bahnhofgastwirtschaft Dieringer, Beginn um 15 Uhr.
Es wurden u.a. die besonderen Leistungen beim Brand "Sägewerk Hinteregger" hervorgehoben - schrieb die St. Pöltner Zeitung am 6. März auf der Seite 13.
20.03.1961
Der Land Rover wurde von der Firma O. J. Aulehla (Generalvertretung für Land Rover), Wien III, Marxergasse 6 - 8, mit einem Dachgepäcksträger nachgerüstet. Kosten: Schilling 1350,-
01.05.1961 Sirenenalarm um 7.40 Uhr in Frankenfels. Hochwasser in der Boding und im Weißenbachtal. Sperre der Bundesstraße 231, auch eine Brücke war gefährdet. Die Häuser Laubenbachgegend 1 ("Kohlangerhäusl"), Markenschlagrotte 8 ("Vorder-Hofstadt-Häusl") und Übergangrotte 20 ("Aigelsreiter") waren zum Teil unter Wasser. Die Frankenfelser rückten um 7.45 Uhr mit 14 Mann aus und konnten den Betroffenen helfen. Ein Personenkraftwagen wurde aus dem Wasser gezogen. Für die Weißenbachler begann der Einsatz um 8.30 Uhr. Die Landesstraße war an mehreren Stellen überflutet und wurde vom Kilometer Null bis einschließlich Ortsteil Weißenbach (bereits Gemeindegebiet Plankenstein) gesperrt. Das in der Nähe des Baches gelagertes Holz, sowie angeschwemmtes Reisig wurden entfernt. Hier erstreckte sich der Einsatz in der Weißenburggegend, Tiefgrabenrotte und in der Wiesrotte. Einsatzende war für die Frankenfelser um 10.15 Uhr und um 11.30 Uhr für die Filiale Weißenburg.
Am Folgetag wurden zirka 4000 Liter Wasser aus dem Keller des Kaufhauses Sieber, Laubenbachmühle 10, herausgepumpt. Dieser Einsatz dauerte von 14.30 Uhr bis 17.15 Uhr.
16.05.1961 Gemeinderatssitzung: Über das Ansuchen des ASBÖ Frankenfels vom 7. Mai 1961 um Einstellung eines Krankenwagens im neuerrichteten Feuerwehrgerätehaus entbrannte eine heftige Debatte zwischen ÖVP und SPÖ.
18.06.1961
Beschluss der Feuerwehr über eine eventuelle Unterbringung des ASBÖ-Krankenwagens im neuen Feuerwehrhaus, vorbehaltlich einer Stellungnahme des N.Ö. Landes-Feuerwehrkommandos.
30.07.1961
Das Bergbauernhaus "Hinter-Hofstatt" - Josef Eigelsreiter, Markenschlagrotte 2, seit einigen Tagen ohne Wasser. Es herrscht große Trockenheit. Es wurden zirka 24.000 Liter Nutzwasser von der Natters zum Wasserbehälter (120 Meter Höhenunterschied) mittels einer 480 Meter langen Schlauchleitung und zwei Tragkraftspritzen gepumpt. 12 Mann / 5.05 Uhr bis 10.10 Uhr.
August 1961 Infolge "arger Trockenheit" versorgte die Feuerwehr einige Bauernhöfe mit Wasser (Wasserentnahme aus Bach, sehr lange Schlauchleitung, Einbau ein bis zwei Tragkraftspritzen).
20.08.1961 Offizielle Eröffnung (Segnung) des neuen Gemeindehauses - Markt 65 "Feuerwehrhaus". Die Planung des Hauses lag in den Händen des Baumeisters Ing. Franz Raderer aus Melk an der Donau. Zugleich wurde auch die neue Räumlichkeit der im ersten Stock befindlichen Landwirtschaftlichen Fortbildungsschule gesegnet.
Dabei wurde Herr Bürgermeister Alois Fahrnberger mit der St.Florian-Plakette dekoriert.
05.09.1961
Gemeinderatsbeschluss über eine hinkünftige Einstellung des Krankenwagens im Feuerwehrhaus. Grundsätzlich JA, jedoch "Das letzte Wort hat das N.Ö. Landes-Feuerwehrkommando", erst dann darf die Unterbringung vollzogen werden.
08.09.1961
Es wird eine schriftliche Erklärung über die geplante Unterbringung des ASBÖ-Krankenwagens im neuen Feuerwehrhaus in einer 8-Punkte Vereinbarung festgelegt. Es unterschreiben folgende Personen:
Für den ASBÖ: Franz Mairhofer, Josef Aigner und Anton Niederer
Für die Feuerwehr: Grössbacher, Karner, Dieringer, Swatek und Gamsjäger
09.09.1961 "Zirka um 20.10 Uhr geht eine Feuerröte über dem Falkenstein auf" ist in der Chronik der Volksschule Frankenfels zu lesen. Sirenenalarm um 20.31 Uhr in Frankenfels. Der komplette Hof Mühlbacher-Krickl ("Groß-Gstetten", Gstettengegend 2) auf den Mühlboden ist bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Bei der Ankunft des ersten Feuerwehrfahrzeuges bot sich folgendes Bild: Wohnhaus, Stall und Scheune waren vom Feuer erfasst und Flammen schlugen übers Dach. Neben der FF Frankenfels einschl. Filiale Weißenbach waren auch die Nachbarsfeuerwehren Schwarzenbach/Pielach, Loich und Kirchberg/Pielach vor Ort und halfen kräftig mit. Das Vieh konnte gerettet werden, das eigene Sägewerk samt Schuppen sowie die benachbarten Bauernhäuser Hofegger ("Hof", Falkensteinrotte 9) und Grubner ("Klein-Gstetten", Gstettengegend 1) waren in großer Gefahr. Diese Objekte blieben durch den Großeinsatz unbeschädigt. Intensive Brandbekämpfung beim Wohnhaus, um Ausräumarbeiten durchführen zu können, war neben der Sicherung umliegender Gebäude, der Schwerpunkt der Feuerwehrtätigkeit. Der Einsatz dauerte bis 23.30 Uhr, anschließend wurde eine Brandwache (abwechselnd FF Frankenfels, Filiale Weißenburg und FF Schwarzenbach/Pielach) bis 11.09., 17.00 Uhr eingerichtet. Einsatzdaten Gesamt: 84 Mann (23 Frankenfelser, 6 Weißenbachler, 12 Schwarzenbachler, 22 Loicher und 21 Kirchberger) / 8 TS, 260 Meter B- und 630 Meter C-Schläuche eingesetzt / Das letzte Fahrzeug (UNRRA-Wagen der Filiale Weißenburg) ist von der Brandwache am 11.09. um 17.15 Uhr heimgekommen.
Als Ursache wurde eine platzende Glühbirne ermittelt.
15.09.1961
Über die Einstellung des ASBÖ-Krankenwagens im neuerrichteten Feuerwehrgerätehaus wurde vom Landesfeuerwehrkommandanten Dipl.Ing. Ferdinand Heger eine schriftliche Ablehnung erteilt. Die Vereinbarung vom 8. September 1961 wurde somit gegenstandslos.
14.10.1961
Bergbauernhof Hinter-Hofstatt (Besitzer Josef Eigelsreiter), Markenschlagrotte 2, wieder bereits seit Tagen ohne Wasser. Wie am 30.07.1961 wurde Wasser von der Natters zum 24.000 Liter fassenden Wasserbehälter gepumpt. 10 Mann, 13.15 Uhr bis 17.30 Uhr.
Herbst 1961 Der Umbau des Gerätehauses in Weißenburg konnte endlich abgeschlossen werden. Als wesentliche Veränderungen sind die Versetzung des Schlauchturms auf die Rückseite und die Strominstallation erwähnenswert.
21.11.1961
Bergbauernhof Brandl (Besitzer Leopold Eigelsreiter), Laubenbachgegend 2, ohne Wasser. Wegen des Straßenbaues konnte kein Wasser zugefahren werden. Von der Natters wurden 11.000 Liter zum Hof gepumpt. Der Höhenunterschied wird auf 140 Meter geschätzt. Eine 300 Meter lange Schlauchleitung wurde auf einem Steilhang mit zirka 70 % Steigung verlegt, wobei die Schläuche bei Bäumen angehängt wurden. Einsatzdaten: 9 Mann / 2 Tragkraftspritzen / 13.00 Uhr bis 17.50 Uhr.
25.11.1961 Beim Kameradschaftsabend im Gasthaus Steiner wurde der vorbildliche Ausbildungsstand gelobt - stand in der St. Pöltner Zeitung, in ihrer Ausgabe vom 6. Dezember auf der Seite 8.
31.12.1961
Statistik 1961: Folgender Mannschaftsstand am Jahresende: 44 Aktive (davon 12 in der Filiale Weißenburg), 6 Reserve und 334 unterstützende Mitglieder.
01.01.1962 Holzhändler Alois Sieber, von der Schmelzhütte, Laubenbachgegend 10, in die Natters gestürzt und ertrunken. Tätigkeiten der Feuerwehr: Bergung des Toten (aus dem Nattersbach gezogen), in sein Wohnhaus gebracht und dort angezogen. Der Einsatz dauerte von 17.27 Uhr bis 20.45 Uhr.
02.01.1962
Folgeeinsatz des Vortages. Der Gendarmerieposten Frankenfels ersucht die Feuerwehr, an der Suche nach verlorenen Gegenständen in der Umgebung der Fundstelle des Ertrunkenen Alois Sieber mitzuwirken. Es wurde nach Utensilien und sonstigen Spuren gesucht. Lediglich den Hut des Toten fand man unterhalb der Unfallstelle im Bach, unter dem Eis. Dieser Einsatz dauerte von 9.27 Uhr bis 11.55 Uhr.
16.01.1962
Der erkrankte Bauer Leopold Niederer wurde von seinem Einschichthof "Reit", Lehengegend 10, zur Bundesstraße transportiert und dort der Rettung übergeben, welche den Weitertransport ins Krankenhaus St. Pölten durchführte. Mit dem Rettungsauto konnte man die steile, vereiste und teils verschneite Frankenfelsbergstraße nicht befahren. Unser Land Rover zeigte wieder seine gute Leistung in der Gemeinde.
20.01.1962
Ball der Freiwilligen Feuerwehr Frankenfels im Gasthaus Weidinger, natürlich mit der besonders beliebten "Rutschn".
28.01.1962 Bei der Jahreshauptversammlung wurde Leopold Härtensteiner zum Ehrenkommandant ernannt. Ab nun führt Zugskommandant Johann Weissenbacher die Filiale Weißenburg.
Die Versammlung habe "im Zeichen der Einmütigkeit" gestanden - schrieb die St. Pöltner Zeitung am 7. Februar, Seite 9.
30.01.1962
Für die Filiale Weißenburg wurde eine Tragkraftspritze RW 80, Baujahr um 1950, beschafft. Es war ein gebrauchtes generalüberholtes Gerät von der Firma Konrad Rosenbauer K.G. aus Linz an der Donau um Schilling 6500,-
03.02.1962 Der Rechtsanwalt Dr. Kurt Pilger wurde mit dem Feuerwehr - Land Rover zum verschneiten Bergbauernhof Reit, Lehengegend 10, transportiert. Der schlechte, 5 km lange Weg hatte starke Verwehungen und Vereisungen.
05.02.1962 Ein Gerichtsbeamter wurde ebenfalls zu diesem Bauernhof befördert. Grund: Hofübergabe.
26.02.1962
Ein 13-jähriger Knabe, welcher sich wegen eines Beinbruchs drei Wochen im Krankenhaus St. Pölten befand, kam mit dem Zug nach Frankenfels und sollte zu Fuß nach Hause gehen. Die Feuerwehr sprang spontan ein und beförderte ihn mit dem Land Rover heim. Der zirka 3 km lange Weg war witterungsbedingt im schlechten Zustand und im Redtenbachgraben sehr eisig.
26.03.1962 Von der Firma Konrad Rosenbauer K.G. aus Linz an der Donau wurde für Frankenfels eine neue Tragkraftspritze der Marke Automatic 75 VW angekauft. Kosten: Schilling 31.600,-
Zugleich wurde auch ein Arbeitsscheinwerfer samt Stativ beschafft.
27.03.1962
Ein am Bahnhof Frankenfels ankommendes Kind wurde zum Bergbauernhof "Mitter-Redtenbach", Falkensteinrotte 1, transportiert. Es kam nach einem längeren Krankenhausaufenthalt und die Rettung sollte das kranke Kind heim fahren. Da der zirka 2,5 km lange Weg wegen des schlechten Zustandes (Schnee und Eis) weder vom Rettungsauto oder eines PKW´s nicht befahren werden konnte, übernahm die Feuerwehr mit dem Land Rover den Krankentransport.
10.04.1962 Ein Bauernsohn geriet mit der rechten Hand in die Messer der Futterschneidmaschine, wobei ihm alle Finger weggeschnitten wurden. ASBÖ und Feuerwehr wurden alarmiert.
15.04.1962 Und wieder ein Arbeitsunfall: Ein Landarbeiter schneidet sich mit der Motorsäge in den rechten Fuß.
Und wieder wurden ASBÖ und Feuerwehr gerufen.
16.04.1962 Sirenenalarm um 12.10 Uhr. Wiesenbrand im Ausmaß von zirka 200 m2 in der Nähe des Bauernhofes Leiten (Hofstadtgegend 10). Mit Krampen, Hauen und Schaufeln wurde der Brand erfolgreich bekämpft. Da die elektrisch betriebene Mariazellerbahn in unmittelbarer Nähe vorbeiführt, wurde aus Sicherheitsgründen kein Wasser eingesetzt. 10 Mann / Einsatzende um 13.12 Uhr.
22.04.1962 Die Sirene heulte in Frankenfels um 11.18 Uhr. Waldbrand (zirka 300 m2) am Ostersonntag in der Laubenbachmühle "beim Goaßreider" (Pernarotte 2). Sofort wurde telefonisch die Filiale Weißenburg dazu alarmiert. Der Land Rover leistete durch seine Geländegängigkeit wertvolle Dienste. Das Feuer wurde mit Schaufeln, Krampen, Hauen, Spaten, ect. abgeschlagen bzw. mit Erde überdeckt. Einsatzdaten: 31 Mann (23 Frankenfelser und 8 Weißenbachler) / Einsatzdauer der Frankenfelser: 11.18 Uhr bis 13.25 Uhr / Einsatzdauer der Weißenbachler: 11.19 Uhr bis 14.05 Uhr (Motordefekt beim UNRRA-Wagen bei der Heimfahrt). 
Es wurde eine Brandwache von 13 Uhr bis 16 Uhr eingerichtet.
Die Brandursachenermittlung durch die Gendarmerie ergab: "Unachtsamkeit von Sommergästen mit einer brennenden Zigarette war die Schuld".
22.05.1962 Und wieder Brandalarm, diesmal um 15.35 Uhr. Beim Sägewerk Hinteregger (Rosenbühelrotte 13) brannte ein 100 PS - starker Elektromotor. Erfolgreiche Brandbekämpfung mittels Schaumlöscher. Einrückung ins Gerätehaus um 17.15 Uhr.
08.07.1962 Großes Feuerwehrfest in Frankenfels. Dabei wurde auch die neue Rosenbauer-Tragkraftspritze Automatic 75 VW gesegnet. Die Patenschaft übernahm Frau Theresia Enner (Hofstadtgegend 17).
Um 6 Uhr weckten frohe Marschklänge der Trachtenkapelle die Bewohner des Ortes. Um 9 Uhr fand vor dem Kriegerdenkmal eine Feldmesse statt. Während dieser Messe, verbunden mit der Segnung der neuen VW-Motorspritze, weist der Pfarrer Josef Stangl auf die Notwendigkeit der Feuerwehr hin und betonte insbesondere, dass es wünschenswert wäre, wenn alle geeigneten Männer Feuerwehrmitglieder würden. Außer Abordnungen der Feuerwehren Schwarzenbach/P., Loich, Kirchberg/P., Tradigist, Rabenstein/P., Hofstetten, Texing, Kilb und Schrambach waren zum Fest erschienen: Ehrenlandeskommandantstellvertreter Alfred Schmid, vom Bezirk St.Pölten Bezirkskommandant Franz Snor, vom Bezirk Kirchberg/Pielach Bezirkskommandant Konrad Lampel, Bezirkskommandantstellvertreter Karl Kramer, Ehrenbezirkskommandantstellvertreter Peter Strasser und Bezirksfeuerwehrrat Josef Schönig, Bürgermeister der Marktgemeinde Frankenfels Alois Fahrnberger, die Gemeindevertretung, die Feuerwehrpatinnen, die Ehrenmitglieder, Gendarmerie und Lehrerschaft. Am Nachmittag sprachen zu den Versammelten: Kommandant Bezirksfeuerwehrrat Franz Grössbacher, Bürgermeister Alois Fahrnberger und Bezirkskommandant Konrad Lampel. Den Ansprachen folgte ein Festmarsch sowie eine Schauübung (Angriffsübung) mit der neuen Tragkraftspritze, der sich ein Gartenfest im Gastgarten Weidinger anschloss. Umfangreicher Bericht in der St. Pöltner Zeitung am 18. Juli, Seite 9.
22.07.1962 Der Gendarmerieposten beauftragte die Feuerwehr entweder eine Straßensperre der B 231 infolge Hochwasserschäden zu errichten oder die Fahrbahnschäden zu beseitigen. Die Straße wies mehrere Quadratmeter große und zirka 1/2 m tiefe Löcher auf, somit ist sie für Kraftfahrzeuge unpassierbar. Die fünf Feuerwehrmänner entschieden sich für die Schadensbehebung und die Löcher wurden notdürftig mit Steinen und Schotter zugeschüttet. Der Einsatz dauerte von 19.05 Uhr bis 21.05 Uhr.
29.07.1962
Die Feuerwehr wurde zur Überbringung einer dringenden Nachricht herangezogen. Josef Dorrer, wohnhaft am Groß-Walz, Karrotte 7, erlitt einen schweren Verkehrsunfall, liegt im Krankenhaus Scheibbs und schwebt in Lebensgefahr. Die Angehörigen sollen dringend hievon verständigt werden, damit sie ehestens ins Krankenhaus kommen. Der Bergbauernhof ist zirka 7 km entfernt, liegt am Frankenfelsberg (Nordhang) und der Weg über den Berg ist in einem sehr schlechten Zustand (Befahren mit normalen PKW ist sehr zeitaufwendig bzw. fast unmöglich). Sofort (Einlaufzeit der Meldung um 8.50 Uhr, Abrücken vom Gerätehaus um 8.54 Uhr) erledigte Löschmeister Hubert Pögner dies mit dem Feuerwehr - Land Rover.
08.09.1962 Der Gemeinderat beschließt die Errichtung von sechs Schaukästen im Ortszentrum - an der Außenwand des Geräteschuppens der Landwirtschaft Pögner. Sie stehen der ÖVP (zwei Stück), SPÖ (auch 2 Kästen) und zwei Vereinen (jeweils ein Schaukasten) zur Verfügung. Die Feuerwehr geht leer aus!
16.09.1962
Bei der am Sonntag stattfindenden Abschnittsübung in Schwarzenbach/Pielach nahm auch die FF Frankenfels einschließlich Filiale Weißenburg teil. Beginn um 13.55 Uhr, Ausfahrt um 14 Uhr. "Wohnhausbrand in der Vorderleiten" war die Übungsannahme.
27.10.1962
Die Bergbauernhöfe "Brandl", Laubenbachgegend 2, und "Hinter-Hofstatt", Markenschlagrotte 2, haben bereits seit Tagen kein Wasser. "arge Trockenheit" wird dokumentiert.
Zuerst wurde beim "Brandler" (Leopold Eigelsreiter) Wasser von der Natters - wie am 21.11.1961 - hinaufgepumpt. 7 Mann / 10.05 Uhr bis 12.45 Uhr.
Anschließend wurde direkt zum Gehöft Hinter-Hofstatt (Franz Winter) gefahren. Es musste eine 455 Meter lange Schlauchleitung von der Natters zum 16.000 Liter fassenden Wasserbassin, mit Einbau von zwei Tragkraftspritzen, verlegt werden. Die gleiche Mannschaft war bis 17.40 Uhr im Einsatz.
17.11.1962
Kameradschaftsabend der FF Frankenfels. Wie in den Vorjahren wurden auch diesmal die Frauen der Feuerwehrmänner, die Patinnen und Honoratioren des Ortes geladen.
Im gemütlichen Teil kamen die Conférenciers Anton Pögner und Heinrich Fahrngruber zu Wort, die es gut verstanden, die Versammlung zu unterhalten. Die Damen Franziska Fahrngruber und Juliana Klauser sowie Hilda Steiner und Theresia Gansch trugen mit ihren schönen Alpenliedern viel zum Gelingen des Abends bei. Auch die von Oberlöschmeister Franz Gamsjäger und Oberfeuerwehrmann Rudolf Gira senior vorgetragenen Gedichte und Lieder brachten Erheiterung.
24.11.1962 Neueinführung: Gemeinschaftsabend der Feuerwehr. Einmal im Jahr sollen auch die Frauen die Möglichkeit haben, an einer Feuerwehrversammlung teilnehmen zu können.
28.12.1962 LKW-Bergung in der Boding (Markenschlagrotte). Die schwierige Bergung des 4 t - LKW der Firma ÖROP dauerte viereinhalb Stunden.
31.12.1962
Statistik 1962: Mannschaftsstand mit Jahresende: 52 Aktive (40 Frf. und 12 Wbg.), 7 Reserve (6 Frf. und 1 Wbg.) und 362 unterstützende Mitglieder.
15.01.1963
Starker Schneefall mit großen Schneeverwehungen in der Nacht vom 14. auf den 15. Jänner. Die Pielachtalbundesstraße, Landesstraße nach Schwarzenbach an der Pielach und die Landesstraße nach Plankenstein waren unfahrbar. Die FF Frankenfels wurde von der Straßenmeisterei Kirchberg an der Pielach ersucht, die Schneeräumung durchzuführen, da der Schneepflug der Straßenverwaltung gebrochen ist. Straßenwärter und auch Arbeitslose schaufeln bereits bei den meterhohen Schneeverwehungen. Unser Land Rover mit dem aufgebauten Schneepflug wurde zur Räumung der genannten Straßen eingesetzt - Beginn um 7.22 Uhr. Es gelang die erfolgreiche Schneeräumung. Ende um 16.30 Uhr.

Jänner 1963


Ende Jänner 1963 erlitt der Land Rover infolge der massiven Schneeräumungen einen großen Schaden. Das Differenzial und die Achsen sind gebrochen und auch die Lenkung weist eine Beschädigung auf. Die Reparatur wurde sofort in Angriff genommen und kostete tausende von Schilling. Man merkte, dass der Land Rover für solche starken Schneeeinsätze doch nicht geeignet ist. Daher beschränkte man sich wieder auf die Räumung im Marktbereich und suchte nach einer besseren Lösung.
02.02.1963
Ball der Freiwilligen Feuerwehr Frankenfels.
19.02.1963
Die Feuerwehr wurde von der Rettungsstelle Frankenfels ersucht, eine kranke Frau, welche ins Krankenhaus St. Pölten gebracht werden musste, vom Gasthaus Sauprügl (im hinteren Weißenbachtal) zu holen und zum Abtransport ins Krankenhaus zur Bundesstraße (Kreuzung "Krammer-Schneider") zu bringen. Wegen starken Schneeverwehungen konnte der Krankenwagen nicht zum Gasthaus gelangen. Für unseren Land Rover - kein Problem! Der Technische Einsatz dauerte von 15.45 Uhr bis 17.30 Uhr.
05.05.1963 1. Florianikränzchen in Weißenburg. Am Nachmittag trafen sich Feuerwehrabordnungen des Bezirksverbandes Kirchberg an der Pielach in der "Taverne" (Gasthaus Enne). Unmittelbar neben dem Eingang wurde auch ein Maibaumsteigen organisiert. Diese Veranstaltung lag in den Händen der Filiale Weißenburg und war sehr gut besucht. Die St. Pöltner Zeitung berichtete ausführlich in ihrer Ausgabe vom 15. Mai auf der Seite 9.
05.06.1963 Gebäudebrand im Karntal in der Nachbarsgemeinde Schwarzenbach an der Pielach. Die beiden Feuerwehren konnten das Haus (Besitz: Gutsverwaltung Isbary) nicht mehr retten und beschränkten sich erfolgreich auf den Schutz der beiden Nachbarsgebäude.
09.06.1963 Motorradunfall auf der Bundesstraße, Höhe Ruine Weißenburg. Zwei Verletzte am Straßenrand und das Motorrad lag in der Pielach, es befand sich 1,5 Meter unter Wasser! Der verletzte Motorradlenker Johann Theilen aus Neulengbach wurde mit dem Land Rover zum Gemeindearzt Dr. Friedrich Empacher transportiert. Hier erfolgte die Alarmierung der Rettungsstelle Frankenfels. Die leicht verletzte Beifahrerin wurde mit Erster Hilfe versorgt und nach Eintreffen der Rettungssanitäter diesen übergeben. Das Motorrad wurde von zwei Feuerwehrmännern aufgestellt und sodann mit Rettungsleinen aus dem Wasser gezogen. 8 Mann / 11.39 Uhr bis 13.10 Uhr.
14.07.1963 Das 80-jährige Gründungsfest, verbunden mit dem Bezirksfeuerwehrtag, wurde umfangreich gefeiert.
Am Vortag (13. Juli) gab es beginnend um 20 Uhr einen Fackelzug durch den Ort und danach einen Festabend im Gasthaus Steiner.
Festprogramm am Sonntag:
8 - 8.45 Uhr Konzert am Marktplatz
8.45 Uhr Empfang der Ehren- und Festgäste vor dem Gasthaus Weidinger
9 Uhr Festgottesdienst in der Pfarrkirche - zelebriert von Geistl. Rat Pfarrer Josef Stangl
           (der Pfarrer wies in der Predigt auf die Notwendigkeit der Feuerwehr hin
           und würdigte die Verdienste)
10 Uhr Totenehrung beim Kriegerdenkmal
10.10 Uhr Festversammlung im Gastgarten Weidinger mit Ansprachen und Ehrungen
11 - 12 Uhr Bezirksfeuerwehrtag des Bezirksverbandes Kirchberg/P. im Saal des GH Weidinger
Ab 14 Uhr Gartenfest im Gastgarten Weidinger mit Musik (Trachtenkapelle Frankenfels und Quintett in Oberkrainerbesetzung), Gesang (Opponitzer Trio und Sänger aus Frankenfels), verschiedene Belustigungen, Humor und Tanz. Ernst Track aus Perchtoldsdorf als Conférencier (Sprecher und Humorist).
Festabzeichen 10 Schilling
Das Festplakat befindet sich im Feuerwehrarchiv.
13.10.1963 Schwerer Verkehrsunfall am Sonntag um 01.35 Uhr auf der Bundesstraße 231 am "Angelbach-Kogel". Drei Tote, ein Schwerstverletzter und zwei total zertrümmerte Motorräder!
Tätigkeiten der Feuerwehr, welche erst um 02.25 Uhr alarmiert wurde: Absperren, Bewachen der Toten bis zum Eintreffen der Gerichtskommission, Abbeförderung der Leichen in die Totenkammer, Wegschaffen der Motorräder und Straßenreinigung von Blut, Scherben u.dgl. Der Einsatz dauerte bis 11.28 Uhr. 14 Mann standen im Einsatz.
27.10.1963 Erstes eigenes Feuerwehrfahrzeug in Weißenburg. Es war ein gebrauchter VW-Bus von der Firma Automobile Eugen Schantl in Wien X, Hasengasse 58, um Schilling 19.000,-
27.10.1963
Der reparaturanfällige und benzinfressende UNRRA-Wagen (Fordson) wurde ausgeschieden. Verkauf an Herrn Josef Spendlhofer, Gastwirt in Gattmannsdorf der Marktgemeinde Ober-Grafendorf, um 2800,- Schilling.
09.11.1963
Am Nachmittag: Abschnittsübung in Frankenfels
Am Abend: Kameradschaftsabend
31.12.1963
Statistik 1963: Mannschaftsstand per 31.12.: 51 Aktive (davon 14 in der Filiale Weißenburg), 7 Reserve (davon 1 in der Filiale) und 360 unterstützende Mitglieder.
14.01.1964
Bergbauernhof Fischbach (Alois Krickl), Fischbachmühlrotte 1, seit einigen Tagen ohne Wasser. Es wurde mit der Tragkraftspritze R 10 "Kleiner Flor'l" zirka 10.000 Liter vom Fischbach in den Betonbehälter gepumpt. Einsatzdaten: 3 Mann / 150 Meter C-Schläuche / 7 Uhr bis 10.10 Uhr.
18.01.1964 Feuerwehrball im Gasthaus Weidinger. Die St. Pöltner Zeitung berichtete am 29. Jänner, dass sich das Ballkomitee sehr freute, weil diesmal auch die Bauernschaft von Frankenfels gut vertreten war.
27.01.1964
Gehöft Fischbach, Fischbachmühlrotte 1, wieder ohne Wasser. Feuerwehrtätigkeit wie am 14.01.1964. Diesmal wurden zirka 8000 Liter Wasser hinaufgepumpt. 3 Mann / 8 Uhr bis 11.10 Uhr.
08.02.1964
Bauernhof Hundsbichl (Josef Fahrnberger), Grasserrotte 12, seit Tagen ohne Wasser. Es wurden zirka 10.000 Liter vom Fischbach zum Wasserbehälter gepumpt. 2 Mann / TS R 10, 150 Meter C-Schläuche / 14.30 Uhr bis 17.45 Uhr.
26.02.1964
Wohnungsmieter Gendarmeriepostenkommandant Inspektor Franz Wiener stellt einen Antrag um Überlassung der Monturkammer für ein Kinderzimmer der angrenzenden Gendarmeriewohnung. Es folgte ein Gemeinderatsbeschluss und die Tür zum dringend benötigten Feuerwehrraum wurde im März 1964 zugemauert.
01.03.1964
81. Jahreshauptversammlung in der Bahnhofgastwirtschaft Dieringer.

08.03.1964

Suchaktion des 25-jährigen Hilfsarbeiters Josef Niederer vom Hundsbaumeben (Wiesrotte 9) im Weißenbachtal - vorwiegend in der Wiesrotte. Diese dauerte von 08.53 bis 18.10 Uhr (22 Mann - 14 Frankenfelser und 8 Weißenbachlern) und wurde am Folgetag um 08.05 Uhr mit 10 Mann (6 Frf. + 4 Wbg.) fortgesetzt. Um 16.15 Uhr wurde die Leiche zirka 2,5 km vom Wohnhaus entfernt in einem Gestrüpp gefunden. Es war Selbstmord durch Kopfschuss. Der Einsatz an diesem Tag dauerte bis 20.10 Uhr. Die Jägerschaft und Nachbarn unterstützten die Suchaktion.
Die Totenbergung konnte von der Feuerwehr erst am 10. März mittels Schlitten durchgeführt werden (5 Mann / 9.05 Uhr bis 13.12 Uhr).
Erschwerend war die ausgiebige Neuschneemenge und das unwegsame Gelände.
05.04.1964 Ehrenhauptmann August Enner senior (Hofstadtgegend 17) verstorben. Er war von 1943 bis 1948 Hauptmann und zuvor seit 30. Oktober 1938 Hauptmannstellvertreter der FF Frankenfels.

09.08.1964

Man feierte - mit einem Jahr Verspätung - das 25-jährige Bestandsjubiläum der Filiale Weißenburg. Dabei wurde der VW-Bus in Frankenfels vor dem Kriegerdenkmal gesegnet. Die Patenschaft übernahm vom hinteren Weißenbachtal Frau Karoline Grasmann (Nachbarsgemeinde Plankenstein, Weißenbach 1 - Post Frankenfels). Anschließend gab es ein Feuerwehrkränzchen im Gasthaus Enne (Taverne). Am Vortag wurde ein Heuriger in der neuerrichteten Garage von Josef Härtensteiner, Weißenburggegend 2, abgehalten. Umfangreicher Bericht in der St. Pöltner Zeitung.
12.08.1964
Der niederösterreichische Landesverband des Österreichischen Zivilschutzverbandes veranstaltete mit seiner "Fahrbaren Schule" vor dem Gasthaus Weidinger eine Freilichttonfilmvorführung. Um 20.30 Uhr begann der Farbtonfilm "Pulsschlag des Lebens".
16.09.1964 Selbstmord eines 67-jährigen Landwirts durch Erhängen.
Auftrag des Gemeindearztes: Leichentransport in die Totenkammer durch die Feuerwehr.

25.09.1964

Alarm um 23.55 Uhr für die Filiale Weißenburg. Brand des Wirtschaftsgebäudes vom Gehöft "Mitter Laben" (Besitzer: Franz und Barbara Hirschsteiner), mitten in der Ortschaft Tradigist der Marktgemeinde Rabenstein, Tradigist 15. Leider brannten die Wirtschaftsgebäude total nieder, auch das Wohnhaus wurde in Mitleidenschaft gezogen. Die Weißenbachler kamen nicht mehr in Einsatz. "7 Männer rückten um 1.45 Uhr ins Gerätehaus ein." - steht im Löschhilfebericht außer Ort. Bedauerlicherweise ist eine Hofübergabe an Leopold und Aloisia Gansch in unmittelbarer Zeit geplant.
10.10.1964
Mittels Bescheid ist ab nun auch die FF Frankenfels ein Bestandteil des Katastrophenhilfsdienstes. Es wurde durch den Bürgermeister gemäß § 3 lit.4 KHDG anerkannt.
Daraufhin wurde unser Land Rover dem Zug III/17 zugeteilt.
18.10.1964
Abschnittsübung in Frankenfels am Sonntag, Beginn um 13.25 Uhr. Es wurde ein Brandausbruch im Haus "Klein-Gstetten", Gstettengegend 1, angenommen.
14.11.1964
Kameradschaftsabend im 1. Stock des Gasthauses Weidinger. Beginn um 19.30 Uhr. Um diese Veranstaltung bestmöglichst abhalten zu können, wurde am 30. Oktober im Kellerstübchen des Gasthauses Pögner eine Komiteebesprechung abgehalten.
31.12.1964 Statistik 1964: 27 Einsätze mit insgesamt 456 Einsatzstunden gab es im Jahr 1964. Mit Jahresende: 63 Aktive (davon 18 in der Filiale), 5 Reserve (1 in Weißenburg) und 359 unterstützende Mitglieder.
24.01.1965
Am Sonntag wurde die Jahreshauptversammlung - mit Wahl - in der Bahnhofgastwirtschaft, Beginn 15 Uhr, abgehalten.
25.01.1965
Da die Wasserpumpe beim Gehöft Ober-Nestelgraben (Florian Hochreiter), Lehengegend 8, ausgefallen ist, half die Feuerwehr "Wasserpumpen" aus. Es wurde eine 240 Meter lange B-Leitung von der Quellstube zum Hochbehälter ausgelegt und mit der VW-Tragkraftspritze 12.000 Liter hinaufgepumpt. Einsatzdaten: 5 Mann / 8.10 Uhr bis 13.20 Uhr.
07.03.1965
Beim Begräbnis unseres Ehren-Zahlmeisters Franz Todt übernahm die Feuerwehr den Leichen-Transport vom Wohnhaus Pielachleiten, Pielachleitengegend 1, zur Kirche. Der Sarg wurde bei umgelegter rückwärtiger Sitzbank des Land Rover's im Schritttempo befördert. Die Begräbnisteilnehmer folgten zu Fuß dem Feuerwehrfahrzeug.
25.04.1965 Unser Hauptmann Bezirksfeuerwehrrat Franz Grössbacher wird Bürgermeister der Marktgemeinde Frankenfels.
05.06.1965 Sirenenalarm um 20.10 Uhr. PKW-Brand nach Unfall auf der B 231 - genau an der Grenze Markt/Hofstadtgegend. Zwei Schwerverletzte, sie wurden mit der Rettung ins Krankenhaus transportiert. Der Brandeinsatz dauerte für 7 Mann bis 21.30 Uhr.

18.06.1965

Ein Henschel-LKW kam in der Tiefgrabenrotte von der Landesstraße 5226 ab, überschlug sich zweimal und stürzte in den Weißenbach. Mit dem Greifzug der Hofstettner Feuerwehr wurde der Lastkraftwagen geborgen. 9 Mann (3 der FF Frankenfels und 6 der FF Hofstetten) standen von 16.25 Uhr bis 20.45 Uhr im Einsatz.
21.06.1965
Ein Steyr 586 kam von der Bundesstraße 231 ab und kippte über eine Böschung in ein Ackergrundstück. Mittels Greifzug der Freiw. Feuerwehr Hofstetten wurde der LKW unter Mithilfe von Männern der FF Frankenfels auf die Straße gestellt.
08.08.1965 Gartenfest der FF Frankenfels im Gasthaus Weidinger. Das Ein-Tages-Fest konnte durch das Schönwetter im Gastgarten abgehalten werden.
25.08.1965
Für das Begräbnis "Josefa Fahrnberger, Mitter-Nestelberg, Ödrotte 3" konnte infolge Hochwasser und Dauerregen das vorgesehene Pferdefuhrwerk den Sargtransport nicht durchführen. Die Feuerwehr sprang ein und beförderte den Sarg im Schritttempo vom Mitter-Nestelberg zur Kirche. Dahinter folgten zu Fuß die Begräbnisteilnehmer.
31.08.1965
Der 76 Jahre alte Ausnehmer vom Perna, Pernarotte 1, Engelbert Buder half in der Pielachleiten, Pielachleitengegend 1, bei der Ernte mit. Der Mann fiel plötzlich um und war tot (Herzschlag). Die Feuerwehr wurde ersucht, die Leiche in das Wohnhaus Pernarotte 1 zu befördern. Um 18.15 Uhr kam die Bitte, im Land Rover wurde die Tragbahre verladen und bereits um 18.19 Uhr ausgerückt. Nach dem problemlosen Leichentransport war man um 20.20 Uhr wieder im Gerätehaus.
03.10.1965
Teilnahme mit je einer kompletten Löschgruppe aus Frankenfels und Weißenburg bei der großen sonntägigen Abschnittsübung beim Sägewerk Isbary in Schwarzenbach an der Pielach. Beginn um 14 Uhr.
20.11.1965
Bergbauernhof Hinter-Hofstatt , Markenschlagrotte 2, seit Tagen ohne Wasser. Es wurde eine 540 Meter lange Schlauchleitung von der Natters zum Wasserbehälter aufgebaut. Da der Höhenunterschied zirka 120 Meter beträgt, erfolgte der Einbau einer zweiten Tragkraftspritze. Der 24.000 Liter fassende Betonbehälter wurde problemlos gefüllt. 8 Mann / 12 Uhr bis 16.35 Uhr.
31.12.1965
Die kranke Frau Viktoria Fennes, sie musste dringend ins Krankenhaus, wurde auf der Tragbahre im Land Rover vom Bergbauernhof Ober-Hofstatt, Karrotte 2, zur Bundesstraße 231 (Kreuzung "Wassermann") transportiert. Der Frankenfelser Samariterbund konnte mit dem Rettungsauto wegen Wegvereisung nicht auf den Frankenfelsberg fahren. Der Technische Einsatz dauerte von 2.30 Uhr bis 3.45 Uhr.
31.12.1965 Statistik 1965: 31 Einsätze (143 Mann / 567 Stunden), 63 Aktive (45 Frf. + 18 Wbg.), 5 Reserve (3 Frf. + 2 Wbg.) und 361 unterstützende Mitglieder.
08.01.1966
Die Rettungsstelle Frankenfels beförderte Frau Viktoria Fennes, sie hat in St. Pölten entbunden, vom Krankenhaus nach Hause. Als sich herausstellte, dass das Rettungsauto auf den Frankenfelsberg infolge Schnee und Eis nicht fahren kann, wurde die Feuerwehr verständigt. Dies war für unseren Land Rover kein Problem. Einsatzdauer: 13 Uhr bis 14.10 Uhr.
25.01.1966 Sirenenalarm um 19.30 Uhr. Zimmerbrand beim "Schweiger Poidl" - Markt 56. Der Brand in einem Dachbodenzimmer war rasch gelöscht. Zur Verhinderung von Wasserschäden wurde mit Wassereimern der Brand bekämpft. Es gab starke Rauchentwicklung. Einsatzdaten: 14 Mann / Einsatzende um 20.55 Uhr.
13.03.1966
Jahreshauptversammlung am Sonntag, Beginn 13 Uhr. Ort: Bahnhofgastwirtschaft Dieringer.
11.04.1966 Hochwassereinsatz in der Boding. Eine Brückenbaustelle der Firma STUAG musste geräumt werden.
Juni 1966 Die Filiale Weißenburg veranstaltete das erste Feuerwehrfest in der Schönau - laut mündlicher Überlieferung.
17.07.1966 Ankauf eines gebrauchten UNIMOG/30 (Baujahr 1961) mit Schneepflug vom Sägewerk Anton Goller aus Obertilliach (Osttirol) um 75.000,- Schilling. Er war ursprünglich für technische Einsätze gedacht. Die Praxis zeigte aber sehr rasch, dass er für den FuB-Dienst sowie zur Schneeräumung mittels Seitenpflug (vom Führerhaus hydraulisch bedienbar) sehr geeignet war. Auf dem Verladeplateau wurde eine Werkzeugkiste mit Winden und Schanzwerkzeug gelagert. Das Fahrerhaus und die Ladefläche ist mit einer Plane ausgeführt. Dieses Fahrzeug blieb immer in der ursprünglichen grünen Lackierung!
23.07.1966 Die Natters und der Kohlangerbach führen Hochwasser. Um 18.55 Uhr gab es Sirenenalarm. Wieder wurde in der Boding eine Brückenbaustelle der Firma Lenauer aus Pöggstall von der Feuerwehr geräumt. Eine Pumpe wurde in Sicherheit gebracht und zahlreiches Schalholz aus dem Bachbett entfernt. 16 Mann / Einsatzende um 20.35 Uhr. 

24.07.1966

Die andauernden Regenfälle bewirkten, dass die Bundesstraße 231 an mehreren Stellen im ganzen Gemeindegebiet überschwemmt wurde. Das Wasser drang auch in mehreren Objekten ein. Einsatzbeginn war um 10.15 Uhr mit Sirenengeheul. Man begann mit dem Ausräumen der betroffenen Häuser, währenddessen kam um 11.05 Uhr der Auftrag von der Gendarmerie, die Straße gänzlich zu sperren. Dabei wurde ein im Wasser steckengebliebener PKW entdeckt; dieser wurde sofort abgeschleppt. Das Bauernhaus Nattershof (Hofstadtgegend 13) wurde am meisten in Mitleidenschaft gezogen. Das ganze Gehöft wurde wieder einmal ausgeräumt. Die Einsatzkräfte (18 Mann) kamen an ihre Belastungsgrenzen! Der Einsatz dauerte bis 25. Juli, 6 Uhr früh.
Auch im Weißenbachtal herrschte Hochwasser. Der Weißenbach und seine Zubringer traten aus den Ufern. Weißenbachtalstraße und sämtliche Wege überflutet und bei zwei Gebäuden drang Wasser ein. Sie wurden von 9 Männern der Filiale Weißenburg ausgeräumt. Schweine wurden gerettet und Holz vom Bach entfernt. Für die Filiale dauerte der Einsatz von 8 Uhr bis 12.05 Uhr und von 15 Uhr bis 3 Uhr früh des Folgetages.
02.08.1966 Brand des Puch-Rollers vom "Sandler Franz" (Übergangrotte 3) in der Nähe des Sägewerks Hinteregger. Alarmierung der Feuerwehr um 19.03 Uhr. Es wurde ein Feuerlöscher zur Brandbekämpfung eingesetzt.

06.08.1966


Bezirksfeuerwehrtag in Kirchberg/Pielach, Gasthaus Hinteregger, Beginn 15 Uhr. Dabei wurden auch sämtliche Feuerwehrfahrzeuge des Feuerwehrbezirks Kirchberg/P. am Bahnhofplatz von Herrn Nationalrat Landesfeuerwehrrat Kom.Rat Josef Scherrer und Herrn Bezirkshauptmann Hofrat Dr. Alfred Korn inspiziert. Die FF Frankenfels war mit dem Land Rover und dem Unimog mit Tragkraftspritzenanhänger vertreten. Auch die beiden Frankenfelser Kradfahrer Karl Enner und August Herzog mussten mit ihren privaten Motorrädern vor Ort sein und den neu zusammengestellten Katastrophenzug des Bezirks Kirchberg/Piel. anführen. Nach der Inspizierung erfolgte eine langsame Konvoifahrt durch den Ort Kirchberg an der Pielach - vorbei beim Gasthof Hinteregger (Aufstellung der Delegierten auf der Eingangsstiege).
25.09.1966
Große Feuerwehrübung im Weißenbachtal. Am Sonntag um 13.30 Uhr wurde ein Brand im Wirtschaftsgebäude des Landwirtes Josef Karner, vulgo Bergbauer, Wiesrotte 3, angenommen und von den Feuerwehreinheiten Weißenburg, Frankenfels und Schwarzenbach/Piel. "bekämpft".
30.10.1966
Ein durch Schneedruck eingesprengter Baum drohte auf das Wohnhaus des Herrn Anton Wicho, Markt 21, zu stürzen. Drei Feuerwehrmänner beseitigten die Gefahr (Baum entfernt). 8.25 Uhr bis 10.20 Uhr.
12.11.1966
Kameradschaftsabend der Feuerwehr im neuen Saal des Gasthauses Weidinger mit der Trachtenkapelle Frankenfels und Conférencier Otto Zagler. 116 Personen waren anwesend.
18.12.1966
Frau Hermine Fahrngruber wurde nach einer Geburt im Krankenhaus Scheibbs von der Rettung Frankenfels nach Hause befördert. Da infolge starker Vereisung der Schrambachgrabenstraße die Rettung den Weg nicht befahren konnte, übernahm die Feuerwehr den Krankentransport. Mit dem Land Rover erfolgte problemlos die Fahrt von der Bundesstraße 231 (Kreuzung "Bichler-Bäck") zum Gehöft Unter-Nestelgraben, Lehengegend 7.
31.12.1966
Statistik 1966: Insgesamt 20 Einsätze. Mit Jahresende 63 Aktive (davon 18 in der Filiale Weißenburg), 5 Reservisten (davon 2 in Weißenburg) und 408 unterstützende Mitglieder.
21.01.1967
Beim Feuerwehrball fungiert Oberlöschmeister Franz Gamsjäger als Ballkomiteeobmann.
Die Veranstaltung wurde im neuen "Weidinger-Saal" abgehalten.
Eintritt: Vorverkauf 15 S, Abendkasse 20 S
Musik: Die Trachtenkapelle Frankenfels
23.02.1967 Orkanartiger Sturmwind in Frankenfels erforderte mehrere Einsätze.
05.03.1967
Die 84. Jahreshauptversammlung wurde in der Bahnhofgastwirtschaft Dieringer abgehalten.
26.04.1967
Da beim Begräbnis des "Ortbauern" Josef Müller sehr schlechte Witterung (Schnee und Regen) herrscht, übernahm die Feuerwehr aufgrund des schlechten Wegzustandes den Leichentransport vom Wohnhaus Markenschlagrotte 1 in Schrittgeschwindigkeit zur Kirche. Die Begräbnisteilnehmer folgten - wie immer - zu Fuß den Feuerwehr - Land Rover.
26.08.1967 Samstag: Die FF Frankenfels veranstaltet das 1. Almfest in Eibeck. Ab 19 Uhr Heurigenschank mit Stimmungsmusik.

27.08.1967

Sonntag: Fest-Fortsetzung mit folgendem Programm: 10.15 Uhr bis 11.45 Uhr Platzkonzert im Ort Frankenfels, 15 bis 24 Uhr Tanz und Belustigungen, wie Schießbude auf der Alm Eibeck. Zufahrt mit Kleinautobus! Die Veranstaltung findet unter freien Himmel statt. Musik: Trachtenkapelle Frankenfels. Festabzeichen 10 Schilling. Bei Schlechtwetter wird die Tanzveranstaltung am 10. Sept. 1967 von 15 bis 24 Uhr abgehalten. - so lautete der Plakattext. Da es nur leichten Regen mit mehreren Pausen gab, wurde das Fest nicht verschoben; jedoch wurde spontan beschlossen, dass bei hinkünftigen Veranstaltungen ein Zelt aufgestellt wird. 
31.08.1967 Für den Angriffstrupp werden zwei "Leichte Atemschutzgeräte" (Filtermasken) von der Firma G. Winter in Ried am Riederberg NÖ angekauft. Kosten: Schilling 1902,-
24.09.1967
Am sonntägigen Nachmittag wurde eine Abschnittsübung in Frankenfels abgehalten.
Herbst 1967 Inbetriebnahme eines gebrauchten Motorrades (PUCH 175 SV - Baujahr 1955) als Feuerwehrkradmaschine. Sie wurde vom Bezirksfeuerwehrverband Kirchberg an der Pielach zugewiesen.

23.12.1967

Die Landesstraße 102 wurde am Mühlboden, Höhe Gstettengegend 4, durch herabgestürzte Bäume verlegt. 1 PKW und die Telefonleitung wurden beschädigt. Ein Wirbelwind am Abend entwurzelte 20 (!) Fichten und diese stürzten auf die Fahrbahn. Feuerwehralarmierung um 19.55 Uhr. Auch die FF Schwarzenbach an der Pielach wurde mitalarmiert. Eine provisorische Freimachung (nur ein Fahrstreifen) dauerte bis 23.50 Uhr. Zeitgleich wurden auf der Bundesstraße 231 in Laubenbachmühle und bei Weißenburg von Steilhängen abgerollte Steine von der Fahrbahn entfernt.
Die restliche Aufräumung am Mühlboden erfolgte am Heiligen Abend von 8 bis 11 Uhr.

30.12.1967

Inbetriebnahme (Montage) einer Sirene mit einem 4,5 PS - Motor am Feuerwehrhaus der Filiale Weißenburg. Das neue Alarmierungsgerät wurde von der Firma G. Winter, Ried am Riederberg NÖ, Wienerstraße 24, bereits am 18. November 1967 geliefert und ersetzt ab nun die bisherige Handsirene.
Diese Handsirene, welche in der Filiale seit Oktober 1945 gute Dienste leistete, ist im heutigen Feuerwehrmuseum eines von vielen Ausstellungsexponaten.
31.12.1967
Statistik 1967: 19 Einsätze (3 davon in der Filiale Weißenburg), mit Jahresende 62 Aktive (44 Frf. + 18 Wbg.), 5 Reserve (3 Frf. + 2 Wbg.) und 416 unterstützende Mitglieder.
03.02.1968 Feuerwehrball. "Bombenstimmung, weil die Damen wie auch die Herren berechtigt waren, den Tanzpartner zu wählen" berichtete die St. Pöltner Neue Zeitung am 15. Februar auf Seite 5.
14.02.1968 Bergung eines im Lehm steckengebliebenen Kettenbaggers auf der Baustelle Markt 47 (Florian Taschl / Leopold Karner). Die FF Frankenfels konnte auf Grund mangelnder Gerätschaft leider nicht helfen. Es wurde die FF Hofstetten angefordert, da diese Feuerwehr die nächstgelegene FF mit einem Greifzug ist. Das Herausziehen der versunkenen Baumaschine ist mit einigem Zeitaufwand - bei Dunkelheit - gelungen. Einsatzdauer: 18 Uhr bis 21 Uhr.
Dieser Einsatz bewirkte in Folge die Beschaffung eines Greifzuges für die Frankenfelser Feuerwehr.
21.03.1968 Flächenbrand (Wiese und Sträucher) auf rund 1000 m2 auf der "Pögner Leitn", in der Rosenbühelrotte, gegenüber der Grassermühle. Sirenenalarm um 8.40 Uhr. Mit Hauen, Krampen und Schaufeln erfolgte die Brandbekämpfung. 6 Mann / 10.20 Uhr Einsatzende.
26.03.1968 Sirenenalarm um 11.24 Uhr. Löschhilfe für die FF Schwarzenbach an der Pielach: Waldbrand in der Nachbarsgemeinde Schwarzenbach/Piel., am Gscheid. 14 Mann rückten aus. Bei der Zufahrt zur Brandstelle wurde durch einen Boten der Feuerwehr Schwarzenbach/Pielach mitgeteilt, dass der Waldbrand bereits gelöscht wurde und daher der Einsatz für uns nicht mehr notwendig sei. Eingerückt im Gerätehaus um 12.20 Uhr.
05.04.1968 Die Sirene rief um 20.40 Uhr zum Feuerwehreinsatz. Waldbrand im Sautal (Besitzer: Leopold und Victoria Wieder) - beim Gehöft Flach, in der Bergrotte 3 der Gemeinde Puchenstuben. Mit Hauen, Krampen, Schaufeln und Feuerpatschen wurde das brennende dürre Gras und Reisig bekämpft und schließlich gelöscht. 16 Mann / Einsatzende um 22.15 Uhr.
21.04.1968 Alarm mittels Sirene in Frankenfels um 11.12 Uhr. Rauchfangfeuer beim Kirchner (Weißenburggegend 16) im Weißenbachtal. 23 Feuerwehrmänner (15 Frankenfelser und 8 Weißenbachler) rückten aus. "Mit feuchten Lappen wurde das Feuer im Kamin erstickt. Zum Schutze der Nachbarschaft wurde eine TS in Stellung gebracht." ist im Brandbericht dokumentiert. Einsatzende um 12.30 Uhr.
07.06.1968 Beginn der technischen Ausrüstung mit dem Ankauf eines 3,5-Tonnen-Greifzuges vom Typ T35, einschließlich Zubehör. Gesamtkosten: Schilling 15.317,-
30.06.1968
Gehöft Geißreit (Josef Hochreiter), Pernarotte 2, infolge Trockenheit ohne Wasser. Es wurde eine 490 Meter lange Schlauchleitung von der Natters zum Bassin gelegt, nach 400 Meter eine zweite Tragkraftspritze eingebaut und dann 10.000 Liter problemlos hinaufgepumpt. 8 Mann / 9.30 Uhr bis 13.25 Uhr.
20.07.1968
Um den Feuerwehrfunk für die Frankenfelser Feuerwehrmänner schmackhaft zu machen, veranstaltete das Bezirksfeuerwehrkommando Kirchberg/Pielach eine Funkübung in Frankenfels. Für fünf Feuerwehrfahrzeuge war um 15 Uhr Treffpunkt Gerätehaus Frankenfels. Die Feuerwehren Loich, Schwarzenbach/Piel. und Frankenfels, sie besitzen noch keinen Funk, sind mit Kommandomitgliedern vor Ort und konnten sich vom Vorteil überzeugen. Bei der interessanten Funkübung waren die Feuerwehren Kirchberg/Piel. (KDO 3/17 und Pumpe 3/17), Tradigist (KDO 43/17), Rabenstein (KDO 33/17) und Hofstetten (KDO 53/17) beteiligt.

10.08.1968

Die Feuerwehr veranstaltet das 2. Almfest auf der Gemeindealm Eibeck. Am Samstag ab 19 Uhr gemütlicher Abend mit Stimmungsmusik. Für dieses Fest wurde ein Holzzelt mit ausgeliehenen Planen von den Österreichischen Bundesbahnen aufgestellt.
11.08.1968 Sonntag: Fest-Fortsetzung wie am 27. August 1967, jedoch im Zelt. Es war ein sehr, sehr heißer Sommertag!
29.09.1968
Teilnahme bei der Abschnittsübung beim Bergbauernhof Unterwindhag in Schwarzenbach an der Pielach. Es wurde eine Relaisleitung (2 hintereinander geschaltete Pumpen) erprobt. Durch einen simulierten Pumpenausfall kam auch die TS der Filiale Weißenburg zum Einsatz.
06.10.1968 Ordnerdienst durch die Feuerwehr beim Bezirks-Erntedankfest in Frankenfels.

26.10.1968


Am Nationalfeiertag wurde nachmittags eine F.u.B.-Übung in Form eines Mot-Marsches abgehalten. Die FF Frankenfels wurde beauftragt, mit dem grünen Unimog und mit zwei Kradfahrer (jeweils mit privatem Motorrad) teilzunehmen. Man fuhr im geschlossenen Zug von Kirchberg/P. nach Hofstetten, dann über Kirchberg/P. nach Frankenfels und zurück zum ursprünglichen Sammelpunkt Kirchberg/P. Bei dieser Rückfahrt wurden auch die Orte Schwarzenbach/P. und Loich angefahren.
Der Schwerpunkt lag bei der Präsenz der Feuerwehr im Pielachtal.
11.11.1968 Bergung eines abgestürzten Traktors - in der Pernarotte 4. Hier kam erstmalig der neue Greifzug zum Einsatz.
15.11.1968
Kameradschaftsabend der Feuerwehr am Leopolditag im Gasthaus Weidinger mit Conférencier Otto Zagler. Zum Essen gab es erstmalig ein Wildbret.
29.11.1968
Bei der Demolierung des Sägewerkes Hinteregger, Rosenbühelrotte 13 wurde die Feuerwehr um Mithilfe gebeten. Schwere Maschinenteile wurden vom Keller mittels Greifzug herauf befördert und am Straßenrand gelagert. 4 Mann / 9.25 Uhr bis 16 Uhr. Fortsetzung der Schwerarbeit am Folgetag.
30.11.1968 Der schwierige Technische Einsatz vom Vortag beim Sägewerk Hinteregger wurde um 10.30 Uhr fortgesetzt. Mit dem Greifzug wurde die Gattersäge aus dem Kellerraum auf den Lagerplatz bzw. zum Straßenrand befördert. 3 Mann / 14.10 Uhr war Einsatzende.
11.12.1968
Beim Begräbnis "Juliana Heindl" herrschte infolge Wind und Kälte extremes Glatteis auf der Bundesstraße 231. Die Feuerwehr wurde ersucht, den Leichentransport zu übernehmen. Mit dem Land Rover erfolgte der Transport im Schritttempo vom Wohnhaus Klein-Wintereck, Laubenbachgegend 5, zur Kirche. Die Begräbnisteilnehmer folgten langsamen Schrittes hinter dem Feuerwehrfahrzeug.
31.12.1968
Statistik 1968: 27 Einsätze. 62 Aktive (davon 18 Filiale Weißenburg), 5 Reserve (davon 2 in Weißenburg) und 420 unterstützende Mitglieder.
08.02.1969
Feuerwehrball im Gasthaus Weidinger. Beginn 20 Uhr.
Musik: Die Trachtenkapelle Frankenfels
Eintritt: Vorverkauf 15 S, Abendkasse 20 S
Zirka 23 Uhr: Verlosung
Um Mitternacht fand die Wahl der Ballkönigin statt.
09.03.1969
Sonntag, Beginn 15 Uhr: 86. Jahreshauptversammlung in der Bahnhofgastwirtschaft.

16.05.1969

Sirenenalarm um 13.55 Uhr. Brand des Sägespänesilos des im Abbruch befindlichen Sägewerks Hinteregger - in der Rosenbühelrotte 13. Schweißarbeiten waren die Ursache. Einsatzende um 16 Uhr. Anschließend Brandwache von 16 Uhr bis 17 Uhr.
Kurios ist der Bericht in der St. Pöltner Neue Zeitung (22. Mai, Seite 9), dass die rasche Brandbekämpfung durch die Feuerwehr eher für negativ dargestellt wurde, weil sonst der große Schandfleck des Ortsbilds von selbst gelöst worden wäre.
31.05.1969
Die Weggemeinschaft Fischbachgraben legt in der Ausschusssitzung fest, dass hinkünftig bei jeder Festveranstaltung im Eibeck der Veranstalter einen Schilling pro Festgast an die Weggemeinschaft zu zahlen hat. Als Grund wird die Straßenabnützung angegeben.
18.06.1969 Der Abbrand von Holzabfällen am Lagerplatz des ehemaligen Sägewerks Hinteregger (Rosenbühelrotte 13) geriet außer Kontrolle. Die Feuerwehr musste eingreifen.

29.06.1969

Sommerfest der Filiale Weißenburg im Gasthaus Enne "Taverne". Musik: Trachtenkapelle Frankenfels. Mit feuerwehreigener Schießbude zum Rosenschießen. Beginn 14 Uhr, Ende 24 Uhr / Eintritt 15 Schilling.
Am Vorabend, dem 28. Juni GEMÜTLICHER ABEND mit Musik und Bratwürstlschmaus. Beginn 19 Uhr / Eintritt frei.
02. - 03.08.1969
Feuerwehrfest der Freiwilligen Feuerwehr Frankenfels.
Festfolge:
Am Samstag:
 Abends in Lichtensteg Ausschank mit Stimmungsmusik.
Am Sonntag:
 Vormittags im Gastgarten Weidinger ein Frühschoppenkonzert.
 Nachmittags ein Gartenfest in Lichtensteg mit feuerwehreigener Schießbude (Rosenschießen)
23.08.1969
Die Feuerwehr nahm am Fackelzug "60 Jahre Kameradschaftsbund Frankenfels" teil.
06.09.1969
Bezirksfeuerwehrtag in Kirchberg an der Pielach, Gasthaus Utz, Beginn 15 Uhr. Um 14.30 Uhr erfolgte eine Besichtigung sämtlicher Fahrzeuge des Bezirksfeuerwehrverbandes Kirchberg/Pielach, einschließlich Katastrophenzug am Bahnhofplatz durch den neuen Herrn Bezirkshauptmann Hofrat Dr. Franz Schmid. Dazu wurde der Land Rover, der grüne Unimog mit dem Tragkraftspritzenanhänger und zwei Kradmelder (August Herzog und Alfred Pinczolitsch - beide mit ihren privaten Motorrädern) gestellt.
27.09.1969
Technischer Einsatz in der Nachbarsgemeinde Schwarzenbach an der Pielach. Mit dem Greifzug wurde das Seil beider Seilbahnen des Herrn Leopold Wieland-Fink, Guttenhofgegend 1, gespannt. Der Einsatz dauerte von 13 Uhr bis 17.25 Uhr.
28.09.1969
Große Alarmübung am frühen Nachmittag des Sonntages. "Brand in der Unter-Grub" war die Übungsannahme. Es wurde eine Relaisleitung von der Schönau zum Objekt aufgebaut. Auch der Greifzug kam zum Einsatz.
03.10.1969 Offizielle Inbetriebnahme von zwei Funkgeräten. Die Feuerwehr war somit die 1. Organisation mit Funkausrüstung in Frankenfels. Der technische Stand war damals "Amplitudenmodulation". Bei dem einen Gerät handelte es sich um den Typ "Cambridge FM10D" mit dem Funkrufzeichen Pumpe 53/17 und befindet sich im Land Rover (Beifahrerseite). Das 2. war ein Handfunksprechgerät des Typs Bantam und hatte das Rufzeichen "Emil 3/17". Beide Geräte waren von der Firma PYE und sind heute im Feuerwehrmuseum ausgestellt.
Kurios: Das Fahrzeugfunkgerät wurde bereits am 26.03.1969 eingebaut und das Handfunksprechgerät stand zum gleichen Zeitpunkt bei der FF Frankenfels zur Verfügung. Die am 05.02.1969 ausgestellte Rechnung wurde bereits am 12.02.1969 bezahlt (Schilling 35.747,-). Da kein ausgebildeter Funker vorhanden war, durfte bis auf weiters keiner die beiden Funkgeräte angreifen! Daraufhin meldeten sich 6 Feuerwehrmänner zur Funkausbildung. Die Grundbegriffe übermittelte Oberverwalter Hans Hüthaler (Schriftführer des Bezirksfeuerwehrverbandes Kirchberg/Piel.) in Form eines kurzen Einführungslehrganges und nach Absolvierung des Funklehrganges (Letztendlich 5 Mann in der NÖ Landesfeuerwehrschule Tulln von 29.09. bis 03.10.1969) hatte alles seine Ordnung.
08.11.1969
Kameradschaftsabend im Gasthaus Weidinger. Beginn um 19.30 Uhr.
Programm:
20 Uhr Abendessen
21 Uhr Tombola mit schönen Preisen
22 Uhr Tanzmusik
Die Pausen werden mit Musikvorträgen und heiteren Witzen ausgefüllt.
02.12.1969
Die Gemeinde erstellt erstmalig einen Katastrophenschutzplan der Marktgemeinde Frankenfels (Zahl 153-5).
31.12.1969 Statistik 1969: 2 Brandeinsätze (11 Mann / 22 Stunden) und 27 Technische Einsätze (103 Mann / 756 Stunden). Gesamt 65 Aktive, 6 Reservisten und 423 unterstützende Mitglieder am Jahresende. Auf den Vorgriff für die neue Rechtsstellung erfolgt keine statistische Erhebung der Filiale Weißenburg.
01.01.1970 Alle Feuerwehren in NÖ werden eine Körperschaft öffentlichen Rechtes. Das Vereinsstatut ist somit beendet. Durch diese Gesetzesänderung wird der Hauptmann zum Kommandanten. Die Filiale Weißenburg wird ein "Abgesetzter Zug Weißenburg" ohne eigenen Einsatzbereich.
Das war das Aus für den Bezirksverband Kirchberg an der Pielach, er wurde ein Feuerwehrabschnitt des Bezirks St. Pölten. Den Landesfeuerwehrverband NÖ bilden alle Feuerwehren des Bundeslandes Niederösterreich, die Geschäfte, vorwiegend administrativen Arbeiten, werden vom Landesfeuerwehrkommando wahrgenommen. Der Abschnittsverband wird Abschnittsfeuerwehrkommando und der Bezirksverband zu einem Bezirksfeuerwehrkommando umbenannt.

17.01.1970


Feuerwehrball im Gasthaus Weidinger.
Besonderheit: Alle Kameraden gehören dem Ballkomitee an.
Reinerlös: Schilling 11.367,-
03.02.1970
Sarg mit verstorbenen Herrn Anton Hofegger vom Wohnhaus "Mitter-Hofstatt", Markenschlagrotte 6, zum Begräbnis transportiert. Durch die starke Vereisung des Weges wurde die Feuerwehr mit dem Land Rover ersucht, diese Tätigkeit zu übernehmen.
09.03.1970 Bergung einer Leiche aus dem Fischbach, Höhe Pension Fischbachgraben (Rosenbühelrotte 7).
15.03.1970
Jahreshauptversammlung in der Bahnhofgastwirtschaft Dieringer am Sonntag um 15 Uhr.
02.05.1970
Ausgesprochenes Schlechtwetter mit 30 cm Neuschnee. Leichentransport der verstorbenen Frau Leopoldine Gansch vom Bergbauernhof Reit, Markenschlagrotte 4, zur Kirche mit dem Land Rover durchgeführt.

17.05.1970

Feuerwehrkommandant-Stellvertreter Johann Karner im 62. Lebensjahr verstorben. Er übte diese Funktion seit 25. Jänner 1951 aus. Diese Tätigkeit hieß bis Jahresende 1969 "Feuerwehrhauptmann-Stellvertreter". Er war als 19-Jähriger auch Gründungsmitglied der Nachbarsfeuerwehr Schwarzenbach an der Pielach.
06. - 07.06.1970
Feuerwehrfest des Abgesetzten Zuges Weißenburg in der Schönau, beim Gasthaus Leopold Karner, Weißenburggegend 17.
07.07.1970 Der komplette Bergbauernhof "Höhenberg" (auch "Howabeag" genannt) - Lehengegend 12 - ist total abgebrannt. Es gab große Schwierigkeiten (langer Anmarschweg, 900 Meter Seehöhe und keine ausreichende Wassermenge weit und breit) für die Einsatzkräfte. Sogar der Viehbestand konnte leider nicht mehr gerettet werden, man beschränkte sich nur mehr auf das Ausräumen von Kleidern und Betten. Für 15 Feuerwehrmänner dauerte der frustrierende Einsatz von 3.52 Uhr bis 15.15 Uhr. 800.000 Schilling Schaden - laut Zeitung "NÖN".
17.07.1970 Hochwasser im gesamten Gemeindegebiet. Die Bundesstraße 231 war bei Boding 80 cm überschwemmt. Beim Haus "Rasch"- Markenschlagrotte 8 - drang Wasser im Stall ein. Schweine und Ziegen mussten ausgeräumt werden. Umfangreiche Straßenabsperrungen wurden vorgenommen. 8 Mann / 7.45 Uhr bis 16.55 Uhr.
08. - 09.08.1970
Sommerfest der FF Frankenfels in Lichtensteg, Übergangrotte 15.
29. - 30.08.1970
Da das Anfang August 1970 stattgefundene Sommerfest der FF Frankenfels in Lichtensteg sehr schlecht besucht wurde, veranstaltete man an beiden Tagen einen Gemütlichen Abend beim Feuerwehrgerätehaus Frankenfels, jeweils mit Stimmungsmusik. Eintritt am Samstag 5 Schilling. Als Besonderheit wurden Spezialweine und Grillspezialitäten angeboten.
04.10.1970 Und wieder Hochwasser entlang der Natters. Räumen einer Baustelle in Boding war vordringlich.
17.10.1970
Große Abschlussübung in Kirchberg/Pielach, beim "Wegbauer" (Schwerbachgegend 44). Die Tragkraftspritze der FF Frankenfels wurde samt Schlauchmaterial bei der zweiten Zubringleitung eingebaut. Jene des Abgesetzten Zuges Weißenburg blieb in Reserve vor Ort.
07.11.1970
Kameradschaftsabend.
03.12.1970 Tödlicher Motorradunfall am Mühlboden, in der Nähe des Hauses "Hinter-Hofstatt"
(Falkensteinrotte 11). Die Leiche wurde zur Totenkammer auf dem Friedhof befördert.
31.12.1970 Statistik 1970:
24 Einsätze (98 Mann / 433 Stunden).
Mannschaftsstand am Jahresende: 61 aktive Mitglieder und 10 Reservemitglieder.
20.03.1971
Beschluss über einen Ankauf eines großen Festzeltes ("Stangenzelt") für die Frankenfelser Festveranstalter. Federführend ist der Heimat- und Trachtenverein Frankenfels.
04.04.1971 Beim großen Empfang des Schibob-Weltmeisters Anton Gollubitsch übernahm die FF den Ordnerdienst.
18.04.1971 Ausrückung zu einem Brand nach Tradigist. Bei der Anfahrt stellte sich heraus, dass sich der Gendarmeriebeamte aus Rabenstein geirrt hat, er wollte die Feuerwehr Kirchberg an der Pielach - und nicht die FF Frankenfels - verständigen. Per Funk kam die Nachricht und im Warth wurde umgedreht. Angeblich soll ein Reisighaufen gebrannt haben. In den Geschichtsunterlagen wird dies unter "Vergebliche Ausfahrt" dokumentiert.
05.06.1971
Beim Begräbnis unserer Patin Margarethe Pilger gab es eine sehr große Feuerwehrabordnung.
Sie übernahm am 17. Mai 1928 die Patenschaft der 1. Motorspritze.
10. - 11.07.1971
Feuerwehrfest des Abgesetzten Zuges Weißenburg in der "Tavern" (Gasthaus Enne), Weißenburggegend 12.
13.08.1971
Bei der Ausschusssitzung in der Pension Gunsam wurde unter anderem über die Abhaltung des geplanten Festes am ersten Septemberwochenende beraten. 
28.08.1971
In Kirchberg/Pielach fand der Abschnittsfeuerwehrtag mit anschließender Feldmesse statt. Zu diesem Zweck (Ausschmückung des Festgeländes) musste der F.u.B.-Zug Aufstellung nehmen. Die FF Frankenfels war mit dem Unimog und mit der Feuerwehr-Kradmaschine vertreten.
01.09.1971 Umbenennung der Pielachtalbundesstraße B 231 auf B 39. Die Landesstraße 102 wird zu einer Landeshauptstraße erklärt und bekommt die Bezeichnung LH 102.
02.09.1971
Bei der vom Abschnitt durchgeführten Verwalter-Besprechung wurde unter anderem die neuen Drucksorten "Meldung über Verkehrsbehinderung" und "Einsatz-Vorausmeldung" genau behandelt.
04. - 05.09.1971
Feuerwehrfest Frankenfels in Lichtensteg, Übergangrotte 15.
Reinerlös: Schilling 10.601,10
25.09.1971
Große Abschnittsübung in Frankenfels, am Frankenfelsberg. Es wird ein Flächenbrand auf der Nordseite angenommen, eine lange Relaisleitung soll erprobt werden. "Übungsziel souverän erreicht" hieß es anschließend bei der Übungsbesprechung.
01.10.1971
Verkauf des Schneepfluges vom Land Rover an Herrn Leopold Eigelsreiter, Laubenbachgegend 2, um Schilling 4.000,-
26.10.1971 Waldbrand im Sautal, beim "Goisaufer" - Übergangrotte 8. Es stellte sich vor Ort heraus, dass die Brandausbreitung vom Verursacher bereits selbst gelöscht werden konnte. Er hatte Reisig im Wald verbrannt! Der diensthabende Fahrdienstleiter am Bahnhof Puchenstuben hatte telefonisch alarmiert.
10.12.1971 Das Funkgerät im Land Rover wurde mit einem Selektivwahlgerät ergänzt. Kosten: Schilling 1150,-
31.12.1971

Statistik 1971:
Einsätze: 2 Brände (39 Mann / 50 Stunden) und 20 Technische (61 Mann / 179 Stunden)
Mannschaftsstand mit Jahresende: 60 Aktive und 10 Reserve

01.03.1972 Kaminbrand beim Haus "Winter Stephan", auch "Angerhäusl" genannt, Rosenbühelrotte 4.
15.03.1972 Waldbrand unmittelbar neben des Gleises der Mariazellerbahn, in der Übergangrotte. Auch die FF Puchenstuben rückte aus.
28.06.1972 Durch den sichtbaren Feuerschein alarmierte ein Bodinger "Brand im Fischbachgraben!". Es stellte sich vor Ort heraus, dass es sich nur um ein Sonnwendfeuer handelt.
06.08.1972 Stall, Scheune und Lagerraum des Gehöftes "Eibensteck", Übergangrotte 4, brannten zur Gänze ab. Akuter Wassermangel. Das Wohnhaus konnte mit Müh und Not gehalten werden.
21.08.1972 Menschenrettung (2 Personen) nach Traktorabsturz im Schrambachgraben, auch "Bichler-Bäck-Graben" genannt, in der Lehengegend.
28.12.1972 Großer Waldbrand im Klauswald der Nachbarsgemeinde Puchenstuben. Insgesamt 180 (!)  Feuerwehrmänner / 28 Fahrzeuge eingesetzt. Von der FF Frankenfels waren 14 Mann / 2 Fahrzeuge bei dieser Brandbekämpfung.
29.12.1972 Waldbrand in der Nähe der "Schädlhütte" ("Hollensteinhäusl") - Laubenbachgegend 4. Das Waldstück befand sich bereits im Gemeindegebiet St. Anton an der Jeßnitz. Bis zum Eintreffen der FF St.Anton/J. gelang den Frankenfelser Feuerwehrmännern den Brand unter Kontrolle zu bringen.
31.12.1972 Statistik 1972: 31 Einsätze / 62 Aktive, 10 Reservisten, genau 450 unterstützende Mitglieder.
17.01.1973 Beim abgesetzten Zug Weißenburg erfolgte der Ankauf eines Ford Transit (75 PS) als Kleinlöschfahrzeug. Kosten: Schilling 141 000,-

04.02.1973

Unfall im "Laubenbachgraben" in der Laubenbachgegend. Ein zirka zehn Tonnen schwerer Felsblock stürzt auf die Bundesstraße B39 und trifft auf einen vorbeifahrenden VW-Käfer. Die Beifahrerin erlitt schwerste Kopfverletzungen, sie verstarb am 8. Februar.
25.02.1973 Teilnahme mit dem pferdebespannten Hydrophor beim Faschingsumzug in Frankenfels.
28.04.1973 Flurbrand beim Schrambachhäusl, auch "Dorferhäusl" genannt, Besitz Hermann Widder, in der Lehengegend 29.
01.06.1973 Die Feuerwehr muss Absperrungen wegen der landesweiten Maul- und Klauenseuche tätigen.
26.06.1973 Beseitigung eines Felssturzes am Güterweg Höhenberg.
25.08.1973 Tanzabend im Festzelt anlässlich der 90-Jahr-Feier.
26.08.1973 Großes Fest beim Feuerwehrhaus in Frankenfels!
Eine große Ausstellung beim Haus Markt 67 dokumentierte "90 Jahre FF Frankenfels“.
Zugleich erfolgte bei der Feldmesse am Kriegerdenkmalplatz auch die Segnung des neuen Kleinlöschfahrzeuges (Ford Transit) des abgesetzten Zuges Weißenburg; Patin: Frau Frieda Mitterer. Für diese Veranstaltung wurden eigens angefertigte braune Kunststoff-Festabzeichen in großer Anzahl verkauft. Im heutigen Feuerwehrmuseum ist ein Exemplar zu bewundern.
Am Nachmittag nahm der Katastrophenzug 3/17 für diese Feierlichkeit Aufstellung.
NÖN-Bericht am 28. Aug. auf der Seite 10.
16.10.1973 Caterpillar-Absturz in der Markenschlagrotte. Die Bergung des toten Baggerfahrers war die erste Tätigkeit.
23.12.1973 Die Gründung einer Damenfeuerwehrgruppe wurde vom Abschnittsfeuerwehrkommandant Brandrat Konrad Lampel abgelehnt, da dies in der Dienstordnung nicht vorgesehen ist.
27.12.1973

Die Firma Rosenbauer aus Oberösterreich lieferte ein Rüstfahrzeug auf Unimog (90 PS). Diese Bauweise blieb bis heute einzigartig in Österreich. Mit diversen Ausrüstungsgegenständen entstanden Gesamtkosten von rund Schilling 700 000,-
Die Fahrzeughöhe ergab, dass immer während der Garagierung im Feuerwehrhaus die Funkantenne umgelegt sein muß.

31.12.1973 1 Brand- und 23 Technische Einsätze waren 1973 erforderlich.
16.02.1974 Beim Feuerwehrball bricht Kamerad Alfred Pinczolitsch mit einem Herzinfarkt zusammen, er verstirbt.
14.03.1974 Ausrückung zu einem Waldbrand nach Schwarzenbach an der Pielach, in der Nähe des Hauses "Hofstadt".
11.04.1974 Brand des Hauses "Grubner" und angrenzender Wald - in Schwarzenbach/Pielach.
13.04.1974
Der grüne Unimog wurde samt Schneepflug an Herrn Zimmermann Leopold Wutzl, Markenschlagrotte 25, verkauft.
03.08.1974 Um 0.45 Uhr Ausrückung zum Brand im Wohnhaus Gansch "Unter Seebauer", Seerotte 2 der Nachbarsgemeinde Schwarzenbach an der Pielach.
03.08.1974 Abends: Feuerwehrfest - Samstag. Es gab großen Besucherandrang beim Tanzabend im Festzelt.

04.08.1974

Feuerwehrfest - Sonntag: Im Zuge der Festmesse am Kriegerdenkmalplatz wurde unser neues Rüstfahrzeug gesegnet. Unmittelbar nach dem Ende des feierlichen Ereignisses wurde die Feuerwehr zu einem Technischen Einsatz gerufen. Man rückte um 10.05 Uhr mit den festlich geschmückten Unimog zu einer Kfz.-Bergung aus. Die Einbau-Seilwinde und der Greifzug wurden erfolgreich eingesetzt. Nach der Rückkehr um 12 Uhr wurde im Festzelt beim Feuerwehrhaus bis in die Abendstunden weitergefeiert.
05.09.1974 Die "Bretterries" (Besitz Wieland) in Schwarzenbach an der Pielach brennt ab.
Herbst 1974 Die Marktgemeinde kauft für das Rüstfahrzeug (Unimog) eine Schneefräse. Diese wurde sehr oft im Gemeindegebiet eingesetzt.
22.01.1975
Für den abgesetzten Zug Weißenburg wurde von der Firma Rosenbauer eine neue Tragkraftspritze der Marke "VW 750 Automatic" um Schilling 55 000,- angekauft.
07.02.1975 Der Zug Weißenburg veranstaltete im Gasthaus Enne erstmals eine eigene Ballveranstaltung. Der erste Lumpenball erfreute sich großer Beliebtheit.
21.05.1975 Brand der Bahnböschung und des angrenzenden Waldes in Laubenbachmühle. Auch die FF Puchenstuben beteiligte sich bei der umfangreichen Brandbekämpfung.
08.06.1975 Beim Feuerwehrfest des abgesetzten Zuges Weißenburg wurde die neue Tragkraftspritze gesegnet. Die Patenschaft übernahm Frau Stefanie Wieland ("Groß-Wies-Bäuerin"), Wiesrotte 7. Das Fest wurde in der Schönau abgehalten.
01.07.1975 Viele Hochwassereinsätze im gesamten Gemeindegebiet. Diese dauerten bis 2. Juli, 19:00 Uhr.
20.07.1975 1. Funkgerät für den Zug Weißenburg. Es handelte sich um die Type Westminster mit Selektivwahlgerät der Firma PYE. Das Gerät wurde im KLF - Ford Transit eingebaut und bekam das Funkrufzeichen "Pumpe 252/17".
20.07.1975 In Frankenfels wurde der Unimog mit einem Fahrzeugfunkgerät, ebenfalls Type Westminster der Firma PYE, nachgerüstet. Das Zusatzgerät "Selektivwahl" ist bereits Standard. Funkrufname: Rüst 52/17.
07.08.1975 Um Punkt 1 Uhr früh gab es Hochwasseralarm im Fischbachgraben.
07.08.1975 14.45 Uhr: Erdrutsch beim Holzbauer ("Ober-Holz"), Grasserrotte 7. Der Hof wurde stark beschädigt. Einsatzende war erst am Folgetag, um 20 Uhr. Die NÖN berichtete am 12. Aug. auf der Seite 12.
21.09.1975 Beim 1. Funkleistungsbewerb in Bronze in Tulln nehmen 7 Teilnehmer der FF Frankenfels (Franz Freudenthaler sen., Johann Freudenthaler, Erich Gonaus, Karl Hochfilzer, Leopold Tuder, Willibald Weissenbacher und Franz Wutzl) erfolgreich teil. Punkto Tagessieg erreichte Erich Gonaus den 2. und Johann Freudenthaler den 4. Platz.

24.10.1975

Der Fanfaren-Musikzug der Feuerwehr Frankershausen in Hessen (Deutschland) war bis 26. Oktober auf Besuch in Frankenfels. Zu diesem Musikzug hat der Trachtenmusikverein der Marktgemeinde Frankenfels eine Patenschaft. Es wurden auch seitens der Feuerwehr Geschenke ausgetauscht.
13.01.1976 Rauchfangbrand beim "Wagenhofer", in Schwarzenbach an der Pielach.
12.03.1976 Waldbrand in der Ödrotte 7 (ehemals "Hinter-Leiten").
05.04.1976 Waldbrand auf der "Gscheid Höhe", in der Nachbarsgemeinde Schwarzenbach an der Pielach.
10.05.1976 Wiesenbrand beim Haus "Klein-Wies" (Besitz Josef Karner), in der Wiesrotte 8.
30.06.1976 Brand bei einem Heutransport im Fischbachgraben. Als vermutliche Brandursache wird von der Gendarmerie dokumentiert: Die Heugabel streifte am Asphalt (Zündung).
06.07.1976 Kfz.-Brand auf der Bundesstraße 39, bei Gillus (Hofstadtgegend 15).

25.07.1976

NÖ Landesfeuerwehrkommandant Kommerzialrat Diplom-Ingenieur Ferdinand Heger, Landmaschinenfabrikant aus Mistelbach, völlig unerwartet im 56. Lebensjahr verstorben. Sein bisheriger Stellvertreter Sepp Kast, Rauchfangkehrermeister aus Marchegg, wird im Sommer 1976 zum LFKDT gewählt. Neuer Landesfeuerwehrkommandantstellvertreter wird Regierungsrat Erwin Nowak, Magistratsbeamter aus Krems/Donau.

30.09.1976 Ertrinkungstod eines 39-jährigen Hilfsarbeiters. Einsatzort: Pielachfluss in der Weißenburggegend.
Die Feuerwehr musste ausrücken, um den Toten zu bergen.

31.10.1976

Schwerer Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 39. Im Kilometer 40,056 (zwischen Frankenfels und Boding) stießen zwei PKW frontal zusammen. Ein Lenker aus Puchenstuben (Sautal) wurde dabei getötet, der zweite Lenker schwerverletzt. Tätigkeit der Feuerwehr: Bergung des Toten und der beiden Kraftfahrzeuge, sowie eine umfangreiche Straßenreinigung.
02.11.1976 Ein Jäger stürzte auf dem Wiesberg über einen Hang und wurde schwer verletzt.
Die Feuerwehr wurde wegen dem unwegsamen Gelände zur Hilfe gerufen.
31.12.1976 Statistik 1976: Alle 29 Einsätze waren 1976 erforderlich.
28.02.1977 Zwei Schwere Atemschutzgeräte vom Typ AGA, wurden um Schilling 25.778,- angekauft.

26.04.1977

In der NÖ Landesregierung wird die "Verordnung über die Festlegung der technischen Mindestausrüstung und des Mindestmannschaftsstandes der Freiwilligen Feuerwehren" beschlossen. Daraus geht eindeutig hervor, dass für Frankenfels ein Tanklöschfahrzeug zu beschaffen ist. Da dies ein Landesgesetz (d.h.: Nicht im Feuerwehrgesetz aufgenommen) ist, wird die Gemeinde verpflichtet, dieses Gesetz einzuhalten. Leider sind keine Sanktionen verankert.
Mai 1977 Bei allen Sprechfunkgeräten wird ein 3. Funkkanal ("Allgemeine Ausweichfrequenz") nachgerüstet.

06.09.1977

Der Hof "Obernestelgraben", Lehengegend 8, brennt bis auf die Grundmauern ab. Schweißarbeiten waren die Ursache. Der lange Anmarschweg, kein Wasser weit und breit, sowie die Tatsache, dass die FF Frankenfels kein TLF besitzt, bewirkte eine starke Forderung - von vielen Seiten - nach einem modernen TankLöschfahrzeug.
31.12.1977 Statistik 1977: 23 Einsätze (1 Brand und 22 Technische Einsätze).
21.01.1978
Feuerwehrball im Gasthof Weidinger. Musik "Die Frankenfelser Buam".
28.01.1978 Schwerer Zugzusammenstoß zweier Personenzüge am Bahnhof Schwarzenbach an der Pielach. Es gab elf Verletzte. Die Feuerwehr wurde zur Menschenrettung gerufen. Bei der Ankunft stellte sich heraus, dass kein Feuerwehreinsatz erforderlich ist.
10.02.1978 Ehrenverwalter Johann Dieringer verstorben. Er war Feuerwehrhauptmann von Dez. 1941 bis März 1943 und ein 2. Mal von März 1948 bis März 1952. Dazwischen fungierte er als Feuerwehrhauptmann-Stellvertreter. Danach übte er den Dienstposten "Schriftführer / ab 1.1.1970 Verwalter bis 8.7.1971 aus. Ab diesem Zeitpunkt trug er den Dienstgrad "Ehrenverwalter".
20.08.1978 Brand im Haus "Gram", Rosenbühelrotte 42.

Oktober 1978

Im gesamten Gemeindegebiet wurde eine gesonderte Sammlung für das neue TLF durchgeführt. Die überaus aufgeschlossene Bevölkerung spendete 173.800,- Schilling. Das Abschlussergebnis wurde am 27. Oktober bekanntgegeben, die Freude in der Feuerwehr war sehr groß.
25.11.1978 In der Volksschule Frankenfels wurde eine große Brandalarmübung abgehalten.
31.12.1978 Statistik 1978: 32 Einsätze / 437 unterstützende Mitglieder.
01.01.1979 Der Gemeindearzt Dr.med. Anton Brachinger tritt der FF Frankenfels bei. Er bekommt den Dienstgrad "Probefeuerwehrmann".

12.02.1979

Unser Probefeuerwehrmann Dr.med. Anton Brachinger wird vom NÖ Landesfeuerwehrverband zum "Feuerwehrarzt" befördert. "Doktor der gesamten Heilkunde" ist die Voraussetzung. Die Ernennung erfolgt durch den Landesfeuerwehrkommandanten Präsident Sepp Kast. Er trägt ab nun einen schwarzen Blusenaufschlag aus Samt mit einem goldgestickten Äskulapstab, wobei dieser Aufschlag mit einer gedrehten Goldschnur eingefasst ist. Es handelt sich um den ersten Sonderdienstgrad in unserer Wehr!

13.05.1979

Sirenenalarm am Muttertag um 12.01 Uhr: Das Wirtschaftsgebäude des Gehöftes "Vorder-Predtenbach" ("Riedl Hermann"), Übergangrotte 12, steht in Flammen. Dieser Großeinsatz dauerte bis 15. Mai um 1 Uhr früh!
17.05.1979 Die Kameraden Josef Fahrngruber jun., Franz Freudenthaler sen., Johann Freudenthaler, Karl Hochfilzer, Alois Karner und Leopold Tuder erwerben das Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold.

20.05.1979

Um 12.59 Uhr wurde die FF Frankenfels zu einem schweren Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 39 zwischen Frankenfels und Boding gerufen. Einem 25-jährigen PKW-Lenker aus St. Georgen an der Leys geriet sein Fahrzeug außer Kontrolle und prallte frontal an die Felswand. Er war auf der Stelle tot. Die Bergung des Toten und des Kfz., sowie die Straßenreinigung wurden von der Feuerwehr durchgeführt.

05.06.1979

Schwierige Bergung eines in die Natters gestürzten Betonmischwagens der Firma Fertigbeton Lasselsberger, in der Leitenklamm (B39, km 35,027). Es mussten zwei schwere Bergekräne eingesetzt werden.
15.06.1979 Lieferung des 1. Tanklöschfahrzeuges (TLF-A 2000 auf Mercedes) in Frankenfels. Kosten: 1,3 Millionen Schilling. Die dadurch entstandene Platznot im Feuerwehrhaus wurde durch die Freude, ein TLF zum Wohle der Bevölkerung zu besitzen, gemildert. Drei Fahrzeuge (davon 2 LKW) auf 2 Stellplätzen unterzubringen war ab nun für die Kraftfahrer eine Herausforderung. Es war eine Sonderanfertigung: Fahrgestell Mercedes 911 (kurze Fahrzeuglänge) mit Motor des MB 1113 mit Turbolader (168 PS). Die verstärkten Federblätter, welche nicht vereinbart waren, sorgten für Aufregung bei der Fahrzeughöhe, sodass das Tanklöschfahrzeug nur im befüllten Zustand ins Feuerwehrhaus einfahren konnte, Umlegen der Funkantenne war unumgänglich und das Torblatt musste rückseitig höhergestellt werden. Um das selbständige Herunterrollen zu verhindern, wurde immer seitlich beim rechten Schwingarm ein Kantholz eingelegt.
10.07.1979 Ehrenbrandmeister Leopold Härtensteiner, sen. verstorben. Er war Gründer der Filiale Weißenburg und leitete sie bis 1961.

24. - 26.08.1979

Großes Sommerfest der FF Frankenfels mit folgendem Festprogramm:
Freitag, 24. August:
   19.00 bis 01.00 Uhr - Heuriger mit Stimmungsmusik und Gesang.
   Es spielt das ORIGINAL ALPENLAND-TRIO aus Oberösterreich.
   Eintritt frei !
Samstag, 25. August:
   19.00 Uhr bis 01.00 Uhr - Tanz auf steirischem Tanzboden im Festzelt.
   Es spielen die FRANKENFELSER BUAM volkstümliche und moderne Rhythmen
   und bringen heitere Einlagen.
   Eintritt S 25,-
Sonntag, 26. August:
   6.30 Uhr Weckruf
   8.15 Uhr Empfang der Festgäste und auswärtige Feuerwehren vor dem GH Weidinger.
   8.30 Uhr Abmarsch zum Kirchenplatz.
   8.45 Uhr FELDMESSE vor dem Kriegerdenkmal zelebriert vom Ortspfarrer Josef Wagner,
   anschließend Segnung des Tanklöschfahrzeuges,
   danach Festansprachen.
   Musikalische Umrahmung durch die TRACHTENKAPELLE FRANKENFELS.
   9.45 Uhr Vorführung des neuen Tanklöschfahrzeuges beim Amtshaus.
   10.00 Uhr bis 12.00 Uhr FRÜHSCHOPPEN im Festzelt
   Heitere Einlagen.
   Festabzeichen S 10,-
An ALLEN Tagen:
Grillhühner, Grillwürstchen, Bauerngeselchtes, Braten, Mehlspeisen, feuerwehreigene Schießbude, Schnapsbar u.s.w.
Das Festplakat befindet sich im Feuerwehrarchiv.
Sept. 1979 Kauf eines Funkgerätes für das TLF-A 2000. Gerätetyp: Olympic / Kosten: Zirka Schilling 16.500,-

17.10.1979


Ehrenhauptfeuerwehrmann Eduard Linzberger verstorben. Es führte 15 Jahre lang sehr sorgsam und akribisch die Zeugmeistertätigkeit. Am 25. September 1932 war er als 28-jähriger Forstarbeiter in Puchenstuben auch Gründungsmitglied der "Wehr Gösing" - so nannte sich damals die Betriebsfeuerwehr der Gutsverwaltung Gösing. Unmittelbar nach dem zweiten Weltkrieg erfolgte die Überstellung zur FF Frankenfels.
26.10.1979 Beim jährlichen Fitlauf beteiligt sich die FF Frankenfels mit einer 10-Mann-Gruppe.
31.12.1979 Statistik 1979: 56 Aktive und 10 Reservemitglieder mit Jahresende / 38 Einsätze im Jahr 1979.
27.02.1980 Als Ergänzung für den Atemschutztrupp wurde ein drittes Schweres Atemschutzgerät Typ AGA angekauft. Kosten: Schilling 16 000,-
Frühjahr 1980 Die Marktgemeinde kaufte eine dreiteilige Schiebleiter für das TLF-A 2000. Grund der Beschaffung: Vorsorge für eine event. Menschenrettung aus dem oberen Stockwerk des örtl. Schulgebäudes.

22.08.1980

Als Auftakt des dreitägigen Feuerwehrfestes beim Feuerwehrhaus (Fahrzeughalle und Festzelt am kompletten Vorplatz) wurde am Freitag ein Heuriger abgehalten. Die Musikgruppe "Karl-Ottos" aus Sarmingstein (Oberösterreich) sorgte bereits ab 19:00 Uhr für gute Stimmung. Der Musiker Otto Dangl verzauberte die Festbesucher mit seiner Hawaiigitarre bis in die Morgenstunden. Man erzählt, dass solche originelle Gitarrenklänge zum ersten Mal im Pielachtal zu hören waren. Die Musikvermittlung lag in den Händen von Löschmeister Erich Gonaus.

31.08.1980

Um 22.25 Uhr wurde die Feuerwehr zu einem Zusammenprall "PKW mit Zug" auf der nicht technisch gesicherten Eisenbahnkreuzung im Bahnkilometer 44,010 (Nähe Gehöft "Wassermann") gerufen. Der Lenker missachtete das Andreaskreuz und die Stopptafel. Zum Glück gab es keine Verletzten. Nach der Unfallerhebung wurde von der Gendarmerie die Feuerwehr beauftragt, die PKW-Bergung durchzuführen. Nach Erledigung dieser Arbeit mittels Frontseilwinde des Rüstfahrzeuges rückten alle Feuerwehrfahrzeuge (RF, Land Rover und Kradmaschine) um 23.30 Uhr ein.
10.10.1980 Alarmübung im Schulgebäude: "Der neue Physiksaal brennt".

06.12.1980

Beim Gehöft Unter-Schrambach, vulgo "Schrambach-Karner", Lehengegend 23, gab es in der Früh "Einsturzgefahr des Stalles wegen großen Schneedruck". Die Alarmierung für beide Löschzüge lautete: Tiere in Notlage. Beim Abschaufeln der Schneemaßen verletzte sich ein Feuerwehrmann.
Der Einsatz dauerte von 07.55 Uhr bis 14.10 Uhr.
Dezember 1980 Erster Abschleppanhänger (Umbau des Kettenkradanhängers durch Fahrmeister LM Josef Gonaus).
31.12.1980 Statistik 1980: 43 Einsätze, 40 Übungen, 461 unterstützende Mitglieder.

11.02.1981

Schweres Zugsunglück auf der Mariazellerbahn - um 06.55 Uhr im Sautal. Auf dem Buchgrabenviadukt, im Bahnkilometer 52,3 (Gemeinde Puchenstuben) entgleist der talwärts fahrende Personenzug 6802. Die Lokomotive 1099.15 und der erste Reisezugwagen stürzten in die Tiefe. Der Triebfahrzeugführer wurde getötet. Zum Glück waren im 1. Waggon keine Reisenden und kein Bahnpersonal. Die Bergung des Toten wurde von der FF Frankenfels durchgeführt.

20.02.1981

Um 11.13 Uhr gab es Sirenenalarm mit dem telefonischen Befehl "Brand in Kirchberg/Piel. - beim Sägewerk Lang". Bei der Anfahrt kam der Funkspruch "Brand unter Kontrolle - Tank Frankenfels kann ins Gerätehaus einrücken!"
13.04.1981 Beim landwirtschaftliche Objekt Juranek, auf der Kleinen Holzsteig brennt der Wohnraum einschl. Dachstuhl. Alarmsirene um 13.45 Uhr, Ausfahrt nach Loich um 13.50 Uhr und Rückkehr um 16.15 Uhr.
14.06.1981 Segnung des neuerrichteten Feuerwehrhauses (Baubeginn 1979) in Weißenburg, in der Tiefgrabenrotte 22; zugleich fand das erste Weißenbachler Feuerwehrfest am gleichen Standort statt.
08.08.1981 Um 19.00 Uhr: Brand am Müllablagerungsplatz im Redtenbachgraben. Das Feuer konnte sehr rasch gelöscht werden. Als Ursache wurde "Selbstentzündung" ermittelt. Einsatzdauer: Genau eine Stunde.
25.09.1981 Beim Bewerb "2. Funkleistungsabzeichen in Silber“ waren Franz Freudenthaler sen., Johann Freudenthaler, Erich Gonaus, Karl Hochfilzer, Leopold Tuder und Franz Wutzl erfolgreich.
26.10.1981 Beim Fitlauf stellte die Feuerwehr mit 11 Mann die größte Gruppe. Die UNION hatte nur 10 Läufer.
07.11.1981
Kameradschaftsabend der Feuerwehr im Gasthof Weidinger. Die Musikgruppe "Die Frankenfelser Buam" sorgte für die musikalische Umrahmung.

08.12.1981

Durch Herabrollen eines Felsbrockens kam es auf der Redtenbachstraße zu einem Unfall. Es gab keine Verletzten. Beide Züge der FF Frankenfels erledigten die Kfz.-Bergung und führten umfangreiche Aufräumungsarbeiten durch. Einsatzdauer: Von 18.00 Uhr bis 22.30 Uhr.
31.12.1981 Statistik 1981: 54 Einsätze / 573 unterstützende Mitglieder.
Ganz erfreulich: Im Jahr 1981 traten insgesamt zwölf (!) Jugendliche der FF Frankenfels bei.

03.01.1982

Um 15.17 Uhr gab es Brandalarm "Zimmerbrand beim Objekt Wagnerei Wurzenberger, Laubenbachgegend 23". Die Feuerwehren Frankenfels - einschl. Zug Weißenburg, Schwarzenbach/P. und Kirchberg an der Pielach konnten relativ rasch den Brand bekämpfen. Auch Schwerer Atemschutz musste eingesetzt werden. Um 17.30 Uhr war Einsatzende.
30.01.1982 Starke Regenfälle verursachten mehrere Auspumparbeiten in Kellerräumen im Ortsteil Boding - in der Übergangrotte. Einsatzdauer: 20.55 Uhr bis 31.01., 00.30 Uhr.

31.01.1982

Da die ausgiebigen Regenfälle anhielten, gab es bereits um 04.40 Uhr wieder Alarm. Tätigkeiten der Feuerwehr: Auspumpen bei mehreren Häusern in der Boding, in der Tiefgrabenrotte und beim Schiefelbein (Rosenbühelrotte 7). Erst um 17.30 Uhr wurde eingerückt.
26.03.1982 Entstehungsbrand am Müllablagerungsplatzes des örtl. Friedhofes. Der Brand war durch den TLF-Einsatz sehr rasch abgelöscht. Einsatzdauer: Nur 55 Minuten!
29.03.1982 Brandmeister Franz Freudenthaler, sen. und Brandinspektor Franz Wutzl werden zu Bezirksausbildner des Bezirks St. Pölten ernannt. Sie werden als Vortragende in der Grundausbildung eingesetzt.
01.04.1982 Alle Sprechfunkgeräte wurden auf moderne frequenzmodulierte Geräte ausgetauscht.
Kosten für die Feuerwehr: Schilling 56 000,-

01.04.1982

Flurbrand beim Wieland-Fink in Schwarzenbach/P., Gutenhofgegend 1. Die Brandbekämpfung führte Tank Frankenfels durch, da alle Fzg. der FF Schwarzenbach/P. in Kirchberg/Piel. beim Umbau der Funkgeräte waren. Der Einsatz dauerte von 14.34 Uhr bis 16.25 Uhr.
08.05.1982 Die Feuerwehr führte eine Lehnenräumung bei einer Felswand beim Güterweg zum Griesauer (Falkensteinrotte) durch. Gefährliche Steinbrocken wurden auf einem Überhang entfernt.

Mai 1982

In den Kellerräumen des alten Gerätehauses (Markt 10 - zur Zeit von den Gemeindearbeitern genützt) tritt die Gemeinde 30 Quadratmeter Bodenfläche ab. In Eigenleistung errichteten die Wehrmänner einen Mannschafts- bzw. Schulungsraum.
05.06.1982 Erd- bzw. Felsrutsch im Redtenbachgraben infolge ergiebige Regenfälle. Eine Lehnenräumung führte die FF Frankenfels, einschl. Zug Weißenburg durch. Einsatzdauer: 16.48 Uhr bis 22.00 Uhr.
06.06.1982 Drei generalüberholte Schwere Atemschutzgeräte wurden um Schilling 27 000,- von der FF St. Anton an der Jeßnitz angekauft.
26.06.1982 Vier (!) Gruppen der Ortswehr und des Zuges Weißenburg nahmen an den Bezirksbewerben in Kirchberg an der Pielach, jeweils in den Stufen Bronze und Silber, erfolgreich teil.

03.07.1982

Die gleichen vier Gruppen traten bei den NÖ Landesleistungsbewerben in Waidhofen an der Ybbs an. Auch hier haben alle das Bewerbsziel in beiden Stufen erreicht. Die Gruppe "Frankenfels 1" erzielte mit 363 Punkten das bislang beste Ergebnis! Naturgemäß war die Freude sehr groß.

16.08.1982

21.10 Uhr: Großbrand in Hofstetten - das landwirtschaftl. Objekt "Groß Reisach" (Johann und Hermine Hollaus) in Grünsbach 30 steht im Vollbrand. Stall und Wirtschaftsgebäude sind bis auf die Grundmauern vernichtet, Auch vom Neubau des Wohnhauses brennt ein Teil des Dachstuhls. Unser Tanklöschfahrzeug wurde beim TLF-Pendelverkehr eingeteilt. Die umfangreichen Wassertransporte vom Grünsbach zum Brandobjekt dauerten bis 18. August, 06.15 Uhr!
26.10.1982 Teilnahme beim Frankenfelser Fitlauf mit 11 Feuerwehrmännern.
30.12.1982 18.15 Uhr: Rauchfangfeuer beim Gasthof Winter, Rosenbühelrotte 43. Der Einsatz dauerte bis 19.10 Uhr.
31.12.1982 Statistik 1982: 76 Einsätze mit 352 Mann und 1222 Einsatzstunden.

01.01.1983

Das Jubiläumsjahr 1983 trägt folgendes Logo:

1883  -   100 Jahre   -  1983
FREIWILLIGE  FEUERWEHR
F  R  A  N  K  E  N  F  E  L  S

Zahlreiche Veranstaltungen während des ganzen Jahres werden auf Film festgehalten.
In der ersten Jahreshälfte wird ein Malwettbewerb in der örtlichen Volks- und Hauptschule sowie ein Aufsatzwettbewerb in der Hauptschule Frankenfels abgehalten.
Der Feuerwehrkommandantstellvertreter Brandinspektor Franz Wutzl verfasste eine sehenswerte Festschrift mit umfangreichen Text, ein Farbfoto und 27 Schwarz/Weiß-Bildern.
22.01.1983 1. Veranstaltung im Jubiläumsjahr: Feuerwehrball im Gasthaus Weidinger mit den "Frankenfelser Buam". Um zirka 21.00 Uhr gab es eine große Überraschung: Die Mitglieder des Zuges Weißenburg machten einen Maskeneinzug - keiner wusste davon !!! - wobei jede verkleidete Person einen Buchstaben bzw. eine Ziffer trug. Durch eine imposante Aufstellung erschien der Schriftzug "1983 - 100 Jahre FF Frankenfels". Eine gelungene Überraschung, wovon sogar das Kommando nichts wusste!
20.02.1983 Bei der 100. Jahreshauptversammlung konnte neben den zahlreichen Ehrengästen auch Bezirksfeuerwehrkommandant Oberbrandrat Wilfried Weissgärber begrüßt werden.

04.03.1983

Das AFKDO Kirchberg an der Pielach (BR Konrad Lampel, ABI Anton Mayer und HV Hans Hütthaler) führt eine Inspektion durch. Ergebnis: Der Mannschafts- und Gerätestand entspricht ab der bevorstehenden Inbetriebnahme des neuen KLF den genauen Anforderungen!

31.03.1983

Von der Firma Lohr, Laßnitzhöhe bei Graz, Hönigtal 160, wurde das neue Kleinlöschfahrzeug (VW LT 35 mit 5-Gang und 75 PS / Preis: Schilling 309 000,-) geliefert. Es ersetzt den Land Rover mit Tragkraftspritzenanhänger. Somit entspricht ab nun unser Fuhrpark der gesetzlichen Mindestausrüstungsverordnung.
31.03.1983 Der Land Rover wurde als MTF-A (bis 1988) an den abgesetzten Zug Weißenburg verliehen.
08.04.1983 Wiesenbrand beim Fischbachhäusl (bei Frau Rosa Leb), Fischbachmühlrotte 17. Der Flächenbrand konnte mittels TLF-A 2000 sehr rasch gelöscht werden. Einsatzdauer: 14.30 Uhr bis 16.15 Uhr.

29.04.1983

"Tag der offenen Tür" bei der Freiwilligen Feuerwehr Frankenfels. Mitte April wurden in einem Rundschreiben die Gemeindebewohner und die Schulkinder dazu eingeladen. Die Volks- und Hauptschüler kamen klassenweise zum aufgebauten Stationsbetrieb vor und im Feuerwehrhaus. Auch die Bevölkerung zeigte Interesse. Eine Labestation war eingerichtet. Sehr viel Spaß hatten auch die Kinder beim Zielspritzen mit der Kübelspritze. Es herrschte Sonnenschein, es war ein herrlicher Tag!
30.04.1983 Gestaltung eines Blumenbeetes am Hang zwischen Kirche und Nattersbrücke (Weidinger Brücke) mit den Initialen "100 FF".

01.05.1983

Am Gründungstag zeigte sich der Ort bei prächtigem Wetter fahnengeschmückt. Nach der Florianifeier (Kirchgang mit Trachtenmusikverein der Marktgemeinde Frankenfels, Ehrenbürger, Ehrengästen, Feuerwehrpatinnen und Gemeinderäten - Florianimesse - Kranzniederlegung) wurde eine beeindruckende historische Schauübung am Kriegerdenkmalplatz abgehalten. Unter dem Titel "Die Feuerwehr einst und jetzt" wurde viermal eine Brandbekämpfung auf das Objekt Pfarrhof der großen Bevölkerungsschar vorgeführt. Eine Löschgruppe, alle in historischen Uniformen um 1883, zeigte eindrucksvoll die wesentlichen 4 Zeitepochen der Brandbekämpfung. Während der Erläuterung von Feuerwehrkommandantstellvertreter Brandinspektor Franz Wutzl wurde zuerst das Löschen mit der Löscheimerkette, dann mit dem kleinen Hydrophor (Handdruckspritze aus 1883) und nach dem Abbau der Löschleitung mit der ersten Motorpumpe (aus dem Jahre 1928) präsentiert. Auch der Abschluss "Brandbekämpfung mit dem modernen Tanklöschfahrzeug 2000" wurde ebenfalls ausführlich erklärt.
Die vielen Zuseher waren begeistert.

16.05.1983

Alarmierung der Feuerwehr um 18.45 Uhr: Bergung eines Baggers in der Ödrotte. Da um 19.00 Uhr die große Funkübung am Programm stand, wurde "Rüst Frankenfels" und das Mannschaftstransportfzg. des abgesetzten Zuges Weißenburg mit "Berta Frankenfels" entsandt. Einsatzende der erfolgreichen Bergung war genau um 20.00 Uhr. Daraufhin fuhr man noch zur Übungsbesprechung.

16.05.1983

19.00 Uhr: Funkübung in Frankenfels. Die Feuerwehren des Unterabschnitts Kirchberg-Süd (Schwarzenbach/P., Frankenfels einschl. Zug Weißenburg, Loich und Kirchberg/P.) erprobten das Funken mit den neuen Geräten einerseits über den Berg und anderseits in den Weißenburgertunnel der Mariazellerbahn (nicht in Längsrichtung). Die Ausarbeitung und Durchführung war in den Händen von Löschmeister Erich Gonaus, welcher die Führungsfunkstelle "Pumpe 1 Frankenfels" bediente. Sogar die eingeschaltete 6,5 kV-Fahrleitung machte keine Beeinträchtigung. Alle 35 Funker waren sehr zufrieden und positiv beeindruckt.
Daraufhin folgte eine einseitige "Brandaus"-Veröffentlichung im Heft 7/8 - 1983.

20.05.1983

11.42 Uhr: Sirenenalarm "Brand beim Müller (Ortbauer), Markenschlagrotte 1". Infolge Unachtsamkeit beim Verbrennen von Reisig geriet ein Brennholzstoß in Vollbrand. Dieser war nur 10 Meter vom Wirtschaftsgebäude entfernt. Durch den raschen Einsatz mit dem TLF-A 2000 konnte in letzter Minute ein Übergreifen des Brandes verhindert werden. Beide Löschzüge wurden eingesetzt, um auch eine Zubringleitung aufzubauen. Einsatzende war um 14.45 Uhr.

21.05.1983

Beim jährlichen Pfingstfußballturnier der Feuerwehren des Abschnitts Kirchberg an der Pielach spielten sechs Mannschaften um einen Wanderpokal. Unsere Wehr erreichte mit Frankenfels den zweiten und mit Weißenburg den sechsten Platz.
11.06.1983 Weißenbachler Feuerwehrfest: Ab 20.00 Uhr Tanzabend mit den bekannten "Waldheimat-Musikanten" aus Krieglach in der Steiermark.

12.06.1983

Weißenbachler Feuerwehrfest: Man feierte neben "100 Jahre FF Frankenfels" auch "45 Jahre Zug Weißenburg" mit folgendem Programm: Um 09.00 Uhr Feldmesse im Festzelt - kleiner Festakt - Frühschoppen mit der Trachtenkapelle Bischofstetten - Siegerehrung vom Mal- und Aufsatzwettbewerb von der Volks- und Hauptschule Frankenfels, welche vom Feuerwehrkommandanten Oberbrandinspektor Karl Hochfilzer vorgenommen wurde - ab 13.00 Uhr gemütlicher Nachmittag mit dem von Rundfunk und Fernsehen bekannten "Zillertaler Jodlertrio".

16.06.1983

Beide Wettkampfgruppen aus Frankenfels brannten im Marktbereich, oberhalb des Wasserreservoirs ein Sonnwendfeuer und daneben den Schriftzug "100 FF" ab.
Zeitgleich veranstaltete der Zug Weißenburg eine Grillparty beim Gerätehaus Weißenburg für die Weißenbachler Bevölkerung.
01.07.1983 Zwei Wettkampfgruppen aus Frankenfels und 2 Gruppen des Zuges Weißenburg nahmen mit Erfolg am 33. NÖ Landesfeuerwehrleistungsbewerb in St. Pölten teil.

31.07.1983

Bei der Mitgliederversammlung präsentierte Brandinspektor Franz Wutzl die für die Jubiläumsfeier aufgelegte Festschrift. Die von ihm erstellte Festschrift hatte 80 Seiten und eine Auflagezahl von 800 Stück. Die Autorenarbeit beanspruchte einen Zeitaufwand von über einem Jahr. Jeder Feuerwehrmann begann eifrig das gelungene Werk zu verkaufen. Es blieben nur 119 Stück übrig! Es konnte dadurch ein Reingewinn von Schilling 25 650,- erzielt werden.

26.08.1983

Großes Jubiläumsfest in Frankenfels!
1. Tag - Freitag:
17.30 Uhr: Eröffnung der großen Ausstellung "Die Feuerwehr im Wandel der Zeit" im Turnsaal und Schulhof der Volks- und Hauptschule durch Brandrat Konrad Lampel. Auch der Mal- und Aufsatzwettbewerb wurde im Eingangsbereich veröffentlicht. Ein Diavortrag zeigte verschiedene Feuerwehrereignisse.
20.30 Uhr: Fackelzug mit den Frankenfelser Vereinen und der Gastfeuerwehr FF Hollstadt aus Deutschland durch den Ort mit beiden Frankenfelser Musikkapellen. Ein mit brennenden Fackeln dargestellter Schriftzug "100 FF" - wie am 16. Juni - in verkleinerter Form neben der Weidinger-Brücke war sehr eindrucksvoll.
Anschließend Kranzniederlegung mit "großen Österreichischen Zapfenstreich" von beiden Kapellen beim Kriegerdenkmal,
danach Tanz im großen Festzelt am Badparkplatz mit dem Musikverein Ötscherland bei freiem Eintritt.
27.08.1983 Großes Jubiläumsfest in Frankenfels!
2. Tag - Samstag:
08.00 bis 19.00 Uhr: Fortsetzung der großen Ausstellung, Mal- und Aufsatzwettbewerb sowie Diavortrag.
09.00 bis 17.00 Uhr: Sonderpostamt mit Sonderstempel "1883 - 1983 Freiwillige Feuerwehr Frankenfels" im Schulgebäude. Zugleich eine Briefmarken-Werbeschau mit vielen Motiven aus der kuk-Zeit und auch einige "Feuerwehr-Marken" von Herrn Dr. Heinrich Jelinek aus Scheibbs.
17.00 Uhr: Abschnittsfeuerwehrtag in Frankenfels (Gasthaus Weidinger)
20.00 Uhr: Tanz auf steirischem Tanzboden im Festzelt mit dem Heimatland-Echo aus Puchberg am Schneeberg. Disco im Badkeller, Floriani-Bar und WC-Anlagen im Badgelände. Es waren rund 1000 Festbesucher anwesend. Eigens angefertigte grüne Kunststoff-Festabzeichen wurde knapp.

28.08.1983

Großes Jubiläumsfest in Frankenfels!
3. Tag - Sonntag:
08.00 bis 19.00 Uhr: Fortsetzung der großen Ausstellung, Mal- und Aufsatzwettbewerb sowie Diavortrag.
08.00 Uhr: Marschmusik vor dem Festzelt.
08.15 Uhr: Empfang der Ehren- und Festgäste, sowie der auswärtigen Feuerwehren.
08.45 Uhr: Abmarsch zum Gottesdienst.
09.00 Uhr: Feldmesse vor dem Kriegerdenkmal, anschl. Festakt mit Segnung des neuen Kleinlöschfahrzeuges (VW LT 35) von der Firma Lohr aus der Steiermark.
09.00 bis 17.00 Uhr: Fortsetzung "Sonderpostamt mit Sonderstempel" und der Briefmarken-Werbeschau von Herrn Dr. Heinrich Jelinek aus Scheibbs.
10.30 Uhr: Frühschoppen mit dem Trachtenmusikverein der Marktgemeinde Frankenfels.
Ab 13.00 Uhr: Gemütlicher Nachmittag mit der Musikgruppe "Frankenfelser Buam".
20.00 Uhr: Festausklang. Auch für diesen Tag gab es eigens angefertigte Kunststoff-Festabzeichen - jedoch in roter Farbe.
Resümee: Mit dem Sonderpoststempel gab es über 8000 (!) Abstempelungen. Bei diesem Jubiläumsfest wurden nicht nur 31 Fass Bier sondern auch alle Speisen verkauft. Es gab sehr großes Lob aus nah und fern. Viele Zeitungsberichte, sogar in der "Rhön-u.Saalepost (Deutschland)", folgten.

30.08.1983

12.26 Uhr: Zimmerbrand - in der Wohnung Wachter - im Haus "Leopold Karner", Ödrotte 13. Der komplette Löschzug Frankenfels rückte aus und konnte bereits um 12.55 Uhr "Brand aus" melden. Die Rückkehr aller drei Fahrzeuge wurde mit 13.27 Uhr dokumentiert.

12.09.1983

Für den Besuch des Papstes Johannes Paul II. am Folgetag in Mariazell erwartete man einen Massenansturm auf den Zufahrtsstraßen. Der NÖ Landesfeuerwehrverband verordnete auch für die FF Frankenfels einen 24-stündigen Bereitschaftsdienst. Eine aus 4 Mann bestehende Truppe war in dieser Zeit per Funk abrufbereit. Es gab keine Einsätze.

13.09.1983

Papstbesuch im Mariazell. Fortsetzung der Bereitschaft, wieder von 00.00 Uhr bis 24.00 Uhr. Der Heilige Vater wurde in einem sehr niedrig fliegenden Hubschrauberkonvoi über Frankenfels nach Mariazell eingeflogen. Das Verkehrsaufkommen auf der Pielachtal-Bundesstraße (B 39) war in beiden Richtungen sehr mäßig. Trotzdem blieb die Bereitschaft, wieder 4 Mann, bis Mitternacht aufrecht. Keine Unfälle bzw. Einsätze in unserem Einsatzgebiet.
01.10.1983 Große FuB-Übung in Frankenfels. Die FuB-Züge II/17 und VIII/17 führten am Wiesberg und beim Gehöft "Wassermann" eine Katastrophenübung mit insgesamt 163 Feuerwehrmännern durch.
22.10.1983 Beim jährlichen Fitlauf nahm wieder die FF Frankenfels mit einer Gruppe teil. Erfreulich: FM Leopold Karner, von der FW Weißenburg, lief die Tagesbestzeit.

05.11.1983

Kameradschaftsabend im Gasthaus Weidinger mit musikalischen Darbietungen, ein von jungen Weißenbachler Wehrmännern aufgeführten Einakter, Mundartgedicht von Frau Rosalia Proschek, humoristische Einlagen und eine Filmvorführung von Herrn Oberschulrat Direktor Franz Stöckl.
Es wurde an alle Feuerwehrmänner, Ehrengäste, Kommandanten des Abschnitts, langjährige Festmitarbeiter, Ehrenbürger und Frauen von verstorbenen Feuerwehrmänner ein von Kommandantstellvertreter Brandinspektor Franz Wutzl entworfener und von der Firma Alpenland angefertigter Wachssiegel mit dem Abbild des Heiligen Florian und der Aufschrift "100 Jahre FF Frankenfels 1883 - 1983" mit Dankesworten überreicht.

31.12.1983

Auch im Jubiläumsjahr 1983 stand die Hauptaufgabe der Feuerwehr im Vordergrund: Man rückte zu 166 (!) Einsätzen aus. Davon waren 116 (!) Wassertransporte, wobei insgesamt 458.000 Liter Nutzwasser unentgeltlich zu den entlegenen Gehöften befördert wurden (407 Mann / 950 Stunden), zu verzeichnen.
04.03.1984 Schwerer Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person auf der Bundesstraße 39, in der Leitenklamm.

25.03.1984

Sirenenalarm. Gefährlicher Waldbrand in der Nähe des Gehöftes "Unter-Stein", Grasserrotte 2. Die Feuerwehren Frankenfels einschließlich Zug Weißenburg, Schwarzenbach/P. und Kirchberg/P. kämpften erfolgreich, die Besitzerin Maria Datzreiter war erleichtert.
Einsatzdaten: 19.07 Uhr bis 22.20 Uhr, 9 Feuerwehrfahrzeuge, 58 Mann.
19.05.1984 Firmung in Frankenfels. Die Feuerwehr besorgte den Ordnerdienst.
23.05.1984 Bei einer Unterabschnittsfunkübung in Frankenfels wurde eine "Suchaktion" nach einem Vermissten in der Boding, rund um den Holzerberg, abgehalten. Die NÖN-Zeitung berichtete.

01.06.1984

Bei einem Gegenbesuch des MV Ötscherland und der Turn- und Sport-UNION Frankenfels in der Patengemeinde Hollstadt in Bayern (BRD) nahm auch eine Feuerwehrabordnung, unter der Führung von KDT-STV BI Franz Wutzl, teil. Am Folgetag gab es eine große Festveranstaltung, bei der unter anderem auch Geschenke an die FF Hollstadt und Hr. Bgm. Richard Radina wegen der Teilnahme an unserer 100-Jahr-Feier im vergangenem Jahr übergeben wurden. Nach einem großen Festumzug am 3. Tag (Sonntag) folgte die Heimfahrt.
02.06.1984 PKW-Brand in der Nähe des Hauses "Leopold Wutzl", Markenschlagrotte 25. Der TLF-Einsatz (Schaum als Löschmittel) dauerte von 08.40 Uhr bis 10.30 Uhr.

10.06.1984

Beim Pfingstfest des Zuges Weißenburg (9. bis 11. Juni) wurde erstmals ein Weißenbachler-Treffen veranstaltet. Auch alle 308 abgewanderte Weißenbachler bekamen eine schriftliche Einladung, wovon 168 Personen tatsächlich kamen. Es gab ein Gewinnspiel und an jeden Weißenbachler, auch ehemaligen, wurde ein Erinnerungsgeschenk (Foto des Feuerwehrhauses) überreicht.

30.06.1984

Eine Gruppe nahm an den 34. NÖ Landesfeuerwehrbewerben in Haag teil. Bewerbsziel erreicht (357 in Bronze und 316 Punkte in Silber). Erstmals übernachtete die Frankenfelser Wettkampfgruppe in der Nacht auf Sonntag (Siegerehrung) in einem privaten Zelt. Für diesen Zweck stellte die Familie Ing. Franz und Stephanie Krickl (beide ehemalige Frankenfelser), 3350 Stadt Haag - Lerchenfeld 3, den Garten ihres Wohnhauses zur Verfügung.

24.08.1984

Beginn des 3-tägigen Feuerwehrfestes. Über Ansuchen des "Trachtenmusikvereins der Marktgemeinde Frankenfels" wird dieses Fest gemeinsam mit dem Musikverein vor dem Badgelände abgehalten. Die Arbeiten teilten sich, je zur Hälfte, die Feuerwehr und die Musik. Der Reingewinn wurde ebenfalls 50:50 geteilt.
25.08.1984 Fortsetzung des gemeinsamen Festes mit Tanzabend im Zelt.
26.08.1984 Der Höhepunkt dieses "Gemeinschaftsfestes" war der große Festakt des Trachtenmusikvereins.
07.09.1984 Unser Kommandantstellvertreter Brandinspektor Franz Wutzl wurde als "Sachbearbeiter Ausbildung" des Abschnitts Kirchberg an der Pielach vorgeschlagen. Er räumte sich eine Bedenkzeit bis zur nächsten KDT-Sitzung ein.
06.10.1984 Kameradschaftsausflug der Feuerwehr - mit 2 Bussen - in "Peter Roseggers Waldheimat".
02.11.1984 Bei der Kommandanten-Sitzung des Abschnitts in Schwarzenbach/P. wird Kommandantstellvertreter Brandinspektor Franz Wutzl zum Abschnittssachbearbeiter für Ausbildung bestellt.

04.11.1984

Schwerer Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 39, unmittelbar nach der "Fischerbrücke", bereits im Gemeindegebiet Kirchberg/P. Die ersteintreffende Feuerwehr Frankenfels führte die Menschenrettung durch und übergab den schwerverletzten Frankenfelser der Rettung, leider verstarb er im Krankenhaus. Die Fahrzeugbergung übernahm die Frankenfelser Feuerwehr, die Straßenreinigung erledigte die FF Kirchberg/P. Der Einsatz dauerte von 00.23 Uhr bis 02.35 Uhr. Bei der Einsatznachbesprechung gab es, trotz der sehr raschen Menschenrettung, den endgültigen Anstoß, ein Hydraulisches Rettungsgerät anzuschaffen.

November 1984

Von den Subkassierern werden bei der Einhebung des jährlichen Unterstützenden Mitgliedsbeitrages (Schilling 50,-) an alle Telefonbesitzer unentgeltlich ein Pickerl für die Telefonwahlscheibe ausgegeben. Es ist darauf die Rufnummer der Feuerwehr, des Arztes, der Rettung und der Gendarmerie, sowie die, der die Aktion bezahlenden Raiffeisenkasse, vermerkt.

22.11.1984

Brand in der Produktionshalle der Großtischlerei Josef Krippl, in der Dobersnigg (Gemeinde Loich). Der beginnende Brandübergriff auf die Lagerhalle wurde mit viel Aufwand (Außenangriff und zugleich Innenangriff mit schweren Atemschutz) gelöscht. Trotz Abbrand der Halle, wurden Büro, Silo, Glaserei und Nachbargebäude gerettet. Es gab Abschnittsalarm, für die Frankenfelser Wehrmänner dauerte der Einsatz von 05.10 Uhr bis 09.15 Uhr.

05.12.1984

Beschluss in der Mitgliederversammlung: Einbau eines Kassettenrecorders im KLF der FF Frankenfels. Das Gerät hat eine Kabelverbindung zum Fahrzeugfunkgerät und erspart durch die Aufnahme der ein- und ausgehenden Funkgespräche die Führung des Funktagebuches. Für die Umsetzung wurde Nachrichtenwart Löschmeister Erich Gonaus beauftragt.

08.12.1984

Alle Feuerwehrkommandanten und -Stellvertreter des Bezirkes St. Pölten haben eine Nachschulung in der Feuerwehrzentrale St. Pölten zu absolvieren. Hier referierte auch Abschnittssachbearbeiter Ausbildung FKDTSTV Brandinspektor Franz Wutzl. Durch die große Teilnehmerzahl wurde ein zweiter Tag angehängt.
09.12.1984 Fortsetzung der KDT- und STV-Schulung in St. Pölten. Unser BI Franz Wutzl trug wieder vor.
22.12.1984 Mit den neuesten Militärkarten (4. Auflage der ÖMK 50, Blätter 6806, 6807, 6810 und 6811) werden alle Feuerwehrfahrzeuge des Feuerwehrabschnitts Kirchberg/P. bestückt.
31.12.1984 Statistik 1984: 66 Einsätze (260 Mann leisteten 774 Einsatzstunden).

05.01.1985

Hilfstransport für ASBÖ Frankenfels in unwegsamen Gelände, in der Karrotte. Bei schlechten Wetter (starker Schneesturm, extrem schlechte Sicht, totale Dunkelheit, - 10 Grad Celsius) dauerte der anstrengende Einsatz von 20.05 Uhr bis 22.05 Uhr. Ein Vorwärtskommen war nur mit dem Unimog möglich!
01.02.1985 Als 2. Feuerwehr des Abschnitts Kirchberg an der Pielach bekommt die FF Frankenfels von der Firma Rosenbauer einen Hydraulischen Rettungssatz (Spreizer und Schere) geliefert. Er dient vorwiegend für Menschenrettung im Straßenverkehr. Damit verbunden erfolgte auch die Inbetriebnahme des 1. Notstromaggregates (Marke Bosch, 8 KW). Mit dieser Gerätschaft wurde das Rüstfahrzeug (Unimog) vervollständigt. Gesamtkosten: Schilling 216 000,-

07.02.1985

Ein drittes Handfunksprechgerät wurde in Betrieb genommen. Somit sind ab diesem Tag 2 Stück Handfunkgeräte (Anton Frankenfels und Berta Frankenfels) in Frankenfels stationiert. Das 3. Gerät (Cäsar Frankenfels) befindet sich beim abgesetzten Zug Weißenburg.

13.02.1985

In der Rosenbühelrotte wurde ein von der "Hinteregger-Wehr" bis zum Kaufhaus Plasch reichender Eisstau mühevoll beseitigt. Es wurden beide Züge (Frankenfels und Weißenburg) eingesetzt, der Einsatz dauerte von 12.45 Uhr bis 16.55 Uhr.

23.02.1985

Unsere Nachbarswehr Schwarzenbach an der Pielach veranstaltete die erste Abschnitts-Skimeisterschaft. Die Freiwillige Feuerwehr Frankenfels einschließlich Zug Weißenburg stellte die meisten Teilnehmer, konnte jedoch keinen Pokal erringen.
17.03.1985 Bei der offiziellen Kindergarteneröffnung durch Frau Landesrat Liese Prokop stellte die Feuerwehr den Ordnerdienst.
30.03.1985 Fahrzeugfunkgerät "Pumpe 1 Frankenfels" mit Tonbandaufzeichnung. Durch eine Kabelverbindung vom Funkgerät zu einem Kassettenrecorder werden alle Funkgespräche professionell dokumentiert. Die technische Realisierung lag in den Händen von LSBNRD OBI Ing. Alfred Zöchling und Firma Radio Plank in Loosdorf. Die Führung des Funktagebuches (Mitschreiben aller ein- und ausgehenden Funkgespräche) kann ab nun entfallen. Diese Zusatzeinrichtung ist einzigartig im ganzen Bundesland Niederösterreich! Der Beschluss in der Mitgliederversammlung dazu fiel am 05.12.1984.
05.05.1985 Im Anschluss an die Florianifeier wurde am Platz vor dem Kriegerdenkmal eine Einsatzübung mit dem Hydraulischen Rettungsgerät durchgeführt. Die vielen Zuseher waren begeistert.

06.05.1985

PKW-Brand beim Haus "Hoch-Öd" ("Ebner Willi"), Ödrotte 2. Ein Kabelbrand war die Ursache. Am VW-Bus entstand ein Totalschaden, eine Brandausbreitung auf Wiese und Wald konnte verhindert werden. Einsatzdaten: 2 Fahrzeuge (TLF-A 2000 Frankenfels, KLF Frankenfels); 13.50 Uhr bis 15.20 Uhr.
11.05.1985 Absturz eines Radladers im unwegsamen Gelände, in der Fischbachmühlrotte. Der Einsatz mit dem Rüstfahrzeug-Unimog dauerte vier Stunden.
17.05.1985 Der Zug Weißenburg half den Naturfreunden Frankenfels sechs Stunden lang bei der jährlichen Bachufersäuberung.
18.05.1985 Bei der Fortsetzung der Bachuferreinigung im Marktbereich und in der Hofstadtgegend halfen Frankenfelser Feuerwehrmänner den Naturfreunden von 13.00 Uhr bis 19.00 Uhr.
08.06.1985 Trotz strömenden Regen kamen mehr als 800 Gäste zum Weißenbachler Feuerwehrfest.

28.06.1985

Am 35. NÖ Landeswettbewerb in Stockerau nahmen die Wettkampfgruppe "Frankenfels 1" und der Zug Weißenburg als Wettkampfgruppe "Frankenfels 2" teil. Hiebei erreichte "Frankenfels 1" das bislang beste Ergebnis: 368 Punkte in der Klasse Bronze A.
28.07.1985 Je eine Feuerwehrabordnung fuhr zur "45 Jahr - Feier" der FF Loich und zur zeitgleich stattfindenden ÖKB-Gedenkfeier "40 Jahre Kriegsende" im Höllgraben.
14.09.1985 Am 3. Feuerwehrsternmarsch des NÖ Landesfeuerwehrverbandes nach Maria Taferl nahmen einige Kameraden von Frankenfels mit ihren Familienangehörigen teil.
27.09.1985 Funkleistungsbewerb in der Landesfeuerwehrschule Tulln: Karl Hochfilzer und Franz Freudenthaler jun. (Zug Weißenburg) sind beim FULA Silber erfolgreich. Franz Wutzl und Erich Gonaus erringen die Leistungsspange in Gold. Somit stellt die FF Frankenfels als erste Wehr des Abschnitts Kirchberg/P. das FUNKLEISTUNGSABZEICHEN IN GOLD.
11.10.1985 Alarmübung in der Volks- und Hauptschule Frankenfels.

20.10.1985

Bei einer Unterabschnittsübung in der Boding wurde auch mit den Tragkraftspritzen im Relaisbetrieb von der Natters zum Gehöft "Hinter-Hofstatt" (vulgo "Hofstatt-Karner"), Markenschlagrotte 2, gepumpt. Auch die TLF wurden eingesetzt. Die Männer der Feuerwehren Frankenfels einschl. Zug Weißenburg, Schwarzenbach an der Pielach, Loich und Kirchberg/Piel. waren gefordert.
21.11.1985 Beide Sirenen (Frankenfels und Weißenburg) wurden auf Fernsteuerung umgerüstet. Die neuen Sirenensteuergeräte der Marke "centerfunk CSI 8000" von der Firma Center, Nachrichtentechnische Anlagen GmbH aus Wien, sind von der Bezirksalarmzentrale St. Pölten (Nachrichtenzimmer der FF St.Pölten-Stadt - Notruf 122 ohne Vorwahl) aus bedienbar. Kostenpunkt beider Anlagen (Steuerkästen, Richtantennen und Verkabelungen): Schilling 120.000,-. Zusätzlich wurde vorsorglich auch eine Rundstrahlantenne, einschl. Kabel, für eine event. ortsfeste Funkstelle (auch Funkfixstation genannt) montiert.
23.11.1985 Kameradschaftsabend der Feuerwehr im Gasthaus Weidinger. Es gab eine Theateraufführung (der Einakter "Die Autofahrschule") unter der Regie von BI Franz Wutzl und einen Quiz mit schönen Preisen.
19.12.1985 Brand in der "Villa Goebel", Hofstadtgegend 24. Durch heißen Aschen entstand ein Innenbrand, welcher sich sehr rasch im ersten Stock und auf den Dachstuhl ausbreitete. Der Großeinsatz forderte die Feuerwehren Frankenfels einschl. Zug Weißenburg, Schwarzenbach an der Pielach, Loich, Kirchberg/Piel. und Tradigist. Bei der Brandbekämpfung wurde Schwerer Atemschutz eingesetzt. Es konnte das sehr nahe gelegene Gehöft Nattershof gerettet werden. Auch die Tonbandaufzeichnung hat sich bewährt. Der Einsatz begann um 21.10 Uhr und endete am Folgetag um 13.25 Uhr. Weitere Einsatzdaten: "Brand unter Kontrolle" um 02.25 Uhr, "Brand aus" um 13.00 Uhr, 14 Feuerwehrfahrzeuge, 16 Schwere Atemschutzgeräte, 104 Feuerwehrmänner.
31.12.1985 Statistik 1985: 84 Einsätze (302 Mann / 905 Std.) und 48 Übungen mit insgesamt 1418 Std.
05.01.1986 Über die 103. Jahreshauptversammlung, bei der es auch viel Lob seitens der Gemeinde gab, berichtete die Wochenzeitung NÖN.

31.01.1986

Sirenenalarm um 17.52 Uhr: Schwerer Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen auf der Bundesstraße 39 im km 31,600. Zwei PKW sind bei Glatteis zusammengestoßen. Der Verursacher war mit Sommerreifen bei null Grad Celsius unterwegs. Erstmals wurde der Spreizer und die Schere zur Menschenrettung eingesetzt. Drei Verletzte wurden herausgeschnitten und der Rettung zum Transport ins Krankenhaus St. Pölten übergeben. Um 19.50 Uhr war Einsatzende.
05.02.1986 Ein elektrischer Schlauchaufzug wurde unter Anleitung von Löschmeister Alois Karner im Feuerwehrhaus Frankenfels errichtet.
05.02.1986

Der Abgesetzte Zug Weißenburg wird durch eine Dienstanweisung des NÖ Landesfeuerwehrkommandos auf "Feuerwache Weißenburg“ unbenannt und vom Feuerwachekommandanten Brandinspektor Johann Weissenbacher geführt, er war bisher Zugskommandant. Die Feuerwache (FW) ist organisatorisch der FF Frankenfels unterstellt und bleibt weiter der 2. Löschzug. Die Verwaltung für die FW wird von Frankenfels aus weiterhin mitbesorgt, dazu wird der Verwalter zum Leiter des Verwaltungsdienstes und ein Verwaltungsmeister kommt neu dazu. Vorwiegend für die Festabwicklung in Weißenburg gibt es einen Verwaltungsgehilfen.

16.02.1986 Infolge Übersiedelung nach Frankenfels tritt der ehemalige Verwalter der FF Loich Herr Franz Rußwurm der Freiwilligen Feuerwehr Frankenfels bei.

März 1986

Ab der 2. Märzhälfte wurden die Hydranten im Ortsbereich bei Schönwetter mit Gesichtern und Gewändern von den Volksschulkindern mit ihren Lehrkörpern in den Zeichenstunden bemalt. Im Juni 1986 konnte diese besondere Aktion abgeschlossen werden. Die Idee stammt von Frau Volksschuldirektorin Helga Pögner.

25.03.1986

"Hatte die FF Frankenfels das erste KLF mit Allradantrieb?" war die Überschrift eines Artikels in der Fachzeitschrift Brandaus 3/1986 auf der Seite 97. Der Autor Löschmeister Erich Gonaus gab sämtliche Details dazu bekannt und ergänzte mit einem Foto unseres Land Rover's mit dem Tragkraftspritzenanhäger (TSA). Diese wurden im Landesfeuerwehrkommando intensiv behandelt und stellen somit einen Beitrag in der NÖ Feuerwehrgeschichte - Rubrik "Fahrzeuge, Technik allgemein" dar. Das Ergebnis dieser Geschichtsaufarbeitung war ein eindeutiges JA !

18.04.1986

PKW-Unfall auf der Bundesstraße 39, Höhe Nixhöhle-Parkplatz. Das Fahrzeug hatte sich überschlagen und lag mit offener Tür in der Natters. Der Fahrer wurde herausgeschleudert und lag 6 Meter unterhalb am rechten Bachufer. Er wurde von der Feuerwehr tot aufgefunden. Die Bergung des Toten, die Überführung in die Aufbahrungshalle und die Sicherstellung des PKW-Wracks übernahm die Feuerwehr. Einsatzdauer: Von 06.15 Uhr bis 12.30 Uhr.

19.04.1986

Unterstützung der Höhlenforschergruppe "Die Fledermäuse" in der Nixhöhle. Von 9 Uhr bis 17 Uhr wurde an unwegsamen Stellen die Höhle von Unrat und diversen Ablagerungen gereinigt, auch bei der Sicherung half man mit.
26.04.1986 Verheerender Reaktorunfall in Tschernobyl. Leider wurde erst einige Tage später informiert. Aber in den kommenden Jahren wird dem Zivilschutz vermehrte Bedeutung beigemessen.
27.04.1986 Bei der Florianifeier wurde erstmals vor dem Kriegerdenkmal öffentlich die Angelobung von Jungmännern und die Beförderungen durchgeführt.
09.05.1986 Im Weißenbachtal wurden die Naturfreunde drei Stunden lang bei der Bachuferreinigung von sechs Männern der Feuerwache Weißenburg unterstützt.
10.05.1986 Fortsetzung der Bachufersäuberung im Ortsbereich. Frankenfelser Feuerwehrmänner halfen bei den Naturfreunden von 12.50 Uhr bis 19.00 Uhr mit.

28.05.1986

Nach einem verheerenden Wärmegewitter über Frankenfels wurde die Ortswehr und die Feuerwache Weißenburg mittels Sirenenalarm in die Falkensteinrotte und Grasserrotte gerufen. Murenabgänge beseitigen und Auspumparbeiten forderten 31 Feuerwehrmänner von 16.45 Uhr bis 22.50 Uhr. Das größte Ereignis war der Murenabgang oberhalb des Hauses "Holzbauer", es wurde das Wohnhaus getroffen und dadurch sehr stark beschädigt.
15.06.1986 Starkes Hagelgewitter in der Boding. Die Feuerwehr musste bei drei Häusern die Keller auspumpen.
21.06.1986 Je ein Sonnwendfeuer wurde am "Franz Labner - Weg" von der Feuerwache Weißenburg und zeitgleich in der Grassermühle von der Hauptwache abgeführt.
03.07.1986 Die Straßenmeisterei Kirchberg an der Pielach forderte die FF Frankenfels für eine Verkehrsregelung bei Asphaltierungsarbeiten am Mühlboden an. Dauer: Von 07.00 Uhr früh bis 17.00 Uhr. 

08.07.1986

Um 15.17 Uhr: Abschnittsalarm für den Großbrand in Kirchberg/Pielach. Der überhitzte Heizungskessel verursachte im Obergeschoß der Werkstätte der Sesselfabrik Gansch ein großes Schadensfeuer. Frankenfels war mit zwei Gruppen und Weißenburg mit einer weiteren Löschgruppe vertreten. Unser Tanklöschfahrzeug wurde unmittelbar zur Brandbekämpfung unter Schweren Atemschutz eingesetzt. Die Feuerwache Weißenburg stellte eine Zubringleitung her. Der ebenerdige Fabriksteil, das Wohngebäude, sowie die Maschinen wurden gerettet. Das Obergeschoß verbrannte.
19.07.1986 Mit unserem KLF wurde eine "Lautsprecherfahrt" (Werbefahrt) in sämtlichen Siedlungsgebieten für das am Nachmittag stattfindende "Blau/Gelbe Bäderwunschkonzert des ORF" durchgeführt.
23.08.1986 Feuerwehrfest in Frankenfels. Programm am Samstag: Ab 20:00 Uhr Tanz und Unterhaltung mit den "Fidelen Schloßberg Buam" aus Lienz (Osttirol). Eintritt Schilling 35,-

24.08.1986

Feuerwehrfest in Frankenfels. Programm am Sonntag, bei freiem Eintritt: Ab 10.00 Uhr Frühschoppen mit den "Frankenfelser Buam", ab 14.00 Uhr Gemütlicher Nachmittag mit dem "Kohlangerbach Quartett". Um 15.00 Uhr wird erstmals ein Quiz durchgeführt. Es war zu erraten, wie viele Zehngroschenstücke in einem Feuerwehrhelm waren. Die Raiffeisenkasse Frankenfels unterstützte durch die Spende aller 10-Groschenmünzen das Ratespiel, wobei nur der Raika-Obmann OSR Franz Stöckl die genaue Anzahl wusste. 780 Quizkarten (jede Teilnehmerkarte kostete Schilling 5,-) wurden verkauft. Der Sieger Probefeuerwehrmann Robert Weissenbacher, von der Feuerwache Weißenburg, kam mit 3666 Stück der tatsächlichen Anzahl von 3670 am nächsten. Er bekam den Helm, alle Zehngroschenmünzen und einen Geschenkkorb. Am Ende des Schätzspiels wurde bekanntgegeben, dass die Zahl das genaue Geburtsgewicht des vor ca. einem Monat geborenen Sohnes (Thomas) unseres Feuerwehrkommandantstellvertreters Brandinspektor Franz Wutzl ist. Es war eine äußerst gelungene Veranstaltung!
01.09.1986 Der aus Vils in Tirol stammende Harry Vogler tritt der Feuerwehr bei. Die Übersiedlung entstand durch Verheiratung. Sein beibehaltener Dialekt bereitete einige unklare Sprachverständnisse in unseren Reihen.
18.09.1986 Erfolgreiche Suchaktion am Wiesberg (Nähe Nixhöhleneingang). Eine ältere Frau hatte sich verirrt.
20.09.1986 Bei der 300 Jahr - Feier der Berufsfeuerwehr Wien wurde die FF Frankenfels durch 2 Kameraden vertreten. Der Festakt vor dem Wiener Rathaus und in der Zentrale am Hof war sehr beeindruckend.
04.10.1986 Über den Feuerwehrausflug mit 84 Teilnehmer in 2 Autobussen nach Wien (Führung in der ORF-Zentrale und Besichtigung des Feuerwehrmuseums der BF Wien) berichtete auch die NÖN am 14. Okt. auf Seite 9.
06.10.1986 Wasserversorgung des Ortes mit 34.000 Liter (!). Der Bruch des Hauptschiebers der Ortswasserleitung führte zu diesem acht Stunden langen Einsatz.

13.10.1986

Ein Kompressorbrand löste einen Waldbrand beim Bahnkilometer 46,650 (zwischen Haltestelle Boding und der Eisenbahnbrücke) aus. Kompressor der Firma Walter GmbH, St. Pölten, und der Kleinwald wurde binnen kürzester Zeit gelöscht.
12.12.1986 5-stündige Bergungsarbeiten in der Lehengegend. Infolge glatter Fahrbahn ist ein Traktor samt Anhänger seitlich abgerutscht.
19.12.1986 Alarmübung (Bergeübung)! Mit dem Spreizer und der Schere wurden zwei "Verletzte" aus zwei zusammengestoßenen PKW befreit und versorgt.
31.12.1986 Statistik 1986: 134 Einsätze (535 Mann / 1167 Std.) und 41 Übungen (447 Mann / 1281 Std.).

01.01.1987

Löschmeister Erich Gonaus wird vom Abschnittsfeuerwehrkommandant Brandrat Konrad Lampel zum provisorischen Nachrichten-Sachbearbeiter im Feuerwehrabschnitt Kirchberg an der Pielach bestellt. Die Definitivstellung erfolgt am 26. Mai 1987.

27.01.1987

Durch eine zirka 1 Meter hohe Schneeablagerung wurde ein Teil des Dachstuhls beim Wirtschaftsgebäude des Hofes "Wassermann", Rosenbühelrotte 8, eingedrückt. Die Feuerwehr half mit 15 Mann bei den Aufräumungsarbeiten und sicherte den verbleibenden Rest des Dachstuhls.
29.01.1987 Schneebeseitigung beim Kaufhaus Pögner, Markt 3. Gefährlich überhängende Dachlawine über dem Geschäftseingang entfernt.
30.01.1987 Um eine rasche interne Alarmierung bei technischen Einsätzen zu erreichen, wurde ein System für die telefonische Weiteralarmierung (von Feuerwehrmann zu Feuerwehrmann) geschaffen.

31.01.1987

Beim 1. Weißenbachler Rodel- und Ziehschlittenrennen half die Feuerwache Weißenburg beim Auf- und Abbau tatkräftig mit. Am Renntag fungierten die Feuerwehrmänner als Streckenposten. Es befanden sich sehr viele Besucher entlang des "Franz Labner - Weges".
02.02.1987 Beseitigung von Schneeverwehungen im Marktbereich. Einsatzdauer: 12.30 Uhr bis 17.30 Uhr.
03.02.1987 Fortsetzung vom Vortag. Einsatzdauer: 08.00 Uhr bis 18.00 Uhr.
04.02.1987 Und wieder Fortsetzung vom Vortag. Einsatzdauer: 08.00 Uhr bis 12.00 Uhr.
04.02.1987 Am Nachmittag: Wassertransport infolge Rohrbruch in der "Ober-Grub", Lehengegend 4.

05.02.1987

Dacheinsturz durch Schneelast im "Klein-Bernreith", Lehengegend 21. Die Feuerwehr erledigte die Bergung von landwirtschaftlichen Gütern, sowie das Abschaufeln beim verbleibenden Rest des Daches. Einsatzdauer: 07.15 Uhr bis 12.15 Uhr.
05.02.1987 Und wieder "Schneemassen räumen" im Marktbereich. Einsatzdauer: 13.00 Uhr bis 18.00 Uhr.

07.02.1987

Am Nachmittag bildete sich infolge plötzlich aufkommendes Tauwetter bei Regen und + 5 ° C ein gewaltiger Eisstau auf der Natters und in weiterer Folge auch auf der Pielach. Stellenweise traten riesige Eisschollen über das Ufer und blieben auf der Bundesstraße liegen bzw. gefährdeten Brücken und Häuser. Dazu kam, dass der Taubenbach eine sehr große Menge an Nassschnee heranbrachte, sodass auch der Durchlass bei der Bundesstraße verlegt wurde und die Bundesstraße unbefahrbar machte. Dort war die erste Feuerwehrtätigkeit, Mittels Vollstrahl wurde eine Schneise (großes Loch) für den Durchfluss geschaffen. Bald konnte die B 39 auf dieser Stelle freigegeben werden. Aber dann folgte eine schwierige Aufgabe: Auf Höhe Nixhöhle, beim "Wassermann", bei der Grassermühle, Wehranlage "Winter"(Voralpenhof), "Weidinger Brücke", in der Leitenklamm, beim "Gillus" und in der Schönau wurde in harter Arbeit von den Feuerwehrmännern das Eis unterdrückt und von zwei Baggern dieser Eisstau gelöst. Die Gefahren wurden somit gebannt. Der Einsatz dauerte von 15.06 Uhr bis 19.00 Uhr und beanspruchte 29 Feuerwehrkameraden. In der monatlich erscheinenden Fachzeitschrift "Brandaus - Heft 4/1987" erschien ein dreiseitiger Fachartikel.
15.02.1987 2. Abschnittsschimeisterschaft der Feuerwehren wurde in Schwarzenbach/P. veranstaltet. 12 (!) begeisterte Skiläufer stellte die FF Frankenfels, wobei in zwei Klassen jeweils der erste Platz erreicht wurde.
Februar 1987 Mehrere Ski- und Rodelrennen wurden gemeindeweit von verschiedenen Vereinen veranstaltet, bei denen unsere Feuerwehrmannschaft gute Plätze belegte. Für die organisatorische Durchführung (Zeitnehmung) wurden unsere Funkgeräte herangezogen!

19.03.1987

Ein verunreinigter Wasserbehälter in der Markenschlagrotte musste x-mal befüllt werden. Unser Tanklöschfahrzeug (TLF-A 2000) fuhr unzählige Wassertransporte:

am 19.03.: 15.00 Uhr bis 19.30 Uhr, 14.000 Liter

am 21.03.: 10.30 Uhr bis 14.15 Uhr, 10.000 Liter

am 23.03.: 08.45 Uhr bis 11.15 Uhr, 14.000 Liter     und

am 24.03.: 18.30 Uhr bis 21.00 Uhr, 12.000 Liter

20.03.1987

Brandalarm um 14.45 Uhr mittels Sirene. Im Hammerwerk in Sois (Nachbarsgemeinde Kirchberg/P.) brach in einer Zwischendecke der Werkshalle Feuer aus. Bei der Ankunft am Einsatzort stellte sich heraus, dass die FF Frankenfels nicht mehr benötigt wurde, weil der Brand soeben unter Kontrolle geriet. Befehl "Einrücken"!

31.03.1987

Sirenenalarm um 11.01 Uhr: Schwerer Verkehrsunfall auf der B 39 in der Leitenklamm, 2 schwere LKW-Züge sind infolge Schneematsch zusammengeprallt, wobei ein beladener Tankwagen (Sattelzug) sich mit der Vorderachse über die Fahrbahn hinausragte und in die Natters zu stürzen drohte. Durch die Totalsperre bildete man zwei Einsatzabschnitte. Auf der Westseite arbeitete die Hauptwache mit allen drei Feuerwehrfahrzeugen und ostseitig war die Feuerwache Weißenburg und die FF Schwarzenbach/P. tätig. Einsatzdaten: 6 F-Fzg. Gesamt 25 Mann, Einsatzende um 13.15 Uhr.
16.05.1987 Eigenständige Bachufersäuberung in der Hofstadtgegend. Die Marktgemeinde Frankenfels fungierte als Auftraggeber. 6 Mann, alle von 13:00 Uhr bis 18:00 Uhr.

22.06.1987

Nach längeren und eingehenden Überlegungen wurde auf Wunsch der Feuerwache Weißenburg beschlossen, dass ab 1. Jänner 1988 die finanzielle Gebarung getrennt wird. Eine mündliche Befürwortung erfolgte auch vom Abschnittsfeuerwehrkommandanten Brandrat Konrad Lampel. Das heißt: Jeweils eigene Kassenführung in Frankenfels und Weißenburg.
29.08.1987 In der Früh: Unmittelbar nach einer PKW-Bergung aus der Natters in der Rosenbühelrotte ermittelte der Gendarmerieposten Frankenfels, dass der Lenker das Kraftfahrzeug gestohlen hatte.

29.08.1987

Am Abend: Feuerwehrfest am Samstag. Da schon oft mit den Festveranstaltern über eine 0,0-Promille-Disco gesprochen wurde, startete die Feuerwehr den ersten Versuch. In der Disco wurden NUR ALKOHOLFREIE GETRÄNKE verabreicht.

30.08.1987

Feuerwehrfest am Sonntag. Und wieder eine 0,0-Promille-Disco am Nachmittag. Resümee: Es war an beiden Tagen ein Flop und blieb einmalig! Die Zeitung "NÖN" berichtete ausführlich am 8. Sept. auf der Seite 10.
23.09.1987 Herr Alois Karner sen., Tiefgrabenrotte 16, mit Traktor verunglückt. Feuerwehrtätigkeiten: Totenbergung und Bergung des Unfallfahrzeuges in einem schwierigen Gelände.
02.10.1987 Ehrenverwalter Hermann Weidinger verstorben. Er war von 1965 bis 1977 als Kommandomitglied in der Verwaltung tätig.

27.11.1987

Beim Feuerwehr-Kameradschaftsabend wurde neben Tanz und Humor auch ein Dalli-Dalli-Spiel von den Feuerwehrmännern bestritten. Zahlreiche Ehrengäste erfreuten diese heiteren Einlagen ebenso wie die schönen Preise beim Quiz der Feuerwehr.
12.12.1987 Um 10.21 Uhr gab es Sirenenalarm "Rauchfangfeuer beim Ed-Wutzl, Grasserrotte 6". Dank raschem Eingreifen der Feuerwehr blieb der Schaden sehr gering. 11.30 Uhr war Einsatzende
31.12.1987 Statistik 1987: 120 Einsätze (462 Mann / 1133 Std.) und 54 Übungen (555 Mann / 1571 Std.).

01.01.1988

Traktorabsturz (zirka 30 Meter) oberhalb des Gehöftes "Mündlhof", Rosenbühelrotte 10. Der schwerverletzte Lenker wurde von einem Wanderer zufällig gehört, ging der Stimme nach und alarmierte. Mit dem Feuerwehrarzt wurde vorerst die Menschenrettung und dann die schwierige Traktorbergung durchgeführt. Der Verletzte wurde mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus St. Pölten geflogen.

23.01.1988

Beim traditionellen Feuerwehrball gab es 240 zahlende Ballbesucher im Saal des GH Weidinger. Sie wurden von den "Frankenfelser Buam" in sehr guter Laune gehalten. Erstmalig gab es neben der üblichen Schnapsbar eine "Harry's Mix Bar", wo besondere Köstlichkeiten angeboten wurden, wie z.B.: Golden Lady, Kir Royal, Alexander, Sidecar, Bowle u.v.m.
25.01.1988 Vergabe der Selektivrufnummer 347 vom LFKDO NÖ für die geplante ortsfeste Funkstelle (Funkfixstation) der FF Frankenfels.
06.02.1988 Ein entrollter PKW wurde vom Gleis der Mariazellerbahn (ÖBB) in der Rosenbühelrotte geborgen.
21.02.1988 Am Ende der 105. Mitgliederversammlung mit Jahresbericht (Jahreshauptversammlung) wurden an 50 Feuerwehrkameraden Kälteschutzhauben für den Wintereinsatz verteilt.

13.03.1988

Unterstützung der Nachbarsfeuerwehr St. Anton an der Jeßnitz beim Ausräumen und Sichern des Wirtschaftsgebäudes beim "Hinteregger Fritz", Kreuztanne 8, Gemeinde St. Anton/J. Großer Schneedruck bewirkte den Dacheinsturz.

14.03.1988

Große Neuschneemengen im Gemeindegebiet Frankenfels und punktuelle starke Schneeverwehungen forderten in den folgenden Tagen unsere Feuerwehrmänner:

14.03.: Personentransport zu einem eingeschneiten Gehöft in der Karrotte

15.03.: Schneebeseitigung in der Tiefgrabenrotte

16.03.: Schneeabschaufeln bei einem einsturzgefährdeten Dach in der Laubenbachgegend

17.03.: Lebensmitteltransport zu einem eingeschneiten Hof in der Ödrotte     und

18.03.: Dachbeschädigung infolge Schneedruck. Mithilfe bei Dachreparatur im Markt.

April 1988


In der ersten Aprilhälfte langte von der NÖ Landesregierung ein Schreiben über eine Neueinstufung in der Mindestausrüstungsverordnung ein. Durch die Einstufung in die Klasse 2C ergeben sich bessere Förderungsbeiträge. 
26.04.1988 Der Waldbrand im Sautal (Bergrotte der Nachbarsgemeinde Puchenstuben) konnte noch vor dem Eintreffen der zuständigen FF Puchenstuben von uns gelöscht werden.

13.05.1988

Schwerer Motorradunfall auf der Bundesstraße 39 in der Boding. Sirenenalarm um 20.43 Uhr: In der Krumbach-Kurve stürzte beim Krumbachhäusl "Antony Jakob", Markenschlagrotte 22, ein Frankenfelser und wurde schwer verletzt. Nach der Erstversorgung und Unfallaufnahme wurde das Motorradwrack verladen und zu seinem Wohnhaus in der Laubenbachgegend überstellt. Einsatzende: 22.33 Uhr.
14.05.1988 Beim Feuerwehrleistungsbewerb in Gold waren Löschmeister Erich Gonaus und Oberfeuerwehrmann Christian Karner erfolgreich. Damit erhöhte sich der Stand der Träger FLA Gold auf 11.
14.05.1988 Jährliche Bachsäuberung im Marktbereich von 13.00 Uhr bis 19.00 Uhr. Die Marktgemeinde hatte die Feuerwehr beauftragt.

15.05.1988

Fortsetzung der Bachuferreinigung im Weißenbachtal von 08.00 Uhr bis 18.00 Uhr. Auch hier war die Gemeinde der Auftraggeber. Die NÖN berichtete sehr positiv über diese 2-tägige Umweltaktivität am 25. Mai auf der Seite 10.

05.06.1988

Eine Kaminverkleidung geriet im Wohnzimmer bei Alfred Enne, Markt 85, in Brand. Die Sirene wurde um 20.18 Uhr ausgelöst. Bei der Brandbekämpfung war der Einsatz von schweren Atemschutzgeräten erforderlich. Um 22.48 Uhr war der Einsatz zu Ende.
12.06.1988 Beim Weißenbachler Feuerwehrfest feierte man am Sonntag das 50-jährige Gründungsjubiläum.
28.08.1988 Während des Feuerwehrfestes in Frankenfels rückte die Wehr zu einem PKW-Brand auf der Furt-Brücke der B 39 aus. Die Ursache war eine Selbstentzündung infolge Unfall. Man löschte mittels Pulverlöschern.
03.10.1988 Zimmerbrand in der Boding beim Reitbauer "Johann Gansch", Markenschlagrotte 4. Durch den raschen Feuerwehreinsatz blieb der Schaden sehr gering.
28.10.1988 Ein Lichtmast wurde am Rüstfahrzeug (Unimog) aufgebaut, welcher nunmehr mit 2mal 1000 Watt-Scheinwerfern eine einwandfreie Beleuchtung bei Nachteinsätzen ermöglicht. 
04.11.1988 Feuerwehrmann Harry Vogler wird Flughelfer des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes.
11.12.1988 Zu einem Rauchfangfeuer beim Gehöft "Ober-Massing", Rosenbühelrotte 12, rückte die Wehr aus. Der Ausbrand wurde von der FF Frankenfels kontrolliert. Nach genau 3 Stunden war der Einsatz beendet.

18.12.1988

Vom Obmann der Raiffeisenkasse Frankenfels OSR Dir. Franz Stöckl wurde für den Lichtmastankauf eine Spende von Schilling 10.000,- überreicht. Dieser Scheck brachte Weihnachtsfreuden in die Feuerwehr. Am 24.01.1989 berichtete die Zeitung NÖN darüber.
31.12.1988 Statistik 1988: 84 Einsätze (424 Mann / 1071 Std.) und 50 Übungen (498 Mann / 1539 Std.).

12.02.1989

Bei der 106. Mitgliederversammlung mit Jahresbericht (Jahreshauptversammlung) legte der Kommandant OBI Karl Hochfilzer sein Amt aus beruflichen Gründen zurück. Bei der Neuwahl wurde der bisherige Stellvertreter BI Franz Wutzl zum neuen Kommandanten und als Feuerwehrkommandantstellvertreter Franz Rußwurm gewählt. Der Leiter des Verwaltungsdienstes V Josef Fahrngruber und der Feuerwachekommandant BI Johann Weissenbacher blieben in ihrer Funktion bzw. wurden bestätigt.
17.03.1989 Zu einem Waldbrand und Wiesenbrand rückte die Wehr nach Schwarzenbach/P. in die Haslaurotte, in der Nähe des Hauses "Kampfgraben", aus. Eine Fläche von ca. 2000 m2 ist verbrannt.
20.03.1989 Traktorbrand in "Unter-Massing", Rosenbühelrotte 11.
21.03.1989 25 neue Uniformmäntel (grau) wurden für das Kommando und die Chargen angekauft.
29.03.1989 Es wurde eine große Unterwasserpumpe angekauft. Sie ist die erste UWP der FF Frankenfels und trägt die Typenbezeichnung MAST T 12. Kosten: Schilling 19.433,52
31.03.1989 Bei einer Übung mit Atemschutzgeräten wurde im Freibad Frankenfels vorsorglich der Fall für das Austreten von Chlorgas geübt.

11.04.1989

Großbrand am Schlagerboden beim Anwesen "Emsenhuber - Ober Ort" in der Nachbarsgemeinde St. Anton an der Jeßnitz. Alarmiert wurde der ganze Bezirk Scheibbs und im unserem Abschnitt von Frankenfels bis einschl. Kirchberg/P. Der weite Anmarschweg, der akute Wassermangel und die alte Bausubstanz (Holzbau) begünstigten den Brandfortschritt, sodass der ganze Hof (Wohnhaus, Stall und Wirtschaftsgebäude) nicht mehr gerettet werden konnte. Der Einsatz dauerte für uns von 19.48 Uhr bis Mitternacht.

17.04.1989

Um 22.45 Uhr Sirenenalarm mit folgendem Alarmierungstext "Scheunenbrand - Gonaus - Schwerbach". Auf Höhe Gasthof Kemetner, Schwerbach (Nachbarsgemeinde Kirchberg/Piel.) kam Funkspruch von KDO Kirchberg "Objekt nicht auffindbar, Fehlalarm, Einrücken!".

22.04.1989

In der Früh wurde bei einem Neubau im Markt ein gefährlich herabhängender Dachvorsprung festgestellt. Da Samstag war und daher keine Fachkräfte zu organisieren waren, musste die Feuerwehr her! Unsere Arbeit (Aufwinden und Sichern des Dachvorsprunges mittels Südbahnwinden, auch Pölzmaterial beschaffen) dauerte neun Stunden.

27.04.1989

Um 22.49 Uhr heulten die Sirenen in Frankenfels und Weißenburg. Ein furchtbarer PKW-Unfall auf der Bundesstraße 39, Höhe Nixhöhle. Zwei Autos ineinander verkeilt. Ein Fahrer bewusstlos auf der Straße liegend (herausgeschleudert) und 2. Lenker (Fahrerin) verletzt im Fahrzeug eingeklemmt. Menschenrettung mittels Spreizer. Beide Verletzte nach Anweisungen unseres Feuerwehrarztes und der anwesenden ASBÖ-Sanitätern ins Rettungsauto gebracht. Die Wracks nach Freigabe der Gendarmerie von Fahrbahn entfernt. Straße gereinigt. 
01.05.1989 Vormittags zwei Hochwassereinsätze in der Rosenbühelrotte und Tiefgrabenrotte. Dauer: 3 Stunden.

03.05.1989

Ein Entstehungsbrand beim Gehöft "Unter-Stein, Datzreiter Maria", Grasserrotte 2, konnte durch das rasche Eingreifen der Feuerwehr gelöscht werden. Ein Werkraum und der angrenzende Schweinestall waren gefährdet. Brandursache: Nach "Hochzeitschießen" entzündete sich in der Werkstatt gelagertes Motoröl.
06.05.1989 FKDT OBI Franz Wutzl legt beim Abschnittsfeuerwehrtag in Rabenstein die Funktion "Abschnittssachbearbeiter Ausbildung im Feuerwehrabschnitt Kirchberg/P." infolge des enormen Zeitaufwandes in der Funktion als Feuerwehrkommandant - schweren Herzens - zurück. Er bleibt aber Bezirksausbilder.
20.05.1989 Von 07.00 Uhr bis 19.00 Uhr: Zeitgleiche Bachuferreinigungen der Natters im Markt und des Weißenbaches von der Wiesrotte bis zur Mündung in der Weißenburggegend. Auftrag der Gemeinde.
26.05.1989 Brand eines Benzinrasenmähers im Badgelände. Das KLF rückte aus, Brandbekämpfung mit einem Handfeuerlöscher.
10.06.1989 Erstmalig nimmt die FF Frankenfels bei einem "Nassen Übungsvergleich" teil. Veranstalter: FF Ober-Grafendorf - im Zuge des Feuerwehrfestes. Ergebnis: Bewerb erfolgreich, den 9. Rang erreicht.
11.06.1989 Segnung des neuen Kleinlöschfahrzeuges-Allrad der Marke Mercedes L310 (95 PS) für die Feuerwache Weißenburg.

14.06.1989

Je ein Schweres Atemschutzgerät wurde für Frankenfels und Weißenburg gekauft, sodass die gesamte Atemschutzausrüstung von insgesamt 9 Geräten und 18 Reserveflaschen gegeben ist. Dies entspricht der besten Ausrüstung aller Feuerwehren des Pielachtales.
16.06.1989 Alarm um 04.51 Uhr: Bergung einer toten Kuh in der Lehengegend. Sie war trächtig und lag im Stall.

20.06.1989

Ein Telefonanschluss (Nebenstelle der gemeindeeigenen Hausanlage) an das öffentliche Telefonnetz konnte nach langen Verhandlungen nunmehr für die FF Frankenfels erreicht und verwirklicht werden. Dieser Apparat wurde im Mannschaftsraum installiert und dient zur Nachalarmierung bzw. zur Geschäftsabwicklung.
24.06.1989 Ein Tag der offenen Tür wurde für die Schulabgänger der HS Frankenfels veranstaltet. Dabei wurden im Stationsbetrieb die Einrichtungen der Feuerwehr den begeisterten Schülern präsentiert.

13.07.1989

Kellerbrand auf der "Holzsteig" beim Objekt "Brandstatt-Schedl" in der Nachbarsgemeinde Loich. Alle Wehren von Frankenfels bis Kirchberg/P. unterstützten die FF Loich. Wir setzten einen Schweren Atemschutztrupp zum Nachlöschen ein und danach halfen wir bei den Aufräumungsarbeiten.

16.07.1989

Vollbrand des Wirtschaftsgebäudes "Pichl - Hubert Pfeffer" in der Loich. Abschnittsalarm. Frankenfels und Weißenburg waren mit Schweren Atemschutzgeräten und C-Rohren im Einsatz. Das Objekt konnte auf Grund des rasanten Brandfortschrittes letztendlich leider nicht gehalten werden. Das nahegelegene Wohnhaus wurde gerettet.

28.07.1989

Unwetter mit anschließendem Hochwasser im Gemeindegebiet Frankenfels, in der Übergangrotte, Markenschlagrotte, Wiesrotte, Tiefgrabenrotte und Weißenburggegend. Zu sechs Objekten wurde ausgerückt. Einsatzdauer: 10.30 Uhr bis 12.40 Uhr.

14.08.1989


Die Feuerwehr musste ausrücken, weil ein Holzstoß in der Rosenbühelrotte umzukippen drohte. Durch Aufwinden und Unterfüllen wurden die Scheiter in die richtige Lage gebracht und die Gefährdung war somit gebannt.

21.08.1989

Die akuten Platzprobleme im Feuerwehrhaus Markt 65 machten es erforderlich, dass ein Ansuchen an die Gemeinde gerichtet wurde, um mehr Platz für die Feuerwehr zu haben. Garage zu klein und keine Nebenräume vorhanden. Das Museumsstück "Großer Hydrophor" wurde vorübergehend aus der Halle in die Hofstadtgegend 17 gestellt, um mehr Platz zu bekommen. Auch der alte Land Rover wird bis zu seiner Überstellung ins NÖ Landesfeuerwehrmuseum vorerst bei FM Harry Vogler in dessen Keller hinterstellt, um nicht den Witterungsverhältnissen ausgesetzt zu sein.
26.08.1989 Beim Feuerwehrfest in Frankenfels - 26. und 27. August - wurde erstmals eine kleine Luftburg für die Kinder auf dem beengten Platz beim Feuerwehrhaus Markt 65 aufgestellt.

17.09.1989

Beim Anwesen Karrotte 2 "Ober-Hofstatt, Fam. Hermann Winter" wurde eine große Unterabschnittübung der Wehren von Frankenfels bis Kirchberg/P. abgehalten und dabei die Wasserversorgung für eine Brandbekämpfung erprobt. Insgesamt haben 68 Mann und 10 Fahrzeuge teilgenommen.

28.09.1989

Alarmierung um 14.45 Uhr. Nach einem Traktorabsturz konnte dessen Besitzer, der "Haag-Bauer" Johann Wurzenberger von der Feuerwehr nur mehr tot geborgen und der Bestattung übergeben werden. Anschließend wurde von den 14 Feuerwehrmännern die Traktorbergung und Fahrbahnreinigung (Bindung des ausgeflossenen Öles) durchgeführt.

13.10.1989

Starker Chlorgasgeruch im gesamten Freibadgelände und am angrenzenden Tennisplatz. Um 18.46 Uhr wurde die FF Frankenfels alarmiert. Sofortige Warnung der Bevölkerung und unter Verwendung von Schweren Atemschutz wurde im Chlorgasraum eine undichte Gasflasche erkundet. Sie wurde abgedichtet.

14.10.1989

Bei einem überörtlichen Sprengeinsatz des FuB-Dienstes wurde in der Nachbarsgemeinde Loich mitgeholfen. Ein zirka drei m3 großer Felsbrocken befand sich im Wald des Ries-Bauern Leopold Gonaus, Ödgegend 6, und bedrohte das neuerrichtete Wohnhaus der Familie Bodner in der Guttenhofgegend 5, Gemeinde Schwarzenbach/P. Ein umfangreicher Zeitungsbericht in der NÖN-Pielachtal - Ausgabe Nr. 43/1989 (Seite 26) dokumentierte diesen schwierigen Einsatz mit einem ausführlichen Text und einem Bild. Auf diesem Foto ist neben dem Felsen Sprengmeister Ehrenoberbrandinspektor Johann Sturmlechner, FF Schwarzenbach/P., mit Sprenggehilfen Löschmeister Josef Gonaus, Feuerwehr Frankenfels, bei den Sprengvorbereitungen zu sehen.
 20.10.1989 Der Raum für die Monturkammer (bisher: Kinderzimmer der Gendarmeriewohnung) wurde nach über 25 Jahren wieder dem "ursprünglichen Besitzer", der Feuerwehr, eingegliedert bzw. zugeführt.
26.10.1989 Sirenenalarm um 19.02 Uhr: Fahrzeugbrand auf der Bundesstraße B 39 im km 35,250. Ein VW-Bus stand am Fahrbahnrand und es brannte im Motorraum, auch die Innenverkleidung hatte bereits Feuer gefangen.

28.10.1989

Beim Kameradschaftsabend im Gasthaus Weidinger trat ein Magier auf. Gesellschaftsspiele und das Theaterstück "Der spinat' Teufel" wurden aufgeführt. Als Theaterspieler fungierten: Ernst Burmetler, Michaela Karner, Barbara Swatek, Leopoldine Tuder, Johann Weissenbacher und Franz Wutzl.

24.12.1989

In der Heiligen Nacht wurde von 21.00 Uhr bis 22.00 Uhr mittels Lautsprecherdurchsagen vom KLF für die in den Weihnachtsfeiertagen stattfindende Spendenaktion "Rumänienhilfe" aufgerufen. Der Initiator geschäftsführender Gemeinderat Leopold Klauser dankte der Feuerwehr. Auch die Zeitung NÖN-Pielachtal veröffentlichte in ihrer Ausgabe am 03.01.1990 auf der Seite 18 einen Bericht über diese Frankenfelser Menschlichkeit.
31.12.1989 Statistik 1989: 115 Einsätze (661 Mann / 1485 Std.) und 45 Übungen (530 Mann / 1236 Std.).
13.01.1990 Produktion eines Lehrfilms über tragbare Leitern durch die Chargen unserer Wehr. Regisseur war unser Feuerwehrkommandant und Bezirksausbilder OBI Franz Wutzl. Der Lehrfilm wurde bei diversen Anlässen im Abschnitt vorgeführt und schließlich dem Bezirksfeuerwehrkommando St. Pölten zur Verfügung gestellt.

13.01.1990

Das Abschnittsfeuerwehrkommando Kirchberg/P. führte eine Inspektion in Frankenfels mit folgendem Ergebnis durch: Die Führung beider Löschzüge ist bestens, die Ausrüstung entsprechend, das Feuerwehrhaus in Weißenburg in Ordnung, lediglich die Feuerwehrunterbringung in Frankenfels zu klein und ist nicht mehr der Zeit entsprechend.
06.02.1990 Sirenenalarm um 14.55 Uhr: Wiesenbrand beim Hof Johann Winter "Eck-Hans", Lehengegend 15. Der Flächenbrand, welcher bereits einen Jungforst erfasste, hatte somit ein Ausmaß von zirka 1,5 Hektar. Er konnte relativ rasch mittels gezielten Einsatz mit dem TLF-A 2000 und dem kräftigen Einsatz der Feuerwache Weißenburg mit den Feuerpatschen gelöscht werden.
11.02.1990 08.47 Uhr: Schwerer Verkehrsunfall bei der Furt-Brücke auf der Bundesstraße B 39. Ein PKW durchstieß das Geländer und lag mit den Rädern nach oben in der Natters. Der verletzte Lenker, der Beifahrer und ein Kind wurden gerettet.
15.02.1990 Starke Regenfälle verursachten einen hofseitigen Wassereinbruch beim Gasthaus Weidinger. Die Gaststätte einschl. Küche stand 30 cm unter Wasser. Dreistündiger Feuerwehreinsatz! 
24.02.1990 11.05 Uhr: Schwerer Verkehrsunfall mit 3 PKW auf der B 39 im km 32,050 (nächst Ruine Weißenburg). Ein Toter, ein Schwer- und ein Leichtverletzter. Einsatzdaten: FF Frankenfels einschl. FW Weißenburg, FF Schwarzenbach/Piel. und FF Kirchberg/Piel. (insgesamt 8 Feuerwehrfahrzeuge) - 3 Ärzte - ASBÖ Frankenfels und Rotes Kreuz Kirchberg/Piel. - Rettungshubschrauber Krems/Donau - Gendarmerie Frankenfels und Kirchberg/Piel. - Straßenmeisterei Kirchberg/Piel. - ÖAMTC - Einsatzende um 12.30 Uhr.
24.02.1990 Sirenenalarm um 22.05 Uhr: Auf dem Grund von Familie Hollaus "Groß-Boding", Pernarotte 4, entfachte der aufkommende Wind einen Abbrandhaufen.

01.03.1990

Ein orkanartiger Sturm wütete über ganz Österreich. In Frankenfels wurden durch umgestürzte Bäume sämtliche Straßen verlegt und zahlreiche Häuser abgedeckt. Beim Objekt "Klein-Wies - Leopold & Karoline Kozisnik", Wiesrotte 8, wurde ein Teil des Dachstuhls im Ausmaß von 18 x 9 Meter vom Wind geholt und rund 300 Meter ins Feld geschleudert. Der umfangreiche Feuerwehreinsatz begann um 06.00 Uhr und endete erst am Folgetag um 10.30 Uhr. Weiters wurde in der Wiesrotte, Tiefgrabenrotte, Weißenburggegend, Ödrotte, Karrotte, Rosenbühelrotte und im Markt bei insgesamt 13 (!) Häusern geholfen. Mit dem Notstromaggregat versorgte man infolge Stromausfall die Kühlanlagen der Kaufhäuser Pögner und Plasch.
09.03.1990 Brandalarm um 18.30 Uhr: Aufflammen eines Abbrandes im Bahnkilometer 40,9 (ehemaliges "Pitzl-Häusl", Hofstadtgegend 16). Die Bahn-EVN führte am Tag Abholzarbeiten durch.

31.03.1990

Bei der auf der Redtenbachseitigen Falkensteinmauer löste sich ein zirka 15 m3 Meter großer Gesteinsbrocken und gefährdete 12 Siedlungshäuser. Der Felsen wurde mit Stahlseilen in sich gesichert und loses Gestein durch Eingraben bzw. Zerschlagen entfernt.. Durch einen siebenstündigen Feuerwehreinsatz wurde die Gefahr gebannt.
04.04.1990 Ankauf einer gebrauchten vierrädrigen Abschleppachse (Marke Thor). Kosten: Schilling 19.200,-
30.04.1990 Sirenenalarm um 20.49 Uhr: PKW-Brand in der unteren Siedlungsstraße, Höhe Haus Markt 30 (Grössbacher).
06.05.1990 Bei der Florianifeier wurde erstmals eine Flaggenhissung beim Feuerwehrhaus durchgeführt.
11.05.1990 5-stündige Bachuferreinigung im Weißenbachtal. Die Marktgemeinde fungierte als Auftraggeber.
12.05.1990 Verunreinigtes Bachbett der Natters gereinigt. Auftrag: Gemeinde. Dauer: 5 Stunden.
13.05.1990 Die 1. österr. Feuerwehrmesse wurde auch von Frankenfelser Feuerwehrmännern besucht. Im großen Messegelände in Krems an der Donau gab es viel Interessantes zu bewundern.
14.05.1990 Das Kleinlöschfahrzeug-Allrad der Feuerwache Weißenburg wurde mit einer neuen Tragkraftspritze der Marke "TS 12 - Ziegler" ergänzt.
20.05.1990 Um 20.51 Uhr heulte die Sirene: Schwerer Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person auf der B 39 km 41,5 - in der "Plasch-Kurve", Laubenbachgegend 15. Zwei PKW sind zusammengekracht. Bei der Ankunft wurden weiters 2 Schwerverletzte gesichtet. Der eingeklemmte Fahrer, ein Scheibbser, wurde mit dem Hydraulischen Rettungssatz (Spreizer) befreit, der Rettung übergeben und in weiterer Folge mit dem Rettungshubschrauber abtransportiert.

01.06.1990

Im H. Weishaupt - Verlag, aus Graz, erschien "Das große Buch der Feuerwehr-Oldtimer in Österreich". Die beiden Autoren Günther Graber und Erwin Hauke präsentieren in diesem 216-seitigen Buch insgesamt 558 (!) Fahrzeuge in Wort und Bild. Unter den Dokumentationen - von pferdebespannten Handspritzen bis zu den alten Flugfeldlöschfahrzeugen - ist auch unser alter Land Rover zu finden.
03.06.1990 Tierrettung beim "Ort-Bauer" Leopold Müller in der Markenschlagrotte 1. Eine abgestürzte Kuh wurde in einem sehr steilen Gelände mittels Seilwinde, Greifzug und Unterlagsplatte geborgen. Ein 5-stündiger Feuerwehreinsatz - mit Erfolg !
08.06.1990 Beim Bischofsempfang anlässlich der Firmung übernahm die Feuerwehr den Ordnerdienst vor dem Kriegerdenkmal.
13.07.1990 Ordnerdienst durch die Feuerwehr beim 1. Rockfestival in Frankenfels (Badgelände). Veranstalter war der RAIKA Club Frankenfels.
24.08.1990 Jeder aktive Feuerwehrmann in Frankenfels erhält einen Funkmeldeempfänger (vorwiegend zur „Stillen Alarmierung“). Das robuste Gerät war von MOTOROLA, Marke BMD. Es wurden insgesamt 23 Stück einschließlich Ladegerät beschafft. Dies erforderte auch einen Umbau beim Sirenensteuergerät. Die FUME-Zuteilung einschl. Geräteeinschulung begann am 24. August und wurde am 13. September abgeschlossen.
26.08.1990 Beim Feuerwehrfest überraschte eine Musikgruppe aus Geisenhausen (Niederbayern). Die deutsche Feuerwehrkapelle machte gerade einen Kurzurlaub in Frankenfels.
01.09.1990 Feuerwehrausflug mit der Eisenbahn nach Passau. Alle 103 Teilnehmer waren beeindruckt.
23.09.1990 Beim 9. NÖ Landesschützentag, der in Frankenfels anlässlich "25 Jahre Schützenverein Frankenfels" abgehalten wurde, half die Feuerwehr organisatorisch kräftig mit. Am Ende des Festbanketts wurde auch der Feuerwehr eine Dankesurkunde überreicht.
14.10.1990 Verkehrsunfall am Mühlboden (Landeshauptstraße LH 102). Ein PKW lag in der Pielach, Menschenrettung des Lenkers, Insassen sind - vermutlich im Schockzustand - geflüchtet, Vermisstensuche.
09.11.1990 Infolge fehlendes Transportmittel beförderte die Feuerwehr Brennholz von der Bruckmühle nach Frankenfels. Die Martinsfeier des Kindergartens konnte stattfinden.
12.11.1990 Brandsicherheitswache beim Martinsfest des Kindergartens auf der Wiese bei Pögner und Ordnerdienst beim anschließenden Martinsumzug.
21.11.1990 Der Kindergarten besuchte die Feuerwehr. Die Kinder wurden auf einen event. Feuerwehreinsatz vorbereitet. Am Schluss durften sie mit den Feuerwehrautos mitfahren.
16.12.1990 Beistellung des Kleinlöschfahrzeuges mit der Lautsprecheranlage beim Rodelrennen des Boding Teams.
26.12.1990 Absperren und Sichern des Weges bei der Eröffnung der Rodelrennstrecke Wolfsleiten (Wiesrotte) des Hornschlittenclubs Frankenfels. Sogar die Streckenposten wurden während des Rennens von der Feuerwehr unterstützt. Durch den hohen Besucheransturm dauerte der Einsatz 10 (!) Stunden.
31.12.1990 Statistik 1990: 136 Einsätze (647 Mann / 1377 Stunden).
05.01.1991 Überlegungen für einen Neubau eines Feuerwehrhauses auf dem Grundstück "Enner August" wurden neuerlich ernsthaft angestellt. Das soeben neu errichtete Feuerwehrhaus in Böheimkirchen wurde deswegen besichtigt und von den Feuerwehrmännern für Frankenfels als sehr geeignet empfunden.
19.01.1991 Feuerwehrball im Gasthaus Weidinger mit dem "Rabensteiner Quintett". Er war diesmal schlecht besucht. Als Grund nimmt man die vor einigen Tagen stattgefundene Inbetriebnahme des Satellitenfernsehens im Ortskern an. Auch der kürzlich ausgebrochenen Golfkrieg im Irak wäre Schuld - sagen einige vom Ballkomitee.
25.01.1991 Für einen event. Schadensfall außerhalb des Dienstbetriebes in der Volks- und Hauptschule erhält die Feuerwehr einen Zentralschlüssel.
27.01.1991 108. Jahreshauptversammlung mit Wahl. Es bleibt alles gleich, lediglich BI Johann Weissenbacher legt auf eigenem Wunsch nach langjähriger Tätigkeit seine Funktion als FWKDT zurück. Sein Nachfolger wird Franz Karner. Weissenbacher wird zum Ehrenbrandinspektor ernannt.
30.01.1991 Eine Kinderstimme meldet beim Notruf "Brand bei Dieringer". Die Erkundung ergab "Fehlalarm".
08.03.1991 Winterschulung mit den Themen: Feuerwehreinsatz im Gleisbereich der ÖBB UND Gefährliche Stoffe.
22.03.1991 Die Gendarmerie schult die Feuerwehrmänner über die neue Straßenverkehrsordnung (STVO).
26.03.1991 Feuerwehrarzt Dr.med. Anton Brachinger macht eine Impfaktion (Tetanus und FSME) für die Feuerwehr. 40 (!) Feuerwehrmänner beteiligen sich an der Zeckenschutzimpfung, bei der Tetanus waren es 11 F-Mitglieder.
07.04.1991 Alarmübung in den frühen Morgenstunden des Sonntages. "Tankwagenunfall am Badparkplatz" war für alle Feuerwehrmänner überraschend. Die Übung lag in den Händen des Kommandanten OBI Franz Wutzl.
07.04.1991 19.52 Uhr: Schwerer Verkehrsunfall auf der B 39 im km 34,500. 2 PKW zusammengeprallt, 2 Verletzte durch ASBÖ abtransportiert. Verkehrsregelung (Einbahnverkehr), beide PKW abgeschleppt, Binden der ausgeflossenen Betriebsstoffe und Straße gereinigt. Um 21.10 Uhr war Einsatzende.
25.04.1991 Für Weißenburg wird ein Hebekissensatz angekauft. Er dient vorwiegend für Bergungen.
04.05.1991 Beim Abschnittsfeuerwehrtag in Kirchberg/Pielach erhält Brandmeister Christian Karner einen Pokal für den 2. Platz beim FULA (Landesbewerb).
04.05.1991 Alarm um 16.55 Uhr "Zusammenprall PKW mit Motorrad" auf B 39 im km 37,600 (Kreuzung mit Fischbachgrabenstraße). Bei Ankunft des erstausrückenden Fahrzeuges (RF): Zum Glück keine Verletzten. Übliche Aufräumungsarbeiten.
06.05.1991 Als Ergänzung zum Hydraulischen Rettungssatz wird ein Rettungszylinder RZ 1 gekauft.
07.05.1991 Ergänzungslieferung der neuen grauen Dienstmäntel für die gesamte Mannschaft. Somit haben die schwarzen und sehr schweren Dienstmäntel, aus Wollstoff, ausgedient. Die Ausgangsuniform ist jetzt auch während der kalten Jahreszeit wieder einheitlich.
10.05.1991 Gefahrengutausbildung auf dem Platz der Straßenmeisterei in der Hofstadtgegend.
11.05.1991 Reinigung des Bachbetts des Weißenbaches. Auftraggeber: Umweltausschuss der Marktgemeinde. Einsatzdaten: 15 Mann / 2 Feuerwehrfahrzeuge / Dauer: 7 Stunden.
18.05.1991 Hochwassereinsätze am Pfingstsamstag. Die Natters, der Kohlangerbach, der Predtenbach, der Schrambach, die Pielach und der Weißenbach führen verheerendes Hochwasser. In der Zeit von 05.00 Uhr bis 20.00 Uhr wurden insgesamt 51 (!) Einsätze getätigt. 39 Mann erledigten Auspumpen, Absperrmaßnahmen, Freimachen von Verkehrswegen und viele Sicherungsarbeiten.
01.06.1991 Die Feuerwehr beteiligt sich bei einem Work-Shop in der Hauptschule. Es wird auch bei den Schulabgängern um einen Feuerwehrbeitritt geworben.
05.06.1991 Um 01.26 Uhr kam Alarm bei den Funkmeldeempfängern "PKW-Unfall auf der B 39 im km 41,100". Ein Peugeot liegt im Bach. 2 Personen wurden von der Feuerwehr gerettet, dann folgte die übliche Arbeit (Absichern, Bergen des Fzg. und Transport mit der Abschleppachse zum Wohnhaus). Leider dürfte der Lenker, ein 20-jähriger Bursche, danach die Nerven verloren haben. Er erhängte sich in einem Waldstück, nahe seinem Elternhaus.
08.06.1991 Der im "Brand aus" niederösterreichweit ausgeschriebene Familienwandertag hat mit nur 82 Teilnehmer einen eher geringen Zuspruch gefunden. Dieser wurde anlässlich des Weißenbachler Feuerwehrfestes abgehalten und führte vom Feuerwehrhaus Richtung Brandgraben, Pichlberg, Schwabeck und zurück zum Festzelt.
14.06.1991 10-stündige Bachuferreinigung der Natters im Ortsbereich. Auftrag der Gemeinde.
15.06.1991 Die überarbeiteten Alarmpläne (für jede Rotte bzw. Gegend) werden im Computer der FF St.Pölten-Stadt eingegeben. Damit soll eine gezielte Alarmierung bei Ankunft eines Notrufes sicher gestellt sein.
16.06.1991
Bei der 30-Jahrfeier des ASBÖ Frankenfels wurde auch die Feuerwehr mit einer Ehrenplakette ausgezeichnet. Auf der beiliegenden Urkunde ist zu lesen: "Der Bundesvorstand des Arbeiter-Samariter-Bundes Österreichs hat mit Beschluss vom 15. Februar 1991 der Freiwilligen Feuerwehr Frankenfels in Würdigung der Verdienste um die Förderung des ASBÖ zur Verwirklichung humanitärer Ziele die Ehrenplakette in Bronze verliehen".
22.06.1991 Große Hitze (+ 28 ° C) verursachte eine Gleisverwerfung auf der Mariazellerbahn vom km 47,500 bis km 47,700. Um 18:00 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert und mit einem B-Rohr vom TLF-A 2000 die Schienenkühlung vorgenommen.
23.06.1991 Schwerer Verkehrsunfall auf der B39 im km 39,500 ("Antony-Kurve"). 1 PKW liegt in Bachnähe, 1 Schwer- und 2 Leichtverletzte, Menschenrettung aller drei Personen durch die Feuerwehr. Der schwerverletzte Lenker wurde dem Notarztteam Scheibbs übergeben. Danach folgte die übliche Feuerwehrtätigkeit. Einsatzdaten: FF Frankenfels einschl. FW Weißenburg / 5 Feuerwehrfahrzeuge / 29 F-Männer / ASBÖ Frankenfels / Notarztwagen Scheibbs / Dauer: 04.59 Uhr bis 07.00 Uhr.
05.07.1991 Sirenenalarm um 05.45 Uhr "Schwerer Verkehrsunfall mit 3 Fahrzeugen auf der B39 im km 38,488 (Höhe Nixhöhle) mit einer eingeklemmten Person, ein weiterer Lenker ist schwer verletzt". Der eingeklemmte Fahrer wurde mittels Hydraulischen Rettungssatz herausgeschnitten und dem Notarztwagen Scheibbs übergeben. Der 2. Schwerverletzte wurde vom ASBÖ Frankenfels abtransportiert. Es folgte die Beseitigung der Verkehrshindernisse und Binden der ausgeflossenen Betriebsstoffe (Öl und Treibstoff).
05.07.1991
  
Der 1. Atemschutzübungsvergleich des Feuerwehrabschnitts Kirchberg an der Pielach wird in Schwarzenbach/Piel. abgehalten: 3 Trupps aus Frankenfels treten an und sind erfolgreich, ein Trupp erreicht sogar den 1. Platz. Die Freude war sehr groß!
07.07.1991 Verkehrsregler- und Ordnerdienst bei der Gedenkmesse des MV Ötscherland am Josefsberg.
23.07.1991 Die Feuerwehr beteiligte sich am Komitee für die Erhaltung des örtlichen Gendarmerieposten, welcher vor der Schließung steht. Der FKDT und einige Feuerwehrmänner sammelten Unterschriften von der Bevölkerung. Diese wurden sodann von Bgm. Friedrich Griesauer, Vize-Bgm. Josef Pauser (Schwarzenbach/P.) und Feuerwehrkommandant Oberbrandinspektor Franz Wutzl im Büro des Hr. Innenministers Dr. Franz Löschnak an dessen Sekretär übergeben.
28.07.1991 Zum 2. Mal in diesem Jahr: Hochwasser der Natters, des Fischbaches, des Schrambaches und der Pielach. Alarmierung um 08.20 Uhr / 21 Mann bekämpften 7 Stunden lang die Situation. Es waren vorwiegend Pumparbeiten in Keller. Die Unterwasserpumpen leisteten gute Arbeit, erwiesen sich jedoch als nicht ausreichend wegen der Vielzahl der Einsätze an verschiedenen Orten. 
02.08.1991 Und wieder Hochwasseralarm - zum 3. Mal im Jahr 1991. Insgesamt waren 17 Einsätze in der Laubenbachgegend, Boding, Fischbachmühlrotte, entlang der Bundesstraße 39 und im hinteren Weißenbachtal notwendig. Mittels Sirene wurden 20 Mann für die Hilfeleistungen gerufen. Die Behelfsbrücke über die Natters der Schrambachgrabenstraße wurde weggerissen (ein Brückenneubau war gerade im Gange). Nach 4 Stunden waren alle Einsätze abgearbeitet.
05.08.1991 Für Vervielfältigungsarbeiten kauft die FW Weißenburg einen gebrauchten Computer.
06.08.1991 Ein gebrauchter Warmwasserboiler wird im Feuerwehrhaus, da Kontrollen des Lebensmittelinspektor beim Fest zu erwarten sind, installiert.
18.08.1991 Neuerlich schwerer Verkehrsunfall auf der B 39 im km 38,550 (Nähe Nixhöhle). Ein PKW prallt gegen eine Mauer, 1 Schwerverletzter. Dieser wurde von der Feuerwehr gerettet und anschließend dem ASBÖ übergeben. Übliche Feuerwehrtätigkeiten (Absichern - Unfallstelle ausleuchten - Öl- und Treibstoff binden - verunfalltes Fahrzeug, welches beide Fahrbahnen blockierte, zum Nixhöhlenparkplatz transportiert - umfangreiche Fahrbahnreinigung). Einsatzdaten: 3 F-Fahrzeuge / 14 Mann / Dauer: Von 02.36 Uhr bis 03.56 Uhr.
23.08.1991 Es wird ein Antrag um Erwerbung der Grundstücke rund ums Weißenbachler Feuerwehrhaus an den Gemeinderat gestellt. Es fehlt nämlich ein Übungs- und Festgelände.
24.08.1991 Anlässlich des Feuerwehrfestes in Frankenfels wurde am Sportplatz Schönau erstmals ein Abschnittsfußballturnier abgehalten. Somit waren beim Festbeginn schon vielen Besucher.
25.08.1991 Ein Kindernachmittag bereicherte das Feuerwehrfest in Frankenfels. Da es erstmals war, führte man es auch am Vortag (Samstag, 24. August), leider mit mäßigen Besuch, durch.
31.08.1991 Ein herrlicher Ausflug führte die Feuerwehrmänner mit ihren Angehörigen auf den Schafberg im Salzkammergut. 78 Teilnehmer waren nach harten Einsatz- und Veranstaltungstagen erfreut, einmal einen unvergesslichen tollen Tag zu erleben.
06.09.1991 Bei der Inspektion der FF Frankenfels einschl. FW Weißenburg wird vom AFKDT BR W. Ertl der Wehr ein gutes Zeugnis ausgestellt. Lediglich das zu kleine Feuerwehrhaus in Frankenfels wird der Gemeinde zur Kenntnis gebracht.
14.09.1991 Eine Abordnung der Frankenfelser Feuerwehr, samt Familienangehörigen nimmt am Florianimarsch in Hafnerberg teil.
22.09.1991 Beim Bezirkserntedankfest in Frankenfels, mit zirka 5000 Besucher, übernimmt die Feuerwehr mit 22 Mann die gesamte Verkehrsregelung.
23.09.1991 Ein gebrauchtes Kopiergerät sowie eine Schreibmaschine werden für Weißenburg angekauft.
23.09.1991 Die Feuerwehren von Hollstadt, Wargolshausen und Sülzfeld in Thüringen (alle aus der Bundesrepublik Deutschland) besuchten unter der Leitung vom Bürgermeister der Gemeinde Hollstadt Richard Radina die Einrichtungen der FF Frankenfels. Sie waren von unsere Ausrüstung beeindruckt.
27.09.1991 Beim Feuerwehrhaus in Frankenfels wurde eine thermische Sanierung abgeschlossen. Diese Althaussanierung wurde Anfang 1991 begonnen und von der Marktgemeinde durchgeführt. Leider verschwand dadurch das Mosaik des Hl. Florian. Auch alle Fenster und die beiden Garagentore der Feuerwehr wurden erneuert. Für die elektrischen Torantriebe wurde jeweils ein Steuerungsrelais nachgerüstet. Diese öffnen automatisch die Tore, wenn eine Feuerwehralarmierung mittels Sirene von der Notrufzentrale ausgelöst wird. Die Sirenensteuerungsanlage gibt in diesem Fall auch sofort das Signal an beide Steuerungsrelais.
29.09.1991 Das neue TLF-A 3000 der Nachbarsfeuerwehr St. Anton an der Jeßnitz wird gesegnet. Eine Abordnung der FF Frankenfels nimmt am Festakt teil.
29.09.1991 Alarmierung um 22.00 Uhr. Schwerer Verkehrsunfall auf der Landesstraße L 5226 (Weißenbachtal), auf km 1,000. Ein Motorrad hatte ein Straßengeländer durchbrochen und lag im Weißenbach, der schwerverletzte Fahrer befand sich auf der Straße, er wurde von Kameraden der FW Weißenburg bis zum Eintreffen der Rettung erstversorgt. Danach folgte die Motorradbergung, das Absichern des Straßengeländers sowie das Reinigen der Straße von Blut und Fahrzeugteilen.
04.10.1991 Drei Schutzanzüge für einen eventuellen Chlorgasunfall (Freibad) werden von der Gemeinde an die Feuerwehr übergeben.
12.10.1991 FuB-Zugsübung bei der Zimmerei Leopold Wutzl GmbH, Markenschlagrotte 25. 70 Teilnehmer übten einen Löschangriff, einschl. die Einsatzleitung. Das Problem "fehlende Hydranten" wurde bei diesem brandgefährdeten Objekt dem Bürgermeister vor Augen geführt.  
13.10.1991 Beistellung von 3 F-Männern mit Handfunkgeräten beim Raika-Crosslauf. Sie fungierten als Streckenposten.
18.10.1991 Der Gemeindevorstand informiert die Feuerwehr im Sitzungssaal des Gemeindeamtes, dass ein Feuerwehrhausneubau am "Enner-Grundstück" erst nach Abschluß der Grassermühle, des Kanals und eine Klärung der Feuerwehrhausfinanzierung möglich sein wird.
26.10.1991 Über Ersuchen der Raiffeisenkasse Frankenfels übernimmt die Feuerwehr beim traditionellen Volkswandertag eine Labestelle Nähe "Kothbauer", Grasserrotte 11.
15.11.1991 Enorme Glatteisbildung verursachte einen schweren Verkehrsunfall mit 1 PKW auf der B 39 im km 34,600. Die schwerverletzte Lenkerin wurde aus dem Fahrzeug, welches in den Stauden der Böschung lag, herausgehoben und erstversorgt. Neben den üblichen Tätigkeiten wurde auch sofort die Straßenmeisterei Kirchberg/Pielach verständigt, um den Streudienst dringendst aufzunehmen. Einsatzdaten: FF Frankenfels einschl. FW Weißenburg / insges. 12 F-Männer / ASBÖ Frankenfels / Gendarmerie Kirchberg an der Pielach / Dauer: 15.36 Uhr bis 17.21 Uhr.
22.11.1991 Sirenenalarm um 10.26 Uhr. Brand einer im Freien stehenden Selch in Holzbauweise beim Haus Schagerl/Wegerer, Rosenbühelrotte 25. Durch die erfolgreiche Brandbekämpfung mit dem TLF-A 2000 konnte der Inhalt (Fleisch und Würstel) gerettet werden.
07.12.1991 Ein landesweit abgehaltener Zivilschutzprobealarm wurde durchgeführt. Die Feuerwehr nahm an zehn Punkten des gesamten Gemeindegebietes Beschallungsproben ab. Diese ergaben, dass die beiden Sirenen in 80 % der Gebiete nicht gehört wurden. Eine genaue schriftliche Dokumentation erfolgte an Gemeinde und Zivilschutz-Behörde.
23.12.1991 Zum 4. Mal Hochwasser in diesem Jahr. Die Natters trat infolge heftige punktuelle Regenfälle in der Boding über die Ufer. 2 Stunden lang Kellerauspumpen in mehreren Siedlungshäusern.
31.12.1991

Mit einer Anzahl von 256 (!) Einsätzen weist das Jahr 1991 die bisher höchste Einsatzrate auf. Der Grund sind auch die vielen Wassertransporte infolge Trockenheit und im Winter sehr häufig aufgetretene abgefrorene Wasserleitungen. Weitere Statistikdaten: Bei den Einsätzen wurden 2520 Stunden mit 720 Mann aufgebracht. Darüber hinaus gab es auch 55 Übungen (645 Mann / 1939 Stunden).

01.01.1992



Sirenenalarm um 12.15 Uhr. Brand einer Selch im Kellerraum des Wohnhauses "Swatek", Markt 41. Das ganze Haus war bereits verqualmt und die elektrischen Leitungen sowie die Polokal-Abläufe infolge der großen Hitze geschmolzen. Die Brandbekämpfung erfolgte mit 2 HD-Rohren und Einsatz von 6 Schweren Atemschutzgeräten. Durch die rasche und richtige Alarmierung über "Notruf 122" und den kurzen Anfahrtsweg konnte der Schaden des nicht ungefährlichen Brandes relativ gering gehalten werden. Einsatzdaten: FF Frankenfels einschließlich FW Weißenburg / insgesamt 36 Mann / 4 Feuerwehrfahrzeuge / Bürgermeister der Marktgemeinde Frankenfels und Gendarmerieposten Kirchberg/Pielach benachrichtigt / Einsatzende um 13.46 Uhr.
10.01.1992 Nachbarschaftshilfe wird der FF Kirchberg an der Pielach beim Großbrand des Raiffeisenlagerhauses St.Pölten Filiale Kirchberg/P. geleistet. Das TLF, ein Atemschutztrupp und 1 B-Rohr kamen zum Einsatz. Ein 2. AS-Trupp und unsere beiden Tragkraftspritzen standen in Reserve. Im Bericht über Brandeinsatz geht weiters hervor: Um 00.40 Uhr heulten die Sirenen in Frankenfels und Weißenburg / FF Frankenfels einschl. FW Weißenburg war mit 26 Mann und 4 Feuerwehrfahrzeugen bis 02.50 Uhr im Einsatz.
11.01.1992 Bei der Kommandantenbesprechung in Rabenstein wurde unser FKDT OBI Franz Wutzl vom Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Wilfried Weissgärber zum Sachbearbeiter für Ausbildung im Feuerwehrabschnitt Kirchberg/P. ernannt.
18.01.1992 Um 16.25 Uhr wurde zu einem schweren Verkehrsunfall mit einer verletzten Person im km 43,400 der B 39 gerufen. Die unter Schock stehende Lenkerin wurde aus dem VW-Käfer herausgehoben und am Straßenrand erstversorgt. Die restliche Feuerwehrtätigkeit (Bergen und Abschleppen des PKW, sowie Straßenreinigung) war rasch erledigt.
18.01.1992 300 Besucher brachten beim Feuerwehrball einen Rekordumsatz und gute Stimmung.
26.01.1992 109. Mitgliederversammlung mit Jahresbericht (Jahreshauptversammlung). Neben den vielen Dankesworten für die hohe Anzahl der Einsätze im vergangenem Jahr wurde eine geheime Urabstimmung abgehalten. 39 : 2 Stimmen sprachen sich für einen Antrag zum Neubau eines Feuerwehrhauses aus.
28.01.1992 FARZT Dr.med. Anton Brachinger verabreicht der Aktivmannschaft eine kostenlose FSME-Impfung.
04.02.1992 Eine Computeranlage mit einer Feuerwehrsoftware von Hr. Johann Potschka aus Hollabrunn, Eichenweg 14, wird für den Verwaltungsdienst in Frankenfels angekauft. Kosten: Schilling 18.000,-
18.02.1992 Sirene um 06.33 Uhr: Innenbrand der Werkstätte beim "Hotz Felix" in Dobersnigg 10, Gemeinde Loich. Mit dem TLF und KLF und dem KLFA der FW Weißenburg wurde der FF Loich geholfen. Für 18 Mann von Frankenfels und Weißenburg war nach 2 Stunden Einsatzende.
20.03.1992 Im Frankenfelser Feuerwehrhaus wurde eine Winterschulung zum Thema "Brände in elektrische Anlagen" abgehalten. Alle 35 Teilnehmer zeigten großes Interesse an den Vortragenden ASBAB OBI Franz Wutzl und Hr. Ing. Mayerhofer von der EVN.
03.04.1992 Für die Aktivmannschaft gibt es neue Overalls und Arbeitshandschuhe. Auch das Schlauchmaterial wird ergänzt.

13.04.1992



Um 14.15 Uhr heulte die Sirene. Ein Waldbrand wütete auf der Westseite des Holzerberges, Besitzer Hermann Riedl, Übergangrotte 12. Ein Abbrand geriet auf 850 Meter Seehöhe außer Kontrolle. Unter schwierigsten Bedingungen konnten alle Wehren von Frankenfels bis Kirchberg/P. den Brand mit Kleinlöschgeräten wie Feuerpatschen, Kübelspritzen, Schanzwerkzeug usw. bekämpfen. Nur Tank Schwarzenbach (Unimog) konnte im äußerst schwierigen Gelände fast bis zum "Gugans Hahnspitz" auffahren. Dazu musste sogar an mehreren Stellen mit Motorsägen die Zufahrt freigemacht werden. Insgesamt standen 67 Mann fünf Stunden lang im Einsatz.
17.04.1992 Auch bei der Feuerwache Weißenburg erhält jeder aktive Feuerwehrmann einen Funkmeldeempfänger, der Marke ascom Quattro RE 829. Ankauf: 28 Stück, einschl. Ladegerät und ein Bedienpult für externe Alarmauslösung vom Haus Tiefgrabenrotte 27 (Feuerwachekommandant Brandinspektor Franz Karner). Zugleich war ein Umbau beim Sirenensteuergerät erforderlich.
08.05.1992 Frontalzusammenstoß zweier PKW auf der B 39 im km 35,600. Ein verletzter Lenker befand sich noch im Fahrersitz, er wurde von der Feuerwehr aus seiner Notlage befreit, erstversorgt und später der Rettung übergeben. Man stellte nämlich bei der Ankunft fest, dass der ASBÖ Frankenfels noch nicht alarmiert wurde. Die restliche Arbeit (beide PKW von Fahrbahn entfernt) ging sehr schnell. Alarmierung um 17.58 Uhr, für alle 22 Mann war bereits um 19.06 Uhr das Einsatzende.
09.05.1992 Beim Abschnittsfeuerwehrtag in Loich wurden OBM Franz Freudenthaler sen. und OBI Franz Wutzl mit dem Verdienstzeichen 3. Stufe des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes ausgezeichnet.
11.05.1992 Unser Feuerwehrkommandant OBI Franz Wutzl absolvierte bis 15. Mai einen Volontärdienst bei der Berufsfeuerwehr Wien - Hauptfeuerwache Leopoldstadt.
23.05.1992 Sirenenalarm um 22.09 Uhr. Zu einem Großbrand wurde nach Puchenstuben ausgerückt. Das Wirtschaftsgebäude beim Gasthof Leopold Fahrngruber, Puchenstuben 13, stand in Vollbrand. Die Tierrettung und die Brandausbreitung auf den Gasthof war die Hauptaufgabe. Von Scheibbs bis Annaberg halfen der örtlichen Feuerwehr. Somit waren Freiwillige aus drei Bezirken vor Ort. Die FF Frankenfels einschl. FW Weißenburg stand mit insgesamt 25 Mann bis nach Mitternacht im Einsatz.
29.05.1992 Der Umstieg des Kartenmaterials im Feuerwehrdienst von ÖMK 50 auf ÖK 50 (Militär- auf Österreichkarten) erforderte eine komplette Neuauflage aller Landkarten für den Nachrichtendienst. Die Bestückung aller Fahrzeuge war unumgänglich.
30.05.1992 Jährliche Bachufersäuberung der Natters und des Weißenbaches Der Umweltausschuss der Marktgemeinde gab den Auftrag. Die Nattersreinigung dauerte von 13.00 Uhr bis 19.00 Uhr und der Weißenbach von 15.00 Uhr bis 19.00 Uhr.

03.06.1992

Erstmals wurden die Abschnittsfeuerwehrleistungsbewerbe Kirchberg/P. im Weißenbachtal abgehalten. Auf dem Bewerbsgelände "Wiese Mitterer" traten 78 (!) Gruppen aus dem Bezirk St. Pölten und von den Nachbarsfeuerwehren an. Es war ein beeindruckendes Ereignis.
09.06.1992 Ein großer Traktor der Firma VÖEST-Alpine ist wegen eines Defekts an der Lenkung im km 29,500 der B 39 liegengeblieben. Die Verladung auf einem Tiefladeanhänger mittels schwerer Abschleppstange mit unserem Rüstfahrzeug misslang. Es wurde Kran St.Pölten angefordert. Der Einsatz dauerte 3 Stunden.
12.06.1992 Die Festkundgebung "125 Jahre FF St. Pölten-Stadt" wurde auch von einer Abordnung der Frankenfelser Feuerwehr besucht.
19.06.1992 Die gesamte Lehrkörperschaft der Volks- und Hauptschule, sowie das Kindergartenpersonal wurde in der Handhabung der Handfeuerlöscher unterwiesen.
01.07.1992 Der Brand eines Misthaufens mit Strohabfällen beim "Enne-Wirt" in der Weißenburggegend 12 konnte rasch gelöscht werden. Ursache: Heiße Asche wurde am Misthaufen entleert.
05.08.1992 Die von der Gemeinde an die Feuerwehr zugesprochene "Expositur" im 1. Stock des Feuerwehrhauses wird renoviert.
10.08.1992 Alarmierung per Funkmeldeempfänger um 07.35 Uhr. Ein LKW der Fa. Trost aus Traisen, beladen mit heißem Bitumen, ist bei der "scharfen Kurve" beim Weißenburgtunnel (B 39 km 32,800) umgestürzt. Die LKW-Bergung übernahm die eigene Firma. Die Feuerwehr führte die Absicherung der Unfallstelle, die Verkehrsregelung und die Fahrbahnreinigung durch. Auch beim Bergen des Ladegutes wurde mitgeholfen. Der Einsatz dauerte für die 17 Mann viereinhalb Stunden.
18.09.1992 Je ein weiteres Handfunkgerät für Frankenfels und Weißenburg wurden um Schilling 15.210,- nachgekauft.
19.09.1992 Verkehrsunfall im Höllgraben. 1 PKW ist von der "Höllgrabenstraße" im km 0,500 abgekommen und liegt quer im Kohlangerbach, 1 Toter und ein Schwerverletzter. Bei der Brauchtumspflege "Hochzeitschießen" geschah der fürchterliche Unfall. Die mitgeführte Azetylengasflasche und auch die Sauerstoffflasche dürften die schweren Folgen verursacht haben. Tätigkeiten der Feuerwehr: Absichern, Ausleuchten, Brandschutz aufbauen und Mithilfe beim Bestattungsunternehmen. Der Schwerverletzte wurde bereits von der Rettung abtransportiert. Weitere Feuerwehrtätigkeiten nach Weisung der Gendarmerie: Bergen der aus dem Auto geschleuderten Gasflasche, Fahrzeugbergung und Sicherstellen der Schweißanlage. Das Unfallwrack wurde gerichtlich beschlagnahmt. Der Feuerwehreinsatz dauerte von 03.04 Uhr bis 04.49 Uhr.
01.10.1992 Durch die Schließung des Gendarmeriepostens Frankenfels ist ab nun der Gendarmerieposten Kirchberg an der Pielach auch für das Gemeindegebiet Frankenfels zuständig.

31.10.1992


Bei einer Dienstfahrt zu einem Lehrgangsbesuch in die Landesfeuerwehrschule Tulln kamen 5 Frankenfelser Feuerwehrmänner mit dem KLF unmittelbar zu einem Auffahrunfall auf der Autobahn A 1 im km 56,000 auf der Richtungsfahrbahn Wien. Ein ungarischer und ein deutscher PKW sind zusammengestoßen, es gab 2 Leichtverletzte. Sofortige Absicherung der Unfallstelle war vordringlich, sowie die Verständigung über Funk an den Diensthabenden bei "Florian St.Pölten". Dieser alarmierte Polizei und Feuerwehr. Nach dem Eintreffen der Polizei St.Pölten wurden über dessen Auftrag noch einige lose, herumliegende Fahrzeugteile von der Fahrbahn beseitigt. Während der Weiterfahrt nach Tulln erfolgte per Funk die Meldung über das verspätete Eintreffen an die LFS.
07.11.1992 Starke Rauchentwicklung im Keller des Hauses "Gonaus Sepp", Markt 46, bewirkte einen kleinen Feuerwehreinsatz (telefonische Alarmierung / 4 Mann / 1 KLF / 1,5 Stunden). Die Erkundung mit einem Atemschutztrupp ergab, dass ein Defekt an der Gefriertruhe vorlag. Brennbare Materialien wurden entfernt und eine Raumbelüftung durchgeführt. In der Statistik wird dies als Brandeinsatz bewertet.
21.11.1992 Gründung der Feuerwehrjugend der FF Frankenfels! Damit wurde für die Zukunft vorgesorgt. Nach langer Vorbereitungszeit (Werbung, Schulbesuche, konkrete Informationen, Vorführungen, Vorsprachen bei den Eltern, usw.) konnte ein erstes Treffen der FJ mit 11 Buben abgehalten werden. Die Jugendlichen Harald Enner, Nikolei Fahrngruber, Thomas Gansch, Stefan Hackl, David Hochauer, Anton Hofegger, Martin Karner, Marco König, Robert Leb, Franz Niederer und Dominik Prammer wurden eingekleidet und bekamen den Dienstgrad "Jugendfeuerwehrmann (JFM)". Zugleich wurden LM Harry Vogler zum Jugendführer, HFM Friedrich Swatek zum Hilfsjugendführer und JFM David Hochauer zum FJ-Gruppenkommandant ernannt. KDT OBI Franz Wutzl berichtet, dass dadurch der 21. November der wertvollste Tag im Jahr 1992 der Freiw. Feuerwehr Frankenfels ist. Bis zur Fotoaufnahme bei der 110. Mitgliederversammlung mit Jahresbericht (Jahreshauptversammlung), am 31. Jänner 1993, traten noch weitere 4 Burschen der FJ Frankenfels bei.

21.11.1992


Um 23.10 Uhr wurde die Feuerwehr zu einem PKW-Brand auf der B 39 km 32,900 gerufen. Ein Porsche 944 stand im Vollbrand und der verletzte Fahrer, ein Perchtoldsdorfer (Bezirk Mödling), hatte das Glück, dass er von einem vorbeikommenden Passant aus dem Fahrzeug gerettet wurde. Der Lebensretter Thomas Stupphan aus Kilb leistete bis zum Eintreffen der Rettung vorbildliche Erste Hilfe, er wurde von der Feuerwehr unterstützt. Für die Löscharbeiten, Verkehrsregelung und die Straßenreinigung (Auftrag der Gendarmerie) standen 27 Mann im Einsatz. Um 00.28 Uhr kam man wieder ins Feuerwehrhaus. 

24.11.1992 17.55 Uhr: Schwerer Verkehrsunfall auf der B 39 im km 36,180. 2 PKW zusammengeprallt, 2 Verletzte bereits vom ASBÖ Frankenfels abtransportiert. Absichern und Ausleuchten der Unfallstelle und nach Freigabe der Gendarmerie Kirchberg/P. wurde die Bergung beider PKW sowie die Fahrbahnreinigung durchgeführt.
06.12.1992 Beim Stromausfall infolge ergiebiger Schneefälle während der Gemeindeversammlung im Gasthaus Weidinger konnte die Feuerwehr mit Beistellung der Lautsprecheranlage des KLF aushelfen. Man improvisierte indem dass das Feuerwehrfahrzeug ganz nahe an der Außentür positioniert wurde. Die öffentliche Veranstaltung konnte dadurch abgehalten werden.
31.12.1992 Statistik für das Jahr 1992: 171 Einsätze (711 Mann / 1477 Stunden). Die hohe Anzahl der Einsätze verursachten die vielen Wassertransporte zu den entlegenen Bauernhäusern. Aber auch 61 Übungen (604 Mann / 1232 Stunden) sind erwähnenswert.
08.01.1993 Um 13.30 Uhr kam ein Alarm auf allen Funkmeldeempfängern. Durch Regenfälle und verfrorenem Ablauf bildete sich ein Wassersee im Hof und im Stall des Gehöftes "Wies", Markenschlagrotte 14. Die Feuerwehr schaffte Abhilfe durch Abpumpen mittels UWP 8-1. Der Einsatz dauerte zweieinviertel Stunden.
08.01.1993 Bei der am Abend stattfindenden Gemeinderatsitzung sind einige Feuerwehrmänner anwesend. Dem Ansuchen der Feuerwehr vom 7. Febr. 1992 um Überlassung des Grundstücks "Enner Wiese" für einen Neubau eines Feuerwehrhauses wurde mit 11:7 Stimmen NICHT stattgegeben. Ein trauriger Abend!
15.01.1993 Eine vom Abschnittsfeuerwehrkommando Kirchberg/P. durchgeführte Inspektion der FF Frankenfels ergab, dass das Feuerwehrdepot absolut zu klein ist.
28.01.1993 Ein Fass mit unbekannten Inhalt lag in der Pielach, zirka 80 Meter unterhalb der Weißenburgbrücke. Die Feuerwache Weißenburg wurde vom Gendarmerieposten Kirchberg/P. beauftragt, dieses zu Bergen. Nach einer Stunde stand fest, dass das Ölfass leer und der Verursacher unbekannt ist.

31.01.1993

Bei der Jahreshauptversammlung war die Vorstellung der Feuerwehrjugend der große Höhepunkt. Allerdings übte man Kritik am Gemeinderat, der ein 1000 m2 großes Grundstück auf der "Enner-Wiese" (heute: Wohnblock Markt 123) nicht - wie ursprünglich mündlich zugesagt - der Feuerwehr zugesprochen hatte. Als Konsenslösung stellte man der Wehr seitens der Gemeinde in ihrem derzeitigen Haus und im alten Depot zusätzliche Räume zur Verfügung. Auch die Wochenzeitung NÖN berichtete darüber in der Ausgabe vom 9.Februar auf der Seite 28.
11.02.1993 Bei der Schimeisterschaft der Feuerwehren des Abschnittes Kirchberg/P. wurden 3 Pokale errungen.
22.02.1993 Streifung eines LKW mit einem Tankwagenzug auf der B 39, km 32,800 (Höhe ÖBB-Weißenburgtunnel). Dieser wurde auf der ganzen Länge (Fzg. und Anhänger) beschädigt und der Treibstofftank aufgerissen und zirka 500 Liter Dieselöl flossen auf die Fahrbahn. Bergung beider Fahrzeuge und Öl-Binden durch die Feuerwehr. Der Einsatz dauerte von 11.14 Uhr bis 12.45 Uhr.
23.02.1993 Ein Reh hat sich in der Lawinenverbauung im Bahnkilometer 40,050 (neben dem westlichen Tunnelportal des ÖBB-Natterstunnels) verfangen. Man fuhr auf der B 39 bis zum km 34,100 und begann unter Gleissperre der Mariazellerbahn mit zwei Schiebleitern den schreckenden (schreienden) Rehbock auf die Straße zu bringen. Nach einer dreiviertel Stunde konnte die Tierrettung erfolgreich abgeschlossen werden, das Reh wurde dem anwesenden Jäger übergeben.
24.02.1993 Eine elektrische Schreibmaschine vom Typ "Triumph-Adler Gabriele 100" wurde angekauft.
07.03.1993 Beim Hallenfußballturnier der Feuerwehrjugend des Bezirkes St.Pölten in der Pielachtalhalle in Ober-Grafendorf belegte unsere Jugend den beachtlichen 3. Platz.
30.03.1993 Die Niederösterreichischen Nachrichten (NÖN) berichten von der "Aufregung" in den Reihen der Feuerwehr, nachdem die Gemeinde ihren Wünschen nach Ankauf eines Grundstücks und Errichtung eines Depots nicht entsprochen habe: "Die Silberhelme sind noch immer sauer!".
01.04.1993 In der Zeitschrift "Frankenfels Aktuell (Herausgeber: ÖVP Frankenfels)" wird folgendes bekanntgegeben: Die ÖVP-Fraktion setzt im Gemeinderat den Verkauf eines Teils der "Enner-Wiese" an einen Gewerbetreibenden durch: "Wir brauchen unsere Wirtschaft und jeden Steuerschilling, um die wichtigen Aufgaben der Zukunft zu bewältigen."
In der nachfolgenden SPÖ-Gemeindezeitung "Frankenfels plus - minus" wird veröffentlicht, dass die SPÖ den Wunsch der Feuerwehr nach Errichtung eines Depots auf diesem Grundstück immer unterstützt!
18.04.1993 Beim 1. Wissenstest, welche unsere Feuerwehrjugend besuchte, konnten 11 Buben das Abzeichen in Bronze erringen.
02.05.1993 Mit einem Weckruf durch den Ort wurde die Florianifeier anlässlich des 110. Geburtstages der Wehr musikalisch eingeleitet. Dabei wurden alle Feuerwehrpatinnen im Ortsbereich vom Hause für den Kirchgang abgeholt.

08.05.1993






Abschnittsfeuerwehrtag im Gasthof Winter/Hofegger. Anschließend wurde in den Räumlichkeiten der Raiffeisenkasse Frankenfels eine vom FKDT OBI Franz Wutzl zusammengestellte Ausstellung "110 Jahre FF Frankenfels" im Beisein des Hr. BH-Stellvertr. Dr. Oppitz, Bgm. Griesauer, OBR Weissgärber u.v.a. eröffnet.
Auf fünf große Tafeln wurden folgende Themen gezeigt:
1. Mitglieder von der Gründung bis zur Gegenwart
2. Feuerwehrkommandanten und Funktionäre seit der Gründung
3. Auszüge von der Chronik, Wort und Bild dieses Buches
4. Aus dem Einsatzgeschehen
5. Unsere Feuerwehrjugend seit der Gründung
Weiters wurde in fünf Vitrinen eine Modellreihe verschiedener Einsatzfahrzeuge sowie maßstabsgetreue Feuerwehrfahrzeuge der FF Frankenfels gezeigt. Alle Modelle stellte Hr. Karl Moser, aus Wien, zur Verfügung.
Eine Diaserie zeigte verschiedene Jahresabläufe unserer Wehr.
Die Ausstellung, welche bis Ende Juni zu besichtigen war, fand in der Bevölkerung regen Zuspruch.
14.05.1993 Die Umbauarbeiten im "alten Depot", Kellerraum - Markt 10, wurden abgeschlossen. Ein Einfahrtstor zur Hofseite, eine Durchgangstüre zum Mannschaftsraum, sowie Sanierungsarbeiten des Mauerwerks und des alten straßenseitigen Holztores (neuer Anstrich) ergab eine neue Einstellmöglichkeit für das KLF. Die Feuerwehrmänner, welche von den Gemeindearbeitern unterstützt wurden, erledigten diese Arbeiten in Eigenregie. Für die Raumbelüftung wurden an der Innenseite des Holztores zwei Fensterkippflügel montiert. Jedoch infolge der geringen Raumhöhe war es wieder erforderlich, dass auch bei diesem Fzg. die Funk- und die Radioantenne umgelegt werden musste. Das war man aber gewöhnt! Die enorme Platznot im Feuerwehrhaus Markt 65 wurde dadurch etwas gemindert.
21.05.1993 Eine wirklichkeitsnahe Unterabschnitts-Atemschutzübung wurde im noch vorhandenen alten Objekt "Grassermühle" abgehalten. In den darauffolgenden Tagen begann man mit dem teilweisen Abbruch bzw. mit der Althaussanierung der Gebäude.
 05.06.1993 Bei den Vorbereitungsarbeiten für das Fest der Kath. Frauenbewegung half auch die Feuerwehr. Infolge fehlendes Transportmittel erledigte man mit dem KLF die Zufuhr von Tischen und Bänken.
09.06.1993 Schwerer Motorradunfall auf der B39, km 33,700. Motorrad (Kawasaki Z 1000) liegt auf der Fahrbahn, Motorblock herausgerissen, Öl auf Fahrbahn. Der schwerverletzte Lenker, ein Wiener, bereits vom ASBÖ abtransportiert. Die übliche Tätigkeit der Feuerwehr dauerte von 14.49 Uhr bis 15.59 Uhr.
12.06.1993 Während des traditionellen Weißenbachler Feuerwehrfestes drückte ein Unbekannter um 23.50 Uhr beim Feuerwehrhaus der FW Weißenburg die Sirene. Fehlalarm.

20.06.1993




Erstmals wurden in Frankenfels Feuerwehrwettkämpfe abgehalten. In der Grassermühle nahmen bei idealen äußeren Bedingungen 94 (!) Bewerbsgruppen an den Abschnittsfeuerwehrleistungsbewerben des FAS Kirchberg/P. teil. Die Hauptwache trat mit einer Gruppe und die Feuerwache Weißenburg mit zwei Bewerbsgruppen an. Alle erreichten das Bewerbsziel. Der Staffellauf wurde auf der B 39 - unter jeweils kurzer Straßensperre - ausgetragen.
Zwischen Bewerb und Siegerehrung wurde auch die Eröffnung des Zivilschutzinformationszentrum der Gemeinde durchgeführt. In einer Demonstrationsübung wurde ein Verkehrsunfall (Auto gegen Traktor) gezeigt. Die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Arzt, Rettung und Gendarmerie wurde den zahlreichen Zusehern eindrucksvoll vom Zivilschutzbeamten erklärt.
An der Siegerehrung des Bewerbes nahmen unter anderem teil: Bezirkshauptmann Dr. Josef Sodar, Landtagsabgeordneter Dr. Martin Michalitsch, Bezirksfeuerwehrkommandant Oberbrandrat Wilfried Weissgärber, Abschnittsfeuerwehrkommandant Brandrat Wilhelm Ertl, Bürgermeister Friedrich Griesauer, und viele Gemeindevertreter.
Sieger wurde die Bewerbsgruppe "Untergrafendorf 1" mit 398 Punkten.
25.06.1993 Ein Führungsfahrzeug - neuer, moderner VW-Bus, der Marke Caravelle Syncro mit 110 PS / 81 kW - wurde in Dienst gestellt. Das Fahrzeug wurde als MTF-A geliefert. Es wurde sofort mit einem Umbau auf ein KDOF-A begonnen, welcher bereits Mitte Juli abgeschlossen wurde. Gesamtkosten: 650.000 Schilling.
04.07.1993 Ein Autobus wurde auf der B 39 im km 37,600 (Höhe Grassermühle) fahruntauglich. Die Feuerwehr beförderte die Reiseteilnehmer, darunter 27 Kinder, zum Reiseziel "Lichtensteg" (Quartier).

09.07.1993



Für das 110-jährige Gründungsfest wurde nach umfangreichen und zeitaufwendigen Vorarbeiten eine Festschrift aufgelegt. Der historische Teil wurde sehr kurz gehalten, da dieser bereits in der Festschrift des Jahres 1983 umfangreich erläutert wurde. Es wurde daher für die Organisationsform der Feuerwehr breiteren Raum eingeräumt. Eine Einsatzstatistik von 1960 bis 1992 und die derzeitige gesamte Tätigkeit wurde dem Leser transparent gemacht. Der Bestbieter - Firma Dolezal GmbH, Frankenfels / Wien - bekam den Auftrag 750 Stück anzufertigen. Die Kosten Schilling 45.600,- wurden zur Gänze von der Feuerwehr getragen. Den Autor Feuerwehrkommandant OBI Franz Wutzl unterstützten die Mitarbeiter OLM Erich Gonaus, LM Harry Vogler und LM Arthur Vorderbrunner. Verkaufspreis: S 80,-/Stück. Es wurden knapp 620 Stück verkauft.
15.07.1993 Alarm um 16.42 Uhr. Rauchentwicklung bei einem Wohnhaus in der Hofstadtgegend. Fehlalarm!
30.07.1993 Das neue Kommandofahrzeug-Allrad wurde mit einem Mobiltelefon (D-Netz) ausgerüstet. Dies ist das erste Feuerwehrfahrzeug mit Mobiltelefon im Bezirk St. Pölten !

28.08.1993


Samstag - Jubiläumsfest "110 Jahre FF Frankenfels" in der Grassermühle.
Programm: Tanzabend mit den "Original Weststeirer Spatzen" Beginn: 20.00 Uhr. Eintritt: S 40,-
Es kamen mehr als 1000 Besucher, unter anderem auch eine Abordnung der Patengemeinde Hollstadt, Bundesrepublik Deutschland, mit Hr. Bgm. Richard Radina und FKDT Ullrich Kaiser jun. Erinnerungsgeschenke wurden ausgetauscht.
29.08.1993

Sonntag - Fortsetzung des Jubiläumsfestes "110 Jahre FF Frankenfels" in der Grassermühle.
Programm: 09.30 Uhr Zeltmesse / Festakt mit Fahrzeugsegnung des neuen KDOF-A / anschließend Frühschoppen mit dem Trachtenmusikverein der Marktgemeinde Frankenfels / 14.00 Uhr Festzug durch den Ort / 15.30 Uhr Gemütlicher Nachmittag mit den "Orig. Jeßnitztalern". Eigens angefertigte gelbe Kunststoff-Festabzeichen wurden beim Festzug verkauft.

Den Höhepunkt stellte ein großer Festzug durch den Ort - vom Schiliftparkplatz zur improvisierten Ehrentribüne bei der Rosenbühelwiese und weiter zur Grassermühle - dar. Den Abschluß bildeten mehrere historische Löschvorführungen auf der Wiese Grassermühle. Leider wurde die mündliche Genehmigung zum Errichten einer Tribüne gegenüber dem Gasthof Winter vom Grundeigentümer in der letzten Woche widerrufen. Auch die Gendarmerie hielt nicht Wort und hob die vereinbarte Straßensperre bereits nach einer 3/4 Stunde auf. Beim Festzug wurden 60 Feuerwehrdarstellungen präsentiert, er war ein einmaliges Ereignis, der erste seiner Art überhaupt im Bezirk St. Pölten. Oberlöschmeister Erich Gonaus stellte in einer durchdachten Organisation drei Marschblöcke zusammen. Eine Planungszeit seit September 1991 machte sich bezahlt. Im Hörfunksender Ö2 wurde am Freitag und am Sonntagmorgen auf den Festzug hingewiesen. Nach mehreren Schätzungen waren möglicherweise 2000 bis 2500 (!) Zuseher entlang der Bundesstraße anwesend. Der Festabzeichenverkauf gestaltete sich auf der 1 km langen Strecke sehr schwierig, trotzdem wurden 1271 Festabzeichen verkauft. Bei der behelfsmäßigen Tribüne wurden die Gruppen bzw. Fahrzeuge erklärt. Leider ist der 3. Block - die jubilierende Wehr - dem Regenwetter zum Opfer gefallen. Trotzdem verblieben die meisten Besucher entlang der Strecke bzw. in der Nähe der Tribüne. Der Festzug setzte sich folgendermaßen zusammen:
1. Block: FUB-Zug I/17 (Katastrophenzug)
    Kommandofahrzeug (VW-Bus) - FF Kirchberg an der Pielach
    Tanklöschfahrzeug-Allrad 2000 (Mercedes) - FF Rabenstein an der Pielach
    Kleinlöschfahrzeug-Allrad (VW LT 40) - FF Tradigist
    Tanklöschfahrzeug-Allrad 2000 (Steyr) - FF Loich
    Kleinrüstfahrzeug-Bergung (Fiat Ducato) - FF Hofstetten
    Kleinlöschfahrzeug als Versorgungsfahrzeug (VW LT 35) - FF Schwarzenbach an der Pielach
2. Block: Die Feuerwehr im Wandel der Zeit
      Musikverein Kirchberg an der Pielach
    Hl. Florian (3./4. Jahrhundert) hoch zu Ross - Angelika Enne / Pferdebesitzer Hermann Grubner
    Römische Militär-Feuerwehr aus Carnuntum (ca. 100 bis 200 n. Chr.) - ASBÖ Frankenfels
    Wiener Feuerknecht (aus dem Jahre 1686) - ASBÖ Frankenfels (Stephan Winter)
    Feuerrufer (Nachtwächter) - ASBÖ Frankenfels (Hubert Pögner, jun.)
    Feuerwehrfahne (aus dem Jahre 1913) - FF Hürm
    Hydrophor (Baujahr 1871) - FF Türnitz / FJ Türnitz
    Dampfspritze (Baujahr 1910) auf Pferdezug - FF Gainfarn / Pferdebesitzer Hermann Riedl
    Mannschaftspferdewagen zur Dampfspritze - FF Gainfarn / Pferdebes. Franz Winter,Plankenstein
    Oldtimer-Traktor (Lindner) mit Motorspritze Breuer (Baujahr 1930) - FF Schwarzenbach/Piel.
    NAG (Baujahr 1905) - BTF Voest-Alpine Stahl Traisen
    Austro Fiat (Baujahr 1925) - FF Oberndorf an der Melk
    Jeep (Baujahr 1940) - BTF Rothschild'sche Forstverwaltung Langau
    Dodge (Baujahr 1944) - FF Kirnberg an der Mank
    Morris (Baujahr 1940) - Erlauftaler Feuerwehrmuseum der FF Purgstall an der Erlauf
    Opel Blitz (Baujahr 1959) - Erlauftaler Feuerwehrmuseum der FF Purgstall an der Erlauf
    Hanomag (Baujahr 1959) - FF Judendorf-Straßengel
    Steyr (Baujahr 1943) - Erlauftaler Feuerwehrmuseum der FF Purgstall an der Erlauf
    Land Rover (Baujahr 1961) - FF Texing
    Vorausfahrzeug (Isuzu) - FF Mariazell
    Kleinrüstfahrzeug-Bergung (VW LT 35) - FF Puchenstuben
    Rüstfahrzeug mit Kran (Magirus) - FF Wilhelmsburg
    Abschleppfahrzeug (DAF) mit Abschleppanhänger - FF Baden
    Löschfahrzeug mit Allrad und Bergeausrüstung (Steyr) - FF Weinburg
    Kleinlöschfahrzeug-Allrad (dreiachsiger Pinzgauer) - FF Schwarzau im Gebirge
    Löschfahrzeug-Allrad (Chevrolet) - FF St. Georgen an der Leys
    Löschfahrzeug mit Bergeausrüstung (Mercedes) - FF Ober-Grafendorf
    Tanklöschfahrzeug-Allrad 2000 (Steyr) - FF St. Gotthard
    Tanklöschfahrzeug-Allrad 3000 (Mercedes) - FF Hürm
    Tanklöschfahrzeug-Allrad 3000 (Hurrikan/ÖAF) - FF St. Anton an der Jeßnitz
    2 Kradmaschinen (BMW) - FUBBERKDO St. Pölten / FF Eichgraben
    Kommandofahrzeug-Allrad (Puch G) - FF Ybbsitz
    Wasserdienstfahrzeug (Land Rover mit Zillenanhänger) - FF Kettenreith
    Tauchdienstfahrzeug (Iveco mit Schlauchbootanhänger) - Tauchgruppe West
    Atemluftfahrzeug (Mercedes) - FF Scheibbs
    Drehleiter mit Korb 30 (Mercedes) - FF Baden
    Großtanklöschfahrzeug-Allrad 9000-1000 (dreiachsiger Magirus) - FF St.Pölten-Stadt
3. Block: Die Freiwillige Feuerwehr Frankenfels einst und jetzt
      Trachtenmusikverein der Marktgemeinde Frankenfels
    Deutsche Feuerwehr FF Hollstadt (Frankenfelser Patengemeinde)
    Feuerwehrjugend Frankenfels (gegründet 1992)
    Gründerspritze (Baujahr 1883)
    Hydrophor auf Pferdezug (Baujahr 1898) - Pferdebesitzer Leopold und Gerald Hofegger
    Oldtimer-Traktor (Porsche) mit 1. Motorspritze Breuer (Baujahr 1928) - Franz und Alois Karner
    Oldtimer-Traktor (Steyr) mit 4 Tragkraftspritzen                                            - Johann Bieder, sen.
                                                 DKW-Spritze (Baujahr 1950),
                                                 "Kleiner Florian" Rotax (Baujahr 1956),
                                                 RW 80 (Baujahr um 1950 / Gekauft 1962) der FW Weißenburg    und
                                                 Rosenbauer Automatic 75 VW (Baujahr 1962)       
    Unimog (grün) - Fa. Wutzl GmbH (Leopold Wutzl, sen.)
    Kradmaschine Puch 175 SV
    Land Rover (Baujahr 1958)
    Mannschaftstransportfahrzeug (Ford Transit) Feuerwache Weißenburg
    Kleinlöschfahrzeug-Allrad (Mercedes) Feuerwache Weißenburg
    Kleinlöschfahrzeug (VW LT 35) mit Abschleppachse
    Rüstfahrzeug-Allrad (Unimog) mit Öleinsatzanhänger
    Tanklöschfahrzeug-Allrad 2000 (Mercedes)                   und
    Kommandofahrzeug-Allrad (VW Caravelle Syncro)

Umfangreiche Presseberichte (sogar in der Rhön-u.Saalepost und in der MAINPOST - beide Deutschland) gab es darüber; der ORF erklärte in der Sendung "Österreich heute" am Schluss seines zwei Minuten langen Beitrags FRANKENFELS ZUR FEUERWEHRHAUPTSTADT ÖSTERREICHS !

Leider gab es auch kritische Stimmen, welche die Feuerwehr über diesen finanziellen Aufwand schlechtredeten. Bereits Ende September wurde über den Festzug eine Kostenaufstellung der Gemeinde vorgelegt. Durch diese Kostenanalyse, wo ein Reingewinn von Schilling 2086,05 hervorging, verstummten die Kritiker.

04.09.1993 Nach getaner Arbeit (110 Jahr - Feier) führte der Feuerwehrausflug zum Flughafen Wien-Schwechat und zum Neusiedlersee.
15.09.1993 Alarmierung um 15.45 Uhr: Großbrand am Schlagerboden, beim Anwesen "Lecherbauer", Johann Fahrngruber, Hollenstein 16 der Nachbarsgemeinde St.Anton/J. Die Hauptwache Frankenfels und die Feuerwache Weißenburg leisteten Löschhilfe der FF St. Anton an der Jeßnitz. Sämtliche Tiere konnten gerettet werden. Das in Vollbrand stehende Wohn- und Wirtschaftsgebäude ist abgebrannt. Akuter Wassermangel erschwerte trotz der Tanklöschfahrzeuge die Löscharbeiten. Das neue Wohnhaus konnte vor Brandübergriff zur Gänze gerettet werden.
19.09.1993 Um 20.08 Uhr ging folgende Alarmierung ein: PKW liegt zwischen Straßenmeistereiplatz und Leitenklamm im Bach. Bei der Ankunft war niemand anwesend. Es musste in der Finsternis nach event. Verletzten und nach dem Auto gesucht werden. Die umfangreiche Suche in der Natters ergab, dass keine Person(en) vorhanden ist (sind), lediglich der verunfallte PKW lag auf Höhe der B 39, km 34,580. Da ein Feuerwehrmann das Auto kannte wurde der Vater des Besitzers herbeigeholt. Dieser gab den Auftrag zur Bergung des Mazda 323.
04.10.1993 Der Umbau des Tragkraftspritzenanhängers in einem Öleinsatzanhänger durch Löschmeister Harry Vogler konnte abgeschlossen werden.
09.10.1993 Bei einer nachmittägigen Zugsübung auf der Ruine Weißenburg stürzte nach der Übungsbesprechung Probefeuerwehrmann Christian Hösl über eine Felsmauer zirka 18 Meter in die Tiefe. Eine Kopffraktur war die Folge. Da das Verlassen nach der Übungsbesprechung nicht gemeinsam erfolgte, wurde niemand auf das Fehlen des Kameraden aufmerksam. Erst als er zu Hause nicht ankam begann die weitläufige Suche. Durch einen Kabelriss einer elektrischen Leitung führte die Spur zum Verunglückten. Die Suchaktion war gegen 23:00 Uhr erfolgreich. Die NÖN berichtete von einem "40 Meter (!) Absturz" in ihrer Ausgabe vom 12. Oktober auf der Seite 6 - sogar mit Foto vom Verunglückten - darüber.
10.10.1993 Mithilfe beim Raika-Crosslauf. 3 Mann, jeweils mit Handfunkgerät, fungierten als Streckenposten.
23.10.1993 Bei der von der Feuerwehr organisierten Feuerlöscherüberprüfungsaktion gab es großes Interesse von der Bevölkerung. 193 Handfeuerlöscher wurden überprüft.
26.10.1993 Bei einer Sonderfahrt auf der Mariazellerbahn half die Feuerwehr beim Wasserfüllen der Dampflok Mh.6 am Bahnhof Frankenfels mit.
18.11.1993 Verkehrsregelung bei der Christbaumverladung auf der Landeshauptstraße LH 102, in der Gstettengegend. Er war für die Landeshauptstadt St.Pölten bestimmt. Auftraggeber: Tourismusgemeinschaft Pielachtal.
25.11.1993 Für die Reinigung der benützten Atemschutzmasken wurde im Feuerwehrhaus ein Warmwasserboiler und eine Abwasch errichtet.
30.11.1993 Alle drei Garagentore wurden mit automatischen Öffner (Piepser) nachgerüstet.
01.12.1993 Für den Schulungsraum wurden 2 große rechteckige Tische, 12 Trapeztische, 30 Sesseln, 1 Fernsehgerät und eine Videoanlage angeschafft.
03.12.1993 Jeder aktive Feuerwehrmann der Hauptwache Frankenfels erhielt einen neuen Einsatzoverall.
18.12.1993 Sirenenalarm um Punkt 09.00 Uhr. Rauchfangfeuer beim Haus Konrad und Barbara Swatek, Markt 77. Bei der Ankunft war kein Kaminfeuer mehr ersichtlich. Trotzdem: Untersuchung des Rauchfangs, dessen Umgebung, Gendarmerie Kirchberg/P. und Rauchfangkehrermeister verständigt.
31.12.1993 Statistik 1993: 106 Einsätze (467 Mann / 999 Std.) und 51 Übungen (513 Mann / 1395 Std.).
01.01.1994 Eine neue Dienstordnung für die NÖ Feuerwehren tritt in Kraft. Erstmals ist es erlaubt, dass Frauen einer Feuerwehr beitreten dürfen.

01.01.1994


Infolge Auflassung der Bezirksalarmzentrale Lilienfeld wurde die Notruf 122 - Schaltung in diesem Bezirk ins Nachrichten-Dienstzimmer der FF St.Pölten-Stadt geschaltet. Die in diesem Raum befindliche Bezirksalarmzentrale St.Pölten trägt ab nun die Bezeichnung "Bereichsalarmzentrale St.Pölten". Die Abkürzung BAZ bleibt unverändert. 
06.01.1994 Bei einem Schifahrer auf der Tiefschneepiste beim "Leitenbauer", Hofstadtgegend 10, löste sich ein Ski und lief unkontrolliert über den steilen Hang, querte die Eisenbahn und Bundesstraße 39 und stürzte letztendlich in die Natters. Die Feuerwehr wurde um 11.30 Uhr um Hilfe gebeten. Tätigkeiten der FF: Ausrückung mit dem KLF, Orten des im Bach liegenden Ski und Bergen desselben unter Verwendung einer Schiebleiter und ein Paar Fischerstiefeln.
22.01.1994 Der beliebte Feuerwehrball bringt, trotz rückläufiger Besucherzahl, ein Rekordergebnis.
17.02.1994 Wegen ungenügender Schneelage wurde die Feuerwehr vom TVN Frankenfels (Obmann Erich Niederer) ersucht, eine Pistenvereisung auf der Schiliftwiese, Hofstadtgegend 1, vorzunehmen. Die FF Frankenfels sprühte bei minus 7 Grad Celsius über 2 Stunden lang ausreichend Wasser auf und der Fackellauf der Naturfreunde konnte stattfinden.
22.02.1994 Der NÖ Landesfeuerwehrrat beschließt, dass das FJ-Beitrittsalter von Zwölf- auf Zehn-Jährige herabgesetzt ist.
28.02.1994 Im Kommandoraum (1. Stock) wird von der Gemeinde ein eigener Telefonanschluss (Rufnummer 7220) installiert, welcher für die Abwicklung der Verwaltungs- und Dienstangelegenheiten dient.
13.03.1994 Beim morgend- und abendlichen Wasserfüllen der Dampflok Mh.6 am Bahnhof Frankenfels half die Feuerwehr mit. Die Dampfsonderfahrt auf der Mariazellerbahn konnte somit fortgesetzt werden.
25.03.1994 Sirenenalarm um 19.48 Uhr: Schwerer Verkehrsunfall mit einer verletzten Person im km 41,545 der B39. PKW lag mit Totalschaden im Straßengeländer. Dem Verletzten wurde aus seiner Notlage geholfen und der Rettung übergeben. Es folgte die übliche Feuerwehrtätigkeit.
15.04.1994 Ein weiteres Handfunkgerät vom Typ Elin EP 860-80 wurde um Schilling 20.280,- beschafft. Somit ist jedes Einsatzfahrzeug neben dem Fahrzeugfunkgerät auch mit einem Handfunksprechgerät ausgerüstet.
19.04.1994 FKDTSTV BI Franz Rußwurm hält für alle Interessierten des Feuerwehrabschnitts Kirchberg/Piel. einen Computer-Einführungskurs mit dem Feuerwehrprogramm "Notruf 122 (Potschka)" ab.

19.04.1994


Alarmierung um 23.15 Uhr über Funkmeldeempfänger: Verunfallter PKW liegt am Gleiskörper der Mariazellerbahn im km 39,000 (beim Südportal des Weißenburgtunnels) - keine Verletzten. Feuerwehrtätigkeiten über telefonischen Auftrag des ÖBB-Einsatzleiters (Fahrdienstleiter Manfred Gruber des Bahnhofes St. Pölten Hauptbahnhof - da zu dieser Zeit der zuständige Bf. Schwarzenbach/Piel. bereits unbesetzt war). Einsatzende um 00.48 Uhr des Folgetages.
20.04.1994 Beim Wissenstest der Feuerwehrjugend in St. Pölten sind alle 15 Buben erfolgreich. 6 erhalten das Abzeichen in Bronze und 9 freuen sich über Silber.
01.05.1994 Florianifeier in Frankenfels. Im Anschluss fand unter den F-Mitgliedern eine Spendenaktion zur Renovierung des Feuerwehr-SOS-Kinderdorfhauses in Hinterbrühl statt. Es kam ein Betrag von Schilling 1505,- zusammen.

03.05.1994

Durch Trassenveränderungen (Ober-Grafendorf, Weinburg und Rabenstein/P.) bekommt die Pielachtalbundesstraße B 39 eine neue Kilometrierung. Infolge Verkürzung um zirka einen Kilometer werden in unserem Einsatzgebiet die entsprechenden Tafeln zurückgesetzt.
14.05.1994 Löschmeister Arthur Vorderbrunner erreicht beim Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold (auch Feuerwehrmatura genannt) mit 177 Punkten den hervorragenden 6. Platz. Er wurde überdies Bezirksbester und Tagessieger! Dieser 2-tägige Landesbewerb wird jährlich in der Landesfeuerwehrschule Tulln ausgetragen.
19.05.1994 Alarm um 22.43 Uhr. Brandeinsatz nach einer Backofen-Explosion in der Bäckerei Leb, Markt 9. Brennbares Material musste aus der Umgebung entfernt werden. Der Backofen wurde schwer beschädigt. Die mitalarmierte Nachbarsfeuerwehr Kirchberg/Piel. wurde bei der Anfahrt über Funk storniert und kehrte in Dobersnigg um.

25.05.1994


Die NÖN berichtet auf der Seite 28 über den stattgefundenen Orientierungsmarsch der Feuerwehrjugend: "In den sechs Stationen waren auch der FF-fachlichen Ausbildung dienliche, sowie praktische Aufgaben zu lösen. Knoten binden, Funksprüche absetzen, den Kompaß handhaben, Zielspritzen, aber auch Gerätelehre wurde geübt".

26.05.1994


Da im Niederösterreichischen Landesfeuerwehrverband die Anzahl der Alamierungsfrequenzen erhöht wurde, erfolgte ein Austausch des Sirenensteuerungsgerätes. Das neue Gerät vom Typ CSi 8000/93 wurde an der gleichen Stelle im Feuerwehrhaus von der Firma center, Wien, montiert und sofort in Betrieb genommen.
29.05.1994 Feuerwehrpatin Elsa Empacher informiert, dass sie ein Sparbuch für die Feuerwehr angelegt hat. Es wurde im Testament festgelegt, dass der Betrag nach dem Ableben der Feuerwehr gehört.
10.06.1994 Im Zusammenhang mit dem von der FW Weißenburg beantragten Ankauf eines Tanklöschfahrzeuges wird ein 10-Jahresprogramm der Feuerwehr für die Gemeinde erstellt.
11.06.1994 Stromausfall in der Boding. Um 12.45 Uhr wurde die Feuerwehr vom Gasthof Lichtensteg, Übergangrotte 15, alarmiert, zwecks Aushilfe mit dem 8 kVA - Notstromaggregat. Da man gerade mitten bei der Vorbereitung eines großen Hochzeitmahls stand, war Eile geboten.
18.06.1994 Dampfsonderfahrt (Zug 71201). Wasserbefüllen der Dampflok Mh.6 am Bf. Schwarzenbach/Piel. mit dem TLF-A 2000.

19.06.1994


Bei den Abschnitts- und Bezirksbewerben in Kirchberg/Piel. erhielten die beiden Bewerbsgruppen (Frankenfels und Weißenburg) insgesamt drei Pokale. Die Gruppe Frankenfels wurde sowohl Sieger in der Klasse Bronze B mit 357 Punkten als auch in der Klasse Silber B mit 353 Punkten. Die Wettkampfgruppe Weißenburg erreichte in Bronze A mit 360 Punkten den 4. Platz und in Silber A mit 334 Punkten den 2. Platz. Zugleich fanden auch die FJ-Bezirksbewerbe statt. Unsere Jugendgruppe erreichte in Silber mit 1005 Punkten den 1. Platz. Ein Freudentag für die FF Frankenfels!
26.06.1994 Teilnahme mit unserer Gründerspritze am Festzug "100 Jahre - FF Gramatneusiedl".
02.07.1994 Auch beim NÖ Landesbewerb in Stockerau war die Wettkampfgruppe Frankenfels mit 351 Punkten in Silber sehr erfolgreich.
08.07.1994 Beim FJ-Landeslager in Aspang (07. - 10.07.1994) erreichte die FJ-Gruppe Frankenfels die bisher höchsten Punkteanzahlen. Im Bronze-Bewerb erreichte sie mit 1020 Punkten den 19. von 132 durchgekommenen Gruppen und in Silber mit 1018 Punkte den 11. Platz von 86 Gruppen, die das Bewerbsziel erreichten.
24.07.1994 Sirenenalarm um 19.30 Uhr: Großbrand beim "Wies-Hösl", Weißenburggegend 21. Abschnittsalarm (d.h. alle Feuerwehren von Frankenfels bis Hofstetten). Schwierige Löschwasserzubringung (TLF-Pendelverkehr und Aufbau einer 20 B - Zubringleitung). Die FW Weißenburg, welche noch kein Tanklöschfahrzeug hatte, war als Erster beim Brandobjekt und konnte infolge des bereits fortgeschrittenen Brandes leider nur bedingt helfen. Der Besitzer Franz Hösl erlitt beim Versuch, das Feuer zu löschen, Verletzungen an den Füßen. Durch den umfassenden Feuerwehreinsatz konnte die Hälfte des Wohnhauses gehalten und ein Brandübergriff auf den angrenzenden Wald verhindert werden. Unter Schweren Atemschutz (15 AS-Geräte im Einsatz) wurden diverse Inventarien geborgen. Einsatzdaten: Dauer von genau 4,5 Std. / 19 Feuerwehrfahrzeuge / 139 Feuerwehrmitglieder / ASBÖ Frankenfels / Gendarmerie Kirchberg an der Pielach.
02.08.1994 Die NÖN berichtete auf der Seite 23 über eine mögliche Brandstiftung beim Großbrand am 24.07.
24.08.1994 Bei der ORF-Radiosendung "Radio 4/4", welche live von Frankenfels übertragen wurde, kam auch ein Beitrag von der Feuerwehr und vor allem von unserer Feuerwehrjugend zur Ausstrahlung. Der Moderator Michael Staringer intervierte Feuerwehrkommandant OBI Franz Wutzl und FJ-Gruppenkommandant David Hochauer.
27.08.1994 Feuerwehrfest am Samstag beim Feuerwehrhaus Frankenfels. Es wurde unter anderem ein Kindernachmittag und ein Fußballturnier der Feuerwehrjugend in der Grassermühle veranstaltet.
28.08.1994 Fortsetzung des F-Festes. Das "Ladenspiel" mit 46 schönen Warenpreisen erfreute sich großer Beliebtheit. Den Hauptpreis, ein Fahrrad, gewann Albin Schagerl, Tiefgrabenrotte 3.
03.09.1994 Der Feuerwehrausflug führte im ÖBB-Gesellschaftswagen nach Innsbruck und am Folgetag nach Seefeld/Tirol. Für alle 42 Teilnehmer war es ein tolles Erlebnis.
07.09.1994 Brandalarm mittels Sirene um 04.18 Uhr. Bei der Ankunft stellte man fest, dass das Feuer im Heizraum des Wohnhauses der Familie Alois und Ludmilla Buder, Pernarotte 14, soeben mit einem Pulverlöscher durch den Besitzer erfolgreich gelöscht wurde. Die starke Rauchentwicklung beseitigte die Feuerwehr.
11.09.1994 Bei der Museumseröffnung des NÖ Landesfeuerwehrverbandes in Tulln war unsere Wehr mit dem kleinen Hydrophor und dem Kommandofahrzeug vertreten. Unser alter Land Rover verweilte bereits in diesem Landesfeuerwehrmuseum.
16.09.1994 Beim 70-jährigen Gründungsfest des Trachtenmusikvereins der Marktgemeinde Frankenfels wurde der Festzugablauf auf der Bundesstraße von der Feuerwehr problemlos durchgeführt.
13.10.1994 Für die Feuerwache Weißenburg wird von der Gemeinde ein Grundstück hinter dem Feuerwehrhaus, Tiefgrabenrotte 22, für Übungs- und Veranstaltungstätigkeiten angekauft. Auch ein Kinderspielplatz soll dort errichtet werden.
26.10.1994 Beim RAIKA-Wandertag betreibt die Ortswehr eine Labestelle beim Gehöft Ober-Hehenberg (genannt "Hehaberg-Prammer") Besitzer Leopold Prammer, Falkensteinrotte 19.
29.10.1994 Das goldene Funkleistungsabzeichen erwerben LM Hannes Freudenthaler, BI Franz Rußwurm und LM Harry Vogler.
02.11.1994 Sirenenalarm von der BAZ St. Pölten um 12.36 Uhr mit dem Alarmierungstext "Flurbrand auf der Bahnböschung nächst dem Bahnhof Schwarzenbach an der Pielach". Es stellte sich heraus, dass sich ein kleiner, unbeaufsichtigter Abbrandhaufen im Bahnkilometer 38,400 (beim Einfahrvorsignal "a" des Bfes. Schwarzenbach/P.) befindet. Dieser wurde sofort abgelöscht. Restliches veranlasste die ÖBB-Streckenleitung St. Pölten über den herbeigeholten Bahnmeister Kirchberg/Pielach.
28.11.1994 Generalsanierung des Wassertanks unseres TLF-A 2000 bei der Firma Rosenbauer in Leonding bei Linz/Donau kostete Schilling 41.000,- 
12.12.1994 Alarm um 16.40 Uhr. Ein kleiner Flurbrand auf einer unbearbeiteten (dürres Gras) Bauparzelle hinter der Werkstatt Härtensteiner, in der Tiefgrabenrotte, wurde von der Feuerwache Weißenburg mittels C-Rohr vom Hydrant rasch gelöscht. Der Besitzer "Die Österr. Bundesforste" wurde telefonisch verständigt.

15.12.1994



Zusammenprall PKW mit Zug 6814 (Regionalzug mit Postbeförderung) auf der Eisenbahnkreuzung km 42,361 (beim "Bichler-Bäck"). Der Alarm ging um 17.47 Uhr ein. Bei der Ankunft ergab sich folgendes Bild für die Feuerwehr: PKW total zertrümmert und liegt am Gleis, der schwerverletzte PKW-Lenker Alois Fahrngruber wurde bereits vom Anrainer Christian Bichler aus dem Wrack gezogen und auch laufende Erste Hilfe - Leistung verabreicht, der leichtverletzte Postbedienstete Anton Huber befindet sich beim Zugschluss im km 42,340, bei den Reisenden und beim ÖBB-Personal ist niemand verletzt, ob es weitere PKW-Insassen gab ist unbekannt. Tätigkeiten der Feuerwehr: Unfallstelle absichern, Brandschutz aufbauen, Verständigungen (Rettung, Arzt, Unfallbereichsbahnhof Laubenbachmühle und Gendarmerieposten Kirchberg/P.) mittels Mobiltelefon durchführen, Mithilfe bei der Ersten Hilfe beim Schwerverletzten sowie Betreuung und Erste Hilfe - Leistung beim Postbediensteten sowie Suche nach event. weiteren verletzten PKW-Insassen. Beim Anruf in Laubenbachmühle wurde verlangt, dass ein ÖBB-Einsatzleiter vor Ort zu sein hat. Bis zum Eintreffen der Gendarmerie wurden die ausgeflossenen Betriebsstoffe gebunden. Über Auftrag des ÖBB-Einsatzleiters wurde der PKW beseitigt.
31.12.1994 Auch 1994 war mit 153 (!) Einsätzen (5 Brand- und 148 Technische Einsätze) wieder ein starkes Jahr. Dazu scheinen 532 Mann und 1011 Stunden auf.
Weiters werden 70 Übungen (620 Mann / 1495 Stunden) und insgesamt 4525 FJ-Stunden dokumentiert.
08.01.1995 Um 15.41 Uhr wurde zu einem schweren Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person auf der Landesstraße nach Loich alarmiert. Vor Ort (km 4,200 der Landesstraße L 5227) stellte sich heraus, dass niemand eingeklemmt ist und die FF Loich die Bergung alleine durchführt.

11.01.1995



Das TLF-A 2000 wurde durch den Ankauf eines neuen Wasserwerfers nachgerüstet und somit aufgewertet. Es handelt sich um ein amerikanisches Produkt und trägt die Bezeichnung APOLLO Type Akron 3422. Dieser Werfer wurde für den Kauf durch die niedrige Bauweise bevorzugt. Der Vertrieb und event. Reparaturen erfolgt durch die Firma Lohr, Hönigtal 160, 8301 Laßnitzhöhe (Steiermark). Der leistungsstarke Wasserwerfer (Wurfweite bis 100 Meter!) kostete Schilling 56.217,50
13.01.1995 Inspektion der FF Frankenfels durch das Abschnittsfeuerwehrkommando Kirchberg an der Pielach. Ergebnis: Die Wehr wird mustergültig geführt, weist einen ausgezeichneten Ausbildungsstand auf und ist einsatzfreudig; lediglich die Fahrzeughalle in Frankenfels ist zu klein. Auch der anwesende Bezirksfeuerwehrkommandant Oberbrandrat Wilfried Weissgärber gratuliert der Freiwilligen Feuerwehr Frankenfels, einschl. Feuerwache Weißenburg.
21.01.1995 Der Feuerwehrball erfreut sich großer Beliebtheit - schrieb FKDT OBI Franz Wutzl in die Feuerwehrchronik. Das "Original Kaiserwald Echo" aus der südlichen Steiermark bewirkte eine sehr gute Stimmung unter den zirka 250 Besuchern. Es wurden 416 (!) Glückslose verkauft - mit jedem Los gewann man einen schönen Warenpreis.
29.01.1995 Mitgliederversammlung mit Jahresbericht (112. Jahreshauptversammlung). Feuerwehrkommandant Oberbrandinspektor Franz Wutzl gab unter anderem bekannt, dass die Freiw. Feuerwehr Frankenfels einen Höchststand an Mitgliedern seit der Gründung im Jahre 1883 aufweist, nämlich insgesamt 94 (Aktive, Reservisten und Feuerwehrjugend)! Daraufhin beförderte der Abschnittsfeuerwehrkommandant Brandrat Wilhelm Ertl gemäß einer Dienstanweisung des NÖ Landesfeuerwehrverbandes Franz Wutzl zum Hauptbrandinspektor, Franz Rußwurm zum Oberbrandinspektor und Josef Fahrngruber zum Oberverwalter.
30.01.1995 3-stündige Lautsprecherfahrt mit dem KDOF-A in Boding, im Marktbereich (einschl. Rosenbühelrotte und Hofstadtgegend) und im Weißenbachtal über Auftrag des Herrn Vizebürgermeister Ernst Langthaler. Es wurde die Bevölkerung informiert, dass am Vortag das Frankenfelser Hornschlittenteam Europameister wurde.
01.03.1995 Die Freiwillige Feuerwehr Frankenfels tritt der Ö-Driver-Vereinigung (betr. Ö3-Verkehrsmeldungen) bei. Dadurch ist die FF Frankenfels die erste Feuerwehr Österreichs als Ö3VER!

14.03.1995


Um 14.58 Uhr ging von Florian St.Pölten (Bereichsalarmzentrale) folgende Alarmmeldung ein: Schwerer Verkehrsunfall auf der B39 im km 38,530 (zirka Höhe Nixhöhle) mit einem eingeklemmten schwerverletzten Lenker. Der Opel Astra durchschlug das Geländer und landete in der Natters. Schwierige Menschenrettung durch die Feuerwehr, der Schwerverletzte wurde aus dem Wrack befreit und über Leitern aus dem Bachbett geborgen und dem bereits eingetroffenen Team des Notarztwagens übergeben. Er wurde mit dem Hubschrauber ins Scheibbser Krankenhaus geflogen. Es folgte die übliche Feuerwehrtätigkeit.
19.03.1995 Beim Wissenstest der Feuerwehrjugend erwarben unsere FJ-Burschen 6 mal Gold, 6 mal Silber und 5 mal Bronze.
31.03.1995 Abschluss der einmonatigen Umbauarbeiten (Vergrößerung) des Schulungsraumes im 1. Stock des Feuerwehrhauses. Es wurde eine Zwischenmauer entfernt und der große Raum komplett neu eingerichtet. Er ist nun ein zeitgemäßer Schulungs- und Veranstaltungsraum für zirka 60 Personen. Kosten: Zirka Schilling 43.000,-
01.04.1995 Im Heft 4/1995 der deutschen Fachzeitschrift "Feuerwehr Magazin" wurde unser neues Kommandofahrzeug-Allrad mit Text und Bild vorgestellt.
06.04.1995 Letztmalig zahlt die AUVA eine Zeckenschutzimpfung für die aktiven Feuerwehrmänner.

17.04.1995



Alarmierung der FF Frankenfels um 12.23 Uhr (telefonischer Anruf von Gendarmerie um 12.20 Uhr und danach örtliche FUME-Alarmierung): Verkehrsunfall (2 PKW, 4 Verletzte) auf der Bundesstraße 39 im km 40,361 (zirka Höhe Bahn-Haltestelle Boding). Lage beim Eintreffen: Alle vier Verletzten bereits von der Rettung abtransportiert, Gendarmerie bereits am Einsatzort. Da bereits um 12.26 Uhr mit dem 1. Fahrzeug ausgefahren wurde, wird eine sehr verspätete Alarmierung angenommen. Die Feuerwehr übernahm die Bergung beider PKWs (VW Golf Rabbit + VW Jetta GL) und führte eine umfangreiche Straßenreinigung durch.

22.04.1995






Sirenenalarm um 13.30 Uhr: Ein Waldbrand ist in der Gutsverwaltung Isbary der Nachbarsgemeinde Schwarzenbach an der Pielach zu bekämpfen. Gleichzeitig ist an diesem trockenen Frühlingstag ein solcher auch in der Gemeinde Hofstetten ausgebrochen. Als man gerade mit der Brandbekämpfung des Jungwaldes die FF Schwarzenbach/Pielach unterstützte, kam um 14.35 Uhr die nächste Brandmeldung - diesmal in unserem Einsatzgebiet. Sofort wurde alles abgebaut und ins Grüntal (Weißenbachtal) gefahren. Dieser Großband gestaltete sich äußerst schwierig, daher wurde vom Einsatzleiter BI Franz Karner die Feuerwehren Loich, Kirchberg/Pielach, Tradigist, Rabenstein, St. Gotthard, Mank, Kirnberg, Texing und am frühen Abend auch Schwarzenbach/Pielach hinzugezogen. Mit 10 Tanklöschfahrzeugen wurde das Löschwasser zur Brandstelle transportiert, die Bekämpfung selbst mit Schweren Atemschutz vorgenommen. Durch eine große Leistung aller beteiligten Feuerwehren war um 19:30 Uhr das Inferno beendet. Einsatzdaten: 24 Feuerwehrfahrzeuge / 168 Mann (857 Stunden) im harten Einsatz / Einsatzende um 20.35 Uhr.
Mehrere Brandsicherheitswachen waren noch an 2 Folgetagen, infolge des starken Windes, erforderlich.
25.04.1995 19.59 Uhr Sirenenalarm für die FF Frankenfels einschl. FW Weißenburg und FF Schwarzenbach/Pielach (ausgelöst von der BAZ St.Pölten). Neuerliches Aufbrennen, infolge eines starken aufkommenden Windes, im Unterholz der Brandstelle Grüntal. Diesmal war der Brand leichter zu bekämpfen, da das Ausmaß wesentlich geringer war. "Brand aus" bereits um 21.09 Uhr.
28.04.1995 Gemeinderatsbeschluss: Die freigewordene Wohnung im Erdgeschoß des Feuerwehrhauses (Markt 65) wird der Feuerwehr für Verwaltungsräumlichkeiten zugesprochen.
29.04.1995 3-tägiger Besuch beim 120-jährigen Gründungsfest der FF Hollstadt (Patengemeinde von Frankenfels) in Bayern, mit einer starken Feuerwehrdelegation, die auch in Uniform an deren Festumzug am 30. April teilnahm. Bei diesem großen Festzug durch den Ort, welcher insgesamt 57 Gruppen umfasste, waren wir unmittelbar hinter den Ehrengästen an der dritten Stelle gereiht und konnten dadurch Frankenfels würdig vertreten.

02.05.1995



Auch die FF Frankenfels beteiligte sich bei der österreichweit vorgegebene Feuerwehrwoche. Bei uns stand sie im Zeichen der Feuerwehrjugend. Vom 2. bis einschl. 5. Mai wurde eine Ausstellung über die FJ-Aktivitäten in der Raika präsentiert. Den Abschluß bildete ein Stegbau über die Natters bei der Grassermühle. Die Bevölkerung feuerte die FJ unter der fachkundigen Anleitung des Jugendführers Löschmeister Harry Vogler an, sodass der begehbare Steg noch vor Einbruch der Dunkelheit fertig wurde. Als Material dienten nur Rundholz und Seile.
16.05.1995 Das gesamte Kindergartenpersonal wurde von unserer Feuerwehr in der Handhabung von Feuerlöschern unterwiesen.
02.06.1995 In der Nixhöhle wurde eine Abschnitts-Atemschutzübung unter der Leitung unseres Atemschutzwartes Löschmeister Arthur Vorderbrunner abgehalten. Bei der anspruchsvolle Ausbildung, welche das Thema "Menschenrettung" hatte, beteiligten sich 34 (!) Atemschutzgeräteträger vom Feuerwehrabschnitt Kirchberg an der Pielach.

04.06.1995


Alarmierung um 14.23 Uhr: Schwerer Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang auf der Bundesstraße 39 im km 40,352 (nächst Bahnhaltestelle Boding). Kollision Motorrad mit PKW. Tätigkeiten der Feuerwehr: Bewachung des getöteten Motorradlenkers (er wohnte in Rohrbach an der Gölsen) bis zum Eintreffen des Bestattungsunternehmens, Totalsperre der B 39, für die Staatsanwaltschaft beide Wracks im Gemeindebauhof sicherstellen und gründliche Fahrbahnreinigung (Blut, Öl, Splitter).

08.06.1995



Neuerlich ein tödlicher Motorradunfall. Um 16.10 Uhr wurde die FF Frankenfels einschl. FW Weißenburg zum Unfall auf der B 39 im km 32,300 (bei der Kreuzung B39 mit der L5226 - "Krammer-Schneider") gerufen. Die Lage bei Ankunft der Feuerwehr: Zusammenstoß Motorrad mit PKW, der alleinfahrende Motorradlenker - aus Kirchberg/Pielach - war bereits tot, zwei Verletzte - vom PKW - am Straßenrand. Die Feuerwehrkräfte machten eine kurzfristige Straßensperre und später eine Einbahnregelung, versorgten sofort die Verletzten und übergaben sie an den ASBÖ, führten die Totenbergung durch, beförderten die beiden Kfz. zum Bauhof in die Grassermühle (Sicherstellung für Staatsanwalt) und reinigten die Fahrbahn. Nach zwei Stunden war der Einsatz beendet.
10.06.1995 Einen Freudentag erlebte die Bewerbsgruppe von Frankenfels beim Bezirksbewerb St. Pölten. Sie erkämpfte am Austragungsort Ober-Grafendorf in der Klasse Silber B den 1. Platz. Die Teilnehmer Ernst Burmetler, Martin Burmetler, Johann Freudenthaler, Erich Gonaus, Heinrich Griesauer, Leopold Kalteis, Konrad Swatek, Arthur Vorderbrunner und Franz Wutzl wurden als Bezirksmeister 1995 in Frankenfels jubelnd empfangen.
17.06.1995 Die Feierlichkeit "125 Jahre FF Purgstall an der Erlauf" wurde mit einer historischen Löschvorführung mit unserem kleinen Hydrophor bereichert.
18.06.1995 Auch beim Abschnittsbewerb in Hofstetten war unsere Bewerbsgruppe erfolgreich. Und wieder in Silber B den ersten Platz. Die Abschnittsmeister 1995: Martin Burmetler, Erich Gonaus, Heinrich Griesauer, Leopold Kalteis, Franz Rußwurm, Konrad Swatek, Harry Vogler, Arthur Vorderbrunner und Franz Wutzl.
31.07.1995 Am Dach des Feuerwehrhauses wurde ein neuer Antennenmast für die Alarmierungsfrequenzen gesetzt. Die ungenügende Empfangs- und Sendeleistung von und zur Relaisstation Muckenkogel (weitere Verbindung von bzw. zur BAZ) war, infolge der bezirksweiten Funkumstellung, der Grund.
07.08.1995 Der neue Antennenmast wurde durch die Firma center, Wien, in Betrieb genommen. Schon die von der Firma durchgeführte Feldstärkemessung von 10 dB zeigte die wesentliche Verbesserung. Beim vorigen Mast hatte man - bei günstiger Witterung (!) - maximal 4 dB.
26.08.1995 Als Auftakt für das 2-tägige Feuerwehrfest in Frankenfels wurde am Nachmittag ein FJ-Fußballturnier, leider bei teils strömenden Regen, in der Grassermühle abgehalten. Ab 20.00 Uhr gab es einen Tanzabend mit dem Südtirol Express. "Die Stimmungsmacher aus den Dolomiten", bekannt aus Rundfunk und Fernsehen, erhielten große Beliebtheit.
27.08.1995 Im Rahmen des Frankenfelser Feuerwehrfestes (beim und im Feuerwehrhaus) erfreuten sich die vielen Besucher wieder beim Ladenspiel - wie im Vorjahr - mit schönen Warenpreisen. Eine Tagesfahrt mit Begleitperson ins Salzkammergut war der Hauptgewinn.
02.09.1995 Der Feuerwehrausflug führte mit 72 Teilnehmer nach Gmunden, entlang des Traunsees und in das Österreichische Kriminalmuseum in Scharnstein.

04.09.1995


Sirenenalarm um 08.02 Uhr. PKW-Brand in der Nähe des Gehöftes Ober-Massing (Rosenbühelrotte 12). Der Einsatzort befand sich aber bereits in der Ödrotte. Die Fahrzeuglenkerin, aus St. Anton an der Jeßnitz, konnte in letzter Minute von der Feuerwehr aus dem Fahrzeug befreit werden. Der Brand wurde mittels Schaumangriff vom TLF-A 2000 bekämpft. Um 10.20 Uhr war Einsatzende.

09.09.1995


Übung - Löschwasserförderung über längere Strecken - zum Gehöft Schwabeck (Tiefgrabenrotte 8). Die Übungsausarbeitung und -durchführung lag in den Händen der Feuerwache Weißenburg. Neben der Hauptwache Frankenfels waren auch die Feuerwehren Schwarzenbach/Pielach, Loich, Kirchberg/Pielach, Tradigist, Rabenstein, St. Gotthard und Texing daran beteiligt.
17.09.1995 Teilnahme mit unserer Gründerspritze (kleiner Hydrophor - Baujahr 1883) beim Festakt "125 Jahre FF Schwechat Mitte".

17.09.1995



Bei der Heimfahrt von Schwechat sahen man einen Mann liegend auf der Bundesstraße 39 im Ortsteil Kotting der Marktgemeinde Ober-Grafendorf. Sofortige Erste Hilfe - Leistung und Verkehrsregelung war für unsere Feuerwehrkameraden eine Selbstverständlichkeit. Es stellte sich sofort eine Betrunkenheit heraus. Rotes Kreuz und Gendarmerie wurde über "Florian St.Pölten" angefordert. Die Frankenfelser Feuerwehrmänner bewirkten einiges Aufsehen, da man mit historischer Bekleidung auf der Straße waren. Mit dem Eintreffen von Rettung und Gendarmerie war der kurzer Einsatz beendet.

24.09.1995



Alarm um 05.21 Uhr: PKW-Unfall auf der Bundesstraße 39 im km 36,250 (Ortsgebiet Frankenfels - Hofstadtgegend). Das verunfallte Fahrzeug durchstieß das Geländer und lag mit den Rädern nach oben in der Natters. Die Erkundung, unmittelbar nach der Ankunft, ergab, dass niemand anwesend ist. Sofortige Vermisstensuche und Verständigung der Rettung und Gendarmerie war vordringlich. Die Suche blieb negativ und der Auftrag der Exekutive lautete "Fzg. bergen und im Gemeindebauhof Grassermühle für event. Auftrag der Staatsanwaltschaft hinterstellen. Nach getaner Arbeit rückten wir wieder ein. Wie sich später herausstellte, war es ein PKW-Lenker aus Hofstetten, der unverletzt blieb.
13.10.1995 Teilnahme von Führungskräften im Zugskommando des FuB-Zuges I/17 bei der Bezirkskatastrophenübung St. Pölten und Lilienfeld bei der Waldbrandübung in Annaberg. Für beide beim KDO I/17 fixeingeteilten Frankenfelser Feuerwehrmänner war die Teilnahme Pflicht.
15.10.1995 Mithilfe beim RAIKA-Crosslauf. Als Streckenposten: 4 Mann, 4 Handfunkgeräte. Der 5. Feuerwehrmann machte Ordnerdienst beim Parkplatz im Start-/Zielgelände.
21.10.1995 Die Feuerwehr organisierte wieder die Feuerlöscherüberprüfung in Frankenfels. Bei dieser Sammelüberprüfung wurden insgesamt 182 (!) Handfeuerlöscher auf ihre Funktion überprüft.
24.10.1995 Die NÖN berichtet auf der Seite 36 mit der Schlagzeile "Lizenz zum Melden" über den Ö3VER-Beitritt.
26.10.1995 Der RAIKA-Wandertag wird durch die Übernahme einer Labestelle beim Gehöft "Weißwasser" (Gemeinde Puchenstuben) durch die Feuerwehr Frankenfels unterstützt.
14.11.1995 Die Vorarlberger Firma Marte lieferte das neue Tanklöschfahrzeug (TLF-A 1000 auf Unimog 1550 L37) für die Feuerwache Weißenburg. Der Löschwassertank fasst sogar 1200 Liter. Für eine gute Beleuchtung wurde vorgesorgt, sodass auch ein Notstromaggregat (8 kVA - Gerät, Marke Geko) mitgeführt wird. Lichtmast und Einbauseilwinde sind für Bergungen bereits unerlässlich.  Das Fahrzeug kostete samt den neuen Ausrüstungsgegenständen Schilling 3 207 547,32
Es herrschte große Freude im ganzen Weißenbachtal.

21.11.1995


Alarm um 19.12 Uhr: Schwerer Verkehrsunfall auf der Landesstraße L5226 (Weißenbachtalstraße) im km 0,313 - 2 PKW kollidiert, 1 Verletzter. Da noch keine weiteren Verständigungen erfolgten, wurde dies neben Erste Hilfe - Leistung und Absichern von der Feuerwehr via Mobiltelefon sofort erledigt. Nach dem Eintreffen des ASBÖ Frankenfels wurde der Verletzte übergeben und nach Freigabe durch die Gendarmerie Kirchberg/Piel. folgte die übliche Feuerwehrtätigkeit. Nach drei Stunden war Einsatzende.
01.12.1995 Bei der örtlichen Winterschulung wurde das Thema "Waldbrandbekämpfung aus der Luft" behandelt.
13.12.1995 Hauptlöschmeister Ignaz Tuder verstorben. Er war Gründungsmitglied der Filiale Weißenburg.
31.12.1995 Statistik 1995: 106 Einsätze (542 Mann / 1231 Stunden) und 75 Übungen (695 Mann / 2048 Stunden).
Für die Jugendarbeit weist der Feuerwehrjugendführer Löschmeister Harry Vogler in diesem Jahr 4635 (!) FJ-Stunden auf.
Nach genauen Erhebungen sind 686 Personen Unterstützende Mitglieder der FF Frankenfels.
13.01.1996 Die 6. österreichische Meisterschaft im Hornschlittenfahren wurde auf der Naturrodelbahn "Wolfsleiten" im Weißenbachtal ausgetragen. Die Feuerwehr führte den Sicherungsdienst (Beistellen des Mobiltelefons), Streckenposten, Funkverkehr und Ausschank im Streckenbereich durch. 20 F-Männer der FW Weißenburg und ein Mann der Hauptwache Frankenfels. Dauer: 10.00 Uhr bis 15.00 Uhr.
14.01.1996 Fortsetzung der 6. österr. Meisterschaft im Hornschlittenfahren. Die Tätigkeiten der Feuerwehr waren die gleichen wie am Vortag. 15 Mann der Feuerwache Weißenburg und wieder ein Mann der Hauptwache (mit dem Mobiltelefon). Diesmal von 08.00 Uhr bis 17.00 Uhr.
20.01.1996 Die FF Frankenfels veranstaltete am Güterweg "Trahütten" ein FJ-Rodelrennen des Feuerwehrabschnitts Kirchberg an der Pielach. Die FJ-Gruppe Frankenfels belegte sowohl in der Einzelwertung (Jugendfeuerwehrmann Roman Stiefsohn) als auch in der Gruppenwertung den 1. Platz. Bürgermeister Friedrich Griesauer nahm die Siegerehrung vor.
28.01.1996 Mitglieder- und Wahlversammlung (113. Jahreshauptversammlung) im Gasthof Weidinger. FKDT Hauptbrandinspektor Franz Wutzl gab - wie schon mehrmals angekündigt - bekannt, dass er aus gesundheitlichen Gründen keine weitere Periode als Führungskraft sein kann. Zum neuen Kommandanten wurde Franz Rußwurm und zum FKDTSTV Arthur Vorderbrunner gewählt. Für die neue Funktionsperiode wurden weiterhin Josef Fahrngruber sen. zum Leiter des Verwaltungsdienstes und Franz Karner zum Feuerwachekommandanten der FW Weißenburg bestellt.
Am Schluss gab der scheidende FKDT Franz Wutzl unter anderem bekannt, dass er auch die Chronikführung beendet.
Ab 2011 wird sie von Ehrenoberverwalter Erich Gonaus mit Lückenschluss weitergeführt.

08.03.1996





Um 13.55 Uhr wurde zu einem Technischen Einsatz in die Ödrotte 10 gerufen. Ein Traktor mit Anhänger ist im Wirtschaftsgebäude durch die Decke durchgebrochen. Dabei ist auch ein Holzspaltgerät hinuntergestürzt, wobei sogar der Dachstuhl eine Beschädigung erlitt. Für diese äußerst schwierige Bergung wurde die FW Weißenburg nachalarmiert und die Firma Zimmerei Wutzl hinzugezogen. Zum Glück gab es keine Verletzten. Die Dachöffnung und anschließende Bergung erfolgte durch die Firma Wutzl (LKW-Kran). 5 F-Fahrzeuge / insgesamt 19 Mann. Der Einsatz dauerte bis 21.25 Uhr. Der ORF berichtete abends in der Sendung "NÖ Heute" und im Heft 11/96 der Fachzeitschrift "Brand aus" wurde dieser schwierige Einsatz umfangreich dokumentiert.

19.04.1996







Sirenenalarm um 13.16 Uhr in Frankenfels und Weißenburg. Zirka ein Hektar Jungforst und Holzschlag steht in der Übergangrotte 8 (im Sautal beim "Goisauf") im Vollbrand. Die FF Frankenfels einschl. FW Weißenburg rückt mit allen 6 Fahrzeugen und insgesamt 28 Mann aus. Das Einsatzgebiet (steile Berglehne, Südhang auf zirka 820 Meter Seehöhe, Zufahrt nur durch einen unbefestigten Forstweg) brachte große Herausforderungen für die Einsatzkräfte. Durch die akute Ausbreitungsgefahr wurden sofort die Feuerwehren Schwarzenbach/Pielach, Puchenstuben, Loich, Kirchberg/Pielach und St.Anton/Jeßnitz nachalarmiert. Die starke Rauchentwicklung erfordert, dass die umfassende Brandbekämpfung nur mit Schweren Atemschutzgerät vorgenommen werden kann. Auch ein TLF-Pendelverkehr vom Bahnhof Laubenbachmühle wurde eingerichtet. Schlussendlich wurde der Brand erfolgreich bekämpft und um 18.30 Uhr war das Einsatzende für die erschöpften Feuerwehrmänner.
Ausbilder Brandmeister Franz Wutzl erstellte einen Bericht für die Fachzeitschrift "Brand aus". Es wurde im November-Heft '96 eine dreiseitige Einsatzdokumentation mit umfangreichen Text und vier Fotos veröffentlicht.

22.04.1996


Es wurde um 17.20 Uhr mittels Sirene die FF Frankenfels einschl. FW Weißenburg zu einem Waldbrand in die Nachbarsgemeinde Kirchberg/Pielach, in der Kirchberggegend, gerufen. "Zufuhr von Löschwasser und Brandbekämpfung mit einem AS-Trupp" war unsere Aufgabe. Beim Ablöschen des Jung- bzw. Hochwaldes wurde eine verkohlte Leiche gefunden. Die FF Frankenfels führte auch die Totenbergung durch.

25.05.1996


Einsatz für die Feuerwache Weißenburg. Zwei Motorräder sind auf der Landesstraße L5226 (Weißenbachtalstraße) im km 3,400 zusammengestoßen. Die Verletzten wurden bereits vom ASBÖ Frankenfels abtransportiert. Die FW musste "Verkehrsweg freimachen und ausgeflossene Betriebsmittel binden".
08.06.1996 Um 03.15 Uhr wurde die FW Weißenburg zu einem Verkehrsunfall auf der L5226, km 0,400, gerufen. Ein PKW hat zirka 40 Meter Straßengeländer total beschädigt und steht im Weißenbach. Niemand anwesend - daher sofortige Personensuche. PKW-Bergung, Öl binden und Absichern des Geländers war die Folge.

09.06.1996


Motorradunfall auf der B39 im km 32,500. 1 Verletzter und das Motorrad liegen auf der Fahrbahn. Rettung bereits vor Ort. Die FF Frankenfels, einschl. FW Weißenburg, übernahm das Absichern, den Verkehr regeln, das ausgeflossenes Öl binden und einen Hubschrauberlandeplatz einrichten.

28.06.1996



Die FF Frankenfels hatte neben einigen anderen Feuerwehren des Bezirks St.Pölten die Aufgabe und Ehre eine ausländische Gastfeuerwehr anlässlich der Landesfeuerwehrleistungsbewerbe in St.Pölten bis 30.06.1996 zu betreuen. Die Freiwillige Feuerwehr Voloder aus Kroatien fühlte sich sichtlich sehr wohl in Frankenfels. Sie wurde beim Bewerb (Samstagvormittag) mittels einer Dolmetscherin umfangreich informiert und während der Zeit bis zur Siegerehrung am Sonntag wurden einige Gemeindeeinrichtungen - von unserem Feuerwehrwesen bis zum Bergbauernmuseum Hausstein - präsentiert.

04.07.1996


Die FF Frankenfels wurde um 20.17 Uhr mittels Sirene zu einem Brand in der Firma TURKNA in die Nachbarsgemeinde Kirchberg/Pielach gerufen. Die Brandbekämpfung erledigte die FF Kirchberg an der Pielach. Somit war der Einsatz für die mitalarmierten Feuerwehren Loich und Frankenfels bereits nach 30 Minuten beendet.
07.07.1996 Bei den NÖ Landesfeuerwehrjugendleistungsbewerben in Leopoldsdorf (4. - 7. Juli) erreichte die FJ-Gruppe Frankenfels den 11. Platz in Bronze und den 6. Platz im Silberbewerb. Bei der Siegerehrung am Sonntag brach große Freude aus.
12.07.1996 Ausbilder Brandmeister Franz Wutzl durch einen tragischen Unfall im Zuge einer privaten Hilfeleistung im 48. Lebensjahr verstorben. Er war von 1981 bis 1989 Feuerwehrkommandantstellvertreter und anschließend bis 28. Jänner 1996 Kommandant der FF Frankenfels. Es herrscht Betroffenheit und große Trauer bei jedem Feuerwehrkameraden.
05.08.1996 Im Zuge der Renovierungsarbeiten in der Pfarrkirche Frankenfels half die Feuerwehr mit zwei Schiebleitern die 2 großen Engeln, welche ganz oben situiert sind, auf dem Hochaltar zu montieren (Verschraubung).
24.08.1996 2 PKW auf der Bundesstraße 39 im km 36,600 kollidiert. Ein Lenker aus St. Veit an der Gölsen begann Fahrerflucht und verursachte im km 35,800 einen weiteren Unfall. Zum Glück gab es keine Verletzten. Es folgten die übliche Feuerwehrtätigkeiten.
25.08.1996 Alarmierung um 00.55 Uhr: Unfall "Moped mit PKW" im km 36,620 der B39. Der verletzte Mopedlenker wurde bis zum Eintreffen der Rettung von der FF erstversorgt. Gleichzeitig erfolgte das Absichern und Ausleuchten der Unfallstelle sowie die Verkehrsregelung.
25.08.1996 Erstmalig ist beim Wasserdienstleistungsabzeichen die FF Frankenfels durch Brandmeister Harry Vogler vertreten. Er ist in beiden Stufen, Bronze und Silber, erfolgreich.
06.09.1996 Oberbrandinspektor Arthur Vorderbrunner wird Abschnittssachbearbeiter Ausbildung im Feuerwehrabschnitt Kirchberg an der Pielach. Er tritt somit die Nachfolge unseres verstorbenen Franz Wutzl an.
15.09.1996 Für das Fest "85 Jahre E-Betrieb auf der Mariazellerbahn" wurde in Laubenbachmühle der Ordnerdienst am Parkplatz und eine besondere Regelung für die Ehrengäste, welche mit PKW an- und abreisten, übernommen.
22.09.1996 Kleinbrand in einem Einfamilienhaus im Markt 86. Der Entstehungsbrand im Heizraum wurde rasch gelöscht.
28.09.1996

Es begann eine für die FF Frankenfels noch nie dagewesene zweitägige Einsatzserie:

Der Brand eines Traktoranhängers, beladen mit Asche, beim Fernheizwerk (Markt 116) konnte binnen kürzester Zeit gelöscht werden. Es wurde um 13.22 Uhr alarmiert. Einsatzende war um 13.58 Uhr.

28.09.1996 Technischer Einsatz im Markt: Auspumpen einer Senkgrube mit der UWP 12. Dauer: 14.00 Uhr bis 15.06 Uhr.

28.09.1996






2. Brandalarm an diesem Tag - Sirenenauslösung um 16.15 Uhr in Frankenfels und um 16.20 Uhr bei der FW Weißenburg: Wirtschaftsgebäude des Gehöftes Ober-Redenbach (Karl Niederer) vulgo "Rednboch-Niederer", Falkensteinrotte 2, steht in Brand. Die Erkundung bei der Ankunft ergab: Die Tiere wurden von den Nachbarn in Sicherheit gebracht, das nahegelegene Wohnhaus ist gefährdet, niemand zu Hause außer ein bellender Hund, Wassermangel und kein Aufstellungsplatz für Feuerwehrfahrzeuge. Die nachalarmierten Feuerwehren Schwarzenbach/Pielach, Loich, Kirchberg/Pielach, Tradigist, Rabenstein, Hofstetten, St.Anton/Jeßnitz, Puchenstuben und St.Pölten-Stadt gaben ihr Bestes. Dadurch konnten landwirtschaftliche Geräte herausgebracht werden und das Wohnhaus blieb fast unbeschadet erhalten. Objekt auf 700 Meter Seehöhe, TLF-Pendelverkehr - auch mit dem GTLF 9000-1000 der FF St.Pölten-Stadt und der Aufstellungsplatz am schmalen Zufahrtsweg waren eine große Herausforderung. Einsatzdaten: 10 Feuerwehren / 229 Mann / 29 Feuerwehrfahrzeuge / Einsatzende um 04.06 Uhr am Folgetag - anschließend Brandwache bis 10.38 Uhr.
29.09.1996 Nachlöscharbeit beim gestrigen Brand Falkensteinrotte 2. Kleinbrand in Holzdecke des Stallgebäudes. Alarm um 16.16 Uhr. Dieser Einsatz dauerte zwei Stunden.
29.09.1996 Neuerlicher Alarm um 19.55 Uhr. Durch aufkommenden Wind ist im Hof des Brandobjekts Ober-Redenbach wieder Feuer ausgebrochen. Dieser Einsatz endete um 00.58 Uhr des Folgegages.
14.10.1996 Nach einem Fahrradunfall wird die FF zum Ausleuchten des Hubschrauberlandeplatzes in der Rosenbühelrotte angefordert. Während der Anfahrt wurde der Feuerwehreinsatz widerrufen, da der Verunfallte verstorben ist.
21.10.1996 Hochwasserwarnung für die Nacht 21./22.10.1996 beim Objekt Nattershof, Hofstadtgegend 13, da niemand telefonisch erreichbar war. Der Auftrag kam von der Bezirksalarmzentrale St.Pölten. Man fuhr mit dem KDOF-A zum Gehöft und die Warnung wurde sofort mündlich vor Ort übermittelt.
22.10.1996 Um 04.40 Uhr Hochwasseralarm für Frankenfels. Sperre der B39 und LH102, Keller auspumpen, Retten eines Viehbestandes aus Stall. Die FF Frankenfels, einschl. FW Weißenburg, bewältigte insgesamt sieben Einsätze in Laubenbachmühle, Boding, Markt und Hofstadtgegend. Daten: insges. 22 Mann - Einsatzende um 09.30 Uhr.

15.12.1996

Unser Feuerwehrgönner Herr Karl Moser, aus Wien, fertigt erstmalig einen Wandkalender für 1997 an. Es werden Feuerwehrfahrzeuge vom Abschnitt Kirchberg an der Pielach repräsentiert. Jährliche Kalender sind die Folge und erfreut die Feuerwehrmänner.
31.12.1996 Statistik 1996: 158 Einsätze (760 Mann / 2230 Std.), 84 Übungen (995 Mann / 2242 Std.) und 4540 FJ-Std.
31.01.1997 Einsatz für die FW Weißenburg: Rauchfangfeuer beim Wohnhaus "Ober-Halt" (Friedrich Karner), Tiefgrabenrotte 6.

13.03.1997


Sirenenalarm genau um Punkt 10.00 Uhr: Flächenbrand in der Nachbarsgemeinde Schwarzenbach an der Pielach, in der Nähe der Jausenstation "Reith-Gonaus". Das Bodenfeuer (Unterholz im Ausmaß von zirka 100 x 100 Meter) wurde mit HD-Rohre und Feuerpatschen bekämpft. Um 12.10 Uhr war das Einsatzende.
18.03.1997 Kompletter Umstieg (beide Züge - 35 Stück für Frankenfels und 30 für FW Weißenburg) vom Spinnen- auf den modernen Dräger-Gallet-Helm. Der Spinnenhelm wird ab sofort nicht im Einsatz sondern nur mehr bei der Paradeuniform getragen.

20.03.1997


Schwerer Verkehrsunfall auf der B 39, im km 32,850. Ein PKW in die Pielach gestürzt und auf dem Dach zu liegen gekommen, zwei verletzte Personen. Bereits vor dem Eintreffen des ersten Feuerwehrfahrzeuges wurden die Verletzten von der Rettung abtransportiert. Es folgte die übliche Feuerwehrtätigkeit. Der Einsatz dauerte von 16.09 Uhr bis 18.00 Uhr.
27.03.1997 Die Pielachtalbundesstraße B 39 ist ab nun eine "Bundesstraße mit Vorrang".

27.03.1997






Felssturz beim Gehöft "Steindl" (Gnadenberger), Pielachleitengegend 4. Dabei ist ein großer Felsen auf der Zufahrtsstraße bis zur Kreuzung mit der Landeshauptstraße LH102 gerollt. Um 10.00 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert und eine Begehung mit Behördenvertretern, zwecks Festlegung der weiteren Sicherungsmaßnahmen, durchgeführt. Um 13.00 Uhr war die Rückkehr mit dem KDOF-A. Bereits um 13.45 Uhr kam der Auftrag von der Bezirkshauptmannschaft St.Pölten (übermittelt durch die Gendarmerie), dass die Feuerwehr die Straße LH102 bis zirka 18.00 Uhr absperren muss, da in dieser Zeit die Firma KAIM die ersten Sicherungsmaßnahmen tätigt.
Am Folgetag kam der gleiche Auftrag und es wurde wieder die Landeshauptstraße gesperrt. Während dieser Sperre (07.26 Uhr bis 11.00 Uhr) errichtete das Österr. Bundesheer gegen einen eventuellen weiteren Felssturz umfangreiche Panzersperren.

21.04.1997

Beginn mit der Errichtung eines feuerwehreigenen Parkplatzes entlang der Bundesstraße 39 beim Feuerwehrhaus in Frankenfels (Markt 65). Bauausführung durch die Straßenmeisterei Kirchberg/Pielach; das Material wurde von der Marktgemeinde zur Verfügung gestellt!

25.04.1997


In der Markenschlagrotte droht ein Baum auf das Gleis der Mariazellerbahn zu stürzen. In einem 3-stündigen Feuerwehreinsatz wurde der Baum mit dem Greifzug und zwei Ketten gesichert. Schlussendlich wurde er von der Bahn-EVN umgeschnitten.
27.04.1997 Es wurde eine Baubewilligung für einen umfangreichen Zu- bzw. Umbau beim Feuerwehrhaus in Frankenfels mit der Auflage "Baubeginn nach Floriani" erteilt.
03.05.1997 Da Herr Karl Moser, 1170 Wien, Hernalser Gürtel 25/12, auch für andere Feuerwehren des Abschnitts tätig ist, wird ihm beim Abschnittsfeuerwehrtag die Florianiplakette des NÖ Landesfeuerwehrverbandes seitens des Feuerwehrabschnitts Kirchberg an der Pielach verliehen.
17.05.1997 Die Frankenfelser Feuerwehrmänner haben mit dem Bau der großen Fahrzeughalle begonnen.

07.06.1997



Da ein lockerer Stein in der Falkensteinmauer entdeckt wurde, erfolgte von Herrn Bürgermeister Friedrich Griesauer eine Feuerwehralarmierung, dass der darunterliegende Wanderweg abzusperren und der Besitzer des Gehöftes Hofstadt zu verständigen ist. Nach 1 1/2 Stunden war dies erledigt.
Am 10.06.1997 wurde nachmittags die Feuerwehr bei einer Begehung mit einem Geologen des Landes NÖ beigezogen.
12.06.1997 Der Feuerwehrparkplatz wurde fertiggestellt. Er beinhalt 6 PKW-Stellflächen und ist mit "Halteverbot - Ausgenommen Feuerwehrmänner im Dienst" beschildert. Es wurden Berechtigungskärtchen zum Hinterlegen bei der Windschutzscheibe ausgegeben. Die Platznot bei Einsätzen, Übungen und Besprechungen hat sich dadurch wesentlich verbessert.
21.06.1997 Um Großeinsätze vom Feuerwehrhaus aus koordinieren zu können, wurde eine ortsfeste Funkstelle (auch Funkfixstation genannt) mit dem Funkrufzeichen "Feuerwehr Frankenfels" installiert. Die Ausführung "Bedienpult mit Tonbandaufzeichnung" stellte eine Besonderheit dar.
28.06.1997 Die FJ Frankenfels darf vom NÖ LFV bei den OÖ Feuerwehrjugend-Leistungsbewerben in Grieskirchen antreten. Sie war sehr erfolgreich. Dies war der erste Auftritt außerhalb Niederösterreichs.

04.07.1997


Unwetter mit Hagelschlag in der Boding verursachte zwei Feuerwehreinsätze:

04.07.: 18.35 Uhr bis 21.00 Uhr - Keller auspumpen und reinigen.

05.07.: 09.00 Uhr bis 11.30 Uhr - Reinigung des Vorplatzes beim Gasthof Lichtensteg (Niederer).

06.07.1997


Und wieder Starkregen: Auspumpen und Reinigen eines Kellers in der Rosenbühelrotte 5 von 08.15 Uhr bis 09.30 Uhr sowie am Nachmittag einen einstündigen Feuerwehreinsatz in der Rosenbühelrotte 61 - bei einem Erdrutsch wurde das Oberflächenwasser umgeleitet.
06.07.1997 Teilnahme am NÖ Landeslager der Feuerwehrjugend in St. Leonhard am Forst (3. bis 6. Juli). Bei der Siegerehrung am Sonntag gab es eine überwältigende Freude als man erfuhr, dass die FJ-Gruppe Frankenfels beim Silberbewerb mit 1033 Punkte den 4. Platz erreichte. Das sensationelle Landesergebnis wurde natürlich auch in Frankenfels weitergefeiert.

07.07.1997


73 (!) Hochwassereinsätze im Gemeindegebiet Frankenfels forderten die FF Frankenfels, einschl. FW Weißenburg von 13.30 Uhr bis 13.00 Uhr des Folgetages. Unvorstellbar! Viele Feuerwehrmänner waren bis zu 24 Stunden im Dauereinsatz. Die Funkfixstation hat sich bestens bewährt.

08.07.1997



Ab 13.00 Uhr: Aushilfe bei neun Hochwassereinsätzen in der Nachbarsgemeinde Kirchberg an der Pielach (alle im Marktbereich), da die örtliche Feuerwehr überfordert war. Knapp vor 16.00 Uhr ereignete sich ein großer Murenabgang beim Gehöft "Hof" (Hofegger-Bachmann), Falkensteinrotte 9. Die Frankenfelser Feuerwehr fuhr sofort nach beendeter Arbeit zu diesem Objekt, am Mühlboden. Einsatzende war um 22.00 Uhr.
09.07.1997 Ab 09.00 Uhr folgten noch weitere 7 Hochwassereinsätze (Laubenbachgegend, Falkensteinrotte, Hofstadtgegend und Weißenburggegend).
10.07.1997 Ab 15.30 Uhr gab es noch zwei Hochwassereinsätze (Markt und Laubenbachgegend).
18.07.1997 Ein Folgeeinsatz nach der Hochwasserkatastrophe beim Heizwerk der FWG Frankenfels.
19.07.1997 Wieder Hochwasseralarm! Von 07.30 Uhr bis 19.00 Uhr waren 8 Einsätze erforderlich.

31.07.1997


Abschlussarbeiten von den vielen Hochwassereinsätzen beschäftigten einige Feuerwehrmänner den ganzen Nachmittag. "Einholen, reinigen (waschen), trocknen und versorgen der in Verwendung befundenen Sandsäcke" war die Hauptarbeit.

21.08.1997


Sirenenalarm um 14.17 Uhr: Waldbrand in der Nähe des Gehöftes "Unter-Massing (Doppler)", Rosenbühelrotte 11. Der Bodenbrand (Jungwald) im Ausmaß von zirka 20 x 20 Meter konnte sehr rasch gelöscht werden. Um 15.32 Uhr war bereits die Rückkehr.

23.08.1997


Schwerer Verkehrsunfall mit einer verletzten Person auf der B39 , im km 30,400. Zwei PKW sind zusammengeprallt. Der Verletzte wurde von der Feuerwehr erstversorgt, dann folgte die übliche Feuerwehrtätigkeit. Einsatzdauer: 21.25 Uhr bis 23.00 Uhr.
24.08.1997 Beim 41. NÖ Landeswasserwehrleistungsabzeichen in Angern an der March (22. - 24. August) erwirbt Brandmeister Harry Vogler das Wasserdienstleistungsabzeichen Gold.
Der jüngste Teilnehmer, PFM Roman Stiefsohn der FF Frankenfels, bekam für seine Leistung beim Bronze-Bewerb einen Sonderpreis: Ein schwarzbeschriftetes Holz-Ruder in Originalgröße, wobei der Schriftzug mit dem NÖ-Wappen, dem Gemeindewappen der Marktgemeinde Angern an der March und dem Feuerwehrkorpsabzeichen ergänzt ist.
06.09.1997 2-tägiger Feuerwehrausflug mit Autobus der Firma Büchl, Schwarzenbach/P., nach Hallein (Besichtigung der Feuerwehr und des Salzbergwerks); am nächsten Tag zum Königssee und Heimfahrt.

18.09.1997


Forstunfall in der Grasserrotte. Um 11.20 Uhr heulte die Sirene in Frankenfels. Eine Person wurde von einem Holzstamm überrollt. "Menschenrettung und Übergabe an den Notarzt des Rettungshubschraubers" war die Feuerwehrtätigkeit.
21.09.1997 Bei der Eröffnung der Grassermühle übernahm die FF den Ordnerdienst.
11.10.1997 Die Feuerwehr organisierte für die Frankenfelser Bevölkerung eine Feuerlöscherüberprüfung. Die Firma Köberl, aus St.Pölten, überprüfte bzw. reparierte 179 (!) Handfeuerlöscher.

01.12.1997


Mit dem Dachdecken war der Rohbau der neuen Fahrzeughalle SÜD im wesentlichen abgeschlossen. Kleinere Abschlussarbeiten (Zusammenräumen) gab es noch am 2. und 3. Dezember 1997. Seit Beginn - 17. Mai 1997 - wurden für den Garagenbau 1393 unentgeltliche Arbeitsstunden von den Feuerwehrkameraden geleistet.

31.12.1997


Jahresstatistik 1997: 198 Gesamteinsätze (628 Mann / 2494 Std.). Bei insgesamt 106 Hochwassereinsätzen verschiedenster Art sind 139 Mann und 1422 Std. ausgewiesen. Auch 105 Übungen (978 Mann / 2595 Std.) und insgesamt 4048 FJ-Std. scheinen auf.
18.01.1998 22.20 Uhr: Durch aufkommenden Wind stand ein Abbrandhaufen auf Bahngrund im km 39,940 (Nähe "Gilluskapelle") in Brand, welcher sehr rasch mit dem TLF abgelöscht wurde.
09.02.1998 Es wurde mit den Innenarbeiten der neuen Fahrzeughalle begonnen.
18.02.1998 Ausrückung zum Brand "Vornreit", Weißenbach 5, in die Nachbarsgemeinde Texingtal. Für FF Frankenfels und FW Weißenburg wurde der Einsatz bereits bei der Anfahrt widerrufen.

17.03.1998


17.00 Uhr: Steigendes Hochwasser drohte das Gasthaus Weidinger zu überfluten. Rasch wurden Sandsäcke befüllt und ein Damm errichtet. Anschließend wurde Bereitschaft im Gerätehaus gehalten. Nach zirka 2 Stunden fiel der Pegelstand und um 21.06 Uhr war der Einsatz zu Ende. Es gab zum Glück keine Überschwemmung - es war sehr, sehr knapp.

19.04.1998



Alarmierung um 21.30 Uhr mittels Funkmeldeempfänger: Große Suchaktion bei der Falkensteinmauer und am darunterliegenden Wanderweg. Ein Bewohner aus der Lehengegend hatte ein Licht bei am Fuße der mittleren Falkensteinmauer gesehen und anschließend einen Schrei gehört. Es wurden Gendarmerie Kirchberg/Pielach, ASBÖ Frankenfels, Bergrettung Kirchberg/Pielach, Arzt Dr. Rainer Krepp aus Kirchberg/Piel. und 4 ortskundige Bergsteiger aus Frankenfels hinzugezogen. Die Suche blieb negativ und der Einsatz somit um 23.40 Uhr beendet.
03.05.1998 Segnung einer neuen Tragkraftspritze (TS 12, Rosenbauer Fox II, BMW-Motor mit 41 kW / 56 PS), Patin: Johanna Griesauer.
21.05.1998 Sirenenalarm um 05.02 Uhr: Brand in der Firma TURKNA in der Nachbarsgemeinde Kirchberg an der Pielach. Der Einsatz wurde bei der Anfahrt storniert, da die örtliche FF den Kleinbrand bereits gelöscht hatte.

06.06.1998



Um 19.54 Uhr heulte die Sirene in Frankenfels und eine Minute später bei der FW Weißenburg: Beim Großbrand des Gehöftes "Ober Warth" (Alois Kaiser) in Rabenstein/Pielach, Warth 3, wurde die FF Rabenstein umfangreich unterstützt (Zufuhr von Löschwasser, Transport des AS-Kompressors von Kirchberg/Pielach zum Brandobjekt, Mithilfe bei den Löscharbeiten unter schweren Atemschutz, Mithilfe bei der Löschwasserförderung über längere Strecke und Regelung des TLF-Pendelverkehrs). Eine Halle und der Hühnerstall sind abgebrannt. Um 23.15 Uhr war für die FF Frankenfels das Einsatzende.
21.06.1998 In der Grassermühle wurden die Abschnitts-Leistungsbewerbe abgehalten.
09.07.1998 Hochwasseralarm mit Sirene um 07.25 Uhr: In der Laubenbachgegend, Pernarotte, Markenschlagrotte, Übergangrotte, Rosenbühelrotte, Hofstadtgegend, Pielachleitengegend, Weißenburggegend, Tiefgrabenrotte und im Markt galt es insgesamt 13 Einsätze abzuarbeiten. Auch den letzten Einsatz "Ausräumen von Elektrogeräten beim Haus Bieder, Weißenburggegend 14" konnten die Feuerwehrmänner erfolgreich verzeichnen. Genau um Mitternacht war Einsatzende.
18.07.1998 Die Mitglieder der FJ Frankenfels erwerben das begehrte Steirische Feuerwehrjugendleistungsabzeichen.

27.07.1998


18.20 Uhr: Hochwasseralarm im hinteren Weißenbachtal. In der Wiesrotte wurde bei 3 Objekten geholfen und sogar im Gemeindegebiet Texingtal (Weißenbach 3) erfolgte eine umfangreiche Hilfeleistung. Beim letzten Haus (Wiesrotte 4) war die Rückkehr erst um 24.00 Uhr.
18.08.1998 Ein LKW-Anhänger lag seitlich im Lagerraum des Fernwärmegebäudes (Markt 116). Bergung mittels Seilwinde des RF (Unimog).
04.10.1998 PKW-Unfall im Kreuzungsbereich B 39 / LH 102. Das Fahrzeug hing im Brückengeländer und brannte. Keine Verletzten. Die übliche Feuerwehrtätigkeit dauerte von 03.23 Uhr bis 04.30 Uhr.

22.10.1998




Das TLF-A 1000 der FW Weißenburg wurde mit einem Front/Heckkraftheber nachgerüstet. Diese spezielle Anfertigung ermöglicht ein verunfalltes Fahrzeug sehr rasch von der Fahrbahn zu entfernen. Es hat eine maximale Hubkraft von 1500 kg und eine maximale Tragfähigkeit von 1800 kg. Das Bergegerät mit der Typenbezeichnung "FMG-F/H Kraftheber" wurde um Schilling 117.765,60 von der Firma FMG (Fahrzeugbau - Maschinenbau GmbH) aus Gußwerk, Bahnhofstraße 6, angekauft, besteht aus einem motorhydraulischen Heber und Rotzler-Winde und ist vom Führerhaus bedienbar. Diese technische Einrichtung bei einem Feuerwehrfahrzeug ist einzigartig in Österreich.

24.10.1998


03.14 Uhr FUME-Alarm und um 03.16 Uhr Sirenenalarm: Schwerer Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 39 im km 38,300 mit drei Fahrzeugen, 1 Leicht- und 2 Schwerverletzte und zwei abgängigen Personen. 2 Menschen gerettet, erstversorgt und der Rettung übergeben. Suchaktion mit 30 Mann über Auftrag der Gendarmerie erfolglos abgebrochen. Dann erfolgten die Aufräumungsarbeiten. Um 11.30 Uhr wurde der Einsatz beendet.

16.11.1998


Oberbrandinspektor Arthur Vorderbrunner sah bei einer Privatfahrt im Gemeindegebiet Ybbs an der Donau einen Brand in der Firma Schweighofer Holzindustrie. Er fuhr sofort zum Feuerwehrhaus der FF Ybbs/Donau und rückte mit dem Löschfahrzeug aus. Seine Feuerwehrtätigkeit (Mithilfe bei Brandbekämpfung mit C-Rohr von einem 7 Meter hohen Hubstapler aus) dauerte von 16.15 Uhr bis 18.00 Uhr.
18.11.1998 Um eine Förderung für ein neues Tanklöschfahrzeug mit einem höheren Löschwasservolumen zu bekommen, wurde ein Ansuchen an die Gemeinde um Erweiterung der Mindestausrüstung für Frankenfels gestellt. Die Wunschvorstellung war ein TLF-A 4000.

26.11.1998



Ein LKW ist bei der Zufahrt zum Freibad Frankenfels in einen Schacht (in unmittelbarer Nähe der Weiche 1 des Bahnhofes Frankenfels) gerutscht und blockiert somit den Zugverkehr auf der nahegelegenen Mariazellerbahn. Der herbeigeholte ÖBB-Einsatzleiter Franz Pichler leitete den Feuerwehreinsatz. Der hängengebliebene LKW wurde mit der Seilwinde des Rüstfahrzeuges zurückgezogen und der Schacht behelfsmäßig abgedeckt. Das Hauptgleis war fast eine Stunde lang gesperrt.
09.12.1998 In einem Keller in der Tiefgrabenrotte wurde eine unbekannte Substanz (vermutliche Munition aus dem 2. Weltkrieg) gefunden und die Feuerwehr alarmiert. Man rückte mit dem KDOFA aus, besichtigte und überstellte das Medium zum Gendarmerieposten Kirchberg/Pielach.
12.12.1998 In der Falkensteinrotte rutsche ein Viehtransport von der Straße ab. Die Feuerwehr übernahm die Entladung von 3 Rindern + 1 Kalb und die LKW-Bergung.
18.12.1998 17.14 Uhr Alarmierung zu einem Verkehrsunfall auf der B39, km 35,100. Ein PKW liegt im Bach und 2 Verletzte befinden sich auf dem Autodach. Beide Personen wurden von der Feuerwehr gerettet und dem ASBÖ Frankenfels übergeben. Mit der restlichen Tätigkeit dauerte der Einsatz bis 20.00 Uhr.
19.12.1998 Mit der Montage der Stromabroller wurde der Neubau der Fahrzeughalle SÜD endgültig abgeschlossen. Für dieses Objekt wurden insgesamt 494 Arbeitskräfte mit 2748,5 Stunden aufgewendet.
24.12.1998 Um 17.03 Uhr wurde die FW Weißenburg zu einem Verkehrsunfall mit 2 PKW auf der Landesstraße 5226, km 1,800 gerufen. Die Aufräumungsarbeiten beanspruchten nur kurze Zeit.
31.12.1998 Statistik 1998: 103 Einsätze (657 Mann / 1144 Std.), 134 Übungen (1154 Mann / 2527,5 Std.) und insgesamt 2436 FJ-Std.
06.02.1999 Organisatorische Mithilfe der FW Weißenburg beim Hornschlittenrennen (12.00 - 16.30 / 11 Mann).
07.02.1999 Wieder Mithilfe beim Hornschlittenrennen (13 Mann der FW Weißenburg / 09.00 - 17.00).

12.02.1999







Große anhaltende Neuschneemengen verursachten mehrere zeitaufwendige Feuerwehreinsätze - auch in den Folgetagen:

12.02.: Fzg.-Bergung in der Karrotte (PKW steckte in einer 2 Meter hohen Schneewechte) und
            Dach eines Bungalows in der Wiesrotte freigeschaufelt.

13.02.: Menschenrettung (3 Personen in einem steckengebliebenen und sehr rasch eingewähten
            PKW)
            in der Karrotte,
            auch in der Taschlgrabenrotte steckte ein PKW in einer großen Schneewechte und
            Traktorbergung in der Tiefgrabenrotte.

16.02.: Dach eines Wirtschaftsgebäudes in der Lehengegend freigeschaufelt.

17.02.: In der Falkensteinrotte wurde eine erkrankte Person mit dem TLF vom Wohnhaus geholt
            und auf der Bundesstraße der Rettung übergeben.

08.03.1999


Schwerer Unfall bei Waldarbeiten in der Nähe des Nixhöhlen-Einganges. Ein Forstarbeiter liegt schwer verletzt unter einem Baumstamm. Die FF Frankenfels wurde um 10.41 Uhr alarmiert. "Menschenrettung und Transport zum bereits gelandeten Rettungshubschrauber" war die Feuerwehrtätigkeit. Einsatzende um 12.28 Uhr.

02.04.1999


Unterstützung der FF Loich bei einer Menschensuche in der Ödgegend (Nachbarsgemeinde Loich). 27 Mann waren von der FF Frankenfels einschl. FW Weißenburg von 07.30 Uhr bis 19.30 Uhr - ohne Erfolg - im Einsatz.

03.04.1999


Fortsetzung der Menschensuche in der Loich. Als die Bergrettung Kirchberg/Pielach die gesuchte Frau lebend fand war die Freude bei allen Beteiligten sehr groß. Einsatzdaten am 3. April: 19 Mann (FF Frankenfels und FW Weißenburg) / 07.40 Uhr - 13.30 Uhr.

10.04.1999


Motorradunfall mit einer verletzten Person auf der B 39, km 31,340. Bei der Ankunft des 1. Feuerwehrfahrzeuges wurde festgestellt, dass bereits die Rettung vor Ort ist. Tätigkeiten der Feuerwehr: Absichern, Verkehr regeln, Gendarmerie und Straßenmeisterei verständigen, nach Freigabe durch die Exekutive - Motorrad bergen und Fahrbahnreinigung.

26.04.1999


Zur Errichtung eines Steinwurfes musste die Feuerwehr die Landeshauptstraße 102 von km 0,400 bis 0,500 zeitweise sperren. Auftraggeber war die Abteilung B6 der NÖ Landesregierung. Der Einsatz dauerte von 08.00 Uhr bis 18.00 Uhr.
27.04.1999 Fortsetzung der Straßensperrung (zeitweise) vom Vortag. Einsatzdauer: 06.30 Uhr bis 14.30 Uhr.
28.04.1999 Eine Kommission der NÖ Landesregierung war vor Ort und tätigte eine Bestandsaufnahme für eine eventuelle Erweiterung der Mindestausrüstung für die FF Frankenfels.
30.04.1999 Sirenenalarm um 15.25 Uhr: Küchenbrand in der Nachbarsgemeinde Loich. Der Einsatz wurde bereits am Anmarschweg storniert. Die Anrainer und die FF Loich haben bereits erfolgreich gelöscht.
31.05.1999 Brandalarm um 20.32 Uhr: In der Fischbachmühlrotte 15 ("Tatzgernhäusl"/Kernstock) ist ein Heizofen außer Kontrolle geraten. Die Vernebelung der Küche stellte sich als Wasserdampf - infolge Überdruck - heraus.
11.06.1999 Dringende Türöffnung in der Hofstadtgegend, weil ein verletzter Mann nicht aufsperren konnte.

25.06.1999


Motorradunfall auf der B 39, km 30,900. Eine verletzte Person liegt auf der Fahrbahn. Die Feuerwehr sicherte die Unfallstelle ab, führte die Verletztenbetreuung durch, erledigte die Verkehrsregelung und verständigte die Rettung und die Gendarmerie. Nach der Freigabe wurde das Motorrad geborgen und vom Unfallsort entfernt.
27.06.1999 Beim Bezirksmusikfest musste die Feuerwehr über Auftrag der BH St. Pölten die B 39 von km 38,500 bis km 38,900 zeitweise sperren.
04.07.1999 Die FJ Frankenfels vertritt Niederösterreich bei den Internationalen Feuerwehrjugend-Bewerben in der Stadt Vlašim der Tschechischen Republik und erreichte den 1. Platz in der Gästewertung. Die Feuerwehr-Versicherungsgesellschaft Hasičská vzájemná pojištóvna,a.s. fungierte als Veranstalter.

04.07.1999



Um 14.35 Uhr wurde die FW Weißenburg zu einer Unterstützung der FF Texing alarmiert. Im hinteren Weißenbachtal ist ein Traktor samt Anhänger über einen Abhang gerollt und an einem Baum geprallt. Eine am Anhänger befindliche Person wurde nach vorne geschleudert und dabei schwer verletzt. Die Feuerwache führte die Erstversorgung durch und unterstützte die zuständige FF Texing bei der Bergung des Traktors und des Anhängers.

17.07.1999


Schwerer Verkehrsunfall im km 31,000 der B 39: Frontalzusammenstoß von LKW mit PKW, 1 Person schwer verletzt, Straße unpassierbar. Die verletzte Person wurde erstversorgt, sofortige Straßensperre, Verständigungen (Arzt, Rettung, Gendarmerie und Straßenmeisterei) durchgeführt, Mithilfe beim Transport zum Rettungshubschrauber, Fahrzeugbergungen erledigt und Straße gereinigt.
25.07.1999 Bei der Feier "500 Jahre Hausstein" regelte die Feuerwehr die Zu- und Abfahrt der PKW.

25.08.1999


Zusammenprall PKW mit Zug 6806 in der Rosenbühelrotte auf der Eisenbahnkreuzung km 43,877 ("Scharner-Übersetzung"). Der PKW wurde vom Regionalzug zirka 100 Meter mitgeschleift und steckte unter der Lokomotive. Zum Glück gab es keine Verletzten. Über Auftrag des ÖBB-Einsatzleiters wurde der PKW mittels Seilwinde des RF (Unimog) vom Triebfahrzeug hervorgezogen und das vordere rechte beschädigte Trittbrett des Tfz 1099.008-3 abmontiert.

06.09.1999


Alarm um 13.07 Uhr: B 39, km 34,150 - Motorradunfall, 1 Schwerverletzter. Tätigkeiten der Feuerwehr: Unfallstelle absichern, Verkehrsregelung, Rettungshubschrauber am Sportplatz Schönau einweisen, Mithilfe bei der Verladung des Verletzten, Motorrad bergen und Straße reinigen.

06.09.1999


Alarm um 17.34 Uhr: Landwirtschaftliches Gerät in der Fischbachmühlrotte verunglückt, 1 Schwerverletzter. Tätigkeiten der Feuerwehr: Menschenrettung, den Verletzten mit ASBÖ Frankenfels auf der Rettungstrage zur Straßenkreuzung getragen, wieder Rettungshubschrauber eingewiesen, Mithilfe bei der Verladung im Hubschrauber und Bergung des METRAC.
07.09.1999 Bescheid über die Erweiterung der Mindestausrüstung langte von der NÖ Landesregierung ein. Sie ermöglichte ab nun unter anderem die Förderung von zwei Tanklöschfahrzeugen mit zusammen höchstens 5000 Liter Fassungsvermögen. Damit wurde es ermöglicht, ein finanzierbares Tanklöschfahrzeug zu beschaffen, welches bei der Brandbekämpfung und beim Wassertransport wesentlich effizienter ist.
11.09.1999 Die Feuerwehr wurde zu einem Motorradunfall mit verletzter Person (B 39, km 44,900) NICHT alarmiert. ASBÖ und Gendarmerie anwesend.
11.09.1999 Beim Umzug (40 Jahre TMV der Marktgemeinde Frankenfels und 90 Jahre ÖKB Frankenfels) zum Oktoberfest übernimmt die Feuerwehr eine Sperre der B 39.
12.09.1999 Beim Aufmarsch der Festgruppen zum Oktoberfest in der Grassermühle sperrte die Feuerwehr wieder die B 39.

17.10.1999



Sirenenalarm um 14.04 Uhr. Das Wirtschaftsgebäude des Gehöftes "Leopold Reiter" in der Nachbarsgemeinde St.Anton/Jeßnitz, Kreuztanne 7, steht im Vollbrand. "Mithilfe bei der Brandbekämpfung sowie zwei Atemschutztrupps eingesetzt" war die Unterstützung für die FF St. Anton an der Jeßnitz. Einsatzdaten: 22 Mann (FF Frankenfels einschl. FW Weißenburg) / um 16.45 Uhr war für uns Einsatzende.
19.10.1999 Ehrenhauptbrandmeister Rudolf Swatek verstorben. Er war von 1961 bis 1989 Zugskommandant der Hauptwache in Frankenfels.

27.10.1999


Zu einem schweren Verkehrsunfall auf der B 39, km 33,700 wurde mittels Sirene um 19.20 Uhr alarmiert. PKW liegt in der Pielach, eine verletzte Person. Auch die FF Kirchberg/Pielach wurde mitalarmiert. Feuerwehrtätigkeiten: Absichern, Verletztenbetreuung, die verletzte Lenkerin an Rettung übergeben, Ö3VER-Meldungen, Verständigung der Straßenmeisterei und PKW-Bergung bei Straßensperre.

02.11.1999


Um 17.33 Uhr heulte die Sirene in Frankenfels und um 17.35 Uhr in Weißenburg: Großbrand beim Gehöft "Groß Rothenhof" (Rotheneder) in Tradigist der Marktgemeinde Rabenstein/Pielach, Tradigist 38. Mit "Einsatzstelle ausleuchten, Zufuhr von 4000 Liter Löschwasser und Speisung des TLF Kirchberg/P." wurde die örtliche Feuerwehr Tradigist unterstützt.
30.11.1999 Unserem Feuerwehrarzt Dr.med. Anton Brachinger wurde der Berufstitel "Medizinalrat" ("MedR") verliehen.
02.12.1999 Mithilfe beim Abtragen des Schuttkegels nach der verheerenden Gasexplosion in Wilhelmsburg (Conrad Lester - Hof 4). Unser Rüstfahrzeug war von 21.35 Uhr bis 03.30 Uhr des Folgetages im Einsatz.

03.12.1999


Und wieder eine Unterstützung für die FF Wilhelmsburg nach der Gasexplosion: Die Mannschaft des "Tank Weißenburg" musste das angrenzende beschädigte Wohnhaus pölzen. Dieser Einsatz dauerte von 10.45 Uhr bis 17.00 Uhr.
07.12.1999 Ehrenoberbrandinspektor Franz Grössbacher verstorben. Er war über 29 Jahre lang Hauptmann bzw. Kommandant der FF Frankenfels.

26.12.1999


Sturmschaden in der Rosenbühelrotte. Sechs Bäume wurden entwurzelt und blockieren die Frankenfelsberg-Straße. Sie wurden im Beisein des Waldbesitzers Anton Winter umgeschnitten und anschließend das Straßenhindernis beseitigt. Der Einsatz dauerte von 19.29 Uhr bis 23.00 Uhr.
31.12.1999 Statistik 1999: 104 Einsätze (714 Mann / 1821 Std.), 90 Übungen (839 Mann / 1992 Std.) und bei der Feuerwehrjugend scheinen insgesamt 2365 Std. auf.



Erstellt:
Ehrenoberverwalter Erich Gonaus, Sachbearbeiter für Feuerwehrgeschichte der FF Frankenfels

Quellen:
Ehren- und Urkundenbuch der Freiwilligen Feuerwehr in Frankenfels (1908 bis 1980)
                                                         - Josef Hippmann / Johann Dieringer / Franz Grössbacher / Franz Wutzl
Chronik F. F. Frankenfels (01.01.1981 bis 28.01.1996) - HBI Franz Wutzl
Feuerwehrarchiv Frankenfels
Festschrift "1883 - 100 Jahre - 1983   Freiwillige Feuerwehr Frankenfels" - BI Franz Wutzl
Festschrift "110 Jahre   1883 - 1993   Freiwillige Feuerwehr Frankenfels" - OBI Franz Wutzl
Folder "Freiwillige Feuerwehr Frankenfels   1883 - 2008   125 Jahre" - OBI Mario Sturmlechner
Gemeindearchiv Frankenfels
Chronik der Volksschule Frankenfels
Pfarrchronik Frankenfels
Bahnhofchroniken Frankenfels, Laubenbachmühle, Schwarzenbach an der Pielach und Kirchberg an der Pielach
Einige mündliche Überlieferungen von:
     Frau Aloisia Zeiner (+ 1992), Markt 12 - (Info an Oberlöschmeister Franz Wutzl)
     Frau Christine Linzberger (+ 1997), Markt 45 - (Info an Oberlöschmeister Franz Wutzl)
     Herrn Rudolf Kirchner (+ 1978) und Franz Schmid jun., beide in Kirchberg an der Pielach, Schwerbachgegend 31
     Herrn Dr.phil. Bernhard Gamsjäger, St. Pölten, Leobersdorfer Bahnstraße 17B
     Herrn Robert Pögner, Markt 3         
     Frau Feuerwehrpatin Inge Langthaler (+ 2019), Markt 17
     Frau Hermine Grössbacher, Übergangrotte 2
     Herrn Matthias Fahrngruber-Birnbaum, Hofstadtgegend 63          und
     Herrn Gerhard Groh, D-35096 Weimar (Lahn) - Roth, Lahntalstraße 24
Chronik der Freiw. Feuerwehr Kirchberg/Pielach (1880 bis 1980) - Brandrat Konrad Lampel
Frankenfelser Häuserbuch (Um 1300 bis 1987) - Dr. Bernhard Gamsjäger
Das Frankenfelser Buch (1192 bis 1997) - Dr. Bernhard Gamsjäger / Ernst Langthaler jun.
Buch "Kirchberg an der Pielach   -   Eine Reise durch die Zeit" (2013)
                            - DI Michael Flieger / Dr. Bernhard Gamsjäger / Dr. Eduard Gugenberger / Mag. Sabine Mick
Buch "Puchenstuben" (2004 / 2. Auflage 2014) - Dr. Bernhard Gamsjäger
Handbuch zur Feuerwehrgeschichte des ÖBFV (November 2005) - Brandrat des ÖBFV Adolf Schinnerl
Das Große Niederösterreichische Feuerwehrbuch (1986)
                  - Dr.phil. Joachim Rössl / HV Günter Schneider / OBR Dr.theol. Hans Schneider / Dr.phil. Peter Zawrel
Bibliographie zur niederösterreichischen Feuerwehrgeschichte (2011) - BI Dr. Christian Karl Fastl
Entwicklung der Rang- und Uniformabzeichen bei den NÖ Feuerwehren (2013) - ABI Dr. Christian Karl Fastl
150 Jahre Niederösterreichischer Landesfeuerwehrverband (2019) - BR Dr. Christian Karl Fastl
Lehrgangsunterlagen der Module FWG1, FWG2, FWG3, FWG4, FWGG, FWGP1, FWGSP1, FWGSP2 und FWGT